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	<title>Reviews Archiv seit 1999 | vampster - Metal Magazin</title>
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	<description>Dein Metal Webzine. Seit 1999.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 11 May 2026 13:27:40 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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	<item>
		<title>WAGE WAR: It Calls Me By Name [EP]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/wage-war-it-calls-me-by-name-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 13:27:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[wage war]]></category>
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					<description><![CDATA[Kein Quell großer Inspiration, aber das Bewährte auf den Punkt gebracht: WAGE WAR waren schon zielloser unterwegs als auf "It Calls Me By Name".]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heavy</em> heißt nicht automatisch <em>gut</em> und trotzdem horchen wir erstmal auf, als <a href="https://vampster.com/bands/wage-war/">WAGE WAR</a> das ambitionslose „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/wage-war-stigma/">Stigma</a>“ (2024) mit einem markigen Statement beiseite fegen. „Song Of The Swamp“ gewinnt sicherlich keine Innovationspreise, entwickelt jedoch auf Anhieb mehr Esprit, als wir das von den US-Amerikanern anno 2026 erwartet hätten.</p>
<p>Die aktuellen Genre-Standards treibt das Quintett auf die Spitze, indem es den heruntergestimmten Gitarren in all ihrer Sumpfigkeit einen entfesselten Briton Bond zur Seite stellt. Der Shouter klingt boshaft wie nie, wechselt im Laufe der EP jedoch auch in andere Stimmlagen, wobei die wiederkehrenden Spoken-Word-Passagen eher schwachbrüstig ausfallen.</p>
<h2>WAGE WAR gehen nicht unbedingt inspiriert zu Werke, bringen ihre Ideen aber auf den Punkt</h2>
<p>Eine Prise Nu Metal à la <a href="https://vampster.com/bands/korn/">KORN</a> prägt das rohe „4×4“, das ähnlich wie das erwähnte „Karma“ auf stumpfen Höhlenmenschen-Groove setzt, doch genau deshalb so kurzweilig ist. Inspiriert gehen <a href="https://vampster.com/bands/wage-war/">WAGE WAR</a> nicht zu Werke, dafür bringen sie ihr Baukasten-Schema ohne Umwege auf den Punkt. Sogar die eingängige radiotaugliche Single „Blindfold“ hat dank ihres 6/8-Takts einen interessanten Twist, um den generischen Zutaten neues Leben einzuhauchen.</p>
<p>Mit Klargesang hält sich Gitarrist Cody Quistad ansonsten stärker zurück, als es in der jüngeren Vergangenheit der Fall war. Stattdessen steuert „It Calls Me By Name“ auf ein regelrecht gnadenloses Ende zu: Mit „Purify“ zeigen sich <a href="https://vampster.com/bands/wage-war/">WAGE WAR</a> so hart und verbittert wie schon lange nicht mehr – <em>heavy</em> heißt zwar auch hier nicht automatisch <em>gut</em>, doch gleichzeitig macht man mit einem solch humorlosen Breakdown zum Ende hin in der Regel selten etwas falsch.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 27.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 40:37</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Joel Birch – Vocals<br />
Daniel Brown – Gitarre, Programming<br />
Jonathan Reeves – Bass, Vocals<br />
Joseph Longobardi – Drums</p>
<p>Produziert von Cody Quistad und WZRD BLD</p>
<p>Label: Fearless Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://wagewarband.com/" target="_blank" rel="noopener">https://wagewarband.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/wagewar" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/wagewar</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/wagewar/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/wagewar/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://wagewar.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://wagewar.bandcamp.com/</a></p>
<h2>WAGE WAR “It Calls Me By Name” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Song Of The Swamp (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=2EjR1ovTpBc" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTub</a>e)</li>
<li>4×4</li>
<li>Blindfold (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=J-F8TrTtYs0" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Karma</li>
<li>Purify</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[wage war]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metalcore, metalcore]]></genres>
<wpid>416028</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>THE AMITY AFFLICTION: House Of Cards</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/the-amity-affliction-house-of-cards/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 14:57:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[THE AMITY AFFLICTION]]></category>
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					<description><![CDATA[THE AMITY AFFLICTION beweisen Konstanz und Willenskraft: "House Of Cards" ist trotz des einschneidenden Besetzungswechsels eine grundsolide Angelegenheit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für gewöhnlich braucht es nicht mehr als einen kleinen Handgriff, um ein Kartenhaus zum Einsturz zu bringen. Ganz besonders, wenn es das Fundament betrifft, dem man einen Baustein entnimmt. Dass das fragile Gebilde <a href="https://vampster.com/bands/the-amity-affliction/">THE AMITY AFFLICTION</a>s also überhaupt noch steht, ist nach den Querelen der Vergangenheit überaus erstaunlich. Schließlich war die Trennung von Bassist und Sänger Ahren Stringer keine völlig saubere, obschon notwendige Angelegenheit, die zugleich tiefe Spuren hinterließ.</p>
<p>Denn mit Stringers markanter Singstimme ging auch ein prägender Teil Identität verloren, den sein Nachfolger Jonathan Reeves (<a href="https://vampster.com/bands/kingdom-of-giants/">KINGDOM OF GIANTS</a>) eben nicht einfach so wettmachen kann. „House Of Cards“ hat somit von vornherein einen schwierigeren Stand in der Diskografie der Australier: Denn etwas beliebiger und weniger einzigartig klingt die Formation nach dem Besetzungswechsel schon.</p>
<h2>THE AMITY AFFLICTION-Shouter Joel Birch zeigt sich auf „House Of Cards“ in Bestform</h2>
<p>Dafür macht das Quartett an anderer Stelle Boden gut, wie wir binnen kürzester Zeit feststellen dürfen. Denn auf das Intro „Vide Nueva“ folgt mit „Kickboxer“ ein unerbittlicher Einstieg, der Shouter Joel Birch in Bestform zeigt. <a href="https://vampster.com/bands/the-amity-affliction/">THE AMITY AFFLICTION</a> ballen hier nicht zum letzten Mal die Faust, um uns ungespitzt in den Boden zu rammen. Während das groovende „Bleed“ etwas unter seinen synthetischen Sprachsamples leidet, zeigt „Eternal War“ die Gruppe zum Albumfinale von ihrer brachialen Seite.</p>
<p>Untermalt werden die Kompositionen genretypisch mittels diverser Synth-Spuren, zu welchen sich im restlichen Songmaterial außerdem Reeves‘ Klargesang gesellt. Dabei ist der Bassist nicht immer so prominent im Rampenlicht platziert, wie es im Titelstück der Fall ist. Gerade in den Refrains darf sich der Bassist für gewöhnlich dennoch austoben. „Heaven Sent“ hält als klassischer Modern Metalcore-Track diesbezüglich keine Überraschungen bereit, ist wie der Großteil der Platte dafür grundsolide umgesetzt.</p>
<h2>THE AMITY AFFLICTION beweisen Konstanz und Willenskraft</h2>
<p><a href="https://vampster.com/bands/the-amity-affliction/">THE AMITY AFFLICTION</a> verschließen sich derweil nicht vor gegenwärtigen Trends, wenn sie etwa im Intro von „Break These Chains“ mit Drumcomputern arbeiten und hier sowie im nachfolgenden „Swan Dive“ den Pop-Appeal der Melodiebögen ausarbeiten. Dass „House Of Cards“ im Mittelteil an Schwung verliert, ist auch dieser Orientierung zuzuschreiben, obschon sich die Band dadurch keinesfalls definieren lässt.</p>
<p>Man legt also ein größeres Augenmerk auf das entsprechende Gleichgewicht: Den soften Momenten stellen <a href="https://vampster.com/bands/the-amity-affliction/">THE AMITY AFFLICTION</a> härtere Ausflüge in größerem Umfang entgegen. Inmitten dieser Schnittmenge ist zwar nicht jeder Track gleich packend und auch die großen Hits sind diesmal nicht mit von der Partie. Dafür beweist die Formation Konstanz und Willenskraft: Einsturzgefährdet ist dieses Kartenhaus wohl auch in absehbarer Zukunft nicht.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 27.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 40:37</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Joel Birch – Vocals<br />
Daniel Brown – Gitarre, Programming<br />
Jonathan Reeves – Bass, Vocals<br />
Joseph Longobardi – Drums</p>
<p>Produziert von Dan Brown und Sam Bassal (Mix)</p>
<p>Label: Pure Noise</p>
<p>Homepage: <a href="https://theamityaffliction.net/" target="_blank" rel="noopener">https://theamityaffliction.net/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/theamityafflictionofficial" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/theamityafflictionofficial</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/theamityaffliction" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/theamityaffliction</a><br />
Bandcamp: <a href="https://amityaffliction.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://amityaffliction.bandcamp.com/</a></p>
<h2>THE AMITY AFFLICTION “House Of Cards” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Vida Nueva</li>
<li>Kickboxer</li>
<li>House of Cards (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Tq_x8bO3wSE" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Heaven Sent</li>
<li>Bleed (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=5T5IWl-LYYk" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Break These Chains</li>
<li>Beso De La Muerte</li>
<li>Swan Dive</li>
<li>Speaking in Tongues</li>
<li>Afterlife</li>
<li>Reap What You Sow</li>
<li>Eternal War</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[THE AMITY AFFLICTION]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metalcore, metalcore]]></genres>
<wpid>415910</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>GADGET: Coerced [EP]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/gadget-coerced-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 20:37:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[GADGET]]></category>
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					<description><![CDATA[

Hey GADGET, long time no grind! Mit „Coerced“ meldet sich die schwedische Formation wieder zurück. Ganz rund ist die EP allerdings nicht geworden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>… und hier ist wieder eine Band, die 2026, dem Jahr der Wiedergänger, nach langer Zeit erneut von sich hören lässt. Allerdings ließen <a href="https://vampster.com/bands/gadget/">GADGET</a>, deren letztes Album „The Great Destroyer“ bereits 10 Jahre zurückliegt, zumindest vor 5 Jahren über eine Split mit <a href="https://vampster.com/bands/retaliation/">RETALIATION</a> verkünden, dass sie noch nicht am Ende seien, auch wenn die Situation damals schwierig war. GADGET standen gerade ohne Sänger da, denn Emil Englund hatte die Band zwei Jahre zuvor verlassen. Auf besagter Split waren also einige Gäste zu hören, und eine davon, Emilia Henriksson (auch RADIUM GRRRLS), ist seit kurzem feste Sängerin bei den Schweden.</p>
<h2>Auf „Coerced“ ist eine neue Stimme zu hören, die keine Gnade kennt: Emilia Henriksson passt perfekt zu GADGET und bringt neue Impulse in die Band.</h2>
<p>Henriksson und der neue Gitarrist Kristofer Jankarls (ex-<a href="https://vampster.com/bands/axis-of-despair/">AXIS OF DESPAIR</a>) vervollständigen die seit 2002 bestehenden Besetzung William Blackmon, Rikard Olsson und Fredrik Nygren, und schon haben GADGET mit „Coerced“ eine neue EP, die die lange Durststrecke beendet. Und diese währt, seien wir ehrlich, schon ein wenig länger. Denn „The Great Destroyer“ war ein rabiates, brutales Skandi-Grind-Album – sprich: mit viel Crust in der DNA –, aber die Intensität von <a href="https://vampster.com/cd-reviews/gadget-the-funeral-march/">„The Funeral March“</a> (2006) erreichten GADGET nur in wenigen der Songs. Also, legen GADGET endlich jetzt wieder so richtig los? Schwer zu sagen.</p>
<p>„Coerced“ spielt gleich zu Beginn mit den Nerven. Wir haben doch keine Zeit zu verlieren! Schließlich geht es hier um acht Songs in weniger als 14 Minuten! Und doch gibt es erst eine halbe Minute Intro-Feedback, bis der Song ausbricht, so räudig, dass die Vorgänger geradezu glattpoliert klangen. Emilia Henriksson schreit dazu so angepisst, mit einer Energie, die ihren Vorgänger locker in den Schatten stellt. Was GADGET bei all ihrer Freude, wieder lärmen zu dürfen, aber ein wenig übersehen haben, ist das Songwriting. Zwar sind die ersten drei Songs mit ihren geilen Riffs, zu denen die Blast Beats und höllisch schnellen D-Beats perfekt passen schön catchy, aber „Coerced“ wirkt recht fragmentiert. Kein Wunder: „No Sense Of Self“, „What Dosen’t Serve You“ und „Gnistan“ dauern keine Minute, „Funerary Rites“ und „Flatline“ liegen nur minimal darüber.</p>
<h2>GADGET oszillieren zwischen impulsiver Wut und finsterem Drone: „Coerced“ ist zu kurz, um entschlossen Grenzen auszuloten.</h2>
<p>Letzterer zerfällt und mündet in das fünfeinhalbminütige, instrumentale Drone-Stück „False Pulse“, das zwar Spannung aufbaut, aber insgesamt deutlich zu lange geraten ist und ein Drittel dieser EP einnimmt. Das abschließende „Violently Silent“ zeigt GADGET dann aber so gut wie selten, es hämmert repetitiv mit einem brachialen Groove und ist dadurch noch wütender als die blastenden ersten Songs. Insgesamt sind die extrem derb produzierten acht Songs etwas zu stark komprimiert. Klar, GADGET wollen wieder liefern, nun da sie wieder komplett sind. Ein wenig mehr kompositorische Substanz hätte dieser EP aber gutgetan. Es ist jedoch spürbar: „Coerced“, dessen Artwork ziemlich bemerkenswert ist, könnte der Auftakt für den zweiten Frühling einer Band werden, die immer etwas zu sehr unter dem Radar geblieben ist.</p>
<p>VÖ: 8. Mai 2026</p>
<p>Spielzeit: 13:44</p>
<p>Line-Up:<br />
Emilia Henriksson – Vocals<br />
Kristofer Jankarls – Guitar & vocals<br />
Rikard Olsson – Guitar<br />
Fredrik Nygren – Bass<br />
William Blackmon – Drums</p>
<p>Label: De Nihil Records</p>
<h4>GADGET „Coerced“ Tracklist:</h4>
<p>1. Nonsense<br />
2. No Sense Of Self<br />
3. What Dosen’t Serve You<br />
4. <a href="https://youtu.be/koWThN3imUo?si=qs0y0lZki6rSDsMJ">Gnistan (Official Visualizer bei Youtube) </a><br />
5. Funerary Rites<br />
6. Flatline<br />
7. False Pulse<br />
8. Violently Silent</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://gadgetgrindcore.bandcamp.com/music">https://gadgetgrindcore.bandcamp.com/music</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/gadgetgrindcore/">https://www.instagram.com/gadgetgrindcore/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/GadgetGrindcore/">https://www.facebook.com/GadgetGrindcore/</a></p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[GADGET]]></band>
<genres><![CDATA[grindcore]]></genres>
<wpid>413107</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>WINSELMUTTER: Ketzergeyst [EP]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/winselmutter-ketzergeyst-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 03:51:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[WINSELMUTTER]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=412767</guid>

					<description><![CDATA[Wie viele Black-Metal-Klischees kann man in einer Band verklappen? WINSELMUTTER sagen: ja! Und machen alles richtig damit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ugror Blasphemikk Desecrator“, „Lunatic Scumfuck Vagabund“ und – Achtung, jetzt kommt’s – „Eternal Chaos Witch Ov Blackened Ritual Nights“, nur echt mit dem „v“ in „ov“, heißen die drei aktuellen Mitglieder der Band, und wenn man sie live gesehen hat, hat man auch eine Menge schwarz-weißer Schminke, Dornen, ein Kreuz und ein Schwert gesehen.</p>
<p>Nur das tote Schwein fehlt, aber das wird man auch nicht kriegen, denn <a href="https://vampster.com/bands/winselmutter/">WINSELMUTTER</a> kommen mindestens zur Hälfte aus der antifaschistischen Punk-Szene, und wer die kennt, weiß, sie ist voller Veganer! Gut so. Auch ich habe mir beim letzten Culthe-Fest einen Kapu des Münsteraner Vegan-Labels „Roots of Compassion“ gekauft. Darauf zu <a href="https://www.rootsofcompassion.org/Love-Nature-Smash-Fascism-Kapuzenpullover-medium-fit">sehen</a>: ein süßes Osterlämmchen, das einen Schädel im Nazi-Helm zertritt, und eine Menge Gemüse. Geil!</p>
<p><a href="https://vampster.com/bands/winselmutter/">WINSELMUTTER</a> haben auch gespielt. Sie durften das (großartige, über alle Gebühr schöne, unvergleichliche und unverzichtbare) Festival eröffnen, und sie ließen niemanden, wirklich niemanden unzufrieden zurück. Was für ein Auftritt! Nicht einmal die technischen Probleme (fast zehn Minuten Pause musste man zwischendurch machen) konnten das infernalische Ritual wesentlich aufhalten, das da auf der Bühne zelebriert wurde; lediglich etwas mehr Schwertgefuchtel hätte ich mir gewünscht, aber man kann ja nun nicht alles haben.</p>
<h2>„Ketzergeyst“ ist ein Riesen-Schritt nach vorne</h2>
<p>Jedenfalls habe ich mir kurze Zeit später endlich „Ketzergeyst“ gekauft, die aktuelle EP der Band. Warum nicht früher? Nun: „Schattentod in der Leibeswelt“, das Debütalbum von 2025, ist zwar sehr gehypt worden letztes Jahr, aber erstens bin ich ja prinzipiell skeptisch Hypes gegenüber, und zweitens finde ich es einfach nicht so gut. Sogar ziemlich langweilig. Live aber hab ich dann doch ein paar Songs entdeckt, die ich unbedingt nochmal hören wollte, und da hab ich mir gedacht, dass die ja vielleicht auf der EP drauf sind?</p>
<p>Weiß ich nicht. Aber was ich weiß: „Ketzergeyst“ ist unglaublich gut, ein gigantischer Schritt nach vorne, ein Werk, das den Hype jetzt echt mal verdient hat. Vier Songs, die sich stilistisch beim Kanada-Black-Metal bedienen, aber deren maßgebliche Vertreter tatsächlich direkt übertreffen. Ja, <a href="https://vampster.com/bands/winselmutter/">WINSELMUTTER</a> sind die besseren <a href="https://vampster.com/bands/spectral-wound/">SPECTRAL WOUND</a>, und auch die politisch leider in alle Richtungen offene Szene um den Quebecer Gitarristen und Tätowierer Nakkabre lässt man hinter sich. Es gibt ein melodisches Ohrwurm-Riff nach dem andern, es gibt hymnische Momente, rhythmisch wird von Punk bis Black Metal einiges geboten, und das Schönste ist, dass diese Zutaten wunderbar kohärente Songs ergeben.</p>
<h2>Eine Kriegerin, die ihre Qualen heraus schreit</h2>
<p>Was aber ist eine WINSELMUTTER? Nun, es handelt sich – so Wikipedia – um eine Sagengestalt, und zwar um die deutsche Version der aus der keltischen Mythologie bekannten Geisterfrau, der Banshee: eine meist ältere Frau, deren unheimliches Klagen von nahendem Tod kündet. Hört man die Frau am Mikro, wird klar, dass man keinen passenderen Namen hätte wählen können: Gut, sie ist nicht alt, aber ihr Klagen könnte nicht unheimlicher sein. Auf der Bühne wirkt sie dann eher wie eine Kriegerin, die ihre persönlichen Qualen in die Welt heraus schreit, aber sie ist ja auch schließlich nicht die WINSELMUTTER selbst, sondern eben die Ewige Chaos-Hexe aus geschwärzten Ritual-Nächten, also…</p>
<p>Jedenfalls klingt sie fantastisch. Und so auch der Rest der Band: „Ketzergeyst“ wurde, anders als das Debüt, im Holodeck-Studio bei Alex Pojda aufgenommen und in der Tonmeisterei von Role gemischt und gemastert, und so sehr ich Homerecording im Black Metal ja abfeiere, so gut tat dieser Band die Zusammenarbeit mit den Profis. Denn denen ist gelungen, den sägenden Sound der großen Vorbilder (s.o.) zu treffen und mit dem nötigen Druck zu versehen. Insgesamt ist dabei eine EP entstanden, die für die weitere Zukunft der <a href="https://vampster.com/bands/winselmutter/">WINSELMUTTER</a> Großes verspricht und dieses Jahr zu den besten ihres Fachs zählen dürfte.</p>
<p>Und dem Lämmchen gefällt’s auch!</p>
<p>Spielzeit: 20:40 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 12.02.2026 (digital, Tape), 06.03.2026 (Vinyl)</p>
<p>Labels: Fucking Kill Records (Vinyl), Sapivon Records (Tape)</p>
<p><a href="https://winselmutter.bandcamp.com/album/ketzergeyst">https://winselmutter.bandcamp.com/album/ketzergeyst</a><br />
<a href="https://fuckingkillrecords.bandcamp.com/album/winselmutter-ketzergeyst">https://fuckingkillrecords.bandcamp.com/album/winselmutter-ketzergeyst</a></p>
<h2>WINSELMUTTER „Ketzergeyst“ Tracklist</h2>
<p>1. Cold Wind Ov Eternal Solitude<br />
2. Bloodmoon Witchery<br />
3. Where Once Was Our Heart<br />
4. Sword Ov Spoil</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[WINSELMUTTER]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>412767</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>THE BROWNING: Burn This World [EVOLVED]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/the-browning-burn-this-world-evolved/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 14:39:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[THE BROWNING]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf "Burn This World [EVOLVED]" lassen THE BROWNING zu keinem Zeitpunkt locker: Überarbeitete Arrangements und aufpolierte Produktion hieven das Debütalbum in die Gegenwart.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nie war ein Titel relevanter als jetzt: Mit der Welt am Abgrund möchte man eigentlich den Reset-Knopf drücken. Tabula rasa. Einen Neuanfang starten. Und so scheint „Burn This World“ wie geschaffen für ein zweites Leben. Der Zusatz „EVOLVED“ greift derweil bereits vorweg, dass sich <a href="https://vampster.com/bands/the-browning/">THE BROWNING</a> für das 15-jährige Jubiläum ihres Debüts nicht mit einem bloßen Remaster zufriedengeben wollten. Neu eingespielt und mit zahlreichen Optimierungen hievt die Electronic Deathcore-Band ihr Frühwerk zeitgleich in die Gegenwart.</p>
<p>Überstanden haben das nicht alle Tracks: „Forgotten“ macht seinem Namen alle Ehre, indem es durch Abwesenheit glänzt. Dafür bekommen wir zum Ausgleich den brandneuen Song „EVOLVE“, der am Ende der Scheibe mit markigen Breakdowns sowie futuristischen Synthesizern auf sich aufmerksam macht und dabei wie eine Art Bindeglied wirkt: eine Überleitung zu dem, was künftig kommen mag.</p>
<h2>Für „Burn This World [EVOLVED]“ haben THE BROWNING auch die Arrangements überarbeitet</h2>
<p>Herzstück von „Burn This World“ sind jedoch die althergebrachten Kompositionen, die in ihrem neuen Gewand tatsächlich an Durchschlagskraft hinzugewonnen haben: Die Produktion ist massiver, die Synthesizer klingen qualitativ hochwertiger und die tief gestimmten Gitarren sorgen für die so typisch gewordene Brachialgewalt des Trios.</p>
<p>Das Zusammenspiel von Deathcore-Urgewalt und Club-Atmosphäre funktioniert allein aus diesem Grund hervorragend, was nicht zuletzt die pumpenden Bässe in „Bloodlust“ unterstreichen. Doch auch den Opener „No Escape“ haben <a href="https://vampster.com/bands/the-browning/">THE BROWNING</a> mit einem ausgedehnten Intro angereichert, während das anschließende „Not Alone“ dank des treibenden Drummings inklusive neu gesetzter Blastbeats und Doublebass-Einlagen zusätzlichen Schwung erhält.</p>
<h2>THE BROWNING lassen zu keinem Zeitpunkt locker</h2>
<p>Gleichzeitig vermittelt „Burn This World [EVOLVED]“ einen homogenen Eindruck, indem Stücke ineinanderfließen, ähnliche Tonfolgen aufgegriffen werden oder in ihrer Variation als natürlich fortschreitende Entwicklung präsentiert werden. Locker lassen <a href="https://vampster.com/bands/the-browning/">THE BROWNING</a> dabei zu keinem Zeitpunkt, weshalb die Band ihr eingangs zur Schau gestellte Intensität von A wie „Ahamed“ bis „T wie „Tragedy Of Perfection“ lückenlos aufrechterhält. Variation im Tempo findet dennoch statt, wie in „Living Dead“ der Wechsel von sakral-unheilschwangerer Atmosphäre hin zu verbissenen Blasts zeigt. Nur eines darf man vorab nicht vergessen: Ob nun Trance, Hardstyle oder andere EDM die harten Eruptionen wahlweise durchbrechen oder anreichern, für eine gänzlich neue Hörerschicht ist „Burn This World [EVOLVED]“ eher nicht gedacht.</p>
<p>Das ist nicht schlimm, sondern eher als Hinweis für das eigene Erwartungsmanagement zu sehen. Ohne die Bereitschaft, sich dem eigenwilligen, doch überaus eingängigen Stil der Band zu öffnen, dürfte der Besuch der zum Pit gewordenen Tanzfläche nur kurz andauern. Denn so viel Liebe <a href="https://vampster.com/bands/the-browning/">THE BROWNING</a> der Reinkarnation ihres Erstlingswerks geschenkt haben, ist „Burn This World [EVOLVED]“ eben doch ein Album für die etablierte Fangemeinde, die nun einen aufgemotzten und an den richtigen Stellen polierten Soundtrack für eine Welt am Abgrund ihr eigen nennen darf.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 11.02.2026</p>
<p>Spielzeit: 45:07</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Jonny McBee – Vocals, Programming<br />
Akeem Bivens – Gitarre<br />
Brandon FUnera – Drums</p>
<p>Produziert von Jonny McBee</p>
<p>Label: FiXT Music</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.thebrowning.net/" target="_blank" rel="noopener">https://www.thebrowning.net/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/TheBrowningOfficial/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/TheBrowningOfficial/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/thebrowningofficial/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/thebrowningofficial/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://thebrowningofficial.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://thebrowningofficial.bandcamp.com/</a></p>
<h2>THE BROWNING “Burn This World [EVOLVED]” Tracklist</h2>
<ol>
<li>No Escape [EVOLVED] 02:12</li>
<li>Not Alone [EVOLVED] 04:15 (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=4R0DWPB4FII" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Bloodlust [EVOLVED] 04:20 (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=TTl0YdR5cZ0" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Standing On The Edge [EVOLVED] 02:51</li>
<li>Burn This World [EVOLVED] 03:01</li>
<li>Ashamed [EVOLVED] 03:23</li>
<li>Living Dead [EVOLVED] 03:44</li>
<li>Time Will Tell [EVOLVED] 03:10</li>
<li>Tragedy Of Perfection [EVOLVED] 03:13</li>
<li>Dominator [EVOLVED] 03:52 (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=slcys1wkg8E" target="_blank" rel="noopener">Visualizer bei YouTube</a>)</li>
<li>I Choose You [EVOLVED] 03:05 (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=wRQZu5n0qKA" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)</li>
<li>The Sadist [EVOLVED] 04:50</li>
<li>EVOLVE 03:01(<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Dvpa6R0-ZN8" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[THE BROWNING]]></band>
<genres><![CDATA[deathcore, electronic, ebm]]></genres>
<wpid>412777</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>A FOREST OF STARS: Stack Overflow In Corpse Pile Interface</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/a-forest-of-stars-stack-overflow-in-corpse-pile-interface/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 11:51:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[A FOREST OF STARS]]></category>
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					<description><![CDATA[Schillernde, tief melancholische Avantgarde-Musik voller Wut und Leidenschaft (und, äh, Leichen?): A FOREST OF STARS wissen, was die Stunde geschlagen hat.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Okay, ich dachte, ich schaue mal rein, was ich da vor knapp acht Jahren so <a href="https://vampster.com/cd-reviews/a-forest-of-stars-grave-mounds-and-grave-mistakes-special-edition/">geschrieben habe</a> über <a href="https://vampster.com/cd-reviews/a-forest-of-stars-grave-mounds-and-grave-mistakes-special-edition/">„Grave Mounds And Grave Mistakes“</a>, das letzte Album der Briten <a href="https://vampster.com/bands/a-forest-of-stars/">A FOREST OF STARS</a>, und siehe da, es ist eine ellenlange Abhandlung gewesen über ein geradezu überirdisches Meisterwerk avantgardistischer Metal-Musik voller Verve und Wut. Wie soll man das bloß toppen – also, beides jetzt? Ich bin auch nur ein Mensch, und A FOREST OF STARS sind auch nur eine Band, aber – es ist geradezu unglaublich – wir sind beide noch da, und vielleicht ist das ja der passende Einstieg für einen Text über ein Album, das sich „Stack Overflow in Corpse Pile Interface“ nennt, auf deutsch: „Stapelüberlauf in Leichenhaufen-Interface“. Wie bitte?</p>
<p>Genau: Die Texte liegen mir gar nicht vor diesmal, denn ich will nicht warten auf die Special Edition, ich rezensiere nur die Promo, und da sind keine Texte bei, aber die Lektüre dieser wird ich lohnen: „I am my own maggot – consuming myself!“ rotzt uns Sänger Curse zum Einstieg mal vor die Füße, und allein dieses Rotzen, dieser völlig irre Spoken-Word-Gesangsstil zwischen Proklamation und Wahnsinn wäre genug, um mich erneut in Begeisterungsstürme zu versetzen, aber die Textfetzen, die ich verstehen kann ohne mitzulesen, zeigen, dass sich hier auch lyrisch mal wieder Welten öffnen, die sich lohnen zu betreten, wenn man – vorsichtig ausgedrückt – eine gewisse Skepsis gegenüber der herrschenden Normalität sein Eigen nennt.</p>
<h2>Ein perverses Cabaret</h2>
<p>Doch der Gentlemen’s Club Of A FOREST OF STARS wäre nicht eben jener, wenn er nicht auch musikalisch auf fast 74 unglaublich kurzweiligen Minuten wieder alle Register ziehen würde. Dabei wählt er einen Weg, den viele avantgardistisch agierende Bands kennen, den der wachsenden Zugänglichkeit nämlich: Jeder Song auf „Stack Flow in Corpse Pile Interface“ wartet mit geradezu lieblichen Melodien auf, dargeboten von „Katheryne, Queen Of The Ghosts“ auf ihrer Violine oder mit ihrer Stimme. Wenn sie geigt, klingt das wunderbar melancholisch und niemals schräg (ein Glück!), und wenn sie singt – und das tut sie oft diesmal – , erinnere ich mich erstaunlicherweise an <a href="https://vampster.com/bands/the-gathering/">THE GATHERING</a>, als diese mit „How To Measure A Planet“ damals den Metal hinter sich ließen. (Wer sich davon überzeugen will, möge eines der im Stile des Artworks animierten Lyric-Videos anklicken – ich empfehle <a href="https://www.youtube.com/watch?v=a5IfJ6ko8Us">„Roots Circle Usurpers“.)</a></p>
<p>Doch keine Angst: A FOREST OF STARS sind nach wie vor eine Metal-Band, und jedes der sechs Stücke bietet ausreichend Gitarren und sogar Blast Beats, so dass ich die Einordnung als „Black Metal“ durchaus nachvollziehen kann, wenngleich hier stilistisch der Doom im Vordergrund steht und A FOREST OF STARS nach wie vor eher in ein perverses Cabaret passen würden als in eine satanische Messe oder einen norwegischen Fjord. Ja, das hier ist trotz der gestiegenen Zugänglichkeit und der vielen elegischen Parts immer noch ganz schön sperrig, auch wenn man doch einiges an zarten Melodien mehr dabei hat (es gibt sogar eine folkloristisch anmutende gespielt auf einem Glockenspiel!) und am Ende wirklich alle Bombast-Register zieht – dafür sorgt nicht zuletzt Mr Curse mit seinem unglaublichen Charisma, und dafür sorgt die Band durch ihr perfekt ausbalanciertes Spiel mit Harmonie und Disharmonie.</p>
<h2>A FOREST OF STARS sind und bleiben einzigartig (wütend)</h2>
<p>Aber nochmal zu Herrn Curse: Mann, was ist der wütend! Ich hasse Studio-Videos, aber von ihm würd ich mir eins anschauen; egal, ob er über „a thousand miserable piss artists“ schimpft oder beklagt, dass man sich doch bitte sein eigenes Loch graben möge, dieses hier sei seins… Es ist immer eine Wonne, und dabei hab ich – s.o. – noch nicht einmal damit angefangen, mir Gedanken über den eigentlichen Gehalt seiner Texte zu machen. Es gibt so einen Sänger kein zweites Mal, lediglich Alasdair von den auch sonst sehr von A FOREST OF STARS inspirierten ASHENSPIRE klingt ähnlich, aber Curse war eher da, und er hat Katheryne an seiner Seite, um den ganzen Hass, der sich durch ihn Bahn bricht, durch Zartheit auszugleichen. Es ist kein besonders originelles Rezept, sicherlich, aber die künstlerische Umsetzung dessen sucht einfach ihresgleichen in der internationalen Metal-Szene.</p>
<p>Übrigens auch visuell: Wie immer haben A FOREST OF STARS ein Gesamtkunstwerk geschaffen und bieten eine aufwändige Special Edition an, die neben einer 28minütigen EP namens „Ticket To Writhe“ auch dazu einlädt, sich in das von Mr Curse stammende, gewohnt unkonventionell in bunten Farben gehaltene Artwork zu vertiefen. Ja, „Stack Overflow in Corpse Pile Interface“ mag, typisch für die Band, schrill, irre, pompös und avantgardistisch sein – es ist vor allem bunter, wehmütiger, insgesamt weniger aufgedreht als die Vorgänger und in sich sehr stimmig: ein reifes, großes Werk einer brillianten Band, die genau weiß, was sie tut und was sie will, nämlich auf einem Fundament aus opulenter, schwelgerischer Wehmutsmusik wilde Worte voller Wut ausspucken über eine Welt, die so schön sein könnte (und es paradoxerweise ja auch ist). Danke, danke, danke!</p>
<p>Spielzeit: 73:33 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 08.05.2026</p>
<p>Label: Prophecy Productions</p>
<h2>Tracklist – A FOREST OF STARS – „Stack Overflow In Corpse Pile Interface“</h2>
<ul>
<li>1. Ascension Of The Clowns (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=clH_V7W8AaI">Lyric-Video auf YouTube</a>)</li>
<li>2. Street Level Vertigo (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=iEh14_Z2D4w">Lyric-Video auf YouTube</a>)</li>
<li>3. Mechanical Seperated Logic</li>
<li>4. Roots Circle Usurpers (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=a5IfJ6ko8Us">Lyric-Video auf YouTube</a>)</li>
<li>5. Sway, Draped In Vague</li>
<li>6. Not Drinking Water</li>
</ul>
<p>Mehr im Netz:</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/aforestofstars/?locale=de_DE" target="_blank" rel="noopener">facebook.com/aforestofstars</a></p>
<p><a href="https://www.instagram.com/aforestofstarsband/" target="_blank" rel="noopener">instagram.com/aforestofstarsband/</a></p>
<p><a href="https://a-forest-of-stars.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">a-forest-of-stars.bandcamp.com</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[A FOREST OF STARS]]></band>
<genres><![CDATA[doom metal, black metal]]></genres>
<wpid>412715</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>TOXIKULL: Turbulence</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/toxikull-turbulence/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 May 2026 04:35:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[TOXIKULL]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Portugiesen von TOXIKULL liefern mit "Turbulence" ihr bislang bestes Heavy Metal Album ab.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://vampster.com/bands/toxikull/">TOXIKULL</a> entwickeln sich Album für Album weiter, weshalb das aktuelle Album der Portugiesen nun auch die Lorbeeren einheimsen kann. Denn auf „Turbulence“ präsentiert sich die Band recht gefestigt in ihrem klassischen Heavy Metal und liefert auch den einen oder anderen Hit ab. So spielen <a href="https://vampster.com/bands/toxikull/">TOXIKULL</a> gleich zu Beginn mit „Midnight Fire“ einen Trumpf in Sachen Ohrwurm aus. Während sich der folgende Titeltrack – ähnlich wie „Burning Spark“ – mir persönlich dann etwas zu unbedeutend und langsam auf den 80er-Jahren-Wellen treiben lässt, animiert „Dragon Magic“ dann wieder zum Mitsingen und das flott startende „Strike Again“ sowie das abschließende <a href="https://vampster.com/bands/iron-maiden/">IRON MAIDEN</a>-eske „Flames of Glory“ rüttelt den Hörer endgültig wieder wach.</p>
<h2>Highlights auf „Turbulence“ sind die vom guten Gesang geprägten Ohrwürmer</h2>
<p>Besonders angetan kann man von der hohen, aber leicht rauchigen Stimme von Alexandre „Lex Thunder“ Carrapiço (<a href="https://vampster.com/bands/alastor/">ALASTOR</a>, Ex-<a href="https://vampster.com/bands/midnight-priest/">MIDNIGHT PRIEST</a>) sein, der in der Ballade „Dying Star“ auch in Sachen Volumen einer „normalen“ Gesangsstimme sein Potenzial aufzurufen vermag. Aber auch die Gitarrenarbeit weiß – insbesondere in den Lead- und Solo-Passagen – etwa in „King of the Hammer“ – zu gefallen. Dies alles wurde in eine gute und passend zum Stil warme Produktion eingefangen, für welche Jamie Gomez Arellano verantwortlich zeichnet.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 24.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 38:54 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />
Lex Thunder – Guitars, Vocals (lead)<br />
Michael Blade – Guitars<br />
Infernando – Bass<br />
Tommy 666 – Drums</p>
<p>Label: Dying Victims Productions</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://www.facebook.com/toxikull" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/toxikull</a><br />
Mehr im Netz: <a href="https://toxikull.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://toxikull.bandcamp.com</a></p>
<h2>TOXIKULL „Turbulence“ Tracklist</h2>
<p>1. Midnight Fire (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ziEFLShWXyU" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Turbulence (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=7fviy5zApPc" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Dragon Magic (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=82P7MfmOCGI" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)<br />
4. Blessed By The Night<br />
5. Dying Star<br />
6. Strike Again<br />
7. Hard To Break<br />
8. Burning Spark<br />
9. King of the Hammer<br />
10. Flames of Glory</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[TOXIKULL]]></band>
<genres><![CDATA[heavy metal]]></genres>
<wpid>412669</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>GOUT: Actual Bastard [EP] [Eigenproduktion]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/gout-actual-bastard-ep-eigenproduktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 04:08:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[GOUT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=412590</guid>

