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	<title>Reviews Archiv seit 1999 | vampster - Metal Magazin</title>
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	<description>Dein Metal Webzine. Seit 1999.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 14 Sep 2026 03:21:51 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>KÕDU: Kirjad Sõgedate Külast</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/kodu-kirjad-sogedate-kuelast/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 03:21:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[KÕDU]]></category>
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					<description><![CDATA[Black Metal aus Estland: KÕDU machen auf "Kirjad Sõgedate Külast" eher thematisch auf sich aufmerksam. Handwerklich gibt es noch Luft nach oben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit viel estnischem Lokalkolorit wurde &#8222;Kirjad Sõgedate Külast&#8220; ausgestattet, das zweite Album von <a href="https://vampster.com/bands/kodu/">KÕDU</a>. So wird das Thema des Albums anhand einer Sammlung von Briefen aus einem vergessenen estnischen Dorf um 1900 in der Landessprache erzählt und auch für das interessante Cover-Artwork entschied sich die Band für ein Werk eines Landsmannes (Nikolai Triik).</p>
<h2>KÕDU geizen mit musikalischen Inhalten</h2>
<p>Auch musikalisch bleibt die Band bei einem Thema&#8230; Was so viel bedeutet, dass die Abwechslung nicht besonders hoch ist und der musikalische Output insgesamt etwas begrenzt ist. Dafür sorgen die instrumentalen und teilweise recht sanften Interludes am Anfang und am Ende des Albums und auch dazwischen. Die Songs per se &#8211; ich habe vier davon gezählt &#8211; sind im Black Metal zu verorten und bieten mitunter überraschende und gar atypische und dissonante Elemente. Gerade &#8222;II&#8220; ist diesbezüglich fordernd und bei &#8222;III&#8220;, das in der ersten Hälfte eher langsam voranschreitet, ehe dann das Tempo sogar mit dem einzigen Gitarren-Solo des Albums angezogen wird, glaubt man auch etwas zu schräge Tonlagen herauszuhören. &#8222;V&#8220; ist meines Erachtens der beste Track des Albums und greift den Charme von 90er Melodic Symphonic Black Metal auf &#8211; auch vom Sound her, der im Allgemein Luft nach oben hat: der Klang ist zumeist dumpf und verschluckt im Mix gar etwas viel Musik. Bei den Drums ist mitunter die peitschende Snare recht dominant, während die Toms (gerade bei &#8222;VI&#8220;) beinahe untergehen.</p>
<p>Recht gefällig und wieder erkennbar sind die Vocals von Samantha Alessi (FERUM, Ex-SATURNINE). Die mittelhohen und galligen Growls der Sängerin geben dem Album &#8211; in Verbindung mit der estnischen Sprache &#8211; dann doch einen zusätzlichen Reiz. Somit ein grundsätzlich interessantes Album, das handwerklich besser aufgelöst hätte werden können, aber anhand der thematischen Essenz Erwähnung finden darf.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 20.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 31:46 Min.</p>
<p>Label: Antiq Records</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://www.facebook.com/kodublackmetal/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/kodublackmetal/</a></p>
<h2>KÕDU &#8222;Kirjad Sõgedate Külast&#8220; Tracklist</h2>
<p>1. I<br />
2. II<br />
3. III<br />
4. IV<br />
5. V (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=HxTWneApuN0" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
6. VI (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=G6-dJ6h2-YQ" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
7. VII</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[KÕDU]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>426965</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>DESTROY MY BRAINS: Wilt [Eigenproduktion]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/destroy-my-brains-wilt-eigenproduktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 03:09:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[DESTROY MY BRAINS]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch das fünfte Album der Kanadier von DESTROY MY BRAINS, "Wilt", bleibt bloß eine Randnotiz in Sachen Sludge.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mussten sich <a href="https://vampster.com/bands/destroy-my-brains/">DESTROY MY BRAINS</a> vor vier Jahren noch den Vorwurf gefallen lassen, dass sie mit &#8222;<a href="https://vampster.com/cd-reviews/destroy-my-brains-tormented-eigenproduktion/">Tormented</a>&#8220; einen Schnellschuss in Sachen Sludge / Doom abfeuerten und dahingehend zu wenig Zeit in die Entwicklung der neuen Songs reingesteckt haben, so liegt nun ein größerer Abstand zwischen dem letzten und dem jüngsten Album &#8222;Wilt&#8220;. Vor überbordender Detailverliebtheit sprudelt allerdings auch das aktuelle Album der Kanadier nicht &#8211; und das trotz vierjähriger Entwicklungszeit. Das Album kriecht zwar giftig, aber mitunter auch träge dahin und liefert für die Band bekannte Trademarks: die Songs verlieren sich in Wiederholungen und man wünschte sich manchmal, dass die Tracks besser auf den Punkt kommen. Besonders auffallend ist wieder der hohe Schreigesang Gesang von Jarret Beach.</p>
<p>Wie bei den Kompositionen sind auch beim Sound Abstriche zu machen. Das Do-It-Yourself-Credo ist nicht zu überhören, gibt dem Album aber nicht zwingend diesen typischen Charme eines schmutzigen Sounds, obwohl das Genre dafür prädestiniert wäre. Somit bleibt auch das fünfte Album der Kanadier bloß eine Randnotiz.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 14.08.2026</p>
<p>Spielzeit: 56:02 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />
Jarret – Vocals, Guitars<br />
Chase – Guitars<br />
Rob – Bass<br />
Jadan – Drums</p>
<p>Label: Eigenproduktion</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://www.facebook.com/DMBdestroymybrains/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/DMBdestroymybrains/</a><br />
Mehr im Netz: <a href="https://destroymybrains.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://destroymybrains.bandcamp.com/</a></p>
<h2>DESTROY MY BRAINS &#8222;Wilt&#8220; Tracklist</h2>
<p>1. OCI (Obsessive Compulsive Imploder) – 4:32 (<a href="https://destroymybrains.bandcamp.com/album/wilt" target="_blank" rel="noopener">Audio bei Bandcamp</a>)<br />
2. Burn The Virgin – 10:30<br />
3. Decontribute – 7:28 (<a href="https://destroymybrains.bandcamp.com/album/wilt" target="_blank" rel="noopener">Audio bei Bandcamp</a>)<br />
2. Burn The Virgin – 10:30<br />
4. Avulsion – 7:08<br />
5. Downgrade – 5:14 (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=-ul8Zku8Z4Y" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
6. Spill – 9:30<br />
7. Wilt – 11:40</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[DESTROY MY BRAINS]]></band>
<genres><![CDATA[sludge]]></genres>
<wpid>426963</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>POWER PALADIN: Beyond The Reach Of Enchantment</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/power-paladin-beyond-the-reach-of-enchantment/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2026 08:16:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[POWER PALADIN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=426548</guid>

					<description><![CDATA[Vielfältig, farbenfroh, kraftvoll: POWER PALADIN gehen ohne verbitterte Ernsthaftigkeit ans Werk und entwickeln gleichzeitig einen unbändigen Zug nach vorne.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle kennen diesen schmalen Grat zwischen kauziger Selbstironie und der Ursache für Fremdscham. Gerade dieser Balanceakt ist wohl eine der größten Stolperfallen im zeitgenössischen Power Metal, wo man sich im Ringen um Klicks für keinen Schwachsinn zu schade scheint. Dinosaurier, Ninjas, Zwerge, Wikinger, Einhörner, ja sogar verdammte Glühwürmchen haben es schon auf das Konzeptpapier so mancher Kapelle geschafft.</p>
<p>Deshalb können wir froh sein, dass <a href="https://vampster.com/bands/power-paladin/">POWER PALADIN</a> ihrem Namen gemäß einfach auf klassische Fantasy setzen, die sie noch dazu mit einem Faible für traditionellen Metal schmieden, um in der Metapher zu bleiben. Denn obwohl sich „Beyond The Reach Of Enchantment“ keineswegs dem Keyboard-Einsatz verschließt, ist das Zweitwerk der Isländer eindeutig mehr <a href="https://vampster.com/bands/helloween/">HELLOWEEN</a> als Eurovision.</p>
<h2>POWER PALADIN entwickeln einen unbändigen Zug nach vorne</h2>
<p>Das Sextett geht spielfreudig und ohne verbitterte Ernsthaftigkeit ans Werk, findet aber innerhalb der Genre-Grenzen das richtige Vokabular, um eben nicht zur geltungssüchtigen Kirmes-Attraktion zu verkommen. Anders formuliert: Es ist die richtige Art von Kitsch, die <a href="https://vampster.com/bands/power-paladin/">POWER PALADIN</a> verinnerlicht haben und mit einem unbändigen Zug nach vorne intonieren.</p>
<p>„Sword Vigor“ ist ein mitreißender Einstieg, voller Riffs, voller Shredding – und einem kurzen 8Bit-Synth-Einschub, der eigentlich komplett aus dem Rahmen fallen müsste und sich doch völlig natürlich in das Songgerüst einfügt. „Glade Lords Of Athel Loren“ behält den drückenden Unterbau, den <a href="https://vampster.com/bands/power-paladin/">POWER PALADIN</a> aber mit prägnanter Melodieführung, einer eingängigen Hook sowie punktuell gesetztem Growling verfeinern. Raum für ausgedehnte Instrumentalpassagen, Soli und Keyboard-Gitarren-Duelle bleibt überdies zur Genüge.</p>
<h2>Keyboards verwenden POWER PALADIN auf &#8222;Beyond The Reach Of Enchantment&#8220; songdienlich und mit Umsicht</h2>
<p>Ihren stilistischen Horizont lotet die Formation fernerhin in „Aegis Of Eternity“ mit seinen kleinen Thrash-Zitaten sowie „The Royal Road“ aus, wo Hard-Rock-Einflüsse den Arrangements einen schmissigen Anstrich verpassen. Die Botschaft scheint hier wie grundsätzlich auf „Beyond The Reach of Enchantment“ klar: Im Fokus steht die klassische Metal-Besetzung mit den Gitarren als federführende Akteure. Synthesizer sind auch für <a href="https://vampster.com/bands/power-paladin/">POWER PALADIN</a> wichtig, jedoch in songdienlicher Hinsicht – das richtige Maß hält Keyboarder Bjarni Egill Ögmundsson.</p>
<p>Umsichtig agiert darüber hinaus Sänger Atli Guðlaugsson, der kräftig ins Mikro knurren kann, aber auch die hohen Töne spielend meistert. Ein Faible für Theatralik beweist beispielsweise „The Arcane Tower“ mit <a href="https://vampster.com/bands/majestica/">MAJESTICA</a>s Tommy Johansson, das eindrucksvoll darlegt, dass selbst gellende <a href="https://vampster.com/bands/twilight-force/">TWILIGHT FORCE</a>-Regionen im Refrain für die beiden Sänger kein Problem darstellen.</p>
<h2>Das Songmaterial auf &#8222;Beyond The Reach Of Enchantment&#8220; ist vielfältig, farbenfroh und doch kraftvoll</h2>
<p>Seine Spritzigkeit erreicht „Beyond The Reach Of Enchantment“ also gerade, weil sich <a href="https://vampster.com/bands/power-paladin/">POWER PALADIN</a> auf die klassischen Werte berufen. Das Songmaterial ist vielfältig wie farbenfroh und hat doch die Kraft, die wir uns von diesem Genre allein per Definition wünschen.</p>
<p>Obwohl die Spannungskurve des Albums in der letzten Viertelstunde ein wenig abflacht, wollen wir ausnahmsweise und in Vertretung für <a href="https://vampster.com/bands/power-paladin/">POWER PALADIN</a> gerne selbst zumindest einmal die Grenze zum überbordenden Kitsch überschreiten: Denn wer braucht schon Ninjas, Dinosaurier und Glühwürmchen, wenn man stattdessen einfach ehrlichen und gut geschmiedeten Stahl haben kann? Eben.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 27.03.2026</p>
<p>Spielzeit: 48:26</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Atli Guðlaugsson (Vocals)<br />
Bjarni Þór Jóhannsson (Gitarre)<br />
Ingi Þórisson (Gitarre)<br />
Einar Karl Júlíusson (Drums)<br />
Bjarni Egill Ögmundsson (Keyboard)<br />
Kristleifur Þorsteinsson (Bass)</p>
<p>Produziert von Haukur Hannes (auch Mix), Jarni Egill Ögmundsson, Atli Guðlaugsson, POWER PALADIN und Frank De Jong (Mastering)</p>
<p>Label: Rock Of Angels Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.powerpaladin.is/" target="_blank" rel="noopener">https://www.powerpaladin.is/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/powerpaladinice" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/powerpaladinice</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/powerpaladinice" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/powerpaladinice</a></p>
<h2>POWER PALADIN “Beyond The Reach Of Enchantment” Tracklist</h2>
<p>1. Sword Vigor (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=1D4wXxFyE-8" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Glade Lords Of Athel Loren (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Chp9L5WEAzU" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)<br />
3. The Royal Road<br />
4. The Arcane Tower (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=pUAw1Tpasq4" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5. Aegis Of Eternity (<a href="https://powerpaladin.rpm.link/aegisPR" target="_blank" rel="noopener">Stream</a>)<br />
6. Camelot Rock City<br />
7. Keeper Of The Crimson Dungeon<br />
8. Valediction</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[POWER PALADIN]]></band>
<genres><![CDATA[power metal]]></genres>
<wpid>426548</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>STABBING WESTWARD: Wither ReWired</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/stabbing-westward-wither-rewired/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mirko Wenig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2026 04:18:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[STABBING WESTWARD]]></category>
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					<description><![CDATA[STABBING WESTWARD haben ihren goldveredelten Klassiker „Wither Blister Burn + Peel“ aus dem Jahr 1996 komplett neu aufgenommen. Braucht es das? Wenn Ihr heute noch die Tanzfläche erobern wollt, auf jeden Fall. Aus den klaustrophobischen Industrial-Rock-Elegien werden groovende Synth-Rock-Nummern, die kompakter, wuchtiger und tanzbarer klingen als die Originale.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als die Industrial-Rock-Pioniere <a href="https://vampster.com/bands/stabbing-westward/">STABBING WESTWARD</a> 1996 ihr Durchbruch-Album „Wither Blister Burn + Peel“ aufnahmen – allein in den USA verkaufte es sich 750.000-mal –, waren Depressionen und gescheiterte Beziehungen für Sänger Christopher Hall keine bloßen Songthemen. Er beschrieb sich rückblickend als einen Menschen, der schon früh viel depressiv gewesen sei und sich selbst als eine Art menschlichen Eeyore gesehen habe: permanent niedergeschlagen, pessimistisch und davon überzeugt, einfach ein ziemlich elender Typ zu sein. Seine Musik sollte Menschen erreichen, die sich ähnlich gefangen in den dunklen Seiten ihrer Psyche fühlten.</p>
<p>Ihre Songs über emotionalen Schmerz und psychische Abhängigkeit, über Kontrollverlust und Ausweglosigkeit klangen dreckig und leicht unaufgeräumt, als hätte sich die Verzweiflung darin förmlich festgebissen. Elektronische Geräusche, Samples und ein ständiges Grundrauschen lagen über den Gitarren und Drums, während sich die Songs langsam aufbauten, immer dichter und bedrohlicher wurden und schließlich explodierten. Und dann dieser Gesang: mal geflüstert, dann heiser herausgeschrien, dann wieder die Silben halb verschluckt. Es gibt Momente, in denen Hall seine Stimmbänder so stark beansprucht, dass auch der Hörer physischen Schmerz empfindet.</p>
<h2>STABBING WESTWARD geben ihrem Klassikeralbum ein neues Gesicht</h2>
<p>30 Jahre später haben <a href="https://vampster.com/bands/stabbing-westward/">STABBING WESTWARD</a> ihr Klassikeralbum unter dem Titel „Withered ReWired“ komplett neu eingespielt. Oder genauer: Sänger Chris Hall und Walter Flakus, die beiden verbliebenen Gründungsmitglieder. Unterstützt werden die beiden von Carlton Bost (THE DREAMING) an der Gitarre und Bobby Amaro an den Drums.</p>
<p>Und die Frage ist natürlich: Warum? Braucht es das? Ich will hier gar nicht anfangen, all die schrecklichen Neueinspielungen aufzuzählen, die langjährige Fans von Bands in die Verzweiflung trieben – und sie im Zweifel dann doch das Portemonnaie zücken ließen. <a href="https://vampster.com/bands/manowar/">MANOWAR</a>! <a href="https://vampster.com/bands/pestilence/">PESTILENCE</a>! Um hier nur zwei Beispiele zu nennen.</p>
<p>Ich kann die Frage nur für mich beantworten, und die Antwort lautet: Ja. Ich brauche das. Denn es handelt sich eben nicht einfach um Neueinspielungen. Auch wenn Songs und Texte identisch sind, haben <a href="https://vampster.com/bands/stabbing-westward/">STABBING WESTWARD</a> ihrem Album ein komplett neues Gesicht gegeben.</p>
<p>Die Atmosphäre ist eine andere, die Grundstimmung ebenfalls, und auch die Arrangements wurden teilweise gehörig umgekrempelt. Dort, wo die Neueinspielungen Qualitäten des Originals verlieren, gewinnen sie neue hinzu. Und bei aller Nostalgie klingt dieses Album auch noch verdammt frisch. Es pulsiert, es groovt, es atmet. Natürlich ist es ein Nostalgietrip in eine Zeit, in der Acts wie <a href="https://vampster.com/bands/nine-inch-nails/">NINE INCH NAILS</a> oder <a href="https://vampster.com/bands/marilyn-manson/">MARILYN MANSON</a> an der Spitze der Charts standen. Aber es ist kein Trip, der sich in Nostalgie erschöpft: Die Zeitmaschine hat einen bestens geölten Motor.</p>
<h2>&#8222;Wither ReWired&#8220; bittet auf die Tanzfläche</h2>
<p>Die Unterschiede werden bereits beim Opener „I Don&#8217;t Believe“ erahnbar. Im Original tastet sich Hall flüsternd in seine Verzweiflung hinein, die Stimme leicht schief und deutlich gebrochen: „Ich bin so ein Arschloch, Gott, bin ich ein Versager / Ich krieg&#8217;s einfach immer wieder verkackt“, singt er über verstimmten, dreckigen Gitarren und schwer hallenden Drums. Der Refrain: beinahe gekräht. „Ich glaube nicht, / Dass ich so blöd und naiv sein kann.“ Teenager Angst, verrauscht, mit einem schwer verschleppten Industrial-Rhythmus. Die verfremdeten Drums hallen wider wie von blutverschmierten Wänden.</p>
<p>Und nun? Bitten <a href="https://vampster.com/bands/stabbing-westward/">STABBING WESTWARD</a> plötzlich auf die Tanzfläche. Der Rhythmus ist von vornherein präsent, der Sound aufgeräumter und die einzelnen Elemente greifen stärker ineinander. Hall singt sich immer noch die Seele aus dem Leib – aber selbstbewusster und deutlich weniger gebrochen. Seine Stimme klingt kräftiger und kontrollierter.</p>
<p>Hall und Flakus lassen hier die Gegensätze nicht mehr so hart aufeinanderprallen, sondern betonen stattdessen die Melodik ihrer Songs. Es ist, als würden sie fragen: Habt ihr eigentlich gemerkt, dass wir damals richtig catchy Nummern unter der rauen Oberfläche versteckt haben? Dass wir Industrial Metal auch in der Stadionrock-Variante beherrschen? Alles klingt raumgreifender und aufgeräumter, zugleich kompakter. Und sie betonen Momente, die natürlich schon damals vorhanden waren, nun aber noch stärker in den Vordergrund rücken: den Alternative Rock. Den Clubsound. Und den Pop.</p>
<h2>&#8222;Goth Club Banger&#8220;: Begegnung mit dem 18-jährigen Ich</h2>
<p>Interessant ist dabei, dass Hall die Neueinspielung auch als Rückkehr zu den eigenen Wurzeln versteht, wie er in einem <a href="https://regenmag.com/interviews/interview-stabbing-westward-withered-and-rewired/">Interview mit regenmag.com erzählt</a>. Seine spontane Reaktion beim erneuten Hören der alten Songs: „Why is everything so slow?“ Warum zur Hölle ist alles so langsam?</p>
<p><a href="https://vampster.com/bands/stabbing-westward/">STABBING WESTWARD</a> seien ursprünglich in den 80er Jahren als Industrial-/Dance-Projekt gestartet, doch im Laufe der 90er habe sich die Band zunehmend in Richtung Alternative und Radio-Rock orientiert. Für die Neueinspielung habe er die Songs auf ihre wesentlichen Bestandteile reduziert und sich gefragt, was sein 18-jähriges, Wax-Trax!-begeistertes Ich daraus gemacht hätte. Die Antwort: Goth-Club-Banger.</p>
<p>Man darf das nicht missverstehen. Die Gitarren sind auch hier präsent und durchaus wuchtig. Sie sind kein Alibi, sondern eine wichtige Zutat. Allerdings verlieren sie ihren verrauschten, grungigen Klang, der im Original gelegentlich auch an Stoner Rock erinnerte. Sie sind nun zugleich raumgreifender und cleaner. Und doch werden auch die elektronischen Zutaten ausgebaut: Die Synths spielen auf der Neuausgabe eine noch wichtigere Rolle. Es gibt deutlich mehr tanzbare, groovende Rhythmen, tiefere Basssequenzen und Four-to-the-Floor-Beats.</p>
<p>Hall, der auch für viele der Synthesizer verantwortlich ist, hat seinen Maschinenpark gegenüber damals deutlich ausgebaut. Heute kann er fette, leicht verstimmte Bässe mit aggressiven FM-Sounds schichten und mehrere Samples übereinanderlegen. Das Ergebnis sind scharfkantige, metallische Klanganteile, die dem Sound deutlich mehr Aggressivität verleihen. Gleichzeitig bekommt die Produktion durch die tieferen und dichter geschichteten Frequenzen mehr körperlichen Druck.</p>
<h2>Manche Songs werden komplett gegen den Strich gebürstet</h2>
<p>Es fällt auf, dass <a href="https://vampster.com/bands/stabbing-westward/">STABBING WESTWARD</a> an ihre Songs unterschiedlich stark Hand anlegen. Und manche Nummern komplett gegen den Strich bürsten. „Why“ ist im Original eine klaustrophobisch dahin siechende Nummer, mehr gesprochen als gesungen, die direkt aus dem Kellerverließ psychischer Konflikte die Treppe heraufkriecht. Nun wird daraus ein tanzbarer Ohrwurm mit hellen Synth-Fanfaren, der den DEPECHE-MODE-Sound der 90er Jahre mit Alternative Rock vermählt. Und verdammt BIG klingt. Aus dem schwierigen Grundgerüst des Originals schälen sie einen echten Hit. Fast einschmeichelnd klingt hier der Gesang – und wunderbar nuanciert. Tribal-artige Drumsounds begleiten nun den Refrain.</p>
<p>„Falls Apart“ ist hingegen auch in der Neuauflage ein harter Industrial-Metal-Song mit peitschenden Rhythmen, der nun noch wuchtiger und atemloser aus den Boxen dröhnt. „Ich bin zerrissen und zerbrochen, / liege verstreut auf dem Boden, / alles ist jetzt sinnlos, / diese Stücke hier / können mich niemals wieder ganz machen. / Hier bricht alles auseinander“, flüstert, singt und schreit Hall. „Ich fühle mich hilflos, während meine verdammte Welt / auf mich niederbricht.“ Auch hier ist der Eindruck cleaner als im Original, zugleich wirkt der Bass präsenter, die Gitarren breitbeiniger. Während die Synths in der Strophe widerhallen, als würde ein Aluminiumblech gebogen.</p>
<h2>Von der Manie zur Hymne</h2>
<p>„So Wrong“ sendet nun Rave-Salven in den Nachthimmel, flackert neonfarben über Groovegitarren. Und dass der Refrain noch stärker ins Schaufenster gestellt wird: Wer kann es der Band verübeln? Knapp 900.000 Streams für das Original sind wirklich nicht schlecht, aber das Ding war keinen Deut schlechter und weniger hymnisch als die bekanntesten <a href="https://vampster.com/bands/foo-fighters/">FOO FIGHTERS</a>-Songs, die ein paar Trilliarden Zugriffe mehr erreichen. Auch diese Version hat Kraft, wobei sich Puristen (die sich für diese Band ohnehin nie interessiert haben) an den neu hinzugekommenen Synth-Gewittern stören werden.</p>
<p>„Slipping Away“ schickt sich an, mit schraubenden Sequenzen und Old-School-EBM-Beats „Fuck You Like an Animal“ von <a href="https://vampster.com/bands/nine-inch-nails/">NINE INCH NAILS</a> von der Tanzfläche zu stoßen. Und „Shame“, damals ein Hit mit MTV-Airplay, schleift die leicht windschiefen Noise-Rock-Anteile und die flehend-verschleppten Zwischenteile ab, um dem Hörer nun noch unmissverständlicher das Wort „Hymne“ in die Ohren zu drücken. Wo Hall früher flehte und fast winselte, gibt er jetzt den Rock-Crooner mit angenehmer Singstimme.</p>
<p>Zu behaupten, der Song würde den Hörer nun umarmen, wäre zu wenig. Diese Umarmung hat etwas Beängstigendes, sie gleicht eher einer Umklammerung. Hier spricht ein Ich, das dem Gegenüber vollkommen verfallen ist und ohne ihn keinen Sinn mehr sieht: „If you ignore that I&#8217;m alive, I&#8217;ve nothing to cling to.“ Ein Zustand zwischen Manie und Verzweiflung.</p>