					<description><![CDATA[GOUT schimpfen auf "Actual Bastard" recht heftig, doch musikalisch bleibt der Sludge / Hardcore der Schotten eher blass.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas schräg und rauh gehen die Schotten von <a href="https://vampster.com/bands/gout/">GOUT</a> vor, um ihren Sludge / Hardcore zu präsentieren. Dabei wird auf eine klassische Songstruktur weitestgehend verzichtet und auch auf Melodien scheint die Band keinen großen Wert zu legen, so dass die fünf Tracks auf der neuen EP „Actual Bastard“ einfach nur wie Schmipftriaden klingen, die mit Instrumenten begleitet werden. Das wirkt in Sachen Intensität ganz gut, macht aber eine konkrete Bewertung schwierig, als dass man den musikalischen Wert schwer erfassen kann. Am ehesten werden die Augen der Wertschätzung noch beim Opener „inmate“ geöffnet, der mit einer gelungenen und mitreißenden Tempoverschärfung agiert. Ansonsten tut sich in Sachen Abwechslung und Musik per se eher wenig auf der zweiten EP der Band.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 17.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 16:58 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />
Alasdair Scott<br />
Calum Stewart<br />
Haydn Park-Patterson<br />
Adam Campbell</p>
<p>Label: Eigenproduktion</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://goutgoutgout.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://goutgoutgout.bandcamp.com/</a></p>
<h2>GOUT „Actual Bastard“ Tracklist</h2>
<p>01 inmate<br />
02 Too Bleak<br />
03 I Am a Beacon of Health and Wellbeing (<a href="https://goutgoutgout.bandcamp.com/track/i-am-a-beacon-of-health-and-wellbeing" target="_blank" rel="noopener">Audio bei Bandcamp</a>)<br />
04 Junk Sick<br />
05 Tarmac</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[GOUT]]></band>
<genres><![CDATA[hardcore, sludge]]></genres>
<wpid>412590</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SPIT ON YOUR GRAVE: Arkanum</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/spit-on-your-grave-arkanum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 03:51:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SPIT ON YOUR GRAVE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=412586</guid>

					<description><![CDATA[Gut gemachter Death Metal aus Mexiko, der in Sachen Produktion, Laufzeit und Dramatik Luft noch Luft nach oben hat.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einen durchaus guten Death Metal-Release haben <a href="https://vampster.com/bands/spit-on-your-grave/">SPIT ON YOUR GRAVE</a> mit „Arkanum“ hinterlassen. Das dritte Album der Mexikaner weist eine Band aus, die den Death Metal durchaus verstanden hat: gerade der US-amerikanische Einfluss ist gut herauszuhören – teilweise „klassisch“ („Vigilia“), dann wieder etwas moderner („Self Sacrifice“). Aber auch mit etwas weniger US-amerikanischen Anstrich wissen die Tracks zu gefallen, wenn etwa der Opener „The Infection“ oder „Into The Devil’s Realm“ einen minimalen symphonischen Einschlag durchhören lassen. Mitunter schleichen sich auf „Arkanum“ aber auch ruppigere und nicht ganz so flüssige Passagen ein („Dark Lullaby“), doch am Ende fängt „The March Of The Innocents“ noch einmal die doch variantenreiche Essenz des Albums ein. A propos Varianz: Frontfrau Marlene Muñoz reichert ihre Growls mit einem Verlauf von dunklen zu hellen Vocals-Schattierungen an und nimmt sich auch höheren Schreiereien an. Die beste Performance liefert sie aber bei den tiefen Growls. Somit ein gefälliger Release, der zwar in Sachen Produktion, Laufzeit und Dramatik Luft nach oben hat, doch im Allgemeinen schon ganz gut gemacht ist.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 01.03.2024</p>
<p>Spielzeit: 30:31 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />
Elizabeth Castillo – Bass<br />
Caro Saturni – Gitarre<br />
Nicolás Garza – Schlagzeug<br />
Kenichi OM – Gitarre<br />
Marlene Muñoz – Gesang</p>
<p>Label: Concreto Records</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://www.soygband.com" target="_blank" rel="noopener">https://www.soygband.com</a><br />
Mehr im Netz: <a href="https://www.facebook.com/soygband" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/soygband</a><br />
Mehr im Netz: <a href="https://soygbandofficial.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://soygbandofficial.bandcamp.com</a></p>
<h2>SPIT ON YOUR GRAVE „Arkanum“ Tracklist</h2>
<p>1. The Infection 03:23<br />
2. The Heretic 03:53<br />
3. Vigilia 03:41<br />
4. Into The Devil’s Realm 04:21<br />
5. Dark Lullaby 03:37<br />
6. Broken Hourglass 03:15<br />
7. Self Sacrifice 03:35<br />
8. The March Of The Innocents 04:47</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SPIT ON YOUR GRAVE]]></band>
<genres><![CDATA[death metal]]></genres>
<wpid>412586</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>EVEALE: Enter The Woodland Realm</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/eveale-enter-the-woodland-realm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 21:49:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[EVEALE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=412554</guid>

					<description><![CDATA[Die transkontinentale, melodiöse Black Metal-Zusammenarbeit „Enter The Woodland Realm“ ist absolut gelungen: EVEALEs Debütalbum ist ein sehr solider Genrebeitrag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span id="more-412554"></span>Egal welche Seite des Atlantiks, Hauptsache Wald. Dieser wird von<a href="https://vampster.com/bands/eveale/"> EVEALE</a> erforscht, vor allem die dunklen Seiten. Der aus UK stammende Sänger Monarch Of The Hillside und der US-amerikanische Gitarrist North East Wizard Tyrant – <em>welch Pseudonyme!</em> – haben schon eine gemeinsame Basis mit ASHENHEART, vertiefen ihre Zusammenarbeit seit einem Jahr unter dem Banner EVEALE. „Enter The Woodland Realm“ ist ihr Debütalbum und zeigt bereits in diesem frühen Stadium eine steile Entwicklungskurve. Das melodiöse, leicht folkige Black Metal-Album des Trios, das von Drummer Basher At Things vervollständigt wird, hat die drei „E“, die es für diese Art von Musik braucht: Energie, Esprit und Eigenwilligkeit.</p>
<h2>EVEALEs Black Metal ist angenehm zeitlos: „Enter The Woodland Realm“ passt neben Klassiker ebenso, wie neben die neue RABM-Elite.</h2>
<p>Zwischen frühen <a href="https://vampster.com/bands/borknagar/">BORKNAGAR</a> und <a href="https://vampster.com/bands/ulver/">ULVER</a> in ihren ersten Jahren, sowie moderneren Bands wie MORTAL THRALL, GUDSFORLADT und WEALD + WOE lassen EVEALE auch stellenweise eine leichte Punkigkeit wie von <a href="https://vampster.com/bands/ungfell/">UNGFELL</a> in der Musik zu. In dieser Nische fühlt sich die Band hörbar wohl, hat aber genügend Platz, um sich auszutesten und zu entwickeln. Was mit „Laments Of The Dryad“ noch etwas unspektakulär, aber doch brutal und kalt beginnt, wird schon bei „The Enemy“ größer und epischer – und genau dort liegt EVEALEs Schokoladenseite. Ein eingängiges Mainriff und melodische Tremolo-Gitarren erzeugen Storytelling, allein durch die instrumentale Arbeit. Boshaft wird darüber gekreischt, nicht hysterisch, aber voller Leidenschaft und schließlich traut sich Monarch Of The Hillside an Cleangesang, der noch etwas zu schüchtern ist.</p>
<p>Gitarrist und Komponist North East Wizard Tyrant aka Steve Weiner hat schon mit seinem fantastischen Avant Black Metal-Projekt AM I IN TROUBLE? bewiesen, dass er als Gitarrist und Komponist sehr unkonventionell denkt. Dieses Talent auf eine traditionellere Metalrichtung angewendet sorgt für bisweilen großartige Songs, in denen sich Grimmigkeit und Epik nicht gegenseitig ausschließen. Der abschließende Titelsong krönt das Album, auch dank der beherzten, leidenschaftlichen Gesangsperformance. Es gibt daneben viele gelungene Songs zu hören, gerade in der zweiten Albumhälte: „The Ritual“ startet als grimmiges Akustikstück und fließt in ein furioses Finale, dessen Leadgitarren noch lange nachhallen. Das schrulligste Stück des Albums „Our Flame“ trieft vor Pathos und Dreck gleichermaßen und kann sich einen proggigen 70ies Teil nicht verkneifen. „The Quest“ zeigt EVEALE von einer harmonischen Seite, in der Monarch Of The Hillside größtenteils mit Cleanstimme singt – ein wenig unbeholfen, aber irgendwie doch sympathisch. Beim schwarzmetallischen Finale des Tracks wird aber deutlich, wo seine Komfortzone liegt.</p>
<h2>Kompositorisch ist „Enter The Woodland Realm“ beeindruckend und lässt vermuten, dass in EVEALE noch mehr schlummert.</h2>
<p>Wirklich blass ist keines der Stücke auf „Enter The Woodland Realm“, „Carniflora“ und „Pursuit Beneath The Moonlight“ sind aber vergleichsweise unspektakulär. Rein technisch gesehen müssen sich EVEALE aber definitiv nicht verstecken: Das Drumming ist solide, die Gitarrenarbeit gar hervorragend, die Produktion passt perfekt zur Musik. Insgesamt ist EVEALEs Debütalbum kurzweilig und kompositorisch souverän, selbst wenn es keine wirkliche Sensation geworden ist, dafür sind die Momente, in denen sie über den Tellerrand blicken etwas zu selten. Und doch, in EVEALE schlummert das Potenzial ein richtig großes Album zu schreiben. Sicher ist: In den Wäldern auf beiden Seiten des Großen Teichs versteckt sich genug Inspiration für weitere Abenteuer.</p>
<p>Wertung: 7 von 10 Waldtherapien</p>
<p>VÖ: 1. Mai 2026</p>
<p>Spielzeit: 37:38</p>
<p>Line-Up:<br />
Monarch Of The Hillside – Vocals and lyrics, Bongo, Tibetan singing bowl, field recordings („The Beckoning“)<br />
North East Wizard Tyrant – Electric guitars, bass, acoustic guitars, falsetto backing vocals (“Our Flame”)<br />
Basher At Things – Drums</p>
<p>Label: Hypaethral Records (CD & Vinyl) / Fiadh Productions (Tape)</p>
<h4>EVEALE „Enter The Woodland Realm“ Tracklist:</h4>
<p>1. The Beckoning<br />
2. Lament Of The Dryads<br />
3. The Enemy<br />
4. Carniflora<br />
5. The Ritual<br />
6. Pursuit Beneath The Moonlight<br />
7. Our Flame<br />
8. The Final Quest<br />
9. Enter The Woodland Realm</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://eveale.com/">https://eveale.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/evealeblackmetal/">https://www.instagram.com/evealeblackmetal/</a><br />
<a href="https://eveale.bandcamp.com/">https://eveale.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.youtube.com/@evealemetal">https://www.youtube.com/@evealemetal</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[EVEALE]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>412554</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>BIZARREKULT: Alt Som Finnes</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/bizarrekult-alt-som-finnes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 17:36:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BIZARREKULT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=412430</guid>

					<description><![CDATA[BIZARREKULT sprengen das Black Metal-Korsett mit Freude: Auch das Drittwerk "Alt Som Finnes" entpuppt sich als vielschichtiges und überlegt konzipiertes Werk.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ist das alles? Es ist eine so einfache wie tiefgründige Frage. Ein Ausdruck existenzieller Verzweiflung, der in gewissen Stufen des Lebens geradezu entmächtigend wirken kann. Genau hier setzt „Alt Som Finnes“ an: Der Prozess der Sinnfindung ist aber keine ebenerdig geteerte Straße, sondern ein steiniger Weg, wie wir im Verlauf der rund 43 Minuten zu spüren bekommen. Mastermind Roman V. eruiert den Kontrollverlust, ergründet das Gefühl, nur Statist im eigenen Leben zu sein, und die Flucht aus der Realität, um sein wahres Ich zu ergründen.</p>
<p>Entsprechend rastlos und launisch zeigen sich die acht Kompositionen bisweilen, die von plötzlichen Stimmungswechseln durchzogen sind und daher so viel zu geben haben, wie sie gleichzeitig einfordern. Denn „Alt Som Finnes“ lässt sich kaum in eine Schublade stecken, ist so vielseitig, wie es unser eigenes Dasein mit all seinen Höhen und Tiefen ist. Das knackige „Hun“ dient dabei fast schon als erweitertes Intro, dessen energischen Charakter eine sphärische Leadgitarre durchdringt.</p>
<h2>Das traditionelle Black Metal-Korsett sprengen BIZARREKULT mit Freude</h2>
<p>Gallig und roh greift „Blikket Hennes“ diesen Faden auf, webt Dissonanzen und einen zähfließenden Mittelpart mit ein, der schließlich mit getragenem Klargesang und feinen Gitarrenarrangements auf ein Finale zusteuert, das wir durchaus in der Nähe <a href="https://vampster.com/bands/enslaved/">ENSLAVED</a>s verorten würden. Frostig und mit eiskalter Entschlossenheit beginnt „Drøm“, wobei <a href="https://vampster.com/bands/bizarrekult/">BIZARREKULT</a> auch hier das traditionelle Black Metal-Korsett letzten Endes sprengen, um mittels entrückt-träumerischer Post Rock-Anleihen samt Gastbeitrag von <a href="https://vampster.com/bands/predatory-void/">PREDATORY VOID</a>-Sängerin Lina R. in andere Sphären zu entfliehen.</p>
<p>Bei so viel Wandelbarkeit fällt ein vergleichsweise geradlinig konzipiertes Stück wie „Avmakt“ fast schon aus dem Rahmen. Hier zeichnen <a href="https://vampster.com/bands/bizarrekult/">BIZARREKULT</a> eine düstere Atmosphäre, die uns in einen Sog aus wiederkehrenden Mustern zieht, bis wir uns unserer eigenen Ohnmacht gewahr werden: nicht immer schön im klassischen Sinn, aber eben der eingangs erwähnte Kontrollverlust in seiner tongewordenen Ausweglosigkeit. Melancholie sowie Schwermut wiederum bilden das Rückgrat von „Håp“, das mit sonorem Damengesang überrascht und aufgrund seiner unverzerrten Gitarrenarrangements eine Art dramaturgischen Ruhepol repräsentiert.</p>
<h2>Hinter „Alt Som Finnes“ verbirgt sich mehr, als es zunächst offenbaren will</h2>
<p>Das latente Unbehagen aber bleibt hier genauso wie im kompromisslosen Genre-Stück „Verdens Verste“, das sich erst für die letzte Minute ein wenig öffnen will. Daran anzuknüpfen ist der nächste logische Schritt, der „Alt Som Finnes“ zu seinem würdigen Schlussakt führt. Schleppend und schwerfällig ist das Fundament von „Aversjon“, das sich durch die prägnante Leadgitarre ein klares Profil schenkt, bevor das englischsprachige „Tomhet“ mit Unterstützung von <a href="https://vampster.com/bands/mol/">MØL</a>s Kim Song Sternkopf nochmals die Post Rock-Seite der Band erstarken lässt. Der kreativste Moment des Albums ist der Rausschmeißer in Abwesenheit überraschender Kniffe zwar nicht, ein kompetent ausgeführter Genre-Beitrag mit klug gesetzter Eruption bleibt das Stück aber allemal.</p>
<p>Ist das also wirklich alles? Ja und nein: Denn die Freude an „Alt Som Finnes“ steckt im Detail. Nicht jedes Arrangement klingt auf Anhieb berauschend, reißt uns aus dem Alltag in eine nie dagewesen Welt. Doch haben wir uns da noch nicht dem Prozess hingegeben: Wie die Sinnfindung seine Zeit braucht und auch Eigeninitiative voraussetzt, verbirgt sich auch hinter <a href="https://vampster.com/bands/bizarrekult/">BIZARREKULT</a>s Drittwerk mehr, als es zunächst offenbaren will. Wir müssen nur bewusst danach greifen.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 20.02.2026</p>
<p>Spielzeit: 42:46</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Roman V. — Vocals<br />
Ignat P. — Guitars & Bass<br />
Alexander P. — Drums</p>
<p>Produziert von Miguel Tereso</p>
<p>Label: Season of Mist</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/bizarrekult" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/bizarrekult</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/bizarrekvlt/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/bizarrekvlt/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://bizarrekult.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://bizarrekult.bandcamp.com/</a></p>
<h2>BIZARREKULT “Alt Som Finnes” Tracklist</h2>
<p>1. Hun (02:58)<br />
2. Blikket Hennes (06:18) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Sj45qE0KTVU" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Avmakt (06:10) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=zu7VomR4OoU" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
4. Håp (06:22)<br />
5. Drøm (04:42) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=cficPm7WJ_U" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
6. Verdens Verste (04:22)<br />
7. Aversjon (05:24)<br />
8. Tomhet (06:27)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[BIZARREKULT]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metal, black metal]]></genres>
<wpid>412430</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>LAIR OF THE MINOTAUR: I Hail I</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/lair-of-the-minotaur-i-hail-i/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 21:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[LAIR OF THE MINOTAUR]]></category>
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					<description><![CDATA[Gut gebrüllt, mythische Sagengestalt! LAIR OF THE MINOTAURs erstes Album in 16 Jahren macht Spaß und ist trotz seiner Kompaktheit überraschend vielschichtig. Doch nicht alles funktioniert auf „I Hail I“.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kommt aus dem Labyrinth empor, die Kleider voller Blut, die Augen voll Wahnsinn und Blutlust, in der Hand den Kopf des Minotaurus? Chicagos fiesester Typ natürlich! Der moderne Theseus Steven Rathbone ist wieder da. Sein Trio <a href="https://vampster.com/bands/lair-of-the-minotaur/">LAIR OF THE MINOTAUR</a> hat nach sechzehn Jahren wieder ein neues Album am Start, dem fünften des Trios. In der langen Durststrecke dazwischen gab es zwei EPs mit je zwei Songs sowie zwei Singles. Das ist wenig Ausbeute für eine Band, die zwischen 2004 und 2010 in perfektem Abstand von je zwei Jahren neue Alben veröffentlichten, wobei <a href="https://vampster.com/cd-reviews/lair-of-the-minotaur-evil-power/">„Evil Power“</a> ein wenig Stringenz und Dringlichkeit vermissen ließ. Vielleicht brauchte es also Zeit, um sich im Labyrinth von Knossos zu sortieren und den Weg zurückzufinden.</p>
<h2>LAIR OF THE MINOTAUR lassen nichts anbrennen: „I Hail I“ hackt die Grenzen zwischen Thrash, Sludge und Death-Doom zu Brei.</h2>
<p>„I Hail I“ heißt das chaotische und brutale fünfte Album, auf dem LAIR OF THE MINOTAUR die Basis aus derben Riffs, donnerndem Drumming und pumpenden Bässen als Unterlage für das Caveman-Gebrüll von Rathbone legen. Die Band, nun mit Neu-Bassist Sanford Parker (ex-<a href="https://vampster.com/bands/buried-at-sea/">BURIED AT SEA</a>, ex-<a href="https://vampster.com/bands/minsk/">MINSK</a>, ex-<a href="https://vampster.com/bands/nachtmystium/">NACHTMYSTIUM</a> und Produzenten-Tausendsassa) vervollständigt, lässt in den 30 Minuten von „I Hail I“ nichts anbrennen. Ähnlich wie auf „Evil Power“ gibt es viel <a href="https://vampster.com/bands/hellhammer/">HELLHAMMER</a>-artiges Geprügel zu hören, vermischt mit Sludge, Thrash, Death-Doom und einem Hauch Black Metal. All das in 30 Minuten unterzubringen ist schon ehrgeizig, aber LAIR OF THE MINOTAUR haben diese Mischung besser unter Kontrolle als auf dem Vorgänger.</p>
<p>Als würde der wütende Minotaurus mit seiner Axt aus dem Labyrinth herausstürmen, startet „I Hail I“ mit dem thrashigen „Emperor Of Dis“ ohne Vorwarnung. Es bricht aus LAIR OF THE MINOTAUR heraus, in weniger als zwei Minuten wird alles kurz und klein geschlagen. Mit dem Titelsong, der weiterhin Proto-Thrash bietet, aber mit einem Chorus zum Mitbrüllen und Fäuste in die Luft recken gesegnet ist, findet das Trio seine Form rasch wieder. Doch das Chaos lässt sich nicht so leicht eindämmen: „Fucked Inside Out“ und „Deepest Hell“ stehen in ihrem Furor, in ihrer blinden Wut an der Grenze zum Grind. Das macht Spaß, aber wertet das Album nicht zwingend auf, zumal LAIR OF THE MINOTAUR an anderer Stelle beweisen, dass sie richtig gutes Songwriting auch trotz aller Impulsivität beherrschen.</p>
<h2>Primitive Riffs und starkes Songwriting schließen sich nicht gegenseitig aus: LAIR OF THE MINOTAUR haben Hits und auch diverse Überraschungen auf „I Hail I“ versteckt.</h2>
<p>Songs wie „Enthroned In Violence“, „Saturnus Reign“ und „Prowler Twin Sister“ klingen schon sehr nach <a href="https://vampster.com/bands/high-on-fire/">HIGH ON FIRE</a>. Das Rezept: Geile Riffs mit einem räudigen Gitarrensound, die von Chris Wozniaks direktem, aber pfiffigen Drumming ins Gehirn getrieben werden. Am wildesten ist jedoch das <a href="https://vampster.com/bands/ethel-cain/">ETHEL CAIN</a>-Cover „Family Tree“, das stimmig in den LAIR OF THE MINOTAUR-Sound überführt wurde, mit LoFi-Black Metal-Anstrich. Hier, und bei dem auf Synthesizer basierendem „Vulture Worship“ wird deutlich, dass Steven Rathbone und seine beiden Mittäter keine Scheuklappen tragen, wie andere Bands aus dem old school-Spektrum. Allerdings: „Vulture Worship“ will nicht so recht zum Rest von „I Hail I“ passen, könnte aber die Basis für ein Dungeon Synth-Projekt legen.</p>
<p>Auch das abschließende „Tartarus Apocalypse“, der unvermeidliche Doom-Death-Brecher mit siebeneinhalb Minuten Länge wirkt wie eine Pflichtübung, die erst gegen Ende mit der Intensität der besten Songs von „I Hail I“ mithalten kann und dann frustrierend abrupt endet. Der Drumsound klingt etwas platt, gerade im Zusammenspiel mit dem Gitarrensound, dabei verdient Chris Wozniaks grooviges Schlagzeugspiel eigentlich eine schönere Bassdrum. Steven Rathbones vielseitige Vocals zwischen tiefen Growls und urgewaltigem Gebrüll sind überraschend vielschichtig, und gerade in „Enthroned In Violence“ meint man überdeutlich Matt Pike zu hören. Es ist also schön, dass die Barbarei von LAIR OF THE MINOTAUR in die nächste Runde geht und die Band nach sechzehn Jahren unter der Erde noch immer quietschfidel ist, selbst wenn „I Hail I“ nicht an die ersten drei großen Alben von Chicagos nastiest heranreicht.</p>
<p>Wertung: 7 von 10 Ariadnefäden</p>
<p>VÖ: 1. Mai 2026</p>
<p>Spielzeit: 30:13</p>
<p>Line-Up:<br />
Steven Rathbone – Guitar, Vocals, Synth<br />
Chris Wozniak – Drums<br />
Sanford Parker – Bass</p>
<p>Label: The Grind-House Records</p>
<h4>LAIR OF THE MINOTAUR „I Hail I“ Tracklist:</h4>
<p>1. Emperor Of Dis<br />
2. <a href="https://youtu.be/6V2QGiPiKWI?si=p2HGzII0zuZYMAyN">I HAIL I (Official Audio bei Youtube) </a><br />
3. Enthroned In Violence<br />
4. Fucked Inside Out<br />
5. Deepest Hell<br />
6. Saturnus Reign<br />
7. <a href="https://youtu.be/Kf95e9HQVH8?si=GBIu5AkhM7uE_A5v">Prowler Twin Sister (Official Video bei Youtube) </a><br />
8. Family Tree (Ethel Cain Cover)<br />
9. Vulture Worship<br />
10. Tartarus Apocalypse</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://lairoftheminotaur.bandcamp.com">https://lairoftheminotaur.bandcamp.com</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/lair.of.the.minotaur/">https://www.instagram.com/lair.of.the.minotaur/</a></p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[LAIR OF THE MINOTAUR]]></band>
<genres><![CDATA[sludge, doom metal, black metal, thrash metal, death doom metal]]></genres>
<wpid>412279</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>NEKROGOBLIKON: The Boiling Sea [EP]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/nekrogoblikon-the-boiling-sea-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2026 10:07:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[NEKROGOBLIKON]]></category>
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					<description><![CDATA[NEKROGOBLIKON bleiben launig, entzaubern sich aber auch ein wenig: "The Boiling Sea" ist eben nicht nur kauzig und kurzweilig, sondern auch berechenbarer, als wir es von der Band gewohnt sind.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Show me your Goblin!“</em>, heißt es im gleichnamigen Auftakt, der uns zunächst thematisch aufzeigt, wo die Reise hingehen soll und gleichzeitig als Befreiungsschlag funktionieren soll. <a href="https://vampster.com/bands/nekrogoblikon/">NEKROGOBLIKON</a> haben nach einschneidendem Besetzungswechsel schließlich einiges zu beweisen: Mit dem langjährigen Sänger und Songwriter Nicky Calonne verließ 2023 nicht irgendein Frontmann die Band, sondern auch eine überaus markante Stimme. Ersetzen soll diese nun ein Doppelgespann an der Spitze. Dickie Allen (INFANT ANNIHILATOR) schultert die Screams, während Bandmaskottchen John Goblikon für den Klargesang nun höchstselbst das Mikro in die Hand nimmt.</p>
<p>Es ist eine Lösung, die einerseits zweckmäßig klingt – gutes Marketingpotenzial inklusive – und in der Praxis zumindest ein ordentliches Resultat liefert, obschon die Beiden die unverkennbare Klangfarbe ihres Vorgängers kaum erreichen. Im Gegenzug bleiben <a href="https://vampster.com/bands/nekrogoblikon/">NEKROGOBLIKON</a> stilistisch den Eskapaden der jüngeren Vergangenheit treu, indem Melodeath-Riffing mit folkigen Rhythmen und Synthesizern vermengt werden.</p>
<h2>„The Boiling Sea“ ist kauzig, kurzweilig, doch auch berechenbar</h2>
<p>Dementsprechend einfach lässt sich zum losgelösten „Show Me Your Goblin“ das Tanzbein schwingen, auch weil der Refrain so unverschämt catchy aus den Lautsprechern schallt. Dieses Rezept ist zugleich das Fundament der kompletten EP: „The Boiling Sea“ ist kauzig, kurzweilig, doch auch berechenbarer, als wir es von <a href="https://vampster.com/bands/nekrogoblikon/">NEKROGOBLIKON</a> gewöhnt sind. Gerade ein bissigeres Stück mit Tempo und Elan hätte der Platte daher gutgetan. Originell wird es immerhin mit der REEL BIG FISH-Kollaboration „Secret Elephant“, wo die beschwingten Blechbläser spritzig und damit absolut ansteckend wirken.</p>
<p>Ansonsten lässt das Songwriting ohne den langjährigen Bandkopf jedoch die ausgefallenen Momente vermissen, welche das unverwechselbare Profil der Gruppe schärften. Einzig der Titeltrack definiert sich durch erratische Stimmungsschwankungen und freche Einschübe; nur im Ohr bleibt letzten Endes wenig davon.</p>
<h2>NEKROGOBLIKON entzaubern sich ein wenig</h2>
<p>Komplettiert wird das Paket durch fünf Live-Mitschnitte solcher Klassiker wie „No One Survives“, „Powercore“ oder „Prince Of The Land Of Stench“, deren Qualität eigentlich in Ordnung wäre, doch die aufgrund des kaum hörbaren Publikums und besonders der mäßigen Screams ohne saubere Diktion dem runderneuerten Line-up keinen Gefallen tun. Ein wenig entzaubern sich <a href="https://vampster.com/bands/nekrogoblikon/">NEKROGOBLIKON</a> mit „The Boiling Sea“ also, obwohl die grüne Fratze letztlich auch mit neuer Stimme noch ein paar launige Minuten verspricht.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 17.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 42:32</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Grady James Welch (John Goblikon) – Vocals<br />
Dickie Allen – Vocals<br />
Joe “Diamond“ Nelson – Gitarre<br />
Alex “Goldberg” Alereza – Gitarre<br />
Aaron “Raptor” Minich – Keyboards<br />
Eric William Brown – Drums</p>
<p>Produziert von Jason Suecof</p>
<p>Label: Eigenproduktion</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.nekrogoblikonofficial.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.nekrogoblikonofficial.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/nekrogoblikon/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/nekrogoblikon/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/nekrogoblikonofficial" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/nekrogoblikonofficial</a><br />
Bandcamp: <a href="https://nekrogoblikon.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://nekrogoblikon.bandcamp.com</a></p>
<h2>NEKROGOBLIKON “The Boiling Sea” Tracklist</h2>
<p>1. Show Me Your Goblin (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ahT3UrbOn0c" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Fiend (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=0qRt9epdjoo" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Closer to the Sun<br />
4. Secret Elephant feat. REEL BIG FISH (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Uwt7w3tbBx0" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5. Dead-ish<br />
6. The Boiling Sea<br />
7. Prince of the Land of Stench (Live)<br />
8. No One Survives (Live)<br />
9. Powercore (Live)<br />
10. The Magic Spider (Live)<br />
11. This Is It (Live)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[NEKROGOBLIKON]]></band>
<genres><![CDATA[folk metal, melodic death metal]]></genres>
<wpid>412044</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>THE GROGGY DOGS: No Grog No Glory</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/the-groggy-dogs-no-grog-no-glory/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mirko Wenig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2026 04:31:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[THE GROGGY DOGS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=411871</guid>