<h2>STABBING WESTWARD auf einer neuen Reflexionsstufe</h2>
<p>Müsste man ein Fazit ziehen, so könnte man sagen: „Wither ReWired“ sind <a href="https://vampster.com/bands/stabbing-westward/">STABBING WESTWARD</a> auf einer neuen Reflexionsstufe. Künden die damaligen Songs von emotionalen Ausnahmesituationen, von Verzweiflung und Wut, so blicken sie 30 Jahre später auf diese Zeit zurück. Sie haben ihre Emotionen sortiert und neu geordnet – und damit auch die Songs, die nun deutlich aufgeräumter wirken.</p>
<p>Es wird Fans geben, die mit den hier getroffenen Entscheidungen nicht wirklich glücklich sind. Die Laut-Leise-Dynamiken wurden eingeebnet, dafür lassen sie nun öfter die Muskeln spielen, auch bei den Extremen. Ja, das Album klingt glatter. Man schreit nicht mehr gegen die Wand oder stößt gar den Kopf dagegen – die Band bewegt sich nun souverän im Raum. Das Wilde, Berstende, Unmittelbare ist ein Stück weit eingeebnet.</p>
<p>Aber was hinzugekommen ist: eine neue Reife. Hier sind Musiker am Werk, die wissen, wie sie klingen und ihren alten Sound neu übersetzen wollen. Sie zerstören ihre Songs nicht, sondern definieren sie neu. Und das auf eine sehr gelungene, selbstbewusste Weise. Wo viele Neueinspielungen anderer Bands eher von Unsicherheit künden, gibt es hier eine klare Idee und eine Vision, wie <a href="https://vampster.com/bands/stabbing-westward/">STABBING WESTWARD</a> anno 2026 klingen können. Keine Verlegenheitsmodernisierung. Sondern organische, dynamische Songs, die einfach verdammt gut geschrieben sind – was gerade in der kompakteren Version hörbar wird. Von daher eine klare Empfehlung.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 10.09.2026</p>
<p>Spielzeit: 44:00</p>
<p><strong>Line-Up:</strong><br />
Christopher Hall &#8211; Vocals, Synth and Programming<br />
Walter Flakus &#8211; Programming, Guitar and Bass<br />
Carlton Bost &#8211; Guitar and Bass<br />
Bobby Amaro &#8211; Drums</p>
<p>Label: COP International</p>
<p><strong>Mehr im Netz:</strong><br />
Bandcamp: <a href="https://stabbingwestward.bandcamp.com/album/wither-rewired">https://stabbingwestward.bandcamp.com/album/wither-rewired</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/stabbingwestward">https://www.instagram.com/stabbingwestward</a><br />
Offizielle Webseite: <a href="https://www.stabbingwestward1.com/">https://www.stabbingwestward1.com/</a></p>
<h2>STABBING WESTWARD &#8222;Wither ReWired&#8220;-Tracklist</h2>
<p>1. I Don&#8217;t Believe<br />
2. What Do I Have to Do?<br />
3. Falls Apart<br />
4. Crushing Me<br />
5. Why<br />
6. Slipping Away<br />
7. Shame<br />
8. Inside You<br />
9. So Wrong<br />
10. Sleep<br />
11. Akegata (Dawn)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[STABBING WESTWARD]]></band>
<genres><![CDATA[alternative metal, industrial, grunge, DARK, ALTERNATIVE]]></genres>
<wpid>426126</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>LORD OF THE LOST: Opvs Noir Vol. 3</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/lord-of-the-lost-opvs-noir-vol-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2026 08:20:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[LORD OF THE LOST]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=426091</guid>

					<description><![CDATA[Das große Trilogie-Finale verpassen LORD OF THE LOST leider: "Opvs Noir Vol. 3" ist ordentlich und doch fehlt es dem Album an Spritzigkeit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ob nun „Rückkehr der Jedi-Ritter“ oder die des Königs in „Der Herr der Ringe“: Was große Trilogien immer gemeinsam haben, ist ein Finale von Format. Erinnerungswürdige Setpieces, hoher Einsatz und die zwischenzeitlich schwindende Hoffnung auf ein Happy End schüren die Spannung. Dass <a href="https://vampster.com/bands/lord-of-the-lost/">LORD OF THE LOST</a> mit ihrem ambitionierten Pendant zwischenzeitlich auch mal mit der sonst üblichen Erwartungshaltung brechen, soll dabei nicht das Problem sein.</p>
<p>Dennoch wirkt es nach dieser 45-minütigen Schlussetappe so, als wäre der Dark-Rock-Band im letzten Drittel die Luft ausgegangen. „Opus Noir Vol. 3“ ist zwar weit davon entfernt, unter den Durchschnitt zu fallen, verglichen mit dem starken Trilogie-Auftakt jedoch wirken die elf Songs der Abschlussplatte wie eine Ansammlung übrig gebliebener B-Seiten.</p>
<h2>LORD OF THE LOST setzen auch auf &#8222;Opvs Noir Vol. 3&#8220; auf zahlreiche Gastbeiträge</h2>
<p>Meist grundsolide, selten spektakulär führt uns die Gruppe durch ihre düsteren Klangwelten, die abermals auf zahlreiche Farbtupfer in Form diverser Gastbeiträge setzen. So entwickelt das schmissige „I’m A Diamond“ mit Kollege Alea (<a href="https://vampster.com/bands/saltatio-mortis/">SALTATIO MORTIS</a>) problemlos Ohrwurmcharakter, auch wenn das Stück lyrisch eher auf platte Bildsprache setzt.</p>
<p>Alles andere als subtil ist zwar auch „I Hate People“, die stampfende Kollaboration mit <a href="https://vampster.com/bands/wednesday-13/">WEDNESDAY 13</a> vermählt aber düstere Club-Vibes mit Industrial-Anleihen auf attraktive Weise. Generell gefällt uns „Opus Noir Vol. 3“ immer dann am besten, wenn <a href="https://vampster.com/bands/lord-of-the-lost/">LORD OF THE LOST</a> wie hier oder im entschlossenen „My Funeral“ ihre metallische Seite stärker zur Schau stellen.</p>
<h2>&#8222;Opvs Noir Vol. 3&#8220; fehlt es an Leichtigkeit und Spritzigkeit</h2>
<p>Im Gegenzug mäandert das Duett „When Did The Love Break?“ vergleichsweise ziellos durch die Tristesse, während der französischsprachige Schunkler „La Vie Est Hell“ als Tiefpunkt des Albums zum Schlager für die Schwarze Szene verkommt. Der Opener „Kill The Lights“ balanciert beide Seiten immerhin mit einer gewissen Eleganz: Streicherarrangements, punktuelle Screams und harte Gitarren harmonieren erstaunlich gut mit dem getragenen Refrain.</p>
<p>Gänzlich unverkrampft präsentieren sich <a href="https://vampster.com/bands/lord-of-the-lost/">LORD OF THE LOST</a> indes im 80s-Synth-Rocker „Square One“, wo sich eine Leichtigkeit einschleicht, die dem Gesamtwerk spürbar guttut. Davon hätte „Opvs Noir Vol. 3“ mehr gebrauchen können, gerade weil die Stücke sonst nur selten aus ihrem gemäßigten Tempo ausbrechen, was insbesondere in der ruhigen zweiten Hälfte zu spüren ist.</p>
<h2>LORD OF THE LOST verpassen leider das große Trilogie-Finale</h2>
<p>Das große Trilogie-Finale gelingt den Hamburgern somit leider nicht: Tatsächlich ist der dritte Teil in Ermangelung an potenziellen Hits und einer ausgeprägten Spannungskurve wohl auch der schwächste der Reihe. Ordentlich, aber mit Abstrichen also: Statt der „Rückkehr des Königs“ reicht es diesmal nur für ein „Matrix Revolutions“.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 10.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 44:36</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Chris Harms – Vocals, Guitar<br />
Pi Stoffers – Guitar<br />
Benjamin “Benji“ Mundigler – Guitar, Synths<br />
Klaas Helmecke – Bass<br />
Gerrit Heinemann – Piano, Synths, Percussion<br />
Niklas Kahl – Drums</p>
<p>Produziert von Chris Harms</p>
<p>Label: Napalm Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://lordofthelost.de/" target="_blank" rel="noopener">https://lordofthelost.de/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/lordofthelost" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/lordofthelost</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/officiallordofthelost" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/officiallordofthelost</a><br />
Bandcamp: <a href="https://lordofthelost.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://lordofthelost.bandcamp.com </a></p>
<h2>LORD OF THE LOST “Opvs Noir Vol. 3” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Kill The Lights</li>
<li>I’m A Diamond (feat. Saltatio Mortis) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=mNXmG3YS3d4" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>My Funeral (Video bei YouTube) (<a href="https://vampster.com/news/lord-of-the-lost-neues-album-opvs-noir-vol-3-im-april-2026/_wp_link_placeholder">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>I Hate People (feat. Wednesday 13) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Ucl3BFVqAgI" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)</li>
<li>The Shadows Within</li>
<li>La Vie Est Hell (feat. Kissin’ Dynamite)</li>
<li>Square One</li>
<li>When Did The Love Break? (feat. Xandria)</li>
<li>Your Love Is Colder Than Death</li>
<li>Take Me Far Away (feat. Cats In Space)</li>
<li>The Days Of Our Lives (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=NFD9pyiEVO8" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[LORD OF THE LOST]]></band>
<genres><![CDATA[gothic, dark metal]]></genres>
<wpid>426091</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>CAIRISS: Wilderness</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/cairiss-wilderness/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 11:08:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[CAIRISS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=425956</guid>

					<description><![CDATA[CAIRISS verbinden leidenschaftliche Aggression und Melancholie sehr stimmig. Die Formation aus UK legt sich stilistisch nicht fest, und gerade das macht „Wilderness“ so gut. Mit ein paar Themen hat ihr Debütalbum dennoch zu kämpfen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Können wir uns bitte gleich auf eine Sache einigen? <a href="https://vampster.com/bands/cairiss/">CAIRISS</a> mögen ein Post Black Metal- oder auch Blackgaze-Fundament besitzen, aber in ihren Songs passiert viel zu viel, um sie da hineinzupressen. Und das ist absolut beachtlich, denn „Wilderness“ ist das Debüt der Band aus Southampton, UK. In einer knappen Dreviertelstunde zeigen die sechs Musiker*innen, was ihn ihnen steckt, und das ist wirklich viel. „Wilderness“ ist ein leidenschaftliches und gefühlvolles Album, das wie selbstverständlich Shoegaze, Post Rock, Post Metal und Progressive Metal einfließen lässt, und in den meisten der sechs Songs passiert eine Menge, sodass es nicht verwundert, dass zwischen der Debüt-EP „Fall“ und diesem Album zehn Jahre verstrichen sind.</p>
<p>Mit „Nervosa“ startet das Album sehr kraftvoll. CAIRISS bauen den Song auf, von Post Rock geprägten Tremolo-Gitarren und E-Bow-Klängen ausgehend lassen sie die Komposition explodieren mit mitreißenden Riffs, zarten Leadgitarren, einer atmosphärischen Strophe und einem brachialen Chorus. Und trotz seiner acht Minuten wirkt das Stück absolut kompakt. Das Schöne daran ist: Es ist nicht nur dieser Song, der mitreißt. Es steckt eine Menge Liebe zum Detail in der Musik. Sie nimmt unerwartete Wendungen, steigert sich, hat mal betörend schöne, verzaubernde Momente und nimmt dann wieder dramatische und düstere Wendungen. Insofern passt der Titel „Wilderness“ sehr gut zum Album, denn auch dort kann sich das Leben frei und ungehindert ausbreiten.</p>
<h2>CAIRISS agieren sehr frei und setzen sich auf ihrem Debüt „Wilderness“ kaum Grenzen.</h2>
<p>„Wilderness“ ist anzumerken, dass bei CAIRISS alle Musiker*innen ihre Talente einbringen dürfen. Im Zentrum des Albums steht dennoch Sängerin Freya Brown, die neben einer intensiven und sehr starken Scream-Gesangsperformance auch als Texterin und Coverkünstlerin die Band ästhetisch prägt. Ihr Gesangsgegenstück ist Lydia Williams, deren Sopranstimme CAIRISS immer wieder etwas in Richtung Gothic Metal bringt. Auch die Instrumentalisten zeigen sich als gut eingespielt, gerade die Gitarristen toben sich aus, mit markanten Riffs und beachtlichen Soli. Das wird in „The Guide“ ausgekostet: Es beginnt als ruhiger Prog- und Post Rock-Song und baut sich groß auf, zerschmettert dann jegliche Harmonie und wird im zweiten Drittel aggressiv, aber dennoch bleibt dieses Artrock-Flair bestehen. Hier zeigt sich aber auch, womit CAIRISS zu kämpfen haben: diese großen, ausufernden Songs unter Kontrolle zu halten. Etwas mehr Straffung hätte dem Material gutgetan.</p>