					<description><![CDATA[Das wohl betrunkenste Album des Jahres: Die Celtic-Folk-Punks THE GROGGY DOGS schreiben Songs für Hobbypiraten, die nicht nur wegen des Seegangs schwanken – und haben definitiv mehr Alkohol im Blut als der gesamte Bierkönig. Bleibt die Frage: Hält man das auch nüchtern aus? Unser Rezensent hat den Selbstversuch gemacht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Himmel! Als in der Redaktion die Frage rumging, ob jemand das neue Album der <a href="https://vampster.com/bands/the-groggy-dogs/">GROGGY DOGS</a> besprechen wolle, hielt sich die Begeisterung zunächst – nun ja – in Grenzen. Vom Bandfoto blicken uns fünf Piraten und eine Piraten-Senorita entgegen, die ihre Steinschlosspistolen gen Betrachter richten, als wären sie direkt der Requisitenkammer des generischen Metal entflohen. Dreispitzhüte, Jacken mit breiten Manschetten, die Gesichter mit Dreck verschmiert – es soll ja schließlich authentisch wirken. Was ist DAS denn nun wieder? Haben Napalm Records eine neue Faschings- und Schunkelcombo für den ZDF-Fernsehgarten verpflichtet? Großes Fragezeichen, allgemeine Erheiterung.</p>
<h2>THE GROGGY DOGS spielen Celtic-Folk-Punk der alkoholhaltigen Sorte</h2>
<p>Natürlich funktioniert das Prinzip „Je peinlicher das Image, desto größer das Interesse“ noch immer. Und so fand sich der Rezensent dieser Zeilen – also ich – nach einem deprimierenden Pflegeheimbesuch plötzlich dabei wieder, doch auf den verlinkten Song zu klicken. Das Ergebnis: ein überraschend breites Grinsen. Aber seid gewarnt: Ob man das nun für weit angenehmer oder noch schlimmer als generischen Metal hält, hängt in Zweifel vom richtigen Alkoholpegel ab.</p>
<p>Die Stimme ist nicht schön, aber schön versoffen, das Tempo hoch – und dann ist da dieses Instrument, das man wirklich mögen muss. Töne, die gequetscht, gefiedelt und herausgepresst werden, als würde jemand eine leckgeschlagene Kogge mit Gewalt wieder flottmachen. Richtig: das Schifferklavier. Laut, unermüdlich und im Dauerduell mit der Geige von Fatima Caballero Ramirez, die ebenso hartnäckig im Hirn kreist, bis einem schwindelig wird. Dudeldideldumdidei. Aua. Und doch ist sofort rauszuhören: Die Harmonien so wieselflink kreisen zu lassen, erfordert Kunstfertigkeit. Das ist mehr als nur trockener Schiffszwieback.</p>
<p>Damit wäre die Zielgruppe für dieses Album auch ziemlich schnell umrissen. Das spanische Räuber-Sextett spielt flotten Celtic-Folk-Punk, irgendwo zwischen <a href="https://vampster.com/bands/flogging-molly/">FLOGGING MOLLY</a>, <a href="https://vampster.com/bands/dropkick-murphys/">DROPKICK MURPHYS</a>, FIDDLERS GREEN und den schnelleren THE POGUES. Und man kann nicht behaupten, dass sie das auf subtile Weise tun. Denn inhaltlich sind sie ziemlich monothematisch unterwegs: Elf Trinklieder bekommen wir aufgetischt, in denen mehr Alkohol fließt als im Bierkönig. Was, die Band heißt „Die beschwipsten Hunde“? Ich hätte es auch ahnen können.</p>
<p>Man könnte sogar meinen, diesem Album lag ein Trinkspiel zugrunde: Wie oft bekommt man in einem Song ein alkoholisches Getränk untergebracht? Wer im Studio keine Idee hatte, musste trinken. Meine Güte, wie oft kann man über die Distanz eines ganzen Albums ein alkoholisches Getränk aufzählen? Über elf Songs hinweg wird jedenfalls mit bewundernswerter Konsequenz nicht wirklich variiert. Rum ist die Grundkonstante. Wenn kein Rum getrunken wird, dann wird Grog getrunken. Und wenn kein Grog getrunken wird, dann wird eben wieder Rum getrunken. Dieses Album ist ein rollendes Rumfass.</p>
<h2>Die Melodien lehnen sich an klassische Shantys an</h2>
<p>Nun bin ich weit davon entfernt, den Suff verklären zu wollen. Ich selbst trinke seit vier Jahren keinen Alkohol mehr – und weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Schaden er anrichten kann. Entsprechend sehe ich mich in der etwas ungewöhnlichen Situation, dieses Album – hahaha – nüchtern bewerten zu müssen. Dabei wäre es vermutlich angemessener gewesen, es komplett im Delirium zu rezensieren.</p>
<p>Und ich würde nicht ausschließen, dass so mancher Hörer hier nach wenigen Minuten zur Anlage stürmt, um völlig entnervt und mit kreisendem Kopf die Stopp-Taste zu drücken. Die Eigenkompositionen lehnen sich stark an klassische Shantys an, die Melodien sind maximal eingängig. Auf ihren beiden Vorgängeralben haben die Spanier noch viele Traditionals gespielt – darunter natürlich auch das berühmt-berüchtigte „Drunken Sailor“. Ich werfe euch nur wenige Zeilen vor den Bug und schwöre, ihr habt einen fiesen Ohrwurm für Wochen: „What will we do with a drunken sailor?/ What will we do with a drunken sailor?/ What will we do with a drunken sailor?/ Early in the morning!“ Bitteschön!</p>
<p>Shantys waren nie für Feinschmecker gedacht, sondern für Mannschaften auf Segelschiffen des 19. Jahrhunderts, die im Takt arbeiten mussten – etwa beim Segelsetzen, Ankerhieven oder Tauziehen. Entsprechend simpel sind Aufbau und Wirkung: einfache Melodien, klare Refrains, maximale Wiederholung. Einer gibt vor, der Chor antwortet. Genau dieses Prinzip treiben die <a href="https://vampster.com/bands/the-groggy-dogs/">GROGGY DOGS</a> auf die Spitze.</p>
<p>Eine gewisse Abnutzungsgefahr ist nicht von der Hand zu weisen: Die Songs sind oft sehr ähnlich gebaut, zumal hier durchgehend hohes Tempo gefahren wird. Die Segel werden nur selten eingezogen, um der Mannschaft eine Verschnaufpause zu gönnen. Diese Kogge pflügt so schnell durchs Wasser, dass sie so manches Speedboot versenkt. Abwechslung bieten Songs wie „Go To Sea No More“, die melodisch eher der Irish-Folk-Ballade verwandt sind.</p>
<h2>Die Folkinstrumente sind mit Chuzpe gespielt</h2>
<p>Auch kann man der Band streng genommen vorwerfen, dass sie diese Art von Folk ein Stück weit missversteht. Folk lebt eben auch von Brüchen, von sozialen Themen und dem, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Die emotionale Tiefe der POGUES – etwa in der todtraurigen Auswanderer-Hymne „Thousands Are Sailing“ – findet sich hier kaum. Es fehlen die genauen Beobachtungen, die Details, das Allzumenschliche.</p>
<p>Andererseits hat diese Band durchaus ihre Qualitäten. Die Folkinstrumente sind hier keineswegs nur Alibi, sondern im Mix klar präsent – und sie werden mit ordentlich Chuzpe gespielt. Schön dreckig, rau und im schwindelerregenden Tempo schießen Violine und Schifferklavier aus den Boxen. Der Punk im Sound ist durchaus vorhanden, Energie und Spielfreude stimmen. Auch die Rockinstrumente sind sauber produziert und druckvoll.</p>
<p>Zudem sind die GROGGYS deutlich dem Gesetz des Offbeat verpflichtet: Der Sound hat neben Alkohol auch deutlich Ska im Blut. Nur dass die kurzen, stoßartigen Akzente hier von den Folk-Instrumenten gesetzt werden, nicht von der Gitarre. Das bewahrt die Band davor, in allzu seichten SANTIANO-Gewässern auf Grund zu laufen. Die Instrumentalparts greifen auch klar auf traditionelle irisch-keltische Folk-Muster zurück – schnelle, verzierte Melodielinien, die in der Spielpraxis oft deutlich komplexer sind, als sie zunächst wirken. THE CHIEFTAINS sind mit an Bord. Gerade der Irish Folk ist hier superkompetent und lebendig gespielt.</p>
<h2>Das Album wirft einige Hits für die Partyplaylist ab</h2>
<p>Fakt ist: Dieses Album wirft für die Zielgruppe durchaus einige Hits ab, die sich direkt auf die Trinkspiel-Playlist setzen lassen. Das mit schnellen Ska-Rhythmen versehene Trinklied „One Last Toast“, das noch schnellere – öhm – Trinklied „Fifteen Men on a Dead Man’s Chest“ oder die im Jig-Feeling hüpfende Volkstanz-Nummer „The Sea for the Free“ (6/8-Rhythmus?), zu der man natürlich auch trinken kann, sind kompetent dargeboten, komplett drüber – und machen durchaus Laune.</p>
<p>Und so stellt sich gar nicht die Frage, wie viele Leser mich Kielholen wollen, wenn ich dieses Album auf „Empfehlung“ setze, statt mit dem Daumen nach unten zu zeigen. Denn ich habe ja beschrieben, was hier passiert. Wer schon beim Wort „Schifferklavier“ reflexartig zum Eimer greifen muss, soll mir bitte nicht in den Ausguck steigen, wenn er sich das Album versehentlich in die heimische Kajüte holt.</p>
<p>Weil die Texte auch konsequent auf Übertreibung setzen und kein Klischee auslassen – Outlaws werden glorifiziert, Papageien kommentieren das Geschehen, Schiffe gehen spektakulär zu Bruch – und am Ende landet alles zuverlässig im Reich der trinkfesten Legende –, kann man der Band kaum vorwerfen, hier Authentizität vorzugaukeln, wo keine ist. Sie wissen genau, was sie da tun. Wenn das Schiff kein stolzer Dreimaster ist, sondern ein Gummiboot – auch egal. Es gibt schlechtere Soundtracks, um über die Reling zu kotzen. Dass das Ganze live noch einmal eine Ecke mehr Spaß machen dürfte, ist eh klar. Ich vergebe stabile 7,5 Promille.</p>
<p><em>Er trug nie Orden und kümmerte sich nicht um Befehle,</em><br />
<em>ein wildes Herz, das für keine Königsfahne segelte.</em><br />
<em>Keine Krone, vor der man sich verbeugte. Kein Schiff, das ihm gehörte –</em><br />
<em>nur Feuer in den Augen und ein furchterregender Name.</em></p>
<p><em>Er tanzte mit den Stürmen, lachte mitten im Kampf,</em><br />
<em>sein Schatten war lang im bleichen Mondlicht.</em><br />
<em>Mit Spucke und Feuer beherrschte er die Flamme,</em><br />
<em>der Beste am Grill – ohne jede verdammte Scham.</em></p>
<p><em>Hebt das Glas auf Woodenhand Sam,</em><br />
<em>den Kühnsten, der segelte, ohne sich einen Dreck zu scheren!</em><br />
<em>Er grillte wie ein König und trank jedes Unheil weg –</em><br />
<em>verdammt, wir trinken heute auf seinen Namen.</em></p>
<h2>THE GROGGY DOGS „No Grog No Glory“-Tracklist</h2>
<p>1. Storms Ahead!<br />
2. All Hands on Deck (<a href="https://youtu.be/yjhaNGsTGGk?si=MKuiNJLy-OWj-2IB">Video bei Youtube</a>)<br />
3. One Last Toast (<a href="https://youtu.be/WpzXmPbiSdw?si=ToC3BnZRjCkK1lNP">Video bei Youtube</a>)<br />
4. Fifteen Men on a Deadman’s Chest<br />
5. Roll The Grog Around<br />
6. The Ballad of Woodenhand Sam<br />
7. Seven Seas of Grog<br />
8. The Sea for The Free<br />
9. Go To Sea No More<br />
10. Roll The Woodpile Down<br />
11. The Keelhauling Set</p>
<p>VÖ: 24. April 2026</p>
<p>Spielzeit: 42:12</p>
<p>Label: Eigenverlag</p>
<p><strong>Line-Up:</strong></p>
<p>Cap’n Mauro – Vocals & Guitar<br />
Fátima “The Voodoo Witch” – Violine<br />
Charlie “The Cook” – Bass<br />
Lucas “The Deadman” – Drums<br />
Naoki “The Castaway” – Keyboards, Akkordeon</p>
<p><strong>Mehr im Netz:</strong></p>
<p>Instagram: <a href="https://www.instagram.com/thegroggydogs">https://www.instagram.com/thegroggydogs</a><br />
Bandcamp: <a href="https://thegroggydogs.bandcamp.com/music">https://thegroggydogs.bandcamp.com/music</a><br />
Offizielle Webseite: <a href="https://www.thegroggydogs.com/">https://www.thegroggydogs.com/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[THE GROGGY DOGS]]></band>
<genres><![CDATA[punk rock, FOLK]]></genres>
<wpid>411871</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SAMURAI PIZZA CATS: Press Start</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/samurai-pizza-cats-press-start/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 15:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SAMURAI PIZZA CATS]]></category>
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					<description><![CDATA["Press Start" zeigt SAMURAI PIZZA CATS facettenreich und kurzweilig, obschon bei aller Experimentierfreude die aggressive Seite der Band kürzer treten muss.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Shrinkflation trifft uns nicht nur im Einzelhandel: Abzüglich der Einspieler und des unnötigem Bonustracks kommt „Press Start“ auf gerade mal acht Songs und 25 Minuten Laufzeit. Das Zweitwerk <a href="https://vampster.com/bands/samurai-pizza-cats/">SAMURAI PIZZA CAT</a>s ist somit ein Album im EP-Format, das zwar kaum sättigend ist, dafür jedoch qualitativ zum Besseren gehört, was die Szene dieser Tage hervorbringt.</p>
<p>Jedenfalls dann, wenn man mit der Entwicklung des Quartetts konform geht: Musikalisch lässt die Formation die teils harten Spitzen und aggressiven Bretter von „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/samurai-pizza-cats-youre-hellcome/">You’re Hellcome</a>“ (2023) nämlich im Schrank, um die launige, melodiebetonte Seite des eigenen Sounds ins Zentrum zu rücken. Damit einher geht ein stärkerer Fokus auf Sebastian Fischers Klargesang, welcher ein glückliches Händchen für einprägsame Hooks beweist.</p>
<h2>„Press Start“ zeigt SAMURAI PIZZA CATS facettenreich und kurzweilig</h2>
<p>Ohrwürmer haben <a href="https://vampster.com/bands/samurai-pizza-cats/">SAMURAI PIZZA CATS</a> zuhauf in der Hinterhand, während gleichzeitig das Modern (Post-)Metalcore-Fundament Einflüsse aus allen Richtungen aufzusaugen scheint. Scratches, futuristische Synthesizer und poppige Akzente mischen den Opener „Pandastruck“ auf, wohingegen „Ramen-Man“ seine schwachbrüstige Bridge durch kauzige J-Pop-Vibes inklusive Gastbeitrag der Idol-Gruppe BABYBEARD wettmacht.</p>
<p>„T-Rex(plosion)“ prägt wiederum der charmante Gesang Jessie Williams‘ (<a href="https://vampster.com/bands/ankor/">ANKOR</a>), so dass der präsente Alternative-Rock-Einfluss nur eine von vielen Facetten darstellt, die „Press Start“ so kurzweilig werden lässt. Die Electronic-Rock-Hook in „Fear No Slice“ schließlich ist nicht nur tanzbar, sondern trägt tatsächlich einen Hauch <a href="https://vampster.com/bands/electric-callboy/">ELECTRIC CALLBOY</a> in sich – eine Referenz, die sich in Daniel Haniß‘ Gitarrenarbeit ohnehin immer wieder herauslesen lässt.</p>
<h2>SAMURAI PIZZA CATS experimentieren viel, lassen ihre aggressive Seite aber in der Schublade</h2>
<p>Dass bei so viel Wandelbarkeit mit den 80er- und Wave-Ausflügen von „Error 808“ auch ein weniger spannendes Experiment den Weg auf „Press Start“ gefunden hat, lässt sich verschmerzen. Dafür entschädigen <a href="https://vampster.com/bands/samurai-pizza-cats/">SAMURAI PIZZA CATS</a> mit oftmals umso geschmeidigerem Songwriting, das im aufbauenden „Super Zero“ dank seiner catchy Gesangslinie die Grenzen zum Kitsch bewusst auszureizen scheint.</p>
<p>Allein die extremere Seite des Debüts kommt auf dem Folgewerk etwas zu kurz, was der Scheibe letztendlich ein noch schärferes Profil und generell etwas Fleisch auf den Rippen hätte schenken können. Als Album ist „Press Start“ eben laufzeitbedingt auch eine magere Angelegenheit – schließlich versteht man unter der <em>Shrinkflation auf dem Teller</em> für gewöhnlich nicht den unseres Plattenspielers.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 27.03.2026</p>
<p>Spielzeit: 29:57</p>
<h4>Album-Line-Up</h4>
<p>Sebastian Fischer – Vocals<br />
Daniel Haniß – Gitarre<br />
Stefan Reufer – Bass<br />
Stefan Buchwald – Drums</p>
<h4>Band-Line-Up 2026</h4>
<p>Sebastian Fischer – Vocals<br />
Daniel Haniß – Gitarre<br />
Stefan Reufer – Bass<br />
Robin Scheer – Drums</p>
<p>Produziert von SAMURAI PIZZA CATS und Christoph Wieczorek</p>
<p>Label: Century Media</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/samuraipizzacats" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/samuraipizzacats</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/samuraipizzacats/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/samuraipizzacats/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://centurymedia.bandcamp.com/album/press-start-24-bit-hd-audio" target="_blank" rel="noopener">https://centurymedia.bandcamp.com/album/press-start-24-bit-hd-audio</a></p>
<h2>SAMURAI PIZZA CATS “Press Start” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Insert Coin</li>
<li>Pandastruck (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=LHQ4_qsmk6o&list=RDLHQ4_qsmk6o" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>T-Rex(plosion) (feat. Ankor) (<a id="https://www.youtube.com/watch?v=Xa2JeVD3F3Q" href="https://www.youtube.com/watch?v=Xa2JeVD3F3Q">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Fear No Slice (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=EhYAFASWHTM&list=RDEhYAFASWHTM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Error 808</li>
<li>Level Up</li>
<li>Ramen-Man (feat. BABYBEARD)</li>
<li>Penguin Supreme</li>
<li>Super Zero  (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=4Uwy6-LuCF8" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>City of Gold  (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=VPrtj6-xzyg" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Thanks for Playing</li>
<li>Pizza Homicide – STVW Version</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SAMURAI PIZZA CATS]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metalcore, modern metal]]></genres>
<wpid>411897</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ASTRAYA: Atropine</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/astraya-atropine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 07:49:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ASTRAYA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=411860</guid>

					<description><![CDATA[ASTRAYA suchen im proggigen, mit Metal gewürztem Dark Rock nach der Medizin gegen Weltschmerz: „Atropine“ liefert vieles, das unter die Haut geht, hat aber mit ein paar Baustellen zu kämpfen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Verfasser ist weder Pharmazeut noch Biologe, diese Gaben besitzt seine geliebte Ehefrau. Dass Atropine in Nachschattengewächsen wie Alraune, Stechapfel und Tollkirsche vorkommen und sie einerseits verflucht giftig, andererseits aber aus der Medizin nicht wegzudenken sind, das musste erst nachgelesen werden. Schön, wenn diese Analogie auf die Musik angewendet werden kann. <a href="https://vampster.com/bands/astraya/">ASTRAYA</a> nennen ihr zweites Album „Atropine“ und wecken damit Raum für Assoziationen. Für Heaviness und Harmonie, die gleichberechtigt nebeneinander stehen und sich so auch verweben, ist das ein durchaus schönes Bild.</p>
<h2>ASTRAYA schaffen auf „Atropine“ auch in kurzen Songs beeindruckende Spannungsaufbauten.</h2>
<p>Wirklich giftig klingt die Band aus Stuttgart auf ihrem zweiten Album allerdings nicht. Ist sie also ein eher Mittel gegen den Weltschmerz? „Atropine“ mäandert jedenfalls zwischen <a href="https://vampster.com/bands/the-gathering/">THE GATHERING</a> zu Zeiten von <a href="https://vampster.com/cd-reviews/the-gathering-the-west-pole/">„The West Pole“</a>, späten <a href="https://vampster.com/bands/anathema/">ANATHEMA</a> und zeitgenössischen Künstlerinnen wie <a href="https://vampster.com/bands/ellereve/">ELLEREVE</a>. Das ergibt emotionale Musik zwischen Progressive und Post Rock mit einem Hauch Metal. Schon die Eröffnung „A Spark Within“ entwickelt sich in dreieinhalb Minuten von einem reduzierten Stück hin zu einem leidenschaftlich-epischen Song, bei dem die Gitarren sich umgarnen, ohne auf Twin-Leads zu setzen, während die Rhythmus-Einheit subtil aber bestimmt groovt und Sängerin Melina Abele in sphärische Höhen vordringt.</p>
<p>Dass „Lighthouse“ recht beherzt mit schweren Riffs beginnt und dann eine melodiösere, luftigere Richtung nimmt, funktioniert ebenso gut, wie „In Devotion“, das leise und träumerisch startet, dann zunehmend heavier wird und in ein Gitarrensolo mündet, das ebenso leidenschaftlich und verspielt ist, wie Ricardo Amorims Soli bei<a href="https://vampster.com/bands/moonspell/"> MOONSPELL</a>. Hier und auch im folgenden „A Theory Of Time“ klingt Melina Abele nach Silje Wergeland bei THE GATHERING durch ihre Stimmfärbung und Melodieführung und verschafft mehr als nur einmal Gänsehaut. Der Song schafft ebenso wie die Stücke zuvor, in relativ kurzer Zeit einen starken Aufbau und fließt organisch ein sehr gefühlvolles Finale. Überhaupt schaffen ASTRAYA viele gute Steigerungen, siehe „Desendant Of A Dead Man“ oder „Valley Of The Dead Part II“.</p>
<h2>Etwas mehr Selbstbewusstsein und etwas weniger Understatement hätte „Atropine“ gutgetan, denn ASTRAYA haben viel Talent.</h2>
<p>ASTRAYA feilschen nicht um Aufmerksamkeit und bleiben häufig zurückhaltend, und hier hätte „Atropine“ etwas offensiver und mutiger sein dürfen, denn die fünfköpfige Band hat viel zu bieten. Gerade in der zweiten Hälfte verlieren sich ASTRAYA dadurch zwischendurch immer wieder in der Gleichförmigkeit. Melina Abele, so schön ihre Stimme auch über den Songs schwebt, hätte etwas mehr Variation liefern dürfen, einige Stücke fließen zu unaufgeregt vor sich hin und nicht immer hat die Band die Heaviness im Griff: „In The Pale Glow Of Torches“, wirkt mit seinen abrupten Tempo- und Stimmungswechseln zwischendurch etwas konfus, fängt sich aber wieder und fließt mit tollen Harmonien dem Ende entgegen. Gitarrist Tim Suske, der als Soundingenieur für den Mix zuständig ist, lässt „Atropine“ organisch wirken, etwas wuchtiger und differenzierter hätte das Soundbild aber sein dürfen.</p>
<p>Das Atropin steht auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der WHO. Ist nun auch „Atropine“ ein unentbehrliches Album geworden? Nicht zwingend. Aber nicht falsch verstehen: ASTRAYA haben wirklich schöne und auch bewegende Momente auf ihrem Album stehen und stellenweise müssen die Hörer*innen ein wenig nach dem Besonderen in der Musik suchen. Wer sich aber Zeit für „Atropine“ nimmt, findet vieles im Unperfekten, das unter die Haut geht, wie das versteckte <a href="https://vampster.com/bands/katatonia/">KATATONIA</a>-Flair im abschließenden Titelsong. Hörer*innen der oben genannten Künstler*innen, die Lust auf eine frische Band in diesem Bereich haben, dürfen ASTRAYA gerne eine Chance geben.</p>
<p>Wertung: 7 von 10 Hausapotheken</p>
<p>VÖ: 24. April 2026</p>
<p>Spielzeit: 45:01</p>
<p>Line-Up:<br />
Melina Abele – Vocals<br />
Benny Gölz – Guitar<br />
Tim Suske – Guitar<br />
Tobias Hänsel – Bass<br />
Klaus Wintermayr – Drums</p>
<p>Label: These Hands Melt</p>
<h4>ASTRAYA „Atropine“ Tracklist:</h4>
<p>1. <a href="https://youtu.be/z5mIjpqkZg4?si=fL8x1zs38FyXR4R2">A Spark Within (Official Video bei Youtube) </a><br />
2. Lighthouse<br />
3. In Devotion<br />
4. <a href="https://youtu.be/1hD9MVTSlX0?si=ZSSvqzSaMN1nF0M0">A Theory Of Time (Official Video bei Youtube)</a><br />
5. Descendant Of A Dead Man<br />
6. Valley Of The Damned Part I<br />
7. In The Pale Glow Of Torches<br />
8. Arrival<br />
9. Valley Of The Damned Part II<br />
10. Atropine</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://www.astrayaband.com/">https://www.astrayaband.com/</a><br />
<a href="https://astraya.bandcamp.com/">https://astraya.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/astrayaband/">https://www.instagram.com/astrayaband/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/astrayaband/">https://www.facebook.com/astrayaband/</a><br />
<a href="https://astraya.bigcartel.com/">https://astraya.bigcartel.com/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ASTRAYA]]></band>
<genres><![CDATA[progressive rock, post rock]]></genres>
<wpid>411860</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>AT THE GATES: The Ghost Of A Future Dead</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/at-the-gates-the-ghost-of-a-future-dead/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[andrea]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 14:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[AT THE GATES]]></category>
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					<description><![CDATA[Wo ist die Grenze zwischen Kunst und Unterhaltung? Und wer bestimmt ihren Verlauf? AT THE GATES machen uns mit „The Ghost Of A Future Dead“ ein Angebot, darüber mal ganz ausführlich nachzudenken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Keiner weiß, wie sich Tomas Lindberg gefühlt hat, als er im Januar 2024 ans Mikro trat, um die Vocals für dieses Album aufzunehmen. Mit einer Krebs-Diagnose, die eine schwere Operation an seinem Schädel notwendig machte. Ich bin dankbar, dass ihm <a href="https://vampster.com/bands/at-the-gates/">AT THE GATES</a> so wichtig waren, dass er seine Kräfte zusammengenommen, und dieses Album eingesungen und vollendet hat. Im September 2025 starb er mit 52 Jahren. Denn es berührt mich, es lässt mich nachdenken, es macht traurig und weckt gleichzeitig Erinnerungen wie meinen magischen Moment beim <a href="https://vampster.com/bands/wacken-open-air/">WACKEN OPEN AIR</a> 2008, als Tomas „Windows“ mit den Worten „This Is A Song About Madness“ ankündigte und mir mit einem Schlag wieder bewusst wurde, wie prägend diese Band für den Death Metal, für Schweden – und halt auch für mich – war und ist. Deshalb hat „The Ghost Of A Future Dead“ wenig mit Unterhaltung zu tun, dieses Album ist etwas Größeres, Emotionaleres und Wichtigeres für all diejenigen, die eine Verbindung zu AT THE GATES oder all den vielen von ihnen inspirierten Bands haben. Es ist eigenständig, originell, technisch perfekt, authentisch und anrührend, es macht nachdenklich. Das ist für mich Kunst.</p>
<h2>„The Ghost Of A Future Dead“: ein Vermächtnis</h2>
<p>Ursprünglich sollte das Album „The Dissonant Void“ heißen, die Band änderte den Titel aber etwas später in „The Ghost Of A Future Dead“ – und alleine dieser Albumtitel kann einem eine Gänsehaut über den Rücken jagen. Mich hat diese Veröffentlichung schon berührt, ohne dass ich einen Song daraus gehört habe. Denn der Titel könnte eine Vorahnung sein: Mit diesen Songs spricht der Geist, die Persönlichkeit von jemandem zu uns, zu einer Zeit, in der diese Person bereits tot ist.</p>
<h2>In diesem Album steckt so viel AT THE GATES, dass klar wird, wie sehr diese Band fehlen wird</h2>
<p>Musikalisch ist „The Ghost Of A Future Dead“ so typisch AT THE GATES, dass es wehtut, es anzuhören. Spätestens als im Opener „The Fever Mask“ diese typischen zweistimmigen AT THE GATES Gitarrenmelodien zu hören sind, musste ich eine erste Träne wegblinzeln. Und es bleibt so emotional: „The Dissonant Void“ braucht nur ein nicht mal zehnsekündiges Intro, um eine dichte, düstere Stimmung zu schaffen, bevor man wieder mittendrin ist in dieser seltsamen, wehmütigen und fassungslosen Stimmung, in der man gleichzeitig froh ist, zuhören zu dürfen. Der Song erinnert noch am ehesten an die beiden letzten Alben „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/at-the-gates-the-nightmare-of-being/">The Nightmare of Being</a>“ und „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/at-the-gates-to-drink-from-the-night-itself/">To Drink From The Night Itself</a>„, leicht dissonante Gitarren, Breaks, überraschende Übergänge, hier fassen AT THE GATES nochmal ihr Spätwerk und ihre progressive Seite zusammen.</p>
<p>„Det Oerhorda“ beginnt ungewohnt, mit Soundsamples wie aus einem Horrorfilm, biegt dann ab in Richtung „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/hell-of-fame/at-the-gates-slaughter-of-the-soul/">Slaughter Of The Soul</a>“, um schließlich was ganz Neues zu machen: So hymnisch hat man AT THE GATES noch nie gehört. Natürlich sind die Schweden auch dabei so weit, wie es nur geht, entfernt von dem, was gerne als (Metal)-Hymne gilt: Das ist kein stumpfer, möglichst eingängiger Mitgröhltrack, sondern majestätisch, ergreifend, erhaben, einschüchternd, ja vielleicht sogar angsteinflößend. Auf Deutsch bedeutet der Songtitel übrigens: „Das Schreckliche“. „In Dark Distorsion“ ist zu einhundert Prozent AT THE GATES und bringt alle Trademarks dieser außergewöhnlichen Band nochmal auf den Punkt: Melodien, die direkt ins Herz gehen, eine ungebändigte Kraft, und mit der Rückkehr von Anders Björler im Jahr 2022 wieder einige Thrash-Riffs, die da treffen, wo’s wehtut.</p>
<h2>„The Ghost Of A Future Dead“ wird lange, sehr lange nachhallen</h2>
<p>Es ist Absicht, dass nach dem ruhigen, düsteren Instrumental „Forgangligheten“ (zu deutsch Vergänglichkeit) mit „Black Hole Emission“ einer der wütendsten AT THE GATES Songs überhaupt folgt. Dieses Album endet nicht mit einer Trauerfeier, einem sanften Ausfaden, sondern mit einem Statement. Die Band sagte, auf diesem Album sei alles so, wie Tomas es sich gewünscht hatte. Er wollte offenbar auch einen ganz besonderen Schlusspunkt setzen. Das ist ihm, Anders und Jonas Björler, Martin Larsson und Adrian Erlandsson gelungen. „The Ghost Of A Future Dead“ ist nicht das erste Album von AT THE GATES, das in die Geschichte eingeht. Es nimmt dort einen ebenso wichtigen Platz ein wie „Slaughter Of The Soul“.</p>
<p>Und am besten hört man sich „The Ghost Of A Future Dead“ an, wenn die Sonne untergeht. Denn „The Red in The Sky is Ours“ – und niemand kann es uns wegnehmen. Genausowenig wie die Erinnerungen, die wir mit Tomas Lindberg, seiner Stimme und den Songs von AT THE GATES verbinden.</p>
<p style="text-align: center">Übrigens, wenn man das Cover aufmerksam anschaut, bemerkt man, dass Folgendes draufsteht:</p>
<p style="text-align: center">the GHOST<br />AT THE GATES<br />of a FUTURE DEAD</p>
<p style="text-align: center">Ob und was das bedeuten mag, kann man sich ja selbst überlegen, ein kleiner Kunstgriff ist die Gestaltung aber allemal.</p>
<h2>AT THE GATES „The Ghost Of A Future Dead“ Tracklist</h2>
<p>1. The Fever Mask (03:12) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=EEpFYm-S8qk" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />2. The Dissonant Void (02:47) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=rJeYYC1l638" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />3. Det Oerhörda (03:35)<br />4. A Ritual of Waste (03:35)<br />5. In Dark Distortion (03:50)<br />6. Of Interstellar Death (03:45)<br />7. Tomb of Heaven (03:53)<br />8. Parasitical Hive (04:34)<br />9. The Unfathomable (04:07)<br />10. The Phantom Gospel (02:44)<br />11. Förgängligheten (02:41)<br />12. Black Hole Emission (03:39)</p>
<p>VÖ: 24. April 2026</p>
<p>Label: Century Media Records</p>
<p>Line-Up:</p>
<ul>
<li>Tomas Lindberg – Vocals</li>
<li>Jonas Björler – Bass</li>
<li>Anders Björler – Guitars</li>
<li>Martin Larsson – Guitars</li>
<li>Adrian Erlandsson – Drums</li>
</ul>
<p>Mehr im Netz:</p>
<p><a href="http://www.atthegates.se" target="_blank" rel="noopener">atthegates.se</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/AtTheGatesOfficial" target="_blank" rel="noopener">facebook.com/AtTheGatesOfficial</a></p>
<p><a href="https://www.instagram.com/atthegates_official/">instagram.com/atthegates_official/</a></p>


<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://vampster.com/bilder/at-the-gates-mhp-arena-ludwigsburg-18-11-2022-bilder/"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://vampster.com/wp-content/uploads/at-the-gates-tompa-news-1200x800-1.jpg" alt="" class="wp-image-411799" srcset="https://vampster.com/wp-content/uploads/at-the-gates-tompa-news-1200x800-1.jpg 1200w, https://vampster.com/wp-content/uploads/at-the-gates-tompa-news-1200x800-1-800x533.jpg 800w, https://vampster.com/wp-content/uploads/at-the-gates-tompa-news-1200x800-1-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[AT THE GATES]]></band>
<genres><![CDATA[death metal, progressive death metal, melodic death metal]]></genres>
<wpid>411784</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>AVERSIO HUMANITATIS: To Become The Endless Static</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/aversio-humanitatis-to-become-the-endless-static/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 16:31:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[AVERSIO HUMANITATIS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=411552</guid>

					<description><![CDATA[Gefangen im weißen Rauschen: AVERSIO HUMANITATIS haben mit „To Become The Endless Static“ ein intensives, boshaft-nihilistisches Black Metal-Album am Puls der Zeit geschaffen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span id="more-411552"></span>Als bestünde die gesamte Umgebung aus Fernsehrauschen: Was nach einem Albtraum aus dem Unterbewusstsein von Hunter S. Thompson oder William Burroughs klingt, ist <a href="https://vampster.com/bands/aversio-humanitatis/">AVERSIO HUMANITATIS‘</a> Vision über geistigen und körperlichen Verfall. Kommt dieser Verfall vom ganzen Doomscrolling in den sozialen Medien, von zu viel einseitiger Beschäftigung mit dem aktuellen Zustand der Welt? Es würde zur pessimistischen Weltsicht der Black Metal-Band aus Madrid passen. Ihr dissonanter, brutaler mit Death Metal angereicherter Ansatz fühlt sich auch im Jahr 2026 postmodern an, und AVERSIO HUMANITATIS verweigern sich somit den billigen Themen, die das Genre ansonsten häufig bedient.</p>
<h2>Auf „To Become The Endless Static“ reichern AVERSIO HUMANITATIS pessimistischen, zeitgenössischen Black Metal mit  dissonantem Death Metal an.</h2>
<p>Ohne Vorwarnung prescht „Long Stretch The Shadow“ vor, mit Blast Beats, dissonanten Riffs, die eine klaustrophobische Stimmung ausstrahlen, sowie bitterbösen Vocals, und reduzieren nach anderthalb furiosen Minuten die Geschwindigkeit deutlich und fokussiert sich auf Atmosphäre. „To Become The Endless Static“ steckt dadurch gleich am Anfang das Feld ab. Es wird schnell klar, dass AVERSIO HUMANITATIS ein dichtes Album geschrieben haben, dessen soghafte Energie die Rezipienten in ein schwarzes Loch zu ziehen droht. Trotz Fokus auf Blast Beats und sägenden Gitarren sind die sechs Songs nicht eindimensional: in den meisten Songs gibt es kurze Einschübe, die zumindest ein wenig Luft zum atmen lassen. Meist dominiert aber der Furor. Zwar fühlt sich „Blackened Mold Marrow“ so an, als wäre man in einem Strudel gefangen, der einen hinabzieht, aber die Grundidee des Songs ist so mitreißend, mangelnde Variation über fünf Minuten nicht ermüdet.</p>
<p>Mit „Strange Angle“, dem längsten Stück von „To Become The Endless Static“, bauen AVERSIO HUMANITATIS in der ersten Hälfte eine fast schon absurde Geschwindigkeitssteigerung auf, die dann in sich zusammenfällt und eine kriechende zähe Masse verwandelt. Im Anschluss lassen „The White Noise Is Calling“ und „Collapsing Into The Resonance“ zwischendurch ein wenig Harmonie erahnen, schrauben sich dann wieder in den Wahnsinn, der physisch und psychisch spürbar ist. „To Become The Endless Static“ als Ganzes schafft wie der Vorgänger das Kunststück, depersonalisiert und persönlich zugleich zu wirken. Beklemmung und Raserei werden beinahe real spürbar im Lauf dieser 35 Minuten. Zwischen den Tönen verortet sich ein Nihilismus, der jenseits allen Schmerzes liegt. Das alles ist sehr intensiv, sehr erschöpfend, und so gut die Songs geschrieben und gespielt sind, es kostet etwas Überwindung, dieses Album zu hören. Taucht man aber ein, gibt es kaum einen Weg aus dieser bildgestörten Welt.</p>
<h2>Das Eintauchen in „To Become The Endless Static“ kostet Überwindung, aber AVERSIO HUMANITATIS haben ihr Publikum fest im Griff.</h2>
<p>AVERSIO HUMANITATIS gehören nicht zu den produktivsten Bands der zeitgenössischen Black- und Death Metal-Szene. „To Become The Endless Static“ erscheint sechs Jahre nach dem zweiten Album <a href="https://vampster.com/cd-reviews/aversio-humanitatis-behold-the-silent-dwellers/">„Behold The Silent Dwellers“</a>, die Arbeit und Hingabe, die darin steckt, ist aber spürbar. Die Band aus Madrid lässt sich Zeit im Songwriting und liefert ein kurzes, aber wirkmächtiges Album ab, dessen Komplexität nach und nach erarbeitet werden will. Mit hervorragender instrumentaler Arbeit und einem Sound – von Gitarrist Simon da Silva persönlich – der speziell im Bereich der Gitarren durch Mark und Bein geht, ist dieses Album quasi unschlagbar und muss sich nicht hinter Bands wie <a href="https://vampster.com/cd-reviews/misthyrming-med-hamri/">MISþYRMING</a>, <a href="https://vampster.com/bands/panzerfaust/">PANZERFAUST</a>, <a href="https://vampster.com/bands/spectral-wound/">SPECTRAL WOUND</a> oder <a href="https://vampster.com/bands/selbst/">SELBST</a> verstecken. Dass „To Become The Endless Static“ mit sechs Songs in 35 Minuten sehr kompakt ist, ist indes kein Nachteil. AVERSIO HUMANITATIS‘ Musik ist so intensiv, dass diese relativ kleine Dosis absolut ausreichend ist, zumal es über die gesamte Spielzeit keine Atempause gibt. Sofern die Hörer*innen durch die tägliche digitale Hölle noch nicht zu genüge im Strudel des Wahnsinns gelandet sind, dieses statische Rauschen gibt ihnen den Rest. Bon voyage.</p>
<p>Wertung: 4,5 von 6 Flimmerkisten</p>
<p>VÖ: 24. April 2026</p>
<p>Spielzeit: 34:30</p>
<p>Line-Up:<br />
A. – Bass & Vocals<br />
S. – Guitars<br />
D. – Guitars<br />
J. – Drums</p>
<p>Label: Debemur Morti Productions</p>
<h4>AVERSIO HUMANITATIS „To Become The Endless Static“ Tracklist:</h4>
<p>1. Long Stretch The Shadows<br />
2.<a href="https://youtu.be/cbrytgd12C8?si=ua6kWdeL9vwdDQB6"> To Become The Endless Static (Official Video bei Youtube)</a><br />
3. <a href="https://youtu.be/w5N5gV1Wy30?si=AyLHU8dHGLpqDrgb">Blackened Mold Marrow (Official Video bei Youtube)</a><br />
4. Strange Angles<br />
5. The White Noise Is Calling<br />
6. Collapsing Into The Resonance</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://aversiohumanitatis.bandcamp.com">https://aversiohumanitatis.bandcamp.com</a>/<br />
<a href="https://www.instagram.com/aversiohumanitatisofficial/">https://www.instagram.com/aversiohumanitatisofficial/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/aversiohumanitatis/">https://www.facebook.com/aversiohumanitatis/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[AVERSIO HUMANITATIS]]></band>
<genres><![CDATA[death metal, black metal]]></genres>
<wpid>411552</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>KEKHT ARÄKH: Morning Star</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/kekht-araekh-morning-star/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 14:28:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[KEKHT ARÄKH]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich werde dieses Jahr 44 Jahre alt, ich höre Black Metal seit 30 Jahren. Darf ich Black Metal hören, der auf melancholischem Cloud Rap basiert? Darf ich KEKHT ARÄKH mögen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Antwort dürft ihr mich in meinem idyllischen <a href="https://youtu.be/ApEPNAsemzk?si=iR1Dhpo2IBgkuc0F">Schloss</a> aufsuchen, irgendwo in den Kaparten, wo ich bleibe, wo ich einfach bleibe, <a href="https://vampster.com/bands/kekht-araekh/">KEKHT ARÄKH</a> höre und die Welt die Welt sein lasse. Denn ich habe immer schon genau das am Black Metal geliebt, was ein bisschen drüber war, ein bisschen schräg, unkonventionell und vor allem: sehr, sehr romantisch. Und das ist der Kosmopolit „Crying Orc“, der auf „Morning Star“ u.a. von einsamen Spaziergängen in London, Berlin und Stockholm erzählt, in jeder Sekunde seines neuen und sehr ambitionierten Werks.</p>
<p>Es ist sein drittes Album und bereits sein Meisterwerk, soviel ist klar, denn was hier an Melodie, Atmosphäre und fetten Beats aufgefahren wird, ist ganz einfach nicht mehr zu toppen: Die Lieder, allesamt 3-4 Minuten lang, vereinen zärtliche, sehnsuchtsvolle Akustik-Gitarren, entrückte Flötentöne, perfekt gebaute 90er-Jahre-Black-Metal-Riffs, fieses Gekrächze und angenehm unperfekten, aber stets passenden Klargesang mit einer Ästhetik, die zwar original aus Norwegen der 90er stammen könnte, aber stets subtil gebrochen wird, so dass die Gefühle, die der weinende Ork transportieren will, nicht überschattet werden können von irgendeiner Form von Redundanz.</p>
<h2>Ugh!</h2>
<p>Wobei die Flasche Cola, die er im <a href="https://youtu.be/e7JGHFlNJr0?si=HX5hOHLsWO4_w5DH">brillianten Video</a> zur Hitsingle „Three Winters Away“ schwingt, schon mehr als nur eine subtile Brechung der Ästhetik darstellt. Macht aber nichts: Auch solcherlei Manöver funktionieren im Kosmos KEKHT ARÄKH, dafür ist die Musik einfach zu echt und schön und abwechslungsreich: Mal fühle ich mich zurückversetzt in „Stormblast“-Zeiten („Mörker över Mörker“), mal meine ich, ein 25 Jahre altes Indie-Folk-Stück zu hören („Genom Sorgen“), dann wieder bin ich einfach nur entzückt von der cleveren Idee, Cloud-Rap-Beats mit Rumpel-Schlagzeug und Blastbeats zu mischen.</p>
<h2>I said: Ugh!</h2>
<p>Das ist aber nur ein Teil des Erfolgsrezepts, viel wichtiger sind die Clean Vocals, vor allem von Crying Orc selbst, aber auch vom Norweger „Spöke“ (von VS–55) und Stargast „Bladee“, einem mir bis dato völlig unbekannten Helden der mir bis dato ebenfalls völlig unbekannten Cloud-Rap-Szene, denn ich bin ja, s.o., ein alter Mann. Jedenfalls: Was Bladee in „Eternal Martyr“ macht, ist wirklich herzzerreißend und das Feature letztlich völlig logisch, schaut man sich mal Videos von dem Typen an – er sieht aus wie Crying Orc selbst, nur halt ohne Schminke, und bewegt sich auch so. Faszinierend, schräg, interessant, und ja, ich merke selber, dass ich total cringe klinge.</p>
<h2>„Morning Star“ ist große Kunst mit großem Gefühl</h2>
<p>Überhaupt, cringe: Das ist das hier ja eigentlich komplett, aber gerade darin, gerade in dem Mut sein Herz so kompromisslos zu öffnen und eine Ästhetik des totalen Kitsches zu nehmen, es irgendwie zu schaffen, dem Ganzen den Kitsch zu nehmen, indem er ironisiert und übertrieben wird, bis nur noch das Gefühl selber übrig bleibt, das ist große Kunst und funktioniert für mich so gut, dass ich „Morning star“ ganz unironisch jetzt schon auf dem Treppchen sehe am Ende des Jahres.</p>
<p>Spielzeit: 50:12 Min.</p>
<p>Label: Sacred Bones Records</p>
<p><a href="https://kekhtarakh.bandcamp.com/album/morning-star">https://kekhtarakh.bandcamp.com/album/morning-star</a></p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 27.03.2026</p>
<h2>Tracklist – KEKHT ARÄKH – „Morning Star“</h2>
<p>01. Wänderer<br />
02. Castle<br />
03. Lament<br />
04. Genom Sorgen (Ft. VS–55)<br />
05. Angest<br />
06. Mörker Över Mörker<br />
07. Three Winters Away<br />
08. Drömsång<br />
09. Raven King<br />
10. Vigil<br />
11. Eternal Martyr (Ft. Bladee)<br />
12. Trollsång (Ft. Spöke)<br />
13. Land Av Evig Natt L<br />
14. Land Av Evig Natt Ll<br />
15. Gates<br />
16. Morning Star<br />
17. Outro (Ft. Varg2)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[KEKHT ARÄKH]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>411503</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>PURE WRATH: Bleak Days Ahead</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/pure-wrath-bleak-days-ahead/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 21:06:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[PURE WRATH]]></category>
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					<description><![CDATA[Tristesse und Leidenschaft vereint: PURE WRATH blicken pessimistisch auf die Zukunft, „Bleak Days Ahead“ hat aber das Zeug die Indonesier aus der Geheimtipp-Ecke zu holen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://vampster.com/bands/pure-wrath/">PURE WRATH</a> drehen die Blickrichtung: Während sich „The Forlorn Soldier“ und <a href="https://vampster.com/cd-reviews/pure-wrath-hymn-to-the-woeful-hearts/">„Hymn To The Woeful Hearts“</a> um die bisweilen bittere indonesische Geschichte drehten, richtet sich „Bleak Days Ahead“ – der Titel sagt es natürlich – an der Zukunft aus. Der indonesische Solomusiker Januaryo Hardy selbst sagt dazu: „‘Bleak Days Ahead‘ is a lament for those silently drowning in a life that demands everything and gives back almost nothing.“ Damit ist eigentlich schon das wichtigste zum Post Black Metal von PURE WRATH gesagt.</p>
<p>Es ist somit wenig überraschend, dass dieses Album kälter und brutaler klingt, als das, was PURE WRATH zuvor veröffentlichten, und gerade das schreckt im ersten Moment ein wenig ab. „Hymn To The Woeful Hearts“ hatte diese leidenschaftlichen, mitreißenden Momente, diese Melancholie und den Hauch des Vergangenen in sich, die dieses Album so atemberaubend machten. In „Bleak Days Ahead“ muss man dies zunächst suchen. Aber keine Sorge, Januaryo Hardys Handschrift ist noch immer zu gegenwärtig. Die Melancholie ist nur ein wenig vergraben unter der brutalen Oberfläche und es mag daher ein wenig dauern, bis sich „Bleak Days Ahead“ öffnet.</p>
<h2>„Bleak Days Ahead“ ist kälter und aggressiver als das Vorgängeralbum, aber PURE WRATH verstecken viele Facetten unter der schroffen Oberfläche.</h2>
<p>Dass PURE WRATH eine neue konzeptuelle Ausrichtung wagen, wirkt sich nicht nur in Sachen Aggression auf die Musik aus. Aus „Bleak Days Ahead“ schälen sich einige neue Facetten heraus. Eine Noir-Atmosphäre durch Mellotron und Saxophon schiebt sich behutsam dazu, verdrängt die subtilen folkloristischen Elemente indes nicht ganz. Weil Hardy seine Kompositionen jederzeit fest im Griff hat, funktionieren die teils langen Kompositionen problemlos. Dabei ist das Album recht klar gegliedert: die ersten beiden Stücke, „Bleak Days Ahead Pt. I“, respektive „Pt. II“ sind kalt, aggressiv und impulsiv, während die restlichen drei Songs introvertierter und vielschichtiger sind.</p>
<p>„Haven Of Echoes“ lässt sich einige Minuten lang Zeit, bevor es die Zähne zeigt, und doch überwiegen hier die düstere Atmosphäre und eine bedrohliche Aura. „Spectral Insomnia“ ist der rasantere Teil der zweiten Hälfte, besticht mit schneidenden Riffs und schnellem Blast Beat-Drumming sowie einer völlig entfesselten Stimme. Ab der Mitte leitet dieser Song das Ende von „Bleak Days Ahead“ ein, mit Hammond-Orgeln und getragenem, trauernden Cleangesang und einem furiosen Finale, das in Sachen Emotionalität an den Vorgänger beim Vorgänger andockt.</p>
<h2>Immer spürbar auf „Bleak Days Ahead“: Die Emotionalität und Authentizität von PURE WRATH.</h2>
<p>Besonders wird vor allem „Opaque Mist“, das mit dem Gastgesang von Andrew Rodin (<a href="https://vampster.com/bands/stoned-jesus/">STONED JESUS</a>) und Trip Hop-Beats beginnt, switcht in Richtung <a href="https://vampster.com/bands/katatonia/">KATATONIA</a> und schickt einen letzten Blast Beat mit ergreifenden Harmonien dem Ende entgegen, als gäbe es dennoch die trotzige Hoffnung auf ein besseres Leben. Gerade dieses Finale macht den Gesamteindruck dieses Albums so komplett, obwohl es völlig anders beginnt, als es begonnen hat. Es ist sicherlich keine Heldenreise, aber es sieht die Dinge im zweiten Akt in einem anderen Licht. Was aber immer spürbar bleibt: die Emotionalität und die Authentizität.</p>
<p>Wer <a href="https://vampster.com/bands/white-ward/">WHITE WARD</a> und<a href="https://vampster.com/bands/ultha/"> ULTHA</a> liebt, sollte spätestens für „Bleak Days Ahead“ bei PURE WRATH einsteigen. Das vierzigminütige Album hat erstaunlich viele Facetten und fließt von Wut hin zur Trauer und will trotz allem nicht die Hoffnung aufgeben, dass bessere Tage kommen – allen Anzeichen zum Trotz. Dass mit Drummer Yurii Ciel und Gastsänger Andrew Rodin zwei ukrainische Musiker an Bord sind, festigt diesen Eindruck auch auf der Metaebene. Januaryo Hardy selbst baut mit diesem Album sein songschreiberisches wie technisches Können aus – auch in Bezug auf Produktion und Tontechnik. „Bleak Days Ahead“ klingt voll und rund, aber auch kratzig und fies, und nicht zuletzt beeindruckt das Artwork nachhaltig. Einzig die Emotionalität und das Konzept des Vorgängers werden hier nicht ganz erreicht. Und doch ist eindeutig: Trostlose Zeiten mögen sich ankündigen, aber zumindest künstlerisch wird die Zukunft für PURE WRATH auch weiterhin rosig sein.</p>
<p>Wertung: 8 von 10 Hochfunktionale Depressionen</p>
<p>VÖ: 24. April 2026</p>
<p>Spielzeit: 41:12</p>
<p>Line-Up:<br />
Januaryo Hardy – Vocals, guitars, bass, piano, synths, soundscapes<br />
Yurii Ciel (<a href="https://vampster.com/bands/cailleach-calling/">CAILLEACH CALLING</a>) – All drums, whispers („Opaque Mist“)<br />
Dany Tee (<a href="https://vampster.com/bands/los-males-del-mundo/">LOS MALES DEL MUNDO</a>) – Foreword („Haven of Echoes“)<br />
P.F. – Saxophone („Bleak Days Ahead, Pt. I“)<br />
Tandani Mutaqim (WARKVLT) – Throat singing („Bleak Days Ahead, Pt. II“)<br />
Andrew Rodin (<a href="https://vampster.com/bands/stoned-jesus/">STONED JESUS</a>) – Backing vocals</p>
<p>Label: Debemur Mort Productions</p>
<h4>PURE WRATH „Bleak Days Ahead“ Tracklist:</h4>
<p>1. Bleak Days Ahead, Pt. 1<br />
2. Bleak Days Ahead, Pt. 2<br />
3. <a href="https://youtu.be/Ulgay-AzHak?si=UlMTU1yzJYo5pffv">Haven Of Echoes (Official Video bei Youtube) </a><br />
4.<a href="https://youtu.be/EIzssch1lPI?si=GydkY5QAi1ZtjTp9"> Spectral Insomnia (Official Video bei Youtube)</a><br />
5. Opaque Mist</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://purewrath.bandcamp.com/">https://purewrath.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/purewrath">https://www.facebook.com/purewrath</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/purewrathofficial">https://www.instagram.com/purewrathofficial</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[PURE WRATH]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>411546</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>MIRE: Pale Reflection</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/mire-pale-reflection/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 14:26:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[MIRE]]></category>
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					<description><![CDATA[MIRE knüpfen mit "Pale Reflection" an ihr Debüt an: Modern, versiert und unverbraucht kochen die vier Musiker ihr eigenes Süppchen und pfeifen dabei auf Zwänge oder Altlasten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Moderner Metal neu gedacht: Die Eckpfeiler des Debütalbums „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/mire-a-new-found-rain-eigenproduktion/">A New Found Rain</a>“ (2021) bilden weiterhin das Rückgrat <a href="https://vampster.com/bands/mire/">MIRE</a>s, die sich nicht auf nur eine Spielart festlegen wollen. Vom Gefühl her bewegt sich das Quartett sogar manchmal an den äußeren Rändern des zeitgenössischen Metalcore, wenn beispielsweise „Where I Belong“ oder „Significance Plague“ eine ähnlich rollende Urgewalt entwickeln, wie es <a href="https://vampster.com/bands/bleed-from-within/">BLEED FROM WITHIN</a> in ihren Midtempo-Tracks ebenfalls gerne demonstrieren.</p>
<p>Die Gitarrenarbeit im Titeltrack oder „Great Pain“ wiederum bewegt sich in der Nähe des <a href="https://vampster.com/bands/allegaeon/">ALLEGAEON</a>-Debüts „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/allegaeon-fragments-of-form-and-function/">Fragments Of Form And Function</a>“ (2010), was durchaus seinen Grund hat, wurde <a href="https://vampster.com/bands/mire/">MIRE</a> doch von deren Ex-Gitarrist Ryan Glisan ins Leben gerufen. Eine latente Industrial-Note schwingt derweil im Gesang Benton McKibbens mit, welcher seine Screams durch melodischere Techniken ergänzt, so dass klar gesungene Refrains keinen Seltenheitscharakter besitzen. Den Höhepunkt hierbei bildet „Send Us“, wo McKibbens in der Hook eine Stimmfarbe erreicht, die völlig unerwartet an <a href="https://vampster.com/bands/borknagar/">BORKNAGAR</a>s Lars Nedland erinnert.</p>
<h2>„Pale Reflection“ steht MIREs Debütalbum in nichts nach</h2>
<p>Den größten Teil der Laufzeit verbringt „Pale Reflection“ im Midtempo, was <a href="https://vampster.com/bands/mire/">MIRE</a> keinen schwerfälligen, doch einen drückenden Charakter verleiht. In Verbindung mit den präzise getakteten Drums und Riffs könnten phasenweise gar <a href="https://vampster.com/bands/scarve/">SCARVE</a> als Referenz dienen – obgleich Parallelen wohl nur zu deren gedrosselten Kompositionen gezogen werden können. Im Gesamten gehen <a href="https://vampster.com/bands/mire/">MIRE</a> nämlich geordneter ans Werk, wodurch es den vier Musikern überdies gelingt, die einzelnen Versatzstücke schlüssig miteinander zu verbinden.</p>
<p>Weder der präsente Gesang noch die cleveren Gitarrenarrangements überschatten die jeweils anderen Komponenten. Das Resultat ist mit „Pale Reflection“ ein Zweitwerk, das seinem Vorgänger in nichts nachsteht, sondern mit Elementen aus Death, Thrash, Groove, Industrial und Progressive sein eigenes Süppchen kocht – ohne Zwänge oder Altlasten ist das Ergebnis schlicht erfrischend: Moderner Metal neu gedacht.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 10.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 42:11</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Benton McKibben – Vocals<br />
JP Andrade – Drums<br />
Nick Hipa – Guitar<br />
Ryan Glisan – Guitar & Bass</p>
<p>Produziert von Grant McFarland und Carson Slovak</p>
<p>Label: Eigenproduktion</p>
<p>Homepage: <a href="https://thebandmire.net/" target="_blank" rel="noopener">https://thebandmire.net/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/thebandMIRE/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/thebandMIRE/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/thebandmire" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/thebandmire</a><br />
Bandcamp: <a href="https://thebandmire.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://thebandmire.bandcamp.com/</a></p>
<h2>MIRE “Pale Reflection” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Pale Reflection (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=H7MZbIUs2-U" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Cultures of Violence (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=VYLtuCJny0Q" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>The Master (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=CgXzLJMetys" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube)</a></li>
<li>Where I Belong</li>
<li>Great Pain</li>
<li>Human Condition</li>
<li>Significance Plague</li>
<li>Which One Am I</li>
<li>Send Us</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[MIRE]]></band>
<genres><![CDATA[metalcore, modern metal, progressive death metal]]></genres>
<wpid>411518</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>VISIONS OF ATLANTIS: Armada &#8211; An Orchestral Voyage</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/visions-of-atlantis-armada-an-orchestral-voyage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 16:51:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[VISIONS OF ATLANTIS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=411139</guid>