<p>Dass es auch Songs gibt, an denen wirklich alles passt, beweist nicht nur der Opener, sondern auch das berührende „Wildfire“. Insgesamt balancieren CAIRISS geschickt auf diesem breiten stilistischen Terrain, um Kitschfallen weitgehend zu vermeiden. Sie lassen es aber zu, dass sie sich hin und wieder sentimental zeigen, und hier fangen sie ihr Publikum immer wieder ein, auch wenn sie sich zwischendurch mal verzetteln. Das passiert aber selten. Durch die immer wieder eingestreute Raserei ist die Band äußerst effektiv, und gerade, wenn sich aus den impulsiven Teilen wunderschöne Harmonien herauslösen, ist „Wilderness“ am besten. Dabei ist es egal, ob in den Songs märchenhafte <a href="https://vampster.com/bands/sigur-ros/">SIGUR ROS</a>-Momente („The Guide“ und „Wildfire“) stehen, ob sich <a href="https://vampster.com/bands/opeth/">OPETH</a>-Soli („Dissociate“) einschleichen oder ob sich CAIRISS der relativ klassischen Subgenre-Ausrichtung von <a href="https://vampster.com/bands/alcest/">ALCEST</a> und<a href="https://vampster.com/bands/sylvaine/"> SYLVAINE</a> hingeben, wie „Nervosa“ gleich zu Beginn verdeutlicht.</p>
<h2>Auch wenn das Songwriting stringenter hätte sein dürfen, CAIRISS zeigen auf „Wilderness“, dass sie sich als Independent-Band nicht verstecken müssen.</h2>
<p>Auch der Sound von „Wilderness“ ist wuchtig und voluminös, sodass CAIRISS in allen Belangen absolut konkurrenzfähig sind, selbst im direkten Vergleich mit den Big Playern im Genre. Und auch wenn das Songwriting gestrafft werden dürfte scheint es, als würden CAIRISS zwischendurch die Songs aus den Augen verlieren – glücklicherweise finden sie immer wieder ihre Richtung und bringen die Stücke zu einem befriedigenden Abschluss. CAIRISS und ihr leidenschaftliches Debütalbum sind ein lebender Beweis dafür, dass sich große Bands auch abseits der einschlägigen Labels finden. Wer melancholische und mitunter auch impulsive Musik liebt, die zwischen Post Metal, Post Rock, Black Metal, Shoegaze und Progressive Metal mäandert, liegt mit diesem Debütalbum goldrichtig.</p>
<p>Wertung: 7,5 von 10 Naturschutzgebiete</p>
<p>VÖ: 31. Juli 2026</p>
<p>Spielzeit: 42:40</p>
<p>Line-<br />
Lydia Williams – Vocals<br />
Freya Brown – Vocals, Lyrics<br />
Ethan Bishop – Guitars, Vocals<br />
Martin Williams – Guitars, Vocals<br />
Alex Taylor – Bass<br />
Connor Frapwell – Drums</p>
<p>Label: Eigenproduktion</p>
<h4>CAIRISS „Wilderness“ Tracklist:</h4>
<p>1.<a href="https://youtu.be/8F4_c4s2AIc?si=w8o1Qnr_jEenKuW8"> Nervosa (Official Video bei Youtube) </a><br />
2. <a href="https://youtu.be/fguaLjXSyo4?si=oN7M2NMkFYuyBXW8">The Guide (Official Audio bei Youtube) </a><br />
3. <a href="https://youtu.be/ajNpWfGHon8?si=IeaLajS9eXMR-W_O">Integrate (Official Audio bei Youtube) </a><br />
4. <a href="https://youtu.be/Ws29s-6S81E?si=8lvrOBrFq9aUK2L2">Dissociate (Official Audio bei Youtube) </a><br />
5. <a href="https://youtu.be/DOGT5w4MqNE?si=OE3kBFXhiriQm1L4">Retrace (Official Audio bei Youtube) </a><br />
6. <a href="https://youtu.be/x__dEDCsa0A?si=0-NuBwzmDT9YbzY1">Wildfire (Official Lyric Video bei Youtube) </a></p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://cairiss.bandcamp.com/">https://cairiss.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/cairiss_band">https://www.instagram.com/cairiss_band</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/Cairiss">https://www.facebook.com/Cairiss</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[CAIRISS]]></band>
<genres><![CDATA[progressive metal, Post Metal, black metal]]></genres>
<wpid>425956</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SKUGGOR: The Expanse</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/skuggor-the-expanse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 03:36:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SKUGGOR]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=425881</guid>

					<description><![CDATA[Komisch: Wo mir früher der Synthesizer als atmosphärische Untermalung naturmystischer Metal-Musik nicht nur taugte, sondern ich geradezu nicht ohne ihn konnte, erscheint er mir nun eher als unnötiger Ballast, als störend regelrecht. Klar, Ausnahmen bestätigen diese Regel, aber gehören SKUGGOR, die sich in Name und Artwork ja nun wirklich kaum mehr Wald und Wiese verschreiben könnten, auch dazu?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left">Eindeutig jein. Vielleicht liegt es daran, dass die Texte auf Englisch sind, vielleicht daran, dass ich mit dem Titel &#8222;The Expanse&#8220; eine Science-Fiction-Serie assoziiere, aber <a href="https://vampster.com/bands/skuggor/">SKUGGOR</a> starten ihr neues Album ja auch noch mit irgendwie nach Weltraum klingendem Synthesizer, so dass es eine Weile dauert, bis die gewünschte Waldeinsamkeitsstimmung mich erreicht. Und die soll es ja erklärtermaßen sein: &#8222;The Expanse&#8220; ist, na klar, eine naturverbundene Meditation über Leben und Tod und traditioneller Black Metal der melodischen, getragenen und atmosphärischen Sorte, mit ganz viel Wiederholung; und wer jetzt weiß, was ihn erwartet, der weiß das.</p>
<p>Der Synthesizer indes erwartet ihn am leidenschaftlichsten. Er ist das tragende Instrument hier, und in der richtigen Stimmung können SKUGGOR mit ihm durchaus Welten öffnen, die einem im Wald sonst verborgen bleiben: &#8222;Hem&#8220; beispielsweise begeistert mit erhabener Melodik und epischer Atmosphäre, wie das sein soll. Sowieso setzt die zweite Hälfte des Albums nicht mehr ganz so stark auf die Kraft der Wiederholung, sondern es werden immer mal wieder Variationen eingestreut, die das erneute Hören spannender machen.</p>
<h2>Schwieriger Sound, fehlende Dynamik: &#8222;The Expanse&#8220; ist kein Highlight</h2>
<p>Ein dickes Minus hat &#8222;The Expanse&#8220; dann aber leider in puncto Klang zu verzeichnen: Sicher, das klingt alles nach 90er und alles andere als überproduziert, aber muss es denn so&#8230; egal klingen? Insbesondere das lasche Schlagzeug mit der dumpfen Snare ist mir ein Rätsel, und der Gitarrensound ist kratzig und sonst nicht so viel. Gut, so kommt der Synthesizer ordentlich zur Geltung, aber das ist dann auch alles.</p>
<p>Unterm Strich können SKUGGOR mit &#8222;The Expanse&#8220; leider nicht vollends überzeugen, weil es trotz viel Atmosphäre und Know-How an Kohärenz und Dynamik mangelt. Selbst als sie in &#8222;The Storm&#8220; einen &#8211; wer hätt&#8217;s gedacht &#8211; Sturm entfesseln wollen, mit Blast Beats und allem, fühlt sich der irgendwie gebremst und stockend an. Verlorene Zeit ist ein Spaziergang mit &#8222;The Expanse&#8220; im Ohr zwar nicht, aber wenn ich daran denke, was beispielsweise <a href="https://vampster.com/bands/fornhem/">FORNHEM</a> mit einem ähnlichen Ansatz (aber eben ohne Synthesizer) an Kraft und Atmosphäre erzeugen können, werde ich für SKUGGOR leider keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen können.</p>
<p>Spielzeit: 34:45 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 04.09.2026</p>
<p>Label: Nordvis</p>
<h2>SKUGGOR „The Expanse“ Tracklist</h2>
<p>1. The Expanse (<a href="https://nordvis.lnk.to/expanse-single" target="_blank" rel="noopener">Audio als Stream</a>)<br />
2. The Fire (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=s8z_BanJ6tI" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
3. The Trance<br />
4. Hem<br />
5. The Storm (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=tPhEIahDZFI" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
6. The Nothing</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SKUGGOR]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>425881</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>BÜLENT CEYLAN: B.L.N.T.</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/buelent-ceylan-b-l-n-t/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Boyny]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 08:45:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BÜLENT CEYLAN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=425717</guid>

					<description><![CDATA[Ein Comedian, der nun bereits sein zweites Album veröffentlicht, noch dazu bei einem Big Player wie Napalm Records – das klingt ja erstmal nach einer Erfolgsstory. Aber ist das wirklich so? Wir haben uns erlaubt, mal genau hinzuhören!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heavy Metal und Rockmusik scheinen, warum auch immer, plötzlich furchtbar hip zu sein. Drittklassige Soapdarsteller sitzen mit <a href="https://VAMPSTER.COM/BANDS/METALLICA/">METALLICA</a>-Shirts in viertklassigen Sendungen, halten aber „Blackened“ für eine neue Backmischung vom Discounter. Jeder, der auch mal furchtbar böse im Fernsehen gucken möchte, pommesgabelt einfach mal ein bisschen rum. Modeketten verbimmeln komplett auf Mainstream gebügelte Bandshirts und weil all das noch nicht reicht, treten harte Bands, oder solche, die sich dafür halten, plötzlich sonntagmorgens vor Busladungen von Schlagerrentnern im ZDF auf. Und genau bei diesem Publikum wird <a href="https://vampster.com/bands/buelent-ceylan/">BÜLENT CEYLAN</a> mit diesem Album punkten.</p>
<h2><strong>&#8222;Stumpf ist Trumpf.“: Nomen est omen! </strong></h2>
<p>Für alle anderen ist dieses Machwerk einfach völlig uninteressant, um nicht zu sagen indiskutabel. Gleich im ersten Song bringt es CEYLAN auf den Punkt: „Stumpf ist Trumpf.“ Oder wie ich ihn nenne: Nomen est omen. Das Ganze soll wohl neue deutsche Härte sein, tatsächlich ist es nichts anderes als scooteresces Rumgeballer mit Vocals, für die auch ein Drittklässler im Aufsatz die Benotung „Thema verfehlt“ bekommen hätte. Mit dem Nachfolger „5 vor 12“ geht es direkt exakt so weiter. NDH-Müll at its best, der sich vom Einstiegssong nur dadurch unterscheidet, dass er im Refrain schamlos bei Peter Schillings „Die Wüste lebt“ klaut. Und wer jetzt meint, wir hätten die nach oben offene Peinlichkeitsskala schon bis ans Limit ausgereizt, der kann sich bei den kommenden beiden Songs vom Gegenteil überzeugen. Dabei, und das meine ich tatsächlich ernst, ist die Ballade „Wir haben gelebt“ musikalisch gar nicht sooooo schlecht. Aber eine textlich derartig offensichtliche Anbiederei an die Onkelz zertrampelt das gerade zaghaft angewachsene Pflänzchen der Hoffnung wieder gnadenlos. Das folgende „Wolfsherz“ dürfte inzwischen mehr als bekannt sein, ebenso die Tatsache, dass sich die selbsternannte „Metal Queen“ <a href="https://vampster.com/bands/doro/">DORO</a> (hier darf man durchaus anderer Meinung sein) inzwischen für jeden Mist hergibt. Gute Güte, was ein Gewimmer! Ich brauch &#8217;ne Pause!</p>
<h2><strong>„Ich hab nen Pferdeschwanz oder Dauerwelle, Frauen fassen mir ins Haar, werden wuschig auf der Stelle.“ Echt jetzt?</strong></h2>
<p>Einmal durchgeatmet, es geht mit EBM der eher schlechten Sorte weiter, „Keiner kommt hier lebend raus“, dessen Refrain aber durchaus auch dem unheiligen Schlagergrafen gut zu Gesicht stehen würde. Und siehe da, Henning Verlage, seines Zeichens Mastermind hinter UNHEILIG, ist auch dabei. Man geht offensichtlich auf Nummer sicher! Zwischendurch wird noch ein bisschen mitten im Song rumgebrüllt. Das ist alles nicht schön. Ich mag nicht mehr. Deshalb beschränken wir uns für den Rest der Platte auf die schlimmste Peinlichkeit. Und es soll keiner sagen, ich hätte nicht vorher gewarnt!</p>
<p>Im Song „Lange Haare“ heißt es tatsächlich „Ich hab nen Pferdeschwanz oder Dauerwelle, Frauen fassen mir ins Haar, werden wuschig auf der Stelle.“ Echt jetzt? Na klar, man kann die Comedy von der Musik bei einem Künstler wie BÜLENT CEYLAN nicht trennen. Aber dann, lieber Bülent, mach doch ein Album mit lustigen Schunkelliedern für deine Zierlgruppe und halte den Metal da raus. Bei „Leck mich Tag“ wird es dann noch mal fremdschämend onkelfreiwildig im Text. Er scheint zu erahnen, was diese Platte an Kritiken einfährt, und teilt vorsorglich mal mit, dass es ihm wohl egal ist. Dann sind wir uns ja einig, dein Machwerk ist mir ebenfalls komplett egal. Was mich aber wirklich kolossal ärgert, ist, dass so ein musikalischer Tiefflug bei einem so namhaften Label erscheint, während sich da draußen weltweit ein Haufen großartiger Nachwuchsbands den Arsch abspielt, die nicht das Standing eines aus dem TV bekannten Komikers haben und deshalb wahrscheinlich niemals die Chance auf einen Labelvertrag haben. Na ja, nächstes Jahr meinetwegen auf <a href="https://VAMPSTER.COM/BANDS/WACKEN-OPEN-AIR/">WACKEN</a>, vor zehntausenden Eventtouristen in H&amp;M-Maiden-Shirts. Da wird dieser Mist funktionieren. Oder im ZDF-Fernsehgarten. Wobei … Da war er ja schon. Mit DORO. Und da schließt sich dann ein Kreis. Not my Kind of Metal!</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 12. September 2026</p>
<p>Label:  Napalm Records</p>
<h2>BÜLENT CEYLAN „B.L.N.T.“ Tracklist</h2>
<ol>
<li>Stumpf ist Trumpf  (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=b55Ytf1gkok" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Fünf vor Zwölf</li>
<li>Wir haben gelebt</li>
<li>Wolfsherz (feat. Doro) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=KBSrym6DYQ4" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Keiner kommt hier lebend raus</li>
<li>Habt euch endlich alle lieb (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=m8LAFkRepFk" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)</li>
<li>Lange Haare</li>
<li>Randale und Radau (feat. Michael Rhein)</li>
<li>Ein Hoch auf die beschissenen Zeiten</li>
<li>Leck mich Tag</li>
<li>Diktatürk (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=XJf34Xwqk4Y" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Am Ende gut</li>
</ol>
<p>Mehr im Netz:</p>
<p><a href="https://buelent-ceylan.de/" target="_blank" rel="noopener">buelent-ceylan.de</a><br />
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]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[BÜLENT CEYLAN]]></band>
<genres><![CDATA[Fernsehgarten, neue deutsche härte]]></genres>
<wpid>425717</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>VILLAGERS OF IOANNINA CITY: Venceremos</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/villagers-of-ioannina-city-venceremos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Boyny]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 08:38:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[VILLAGERS OF IOANNINA CITY]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=425710</guid>

					<description><![CDATA[Griechenlands Best lassen es wieder grooven und riffen. Dabei hängt die Latte verdammt hoch, haben doch VILLAGERS OF IOANNINA CITY bisher noch nicht einen schlechten Song geschrieben!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die griechischen Folk-Psychedelic-Classic- (hab ich was vergessen?) Rocker <a href="https://vampster.com/bands/villagers-of-ioannina-city/">VILLAGERS OF IOANNINA CITY</a> haben 2014 mit ihrem Debütalbum „Riza“ ein bisschen Staub im metallischen Untergrund aufgewirbelt, der sich 2019 mit der Veröffentlichung von „Age of Aquarius“ zu einem handfesten Sturm aufgebaut hat. Nun hat es satte sieben Jahre gedauert, bis es erneut frisches Epicfutter aus dem Land der Hellenen zur musikalischen Verköstigung gibt. Hat sich die Wartezeit gelohnt? Klares Ja. Mit dem neuen Album „Venceremos“ (frei übersetzt bedeutet das ungefähr „Wir werden siegen“) hat man das eh schon hohe Niveau seiner beiden Vorgänger nochmals auf ein neues Level gehoben.</p>
<h2><strong>Die Songintensität steigert sich, simultan steigt der Gänsehautfaktor</strong></h2>
<p>Nach einem kurzen Intro, das streng genommen komplett überflüssig ist, geht es gleich mit dem Opener „Home“ 10 Minuten zur Sache. Schon hier zeigt sich die große Stärke der Band, einen Song geduldig wachsen zu lassen. 10 Minuten können verdammt lang sein, nicht jedoch bei den VILLAGERS, die jede dieser 593 Sekunden mit wunderschönen Soundgebirgen voller folkloristischer Melodien ausfüllen. Dem schließt sich das im Vorfeld bereits ausgekoppelte „Ghosts in the Sky“ an, gefolgt vom inzwischen ebenfalls schon vorab veröffentlichten Titelsong.</p>
<h2>Kataplyktika! Was für ein Album!</h2>
<p>Und spätestens ab hier folgt die Songreihenfolge einer klaren Struktur mit sich stetig erhöhender Songintensität und simultan ansteigendem Gänsehautfaktor, deren Höhepunkt das 12-Minüter „Here and now“ darstellt. Schluss ist damit aber noch lange nicht. Es folgt mit „Epitaph“ der kürzeste Song, der im Grunde ein 3-½-minütiges Intro für den furiosen Abschluss „Requiem“ ist.<br />
Hauptsongwriter Alex Karametis gelingt es erneut, die wunderschönen, beinahe träumerisch-folkigen Melodien mit unglaublich energetischen und kraftvollen Riffs zu unterlegen. Überhaupt fragt man sich, woher dieser Mann die kreative Energie hat, immer wieder solch eine Breitwandmusik zu erschaffen. Zaubertrank? Überdosis Proteinshakes? Altgriechische Kräutermixturen? Ich habe keine Ahnung. Macht aber auch nichts. Solange er weiterhin derartig großes, episches und hühnerpellebildendes Zeug abliefert, soll es mich nicht jucken!</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 18. September 2026</p>
<p>Label: Napalm Records</p>
<p><strong>Line-Up:</strong><br />
Alex Karametis – Vocals, Guitars, Synths<br />
Akis Zois – Bass<br />
Aris Giannopoulos – Drums<br />
Dimitris Brentas – Winds</p>
<p>Mehr im Netz:</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/villagersofioanninacity" target="_blank" rel="noopener">facebook.com/villagersofioanninacity</a></p>
<p><a href="https://www.instagram.com/villagersofioanninacity" target="_blank" rel="noopener">instagram.com/villagersofioanninacity</a></p>
<h2>VILLAGERS OF IOANNINA CITY „Venceremos“ Tracklist</h2>
<p>1. Alienation<br />
2. Home<br />
3. Ghosts in the sky (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=V2qPiHWztsE" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4. Venceremos (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=q0b2l62ml1U" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5. The Ruiner<br />
6. No fear<br />
7. Here and now<br />
8. Epitaph<br />
9. Requiem</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-425712" src="https://vampster.com/wp-content/uploads/VIC_band_photo_1_by_Dubravka_Rasic-800x473.jpg" alt="" width="800" height="473" srcset="https://vampster.com/wp-content/uploads/VIC_band_photo_1_by_Dubravka_Rasic-800x473.jpg 800w, https://vampster.com/wp-content/uploads/VIC_band_photo_1_by_Dubravka_Rasic-1200x709.jpg 1200w, https://vampster.com/wp-content/uploads/VIC_band_photo_1_by_Dubravka_Rasic-380x225.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[VILLAGERS OF IOANNINA CITY]]></band>
<genres><![CDATA[progressive rock, stoner rock, psychedelic rock]]></genres>
<wpid>425710</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>FLUISTERAARS: Jacht der Mysteriën</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/fluisteraars-jacht-der-mysterien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 10:21:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[FLUISTERAARS]]></category>
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					<description><![CDATA[Wen die Dunkelheit verschlingt: FLUISTERAARS gehen auf ihrem sechsten Album „Jacht der Mysteriën“ nokturnen Geheimnissen und finsteren Geschichten auf den Grund.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hinter jedem Schatten lauert ein Dämon, in den Baumkronen sitzen die Gespenster und direkt im Nacken ist der Teufel. Und <a href="https://vampster.com/bands/fluisteraars/">FLUISTERAARS</a> treten auf als der Geisterreiter, der hinter den Hörer*innen herjagt. „Jacht der Mysteriën“ ist ein dunkles Album, etwas anderes als das farbenfrohe <a href="https://vampster.com/cd-reviews/fluisteraars-bloem/">„Bloem“</a>, als das impulsiv-improvisierte <a href="https://vampster.com/cd-reviews/fluisteraars-gegrepen-door-de-geest-der-zielsontluiking/">„Gegrepen Door de Geest der Zielsontluiking“</a> und selbstverständlich als das Ambient-Album <a href="https://vampster.com/cd-reviews/fluisteraars-manifestaties-van-de-ontworteling/">„Manifestaties van de Ontworteling“</a>. Unverkennbar ist die Handschrift der Niederländer dennoch: FLUISTERAARS haben eine eigene Aura, ein eigenes Flair, etwas das sich durch ihr Oeuvre hindurch zieht.</p>
<h2>In „Jacht der Mysteriën“ fließt all das ein, was FLUISTERAARs in den vergangenen 15 Jahren ausgezeichnet hat.</h2>
<p>In der Mystik von „Jacht der Mysteriën“ findet sich auch das folkloristische Element der EP-Trilogie „De Kronieken Van Het Verdwenen Kasteel“, im Vergleich dazu wird aber deutlich, dass die LoFi-Herangehensweise der EPs etwas anderes ist als das rohe Sounddesign von „Jacht der Mysteriën“. FLUISTERAARS leben hier den Minimalismus und zeigen erst auf den zweiten Blick, wie beeindruckend dieses Album ist. Während die restlichen Black Metal-Alben von FLUISTERAARS immer Liebe auf den ersten Blick darstellten, scheint „Jacht der Mysteriën“ zunächst einfach nur aus drei Riffs von Songwriter Mink Koops zu bestehen, in drei überlange Songs eingewoben. Doch die Skepsis verfliegt schnell – primitiv ist hier nämlich nichts.</p>
<p>Denn was sofort deutlich wird ist, wie sorgsam diese wenigen Riffs ausgearbeitet werden: Mit subtilen Variationen, sodass sie die überlangen Songs schnells ins Hirn fräsen. Raum und Zeit beginnen zu verschwimmen, sofern man sich auf das Album einlässt, kommen auch keinerlei Längen auf, so detailverliebt sind die Songs ausgestattet: Mit Maß und Ziel werden Synthesizer über die Songs geschichtet, und hier zeigt sich auf sehr subtiler Ebene, wie FLUISTERAARS anno 2026 ihr Improvisationstalent nutzen. Beginnend mit dem 13-minütigen „Grondeloos Donkere Bossen“ erzeugt die Band tranceartige Zustände. Die Grundstruktur des Songs ist simpel, ein Drumbeat mit Doublebass, ein Riff, darüber vereinzelte, schaurige Synthesizer und Bob Mollemas grimmiger Gesang. Die Variationen der Riffs innerhalb des Songs ist dabei hauchzart, das Lied fließt in seiner Morbidität kohärent dahin.</p>
<h2>Trance Made In Gelderland: Auf „Jacht der Mysteriën“ zeigen FLUISTERAARS, wie gehaltvoll so wenige Riffs sein können.</h2>
<p>Auf dieselbe Weise funktionieren auch die anderen beiden Songs: „Condities der Afstraffing“ hämmert rasant sich in den Kopf, ist wie ein Mahlstrom aus Riffs, mit Blast-Drumming, in das immer wieder Double Bass einstreut ist, und Leadgitarren, die abwechselnd mit dem Gesang und den Synthesizern immer wieder aus den Schatten auftauchen. Verglichen mit dem Opener ist hier aber auch ein langsamer Mittelteil zu hören, der die Komposition durchbricht. Ein beeindruckender Song, bei dem auch klar wird, dass die Livebesetzung von FLUISTERAARS den Charakter der Band nicht verwässert. Spätestens hier muss über ebenjene Besetzung gesprochen werden. „Jacht der Mysteriën“ wurde live in einem Take in einem alten Wasserturm eingespielt, und das ist die eigentliche Sensation an dem Album. Denn hier wird deutlich, wie sehr die Musik lebt, wie gut die Musiker eingespielt sind, und wie sie miteinander interagieren. „Jacht der Mysteriën“ ist Musik, die lebt, obwohl das zunächst gar nicht so richtig auffallen mag.</p>
<p>„Zwarte Zomermaan“ schließt das Album so ähnlich, wie es begonnen hat ab. Der Song nimmt aber nach fünf Minuten eine andere Richtung, spielt mit Dynamik und bäumt sich immer mehr auf, dann fließt es aus und besteht am Ende doch noch nur aus Ambient-Schichten. Leider haben sich FLUISTERAARS mit diesem ausufernden Outro etwas verschätzt: Es fühlt sich so an, als müsste da am Ende noch etwas stehen, stattdessen faded der Song relativ belanglos aus und auf den abschließenden Knall wartet man vergeblich. Dass die letzten sechs bis acht Minuten nicht um die Hälfte gekürzt wurden, ist schade. Davon abgesehen funktioniert das Album sehr gut. Wie klar und fokussiert das Songwriting sein muss, um aus so wenigen Riffs etwas so Gehaltvolles herauszupressen, ist allein schon beeindruckend.</p>
<h2>Die Ästhetik von FLUISTERAARS ist dieselbe, die Musik auf „Jacht der Mysteriën“ wirkt erwachsener als zuvor.</h2>