					<description><![CDATA[Der epische Soundtrack zum Brettspielabend: Der Gedanke hinter dieser orchestralen Neuauflage ist zunächst einmal nicht verkehrt. Stimmungsvolle und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der epische Soundtrack zum Brettspielabend: Der Gedanke hinter dieser orchestralen Neuauflage ist zunächst einmal nicht verkehrt. Stimmungsvolle und atmosphärische Musikuntermalung ist schließlich auch bei ausgedehnten Pen&Paper- oder Brettspiel-Sessions die Kirsche auf der Sahnetorte. Was das Marketing dabei jedoch verkennt, ist der Wert leiser Momente: Eine mehrstündige Spielrunde besteht eben nicht nur aus epischen Schlachten, heroischen Waghalsigkeiten und dem gelegentlichen Tavernenbesuch, wie es „Armada – An Orchestral Voyage“ über 53 Minuten zelebriert.</p>
<p>Hier hätten <a href="https://vampster.com/bands/visions-of-atlantis/">VISIONS OF ATLANTIS</a> also tiefer in die Materie eingreifen müssen, um ihrem aktuellen Studioalbum „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/visions-of-atlantis-pirates-ii-armada/">Pirates II – Armada</a>“ (2024) tatsächlich neues Leben zu schenken. In der Praxis behalten die zwölf Kompositionen ihre Arrangements ohne größere Veränderungen bei, was dann ohne Gesang und Rock-Instrumentarium bis zu einem gewissen Grad unvollständig wirkt.</p>
<h2>Wirklich entfalten kann „Armada – An Orchestral Voyage“ sein Potenzial nicht</h2>
<p>Sein Potenzial kann die Idee in der Folge kaum entfalten, da <a href="https://vampster.com/bands/visions-of-atlantis/">VISIONS OF ATLANTIS</a> lediglich die Gesangsspuren durch Streich- bzw. Blasinstrumente ersetzt haben. Von Violine bis Flöte reicht das Spektrum – dank Gastmusikern wie Fabio Polo (<a href="https://vampster.com/bands/elvenking/">ELVENKING</a>) oder Sandro Friedrich allerdings formidabel umgesetzt.</p>
<p>Die Krux der Geschichte ist jedoch der überschaubare Mehrwert, den diese Alternativ-Versionen bieten: Was <a href="https://vampster.com/bands/visions-of-atlantis/">VISIONS OF ATLANTIS</a> zum Vollpreis feilbieten, legen andere Künstler:innen in vergleichbarer Güte ihren Alben nicht selten als limitierten Bonus bei. Dadurch wird zumindest die physische Fassung von „Armada – An Orchestral Voyage“ zur zwiespältigen Angelegenheit, der wir viel Wohlwollen entgegenbringen müssen, um den Anschaffungspreis zu rechtfertigen. Dann aber lassen sich immerhin die entscheidenden Schlachten von „Mythic Battles“, „Blood Rage“ oder vergleichbaren Brettspielabenteuern in adäquater Epik begleiten.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 06.02.2026</p>
<p>Spielzeit: 53:34</p>
<h4>Band-Line-Up</h4>
<p>Clémentine Delauney – Vocals<br />
Michele Guaitoli – Vocals<br />
Christian Douscha – Guitar<br />
Herbert Glos – Bass<br />
Thomas Caser – Drums</p>
<p>Produziert von Michele Guaitoli</p>
<p>Label: Napalm Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.visionsofatlantis.at/" target="_blank" rel="noopener">https://www.visionsofatlantis.at/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/visionsofatlantisofficial/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/visionsofatlantisofficial/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/visionsofatlantis/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/visionsofatlantis/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://visionsofatlantis.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://visionsofatlantis.bandcamp.com</a></p>
<p>VISIONS OF ATLANTIS “Armada – An Orchestral Voyage” Tracklist<br />
To Those Who Choose to Fight<br />
The Land of the Free<br />
Monsters<br />
Tonight I’m Alive<br />
Armada<br />
The Dead of the Sea<br />
Ashes to the Sea (Video bei YouTube)<br />
Hellfire<br />
Collide<br />
Magic of the Night<br />
Underwater<br />
Where the Sky and Ocean Blend</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[VISIONS OF ATLANTIS]]></band>
<genres><![CDATA[Fernsehgarten, instrumental, symphonic metal]]></genres>
<wpid>411139</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ATREYU: The End Is Not The End</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/atreyu-the-end-is-not-the-end/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 10:21:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ATREYU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=410921</guid>

					<description><![CDATA[ATREYU geben ihren Kuschelkurs nicht völlig auf, aber fahren auf "The End Is Not The End" immerhin öfter die Ellenbogen aus.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Selbstverständlich</em> ist „The End Is Not The End” das bislang härteste Werk der Band. Obwohl dieser Marketing-Spin in der Szene längst zum Meme geworden ist, können sich Band und Label der Versuchung nicht entziehen, vielleicht doch die verlorenen Fans der Anfangstage wieder zurück ins Team zu locken.</p>
<p>Entsprechend beginnt das gitarrengestützte Intro mit einem erschütternden Schrei, bevor <a href="https://vampster.com/bands/atreyu/">ATREYU</a> in „Dead“ tatsächlich die Fäuste ballen. Mit Melodeath-Einschlag und einem akustischen Zwischenpart bewegt sich das Stück zwischen <a href="https://vampster.com/bands/in-flames/">IN FLAMES</a> und <a href="https://vampster.com/bands/bullet-for-my-valentine/">BULLET FOR MY VALENTINE</a>, während sogar Sänger Brandon Saller in den Strophen ein paar Screams beisteuert. Für uns Hörer ist das ein Segen, da Kollege Port McKnight im harschen Spektrum für ein komplettes Album leider die Bandbreite fehlt. Das unterstreicht später noch „In The Dark“, welches sich aber schnell vom IN FLAMES-artigen Brecher zum kitschigen Kuschelrocker samt Chören und Saxofon wandelt.</p>
<h2>ATREYU fahren auf „The End Is Not The End“ etwas öfter die Ellenbogen aus</h2>
<p>Energischer geht hingegen „Ego Death“ zu Werke, das mit Hardcore-Einschlag stark beginnt, bis der poppige Refrain das Stück mit vollem Schwung gegen die Wand setzt. Eingängige Singalongs haben sich ferner nicht aus der bandeigenen DNA verabschiedet, obschon <a href="https://vampster.com/bands/atreyu/">ATREYU</a> die Stadionrock-Ambitionen spürbar zurückgeschraubt haben. Dennoch setzt „Break Me“ auf moderne US-Rock-Riffs, deren Groove auf natürliche Weise in die klar gesungene Hook überleitet. Noch plakativer ist der Airplay-Fokus in „All For You“ zu spüren, wo das Quintett dem Arena-Sound schlussendlich doch nicht auskommt.</p>
<p>Aktuelle Fans der US-Amerikaner müssen sich somit keinesfalls auf ein blaues Wunder gefasst machen. Reich an süßlichen Melodien ist „The End Is Not The End“ weiterhin, wobei nun eben die Zugänglichkeit durch häufigere Einschübe der härteren Gangart kontrastiert wird. „Glass Eater“ ist ein gutes Beispiel hierfür, „Death Rattle“ ein weiteres, wo <a href="https://vampster.com/bands/atreyu/">ATREYU</a> ein wenig die Ellenbogen ausfahren.</p>
<h2>Ihren Kuschelkurs haben ATREYU nur teilweise aufgegeben</h2>
<p>Mit Akustikgitarren und poppigem Schunkel-Rhythmus geht „Afterglow“ indes auf Kuschelkurs, nachdem es die Powerballade „Wait My Love, I’ll Be Home“ bereits im vorherigen Verlauf mit dem Pathos übertrieben hatte. Dass allein diese beiden Stücke ausreichen, um die Marketing-Abteilung Lügen zu strafen, versteht sich von selbst, insbesondere wenn man zum Vergleich mit „The Curse“ (2004) das Frühwerk der Band heranzieht.</p>
<p>Andererseits sind <a href="https://vampster.com/bands/atreyu/">ATREYU</a> schon lange nicht mehr dieselbe Band wie damals, weshalb diese aktuelle Entwicklung, die härtere Klänge nicht mehr scheut wie der Teufel das Weihwasser, uns grundsätzlich positiv stimmt. Insbesondere, weil die fünf Musiker noch lange nicht ans aufhören denken, wie sich zumindest vom Titel ihres zehnten Studioalbums ableiten lässt.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 24.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 45:08</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Brandon Saller – Lead Vocals<br />
Dan Jacobs – Guitar<br />
Travis Miguel – Guitar<br />
Porter McKnight – Bass/Vocals<br />
Kyle Rosa – Drums</p>
<p>Produziert von Matthew Pauling</p>
<p>Label: Spinefarm Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.atreyuofficial.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.atreyuofficial.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/Atreyu" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/Atreyu</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/atreyuofficial/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/atreyuofficial/</a></p>
<h2>ATREYU “The End Is Not The End” Tracklist</h2>
<ol>
<li>The End Is Not The End</li>
<li>Break The Glass</li>
<li>Dead (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=VTXi_wo7zBI" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube)</a></li>
<li>Break Me</li>
<li>All For You (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=RTh-A2StcfE" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a><a href="https://www.youtube.com/watch?v=RTh-A2StcfZ" target="_blank" rel="noopener">)</a></li>
<li>Ghost In Me</li>
<li>Glass Eater</li>
<li>Wait My Love, I’ll Be Home Soon</li>
<li>Ego Death (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=GHwcGQ0NypM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Death Rattle</li>
<li>Children Of Light</li>
<li>In The Dark</li>
<li>Afterglow</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ATREYU]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metalcore, modern metal, alternative rock]]></genres>
<wpid>410921</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>DOODSWENS: Doodswens</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/doodswens-doodswens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 10:55:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[DOODSWENS]]></category>
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					<description><![CDATA[DOODSWENS klassischer Black Metal braucht keine Innovationen um zu begeistern: Ihr zweites Album „Doodswens“ ist nicht nur handwerklich hervorragend gemacht, sondern auch sehr leidenschaftlich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich schon mal mit Depressionen rumschlagen musste, kennt die graue Wolke über dem Haupt, die nicht weichen will. Kennt die Schwere, die wie Blei auf den Schultern liegt, die Hoffnungslosigkeit, die selbst den schönsten Frühlingstag aschgrau erscheinen lässt. <a href="https://vampster.com/bands/doodswens/">DOODSWENS</a> haben, wie nicht wenige andere ihres Genres ein Album darüber geschrieben, in diesem Mindset zu leben. Allerdings geht es der Black Metal-Band nicht darum, sich dem Tod hinzugeben, wie es viele der fragwürdigen DSBM-Bands tun, sondern neben ihm zu existieren. Oder, wie es in dieser Fantasy-Serie mit der schlechten achten Staffel hieß: „Wer ist unser Gott?“ – „Der Tod.“ – „Und wie lautet unser Gebet?“ – „Nicht heute.“ Okay, mehr Pathos in einer Rezension unterzubringen ist schwer möglich, angesichts eines Albums wie „Doodswens“ aber ausnahmsweise vertretbar.</p>
<h2>„Doodswens“ ist ein transformatives Album, mit dem die Band eine ursprüngliche Kraft entstehen lässt.</h2>
<p>Die niederländische Band, deren Name übersetzt „Todeswunsch“ bedeutet, lässt auf den ersten Blick auf ein anderes Mindset schließen. DOODSWENS widerstehen aber und fokussieren sich darauf, so zu leben, dass es egal ist, ob morgen schon der Tod wartet, weil das Leben völlig ausgekostet wurde. Das ist spürbar in der Energie, die in den Songs liegt. Bandleaderin, Sängerin und Drummerin I. drischt und schreit voller Inbrunst, die Riffs von P. (<a href="https://vampster.com/bands/ossaert/">OSSAERT</a>, <a href="https://vampster.com/bands/doedsrit/">DÖDSRIT</a>) sind primitiv aber im allergrößten Fall absolut treffsicher. Die Art des Black Metals, den DOODSWENS spielen, ist völlig frei von Innovationen und reiht sich zwischen zeitgenössischen Bands wie <a href="https://vampster.com/bands/asagraum/">ASAGRAUM</a> und <a href="https://vampster.com/bands/cultus-profano/">CULTUS PROFANO</a> ein, die ihrerseits der Schule der zweiten Welle (denke <a href="https://vampster.com/bands/darkthrone/">DARKTHRONE</a>) aus einer zeitgemäßeren und auch weiblicheren Perspektive Tribut zollen, natürlich nicht im Sinne von Symphonic Metal mit wallenden Kleidern, sondern mit einer ursprünglichen, schwefelig-pechschwarzen Aura.</p>
<p>Das Ergebnis ist unvergleichlich kraftvoll und direkt: Auch wenn die Songs mal über sechs Minuten dauern, repetitive Langeweile gibt es keine auf diesem Album. Egal ob es kompakte, punkige und leicht thrashige Black Metal-Songs („Verrot“, „Devil’s Stone“, „Vlaamse Vloek“) sind, oder ob die DOODSWENS etwas atmosphärischer und langsam vorgehen („She Carries The Curse“), fast immer schafft es das Trio, dass die Musik wirklich berührt und unter die Haut geht. Dabei sind die Songs so gut geschrieben, dass es schnell klick macht. Besonders trifft das auf „These Wounds Never Healed“ zu, das sich nach einem schleppenden Start erst in eine epische Richtung entwickelt und dann an Geschwindigkeit gewinnt.</p>
<h2>DOODSWENS pusten den Staub vom Black Metal der zweiten Welle: „Doodswens“ ist ein frisches und fast schon kathartisches Album.</h2>
<p>„Doodswens“ ist völlig unoriginell und somit wird es die Zeit zeigen müssen, ob dieses Album auch langfristig begeistern kann. Immerhin sind die Songs gespickt mit erstklassigen Riffs, soliden Arrangements und einer starken Gesangsperformance. Zwar sind nicht alle Songs auf gleichbleibend hohem Niveau, Ausfälle gibt es aber keine. Und verglichen mit so mancher schlecht gealterten Genregröße ist hier noch Feuer und Leidenschaft zu spüren. Die Energie, mit der sich DOODSWENS trotzig der grauen Wolke entgegenstellen, ist bemerkenswert. Nicht zuletzt deshalb ist ihr zweites Album ein sehr kraftvolles, beinahe kathartisches Werk, das laut gehört werden will und bei gewissen Personengruppen besondere Resonanz finden wird – bei denjenigen, die sich der grauen Wolke eben nicht hingeben wollen, egal wie dicht sie über dem Haupt schwebt. Starkes Album!</p>
<p>Wertung: 5,5 von 7 Wunschzettel</p>
<p>VÖ: 17. April 2026</p>
<p>Spielzeit: 37:30</p>
<p>Line-Up:<br />
I. – Drums, Vocals<br />
R. – Bass<br />
P. – Guitar</p>
<p>Label: Svart Records</p>
<h4>DOODSWENS „Doodswens“ Tracklist:</h4>
<p>1. <a href="https://youtu.be/V_kUkQijHxU?si=alhUsMD_zVcwASwG">Driven By Death (Official Video bei Youtube) </a><br />
2. Verrot<br />
3. <a href="https://youtu.be/ph_YfC3LmCI?si=F0VQSjt-oG4FApsW">The Black Flame (Official Video bei Youtube) </a><br />
4. These Wounds Never Healed<br />
5. She Carries The Curse<br />
6. Devil’s Stone<br />
7. Vlaamse Vloek</p>
<p><a href="https://youtu.be/WFa419s_OCQ?si=aOvYC8GU-JQZVKTh">DOODSWENS „Doodswens“ Full Album Stream bei Youtube </a></p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://doodswensband.bandcamp.com">https://doodswensband.bandcamp.com</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/doodswens.band">https://www.instagram.com/doodswens.band</a><br />
https://www.facebook.com/DoodswensOfficial/</p>
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<section> <a target="_blank" href="https://www.tiktok.com/@doodswensband?refer=creator_embed">@doodswensband</a> </section>
</blockquote>
<p> <script async src="https://www.tiktok.com/embed.js"></script></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[DOODSWENS]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>410822</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>CRIPPLED BLACK PHOENIX: Sceaduhelm</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/crippled-black-phoenix-sceaduhelm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 20:59:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[CRIPPLED BLACK PHOENIX]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein makabres Schattentheater: CRIPPLED BLACK PHOENIX vermengen die Düsternis von „Ellengaest“ mit der Epik von „Banefyre“. „Sceaduhelm“ ist der nächste logische Schritt für die britische Band.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz schön was los im Schatten. Hierhin haben sich <a href="https://vampster.com/bands/crippled-black-phoenix/">CRIPPLED BLACK PHOENIX</a> zurückgezogen, um sich mal wieder neu zu sortieren. Immerhin steckt der ewige Wandel seit über 20 Jahren tief in der DNA der britischen Band. Justin Greaves und einige seiner treuen Gefährt*innen lassen auf das farbenprächtige wie überbordende Musical <a href="https://vampster.com/cd-reviews/crippled-black-phoenix-banefyre/">„Banefyre“</a> ein schwarzes Stück Blei folgen, das aber trotz allem ziemlich cineastisch bleibt. Da ist es fast schon überfällig, dass sich CRIPPLED BLACK PHOENIX nun selbst ein Label verpassen: Willkommen in der dunklen Welt des Macabre Rock.</p>
<p>Und so beginnt das Album: Das Instrumentalstück „One Man Wall Of Death“ – nebenbei bemerkt ein Anwärter auf den Songtitel des Jahres – startet mit comichaften Samples und einem tonnenschweren Riff, bevor die Düsternis, durchzogen langsam einsickert, begleitet von diesen bizarren Dialogfetzen nach Art von Hammer-Filmen der 1960er und einem krachenden Noise-Crescendo. Die Samples sind es auch, die CRIPPLED BLACK PHOENIX durch das Album hindurch ziehen und die das bizarre Theater zusammenhalten. Und der Vorhang, der hier gelüftet wird, lässt auf der Bühne allerhand wilde Charaktere, respektive Songs tanzen.</p>
<h2>Laute und krachende Songs sind auf „Sceaduhelm“ in der Unterzahl: CRIPPLED BLACK PHOENIX fokussieren sich auf Melancholie.</h2>
<p>Atmosphärisch und todtraurig ist das alles, cool und doch mit der ungebremsten Kraft des Rock And Roll. Ein wenig so, als wäre die Schwärze von <a href="https://vampster.com/cd-reviews/crippled-black-phoenix-ellengaest/">„Ellengaest</a>“ zurückgekehrt. „Sceaduhelm“ ist dabei kompakter und weniger verkopft als sein Vorgänger. Greaves schenkt sich die Dienste eines Frontmannes in diesen Songs, mit Joel Segerstedt hat es offensichtlich nicht dauerhaft funktioniert. Neben ihm sind vor allem Sängerin und Lyrikerin Belinda Kordic, Lucy Marshall an den Tasten, Gitarrist Andy Taylor und Wes Wasley am Bass zu hören. In dieser Besetzung entsteht gleich zu Beginn der krachende Hit „Ravenettes“, das dreckig wie die eingängigen Stücke vom Nebenprojekt <a href="https://vampster.com/bands/johnny-the-boy/">JOHNNY THE BOY</a> ist, aber auch etwas Extravaganz atmen.t</p>
<p>Die lauten, angriffslustigen Songs sind in der Unterzahl, und doch ist der beste Song des Albums sehr wuchtig. CRIPPLED BLACK PHOENIX haben mit der unglaublichen Gothrock/Post Punk-Nummer „Vampire Grave“ bei der Ryan Patterson (<a href="https://vampster.com/bands/fotocrime/">FOTOCRIME</a>) wieder zu hören ist, ein unverschämt sexy und cooles Stück auf „Sceaduhelm“. Zumeist gibt es melancholische, düstere Songs zu hören, wie das tieftraurige „Things Start Falling Apart“ mit Sänger Justin Storms, dessen Uptempo-Finale etwas zu abrupt kommt, oder auch „Under The Eye“, auf dem Belinda Kordic so gut wie noch nie singt – beschwörend, todtraurig und voller Größe.</p>
<h2>CRIPPLED BLACK PHOENIX große stilistische Varianz und gleichzeitige Stimmigkeit lassen „Sceaduhelm“ wie im Flug vergehen.</h2>
<p>„Colder And Colder“ verdient seinen Titel zurecht. Mit Wave-Gitarren, pumpendem Bass und dem unterkühlten Gesang von Justin Storms lässt dieses Stück einen Schauer über den Rücken laufen, das leise „Tired To The Bone“ ergänzt das perfekt, gewürzt mit etwas innerem Frieden. „No Epitaph – The Precipice“ mit Americana-Flair und Ryan Pattersons tiefem Gesang, hat einen sensationell coolen Refrain und entwickelt sich zu einem kraftvollen Song, der am Ende die Post Rock-Dynamik aus CRIPPLED BLACK PHOENIX’ Vergangenheit aufleben lässt. Wenn am Ende mit dem beinahe doomigen, von erhabenen Harmonien überlagerten „Beautiful Destroyer“ das Album seinen tristen Schlusspunkt findet, wirkt es gar nicht so, als wären bereits 66 Minuten vergangen.</p>
<p>„Sceaduhelm“ gelingt ein Kunststück: Trotz großer stilistischer Varianz, zwischen todtraurigen, in sich gekehrten Songs und lauten, brachialen Stücken fließen die zwölf Songs ineinander über und erschaffen ein Album, das facettenreich wie geschlossen wirkt. Das geschieht einerseits durch die generell düstere Ausrichtung der Songs, aber auch durch den Sound, der durch das Drumming, die Gitarren und Iver Sandøys Mix gut zusammengehalten wird. Dreieinhalb Jahre nach „Banefyre“ hat Justin Graves ein beeindruckend vielseitiges doch kompaktes Album geschaffen, das nur in der Mitte mit „Hollows End“ und „Dropout“ einen kleinen Einbruch hat. „Sceaduhelm“ berührt mit seinen melancholischen Songs und reißt mit den lauten Stücken mit, und es feiert die vielen Facetten einer oftmals unterschätzten Band – mit Songs wie diesen müssen sich CRIPPLED BLACK PHOENIX definitiv nicht im Schatten verstecken.</p>
<p>Wertung: 10 von 12 Schattenspiele</p>
<p>VÖ: 17. April 2026</p>
<p>Spielzeit: 66:20</p>
<p>Line-Up:<br />
Justin Greaves – Guitars, Drums, Melotron, Synths Samples<br />
Wes Wasley – Bass<br />
Lucy Marshall – Piano, Synth, Hammond<br />
Belinda Kordic – Vocals<br />
Justin Storms – Vocals<br />
Ryan Patterson – Vocals<br />
Rene Misje – Guitar<br />
Andy Taylor – Guitar<br />
Iver Sandøy – Percussion<br />
Robin Tow – Percussion</p>
<p>Label: Season Of Mist</p>
<h4>CRIPPLED BLACK PHOENIX „Sceaduhelm“ Tracklist:</h4>
<p>1. One Man Wall Of Death<br />
2.<a href="https://youtu.be/0u67dWu_jGU?si=CZriVWR5nSZ7D9zw"> Ravenettes (Official Video bei Youtube) </a><br />
3. Things Start Falling apart<br />
4. No Epitaph / The Precipice<br />
5. The Void<br />
6. Hollows End<br />
7. Dropout<br />
8. <a href="https://youtu.be/Vu9vXjQ2AsY?si=an0b4IodPKdDS6OV">Vampire Grave (Official Audio bei Youtube) </a><br />
9. <a href="https://youtu.be/QSLerKGOii8?si=09JZ1ndyZQFkGHzF">Colder And Colder (Official Audio bei Youtube) </a><br />
10. Under The Eye<br />
11. Tired To The Bone<br />
12. Beautiful Destroyer</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://crippledblackphoenixsom.bandcamp.com/">https://crippledblackphoenixsom.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/cbp_444/">https://www.instagram.com/cbp_444/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/CBP444">https://www.facebook.com/CBP444</a><br />
<a href="https://www.patreon.com/CrippledBlackPhoenix">https://www.patreon.com/CrippledBlackPhoenix</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[CRIPPLED BLACK PHOENIX]]></band>
<genres><![CDATA[Post Punk, gothic, post rock]]></genres>
<wpid>410504</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>DARK RIDE: Blade Manor</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/dark-ride-blade-manor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mirko Wenig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 03:41:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[DARK RIDE]]></category>
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					<description><![CDATA[DARK RIDE klingen für eine Horrorpunk-Band fast schon zu fröhlich und sind auch nicht gerade die großen Innovatoren ihres Genres. Macht aber nichts – denn auf ihrem Debüt ‚Blade Manor‘ stimmt einfach die Hitdichte. Ob das Album dabei eher versehentlich zu einer der schönsten Hommagen an den klassischen Melodic Punk der US-Westküste geworden ist, spielt für den Hörspaß letztlich keine Rolle.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem Weg! Hier komme ich – mit gefühlt 72 Stundenkilometern und maximaler Selbstüberschätzung. Auf meinem Skateboard: Fledermaus, Totenkopf, sehr stylisch. Nur bremsen… da bin ich noch in der Testphase. Und die Treppe da vorne? Ach komm – das sind doch nur 50 Stufen. Kann mich bitte jemand auffangen? Whoaawhoa… der Asphalt glüht!</p>
<h2>Was macht das Skateboard im Horrorpunk?</h2>
<p>Die Frage, warum ich mich auf einem Skateboard befinde, lässt sich ziemlich schnell beantworten. Ich habe mir „Blade Manor“ geangelt, das Debüt der kalifornischen Horrorpunks <a href="https://vampster.com/bands/dark-ride/">DARK RIDE</a>. Und schon höre ich die Einwände: Horrorpunk und Skateboard – passt das überhaupt zusammen?</p>
<p>Müsste man sich nicht eher zu Halloween in einem Freizeitpark wiederfinden oder als untoter Statist aus dem Grab steigen? Wo bleiben Dracula und Frankenstein? Vielleicht wäre die Totenkutsche, gezogen von schwarzen Rössern mit glühenden Augen, die passendere – und deutlich ungefährlichere – Fortbewegungsart. Oder gleich ein Cadillac-Leichenwagen aus den 50ern. Doch stattdessen: Skateboard. Maximaler Bildfehler.</p>
<p>Mein Irrtum hat einen Grund. Ich frage mich schon seit längerem, wo eigentlich das große Melodic-Punk-Revival bleibt. Bands wie <a href="https://vampster.com/bands/bad-religion/">BAD RELIGION</a>, <a href="https://vampster.com/bands/pennywise/">PENNYWISE</a> oder <a href="https://vampster.com/bands/the-offspring/">THE OFFSPRING</a> – also jene Vertreter, die Ende der 80er und Anfang der 90er mit schnellen Songs und eingängigen Singalongs die Tony Hawk’s dieser Welt dazu brachten, mit ihren Brettern die Straßen in improvisierte Halfpipes zu verwandeln. Genau hier kommt ‚Blade Manor‘ ins Spiel – das kommt der Sache schon verdammt nahe. Wenn der Himmel eine Halfpipe ist, wie OPM einmal behauptet haben, warum dann nicht auch die Hölle?</p>
<h2>Ein wenig MISFITS, ein wenig poppiger Skate- und Surfpunk</h2>
<p><a href="https://vampster.com/bands/dark-ride/">DARK RIDE</a> wurden 2019 ursprünglich als Soloprojekt von Emilio Lenze gegründet. Der Sänger und Multiinstrumentalist aus dem Pazifikparadies Santa Cruz – wo Surf- und Skatekultur zum Alltag gehören – ist auch Frontmann der MISFITS-Coverband PLAN 9, die weltweit unterwegs ist. Zuvor stand er bei den Psychobilly Horror Punks STELLAR CORPSES am Mikro, die von 2005 bis 2023 aktiv waren. Ein Newcomer ist er folglich nicht – eher jemand, der weiß, wie man Untote zum Singen bringt.</p>
<p>Begleitet wird Lenze von Jesus Lopez am Bass, Rob Hyodo an der zweiten Gitarre und Schlagzeugerin Briana Mota, die auf dem Album allerdings erst bei zwei Songs zu hören ist. Als Einfluss nennen <a href="https://vampster.com/bands/dark-ride/">DARK RIDE</a> dabei ausdrücklich die <a href="https://vampster.com/bands/misfits/">MISFITS</a> – und auch optisch wird das deutlich: Teufelstolle, schwarze Lederkluft, Muskelshirts, Schweißbänder. Auch ein leicht schauriges Goth-Feeling ist dezent vorhanden.</p>
<p>Allerdings setzt Lenze dabei einen eigenen Akzent: Seine Stimme ist deutlich weniger aggressiv, eher melodisch geführt und nicht so komplett testosterongeschwängert wie bei den großen Vorbildern. Sie bewegt sich eher im mittleren Register und wirkt insgesamt weniger düster, als es das Image vermuten lässt. Die Songs selbst sind dabei fast ein wenig zu fröhlich, um wirklich dunkel zu sein. Catchyness wird hier in größtmöglichen Lettern an die Friedhofsmauer geschrieben.</p>
<p>Und hier beginnt der Spaß. Denn auch wenn die Musik ungefähr so originell ist wie Omas Goldrandteller – die Riffs etabliert und simpel, der Songaufbau mit Strophe, Prechorus und Chorus schnell durchschaut –, entfaltet genau diese Mischung aus Horror- und klassischem Melodic Punk eine ziemlich infektiöse Wirkung. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Menze hier Hit um Hit auf den Hörer loslässt. Und auch wenn das Album in anderen Rezensionen aus den genannten Gründen nicht gut wegkommt – ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt beim Hören eines Albums so viel Spaß und gute Laune hatte.</p>
<h2>Vom Spukschloss der Küste entgegen</h2>
<p>Am ehesten an Horrorpunk erinnern noch Songs wie der atmosphärisch schöne Opener ‚Blade Manor‘, der mit spinettartigen Klängen beginnt – das Instrument überzogen von Spinnweben, das Notenblatt mit Blut beschrieben, und auf dem Hocker bedient eine Frau in weißem Gewand die Tasten, ohne sich im Spiegel zu zeigen. Die Band lockt uns mit einer Geste der Verführung in dieses Album, hinein in ein gespenstisches Szenario, das zugleich faszinierend, erotisch und unbehaglich wirkt:</p>
<p>Rotwein und Geheimnisse fließen über<br />
ihre Lippen und von ihren Zungen.<br />
Schwarzes Leder, ewig jung.</p>
<p>Ihr brodelndes Lied –<br />
ja, es lockt dich hinein<br />
in ihre Hallen und verborgenen Türen.<br />
Angst steckt in den Dielenbrettern.</p>
<p>Heißes violettes Wachs trocknet und reißt<br />
auf ihren Schultern<br />
und ihren Schlüsselbeinen.</p>
<p>Du wirst es berühren wollen,<br />
du wirst es wissen wollen!</p>
<p>Doch schon im zweiten Song ‚Coffin‘ verlassen wir die verwunschenen Räume und rasen mit hoher Geschwindigkeit der Küste entgegen. Ein hochmelodisches, punkiges Gitarrenriff, dazu Singalongs im Refrain – wer hier nicht an Bands wie <a href="https://vampster.com/tourdaten/bad-religion/">BAD RELIGION</a> oder auch neuere <a href="https://vampster.com/bands/ignite/">IGNITE</a> denken muss (letztere vor allem wegen des melodischen Gesangs), ist selbst schuld. Das funktioniert großartig!</p>
<p>Wir haben es hier definitiv mit Monstern zu tun, die sich gern auch einmal am Strand die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Der Text selbst schlägt dabei deutlich leisere Töne an: Ein Untoter, gegen den kein Messer etwas ausrichten kann, trauert seiner Liebsten nach, die im Grab liegt. Doch auch die Melancholie und der leicht wehmütige Gesang bremsen die Energie kaum aus.</p>
<h2>Der beste Partysong des Jahres?</h2>
<p>Und in dieser Schlagzahl geht es weiter. ‚Rewind‘ ist eine Hommage an die Zeit, als in Videotheken noch B-Horrorfilme die am heißesten gehandelte Ware waren. Lenze selbst hat zehn Jahre in einer Videothek gearbeitet – es sei die beste Zeit seines Lebens gewesen, wie er erzählt. Der Song eröffnet mit einem verrauschten Saxophon-Sample, bevor auch er Fahrt aufnimmt und in einen hymnischen Chorus mündet. Den Refrain hat man nach dem zweiten Hören drauf – Mitgrölen ausdrücklich erwünscht. Merkt Euch schon einmal diese Zeilen!: „And Saturday Nights / of sacrifice and psychopaths / who love their knives / Will we be dead by dawn? / Or will we lose our minds?“ Am Ende wird das Tape zurückgespult.</p>
<p>Ihr wollt ne Pause? Vergesst es – es gibt Stromschläge! ‚Electrocuted‘ verspricht uns, dass selbst eine Elektroschocktherapie uns nicht sterben lässt – auch wenn wir uns von der lebenden Hülle verabschieden müssen. Es hat keinen Sinn, sich ins Grab zu legen, heißt es sinngemäß. Warum auch? Wir rasen weiter im Hymnenmodus, getragen von fröhlichen Melodien und maximaler Energie. Das, was hier aus den Boxen kommt, hat 15.000 Volt.</p>
<p>Und dann kommt er: der Song, der vielleicht schon jetzt Anspruch auf die Krone des besten Partysongs des Jahres erhebt. ‚I Bury Boyfriends‘ ist ein blutiger Spaß, der sofort mitgesungen werden will und in den Moshpit lockt – ob auf Sommerpartys, auf Friedhöfen oder in überfüllten Supermärkten. Ein klimperndes Piano über Handclaps-artigen Rhythmen:</p>
<p>„I bury boyfriends / beheaded husbands / No dream-date getaway / cuz it’s their dying day… all men to be slayed“. Männer haben hier schlechte Karten, die Aufschneider, Aufreißer und Verführer. Hier zeigen sich die Stärken des Genres wie unter dem Brennglas (äh, sorry: wie auf der glühenden Klinge): derber Witz, Singalongs und verdammt gute Laune.</p>
<h2>Ein Album, das durchgehend Spaß macht</h2>
<p>Letztendlich ist das hier ein Album, das fast durchgehend enormen Spaß bereitet. ‚Life at the End of October‘ ist eine melancholische, zugleich im Uptempo gehaltene Nummer mit einem melodischen Refrain, der zumindest mich wieder an <a href="https://vampster.com/bands/bad-religion/">BAD RELIGION</a> oder frühe <a href="https://vampster.com/bands/afi/">AFI</a> erinnert.</p>
<p>‚Fever Dream‘ überfährt einen im Skatepunk-Modus mit schnellen Rhythmen – klassisches Melodic-Punk-Feeling inklusive. Und ‚Ruined‘ mischt schließlich <a href="https://vampster.com/bands/bad-religion/">BAD RELIGION</a> mit frühen <a href="https://vampster.com/bands/misfits/">MISFITS</a> und <a href="https://vampster.com/bands/ramones/">RAMONES</a>. Erst dann stellen sich leichte Ermüdungserscheinungen ein. Bei welchem Song sind wir eigentlich? Fast am Ende der Rennstrecke.</p>
<p>Und nein, dieses Album ist keineswegs perfekt. Natürlich kann man bemängeln, dass die Songs zu ähnlich gebaut sind und es der Band auch an Eigenständigkeit fehlt. Eine erste Idee für einen eigenen Sound ist mit der Kreuzung von Horror und Westcoast-Skatepunk aber gefunden. Und oft übertreibt es die Band mit den ‚Whooawhooawhooa‘-Chören, die in fast jedem Song auftauchen – mal auch als ‚Hooohooohooo‘, mal als ‚Whooowhooowhooo‘. Das haben die Songs nicht nötig, sie funktionieren auch ohne solche Effekte.</p>
<p>Aber kann man das einem Album verübeln, das gut unterhält und einfach Laune macht? Also: kommt mit aufs Skateboard – wir rumpeln gemeinsam die Treppe hinunter. Wir pimpen unseren fahrenden Sarg und statten ihn mit Breitreifen aus. Wir lassen uns eine <a href="https://vampster.com/bands/misfits/">MISFITS</a>-Tolle wachsen und buchen einen dreijährigen Urlaub in Kalifornien. Wir laden die Geister, Vampire und Zombies zur Sommerparty ein. Und jetzt alle: „I bury boyfriends / beheaded husbands…!“</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 13.03.2026</p>
<p>Spielzeit: 41:00</p>
<p><strong>DARK RIDE Line-Up</strong><br />
Emilio Menze – Vocals, Gitarre, Bass<br />
Rob Hyodo – Gitarre, Backing Vocals<br />
Jesus Lopes – Bass, Backing Vocals bei „Life at the End of October“ und „Rest In Pieces“<br />
Henry Chadwick – Drums<br />
Briana Mota – Drums bei „Life at the End of October“ und „Rest In Pieces“<br />
Randy Moore – Gitarre bei „Coffin“, „Fever Dream“ und „Do Or Die“<br />
+ weitere Gastmusiker</p>
<p>Produziert von Randy Moore und Olav Tabatabi</p>
<p>Label: Fiend Force Records</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/DarkRideSC/">https://www.facebook.com/DarkRideSC/</a></p>
<h2>DARK RIDE „Blade Manor“ Tracklist</h2>
<p>1. Blade Manor<br />
2. Coffin (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=XMAj-xbusT0">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Rewind (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=jC0bQvAPKww">Video bei YouTube</a>)<br />
4. Electrocuted<br />
5. I Bury Boyfriends<br />
6. Life at the End of October<br />
7. Seascape Samhain<br />
8. Fever Dream<br />
9. Ruined<br />
10. Rest In Pieces<br />
11. Do Or Die<br />
12. Psycho Summer</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[DARK RIDE]]></band>
<genres><![CDATA[Pop Punk, punk rock]]></genres>
<wpid>410161</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>GAEREA: Loss</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/gaerea-loss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 09:05:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[GAEREA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=409786</guid>