<p>Die Niederlande mögen nicht für ihre Wälder, für die abgeschiedenen Gegenden und die düsteren Geheimnisse bekannt sein. FLUISTERAARS erforschen mit der Meditation „Jacht der Mysteriën“ die finstere Vergangenheit ihrer Heimat und beeindrucken dabei sowohl auf kompositorischer als auch auf handwerklicher Ebene. Gerade hier kommt alles zusammen: Das fokussierte Songwriting, die Performance der Musiker, die Produktion, all das macht deutlich, dass FLUISTERAARS‘ Karriere nach „Gegrepen Door de Geest der Zielsontluiking“ eine Wendung nahm. Der Verve der Jugend ist einer neuen Ernsthaftigkeit gewichen, die nach dem vagen Abgrenzungsversuch „Manifestaties van de Ontworteling“ in eine erwachsenere Richtung übergeht. Vielleicht ist „Jacht der Mysteriën“ gerade deshalb ein beeindruckend atmosphärisches, dunkles Album geworden, das langsam entdeckt werden will.</p>
<p>Wertung: 8 von 10 Spukgestalten</p>
<p>VÖ: 11. September 2026</p>
<p>Spielzeit: 43:27</p>
<p>Line-Up:<br />
M. Koops &#8211; Music and Guitars<br />
B. Mollema &#8211; Vocals and Lyrics<br />
N. de Wit &#8211; Drums<br />
T. Cochrane &#8211; Bass<br />
S. Claessen &amp; A. van Bennekom &#8211; Lawine van Duisternis<br />
Reus van de Steenen Tafel &#8211; Ruimte</p>
<p>Label: Eisenwald</p>
<h4>FLUISTERAARS „Jacht der Mysteriën“ Tracklist:</h4>
<p>1. Grondeloos Donkere Bossen<br />
2. <a href="https://youtu.be/_NpPZ4ChtAk?si=n-h2n8TF32Ls9Ul1">Condities der Afstraffing (Official Audio bei Youtube) </a><br />
3. Zwarze Zomermaan</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://fluisteraars.bandcamp.com/">https://fluisteraars.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/fluisteraars_bennekom/">https://www.instagram.com/fluisteraars_bennekom/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/Fluisteraars/">https://www.facebook.com/Fluisteraars/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FLUISTERAARS]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>425648</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>HARLOTT: Exsequiis</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/harlott-exsequiis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[agony&#38;ecstasy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 09:27:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[HARLOTT]]></category>
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					<description><![CDATA[Sechs Jahre haben HARLOTT gebraucht, um den Nachfolger für “Detritus Of The Final Age” zu veröffentlichen. Hat sich das Warten gelohnt? Aber hallo! ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>“<a href="https://vampster.com/cd-reviews/harlott-detritus-of-the-final-age/">Detritus Of The Final Age</a>”, das letzte Album der Aussie-Thrasher von <a href="https://vampster.com/bands/harlott/">HARLOTT</a>, erschien 2026. 2023, beim <a href="https://vampster.com/live-reviews/thrash-triple-threat-mit-pripjat-harlott-und-fabulous-desaster-am-07-07-2023-im-mtc-koeln/">Auftritt der Band im MTC in Köln</a> erzählte mir Andrew Hudson noch, dass der Nachfolger 2024 erscheinen sollte. Einen neuen Song hatte die Band damals auch schon im Programm. Warum es dann doch nochmal zwei Jahre länger gedauert hat, man weiß es nicht. Aber immerhin ist das Line Up der Band stabil geblieben. Während das Infoschreiben gleich vom bisher kühnsten Sprung vorwärts schreibt, den die Band mit “Exsequiis” macht, würde ich sagen, dass die Band eher konsequent den Weg des Vorgänger-Albums fortschreitet. Sprich, man ist immer noch tief im klassischen Thrash Metal amerikanischer Prägung verwurzelt, gibt dem Ganzen aber einen etwas zeitgemäßen Anstrich und lässt auch mal ein wenig Death Metal einfließen. Dazu gesellt sich der vereinzelte Einsatz von Klargesang, allerdings nur bei einigen wenigen Songs und dort sehr akzentuiert.</p>
<h2>HARLOTT gehen ihren eingeschlagenen Weg auf “Exsequiis” konsequent weiter</h2>
<p>Nach dem kurzen Intro “Incipiam” legen HARLOTT mit “Void” direkt richtig brachial los. Das hat etwas von späteren <a href="https://vampster.com/bands/exodus/">EXODUS</a>, aber auch die bereits auf dem Vorgänger implementierten düsteren Death Metal-Einflüsse schimmern durch. Später greifen HARLOTT auch nochmal die Gitarrenharmonie aus “Incipiam” auf. Da passiert auf jeden Fall schon eine ganze Menge in diesem Song. “Messiah Simplex” wird gleich mit Blastbeats eröffnet und leicht dissonanten Gitarren eröffnet.Dazwischen gibt es aber auch viele mehr oder weniger klassische Thrasher, zum Beispiel “Trial By Liar” klassischer Thrasher, der zwischen High Speed Gebretter und Mid Tempo wechselt, der düstere Up Tempo Thrasher “The God That Knows No Name”, der Midtempo Groover “The Joyful Strain” oder “Vice Borne”, bei dem die Band von vorne bis hinten Knallgas gibt, allerdings mit Klargesang im Refrain Akzente setzt.</p>
<h2>HARLOTT zeigen sich auf “Exsequiis” als spielerisch perfekt geölte Maschine</h2>
<p>“Endling” ist mit fast sechseinalb Minuten der längste Song auf “Exsequiis” und bleibt damit ein gutes Stück unter den beiden Longtracks auf “Detritus Of The Final Age”, was allerdings nicht heißt, dass hier weniger passiert. Viele Tempowechsel, erneut ein wenig Klargesang und das Gitarrenduo tobt sich stellenweise richtig aus. Das ist schon ein ganz schöner Brocken, der zeigt, wie stark jeder einzelne der beteiligten Musiker ist. Das muss man generell nochmal erwähnen, spielerisch ist die Band unfassbar tight und baut in jedem Song die eine oder andere spielerische Raffinesse ein, sei es nun ein Break, Drumfill oder eben diverse Gitarrenspielereien. Sehr gut gefällt mir auch der sehr prominent im Mix platzierte Bass von Tom Richards. Und dann eben noch der Gesang von Andrew Hudson, der so angepisst wie eh und je klingt aber eben zu keiner Zeit in monotones Geschrei ausartet. Hier weiß jeder einzelne sehr gut, was er tut.</p>
<p>Der, das Album abschließende Titelsong, startet langsam, düster, bedrohlich, bevor der Song als Uptempo Thrasher los legt. Kurz vor Schluss gibt es dann einen intensiven Part mit Blastbeats und lateinischen Chorälen, bevor HARLOTT das Stück dann wieder im Thrash Beat zu Ende bringen. Starker Abschluss eines hervorragenden Albums! HARLOTT haben die lange Zeit zwischen “Detritus Of The Final Age” und “Exsequiis” offenbar genutzt und sehr viel Arbeit ins Songwriting gesteckt, so dass ich das neue Album als das bisher stärkste der Band einschätzen würde, auch weil es der Band gelingt, trotz Roots-Treue eben nicht nach Retro-Thrash zu klingen. Starke Leistung!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 11.09.2026</p>
<p>Spielzeit: 47:49</p>
<p>Line-Up:<br />
Andrew Hudson &#8211; guitars, vocals<br />
Tom Richards &#8211; bass, vocals<br />
Leigh Bartley &#8211; guitars<br />
Glen Trayhern &#8211; drums</p>
<p>Label: Metal Blade Records</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/HarlottOfficial">https://www.facebook.com/HarlottOfficial</a><br />
Bandcamp: <a href="https://harlottmetal.bandcamp.com">https://harlottmetal.bandcamp.com</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/harlottofficial">https://www.instagram.com/harlottofficial</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>HARLOTT „Exsequiis“ Tracklist:</h2>
<p>01. Incipiam<br />
02. Void<br />
03. Messiah Simplex<br />
04. Trial by Liar (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=dbqfEKcpr0A" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
05. The God That Knows No Name<br />
06. Kleptogenesis<br />
07. A Still More Glorious Dawn Awaits<br />
08. The Joyful Stain (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=MgdX6aZAAjM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
09. Endling<br />
10. Vice Borne<br />
11. Exsequiis</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[HARLOTT]]></band>
<genres><![CDATA[thrash metal]]></genres>
<wpid>425585</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>LAMMOTH: Onward</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/lammoth-onward/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 12:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[LAMMOTH]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass wir das noch erleben dürfen: „Onward“, das Debütalbum von LAMMOTH, bringt neue Impulse in den Tolkien-Black Metal. Und Spaß machen die neun Songs außerdem.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alles schon da gewesen im Tolkien-Metal? Wirklich alles? Das hier definitiv nicht. Statt <a href="https://vampster.com/bands/summoning/">SUMMONING</a>-Worshippig zu betreiben, sind <a href="https://vampster.com/bands/lammoth/">LAMMOTH</a> musikalisch völlig anders unterwegs. Mit „Onward“ hat das Projekt aus North Carolina einen kleinen Hype ausgelöst, zumindest bei denen, die (Post) Black Metal, Comfy Synth und Chiptune (!) gut finden. Und das Konzept? Nun, es geht um das Pony Bill, ein armes, unterdrücktes Wesen, das Frodo und seine Gefährten begleitet und in dieser Kameradschaft neu aufblüht. Für Robert Sandford, den Musiker hinter LAMMOTH, ist diese Geschichte der Freundschaft eine Parabel für Zusammenhalt und den Sieg über den Faschismus.</p>
<h2>Ein Pony und ein paar Hobbits besiegen den Faschismus: Mit „Onward“ erzählen LAMMOTH eine hoffnungsspendende Geschichte.</h2>
<p>Wenig überraschend, dass „Onward“ kein finsteres, misanthropisches Black Metal-Album ist, sondern irgendwie <em>cute</em> rüberkommt. Das passt zu den Hobbits, das passt zum Pony und zur hoffnungsvollen Grundausrichtung. Spätestens jetzt sind sie alle weg, die grimmigen Black Metal-Puristen, aber der Rest kann eine Menge Tolles auf LAMMOTHs erstem Album entdecken. Leidenschaftliche Riffs, schnelle Blasts, Analog-Synthesizer, melancholische Momente zwischen Schwelgen und Epik, eingebettet in ein recht rohes Klangbild ergeben eine definitiv originelle Mischung und stellt einen großen Sprung dar, nach dem eher klassischen, mit Dungeon Synth gewürzten USBM, den LAMMOTH in der Vergangenheit spielten.</p>
<p>„Onward“ als <em>cute</em> zu bezeichnen ist sicher nicht verkehrt, aber das ist nur vordergründig wirklich korrekt. LAMMOTHs märchenhaftem Ansatz zum Trotz stecken in der Musik Kraft und Stärke. Das wird erst nach und nach deutlich, denn „Poor Old Half-Starved Pony“, dessen niedliche Keyboard-Melodie das Album einleitet, wird dann zu einem rasanten Song, der mit Verve und Leidenschaft die Hörer*innen überrollt. Im Weiteren Verlauf findet Robert Sanford auch genau hier seine Komfortzone: „To Free (Bill)“, „A Gardener“ und „Horsethieving“ sind ungebremste Post Black Metal-Songs mit wunderbaren Synthesizern und Screamo-Vocals, aber richtig gut klingen die etwas langsameren, zur Epik neigenden Songs wie „Farewell, Good Beast Of Burden“ und „The Road To Bree“, die das wunderschöne Cover perfekt vertonen.</p>
<h2>LAMMOTH lassen sich nicht limitieren: „Onward“ ist ein deutlicher Schritt nach vorne für die US-Band.</h2>
<p>Am Ende steht mit „A Final Parting“ dann aber der beeindruckendste Track, in dem LAMMOTH auf das Schlagzeug (oder den Drumcomputer) verzichten und dafür IDM-Beats einsetzen. Dieses Wagnis geht perfekt auf, gerade weil das etwas roh knarzende Drumkit die Achillesferse des Albums ist und zu oft unter den knarzigen Gitarren verschwimmt. Dass das wohl Absicht war, zeigt sich mit Blick auf die Debüt-EP „Tales Of Treachery“, die insgesamt wuchtiger klingt. Am Ende machen diese 40 Minuten Musik aber glücklich. Und gerade in dieser gespaltenen Welt, haben LAMMOTH eine Ode an die Freundschaft geschrieben, gepaart mit der Hoffnung, dass nicht nur Hobbits und Ponys, sondern auch die Menschen die düstersten Zeiten überstehen können.</p>
<p>Wertung: 7 von 9 Striegel</p>
<p>VÖ: 7. August 2026</p>
<p>Spielzeit: 38:17</p>
<p>Line-Up:<br />
Robert Sanford – Vocals, Instruments</p>
<p>Label: Fiadh Productions</p>
<h4>LAMMOTH „Onward“ Tracklist:</h4>
<p>1. Poor Old Half-Starved Pony<br />
2. To Be Free (Bill)<br />
3. A Gardener<br />
4. Farewell, Good Beast Of Burden<br />
5. A Fox Passing Through The Woods On Business Of Their Own<br />
6. The Road To Bree<br />
7. We Were Born to Suffer<br />
8. Horsethieving<br />