					<description><![CDATA[GAEREA ringen auf "Loss" um eine neue Identität. Das Album hält durchaus Höhepunkte bereit, nicht immer jedoch agiert die Band so zwingend wie in der Vergangenheit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wenig Bedeutung sie irgendwelchen künstlichen Grenzen schenken, bewiesen <a href="https://vampster.com/bands/gaerea/">GAEREA</a> schon im Jahr 2024 auf „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/gaerea-coma/">Coma</a>“. Insofern ist „Loss“ die konsequente Fortführung der bereits hier eingeschlagenen Entwicklung. Wobei das Resultat gewissermaßen auch wie eine Momentaufnahme wirkt: Abgeschlossen ist die Transformation offenbar noch nicht; gerade sitzen die fünf Musiker:innen zwischen den Stühlen.</p>
<p>Das sei allerdings bewusst so gewählt, wie Frontmann und Songwriter Alpha jüngst in einer <a href="https://www.reddit.com/r/Metalcore/comments/1s8ryo2/hi_this_is_alpha_from_gaerea_we_just_released_our/" target="_blank" rel="noopener">virtuellen Fragestunde</a> erklärte: Dass diese ausgerechnet im „r/metalcore“-Forum der Social Media-Plattform Reddit stattfand, dürfte Salz in den Wunden der alteingesessenen Hörerschaft sein. Black Metal sei eine <em>„sehr einschränkende Szene“</em>, ließ der Bandkopf dort verlauten, während er neben seiner Liebe zu <a href="https://vampster.com/bands/watain/">WATAIN</a> eben auch den Metalcore als wichtigen Baustein von „Loss“ herausstellte.</p>
<h2>Auf „Loss“ ringen GAEREA um eine neue Identität</h2>
<p>Wobei wir doch eher das „Post“-Präfix heranziehen würden als die klassischen Wurzeln der Stilrichtung. Letztlich ist es eher die moderne Definition der Spielart, welche ihre Spuren hinterlässt. Der Auftakt „Luminary“ entpuppt sich gar als Blackened Groove Metal-Brecher, der im Refrain melodischere Vocals einfließen lässt. Die gute Nachricht: Diese Schnittmenge schärft durchaus das Profil der Portugiesen, wenngleich die Intensität vorheriger Werke nicht erreicht wird.</p>
<p>Zugleich ist das die größte Schwäche von „Loss“: Im Ringen um eine neue Identität, inmitten des konstanten Aufbrechens alter Strukturen, verlieren <a href="https://vampster.com/bands/gaerea/">GAEREA</a> hin und wieder den Blick für das Wesentliche. Gerade das Black-Metal-Fundament war es, das in der Vergangenheit die emotional aufgeladenen Kompositionen und Melodiebögen zusammenführte. Durch dessen Reduktion erreicht uns zwar die Emotion, die Alpha und seine Mitstreiter in die Kompositionen legen, nur bis unter die Haut reichen will sie selten.</p>
<h2>„Loss“ hält durchaus Höhepunkte bereit, nicht immer agieren GAEREA jedoch zwingend</h2>
<p>Dabei gibt es durchaus mutige Augenblicke, wo das funktioniert: „Submerged“ leidet zwar etwas unter seiner platten Lyrik, verbindet Alt und Neu aber nahtlos zu einem packenden Auf und Ab, das noch dazu mit dezenten Ambient-Synths punkten kann. Ebenfalls catchy, allerdings eindeutig auf Hit getrimmt, zeigt sich „Nomad“, das den Schwerpunkt doch arg auf den Refrain legt. Immerhin: Was uns zunächst ein wenig flach vorkam, konnte uns letztendlich doch seinen verborgenen Charme offenbaren, zumal die Gitarren und das Drumming in den Strophen mit Feuereifer nach vorne drängen.</p>
<p>Ähnlichen Drive entwickelt die Single „Hellbound“, die gemeinsam mit „Uncontrolled“ wohl den härtesten Ausflug von „Loss“ markiert. Letzteres schielt allerdings mit seiner tief gestimmten Rhythmusgitarre samt entsprechend modern gehaltener Riffs stärker in Richtung Post Metalcore, obschon die Symbiose mit angeschwärzten Stilmitteln ein Gegengewicht bereithält. Richtig zwingend wirken <a href="https://vampster.com/bands/gaerea/">GAEREA</a> hier und im folgenden „Phoenix“ allerdings nicht, obgleich letzteres zumindest mit seiner melodischen Gitarrenarbeit punkten kann.</p>
<h2>Zum Ende hin wandeln GAEREA auf den Spuren SLEEP TOKENs</h2>
<p>Die größte Zäsur setzt derweil „Cyclone“, das ruhig und intim beginnt: Zu Alphas Klargesang im Intro gesellt sich ganz dezent Gitarristin Deltas Stimme, bis sich die Nummer Stück für Stück aufbäumt und an Entschlossenheit gewinnt – auch wenn der Refrain mit Vocoder-Modulation nicht ohne Selbstzweifel scheint. Noch einen Schritt weiter geht das abschließende „Stardust“, wo <a href="https://vampster.com/bands/gaerea/">GAEREA</a> mittels Piano-Akkorde, Drumcomputer und modulierten (Sprech-)Gesangs plötzlich <a href="https://vampster.com/bands/sleep-token/">SLEEP TOKEN</a> nacheifern.</p>
<p>Was phasenweise gezwungen wirkt, rettet die Band aber letztlich mithilfe der mitreißenden Eruptionen, die uns daran erinnern, wie sattelfest die Formation immer noch im (Post) Black Metal unterwegs sein kann. Auf den letzten Metern geht „Loss“ also doch noch durch Mark und Bein; auszugsweise jedenfalls, denn die großen Emotionen bleiben bei diesem soliden und doch leicht enttäuschenden Album zu oft aus – und das ist ja ehrlich gesagt der eigentliche <em>Verlust</em>.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 20.03.2026</p>
<p>Spielzeit: 46:05</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Alpha – Vocals, Gitarre<br />
Beta – Gitarre<br />
Delta – Gitarre, Backing Vocals<br />
RHO – Bass<br />
XI – Drums</p>
<p>Produziert von GAEREA und Miguel Tereso (Mix und Mastering)</p>
<p>Label: Century Media</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.gaerea.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.gaerea.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/gaerea/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/gaerea/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/gaerea_" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/gaerea_</a><br />
Bandcamp: <a href="https://centurymedia.bandcamp.com/album/loss-24-bit-hd-audio" target="_blank" rel="noopener">https://centurymedia.bandcamp.com/album/loss-24-bit-hd-audio</a></p>
<h2>GAEREA “Loss” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Luminary</li>
<li>Submerged (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=NpdWlHP_pns" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Hellbound (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=9N5Ge0-9xQM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Uncontrolled</li>
<li>Phoenix (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=LvkyAYIaLdQ" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Cyclone</li>
<li>LBRNTH</li>
<li>Nomad (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=OL-aRFJohIA" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Stardust</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[GAEREA]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metalcore, black metal]]></genres>
<wpid>409786</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>MUERTO: Eclipsed Realms</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/muerto-eclipsed-realms/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 08:23:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[MUERTO]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=409783</guid>

					<description><![CDATA[Schleppender Post-Black Metal aus Mexiko: MUERTO mühen sich auf "Eclipsed Realms" um die Gunst, gut gehört zu werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit „Eclipsed Realms“ legen <a href="https://vampster.com/bands/muerto/">MUERTO</a> nun schon das dritte Album vor. Angesichts der entfernten geografischen Lage – <a href="https://vampster.com/bands/muerto/">MUERTO</a> kommen aus Mexiko – und dem Release der ersten beiden Alben im Eigenvertrieb kam mir die Band bis dato noch nicht unter. Aber auch musikalisch hätte „Eclipsed Realms“ gut und gerne ein Debütalbum sein können, schließlich bewegt sich das Trio kompositorisch auf eher einfachen und schmalen Pfaden. Dabei legt die Band ihr musikalisches Spektrum laut Eigendefinition recht breit an: Post-Metal, Black Metal, Doom Metal.</p>
<h2>Die Musik an sich geht auf „Eclipsed Realms“ im Mix etwas unter</h2>
<p>Ganz so dicht, wie es diese Genre-Konstellation vermuten ließe, ist das dritte Album von <a href="https://vampster.com/bands/muerto/">MUERTO</a> nicht, wenngleich von all den Ingredienzen ein bisserl etwas in „Eclipsed Realms“ mitschwingt. So herrscht beinahe durchgehend ein schleppendes Tempo vor, das böse anmutende Geschrei von Penelope Matamoros ist zweifelsfrei angeschwärzt und was den Post-Metal anbelangt… Hm, vielleicht ließe sich hier die eine oder andere melodische Gitarren-Spur heranziehen, so man diese denn gut hören kann. Denn, was gleich zu Beginn des Albums auffällt, ist der klar auf den Gesang fokussierte Mix des Albums. Die Instrumente verschwinden im Background-Nebel des Sounds, während das Schreien und Kreischen klar die Songs dominiert. Das verleiht der Stimme nochmals einen zusätzlichen Push, aber wird auf Dauer etwas eintönig, wohl auch weil die Kompositionen im Hintergrund etwas zu einfach und zu ähnlich sind. Zwar schieben <a href="https://vampster.com/bands/muerto/">MUERTO</a> dann und wann Akustik-Passagen ein (etwa in „Veil of Desolation“, das allzu abrupt endet) und variieren auch das Tempo (am besten umgesetzt in „Burning Shadows“), doch eine kompositorische Offenbarung ist das alles nicht.</p>
<h2>MUERTO haben noch ein paar Stellschrauben anzuziehen</h2>
<p>Auch gesanglich bleibt das Album etwas eindimensional, wenngleich die Frontfrau in „Decay“ erstmals auch cleane Vocals zum Einsatz bringt. Der Klargesang ist dabei etwas wackelig und für die Abwechslung zumindest gut gemeint. In „Radiance“ sind die Vocals dann auszugsweise noch sanfter… und noch wackeliger, doch überrascht der abschließende Song im letzten Drittel dann doch mit einem kompositorisch interessanteren Übergang. Dennoch, die musikalische Wirkung, die „Eclipsed Realms“ ausübt, bleibt für mich überschaubar. Da gehören noch ein paar Stellschrauben in Sachen Komposition, Dramatik und Sound angezogen.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 17.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 36:10 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />
Penelope Matamoros – Gesang & Bass<br />
Juan Mondragon – Gitarre<br />
Eddel Jared – Schlagzeug</p>
<p>Label: Transcending Obscurity Records</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://www.facebook.com/muertoband" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/muertoband</a><br />
Mehr im Netz: <a href="https://muerto-label.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://muerto-label.bandcamp.com/</a></p>
<h2>MUERTO „Eclipsed Realms“ Tracklist</h2>
<p>1. Serpentine Echoes (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=YtPb077owCA" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
2. Veil of Desolation (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=GoU3BQEIiPc" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
3. Burning Shadows<br />
4. Wilderness (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=COiS0_qM4J0" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
5. Decay<br />
6. Radiance (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=QGi3PZFj4bo" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[MUERTO]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metal, black metal, death doom metal]]></genres>
<wpid>409783</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SULDUSK: Anthesis</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/suldusk-anthesis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 06:35:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SULDUSK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=409781</guid>

					<description><![CDATA[Gefälliger Dark Folk / Blackgaze in MYRKUR-Tradition aus Australien: SULDUSK machen auf "Anthesis" vieles richtig.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon lange lag der Link zum Stream des aktuellen Albums von <a href="https://vampster.com/bands/suldusk/">SULDUSK</a> in meinem Postfach. Anfangs noch wissentlich auf meiner ToDo-Liste, dann im Halb- und schlechter werdenden Ge-wissen langsam verschwindend und nun doch wieder gefunden und aufgegriffen. Mit ein Grund ist sicherlich das provokante und in dieser Hinsicht einprägsame Cover-Artwork, das „Anthesis“ ziert – inszeniert und eingefangen von der isländischen Fotografin Daria Endresen.</p>
<h2>Emily Highfield als Gründerin von SULDUSK</h2>
<p>Musikalisch ist „Anthesis“ dann nicht ganz so einprägsam und einzigartig, als dass wir in den vergangenen Jahren schon mehrfach Bekanntschaft mit Dark Folk / Blackgaze-Projekten machen durften, die eine musikalisch und stimmlich bestimmende Frontfrau zu bieten haben: Man denke nur an <a href="https://vampster.com/bands/myrkur/">MYRKUR</a>, <a href="https://vampster.com/bands/sylvaine/">SYLVAINE</a> oder <a href="https://vampster.com/bands/helga/">HELGA</a>. Im Falle von <a href="https://vampster.com/bands/suldusk/">SULDUSK</a> ist es Emily Highfield. Die Australierin gründete die Band noch als Solo-Projekt, ehe sie eine ganze Band um sich scharte. Und das ist auch gut so, als dass die Kompositionen dadurch breiter aufgestellt sind – inklusive männlichem Gesang von Shane Mulholland oder die melodramatischen Violine-Spuren von Hayley Anderson bzw. Cello-Klänge von Raphael Weinroth-Browne in „A Luminous End“.</p>
<h2>„Anthesis“ bleibt großteils auf der sentimentalen Seite</h2>
<p>Das Songmaterial an sich ist zumeist auf der eher ruhigen und sentimentalen Seite, bricht dann aber immer wieder einmal dramatischer und angeschwärzt aus (wie in „Verdalet“ oder im emotional aufgeladenen, jedoch trotzdem ausgewogenen und daher starken Titeltrack). Aber auch durchgehend ruhige Songs wie „Sphaera“ wissen zu gefallen, wobei mir es hier der sanfte männliche Gesangspart besonders angetan hat. Das gefährliche Tal eines Durchhängers muss das Album dann aber im letzten Drittel durchschreiten („Mythical Creatures“ und „Leven“ im Verbund), ehe das abschließende „A Luminous End“ dann wieder – inklusive Blast Beat-Passagen – zündet. Und dieser Zunder genügte nun eben auch, um „Anthesis“ wieder in Erinnerung zu rufen.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 01.03.2024</p>
<p>Spielzeit: 46:50 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />
Vocals, Guitars: Emily Highfield<br />
Vocals Guitars: Shane Mulholland<br />
Bass: Daniel Green<br />
Guitars: Josh Taylor<br />
Violin: Hayley Anderson<br />
Drums: Frankie Demuru</p>
<p>Label: Napalm Records</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://www.suldusk.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.suldusk.com/</a><br />
Mehr im Netz: <a href="https://suldusk.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://suldusk.bandcamp.com/</a><br />
Mehr im Netz: <a href="https://www.facebook.com/Suldusk/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/Suldusk/</a></p>
<h2>SULDUSK „Anthesis“ Tracklist</h2>
<p>1. Astraeus<br />
2. Verdalet<br />
3. Crowns Of Esper<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Z-uw2lFaMek" target="_blank" rel="noopener">4. Crystalline (Video bei YouTube)</a><br />
5. Sphaera<br />
6. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=t9tm-b2WCxA" target="_blank" rel="noopener">Anthesis (Video bei YouTube)</a><br />
7. <a href="https://youtu.be/V97-IxNPaoM" target="_blank" rel="noopener">Mythical Creatures (Video bei YouTube)</a><br />
8. Leven<br />
9. A Luminous End</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SULDUSK]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metal, black metal, DARK, FOLK]]></genres>
<wpid>409781</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>STARBENDERS: The Beast Goes On</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/starbenders-the-beast-goes-on/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mirko Wenig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 04:35:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[STARBENDERS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=409577</guid>

					<description><![CDATA[Die GLAM/Garage-Rocker STARBENDERS mischen auf ihrem fünften Studioalbum „The Beast Goes On“ deutlich mehr Zucker in ihren Sound und haben zugleich Schmutz und Roughness zurückgefahren. Zuckerguss über Garagenstaub – kann das funktionieren? Oft gut – aber nicht in jedem Moment.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="https://vampster.com/bands/starbenders/">STARBENDERS</a> sind wieder da! Es ist kein Geheimnis, dass ich einen ziemlichen Crush auf die Band aus dem Südosten der USA habe – und das nicht nur wegen meiner Vorliebe für schlechte Wortspiele. „The Beast Goes On“ (Himmel!) ist das mittlerweile vierte Studiowerk der Band um Frontfrau Kimi Shelter (Herrgott!) betitelt. Wer hier nicht gleich zwei sehr schlechte Sprachspiele erkennt, der zählt Captain Obvious nicht zu seinen Freunden.</p>
<p>Die Sternenverbieger mischten auf ihren Vorgängeralben alles zusammen, was nur auf den ersten Blick nicht wirklich zusammenpassen will. Sie nahmen das Schmieröl und die übersteuerten Gitarren aus der Motor City Detroit, hörbar an den Protopunks MC5 geschult. Sie rührten auch Haarspray hinein und zitierten den wild frisierten Sound des frühen L.A.-Hairmetals. Als Extras kamen die Plateauschuhe von <a href="https://vampster.com/bands/kiss/">KISS</a> hinzu und die sonnigen Gesangsharmonien von <a href="https://vampster.com/bands/fleetwood-mac/">FLEETWOOD MAC</a>, die zwar nach Westcoast klingen, aber bekanntlich aus Großbritannien kamen. Und schließlich noch ein Schuss Pop-Punk und moderner Alternative Rock.</p>
<p>Diese Zutaten in einen Shaker getan, ordentlich geschüttelt – und BÄM: klar, dass diese Mixtur explodieren muss. „Sex with Attitude“, der Sound verschwitzter Großstadtclubs und klebriger Sofas in kinky Kellerbars, dazu der röhrende Auspuff eines Dodge Challengers. Was für sich genommen schnell in der Ecke „Classic Rock“ landen und leicht ranzig nach Bierzelt riechen könnte, wirkte hier plötzlich wieder wie eine Dynamitstange. Das liegt auch am Charisma von Frontfrau Shelter, die dem Ganzen einen deutlich feministischen Subtext verpasst. Der Sex ist präsent, ebenso die Anzüglichkeiten – aber gefiltert durch eine weibliche Perspektive.</p>
<h2>„The Beast Goes On“ klingt süßer als seine Vorgänger</h2>
<p>Unter diesen gesetzten Prämissen ist „The Beast Goes On“ zunächst eine kleine Enttäuschung. Die Platte klingt süßer, polierter und zugleich eingängiger als das Vorgängeralbum. Zwar tragen die Gitarren von Shelter und Kriss Tokaji (Yo, <a href="https://vampster.com/bands/starbenders/">STARBENDERS</a> sind durch und durch eine Band im Sternzeichen der Gitarre) noch diesen leicht übersteuerten, knarzigen Klang in sich, und auch der Bass pulst stark verzerrt im Mix. Insgesamt aber wirkt alles sortierter, sauberer produziert und hörbar zurückgenommen – zugunsten einer neuen, glatteren Eingängigkeit.</p>
<p>Und es treten neue Sounds stärker hervor, die auf den vorherigen Veröffentlichungen zwar anklangen, dort aber weniger ausgeprägt waren: mehr Melancholie, wenn auch mit einem verspielten Grundton, dazu Synthie-Pop im 80s-Style und stellenweise auch deutliche Post-Punk-Einflüsse. Unterstützt wird die Band beim Songwriting vom früheren Hausproduzenten Nico Constantine, der den Job an den Reglern aber nun an Matthew Pauling (<a href="https://vampster.com/bands/atreyu/">ATREYU</a>, <a href="https://vampster.com/bands/blink-182/">BLINK 182</a>) abgegeben hat. Er zimmerte dem Album einen modernen, aber transparenten und differenzierten Klang.</p>
<p>Es gibt zudem einen Wechsel im Line-up zu vermelden: Qi Wei ist neu an den Drums. Die aus Wuhan stammende Musikerin bringt eine sehr songdienliche, variable Spielweise mit und setzt immer wieder kleine rhythmische Raffinessen, die den neuen Songs zusätzliche Beweglichkeit verleihen. Mit mehr als 100.000 Follower*innen auf ihren Social-Media-Profilen steht sie für die wachsende Sichtbarkeit von Schlagzeugerinnen im digitalen Raum – und wird für viele junge Girls und Frauen zur möglichen Identifikationsfigur.</p>
<h2>Der Opener wirft uns direkt in den Refrain</h2>
<p>Welches Risiko die neue Rezeptur mit sich bringt, macht bereits der Eröffnungstrack des Albums deutlich. Keine Sekunde vergeht, bis „The Beast Goes On“ uns in seinen eingängigen Refrain wirft – der Song ist dabei vergleichsweise schlicht gebaut und setzt klar auf maximale Catchyness. Das Motiv der toxischen Beziehung ist sofort wieder da, das Shelter bereits auf früheren Veröffentlichungen verarbeitet hat. „Ich liebe die Art, wie du mich dazu bringst, dich zu hassen“, singt sie. Um festzustellen: „Dieses hungrige Herz kennt kein Maß / Du bist meine neue Religion.“</p>
<p>Doch sie bleibt nicht in einer Opferhaltung stehen: Vielmehr wechselt sie die Perspektive und schlüpft in die Rolle eines Vampirs. Sie steigert das Spiel aus Nähe und Gewalt bis zur Zuspitzung: sie trinkt das Blut der angesprochenen Person, um sie „zu verbiegen und zu brechen“. Ein gegenseitiges Wechselspiel aus Leidenschaft und Schmerz, totaler Hingabe und Zurückweisung.</p>
<p>Woher diese Motive stammen, ist schnell herauszuhören. Wann hat mich zuletzt ein Song so sehr an den dunkelromantischen Goth-Metal-Pop von <a href="https://vampster.com/bands/him/">HIM</a> zu „Razorblade Romance“-Zeiten erinnert? Das hier wirkt wie eine weibliche Variante dieses Sounds. Und damit kein Missverständnis entsteht: Das ist keineswegs ein schlechter Song. Aber er ist zu schnell durchschaut, der Zuckerguss liegt etwas dick darüber.</p>
<p>Nuancen setzen die Hammondorgel im Refrain und die gewohnt knarzigen Gitarren in der Strophe, sodass man hier noch nicht von einem Abklatsch sprechen muss. Sehr wirkungsvoll ist auch die bittersüße Bridge mit ihren sanften Chorgesängen gesetzt, in der Shelter beweist, dass sie auch mit klarer und unerwartet hoher Stimme eine gute Figur macht.</p>
<h2>Mit einer Rockband unterwegs durch ein zombifiziertes Amerika</h2>
<p>Den Gegenpart liefert das folgende und unerwartet raue „Nothing Ever Changes“, auf der wir eine Rockband durch ein abgefucktes und zombifiziertes Amerika folgen. Hier knarzen und knurren die Gitarren tatsächlich in MC5-Manier, Kimi Shelter faucht wie in ihren besten Momenten. Der Rocktraum ist zerfetzt und zerfleddert, der Motor stottert bereits – ohne, dass er komplett aufgegeben wird. „We Sold Our Souls to Rock ’n‘ Roll“ werden <a href="https://vampster.com/bands/black-sabbath/">BLACK SABBATH</a> zitiert.</p>
<p>Die <a href="https://vampster.com/bands/starbenders/">STARBENDERS</a> halten an den Rockidealen fest, was bleibt ihnen auch anderes übrig? Neues Blut fließt, das Dynamit wird gezündet – „Wir sind die letzten Überlebenden eines sterbenden Traums“. Die Parolen klingen nach Aufbruch und Konfrontation, bleiben aber letztlich Schlagworte einer immer gleichen Pose. Rebellion wird hier zur vertrauten Geste, zur selbstzerstörerischen Leerformel im Dauerbetrieb. Und selbst der Anspruch auf Veränderung kippt ins Gegenteil: „Nothing ever changes for you and me“. Ein Song, der tatsächlich direkt im Gesicht explodiert, ausgebremst durch einen fast hymnisch-sakralen Prechorus, der sich dezent vor <a href="https://vampster.com/bands/kiss/">KISS</a> verbeugt.</p>
<p>Ganz wunderbar ist auch das nachfolgende „Chantilly Boy“, das schroffe Gitarrenriffs mit maximalem Ohrenzucker kreuzt. Muss nur ich bei den Eröffnungsriffs an den schweißgetränkten Working-Class-Ethos von <a href="https://vampster.com/bands/saxon/">SAXON</a> zu „Wheels of Steel“-Zeiten denken? NWOBHM-Zitate: Das hat die Band eben auch drauf. Dem entgegen stehen ein Prechorus und ein Refrain, der mundet wie ein Lollipop in Regenbogenfarben. Das hätte so – wirklich genau so – auch auf dem Debüt der jungen Popqueen MADONNA stehen können. Hier versteht es die Band wunderbar, Kontraste einzufangen: den Glamour und das Modebewusstsein von 80s-Hochglanzmagazinen und den Schweiß einer Kohlebaustadt wie dem britischen Barnsley.</p>
<p>Auch dieser Song spielt mit dem Kontrast aus Rock-Lifestyle und hereinbrechender Dunkelheit. „Chantilly Boy“ startet wie ein klassisches Road-Movie im Overdrive. Das Radio wird auf Anschlag gedreht, die Grenzen der Bundesstaaten werden vom Tourbus im Vorbeifahren geschluckt. Doch in diese Euphorie bricht etwas hinein. Zwischen „lost souls floating through the rock clubs“ und „cold hands around my soul“ wird die Clubwelt zur Durchgangsstation für etwas deutlich Dunkleres: Vereinzelung, Kälte und Kontrollverlust. „Chantilly Boy, trage dein Make-up auf“, singt Shelter im Refrain: Der Glamour ist auch Schutzschicht und Maskierung.</p>
<h2>Mehrfach spielt die Band ihre Stärken voll aus</h2>
<p>So gibt es auf dem Album durchaus Nummern, in denen die Band ihre Stärken voll ausspielt – wenn auch diesmal mit anderen Mitteln. Die vorab ausgekoppelte Single „Tokyo“ ist ein treibender 80s-Synth-Rock-Song, der funkelt und flimmert wie die nächtlichen LED-Reklamen der gleichnamigen Metropole. Wir treiben mit den Menschenströmen durch die Straßen, verlieren uns in Clubs und Bars, wir spüren eine Verheißung von Sex und Abenteuer. Die Luft ist schwer, feucht und warm, wir tragen nicht viel Kleidung auf der Haut. „Ich habe Gott um Mitternacht in Tokio gefunden“ – die Euphorie eines geheimnisvollen Ortes, an dem sich sämtliche Möglichkeiten wie eine Offenbarung zeigen.</p>
<p>In der Strophe zitieren die Gitarren dezent <a href="https://vampster.com/bands/killing-joke/">KILLING JOKE</a> und <a href="https://vampster.com/bands/joy-division/">JOY DIVISION</a>, eine kühle nächtliche Brise. Der Refrain öffnet sich dagegen weit und hell, im besten <a href="https://vampster.com/bands/fleetwood-mac/">FLEETWOOD-MAC</a>-Spirit, getragen vom warmen zweistimmigem Gesang. Und ich könnte schwören, dass die Band hier ganz bewusst ein analoges, aber elektronisches Schlagzeug einsetzt, um mit leicht nostalgischem Spirit in die nächtliche Zauberwelt abzutauchen.</p>
<p>In die Kategorie „Weltklasse“ fallen auch Songs wie „June“ und „To Be Allright“, die uns mit sehnsuchtsdurchtränkten Harmonien und 70s-Flair direkt in den südkalifornischen Sommer beamen, leichtes Folk-Feeling inklusive. Wir tragen Blumen im Haar und fahren mit offenem Verdeck die langen Küstenstraßen entlang, um den Pazifikwind zu spüren. Auch letztgenannter Song eröffnet wieder mit Hammond-Klängen: Hier schmeckt die Süße nicht nach Billigzucker, sondern nach sonnengereifter Frucht. Öfter ist eine glockenklare Stimme zu hören, die Shelters raue, verrauchte Darbietung ergänzt – ist sie das selbst oder singt die neue Schlagzeugerin? Hier greift das Rezept, die Zügel etwas anzuziehen und den Songs den Dreck zu nehmen.</p>
<p>Ganz wunderbar ist auch „Summon My Heart“, eine tiefe Verneigung vor dem Sound von PAT BENATAR („Love is a Battlefield“, Ihr nichtwissenden Banausen!) zu Beginn der 80er Jahre. Treibender und hymnischer Radiorock, zu dem man sofort im Kreis springen oder die nächste Karaoke-Bar entern will. Nice! Und wirklich nicht die schlechteste Referenz. „Somebody Else“ hat diese zuckersüßen 80s-Momente, in denen ich sogar kurz denken muss: Singt da etwa KATE BUSH?</p>
<h2>Es gibt zum Glück nur wenige Skip-Momente</h2>
<p>Warum aber habe ich dann von einer kleinen Enttäuschung geschrieben? Auf der anderen Seite gibt es eben diese drei bis vier Nummern, die es sich etwas zu einfach machen – und gefährlich in die Nähe zum AOR/Pop-Punk-Radiorock geraten.</p>
<p>Dazu gehören die fröhlich swingende Nummer „Forever Mine“ und das verschleppte „Hello Goodbye“ mit seinen elektronisch gefärbten Rhythmen, die uns – ähnlich wie der Opener – etwas zu schnell in den Refrain werfen und zu einfach gebaut sind. Hier muss die Band aufpassen, nicht zu sehr in generische Radio Bob/<a href="https://vampster.com/bands/the-rasmus/">THE RASMUS</a>-Gefilde abzurutschen. Es würde mich aber auch nicht wundern, wenn aus genau diesen Gründen die Songs Airplay bei den üblichen verdächtigen Nebenbeihör-Rockformaten erhalten.</p>
<p>Am Ende bleibt in Summe doch ein starkes Album – weniger rau, weniger Dreck, mit mehr Synthies und neuen Referenzen. Und einigen Skip-Momenten. Es ist kein Beinbruch: Ich setze mich nach wie vor gern zu dem – nun nicht mehr ganz so wilden – Quartett ins Cabriolet. Hoffen wir, dass die Band diesmal endlich eine breite Hörerschaft findet und ihren Status als „beste Vorband der Welt“ verlassen kann.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 27.02.2026</p>
<p>Spielzeit: 46:00</p>
<p><strong>STARBENDERS Line-Up<br />
</strong>Kimi Shelter – Gesang, Gitarre<br />
Aaron Lecesne – Bass<br />
Kriss Tokaji – Gitarre, Synthesizer<br />
Matt Pauling – Gitarre<br />
Qi Wei – Drums</p>
<p>Produziert von Matthew Pauling</p>
<p>Label: Sumerian Records</p>
<p>Offizielle Webseite:<a href="https://starbenders.com/"> https://starbenders.com/</a></p>
<h2>STARBENDERS „The Beast Goes On“ Tracklist</h2>
<p>1. The Beast Goes On (<a href="https://youtu.be/vrjPfqmG3x0?si=0WMWtFX1jp25p70E">Video bei Youtube</a>)<br />
2. Nothing Ever Changes<br />
3. Chantilly Boy<br />
4. Cold Silver<br />
5. Forever Mine<br />
6. Hello Goodbye<br />
7. Tokyo (<a href="https://youtu.be/IbxFqpdj03M?si=Ot-UMEVYFko-7khf">Video bei Youtube</a>)<br />
8. Saturday<br />
9. Summon My Heart<br />
10. Somebody Else<br />
11. To Be Alright<br />
12. June</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[STARBENDERS]]></band>
<genres><![CDATA[hard rock, ROCK, dark wave, glam rock]]></genres>
<wpid>409577</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>MELVINS WITH NAPALM DEATH: Savage Imperial Death March</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/melvins-with-napalm-death-savage-imperial-death-march/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 13:29:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[NAPALM DEATH]]></category>
		<category><![CDATA[MELVINS]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwei Legenden vereint: Die MELVINS und NAPALM DEATH machen sich gemeinsam auf zum „Savage Imperial Death March“. Die Kollaboration bleibt aber hinter den Möglichkeiten zurück.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Kollaborationen, die sind so naheliegend, dass, wenn sie nach 40 Jahren endlich passieren, die passende Reaktion ist: „Na da schau her.“ Die <a href="https://vampster.com/bands/melvins/">MELVINS</a> und <a href="https://vampster.com/bands/napalm-death/">NAPALM DEATH</a> zusammen? Ist das nicht wie Weihnachten und Ostern auf einmal für alle Weirdos dieser Welt, die es heavy mögen? Müsste dieser Planet nicht sofort zu einem besseren Ort werden, wenn zwei Männer mit Frisuren wie King Buzzo und Shane Embury gleichzeitig auf einem Album zu hören sind? „Savage Imperial Death March“ heißt diese Zusammenarbeit, das Potenzial ist riesig, die Erwartungen auch. Die acht Songs liefern aber leider nicht ganz das, was möglich gewesen wäre.</p>
<h2>Die MELVINS führen den „Savage Imperial Death March“ an, NAPALM DEATH agieren eher als Sidekick auf dieser Kollaboration.</h2>
<p>Es ist kein Wunder, dass die MELVINS die Erstgenannten auf dieser Kollaboration sind. Sprich: Diese acht Songs klingen größtenteils mehr nach ihnen als nach NAPALM DEATH oder einer Schnittmenge aus beiden Bands. Dabei startet „Savage Imperial Death March“ recht beherzt mit dem wunderschön betitelten „Tossing Coins Into The Fountain Of Fuck“. Ein brachialer Groove von Dale Crover trifft auf ein Riff, das schneller gespielt grooviger Deathgrind sein könnte, und auf Barney Greenways einmaliges Gebrüll. Ein cooler Opener, der aber wie ein Auftakt wirkt, nicht wie der heftigste Song der Kollaboration – neben „Stealing Horses“ –, der er nun mal ist.</p>
<p>„Savage Imperial Death March“ wurde in abgespeckter Form bereits vor einem Jahr über AMPHETAMINE REPTILE veröffentlicht, wird jetzt mit zwei weiteren Songs vervollständigt. Einer davon, „Awful Handwriting“ besticht durch einen zwingenden abgehakten Groove, seltsame Gitarreneffekte, Casio-Sounds und einen Basslauf, der auch ein verzerrter Moog sein könnte. King Buzzo stottert, im Hintergrund ist Barney Greenway ein Ein-Mann-Höllenchor. Ein kurzer, gewitzter Track und definitiv einer der coolsten auf diesem Album. An Coolness mangelt es weder den MELVINS noch NAPALM DEATH, sei es bei dem treibenden „Some Kind Of Antichrist“, dessen experimenteller Improvteil am Ende jedoch zu lange ist, oder bei „Nine Days Of Rain“, das an NAPALM DEATH denken lässt, wenn sie ihre Post Punk-Einflüsse ausspielen – nur durch eine MELVINS-Brille eben.</p>
<h2>Bizarrer Humor, Experimente, fette Riffs und ein bisschen Wut: Auf „Savage Imperial Death March“ kommen einzelne Facetten von den MELVINS und NAPALM DEATH zum Tragen.</h2>
<p>„Rip The God“ ist dann der erste Song, der einen Shane Embury-Signature-Basssound bietet, als Unterbau für ein typisches MELVINS-Riff, das sich immerhin mehr und mehr in Richtung Lärm steigert, während es mit einem maschinellen Rhythmus ins Hirn gehämmert wird. „Comparison Is The Thief Of Joy“ – welch Wahrheit spricht dieser Titel – fügt sich als noisiges, Synthrock-Stück mit gesampeltem Soprangesang überraschend gut ins Gesamtbild ein, bietet als Bonustrack aber nicht unbedingt Mehrwert – ein Glück, dass die Kollaboration nicht so konfus endet, sondern mit „Death Hour“, das den Faden von „Rip The God“ aufnimmt und dann dekonstruiert, bis hin zu einem Schlussakkord, einer Pointe, die man so nicht hat kommen sehen [wir wollen hier ja nicht spoilern].</p>
<p>Insgesamt ist diese Kollaboration natürlich gelungen, wie sollte es auch anders sein? Aber „Savage Imperial Death March“ spielt nicht all das Potenzial aus, was darin schlummert. NAPALM DEATH kommen etwas zu kurz, aber sehen wir es den MELVINS nach, schließlich ist Dale Crover nicht für seine Blast Beats bekannt und Danny Herrera … nun, wo war der eigentlich? Diese Kollaboration macht Spaß, zeigt NAPALM DEATH von ihrer humorvollen und die MELVINS von ihrer härteren Seite. Doch so sehr sich die Protagonisten auch bemühen, sie finden nur punktuell wirklich zusammen. Schlimmer noch: Über weite Strecken verkommen NAPALM DEATH zu Sidekicks. „Savage Imperial Death March“ macht also Spaß, es bleibt aber der Nachgeschmack, dass hier viel mehr möglich gewesen wäre.</p>
<p>Wertung: 5 von 8 Lockenmähnen</p>
<p>VÖ: 10. April 2026</p>
<p>Spielzeit: 39:33</p>
<p>Line-Up:<br />
Buzz Osborne – Guitars, Vocals<br />
Dale Crover – Drums<br />
Mark „Barney“ Greenway – Vocals<br />
Shane Embury – Bass<br />
John Cooke – Guitar</p>
<p>Label: Ipecac Recordings</p>
<h4>MELVINS WITH NAPALM DEATH „Savage Imperial Death March“ Tracklist:</h4>
<p>1. <a href="https://youtu.be/keJ3HDQgYDw?si=8BqdaB2N5EK2k0zz">Tossing Coins Into The Fountain Of Fuck (Official Audio bei Youtube) </a><br />
2. Some Kind Of Antichrist<br />
3. Awful Handwriting<br />
4. Nine Days Of Rain<br />
5. <a href="https://youtu.be/HTkunWV4jbc?si=DMCS3gdB98iJbL9p">Rip The God (Official Audio bei Youtube) </a><br />
6. Stealing Horses<br />
7. Comparison Is The Thief Of Joy<br />
8. Death Hour</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://www.themelvins.net/">https://www.themelvins.net/</a><br />
<a href="https://melvinsofficial.bandcamp.com/">https://melvinsofficial.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/melvinsarmy">https://www.facebook.com/melvinsarmy</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/melvinsdotcom/">https://www.instagram.com/melvinsdotcom/</a><br />
<a href="https://napalmdeath.org/">https://napalmdeath.org/</a><br />
<a href="https://napalmdeath.bandcamp.com/">https://napalmdeath.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/officialnapalmdeath">https://www.facebook.com/officialnapalmdeath</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/theofficialnapalmdeath/">https://www.instagram.com/theofficialnapalmdeath/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[NAPALM DEATH, MELVINS]]></band>
<genres><![CDATA[hardcore, sludge, stoner rock, punk rock, grindcore]]></genres>
<wpid>409436</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>HANGING GARDEN: Isle Of Bliss</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/hanging-garden-isle-of-bliss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 10:08:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[HANGING GARDEN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=409434</guid>

					<description><![CDATA[HANGING GARDEN spielen mit neuen Klangfarben, die bandtypische Handschrift behält "Isle Of Bliss" aber bei.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zeichnet sich hier ein Muster ab? Nach dem hoffnungsvollen „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/hanging-garden-the-garden/">The Garden</a>“ (2023) wird es abermals düster im Hause <a href="https://vampster.com/bands/hanging-garden/">HANGING GARDEN</a>. Tatsächlich ist „Isle Of Bliss“ sogar das bislang dunkelste Werk der Finnen, wie der Opener „To Outlive The Nine Ravens“ unmittelbar aufzeigt. Schwarzmetallische Klangfarben haben sich in den Sound der Band eingeschlichen und ergänzen das Melodic-Doom-Death-Fundament auf überraschend natürliche Weise.</p>
<p>Den frostigen Gitarren und Blastbeats stehen natürlich weiterhin Farbtupfer gegenüber, welche nicht selten auf Riikka Hatakkas warme Stimme zurückgehen. Neuerdings hat die Sängerin jedoch auch die harsche Seite für sich entdeckt: Ihre giftigen Screams in „The Blights Nine“ harmonieren ausgezeichnet mit Toni Hatakkas voluminösem Growling.</p>
<h2>HANGING GARDEN spielen mit neuen Klangfarben, die bandtypische Handschrift behält „Isle Of Bliss“ aber bei</h2>
<p>Zwischen mächtigen Gitarren und leichtfüßiger Lead-Arbeit wandert „Eternal Trees Of Turquoise“ ähnliche Pfade, wie es <a href="https://vampster.com/bands/marianas-rest/">MARIANAS REST</a> und <a href="https://vampster.com/bands/in-mourning/">IN MOURNING</a> beizeiten tun. Als weitere Referenz dürfen überdies <a href="https://vampster.com/bands/swallow-the-sun/">SWALLOW THE SUN</a> genannt werden: Parallelen zu den Landsmännern waren aufgrund der gegenläufigen Entwicklung beider Formationen wohl nie größer.</p>
<p>Die klassische, bandtypische Handschrift kommt hingegen in „Her Waning Light“, „To The Gates Of Hell“ und dem Titelstück besonders deutlich zum Tragen, wo liebliche Melodien den Arrangements immer eine Spur Optimismus bewahren. Doch selbst das zunächst bissig beginnende „Arise, Black Sun“ verliert seinen Schrecken, wenn <a href="https://vampster.com/bands/hanging-garden/">HANGING GARDEN</a> mittels Synthesizer und sanften Clean-Vocals einen Lichtstrahl ins Dunkel richten.</p>
<h2>Die Balance aus düsterer Melancholie und Hoffnungsschimmer gelingt HANGING GARDEN einmal mehr</h2>
<p>Dieser Kontrast und vor allem diese Balance zwischen den Extremen sind letztendlich das definierende Markenzeichen der Band. Das Spiel mit den beiden unterschiedlichen Gesichtern gelingt <a href="https://vampster.com/bands/hanging-garden/">HANGING GARDEN</a> auf ihrem neunten Werk einmal mehr, ohne sich dabei im Kreis zu drehen: Der Blackened-Anstrich bringt frischen Wind und genug Drive, so dass wir nichts dagegen hätten, wenn die finsteren Tage diesmal gerne noch einen Albumzyklus länger anhalten würden.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 20.03.2026</p>
<p>Spielzeit: 46:49</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Jussi Hämäläinen – guitars, backing vocals<br />
Nino Hynninen – synths<br />
Toni Hatakka – vocals<br />
Jussi Kirves – bass, synths<br />
Riikka Hatakka – vocals<br />
Antti Ruokola – drums, programming<br />
Kimmo Tukiainen – guitars</p>
<p>Produziert von Jaime Gomez Arellano und Jussi Hämäläinen</p>
<p>Label: Agonia Records</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/HangingGardenOfficial/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/HangingGardenOfficial/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/hanginggrdn/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/hanginggrdn/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://hanginggarden.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://hanginggarden.bandcamp.com/</a></p>
<h2>HANGING GARDEN “Isle Of Bliss” Tracklist</h2>
<ol>
<li>To Outlive the Nine Ravens (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=sNLr0jqkWz8" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Eternal Trees of Turquoise (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=vlUKqkS-wt0" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Isle of Bliss (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Trh6ppkof9k" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>To the Gates of Hel</li>
<li>The Death Upon Our Shoulders</li>
<li>The Blights Nine</li>
<li>Arise, Black Sun</li>
<li>Her Waning Light</li>
<li>Beneath the Fallen Sky</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[HANGING GARDEN]]></band>
<genres><![CDATA[gothic metal, doom metal, death doom metal]]></genres>
<wpid>409434</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>IMMOLATION: Descent</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/immolation-descent/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 19:42:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[IMMOLATION]]></category>
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					<description><![CDATA[„Descent“ zeigt, dass IMMOLATION auch im gesetzten Alter noch die eine oder andere stilistische Variation beherrschen. Das zwölfte Album der Death Metal-Band macht vieles besser als der Vorgänger, Klassikervibes sind aber nur selten zu spüren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Bands, deren Agenda und Sound sich seit ihren Anfangstagen nicht verändert haben, und die trotzdem noch immer am Puls der Zeit liegen. Der Zahn der Zeit nagt an <a href="https://vampster.com/bands/immolation/">IMMOLATION</a> weniger als an vielen anderen ihrer Death Metal-Genrekollegen, die weiterhin infantil ihre Gore-Botschaften unters Volk bringen, scheißegal, ob die 60 bei den Akteuren in greifbarer Nähe sein mag. Ganz unbeschadet altern IMMOLATION indes auch nicht, gerade weil in den letzten fünfzehn Jahren nur etwa jedes zweite Album überzeugen konnte – „Acts Of God“ aus dem Jahr 2022 war zum Beispiel ziemlich zerfahren und konfus. „Decent“ ist allerdings ähnlich gelagert wie „Atonement“ und zeigt die Band wieder in ihrer Kraft, ohne dass sie auch nur annähernd in die qualitative Nähe ihrer ersten fünf Alben gelangen. Aber das erwartet vermutlich niemand mit realistischem Blick auf die Band.</p>
<h2>IMMOLATION sind auch vier Jahre nach „Acts Of God“ eine gut geölte Maschine: „Descent“ zeigt routiniert alle Facetten der Death Metal-Band.</h2>
<p>Das zwölfte Album der New Yorker Death Metal-Band ist aber hörbar gut gereift, ohne dass es die Energie missen lässt. IMMOLATION, deren Debütalbum dieses Jahr das 35. Jubiläum feiert, klingen gesetzter als früher, aber noch immer angriffslustig. Mit „These Vengeful Winds“ und „The Ephemeral Curse“ startet das Album schnell, mit dissonanten Riffs, chaotischen Leadgitarren, entfesseltem Drumming und Ross Dolans charismatischen Growls. Nachdem IMMOLATION die Aufmerksamkeit mit klassisch gutem Songwriting gewonnen haben, sind es auch Songs wie „God’s Last Breath“ und „Attrition“, die mehr auf Groove setzen dürfen, insgesamt aber etwas zu konservativ gelagert sind, um wirklich mitzureißen. Das Gegenteil davon ist „Host“: Hier beweist die Band Mut. Die repetitive Drum-Figur führt das Stück mit Heaviness an, gegen Ende dreht sich der Song und driftet ins Chaos ab. So schaffen es IMMOLATION auch nach so vielen Jahren, neue Akzente zu setzen. Es hätten mehr Songs wie „Host“ auf „Descent“ stehen dürfen.</p>
<p>Und auch einen Hit haben sie vorzuweisen: „Bent Towards The Dark“ baut eine starke Hook ein und hat einen Refrain, der als Klimax schlüssig funktioniert. Insgesamt haben IMMOLATION über die gesamte Spielzeit viele starke Songs auf „Descent“, wenn auch wenige, die wirklich herausragend sind. Einer davon ist der abschließende Titelsong, in den die New Yorker ihr ganzes Können gepackt haben: düstere Riffs und dissonante Leads an der Schwelle zum Black Metal, chaotisches Drumming zwischen Blast Beats und Grooves und ein episches Finale. Das positive Gesamtbild wird durch die restliche Ästhetik abgerundet: Die größtenteils anachronistische Produktion passt, selbst wenn der Snaresound etwas zu penetrant geraten ist. Auch Eliran Kantors Artwork überzeugt, ob es zunächst ziemlich durchschnittlich wirkt – es sind die Details, die das Cover so intensiv werden lassen.</p>
<h2>Trotz ihres gefestigten Stils setzen IMMOLATION zwischendurch Akzente – es hätte mehr mutige Songs wie „Host“ auf „Descent“ geben dürfen.</h2>
<p>„Descent“ zeigt, dass IMMOLATION noch immer das Potenzial haben, Akzente zu setzen, ohne von ihrem Kurs abzuweichen. Dass sie diesen Spagat nicht in allen zehn Songs durchhalten, sollte niemanden wundern. Nein, ein neues <a href="https://vampster.com/cd-reviews/immolation-close-to-a-world-below/">„Close To A World Below“</a> haben IMMOLATION nicht geschrieben, sie sind aber auch meilenweit von einem <a href="https://vampster.com/cd-reviews/immolation-kingdom-of-conspiracy/">„Kingdom Of Conspiracy“</a> entfernt, das mit zeitlichem Abstand betrachtet, IMMOLATIONs Lowlight war. „Descent“ zeigt aber auch, dass diese Band im Death Metal eine echte Sonderstellung hat: Wie ein Feld in der Brandung trotzen sie Trends und haben nach wie vor das Potenzial sich als Songwriter immer noch ein bisschen weiterzuentwickeln, selbst wenn fraglich ist, ob es dieses Album sein wird, an das man sich in 20 Jahren erinnert, wenn man an IMMOLATION denkt. Dennoch: US-Death Metal der alten Schule spielt auch 2026 niemand so überzeugend, niveauvoll und relevant wie IMMOLATION.</p>
<p>Wertung: 7,5 von 10 Engelsstürze</p>
<p>VÖ: 10. April 2026</p>
<p>Spielzeit: 43:04</p>
<p>Line-Up:<br />
Ross Dolan – Bass, Vocals<br />
Robert Vigna – Guitar<br />
Alex Bouks – Guitar<br />
Steve Shalaty – Drums</p>
<p>Label: Nuclear Blast Records</p>
<h4>IMMOLATION „Descent“ Tracklist:</h4>
<p>1. These Vengeful Winds<br />
2. The Ephemeral Curse<br />
3. God’s Last Breath<br />
4. <a href="https://youtu.be/K1Z-u9HnK0E?si=2p2_MFuuihNNnbtO">Adversary (Official Video bei Youtube) </a><br />
5. <a href="https://youtu.be/aSAX6hpiTZM?si=qhiQg1MCWkKLyCsZ">Attrition (Official Video bei Youtube) </a><br />
6. Bend Towards The Dark<br />
7. Host<br />
8. False Ascent<br />
9. Banished<br />
10. Descent</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://www.immolation.info/">https://www.immolation.info/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/immolation/">https://www.facebook.com/immolation/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/immolation_band">https://www.instagram.com/immolation_band</a><br />
<a href="https://www.tiktok.com/@immolation_band">https://www.tiktok.com/@immolation_band</a><br />
<a href="https://x.com/immolation">https://x.com/immolation</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[IMMOLATION]]></band>
<genres><![CDATA[death metal]]></genres>
<wpid>409404</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>VOMITORY: In Death Throes</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/vomitory-in-death-throes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[agony&#38;ecstasy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 13:46:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[VOMITORY]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=409368</guid>

					<description><![CDATA[Machen wir es kurz: Ja, wenn ihr VOMITORY bisher geil fandet, werdet Ihr auch “In Death Throes” geil finden. Wer inhaltlich dasselbe nochmal länger lesen will, macht bitte klick. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt soll ich mir hier ernsthaft einen Text zum neuen <a href="https://vampster.com/bands/vomitory/">VOMITORY</a>-Album aus den Fingern saugen? Ja was denn sonst, du Idiot, hast doch lauthals nach der Promo geschrien, höre ich unsern Frank schon granteln und im Prinzip hat er ja recht. Nachdem ich den Videoclip zu “For Gore And Country” gesehen habe, war ich direkt heiß auf das neue Album der Schweden. Immerhin hat mich das 2023er Comeback “<a href="https://vampster.com/cd-reviews/vomitory-all-heads-are-gonna-roll/">All Heads Are Gonna Roll</a>” nachhaltig begeistert und läuft tatsächlich immer noch ab und zu, insbesondere zum Laufen.</p>
<h2>Alles beim Alten bei VOMITORY? Ja klar, was habt Ihr erwartet, ne Jazz-Platte?</h2>
<p>Aber was soll man zu einem neuen VOMITORY-Album groß schreiben? Überraschungen waren nicht zu erwarten und wurden auch nicht geliefert. VOMITORY ziehen stur ihr Ding durch, was auch sonst? Die Schweden machen auf Album Nummer zehn das, was sie am besten können – old school Death Metal spielen, der eher amerikanisch als schwedisch klingt, gerne eine ordentliche Thrash Schlagseite hat und bei “Wrath Unbound” wird mal wieder großzügig im Territorium von <a href="https://vampster.com/bands/bolt-thrower/">BOLT THROWER</a> gewildert. Die wird es nicht stören, sind ja schließlich nicht mehr aktiv. Diese Harmonien haben allerdings schon sehr deutlich “For Victory” auf der Stirn stehen. Macht nichts, ich finde es geil.</p>
<h2>Souverän und routiniert prügeln sich VOMITORY durch “In Death Throes”</h2>
<p>“Two And A Half Men” kloppt im Ufta Thrash Beat alles klein, “Erased In Red” darf zumindest stellenweise mal im Mid Tempo vor sich hin walzen und ansonsten feuern VOMITORY ihre tighten Death Metal-Attacken mit einer Präzision und Souveränität ab, wie man das halt so macht, wenn man wenige Jahre vor dem vierzigjährigen Dienstjubiläum steht. Ohne Scheiss, was wolt ihr noch hören? Wenn Ihr VOMITORY bisher geliebt habt, dann wird euch auch “In Death Throes” vollauf zufrieden stellen. Die Begeisterung mag nicht ganz so groß sein wie bei “All Heads Are Gonna Roll” aber das ändert nichts daran, dass “In Death Throes” euch den Schädel abschrauben wird.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 10.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 38:40</p>
<p>Line-Up:<br />
Erik Rundqvist – bass, vocals<br />
Urban Gustafsson – guitar<br />
Christian Fredriksson – guitar<br />
Tobias Gustafsson – drums</p>
<p>Label: Metal Blade Records</p>
<p>Bandhomepage: <a href="https://www.vomitory.net">https://www.vomitory.net</a><br />
Facebook: <a href="https://facebook.com/vomitoryband">https://facebook.com/vomitoryband</a><br />
Bandcamp: <a href="https://vomitory.bandcamp.com">https://vomitory.bandcamp.com</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/vomitoryband">https://www.instagram.com/vomitoryband</a></p>
<p> </p>
<h2>VOMITORY „In Death Throes“ Tracklist</h2>
<p>01. Rapture in Rupture<br />
02. For Gore and Country (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=voOD1qQ9BYY" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
03. Forever Scorned<br />
04. Wrath Unbound (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Kq-PdDuC2xo&list=PL2BF0E1EC48608FA8" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
05. In Death Throes<br />
06. Cataclysmic Fleshfront<br />
07. Two and a Half Men<br />
08. Erased in Red<br />
09. The Zombie War General<br />
10. Oblivion Protocol</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[VOMITORY]]></band>
<genres><![CDATA[death metal]]></genres>
<wpid>409368</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>THE NEPTUNE POWER FEDERATION: Mondo Tomorrow</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/the-neptune-power-federation-mondo-tomorrow/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 12:49:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[THE NEPTUNE POWER FEDERATION]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=409249</guid>

					<description><![CDATA[Die australische Maschine zeigt erste Anzeichen von Abnutzung: „Mondo Tomorrow“ ist nicht mehr ganz so mitreißend wie die beiden Vorgänger. Wenn THE NEPTUNE POWER FEDERATION aber das Gaspedal durchdrücken, begeistern sie noch immer.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ist „Mondo Tomorrow“ der Combobreaker? <a href="https://vampster.com/bands/the-neptune-power-federation/">THE NEPTUNE POWER FEDERATION</a> haben mit <a href="https://vampster.com/cd-reviews/the-neptune-power-federation-le-demon-de-lamour/">„Le Demon De L’Amour“</a> und <a href="https://vampster.com/cd-reviews/the-neptune-power-federation-goodnight-my-children/">„Goodnight My Children“</a> allein in diesem Jahrzehnt zwei fast unschlagbare Alben veröffentlicht. Geht dem australischen Kult um die Hohepriesterin und Sangeswunder Screaming Loz Sutch und Illustrator Inverted CruciFox etwa die Power aus? Moment, Moment, soweit sind wir noch nicht. Das siebte Album von THE NEPTUNE POWER FEDERATION startet eigentlich vielversprechend. Nach einem Aufenthalt in der Märchenwelt wird konzeptionell der Flux-Kompensator angeworfen und die Band landet in „Mondo Tomorrow“, der Welt von Morgen. Und ganz der Logik der Band folgend, wird sie prompt von einem verrückten Wissenschaftler begrüßt.</p>
<h2>Auf „Mondo Tomorrow“ ist musikalisch alles beim Alten, konzeptionell sind THE NEPTUNE POWER FEDERATION nicht so stark wie zu vor – das färbt aufs Songwriting ab.</h2>
<p>Oha, drängt sich da nicht ein Verdacht auf, ist man mit dem Œuvre von THE NEPTUNE POWER FEDERATION bereits vertraut? Sieht man im inneren Auge nicht bereits die Screaming Loz Sutch mit Dr. Frank N. Furter im Gesangsduell? Spoiler vorweg: Es gibt kein Duett auf „Mondo Tomorrow“ zu hören. Rein musikalisch scheint zunächst auch alles beim Alten: Rock And Roll voller Energie, primitiv-brillante Riffs, treibende Rhythmen, angesiedelt zwischen Hardrock, Stoner Rock, der Energie des Punk und dem Glamour der räudigen Sorte haben THE NEPTUNE POWER FEDERATION längst ihre Nische gefunden. Schleichen sich deshalb erste Ermüdungserscheinungen ein?</p>
<p>Seien wir ehrlich, „Mondo Tomorrow“ ist nicht das erste Album, das mehr vom Gleichen bietet, aber es überzeugt konzeptuell nicht so, wie die beiden Vorgänger. Dabei starten THE NEPTUNE POWER FEDERATION sehr routiniert mit „The Ghost Of Tomorrow“: Die üblichen Elemente sind enthalten, außer vielleicht dem großen Refrain. Der fehlt auch „The Grip Of Death“, aber hier zeigt die Band, dass sie partiell doch mehr zu bieten haben, als es zunächst den Anschein macht: Der Mittelteil mit Percussions und dem verzerrten Bass ist leicht psychedelisch, hat aber gewaltige Power. Mehr Energie bietet „And The Bones Decay“: Vermutlich ist dieser Song der Hit des Albums, geht in den Overdrive beim Refrain und hat dann eine dramatische, brodelnde und fast schon atmosphärische Bridge, bevor der Song abschließend explodiert.</p>
<h2>Ein Album ohne Hits können THE NEPTUNE POWER FEDERATION gar nicht schreiben: Auf „Mondo Tomorrow“ funktioniert zumindest die Hälfte der Songs tadellos.</h2>
<p>„Mondo Tomorrow“ funktioniert am besten, wenn THE NEPTUNE POWER FEDERATION Gas geben, groovigere Songs braucht es dazwischen selbstredend auch. „Living In The Gutter“, das ein wenig Musicalflair ausstrahlt, ist aber viel zu lange geraten. „Cybernetic Times“ hat dann endlich die unwiderstehliche Mischung aus einem fantastischen Bass- und Gitarrenriff und einer irren Hook – nur leider verliert sich der Song in der Mitte etwas. „Mind Controller“, das mit der Dynamik spielt und nebenbei einen richtig derben Gitarrensound hat, geht da viel besser ins Ohr und die Beine, ebenso „Rhypsody In Blue“, bei dem sich THE NEPTUNE POWER FEDERATION endgültig der Cheesiness hingeben – dieser Chorus bleibt lange im Gedächtnis. Der Abschlusstrack „The Barbarian Dominion“ zerfasert dann auch nach einem guten Start und hinterlässt eher Fragmente als den Eindruck eines Knallers, da kann es in der letzten Minute noch so cineastisch werden.</p>
<p>Innovation bringen THE NEPTUNE POWER FEDERATION kaum auf „Mondo Tomorrow“ in ihren Sound, am ehesten noch durch die selten eingestreuten, retrofuturistischen Keyboards. Dass das Songwriting nicht mehr ganz so frisch und zwingend ist, trägt sein Übriges bei. Dank der wie üblich hervorragenden Instrumentalisten, dem fetten Sound und der überirdischen Performance von Screaming Loz Sutch bekommt „Mondo Tomorrow“ das Prädikat<em> Stagnation auf hohem Niveau</em>. Für das nächste Album darf man sich wieder etwas mehr Mut und Einfallsreichtum wünschen.</p>
<p>Wertung: 5,5 von 8 Mad Scientists</p>
<p>VÖ: 10. April 2026</p>
<p>Spielzeit: 37:26</p>
<p>Line-Up:<br />
Screaming Loz Sutch – Vocals<br />
Search and DesTroy – Guitar<br />
Inverted CruciFox – Guitar<br />
Jaytanic Ritual – Bass<br />
River Sticks – Drums</p>
<p>Label: Cruz Del Sur Music</p>
<h4>THE NEPTUNE POWER FEDERATION „Mondo Tomorrow“ Tracklist:</h4>
<p>1. <a href="https://youtu.be/A1xYnz_Et4o?si=C6V1NLvRWcpHGDVe">Mondo Tomorrow (Official Video bei Youtube) </a><br />
2. The Grip Of Death<br />
3. <a href="https://youtu.be/AUeSFrOtmGk?si=2AguZVLbGeLaVvaJ">And The Bones Decay (Official Video bei Youtube) </a><br />
4. Living In The Gutter<br />
5. Mind Controller<br />
6. Cybernetic Times<br />
7. Rhapsody in Blue<br />
8. The Barbarian Dominion</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://theneptunepowerfederation.bandcamp.com/">https://theneptunepowerfederation.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/theneptunepowerfederation">https://www.facebook.com/theneptunepowerfederation</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/theneptunepowerfederation">https://www.instagram.com/theneptunepowerfederation</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[THE NEPTUNE POWER FEDERATION]]></band>
<genres><![CDATA[hard rock, psychedelic rock, glam rock]]></genres>
<wpid>409249</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>MYSTFALL: Embers of A Dying World</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/mystfall-embers-of-a-dying-world/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 04:13:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[MYSTFALL]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=409225</guid>

					<description><![CDATA[Erwartungsgemäßer Symphonic Metal aus Griechenland mit Pluspunkten bei Gesang und Produktion, jedoch mit Abzügen bei der dramatischen Wirkung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann sich schon im Vorfeld ein gewisses Bild davon machen, wie „Embers of A Dying World“ von <a href="https://vampster.com/bands/mystfall/">MYSTFALL</a> klingen wird, wenn man sich das Line-Up und den Albumtitel durchliest und als visuelle Ergänzung Bandfoto und Cover-Artwork betrachtet. Ja, das wird wohl Symphonic Metal sein… und ja, man liegt damit goldrichtig. In den letzten Jahren nahm die Schwemm-Flut an Symphonic Metal-Bands nicht wirklich ab – insbesondere aus Südeuropa. Da heißt es für Bands wie <a href="https://vampster.com/bands/mystfall/">MYSTFALL</a>, sich ein besonderes Merkmal herauszuarbeiten, das den Wiedererkennungswert steigert, um aus den vielen ähnlich gelagerten Bands herauszustechen. Kompositorisch schafft es die Band, so viel sei vorweg genommen, nicht. Den Songs – wohl gut durchdacht – gelingt es nicht, dramatische Akzente zu setzen bzw. sind diese etwas zu kurz und verpuffen in müderen Songabfolgen: so leuchten in „Sleeper In The Abyss“ und „Echoes Of Arcadia“ kurzzeitig dramatische Warnlichter auf, doch verlaufen sich die Songs dann in eine etwas zu wohlig klingende, harmlose Richtung.</p>
<h2>MYSTFALL punkten beim Gesang und bei der Produktion</h2>
<p>Einen echten Wiedererkennungswert setzt die Band dagegen mit Sängerin Marialena Trikoglou (MARIALENA, Ex-<a href="https://VAMPSTER.COM/BANDS/HORRORGRAPHY/">HORRORGRAPHY</a>), die – tatsächlich klassisch ausgebildet – ihre Vocals gut zur Geltung bringt (stark im Titeltrack) und dabei trotz Sopran / Mezzosopran nicht aufgesetzt wirkt. Nicht zuletzt deshalb sind die Vocals auch durchgehend in den Vordergrund gemischt. Die gelegentlichen Growls erfüllen ihren Zweck (in „Fading Memories“ recht passend eingesetzt), wären aber nicht zwingend nötig gewesen. Wäre man sehr scharfzüngig, würde man das gleich auch vom Album an sich sagen können. Doch <a href="https://vampster.com/bands/mystfall/">MYSTFALL</a> ist zugute zu halten, dass ihr zweites Album im Gesamten recht flüssig wirkt, keinen echten Durchhänger zu verbuchen hat und vor allem – dank Dionisis Christodoulatos (<a href="https://VAMPSTER.COM/BANDS/SORROWFUL-ANGELS/">SORROWFUL ANGELS</a>) – recht gut produziert ist. Und das ist es auch, was man sich von einem Scarlet Records-Album erwarten würde, womit sich der Kreis schließt: irgendwie wusste man schon, was einem auf „Embers of A Dying World“ erwarten wird.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 20.03.2026</p>
<p>Spielzeit: 38:21 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />
Marialena Trikoglou – vocals<br />
Aris Baris – guitar<br />
Stelios Vrotsakis – bass, vocals<br />
Dimitris Miglis – drums</p>
<p>Produziert von Dionisis Christodoulatos (<a href="https://VAMPSTER.COM/BANDS/SORROWFUL-ANGELS/">SORROWFUL ANGELS</a>)</p>
<p>Label: Scarlet Records</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://mystfallofficial.com/" target="_blank" rel="noopener">https://mystfallofficial.com/</a><br />
Mehr im Netz: <a href="https://www.facebook.com/mystfallofficial" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/mystfallofficial</a></p>
<h2>MYSTFALL „Embers of A Dying World“ Tracklist</h2>
<p>01 Whispers In The Tempest (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=uaopd1mqYq4" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
02 Embers Of A Dying World (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=dizHpYB5_So" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
03 Guardians Of The Earth<br />
04 The Nectar And The Pain<br />
05 Sleeper In The Abyss (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=00QzqWqgs1o" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
06 Fading Memories<br />
07 Crimson Dawn<br />
08 Cosmic Legends<br />
09 Echoes Of Arcadia<br />
10 Remnants Of Tomorrow</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[MYSTFALL]]></band>
<genres><![CDATA[symphonic metal]]></genres>
<wpid>409225</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>GRIMA: Nightside</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/grima-nightside/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 08:51:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[GRIMA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=409093</guid>