9. A Final Parting</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://lammothofficial.bandcamp.com">https://lammothofficial.bandcamp.com</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/lammoth.official/">https://www.instagram.com/lammoth.official/</a><br />
<a href="https://bsky.app/profile/lammoth.bsky.social">https://bsky.app/profile/lammoth.bsky.social</a><br />
<a href="https://ampwall.com/a/lammoth">https://ampwall.com/a/lammoth</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[LAMMOTH]]></band>
<genres><![CDATA[electronic, black metal]]></genres>
<wpid>425500</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ARCHGOAT: Nightbringer, Lightbringer</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/archgoat-nightbringer-lightbringer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 12:37:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ARCHGOAT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=425478</guid>

					<description><![CDATA[Licht aus, Licht an? ARCHGOATs sechstes Album klingt bemüht, die Power fehlt aber. „Nightbringer, Lightbringer“ ist leider kein Highlight in der Diskografie des kultigen finnischen Black/Death Metal-Trios.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kein Problem, aus dem Reim „Nightbringer, Lightbringer“ lässt sich eine Bedeutung herbeiphantasieren, die perfekt zum satanischen Image von <a href="https://vampster.com/bands/archgoat/">ARCHGOAT</a> passt. Dieses Geschwafel von wegen Spannung aus und Spiegelung von Licht und Dunkelheit zum Zwecke der totalen Zerstörung wirkt etwas altbacken und wenig originell, passt aber zu ARCHGOATs limitiertem Spektrum. Das klingt jetzt gemein, aber wer ARCHGOAT kennt, erwartet nichts anderes als infernalisches Geprügel, Chaos an der Schwelle zwischen altmodischem Black Metal und Death Metal und den immergleichen Botschaften. Doch nun gilt: Das finnische Trio beherrscht seine Disziplin gut, aber es schleichen sich Ermüdungserscheinungen ein.</p>
<h2>Wenn ARCHGOAT Vollgas geben, macht „Nightbringer, Lightbringer“ Spaß, davon abgesehen wirken die Finnen etwas müde.</h2>
<p>Fünf Jahre nach dem letzten Album <a href="https://vampster.com/cd-reviews/archgoat-worship-the-eternal-darkness/">„Worship The Eternal Darkness“</a> und viereinhalb nach der EP<a href="https://vampster.com/cd-reviews/archgoat-all-christianity-ends-ep/"> „All Christianity Ends“</a> gehen ARCHGOAT ein wenig lahm – oder haben sie ihre Songs einfach besser unter Kontrolle als zuvor? Vielleicht liegt die Wahrheit ein wenig dazwischen. „Nightbringer, Lightbringer“ startet zumindest mit angezogener Handbremse. Zwar sägen die Riffs von Ritual Butcher, Angelslayer gurgelt fröhlich drauflos und das Schlagzeug von Goat Aggressor knüppelt beherzt, aber auch trotz der eingängigen Momente wirkt die Band etwas müde. Und wie soll der Rest klingen, wenn schon ein Uptemposong nicht mitreißen kann? Das langsame Stück „The Dawn To Armageddon“ kommt nicht so recht in die Gänge und ist nur wenig heavy. Immerhin, das melodische Tremoloriff bringt etwas Atmosphäre und rettet das Lied.</p>
<p>Danach finden ARCHGOAT endlich wieder ihre Form: „Iconoclasm The Nazarene“ ist chaotisch und es dominiert primitives Geprügel, bei dem auch die Energie und der Wahnsinn wieder Einzug halten; so funktionieren ARCHGOAT eben am besten. Und glücklicherweise gibt es mit „Blood Of Jesus Spilling Upon The Earth“, dem thrashigen „The Light Behind The Horns“ und dem Abschlusssong „Obsidian Reflection Of Anti-Light“ der zwischen Furor und atmosphärischer Heaviness pendelt, doch noch ein paar Songs, die wirklich Spaß machen – wenn auch nicht ganz so wie auf den letzten Alben. Das Ganze klingt dank der morbiden Atmosphäre besser als BLASPHEMY, aber die gnadenlose Energie von jungen Bands wie <a href="https://vampster.com/bands/black-curse/">BLACK CURSE</a> fehlt hier, weshalb auch Songs wie „Keys Of Hell And Of Death“ und „Reaper Of Christianity“ erschreckend blass bleiben.</p>
<h2>ARCHGOAT nutzen das Potenzial der Songs nicht aus: „Nightbringer, Lightbringer“ hätte der abwechslungsreichen Songs wegen das Zeug zu einem richtig guten Album.</h2>
<p>„Nightbringer, Lightbringer“ ist nicht nur<em> old-school as fuck</em>, sondern vor allem, seien wir ehrlich, auch irgendwie <em>old</em>. Das ist schon schade, denn erstens waren ARCHGOAT immer ein Garant für geschmackloses Geholze, und zweitens ist „Nightbringer, Lightbringer“ stilistisch relativ ausgewogen und hat sowohl groovy Midtempo-Songs als auch pfeilschnelle Prügeltracks auf dem Album, sodass sich in der Theorie ein starkes Album ergeben müsste. Ganz dem Titel gemäß besteht „Nightbringer, Lightbringer“ aber aus Licht und Schatten. Vielleicht gehen ARCHGOAT also mittlerweile doch die Ideen aus – etwas, das der Verfasser beim Genuss der letzten EP noch kategorisch ausgeschlossen hatte. Aber viereinhalb Jahre später kann man das „infernalisch“ aus „infernalischem Trio“ bei einigen der Songs leider streichen. Schade!</p>
<p>Wertung: 6 von 11 Nachtlichter</p>
<p>VÖ: 11. September 2026</p>
<p>Spielzeit: 41:23</p>
<p>Line-Up:<br />
Angelslayer – Bass and Vocals<br />
Ritual Butcherer – Guitar<br />
Goat Aggressor – Drums</p>
<p>Label: Debemur Morti Productions</p>
<h4>ARCHGOAT „Nightbringer, Lightbringer“ Tracklist:</h4>
<p>1. Invocation 666<br />
2.<a href="https://youtu.be/Jp17LXa1rCo?si=RDBkvt8ePmrEdL-c"> Nightbringer, Lightbringer (Official Audio bei Youtube) </a><br />
3. The Dawn To Armageddon<br />
4. Iconoclasm The Nazarene<br />
5. Blood Of Jesus Spilling Upon The Earth<br />
6. The Stygian Millennium<br />
7. Invocation 999<br />
8. Keys Of Hell And Of Death<br />
9. The Light Behind The Horns<br />
10. Reaper Of Christianity<br />
11. Obsidian Reflection Of Anti-Light</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://archgoat666.bandcamp.com">https://archgoat666.bandcamp.com</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/archgoat.official/">https://www.facebook.com/archgoat.official/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ARCHGOAT]]></band>
<genres><![CDATA[death metal, black metal]]></genres>
<wpid>425478</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ASPEN SANCTUM: To Withhold The Need To Conquer</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/aspen-sanctum-to-withhold-the-need-to-conquer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 15:40:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ASPEN SANCTUM]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr als nur ein Genrebeitrag: ASPEN SANCTUMs Debütalbum „To Withhold The Need To Conquer“ ist ein berührendes Post Black Metal-Album, das sich nicht hinter den Veteranen des Genres verstecken muss.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stichtag Mitte August. Nach den ersten Unwettern ist er da, der Atem des Spätsommers. Die Wärme ist nach der erbarmungslosen Julihitze nicht mehr so drückend, und langsam ist der erste Hauch des Herbstes spürbar. In dieser wunderbaren Jahreszeit, in der sich die Welt darauf vorbereitet zu ruhen, verändert sich oft das Lebensgefühl ein wenig, womöglich liegt es am Licht oder an der Luft. Und so steht plötzlich wieder der Black Metal im Zentrum aller Sounds, zumindest beim Verfasser. <a href="https://vampster.com/bands/aspen-sanctum/">ASPEN SANCTUM</a> kommen gerade zur rechten Zeit, erinnern nicht nur durch das schöne Artwork daran, dass jetzt das schönste Licht des Jahres den Himmel erhellt, sondern liefern mit ihrem Debütalbum „To Withhold The Need To Conquer“ den passenden Soundtrack dafür.</p>
<h2>Der perfekte Soundtrack für den Spätsommer: ASPEN SANCTUMs Post Black Metal ist auf „To Withhold The Need To Conquer“ voller Nostalgie und Furor.</h2>
<p>Die Band aus Michigan macht nicht besonders viel anders, verglichen mit den lieben Kollegen und pendelt sich irgendwo zwischen <a href="https://vampster.com/bands/panopticon/">PANOPTICON</a> und<a href="https://vampster.com/bands/doedsrit/"> DÖDSRIT</a> ein. Heißt: melodiös, leidenschaftlich, intensiv. ASPEN SANCTUM debütieren mit „To Withhold The Need To Conquer“ mit einem fast puren Genrebeitrag und sind in keiner Weise irgendwie originell, aber schon in der Mitte des Openers „Without Illumination“, wenn die Band auf Post Rock schaltet, stockt das erste Mal der Atem. Die Melancholie, die den von leidenschaftlichen Riffs geprägten Furor abwürgt, ist schlicht berührend. ASPEN SANCTUM haben trotz der kurzen Spielzeit eine Menge von diesem Zauber auf ihrem Debütalbum stehen. „Poisoned Life“ hat messerscharfe, aber trotzdem emotionale Riffs, und beim Ausspielen der unterschiedlichen Facetten beweist die Band das richtige Timing.</p>
<p>In allen sechs Songs von „To Withhold The Need To Conquer“ zeigen sich ASPEN SANCTUM als gewiefte Songwriter. In den längeren Tracks mit bis zu 8 Minuten bleiben die Spannung aufrecht und das Material kohärent, und auch die beiden kurzen Tracks „Pillars“ und „The Plains Grown From The Hide“ wirken nicht fragmentiert oder wie Bruchstücke. Viel mehr zielen die Songs, egal wie lang oder kurz sie sind, auf die Emotion ab, und durch die kompakte Herangehensweise gelingt das sehr unmittelbar. Egal, ob „Withhold The Need To Conquer“ schnell und furios, ob es bedrückend und heavy oder auch hoffnungsvoll und leicht klingt, der Crust-Ursprung der Band durch die Direktheit präsent.</p>
<h2>Gewiefte Songschreiber: „To Withhold The Need To Conquer“ funktioniert sowohl, wenn sich ASPEN SANCTUM aufs Wesentliche beschränken, als auch in den epischen Momenten.</h2>
<p>Trotzdem sind ASPEN SANCTUM in der Lage zum Ende hin ihr Material nochmals zu steigern. „The Mortal Trap“ schwankt zwischen wilder Verzweiflung und einem friedlichen Gefühl, während „Ancient Sentience“ die Dynamik voll ausspielt und nach dem Neocrust-Start und der punkigen ersten Hälfte die Post-Black Metal Riffs voller Hingabe spielt und den Lyrics durch die intensiven Vocals fühlbar werden lässt. Dass da noch Platz für einen Hauch folkiger Americana ist, zeigt, wie gut ASPEN SANCTUM das Songwriting beherrschen. Passenderweise ist der Sound schon rau und warm, bildet einen gelungenen Kontrast zu den teils frostigen Riffs und fängt die Post Rock-Elemente gut ein. „To Withhold The Need To Conquer“ mag wenig innovativ sein, ASPEN SANCTUM haben mit diesen sechs Songs aber einen beeindruckenden Einstand geschaffen, der sich qualitativ mit den bevorstehenden Alben von <a href="https://vampster.com/bands/wayfarer/">WAYFARER</a> und <a href="https://vampster.com/bands/wolves-in-the-throne-room/">WOLVES IN THE THRONE ROOM</a> locker messen lassen kann. Tolles Album, wie geschaffen für die schönste Jahreszeit.</p>
<p>Wertung: 8 von 10 Tagundnachtgleichen</p>
<p>VÖ: 7. August 2026</p>
<p>Spielzeit: 37:28</p>
<p>Line-Up:<br />
Jared Koons – Vocals<br />
Jeremy Cronk – Guitars<br />
Bryan Neterer – Bass<br />
Tim Wicklund – Drums</p>
<p>Label: Eigenproduktion / Fiadh Productions (Tape)</p>
<h4>ASPEN SANCTUM „To Withhold The Need To Conquer“ Tracklist:</h4>
<p>1. <a href="https://youtu.be/N0n4X2pl-to?si=cRVYnaKkAPJ-Ca40">Without Illumination (Official Audio bei Youtube) </a><br />
2. Poisoned Life<br />
3. <a href="https://youtu.be/29DEdeJefEA?si=g5o4Z8o5-TuKjeOU">Pillars (Official Audio bei Youtube) </a><br />
4. The Plains Grown From The Hide<br />
5. The Mortal Trap<br />
6. Ancient Sentience</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://aspensanctum.bandcamp.com/">https://aspensanctum.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/aspensanctum/">https://www.facebook.com/aspensanctum/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/aspensanctum/">https://www.instagram.com/aspensanctum/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ASPEN SANCTUM]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metal, post rock, black metal, Crust]]></genres>