					<description><![CDATA[Für ein Atmospheric Black Metal-Album ist "Nightside" überaus harmonisch angelegt. Punkten können GRIMA daher vor allem mit einer dichten, heimeligen Atmosphäre.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wenig Stirnrunzeln darf erlaubt sein, wenn eine Underground-Formation zum namhaften Label wechselt und plötzlich eine Vorliebe für kompaktere Songstrukturen entwickelt. Wobei selbst das natürlich relativ ist, denn obgleich <a href="https://vampster.com/bands/grima/">GRIMA</a> keine neunminütigen Epen mehr bereithalten und nach dem Intro mit dem trottenden „Beyond The Dark Horizon“ gar in airplay-freundlichem Rahmen ins Ziel kommen, gibt sich das sibirische Duo keineswegs kurz angebunden.</p>
<p>Raum für Wiederholungen und schrittweisen Songaufbau sind nach wie vor gegeben; das A und O des Atmospheric Black Metal werfen <a href="https://vampster.com/bands/grima/">GRIMA</a> somit ebenso wenig über Bord wie das charakteristische Akkordeon, das die Soundwelt von „Nightside“ in entscheidendem Rahmen prägt. Das mag man Gimmick nennen, ist aber zugleich Alleinstellungsmerkmal und passt hervorragend in die frostigen Soundscapes, indem das Instrument das kalte Fundament mit Leben und damit Wärme füllt.</p>
<h2>Für ein Atmospheric Black Metal-Album ist „Nightside“ überaus harmonisch angelegt</h2>
<p>Das Grundkonzept bleibt folglich organisch geprägt, was das Album in Zusammenspiel mit dem gestrafften Songwriting greifbarer werden lässt. Ein wenig Andersweltlichkeit erschaffen zudem gelegentliche Ambient-Synths wie im Outro von „Flight Of The Silver Storm“, das als Single ähnlich zugänglich konzipiert ist wie das nachfolgende „Skull Gatherers“. Hier wiegt uns das clean gespielte Intro in Geborgenheit, bevor ein getragenes Akkordeon durch den recht konservativ angelegten Song führt.</p>
<p>Genau das symbolisiert wohl auch die größte Stolperfalle: Selbst für ein Atmospheric Black Metal-Werk ist „Nightside“ überaus harmonisch angelegt. Das minimiert einerseits Berührungsängste, vermeidet aber auch ein gesundes Ringen mit der eigenen Erwartungshaltung. Überraschungen gibt es schlicht nicht, wenn eine Rückkehr des einleitenden Akkordeon-Themas aus „Intro (Cult)“ im Titeltrack den größten Aha-Effekt darstellt.</p>
<h2>GRIMA können mit einer dichten, heimeligen Atmosphäre punkten</h2>
<p>Zu hoch hängen wollen wir diesen Makel indes nicht, denn im Umkehrschluss gelingt <a href="https://vampster.com/bands/grima/">GRIMA</a> ein eingängiges Genre-Werk, das sich wunderbar zu jeder Gelegenheit hören lässt und darüber hinaus mit einer dichten, heimeligen Atmosphäre punkten kann. Ob nun zwischenzeitlich die Folk-Einflüsse in „Impending Death Premonition“ in den Vordergrund treten, „Curse Of The Void“ zwischen galligen Eruptionen und chorgestützten Gesängen wandelt, der Titeltrack phasenweise das Tempo anzieht oder „Mist And Fog“ bedrohlich nach vorne kriecht: „Nightside“ wirkt trotz seiner verschiedenen Gesichter wie aus einem Guss.</p>
<p>Dass oftmals das Akkordeon das verbindende Element darstellt, fällt zunächst gar nicht so sehr auf. Trotz seiner Präsenz ist es doch auf natürliche Weise in die Songs verwoben und wiegt uns ein ums andere Mal in einer freundlichen Umarmung, wodurch unser anfängliches Stirnrunzeln schlussendlich doch entspannter Zufriedenheit weichen darf.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 13.02.2026</p>
<p>Spielzeit: 49:36</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Vilhelm – Vocals, Gitarre<br />
Morbius – Gitarre</p>
<p><strong>Gastmusiker:</strong><br />
Serpentum – Gitarre<br />
Vlad – Drums</p>
<p>Produziert von Vladimir Lehtinen</p>
<p>Label: Napalm Records</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/grimablackmetal" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/grimablackmetal</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/grimablackmetal/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/grimablackmetal/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://grima.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://grima.bandcamp.com/</a></p>
<h2>GRIMA “Nightside” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Intro (Cult)</li>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=ve9AEuHDemc" target="_blank" rel="noopener">Beyond the Dark Horizon (Video bei YouTube)</a></li>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=GYcI390LQfc" target="_blank" rel="noopener">Flight of the Silver Storm (Video bei YouTube)</a></li>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=4IFeD0F9fIU" target="_blank" rel="noopener">Skull Gatherers (Video bei YouTube)</a></li>
<li>Impending Death Premonition</li>
<li>The Nightside</li>
<li>Where We Are Lost</li>
<li>Curse of the Void</li>
<li>Mist and Fog</li>
<li>Outro (Memories of a Forgotten Home)</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[GRIMA]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>409093</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>AS EVERYTHING UNFOLDS: Did You Ask To Be Set Free?</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/as-everything-unfolds-did-you-ask-to-be-set-free/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[AS EVERYTHING UNFOLDS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=408765</guid>

					<description><![CDATA[AS EVERYTHING UNFOLDS beugen sich nun gänzlich den Trends des Markts, um mit "Did You Ask To Be Set Free?" ein ganz bestimmtes Publikum ins Visier zu nehmen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das verflixte dritte Album: der „Make it or break it“-Moment, wie man so schön sagt. Einige Bands sind an diesem Druck schon gescheitert, anderen konnte der Aberglaube rein gar nichts anhaben. Dass <a href="https://vampster.com/bands/as-everything-unfolds/">AS EVERYTHING UNFOLDS</a> eher zur zweitgenannten Kategorie zählen, ist schon deswegen erstaunlich, weil die Band eine harte Zeit durchleben musste: Als im Sommer 2024 Schlagzeuger Jamie Gowers verstarb, war noch gar nicht klar, ob es mit dem Projekt überhaupt weitergehen würde.</p>
<p>„Did You Ask To Be Set Free?” ist die deutliche Antwort, welche die Briten geradezu routiniert nach vorne blicken lässt. Der Haken an der Sache: Die Entwicklung des Vorgängers „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/as-everything-unfolds-ultraviolet/">Ultraviolet</a>“ (2023) setzt das Gespann konsequent fort, was zu einer weiteren Verschiebung des Schwerpunkts in Richtung braven Alternative Rocks bedeutet.</p>
<h2>AS EVERYTHING UNFOLDS beugen sich nun gänzlich den Trends des Markts</h2>
<p>Die rotzige Seite des <a href="https://vampster.com/cd-reviews/as-everything-unfolds-within-each-lies-the-other/">Debüts</a> fehlt dem Drittwerk vollkommen: Gelegentliche Screams und härtere Gitarren wirken eher kalkuliert denn authentisch, während sich die Arrangements vorwiegend um moderne Synthesizer, Drumcomputer („Set In Flow“) und Charlie Rolfes Klargesang herum aufbauen. Leider fehlt Letzterem zusehends der Charme, da sich <a href="https://vampster.com/bands/as-everything-unfolds/">AS EVERYTHING UNFOLDS</a> nun den Trends des Markts beugen und die Stimme ihrer Sängerin durch mehrere Instanzen von Postproduktion schicken (u.a. „Denial“, „Cut The Lies“).</p>
<p>Dass von Rolfes natürlicher Ausstrahlung dadurch nicht mehr viel übrigbleibt, ist bedauerlich, passt aber zum Songmaterial, das sich mit der Kreativität auch seiner verbleibenden Kanten entledigt. Die letzten Spuren von Post Hardcore hat das Quartett geflissentlich ausgemerzt und durch Pop-Anleihen ersetzt – deutlich zu hören in „Reverie“. Airplay-Fokus heißt der neue Gott im Hause <a href="https://vampster.com/bands/as-everything-unfolds/">AS EVERYTHING UNFOLDS</a>, der sich bis in die simpel gestrickten Texte voller einsilbiger Reime und erschöpfter Metaphern („Gasoline“) ergießt.</p>
<h2>„Did You Ask To Be Set Free?“ nimmt ein ganz bestimmtes Publikum ins Visier</h2>
<p>In dieser Schnittmenge vermag es nicht einmal <a href="https://vampster.com/bands/bury-tomorrow/">BURY TOMORROW</a>-Shouter Dani Winter-Bates Akzente zu setzen, dessen Gastauftritt in „What You Wanted“ eben nur an der Leine stattfinden darf. Deutlich wird das im treibenden „Idols“, wo Sängerin Charlie Rolfe zumindest kurzzeitig richtig gallig wird. Immerhin endet „Did You Ask To Be Set Free?“ auf uenrwartet versöhnliche Weise: “Setting Sun” ist als getragen-melancholische Rock-Nummer ein schöner Abschluss inklusive kleinem Gitarrensolo.</p>
<p>Nichtsdestotrotz: Für das verflixte dritte Album ist das zumindest aus unserer Sicht zu wenig, wobei wir nicht ausklammern dürfen, dass <a href="https://vampster.com/bands/as-everything-unfolds/">AS EVERYTHING UNFOLDS</a> mit dieser Platte ein ganz bestimmtes Publikum ins Visier nehmen. In der Peripherie von <a href="https://vampster.com/bands/future-palace/">FUTURE PALACE</a> und Co. dürften sich diese zwölf Stücke schlussendlich pudelwohl fühlen und sich darüber hinaus über die entsprechende Resonanz freuen. Keine Bruchlandung im eigentlichen Sinn also, aber gemessen am Debütalbum mit viel verschenktem Potenzial.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 10.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 41:31</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Charlie Rolfe – Vocals<br />
Adam Kerr – Guitar<br />
George Hunt – Bass<br />
Jon Cassidy – Synths/Programming</p>
<p>Produziert von Adam Kerr und Jon Cassidy</p>
<p>Label: Century Media</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.aseverythingunfolds.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.aseverythingunfolds.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/AsEverythingUnfolds/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/AsEverythingUnfolds/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/aseverythingunfolds/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/aseverythingunfolds/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://centurymedia.bandcamp.com/album/did-you-ask-to-be-set-free-24-bit-hd-audio" target="_blank" rel="noopener">https://centurymedia.bandcamp.com/album/did-you-ask-to-be-set-free-24-bit-hd-audio</a></p>
<h2>AS EVERYTHING UNFOLDS “Did You Ask To Be Set Free?” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Denial (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=KvquC2tvqbs" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Gasoline (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=MtQSDewFKFY" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Point Of View (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=n0BQd-Iu4GI" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Find Another Way</li>
<li>Cut The Lies</li>
<li>Break It Away</li>
<li>Set In Flow (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=uDzO7t3CaFM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>What You Wanted (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=eEMkvpKxKCI" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Idols</li>
<li>Reverie</li>
<li>Edge Of Forever</li>
<li>Setting Sun</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[AS EVERYTHING UNFOLDS]]></band>
<genres><![CDATA[modern metal, alternative rock]]></genres>
<wpid>408765</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>JARBOE: Sightings</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/jarboe-sightings/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 21:22:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[JARBOE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=409048</guid>

					<description><![CDATA[JARBOEs Liebeslied an den Rotaugenvireo ist eine Reise vom Abend durch die Nacht bis zum Morgen. „Sightings“ mag fragmentarisch sein, fügt dem Œuvre der einmaligen Musikerin und Sängerin eine faszinierende Facette hinzu.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was braucht es zum Cool Down nach einem Album wie <a href="https://vampster.com/cd-reviews/neurosis-an-undying-love-for-a-burning-world/">„An Undying Love For A Burning World“</a>? Ein Waldbad mit leicht ornithologischer Note? <a href="https://vampster.com/bands/jarboe/">JARBOE</a> lädt ein, die Welt des Rotaugenvireos zu betreten, den scheuen Vogel, dessen Blick und Gesang gleichermaßen in den Bann ziehen können. „Sightings“, das neue Album der US-amerikanischen Sängerin und Komponistin orientiert sich am Gesang des Tieres und lässt ihre Musik rundherum entstehen und sich ausdehnen. Dabei passiert viel mehr auf dem Album, als beim ersten Hören wahrzunehmen ist. Schon längst geht JARBOE den leisen Weg, verglichen mit ihrer Vergangenheit bei <a href="https://vampster.com/bands/swans/">SWANS</a>, verglichen mit Soloalben wie „Anhedoniac“ und „The Men Album“ oder ihrer <a href="https://vampster.com/cd-reviews/neurosis-jarboe-neurosis-jarboe/">Kollaboration</a> mit<a href="https://vampster.com/bands/neurosis/"> NEUROSIS</a>.</p>
<p>Apropos NEUROSIS: Es ist natürlich etwas unfair, das neue Werk einer Künstlerin wie JARBOE in den Schatten einer anderen Band zu stellen, wie der Verfasser es eingangs tat, zumal „Sightings“ nur vordergründig beruhigend und entspannend klingt. Das verstörende Element, dass in JARBOEs Musik immer vorhanden war, ist nun subtiler in die Stücke integriert als zuvor. Das wird gleich bei „The Holy Water“ deutlich, das langsam mit JARBOEs beschwörendem, irgendwie abwesend wirkenden Gesang, Drones und Hand Drums eingeleitet wird. Je mehr Instrumente sich darauf legen – Klarinette, Horn, Trompete von Thor Harris, Violine und Cello von Andrea Calderon – umso voller und betörender wird das Stück. Und so dominiert die Schönheit dennoch über weite Teile: Das kürzeste Stück des Albums „Francesca Sun“ schwelgt mit leisem Piano und Streichern, während JARBOE darüber zu schweben scheint.</p>
<h2>JARBOE nutzt Drones und Field Recordings als Basis für „Sightings“, ein Album das zwischen Ambient, Neofolk und Minimal pendelt und dabei sogar subtil Jazz integriert.</h2>
<p>„Sightings“ ist ein doppelbödiges Album, spätestens „Choir And Night Fox“ lässt das besonders deutlich werden. Als beschwörender Neofolk-Song mit reicher Instrumentierung kommt das nokturne Thema gut zur Geltung, und gerade das Bellen des Fuchses ist zumindest beim ersten Mal fast ein Jump Scare. Obwohl das Stück durch die Repetition keine Längen aufweist, hätten die acht Minuten vielleicht letzten Endes doch ein wenig gestrafft werden dürfen. Mit „Breathe“ geht es weiter hin die Nacht hinein, es scheint zu zerfasern, fließt aber über neun Minuten wie ein Traum durch die Dunkelheit und bleibt so vage, dass selbst JARBOEs Stimme nur selten zu hören ist.</p>
<p>Ab diesem Song wirkt das Album dann etwas zu fragmentarisch, und das, obwohl der offizielle Teil mit der friedvollen, schönen „Vireo Serenade“ endet. Hier taucht JARBOE aus der dunklen Nacht wieder auf. Ein schöner Sommermorgen, der Vireo singt und begrüßt den Tag begrüßt, mit nichts außer verträumtem Klavier und einem Gesang, der von JARBOE ebenso stammen könnte, wie von Field Recordings. Der Bonus-Track der digitalen Version und der CD „The Holy Waters (Sangha Mix)“ dient als instrumentale Alternative zur Eröffnung des Albums und schließt einen der Kreise, die dieses Album darstellt. „Sightings“ ist nebenbei ein sehr depersonalisiertes Album, keines, dass die Künstlerin in den Mittelpunkt stellt. Ihre Kompositionen und ihre Stimme bilden viel mehr die Basis, und erst durch ihre Kollaborationspartner Thor Harris, Andrea Calderon und die Gitarristen Brett Robinson und Freddie Murphy wird „Sightings“, das Anklänge aus Jazz und Minimal in sich vereint, zu einem großen, geheimnisvollen Ganzen.</p>
<h2>Mit „Sightings“ zieht JARBOE ihr Publikum in den Bann, so wie es dem Vireo mit seinem Gesang und seinen Augen gelingt.</h2>
<p>Am Ende steht mit „Of Ancient Memory“ noch die Neuinterpretation eines Songs von JARBOEs Debütalbum „Thirteen Masks“, das sich völlig homogen in den Rest von „Sightings“ einfügt und praktisch nichts mit dem 35 Jahre altem Song gemein hat. Hier schließt sich ein weiterer Kreis: JARBOE betrachtet ihre Vergangenheit mit den Augen der Frau, die sie heute ist. Das mag den Vireo etwas in den Hintergrund drängen, aber vielleicht ist dieser kleine Vogel auch nur ein Katalysator für das künstlerische Mysterium „Sightings“ geworden. Das verdeutlicht, dass kaum eine Musikerin so eigenwillig und facettenreich ist wie JARBOE, aber auch nur wenige sind so schwer zu fassen. Auch wenn „Sightings“ kein bahnbrechendes, überwältigendes Werk geworden ist, JARBOE hat mit diesem knapp 50-minütigen Album ihrer reichhaltigen Diskografie eine weitere Facette geschenkt.</p>
<p>Wertung: 5 von 7 Birdings</p>
<p>VÖ: 3. April 2026</p>
<p>Spielzeit: 47:51</p>
<p>Line-Up:<br />
JARBOE: Voice, Keyboard, Synth, Field recordings, Words, Concept, Composition architecture<br />
Andrea Calderon: Violin, Cello<br />
Brett Robinson: Guitar, Synth, Field recordings<br />
Chiara Lee: Synth, Electronics<br />
Freddie Murphy: Guitar, Breathing, Field recording<br />
Thor Harris: Bass drum, Hand drum, Gong, Cymbal, Crotales, Clarinet, Baritone horn, Trumpet, Marimba<br />
Fox: Vixen’s screams<br />
Vireo: Vocalizations</p>
<p>Label: Consouling Sounds</p>
<h4>JARBOE „Sightings“ Tracklist:</h4>
<p>1.<a href="https://youtu.be/kNW0OCz5qMc?si=rMWAQ0YnHtK8t3WH"> The Holy Waters (Official Video bei Youtube)</a><br />
2. Francesca Sun<br />
3. Choir and Night Fox<br />
4. Breathe<br />
5. Vireo Serenade<br />
6. The Holy Waters (Sangha Mix) [CD & Digital versions only]<br />
7. Of Ancient Memory (Oblivion Mix)</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://thelivingjarboe.com/">https://thelivingjarboe.com/</a><br />
<a href="https://jarboe1.bandcamp.com/">https://jarboe1.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/TheLivingJarboe">https://www.facebook.com/TheLivingJarboe</a><br />
<a href="https://livingjarboe.tumblr.com/">https://livingjarboe.tumblr.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/jarboeliving/">https://www.instagram.com/jarboeliving/</a><br />
<a href="https://soundcloud.com/jarboe-living">https://soundcloud.com/jarboe-living</a></p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[JARBOE]]></band>
<genres><![CDATA[electronic, singer songwriter, dark wave, wave]]></genres>
<wpid>409048</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>STORY OF THE YEAR: A.R.S.O.N.</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/story-of-the-year-a-r-s-o-n/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 08:36:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[STORY OF THE YEAR]]></category>
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					<description><![CDATA["A.R.S.O.N." fehlt der Charakter, auch wenn STORY OF THE YEAR zu routiniert für eine Bruchlandung sind.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Haben <a href="https://vampster.com/bands/story-of-the-year/">STORY OF THE YEAR</a> einfach einen guten Riecher oder sind sie lediglich wie das Fähnchen im Wind? An ihrem Sound jedenfalls schrauben die US-Amerikaner mit jeder neuen Platte und landen dabei zufälligerweise immer dort, wo es gerade angesagt ist. Dass „A.R.S.O.N.“ im Jahr 2026 also reich an Stimmenmodulation, bratenden Modern-Rock-Riffs und harschen Breaks ist, versteht sich von selbst.</p>
<p>Was indes auf der Strecke bleibt, ist das eigene Profil. Zwar blitzt die Handschrift der Band phasenweise noch hervor, im Großen und Ganzen agiert das Quartett jedoch erkennbar generischer. Der Elan, die Energie, welche die Punk-Rock-DNA vorheriger Veröffentlichungen sicherstellte, nimmt – mit Ausnahme des schmissigen „Halos“ – nunmehr eine Nebenrolle ein. Im Zentrum stehen poppige Melodiebögen, in glatten, eingängigen Refrains bemerkbar machen und von simplen Texten garniert werden. Zu hören ist das besonders deutlich in „See Through“, „My Religion“ oder dem seichten „3 am“ mit seinen Pop-Punk-Vibes.</p>
<h2>„A.R.S.O.N.“ fehlt der Charakter, auch wenn STORY OF THE YEAR zu routiniert für eine Bruchlandung sind</h2>
<p>Nicht verlernt haben <a href="https://vampster.com/bands/story-of-the-year/">STORY OF THE YEAR</a> dafür das Schreiben lockerer Rock-Songs à la „Disconnected“ oder „Into The Dark“, welches sich in der Strophe bissig zeigt und in der Hook gar zur Hymne mausert. Hier kommt die Erfahrung der Band zum Tragen, die mit der Macht der Routine „A.R.S.O.N.“ letztlich ohne größere Blessuren ins Ziel bringt. Arm an Höhepunkten und Charakter bleibt von der immerhin kompakt gehaltenen Platte letztlich wenig in Erinnerung: Easy-Listening für Modern Rock-Fans lautet das Fazit, das auch die einleitende Frage beantworten dürfte. Die Wahrheit liegt wohl einmal mehr in der Mitte.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 13.02.2026</p>
<p>Spielzeit: 34:43</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Dan Marsala | Gesang<br />
Ryan Phillips | Gitarre<br />
Adam Russell | Bass, Backing Vocals<br />
Josh Wills | Schlagzeug, Percussion</p>
<p>Produziert von Colin Brittain und Kevin McCombs</p>
<p>Label: SharpTone Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.storyoftheyear.net/" target="_blank" rel="noopener">https://www.storyoftheyear.net/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/storyoftheyear/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/storyoftheyear/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/storyoftheyear" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/storyoftheyear</a></p>
<h2>STORY OF THE YEAR “A.R.S.O.N.” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Gasoline (All Rage Still Only Numb) (<a href="https://bfan.link/soty-gasoline" target="_blank" rel="noopener">Audio-Stream</a>) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=-tfeuCewK58" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Disconnected (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=LOIPR6xE_-4" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>See Through</li>
<li>Fall Away</li>
<li>3 am</li>
<li>Into The Dark</li>
<li>My Religion</li>
<li>Halos</li>
<li>Good for Me / Feel so Bad</li>
<li>Better Than High</li>
<li>I Don’t Wanna Feel Like This Anymore</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[STORY OF THE YEAR]]></band>
<genres><![CDATA[Pop Punk, alternative rock, punk rock]]></genres>
<wpid>408911</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>FANGUS: Emerald Dream</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/fangus-emerald-dream/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 03:35:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[FANGUS]]></category>
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					<description><![CDATA[FANGUS liefern mit ihrem Debütalbum "Emerald Dream" eine äußerst reife Retro-Leistung ab.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit sehr viel Retro-Charme begegnen uns <a href="https://vampster.com/bands/fangus/">FANGUS</a> mit ihrem Debütalbum „Emerald Dream“: Der in die 60er- und 70er-Jahre versetzte Fuzz / Pschedelic / Heavy Rock der Kanadier atmet den Vibe der legendären Gründerjahre des Rock und Metals und spielt auf der Klaviatur des Retro Rocks groß auf. Die allgegenwärtige Hammond-Orgel darf dabei ebenso wenig fehlen (stark bei den Leads in „Howling Hammer“ oder im sehr gelungenen Zusammenspiel mit den Gitarren beim eingängigen „Shapeshifter“), wie auch der glaubwürdig analoge Sound und die Außendarstellung der Band. Da lacht das Herz, wenn man etwas für den Sound und den Stil von anno dazumal etwas übrig hat.</p>
<h2>„Emerald Dream“ wirkt homogen und rund</h2>
<p>Dabei funktioniert „Emerald Dream“ als Ganzes: die Scheibe wirkt homogen und rund – mit Ausnahme vielleicht von „Quest For Fire“, das ein wenig bruchstückhaft zusammengesetzt wirkt -, verzeichnet keine Längen (selbst nicht beim instrumentalen Titeltrack) und lebt von coolen Riffs, Orgel-Begleitung sowie dem passenden („Pyre Of Love“) und ja, auch variantenreichen Gesang („Stardust Regulator“). Für ein Debütalbum nenne ich das mal eine äußerst reife Leistung.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 13.03.2026</p>
<p>Spielzeit: 35:22 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />
Alex Bigras – Guitars<br />
Snake St-Louis – Drums<br />
Vick Trigger – Bass<br />
Chub – Synths/Organ/Backing<br />
Jim Laflamme – Lead Vocals/Tambourine</p>
<p>Label: From the Urn Records</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://www.facebook.com/Fangusband" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/Fangusband</a><br />
Mehr im Netz: <a href="https://fangus.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://fangus.bandcamp.com/</a></p>
<h2>FANGUS „Emerald Dream“ Tracklist</h2>
<p>I – Howling Hammer<br />
II – Pyre Of Love (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=44XIvuLd93k" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
III – Psychoïd Telepath<br />
IV – Quest For Fire<br />
V – Emerald Dream<br />
VI – Time Gambler<br />
VII – Shapeshifter (<a href="https://fangus.bandcamp.com/track/shapeshifter" target="_blank" rel="noopener">Audio bei Bandcamp</a>)<br />
VIII – Stardust Regulator</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FANGUS]]></band>
<genres><![CDATA[Retro Rock, psychedelic rock, heavy rock]]></genres>
<wpid>408892</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>CATHUBODUA: Interbellum</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/cathubodua-interbellum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 03:26:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[CATHUBODUA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=408890</guid>

					<description><![CDATA[CATHUBODUA schießen sich mit einem schwachen Keyboard-Sound ein Eigentor. Somit ist das aktuelle "Interbellum" Album nur partiell hörenswert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schade… „Interbellum“ ist eines derjenigen Alben, bei denen man spürt, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. Denn kompositorisch bringen <a href="https://vampster.com/bands/cathubodua/">CATHUBODUA</a> auf ihrem zweiten Album eine Reihe guter Ideen ein (wie bereits der Opener „Effigy Of Aftermath“ oder das dramatischere „Amidst Gods“ beweist), die in der Umsetzung jedoch durch manche Fehlentscheidung bei der Produktion ein gutes Ergebnis zunichte gemacht haben. Allen voran muss hier der Keyboard-Sound erwähnt werden, der wie eine bloße Midi-Komposition dahinplätschert. Und pikanterweise hat die Band gar keinen nominellen Keyboarder in den Reihen – es sei denn die Violine wurde im Sound derart verfremdet, dass sie wie ein Keyboard klingt… aber nein, warum würde dies Produzent Yarne Heylen (<a href="https://VAMPSTER.COM/BANDS/CARNATION/">CARNATION</a>) machen sollen. Dagegen sind die symphonischen Elemente, die wahrlich auch keine Offenbarung sind, nahezu professionell. Schade ist dies vor allem für das an sich gute Gitarren-Spiel, das den Symphonic / Power Metal mit leicht folkigem Einschlag („Foretelling“), gut und gerne alleine tragen würde. Ja, vielleicht wäre „Interbellum“ ohne symphonischen und geklimperten Schnickschnack besser gelungen als mit diesen Elementen. Schließlich haben die Belgier mit Sara Vanderheyden auch eine Sängerin, die ihr Fach versteht und unterschiedliche Gesangsarten und Stimmungslagen bedient („Will Unbroken“). Aber es hilft nun einmal alles nichts: wenn es eben solche Störfeuer wie einen verunglückten Keyboard-Sound gibt, macht ein an sich gut erdachtes und partiell gut umgesetztes Album einfach keinen Spaß. Daher nochmals… schade.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 23.02.2024</p>
<p>Spielzeit: 30:18 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />
Peter Thielemans – Bass<br />
Sara Vanderheyden – Vocals<br />
Arvid Vermote – Violin<br />
Robin Ritzen – Guitars<br />
Harald Bouten – Drums</p>
<p>Label: Massacre Records</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://www.cathubodua.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.cathubodua.com/</a><br />
Mehr im Netz: <a href="https://www.facebook.com/Cathubodua.be/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/Cathubodua.be/</a></p>
<h2>CATHUBODUA „Interbellum“ Tracklist</h2>
<p>01. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=15WhAH5-BJo" target="_blank" rel="noopener">Effigy Of Aftermath (Video bei YouTube)</a><br />
02. <a href="https://cathubodua.bfan.link/foretelling" target="_blank" rel="noopener">Foretelling (Video + Stream)</a><br />
03. Will Unbroken<br />
04. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LJfmm7nVp9M" target="_blank" rel="noopener">Amidst Gods (Video bei YouTube)</a><br />
05. The Mirror<br />
06. Goddess Fallacy</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[CATHUBODUA]]></band>
<genres><![CDATA[power metal, symphonic metal]]></genres>
<wpid>408890</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SKY VALLEY MISTRESS: Luna Mausoleum</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/sky-valley-mistress-luna-mausoleum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 08:28:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SKY VALLEY MISTRESS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=408757</guid>

					<description><![CDATA[SKY VALLEY MISTRESS liefern mit "Luna Mausoleum" ein recht interessantes und erwärmendes Desert / Stoner Rock / Post-Punk Album.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Live sind <a href="https://vampster.com/bands/sky-valley-mistress/">SKY VALLEY MISTRESS</a> sicherlich ein sehenswertes Spektakel, schließlich teilt sich das britische Duo bei seinen Auftritten das Drum-Kit. Doch auch auf einem Tonträger macht der Desert / Stoner Rock der Band Spaß und punktet mit phasenweise sehr gutem und eingängigem Songwriting. Davon zeugt das aktuelle Album „Luna Mausoleum“, das locker flockig in diverse Genre-Nischen schielt und manches Mal gar das Optimum daraus hervor holt: Etwa bei „Too Many Ghosts“, wo das Post-Punk-Feeling gut eingefangen wird und ein Ohrwurm eingepflanzt wird. Aber auch in den primären Rock-Spielarten des Duos gibt es ein paar Ohrenschmeichler zu erwähnen: sei es das vitale Drumming in „No Sleep“ oder der gute Drive von „Thundertaker“. Hinzu kommt die rauchige und mitunter bluesige Stimme von Kayley Davies, die vor allem in „The Exit List“ (mit fein eingebundenen Synths), im kompositorisch weniger spannenden „White Night“ oder im etwas zu lang geratenen „Blue Desert II“ besonders stark performt. Im Mittelteil des Albums schleichen sich allerdings ein paar Durchhänger ein, gerade wenn die Songs etwas ruhiger und weniger räudig angelegt sind („House of the Moon“). Dennoch erweist sich „Luna Mausoleum“ als ein recht interessantes und erwärmendes Album, das eine Band zeigt, die nicht nur live ein unübliches Spektakel zündet, sondern auch auf einem physischen Tonträger zu überzeugen weiß.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 23.01.2026</p>
<p>Spielzeit: 39:00 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />
Kayley “Hell Kitten” Davies – vocals, drums<br />
Max “Leather Messiah” Newsome – guitars, drums</p>
<p>Label: New Heavy Sounds</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://skyvalleymistress.com" target="_blank" rel="noopener">https://skyvalleymistress.com</a><br />
Mehr im Netz: <a href="https://skyvalleymistress.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://skyvalleymistress.bandcamp.com</a></p>
<h2>SKY VALLEY MISTRESS „Luna Mausoleum“ Tracklist</h2>
<p>1. An Eagle’s Epitaph<br />
2. The Exit List<br />
3. Too Many Ghosts (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=5Y8HzIAHOm4" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4. No Sleep<br />
5. House of the Moon<br />
6. Live Past Life<br />
7. White Night<br />
8. Thundertaker (<a href="https://skyvalleymistress.bandcamp.com/album/luna-mausoleum" target="_blank" rel="noopener">Audio bei Bandcamp</a>)<br />
9. Blue Desert II</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SKY VALLEY MISTRESS]]></band>
<genres><![CDATA[Post Punk, stoner rock]]></genres>
<wpid>408757</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>POISON RUIN: Hymns From The Hills</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/poison-ruin-hymns-from-the-hills/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 15:46:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[POISON RUIN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=408647</guid>

					<description><![CDATA[Ein neues Album von POISON RUIN ist mittlerweile ja durchaus ein großes Ding. Kein Wunder, hat man doch einen Überhit wie "Harvest" in petto, einen Plattenvertrag bei Relapse und richtig Bock auf Punk - den man mit dem dementsprechend sehnlichst erwarteten neuen Album zu veredeln angetreten ist. Ob es gelingt?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht, denn das Medium der Wahl bei POISON RUIN war für mich stets die EP, insbesondere die fantastische „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/poison-ruin-confrere-ep/">Confrere</a>„: Kurze und knackige Hits, die schneller vorbei waren als man ihrer überdrüssig werden konnte, das passte zu der Band, die das Erbe von WIPERS und HÜSKER DÜ weitertragen möchte und – soviel sei schonmal festgestellt – dazu durchaus die Mittel besitzt.</p>
<p>Allein, die Mittel reichen nicht aus, wenn sie irgendwann ermüden, und deshalb hat Bandkopf Mac Kennedy sich sehr viel Zeit genommen, „Hymn From The Hills“ zu konzipieren sowie mit seiner Band zu proben und aufzunehmen: Ja, auch dieses Album ist selbst aufgenommen worden, in einem neuen, exklusiven Probenraum allerdings, und das hört man direkt: Nicht nur bauen POISON RUIN zu Beginn („Lily Of The Valley“) mit einem dominanten Synthesizer ein neues Element in ihren Sound ein (keine Angst: Aus den meisten anderen Songs hält der sich weitestgehend raus), auch im Laufe des Albums wird immer wieder Neues ausprobiert und generell kompositorisch was gewagt: sphärisch-nerdige Analog-Synthie-Intros, frickelige Übergänge, melancholisch-euphorische Hymnen, sogar richtiger Krach.</p>
<h2>„Hymns From The Hills“ – Flickwerk oder schlüssiges Album?</h2>
<p>Das war notwendig, um auf Albumlänge bestehen zu können, und da mit dem Titeltrack, „Serpent’s Curse“ und dem unglaublichen „Pilgrimage“ mindestens drei süchtig machende Hits auf der Platte sind, funktioniert das auch, wenngleich der inkonsistente Sound mich nachhaltig verwirrt (ich mag es nicht, wenn einzelne Songs anders klingen als der Rest) und sich im Mittelteil vielleicht doch die ein oder andere Länge eingeschlichen hat („Turn To Dust“ und „Puzzle Box“).</p>
<p>So mag nämlich zunächst der Eindruck entstehen, dass man zwar viel experimentiert und viel will, aber letztlich kein schlüssiges Gesamtkunstwerk hinbekommen hat. Dieser Eindruck verflüchtigt sich jedoch eben, sobald sich einzelne Fixpunkte heraus kristallisiert haben, an denen man sich als Hörer festhalten kann, und ich bin mir sicher, dass auf dem nächsten Album die Band noch kohärenter, noch schlüssiger mit ihren Einflüssen umgehen wird.</p>
<h2>POISON RUIN enden mit unglaublich viel Wumms</h2>
<p>Denn wie POISON RUIN im letzten Drittel hier nochmal alle Register ziehen und „Hymn From The Hills“ mit einem überraschenden Doppel beenden, ist beeindruckend: „Crescent Sun“ stampft wuchtig und massiv aus den Boxen und geht dann ziemlich geil in „The Standoff“ über, einem ihrer vielleicht schmissigsten Songs überhaupt. Sowieso hat alles unglaublich viel Wumms (Mix: Jonah Falco, Master: niemand geringerer als der mächtige Arthur Rizk), was der Band auch mal richtig gut tut, zumal sie durch den Ansatz, trotzdem alles selber im Probenraum aufzunehmen, immer noch genug Dreck im Sound hat.</p>
<p>Also doch der große Wurf? Kommt drauf an, ob du die trockene, angepisste Seite der Band besser findest als ihre epische, melancholische. Beides findet sich auf „Hymn From The Hills“, aber für mich hätte der epische Aspekt noch mehr Raum bekommen dürfen – es gibt einfach schon genug Düsterpunk wie die Single „Eidolon“ auf der Welt. Da das Album aber dramaturgisch prima als solches funktioniert und genügend düstere Höhepunkte bietet, bleibt mir nur, ein zufriedenes „Prost!“ nach Philadelphia zu schicken und mich auf das zu freuen, was da noch kommen mag.</p>
<p>Spielzeit: 43:52 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 03.04.2026</p>
<p>Label: Relapse Records</p>
<h2>POISON RUIN „Hymns from the Hills“ Tracklist</h2>
<p>1 – Intro<br />
2 – Lily Of the Valley<br />
3 – Hymn from the Hills (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=zvXfdWbS5W4" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4 – Eidolon (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=VzQAPQT3kF4" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5 – Howls From the Citadel<br />
6 – Pilgrimage<br />
7 – Guts (Lay Your Self Aside) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Q-BuNw-kFHQ" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
8 – Turn To Dust<br />
9 – Puzzle Box<br />
10 – Serpent’s Curse<br />
11 – Sleeping Giant (Interlude)<br />
12 – Crescent Sun<br />
13 – The Standoff</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[POISON RUIN]]></band>
<genres><![CDATA[punk rock]]></genres>
<wpid>408647</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>NEUROSIS: An Undying Love For A Burning World</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/neurosis-an-undying-love-for-a-burning-world/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 21:07:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[NEUROSIS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=408607</guid>

					<description><![CDATA[Tränen der Freude und Jubelschreie sind erlaubt und gern gesehen: NEUROSIS bieten mit „An Undying Love For A Burning World“ die Conclusio für ihre Karriere und schenken ihrem Publikum ein Album, das sich selbst Optimisten nicht in tausend Jahren erträumt haben dürften. Das ist mindestens das Comeback des Jahres.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es beginnt mit einem Schrei, denn die wichtigsten Transformationen beginnen nun mal mit einem Schrei. Wie bei der Geburt: Die werdende Mutter schreit, und auch das Baby, sobald es das Licht der Welt erblickt. Denn der Schrei ist wichtig, damit das Kind lernt zu atmen. Der Schrei stimmt uns ein auf die transformative Kraft einer Initiation, der Schrei sammelt Energie und Stärke. Doch der Schrei erstickt auch oft. In der Kehle des Rezensenten an einem Tag voller schlechter Nachrichten, wenn plötzlich, in der Gemüseabteilung stehend, die Nachricht eintrifft, dass <a href="https://vampster.com/bands/neurosis/">NEUROSIS</a> wieder komplett sind, mit Aaron Turner, und dass sie gerade eben ihr dreizehntes Album „An Undying Love For A Burning World“ veröffentlicht haben. Dabei braucht es auch hier einen Schrei, einen des Jubels, einen der Erleichterung. Denn das ist ein Full-Circle-Moment, und dieser muss laut und aus vollem Herzen begrüßt werden.</p>
<h2>NEUROSIS setzen ein klares Statement – das macht schon der Titel „An Undying Love For A Burning World“ deutlich.</h2>
<p>So wie NEUROSIS ihre Wiedergeburt mit einem Schrei begrüßen. „We Are Torn Wide Open“, schreien sie als Kanon des Schmerzes heraus. <a href="https://vampster.com/bands/steve-von-till/">STEVE VON TILL</a> <a href="https://vampster.com/interviews/steve-von-till-wir-alle-wissen-dass-wir-etwas-sehr-fundamentales-verloren-haben/">sprach über das Thema der Entfremdung</a> bereits vor einem Jahr, jetzt greift er das Thema mit der gesamten Band auf. Und wie könnte es nicht schmerzen? Immerhin fand auch in der Band eine Entfremdung statt. Dass NEUROSIS sich von <a href="https://vampster.com/news/scott-kelly-gesteht-missbrauch-und-beendet-seine-musikerlaufbahn-ein-statement-von-neurosis/">SCOTT KELLY</a> trennten, diesem scheinbar integeren Mann in der integersten Band überhaupt, hinterließ eine klaffende Wunde, auch in den Herzen der Fans. NEUROSIS schienen aber bereits zuvor müde. <a href="https://vampster.com/cd-reviews/neurosis-honor-found-in-decay/">„Honor Found In Decay“ </a>konnte man sich noch Schönhören, „Fires Within Fires“ hingegen zeigte die Band nur noch als traurigen Schatten ihrer selbst. Ob es nun an Neumitglied Aaron Turner (ex-<a href="https://vampster.com/bands/isis/">ISIS</a>, <a href="https://vampster.com/bands/sumac/">SUMAC</a>) liegt, oder daran, dass die NEUROSIS ihre Kräfte gesammelt und wieder ihre Essenz gefunden haben, sei dahin gestellt, aber „An Undying Love For A Burning World“ zeigt die Band mit gereifter Perspektive und der Energie von vor 30 Jahren.</p>
<p>Und sie schreien sich die Lunge aus dem Leib in den ersten 50 Sekunden des gut einstündigen Werks. Sie reißen damit ein Tor auf: „Mirror Deep“ startet gleich mit einem brachialen Riff, Industrial-Grooves, und ist an Heaviness kaum zu überbieten, mit Vocals, die klingen, als platze der Brustkorb. Keine zwei Minuten nach diesem Auftakt schnaufen NEUROSIS erstmalig durch, nur um dann einen Gang hochzuschalten und die Intensität in der zweiten Hälfte nochmalig zu steigern. Das Spiel mit Dynamik und Geschwindigkeit beherrschen NEUROSIS noch immer. Aaron Turner erweist sich hier als einzig logische Möglichkeit, die klaffende Lücke zu schließen, und wird es im Laufe des Albums immer wieder beweisen. „Mirror Deep“ ist indes ein kompakter, aber weit ausholender Song, der in weniger als sechs Minuten absolut vollständig wirkt. Daneben steht mit „Untethered“ noch ein kurzer Song auf „An Undying Love For A Burning World“, der ebenso vollständig klingt, sich ins Gesamtbild einfügt und dennoch mit einem kleinen Amp Rep-Noiserock-Anteil leicht heraussticht.</p>
<h2>Aaron Turner ist der Perfect Fit für „An Undying Love For A Burning World“: NEUROSIS klingen so relevant wie zuletzt im Jahr 2004.</h2>
<p>Insgesamt dominiert bei NEUROSIS aber wie üblich das große Panorama und das große Epos. Mindestens acht Minuten dauern die meisten Stücke auf dem Album, die zwischen Verzweiflung, Wut und einer zarten Hoffnung pendeln. Freilich, „An Undying Love For A Burning World“ zermalmt mit seinen kratzigen und krachenden Riffs die Subtilität, aber sie ist nicht totzukriegen. „First Red Rays“ startet mit einem Riff, das einen echten Aaron Turner-Moment hat und erst langsam, dann im Uptempo eine Gesangsperformance bietet, die früher ein feuchter Traum gewesen wäre: Turner und VON TILL ergänzen sich derart gut als brüllende Sänger, dass die Luft wegbleibt. Der leise Mittelteil atmet einen Hauch psychedelischen Friedens mit sich umgarnenden Gitarren und Synthesizern, bevor die Härte wieder überhandnimmt und ganz am Ende STEVE VON TILL stimmlich Trost spendet, trotz der Instrumente am Anschlag. Ähnlich gewaltig ist „Seething And Scattered“, dessen Beginn wie ein Schlag ins Gesicht wirkt und dessen verspielter Mittelteil in ein lautes Noise-Crescendo übergeht.</p>
<p>Auch die Rhythmussektion ist auf diesem Album mit vollem Herzen dabei. Dave Edwardson, der endlich auch wieder seine unnachahmlichen Growls der Band schenkt, groovt mit einem stellenweise gewaltig verzerrtem, dann wieder mit einem atmosphärischen Post Punk-Sound. Besonders ergreifend ist Jason Roeders Performance. Der Drummer, der zwischenzeitlich seinen Rückzug aus der Musikwelt erklärt hatte, ist durch die neue Banddynamik so beflügelt, dass seine kräftigen Rhythmen ihre eigene Erlösung bieten. Die Rhythmen erden die Musik, wie in „Blind“, das mit seinem getragenen Tempo ein wenig nach „The Last You’ll Know“ von <a href="https://vampster.com/cd-reviews/neurosis-times-of-grace/">„Times Of Grace“</a> klingt, ist aber dank des atmosphärischen Mittelteils von Noah Landis deutlich vielschichtiger. Wie STEVE VON TILL hier voller Trauer singt und Aaron Turner parallel als Gegenstück brüllt, kann man nicht umhin, als hier einen der ergreifendsten Momente des Albums zu erkennen.</p>
<h2>NEUROSIS balancieren Dissonanz und Dynamik exzellent aus: „An Undying Love For A Burning World“ beweist, dass die Band ihr Handwerk nach wie vor beherrscht.</h2>
<p>„An Undying Love For A Burning World“ ist ein Alles-Oder-Nichts-Album, ein ultimativer Moment in der Subkultur zwischen Metal, Hardcore und Punk. Es geht um Verbindung, daraus, das Schweigen zu brechen, angesichts der Verbrechen gegen den Planeten. Und damit letztendlich auch gegen alle Spezies, die Menschheit eingeschlossen. Wie sich im Angesicht dieser großen Katastrophen NEUROSIS erheben und so direkt wie nie zuvor ihre Agenda kommunizieren, ist Statement genug. Dass dieser Auftritt so wirkmächtig ist, spricht für die große Lücke, die NEUROSIS in den letzten Jahren hinterließen, die weder <a href="https://vampster.com/bands/cult-of-luna/">CULT OF LUNA</a>, noch <a href="https://vampster.com/bands/amenra/">AMENRA</a> oder <a href="https://vampster.com/bands/the-ocean/">THE OCEAN</a> zur Gänze schließen konnten. Somit sorgt dieses Album, diese wiedererstarkte Band für eine universelle Verbindung – und das kann gar nicht hoch genug angerechnet werden.</p>
<p>In den letzten beiden Songs fährt „An Undying Love For A Burning World“ dann die ganz großen Momente auf. „In The Waiting Hours“ startet dabei sehr leise, daraus bricht nach zweieinhalb Minuten aber das Riff heraus, das für Tage im Gedächtnis bleibt. Dieser Moment ist der vielleicht größte, den NEUROSIS in dieser Stunde bieten. Die Variationen, die daraus entstehen, sind gehaltvoll genug, um die zehn Minuten immer wieder aufwallen zu lassen, bis die Riffs an den Emotionen der Musiker brechen. Die Steigerung dessen ist „Last Light“, das innovativste der acht Stücke. Es beginnt rein elektronisch, mit einem nervösen Beat und Synthesizer-Drones, über die Aaron Turners Stimme in Hysterie abgleitet. Nach zweieinhalb Minuten erwächst daraus ein klassischer NEUROSIS-Song, der sich glazial und mit unbändiger Kraft über das Intro schiebt. In fünf Sätzen zwischen Verzweiflung, Wut und Hoffnung bewegt sich der Song in seinen siebzehn Minuten etwas fragmentarisch dem Ende des Albums entgegen. Und ja, er hätte gestrafft werden dürfen – „Last Light“ mit seinen prophetischen Lyrics ist aber als solches schon ein selbstbewusstes Statement; da darf es auch den großen Auftritt bekommen.</p>
<h2>Mit „An Undying Love For A Burning World“ wird das Erbe bewahrt und die Geschichte fortgesetzt: NEUROSIS schenken ihren Fans einen Full Circle-Moment.</h2>
<p>„An Undying Love For A Burning World“ ist einer der definitiven NEUROSIS-Momente, wie bereits „Enemy Of The Sun“, <a href="https://vampster.com/cd-reviews/hell-of-fame/neurosis-through-silver-in-blood/">„Through Silver In Blood“</a>, „Times Of Grace“ und <a href="https://vampster.com/cd-reviews/neurosis-the-eye-of-every-storm/">„The Eye Of Every Storm“</a>. Ein Album, das für sich steht, mehr als jedes andere zuvor, sich aber dennoch stimmig in die Diskografie der Band einfügt. Mit leichten Anpassungen, nicht nur geschuldet durch Aaron Turner, sondern auch durch ein leichtes Öffnen des eigenen Stils. Dazu gehört natürlich auch, dass der 2024 verstorbene Steve Albini als langjähriger Produzent ersetzt werden musste. KOWLOON WALLED CITY-Gitarrist Scott Evans ist als Toningenieur für Aufnahmen und Mix aber eine exzellente Wahl – sein Sound ist frisch und absolut voluminös; trotz der Heaviness ist jedes Detail zu erkennen. So maßgeblich Steve Albinis Produktionen auch waren, und so sehr Albinis Erbe bewahrt werden muss: Dieses Album klingt besser.</p>
<p>Dass NEUROSIS überhaupt wieder zurückgekehrt sind, zeugt von Ermächtigung. Und somit konnte dieses Album gar nicht schiefgehen, selbst wenn die Musik darauf völlig misslungen gewesen wäre. Dass NEUROSIS zehn Jahre nach ihrem bisher letzten Werk eines der besten Alben ihrer Karriere glücken würde, war noch vor zwei Wochen völlig undenkbar. So ist „An Undying Love For A Burning World“ ein Statement, ein stures Nicht-Aufgeben-Wollen angesichts dessen, auf das die Menschheit zuzusteuern scheint. Aber Aufgeben ist keine Option, nicht für Menschen mit dem Ethos von NEUROSIS, nicht für ihr Publikum, egal wie schwer die Wolken über dem Firmament hängen mögen. Denn es existiert noch Verbindung zwischen den Menschen, nicht zuletzt durch die Kraft der Musik. Dieser Urschrei namens „An Undying Love For A Burning World“ ist der lebende Beweis dafür.</p>
<p>VÖ: 20. März 2026 (digital) / 15. Mai 2026 (CD, LP, Tape)</p>
<p>Spielzeit: 63:30</p>
<p>Line-Up:<br />
Jason Roeder – Drums<br />
Aaron Turner – Guitar, Vocals<br />
Steve Von Till – Guitar, Vocals<br />
Dave Edwardson – Bass, Vocals<br />
Noah Landis – Synths, Samples, Vocals</p>
<p>Label: Neurot Recordings</p>
<h4>NEUROSIS „An Undying Love For A Burning World“ Tracklist:</h4>
<p>1. We Are Torn Wide Open<br />
2. Mirror Deep<br />
3. First Red Rays<br />
4. Blind<br />
5. Seething And Scattered<br />
6. Untethered<br />
7. In The Waiting Hours<br />
8. Last Light</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://www.neurosis.com/">https://www.neurosis.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/neurosisoakland">https://www.instagram.com/neurosisoakland</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/officialneurosis/">https://www.facebook.com/officialneurosis/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[NEUROSIS]]></band>
<genres><![CDATA[Drone, Post Metal, sludge, doom metal]]></genres>
<wpid>408607</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>YEAST MACHINE: Bad Milk</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/yeast-machine-bad-milk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 08:26:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[YEAST MACHINE]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie klingt Grunge im Jahr 2026? YEAST MACHINE verraten's dir!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Neunziger waren musikalisch keine so schlechte Zeit. Das wissen auch <a href="https://vampster.com/bands/yeast-machine/">YEAST MACHINE</a>. Der Fünfer aus dem schwäbischen Tübingen hat offenbar viel Freude daran, die Frühwerke von NIRVANA, MUDHONEY, THE JESUS LIZARD und Konsorten zu konsumieren – und die inhalierte Essenz in ihren eigenen Songs in die Neuzeit zu transferieren. Herausgekommen ist auf ihrem Zweitling „Bad Milk“ ein modernes Grunge/Psychadelic Rock Album, das dabei so gar nicht schwäbisch klingt. Gegeizt haben YEAST MACHINE jedenfalls nicht, als es darum ging, die eigenen Ideen auszuschmücken und in die zehn Songs zu gießen, die ihren Weg auf „Bad Milk“ gefunden haben.</p>
<h2>YEAST MACHINE überzeugen mit mehrstimmigen Gitarren und Gesängen und guten Ideen</h2>
<p>So finden sich mehrstimmige Gesänge und Gitarren, herrlich schwer bratend und dennoch harmonisch verteilt im Stereo-Mix des Albums. Viele nette Soundspielereien in den Intros und den Songs selbst halten die Lieder auch nach mehreren Durchgängen spannend, hier und da mischen sich auch weibliche Vocals in die Songs, wie in der zweiten Strophe vom DOZEResken „Falling Rocks“, die für eine weitere spannende Facette sorgen. Irgendwo zwischen NIRVANA, <a href="https://vampster.com/bands/dozer/">DOZER</a> und <a href="https://vampster.com/bands/the-jesus-lizard/">THE JESUS LIZARD</a> pendelt sich das meiste Songmaterial dann auch ein, vollgepackt, aber nicht überladen, durchaus selbstbewusst, und klingt dabei warm und organisch.</p>
<p class="p1">Interessant wird es immer dann, wenn die Band aus ihrem Raster ausbricht. So groovt sich „Wobbly Wizzard“mit 70er-Jahre-Wah-Wah-Gitarren-Charme frisch nach vorne, während  „Feeding Poison To The Spiders Was Never Really My Thing“ dich durch seinen spannenden Songaufbau förmlich in den Song hineinzieht. Genau hier zeigt sich eine Schwäche des Albums, die ich weiter unten noch konkretisiere: Statt die Spannung konsequent auszureizen und die Sperrigkeit bis zum Schluss durchzuziehen, lösen YEAST MACHINE sie in einem typischen 90er Grunge-Refrain inklusive Rückung auf. Das raubt dem Song die letzte Konsequenz und lässt ihn unnötig flach verklingen.</p>
<h2>„Bad Milk“ überzeugt in vielen Momenten, es fehlt aber noch der letzte Mut</h2>
<p>Das ist auch mein einziger Kritikpunkt an diesem erwähnenswert guten Album: Trotz gewollter Schräglagen und den eingearbeiteten Dissonanzen bleibt das Album spürbar auf Zugänglichkeit getrimmt. Dort, wo die Referenzen der Neunziger durch Exzesse und musikalische Unbekümmertheit Alben für die Geschichtsbücher schrieben, bleiben YEAST MACHINE hörbar kontrolliert. Das schmälert dann ein wenig die ursprüngliche Idee, die Radikalität und den Schmerz, aus dem heraus diese Musik einst entstand. Es schmälert nicht aber die Qualität: „Bad Milk“ überträgt die Ästhetik von Seattle und Chicago überzeugend ins Hier und Jetzt – eben nur ohne den Mut, sie konsequent auszureizen.</p>
<p>Live dürfte das alles aber sehr gut funktionieren, und ich bin gespannt, wohin die Reise von YEAST MACHINE noch führt. Mit „Bad Milk“ sollte sie jedenfalls noch nicht zu Ende sein.</p>
<h2 class="p1"><b>Tracklist – YEAST MACHINE „Bad Milk“:</b></h2>
<p class="p1">Globalized Condolences<br />
Falling Rocks (feat. The Red Flags)<br />
Bad Milk<br />
Foreshadowing<br />
Dust on the Radio<br />
Feeding Poison to the Spiders Was Never Really My Thing<br />
Karthago<br />
Honey & Sweat<br />
Wobbly Wizzard<br />
The Golden Cage</p>
<p><strong>VÖ-Datum:</strong> 20. März 2026</p>
<p><strong>Spielzeit</strong>: 34 Minuten</p>
<p class="p1"><b>Produktion</b><b></b></p>
<p class="p1">Produced & Mixed: Markus Graf<br />
Mastered: Stefan Brüggemann</p>
<p>Label/Promo: Noisolution</p>
<h2><b>YEAST MACHINE – Besetzung</b></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Fabian Köninger</span> – Gitarre, Vocals<br />
Tobias Köninger<span class="s1"> – Gitarre<br />
</span><span class="s1">Benjamin Frenzel</span> – Vocals, Synth<br />
<span class="s1">Marcel Gundlach</span> – Bass, Vocals<br />
Jonas Bischof<span class="s1"> – Drums</span></p>
<h2>Im Netz:</h2>
<p><a href="https://yeastmachine.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener"><strong>YEAST MACHINE bei Bandcamp</strong></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[YEAST MACHINE]]></band>
<genres><![CDATA[sludge, stoner rock, psychedelic rock, grunge]]></genres>
<wpid>408486</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SPACE OF VARIATIONS: Poisoned Art</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/space-of-variations-poisoned-art/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 12:59:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SPACE OF VARIATIONS]]></category>
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					<description><![CDATA[SPACE OF VARIATIONS gehen konform mit zeitgenössischen Metalcore-Trends, zeigen sich auf "Poisoned Art" aber deutlich gereift.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ist das die Endstufe des modernen Metalcore? Vieles spricht für diese Annahme: die der Musik innewohnende Wut, der Kontrast zwischen Brachialgewalt und süßlichen Singalongs, die bis zur Entfremdung hochstilisierte Produktion. Organisch fühlt sich „Poisoned Art“ aufgrund der Menge an Effekten, Samples und Postproduktion jedenfalls nicht immer an. Und doch kommen Emotionen nicht zu kurz, wenn „Tribe“ einen loopenden Kinderchor gegen die markigen Screams ausspielt.</p>
<p>Ist es im Auftakt noch die Verbissenheit, die schließlich einem introspektiven Mittelpart weicht, darf im folgenden „Halo“ erstmals Gitarrist Olexii Zatserkovnyi die Singstimme erheben. Besonders markant ist dessen Organ zwar nicht, dafür sind die Melodiebögen durchaus gefällig.</p>
<h2>SPACE OF VARIATIONS gehen konform mit zeitgenössischen Trends, zeigen sich auf „Poisoned Art“ aber deutlich gereift</h2>
<p>Grundsätzlich gehen <a href="https://vampster.com/bands/space-of-variations/">SPACE OF VARIATIONS</a> zwar mittlerweile konform mit zeitgenössischen Trends – die elektronischen Elemente unterstützen die Arrangements merklich, ohne zu sehr in den Vordergrund zu drängen -, zeigen sich im Vergleich zum Frühwerk aber deutlich gereift. Das Songwriting ist in der Regel auf den Punkt, indem es die Balance aus Härte und Melodie wahrt. Kalkuliertes Airplay-Material haben die Ukrainer trotz allem nicht vorwiegend im Gepäck: Selbst catchy Refrains à la „Mayday“ werden von satten Breakdowns und drückenden Riffs flankiert, wohingegen das emotionale „Parallel Realities“ seinerseits ein paar krachende Ausbrüche zu verzeichnen hat.</p>
<p>Ein bisschen anbiedernd gestaltet sich zwar der Klargesang in „Godlike“ und „Lies“, dafür sorgen in Ersterem dezente Djent-Einflüsse für das entsprechende Gegengewicht. Mit genrefremden Einflüssen experimentieren <a href="https://vampster.com/bands/space-of-variations/">SPACE OF VARIATIONS</a> darüber hinaus in „Back To Dirt“ sowie „Coldheaven“, wo sich zwischendurch Drumcomputer sowie etwas Hip-Hop-Flair einschleichen.</p>
<h2>SPACE OF VARIATIONS machen ihre Sache gut, müssen ihre Konturen jedoch schärfen</h2>
<p>Letzten Endes vereint „Poisoned Art“ somit alles, was im Genre gerade angesagt ist. Das macht es für die Band einerseits schwer, sich innerhalb der Szene zu positionieren, weiß aufgrund der soliden Umsetzung jedoch immerhin zu gefallen. Möglicherweise ist das sogar ein weiteres Indiz für die eingangs erwogene Annahme: So ordentlich sich <a href="https://vampster.com/bands/space-of-variations/">SPACE OF VARIATIONS</a> präsentieren, lässt sich angesichts des vagen musikalischen Profils über die nächsten Schritte der Band nur spekulieren. Fast scheint es so, als hätte man sich mit der Endstufe des zeitgenössischen Metalcore gleichzeitig in eine Sackgasse manövriert.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 13.02.2026</p>
<p>Spielzeit: 40:11</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Dmytro Kozhukhar – vocals<br />
Olexii Zatserkovnyi – guitar, vocals<br />
Anton Kasatkin – bass<br />
Tymofii Kasatkin – drums</p>
<p>Produziert von SPACE OF VARIATIONS</p>
<p>Label: Napalm Records</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/SpaceOfVariations" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/SpaceOfVariations</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/spaceofvariations_band/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/spaceofvariations_band/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://spaceofvariations.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://spaceofvariations.bandcamp.com</a></p>
<h2>SPACE OF VARIATIONS “Poisoned Art” Tracklist</h2>
<ol>
<li>TRIBE (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=qLJCT0KSIyo" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>HALO (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=javUqTkQMys" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>MAYDAY</li>
<li>PARALLEL REALITIES (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=43_j0Ih7sl0" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>DOPPELGÄNGER (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=0YGn8DeIuxU" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>GODLIKE</li>
<li>GHOST TOWN (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Fdj_nXg6WIo" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>COLDHEAVEN</li>
<li>BACK TO DIRT</li>
<li>SNAKE SKIN</li>
<li>LIES (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=jNAqODbggms" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>ECHO</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SPACE OF VARIATIONS]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metalcore, metalcore]]></genres>
<wpid>408426</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>MIRROR OF DECEPTION: Transience</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/mirror-of-deception-transience/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[andrea]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 12:07:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[MIRROR OF DECEPTION]]></category>
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					<description><![CDATA[MIRROR OF DECEPTION waren schon immer wichtig für die Doom Metal-Szene, mit ihrem sechsten Album „Transience“ setzen sie ihr eigenes Denkmal auf einen Sockel. Der ist so hoch, dass man die Band nicht mehr übersehen kann, auch außerhalb der eingeschworenen Szene. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Acht Jahre musste man auf das neue Album von <a href="https://vampster.com/bands/mirror-of-deception/">MIRROR OF DECEPTION</a> warten, „Transience“ ist mehr als würdiger Nachfolger des 2018 erschienen „The Estuary“. „Transience“ ist ein wundervolles Album, dass nicht nur für Doom-Fans interessant ist, sondern für alle, die ehrliche, emotionale Musik suchen. Die Doomer werden ohnehin alle reinhören, das sechste Album der Schwaben sei aber auch allen ans Herz und auf den Plattenspieler gelegt, die Songs mit Tiefe, mit Bedeutung und einer Seele zu schätzen wissen.</p>
<h2>Natürlich hat „Transience“ typische Doom Metal-Momente</h2>
<p>Wer klassischen Doom Metal sucht, findet auf „Transience“ Songe wie „Slow Wind“, der so typisch für MIRROR OF DECEPTION ist wie „Orphans“, „Immortal“ oder „Ghost“:  melodisch, schwermütig, eindringlich. „Looking Back | no more of Signs of Life | in the valley below“ klagt Sänger Michael „Siffi“ Siffermann, und die Textzeilen brennen sich sofort ins Bewusstsein. In „Currents“ rifft die Band zu Ende hin minutenlang auf derselben Stelle, das gehört einfach dazu, macht Doom Metal aus – und das Riff ist halt auch einfach gut. Und zum Heulen schöne Gitarrenharmonien konnten MIRROR OF DECEPTION ja schon immer, fast 40 Jahre Erfahrung helfen den beiden Bandgründern Jochen Fopp und Michael Siffermann wahrscheinlich obendrein, so ergreifende Melodien wie in „Consumed“ oder „Meander“ zu schreiben.</p>
<h2>MIRROR OF DECEPTION können mehr als Doomriffs schrubben</h2>
<p>Doch „Transience“ bietet auch reichlich Unerwartetes wie die leicht disharmonischen Gitarren und die Growls in „Haven“. Als Gastsänger ist im Booklet <a href="https://vampster.com/bands/michelle-darkness/">Michelle Darkness</a> (<a href="https://vampster.com/bands/end-of-green/">END OF GREEN</a>) aufgeführt, er kümmerte sich auch um Produktion, Mix und Mastering und kann sich mit „Transience“ ein wirklich rundum gelungenes Referenzwerk ins Regal stellen. Der Sound: klar, sehr warm, druckvoll und vor allem mit einem eigenen Charakter. „Transience“ ist ganz weit weg von den üblichen Einheitsproduktionen. Herausragend sind die Gesangsarrangements. Neben Jochen Fopp und Michael Siffermann gehören heute zur Band Schlagzeuger Uwe Kurz und Bassist Pascal Schrade, der auch singt. Und so geben MIRROR OF DECEPTION auf „Transcience“ ihren Songs mit einigen zwei- und mehrstimmigen, geflüsterten und anderweitig dynamisch-abwechslungsreichen Gesangsparts zusätzliche Tiefe, zum Beispiel in „Death, deliver us“ oder „Meander“. In „Slow Winds“ fragt Sänger Michael Siffermann „when will they find out | where will they search | where will i be | will the winds whisper what happened?“ Wer diesen Song auch nur einmal gehört hat, wird ihn wegen dieser Zeilen immer sofort wiedererkennen.</p>
<h2>Danke MIRROR OF DECEPTION, dieses Album heilt Wunden</h2>
<p>MIRROR OF DECEPTION waren schon immer wichtig für die deutsche Doom Metal-Szene, mit ihrem sechsten Album setzen sie ihr eigenes Denkmal auf einen Sockel. Der ist so hoch, dass man die Band nicht mehr übersehen kann, auch außerhalb der eingeschworenen Szene. „Transience“ erscheint übrigens als Eigenproduktion auf dem bandeigenen Label Estuarial Records als CD, Tape und LP.  Das sagt einiges über die Musikindustrie aus. Offenbar drückt man lieber die x-te generische Genre-Band in den Markt. Sei’s drum. Wer „Transience“ für sich entdeckt, wird sich wie ein Strandspaziergänger fühlen, der etwas ganz Besonderes findet. Sein Fund ist nicht nur schön, er hat eine Bedeutung und er gewinnt weiter an Bedeutung, je mehr man sich damit beschäftigt. „Transience“ ist von Anfang ein gutes Album, wächst aber mit jedem Durchgang, mit jedem Detail, das man neu entdeckt, sei es in den Songs, in den Texten, im Booklet.</p>
<p>Danke MIRROR OF DECEPTION, dieses Album ist mehr als Doom, es heilt Wunden. Alles ist endlich. Alles ist vergänglich. Lass uns deshalb das Beste auf jedem Moment machen, so könnte man das Motto von „Transience“ zusammenfassen. Und deshalb sollte jeder das Album oder zumindest den Übersong „Meander“ an seinem Lieblingsplatz hören, einmal, zweimal und nochmal. Wer da nicht berührt ist und vielleicht gar so etwas wie einen kurzen inneren Frieden findet, muss aus Stein sein.</p>
<p>Live kann man MIRROR OF DECEPTION übrigens an historischer Stätte mit anderen feinen Bands beim <a href="https://vampster.com/news/doom-in-bloom-festival-2026-festival-mit-astral-rising-dawn-of-winter-mirror-of-deception-naevus-well-of-souls-petrified-in-goeppingen/" target="_blank" rel="noopener">DOOM IN BLOOM</a> am zweiten Aprilwochenende in Göppingen sehen. </p>
<h2 id="h-mirror-of-deception-transience-tracklist-amp-cover" class="wp-block-heading">MIRROR OF DECEPTION „Transience“ Tracklist</h2>
<p>Death, Deliver Us<br />Currents<br />Haven<br />Slow Winds (<a href="https://mirrorofdeception-doom.bandcamp.com/track/slow-winds" target="_blank" rel="noopener">Bandcamp</a>)<br />Consumed (<a href="https://mirrorofdeception-doom.bandcamp.com/track/consumed" target="_blank" rel="noopener">Bandcamp</a>)<br />The Sands<br />Meander</p>
<p>VÖ: 27. März 2026</p>
<p>Label: Estuarial Records / Eigenproduktion</p>
<p>Spielzeit: 43 Minuten</p>
<h3>Mehr im Netz</h3>
<p><a href="https://mirrorofdeception-doom.bandcamp.com/music" target="_blank" rel="noopener">MIRROR OF DECEPTION bei Bandcamp</a></p>

<p> </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[MIRROR OF DECEPTION]]></band>
<genres><![CDATA[doom metal, dark metal]]></genres>
<wpid>408404</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>CURTA&#8217;N WALL: Castle Crusher [EP]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/curtan-wall-castle-crusher-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 16:46:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[CURTA'N WALL]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=407999</guid>

					<description><![CDATA[Es ist nicht schwer, das Schaffen von Abysmal Specter zu lieben: Es bedarf lediglich eines gewissen Überdrusses an Normalität im Heavy Metal und einer Liebe für das Obskure und das Ritterliche. Und, ach ja, eingängigen Melodien und einer gewissen kindlichen Freude am Quatsch gegenüber sollte man sich auch recht aufgeschlossen zeigen, dann wird man (fast) nie enttäuscht. Oder?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Na, letztes Jahr ist es mir passiert: „Georgie And The Dragon“ hieß die EP, die Mr Specter mit CURTA’N WALL rausgehauen hatte, nur ein Jahr nach dem Album „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/curtan-wall-yr-gwyddbwyll/">YR GWYDDBWYLL</a>„, diesem geradezu größenwahnsinnigen Versuch, mit den eigenen Mitteln <a href="https://vampster.com/bands/alestorm/">ALESTORM</a> und Konsorten Konkurrenz zu machen – und da war ja auch so einiges dabei: echte Folk-Instrumente, eine elfengleiche Sängerin, ganz viel möglichst klarer Klargesang, kaum noch Black Metal und ein druckvoller, sauberer Klang. Die Begeisterung war groß. Und doch: Irgendwas fehlte. Wer Grime Stone Records, das Label Specters, kennt, wusste irgendwann, was es war: der Dreck. Ohne ihn wissen seine Lieder zwar durchaus auch zu bezaubern, aber es ist wie beim Bier: Ohne die Bitternoten fehlt was, und man kann nicht soviel saufen wie man möchte. Was also tun? Zucker entfernen, back to the roots, Raw Medieval Black Metal, obwohl man da doch irgendwie rausgewachsen war? Ne, oder?</p>
<p>„Georgie And The Dragon“ war genau das: ein Versuch, die eigene Unschuld wiederzuerlangen, indem man alles auf Null setzte. Aber die Unschuld war weg, und die Fans wollten das ganze Paket, geilen Sound, aber bitte nicht zu geilen, geile Melodien, aber bitte ganz viel Gekrächze, und wozu eigentlich diese ganzen echten Instrumente, hä, ein Synthesizer kriegt das doch mindestens genau so gut hin, ach was, viel besser, und kann mir verdamm tnochmal bitte jemand nochmal den Krug vollmachen?!</p>
<h2>„Castle Crusher“ – Wunderschön, großartig und absolut geil</h2>
<p>Abysmal Specter ist ein Genie und hat den Ruf gehört: „Castle Crusher“ ist, anders als von Vinyl-Label Phantom Lure <a href="https://phantomlure.myshopify.com/products/curtan-wall-castle-crusher-lp">angekündigt</a>, zwar keine „Full-Length“ (das stellt Abysmal Specter schon im Intro klar, Leute!), aber ein 20minütiges verficktes Meisterwerk, und wer was anderes behauptet, kriegt eins mit dem Morgenstern. Denn hier sind acht Songs drauf, und alle acht sind perfekt.</p>
<p>Ja, selbst die ohne offensichtliche schöne Melodien. Denn die haben schöne Rhythmen und Sounds (und schöne Melodien). Und einen guten klaren Klang, der an „Siege Ubsessed!“, das eigentliche Meisterwerk CURTA’N WALLs, erinnert, aber ihn noch verfeinert: Schlagzeug und Gitarren klingen klar und druckvoll, aber reduziert, und einen Bass braucht man im Mittelalter nicht wirklich, denn sämtliche Feinde sind bereits durch Axt und Amboss – nun ja – gecrusht worden, angelockt von den Synthesizer-Sirenen, die Specter seine Freundinnen zu nennen die Ehre hat.</p>
<p>Denn das ist in der Tat das Großartige und Neue an diesem Release: CURTA’N WALL weiß, was es kann, hat sich ausprobiert in jeder Hinsicht und setzt seine Mittel nun bewusst ein, und dann hören wir ein fieses Black-Metal-Stück wie „Kingdom Come“ ebenso gerne wie einen spaßigen Mittelalter-Folk-Synthie-Klopper wie „The Holy Grail“, und danach verzaubert uns „Ye Olde Roman Road“ als reines Akustik-Folk-Stück. Das ist wunderschön, großartig und absolut geil und genau das, was ich von CURTA’N WALL hören will. Ach, das Ganze dauert nur 20 Minuten? Ja, schade, aber es ist alles drin, und Abysmal Specter ist so kreativ, dass die nächste EP, das nächste Album oder was auch immer jederzeit erscheinen könnte, denn Grime Stone Records geben ja auch einen gepflegten Fick auf Veröffentlichungskonventionen.</p>
<p>Also alles geil? Na ja: die „Wizard Party“ von DJ JOHN am Ende hätte ich jetzt nicht unbedingt noch gebraucht. Insofern werft ihm bitte jetzt einen Dollar Fuffzig in den Rachen und genießt die beste Mittelalter-Metal-EP des Jahres. Danke!</p>
<p>Spielzeit: 23:07 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 20.03.2026</p>
<p>Labels: Grime Stone Records (digital & Kassette), Phantom Lure (Vinyl)</p>
<p><a href="https://grimestone.bandcamp.com/album/curtan-wall-castle-crusher">https://grimestone.bandcamp.com/album/curtan-wall-castle-crusher</a></p>
<p>Tracklist – CURTA’N WALL – „Castle Crusher“</p>
<p>1. Introduction to the Program<br />
2. Wizard Party<br />
3. Kingdom Come<br />
4. Clover’s Tower (ft. Count Jeffrey)<br />
5. The Holy Grail<br />
6. Ye Olde Roman Road<br />
7. Castle Crusher!<br />
8. Brick By Brick<br />
9. Breaking Wheel<br />
10. Wizard Party (DJ JOHN Remix)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[CURTA'N WALL]]></band>
<genres><![CDATA[folk metal, black metal]]></genres>
<wpid>407999</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ATLAS: Sunder</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/atlas-sunder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 16:18:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ATLAS]]></category>
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					<description><![CDATA["Sunder" ist ein modernes wie melancholisches Album, das ATLAS auf konstantem Niveau zeigt und höchsten ein bis zwei hervorstechende Höhepunkte vermissen lässt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Keine Frage, „Sunder“ ist ein Produkt unserer Zeit: Was im modernen Metal angesagt ist, bildet das Rückgrat des Albums. Daraus machen <a href="https://vampster.com/bands/atlas/">ATLAS</a> keinen Hehl, immerhin haben sie sich gar produktionstechnische Unterstützung in Form von Buster Odeholm (<a href="https://vampster.com/bands/humanitys-last-breath/">HUMANITY’S LAST BREATH</a>, <a href="https://vampster.com/bands/thrown/">THROWN</a>, <a href="https://vampster.com/bands/vildhjarta/">VILDHJARTA</a>) ins Boot geholt. Der massive Soundmix, der die volle Durchschlagskraft der tief gestimmten Gitarren entfesselt, ist typisch für die Arbeit des Produzenten, die zudem Raum für die atmosphärischen Synthesizer schafft.</p>
<p>Mit Wucht und stampfendem Groove ist der eigentliche Opener „Tower“ somit nicht allzu weit von <a href="https://vampster.com/bands/orbit-culture/">ORBIT CULTURE</a> entfernt, wobei <a href="https://vampster.com/bands/atlas/">ATLAS</a> im direkten Vergleich stilistisch kaum Berührungspunkte mit klassischen Genres wie Death oder Thrash Metal haben. Gitarren und Schlagzeug tragen in „Salt And Sulfur“ vielmehr etwas Nu bzw. Alternative Metal in sich, den Leevi Luoto (ex-<a href="https://vampster.com/bands/one-morning-left/">ONE MORNING LEFT</a>) geschickt für sich zu nutzen weiß.</p>
<h2>„Sunder“ ist ein melancholisches Album, das ATLAS auf konstantem Niveau zeigt</h2>
<p>Der helle Klargesang des Gitarristen harmoniert im Hintergrund ausgezeichnet mit Frontmann Patrik Nuortevas erdiger Stimme. Gefühl zeigt der Sänger in der getragenen Ballade „I Whisper Your Name Like A Curse“, aber auch die dosierten Gothic-Anleihen à la <a href="https://vampster.com/bands/him/">HIM</a> fügen sich in „Altar Of Your Love“ und „Coven Of Two“ gut ins Soundgefüge ein.</p>
<p>Über die knappe Spielzeit von rund 29 Minuten bleiben <a href="https://vampster.com/bands/atlas/">ATLAS</a> darüber hinaus konstant, wodurch immerhin keine Längen auftreten. Im Gegenzug fehlen „Sunder“ vielleicht ein bis zwei indiskutable Höhepunkte, die der Dramaturgie dieses melancholischen Albums gutgetan hätten. Dennoch kommen die Finnen auf ihrem dritten Studiowerk keineswegs in Straucheln. Dafür ist das musikalische Rückgrat zu stabil, die zeitgenössischen Stilmittel zu kompetent arrangiert. „Sunder“ ist eben durch und durch ein Produkt unserer Zeit, aber genau deshalb auch so standfest in seiner Ausführung.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 20.02.2026</p>
<p>Spielzeit: 28:46</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Patrik Nuorteva – Vocals<br />
Tuomas Kurikka – Gitarre<br />
Leevi Luoto – Gitarre, Vocals<br />
Kevin Apostol – Bass<br />
Aku Karjalainen – Drums</p>
<p>Produziert von Tuomas Kurikka (auch Mix) und Buster Odeholm (Mix und Mastering)</p>
<p>Label: Odyssey Music Network</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.atlas-northcore.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.atlas-northcore.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/atlasfin/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/atlasfin/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/atlasfin/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/atlasfin/</a></p>
<h2>ATLAS “Sunder” Tracklist</h2>
<p>1. Sermon of the Dying Light<br />
2. Tower (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ConSMu0xdOk" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)<br />
3. Salt and Sulfur (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=LZ9QqvQO-5s" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4. I Whisper Your Name Like a Curse (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=uu0xWzgA3hA" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5. Coven of Two (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=L8zU3HvFSl0" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
6. Altar of Your Love (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=3sEhUdb8Rug" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
7. Anodyne (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=GlseCYGkr9M" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
8. Sunder</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ATLAS]]></band>
<genres><![CDATA[gothic metal, alternative metal, nu metal]]></genres>
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