<wpid>425278</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>BEARTOOTH: Pure Ecstasy</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/beartooth-pure-ecstasy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 11:01:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BEARTOOTH]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Caleb Shomo ist "Pure Ecstasy" als sein persönlichstes Werk ein Befreiungsschlag. Musikalisch bewegen sich BEARTOOTH hingegen weiter in Richtung Arena-Rock und bleiben damit eher berechenbar und blass.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>“Pure Ecstasy”. Der Titel ist das Ziel, auf welches Caleb Shomo seit der Gründung von <a href="https://vampster.com/bands/beartooth/">BEARTOOTH</a> hingearbeitet hat. Reiht man die Diskografie seines Soloprojekts aneinander, zeigt sich auch die psychische Entwicklung des Musikers: „Sick“ (2013), „Disgusting“ (2014), „Aggressive“ (2016), „Disease“ (2018), „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/beartooth-below/">Below</a>“ (2021), „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/beartooth-the-surface/">The Surface</a>“ (2023) und schließlich das zwischenzeitliche Hoch des neuen Albums. Von tiefster Depression bis zur schrittweisen Akzeptanz des eigenen Selbst konnten wir Shomos Reise nachverfolgen. Lyrisch, aber auch musikalisch, wurden <a href="https://vampster.com/bands/beartooth/">BEARTOOTH</a> doch mit jeder Iteration positiver, lockerer, zugänglicher.</p>
<p>Dass für „Pure Ecstasy“ ein Produzent wie Jordan Fish an den Reglern sitzen sollte, ist nur die logische Konsequenz, obgleich sich seine Handschrift hier schnell als eindimensional entpuppt und letztlich ein großer Faktor ist, warum <a href="https://vampster.com/bands/beartooth/">BEARTOOTH</a> im Jahr 2026 so befremdlich zuckersüß klingen. Gleichzeitig spricht Caleb Shomo von seinem persönlichsten, wichtigsten und nicht zuletzt realsten Werk. Diese Aussage mag angesichts der Menge an Postproduktion und Effekten auf seiner Stimme kurios anmuten, ist jedoch tief im Privatleben des Masterminds verwurzelt.</p>
<h2>Für Caleb Shomo ist &#8222;Pure Ecstasy&#8220; ein Befreiungsschlag</h2>
<p>„Pure Ecstasy“ ist nämlich in erster Linie ein Befreiungsschlag: ein Sprengen aller Ketten, die ihn sein ganzes Leben zurückgehalten haben. Die tief christliche Erziehung, sein Heranwachsen in einem konservativen Haushalt und die damit verbundene Unterdrückung seines wahren Selbst. Den Heiligenschein vergleicht Shomo in der Lead-Single „Free“ nicht umsonst mit einem Galgenstrick, bevor er uns verschmitzt erklärt: <em>„Ich weiß etwas, das du nicht weißt.“</em> Gemeint ist sein Coming Out, was jedoch erst einige Wochen später klar wird, als Shomo den Schleier mit einem öffentlichen Statement lüftet.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist es natürlich keine einfache Angelegenheit, ein Werk kritisch einzuordnen. Denn als Sinnbild seiner eigenen Selbstfindung, als schwieriger Schritt in eine völlig neue Lebensrealität, ist „Pure Ecstasy“ der vollkommene Ausdruck nicht nur der künstlerischen Vision, sondern auch der Persönlichkeit Caleb Shomos, der aber erstmalig in der Geschichte <a href="https://vampster.com/bands/beartooth/">BEARTOOTH</a>s nicht alle Instrumente selbst eingespielt hat. Stattdessen öffnete er die Studiotore auch für seine Live-Band, die ihrerseits Input liefern durfte.</p>
<h2>BEARTOOTH bleiben auf &#8222;Pure Ecstasy&#8220; berechenbar und blass</h2>
<p>Die rohe Energie, die wir von den Live-Performances und dem Frühwerk der Formation kennen, transportiert auch der Titeltrack mit seinem dreckigen Gitarrensound und den giftigen Screams, bevor die glatte Hook erstmalig einen Vorgeschmack auf die nächste Iteration der Gruppe gibt. Zuckerbrot und Peitsche? Meist ist es Ersteres, obschon zumindest “You“ zeitweise die Zähne fletscht und „Eyes Closed“ abseits des Refrains auf ein abgeklärtes Riff setzt, bevor Jordan Fish die Autotune- und Post-Production-Keule auspackt.</p>
<p>Süßliche Arrangements und poppige Singalongs dominieren „Pure Ecstasy“ im weiteren Verlauf, was zwar eine versöhnliche Atmosphäre generiert, doch zulasten von Tiefgang und roher Energie geht. Stattdessen setzen <a href="https://vampster.com/bands/beartooth/">BEARTOOTH</a> auf zuckrige Singalongs und Alt-Rock-Hymnen wie „Free“ oder „Beautiful Again“. Synthbeats leiten wiederum „Sorry“ und „Bullshit“ ein, bevor kurzzeitig ein breitwandiges Modern-Rock-Riff übernimmt – das Songwriting ist bis hin zu den obligatorischen Breakdowns im letzten Drittel so berechenbar wie blass.</p>
<p>„Lose You To Find Me” probiert sich schließlich im Pop Rock, ist damit aber wenigstens erfolgreicher als das katastrophale „Stadiums“, das mit Wohlwollen als <em>experimentell</em> umschrieben werden darf, aber wohl eher einem musikalischen Autounfall gleicht.</p>
<h2>BERTOOTH tätigen einen weiteren großen Schritt in Richtung Arena-Rock</h2>
<p>Immerhin bleibt die stilistische Entwicklung konsequent: Es ist nach „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/beartooth-the-surface/">The Surface</a>“ (2023) keine Überraschung, dass <a href="https://vampster.com/bands/beartooth/">BEARTOOTH</a> nun einen weiteren großen Schritt in Richtung Arena-Rock und Pop-Appeal getätigt haben. Böse sein können wir Caleb Shomo dafür freilich nicht. Im Gegenteil: Eigentlich ist es ja eine wunderbare Entwicklung, an der wir hier teilhaben dürfen. Obwohl es ein bloßer Blick auf die Texte nahelegen könnte, ist die „Caleb-Shomo-Show“ eben nicht nur die Geschichte eines selbstverliebten Rockstars.</p>
<p>Es ist der Ausdruck eines Künstlers, der diese Liebe erst erlernen musste, indem er seine eigenen Dämonen bezwingt und sich der Fesseln der Vergangenheit entledigt. Das verdient Respekt und macht sogar uns als Außenstehende glücklich – auch wenn sich unsere musikalischen Wege fortan wohl trennen werden.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 28.08.2026</p>
<p>Spielzeit: 38:23</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Caleb Shomo – Vocals<br />
Zach Huston – Gitarre<br />
Will Deely – Gitarre<br />
Oshie Bichar – Bass, Vocals<br />
Connor Denis &#8211; Drums</p>
<p>Produziert von Jordan Fish und Caleb Shomo</p>
<p>Label: Fearless Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://beartoothband.com/" target="_blank" rel="noopener">https://beartoothband.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/BEARTOOTHband" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/BEARTOOTHband</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/beartoothband" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/beartoothband</a><br />
Bandcamp: <a href="https://beartooth.bandcamp.com/album/pure-ecstasy" target="_blank" rel="noopener">https://beartooth.bandcamp.com/album/pure-ecstasy</a></p>
<h2>BEARTOOTH “Pure Ecstasy” Tracklist</h2>
<p>1. Pure Ecstasy (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=XvD_C66HX6Y" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Eyes Closed (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=VFQT5hqPV5E" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Bullshit (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=sMdFubjwnMM" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)<br />
4. Beautiful Again (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=nZfZwv_zN7A" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5. Stadiums<br />
6. Free (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=7VzCc7EWDeU" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
7. Sorry<br />
8. Lose You To Find Me<br />
9. You<br />
10. For Me By Me<br />
11. I Made It</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[BEARTOOTH]]></band>
<genres><![CDATA[modern metal, alternative rock, alternative metal]]></genres>
<wpid>425227</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>CHAT PILE: Who Loves The Sun</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/chat-pile-who-loves-the-sun/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 10:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[CHAT PILE]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Gruß an die Neunziger aus dieser kranken Zeit, die wir Gegenwart schimpfen: „Who Loves The Sun“ ist die nächste, zynische und schwermütige Ausbaustufe für CHAT PILE, der lyrisch vielleicht zeitgeistigsten US-Band dieser Tage.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem hatte ich diesen Gedanken: Ob wir doch schon inmitten dieser cyberpunkigen Zukunftsvision der 1980er stecken, in der die Technologie uns kontrolliert, in der Faschismus versucht, die Menschen gleichzuschalten nach Rollenbildern, die schon vergangen geglaubt waren. Dann ist man da, in diesem „Mad Max“-artigen Wüstensommer mit anderen Freaks in einem Pit und versucht etwas zu spüren, etwas Echtes zu fühlen, das nicht durch Algorithmen gesteuert wurde, das nicht von KI erzeugt wurde. 2026 ist es schon so weit, dass sich echte Kunst wie ein Widerstand anfühlt. Dieses Gefühl habe ich Ende Juni bei <a href="https://vampster.com/bands/author-punisher/">AUTHOR &amp; PUNISHER</a> und Mitte August bei <a href="https://vampster.com/bands/chat-pile/">CHAT PILE</a>. Und gerade CHAT PILE erweisen sich als eine der eindringlichsten Stimmen der vergangenen Jahre. Kein Wunder, dass am 7. November 2024, als Trump zum zweiten Mal gewählt worden war, kein anderes Album als „Cool World“ lief.</p>
<p>Weniger als zwei Jahre später steht CHAT PILEs drittes Album in den Startlöchern (die Kollaboration mit HAYDEN PEDIGO nehmen wir hier mal aus). Wo anderen Bands in diesem Stadium der Karriere die Puste ausgegangen sein könnte, eben nach den ersten 6 intensiven Jahren der Karriere, zeigen die vier Musiker aus Oklahoma keine Anzeichen von Abnutzung. „Who Loves The Sun“ hat zwar mehr ruhige Momente als die Vorgängeralben, aber auch mehr Kontraste. CHAT PILE sind mal so niedergeschlagen, dass es weh tut, dann generieren sie aus diesem Drangsal den größten, ätzendsten Lärm. So wird „Who Loves The Sun“ zu einem Album, das noch im Noise Rock zu Hause ist, aber dennoch einen sehr eigenen Charakter hat.</p>
<h2>„Who Loves The Sun“ zeigt CHAT PILE so brutal und ätzend wie selten, und doch sind es Schwermut und Verzweiflung, die auf diesem Album dominieren.</h2>
<p>Und so beginnt das Album so hässlich, wie es zu erwarten war. „Creature“ startet mit pumpendem Bass, einem treibenden Groove und nicht so ganz brachialen Gitarren, steigert sich aber ab dem ersten Refrain merklich. Es brodelt in CHAT PILE, während Sänger Ray B. seine Texte ausspeit: Every creature / Led To Slaughter / Every City / Underwater. Als brillanter Lyriker legt er den Finger in die Wunde, als großartiger Frontmann singt er mal, macht dann Sprechgesang oder kotzt sich die Seele aus dem Leib, siehe „PEN I S MALL“, das CHAT PILE maximal brutal zeigt: Hier überschreiten sie die Schwelle vom Noise Rock zum Sludge eindeutig. So heavy hat man die Band selten erlebt, und höchstens die brachial stampfende Strophe und Pre-Chorus von „Influence“ sind nochmal ähnlich gewaltig.</p>
<p>Aber tatsächlich regieren vor allem Schwermut und Verzweiflung auf „Who Loves The Sun“. „Deep Blue“ schwankt zwischen Trauer und Bitterkeit und ist dank seiner perfekt ausgespielten Kontraste der vielleicht beste Song auf diesem Album. Doch gerade in der ersten Hälfte erlauben sich CHAT PILE keine Schwäche: In den pechschwarzen Songs „Same Rules“ und „Shrine“ fühlt man sich an die <a href="https://vampster.com/bands/deftones/">DEFTONES</a> erinnert und wo wir schon dabei sind, „Intruder“ klingt, als hätten <a href="https://vampster.com/bands/unsane/">UNSANE</a> eine Liaison mit <a href="https://vampster.com/bands/korn/">KORN</a> (sic!) gehabt. Ebenso bemerkenswert: „Family Funeral“ bringt das Storytelling der Band auf ein neues Niveau, indem es die kalte Rhythmik mit einem kaum auszuhaltenden Monolog verbindet und die dissonanten Leadgitarren den lyrischen Wahnsinn kongenial steigern.</p>
<h2>CHAT PILE scheuen sich nicht, Einflüsse abseits vom Noise Rock einfließen zu lassen: „Who Loves The Sun“ vereint vieles aus dem harten Bereich der Neunziger zu einem kohärenten Ganzen.</h2>
<p>CHAT PILE hämmern ihre pessimistischen Botschaften in die Hörer mit einer Vehemenz, die den ersten beiden Alben in nichts nachsteht. „Who Loves The Sun“ ist in der ersten Hälfte unglaublich stark, hat mit „Christabel &#8217;26“ einen kleinen Durchhänger zu Beginn der zweiten Hälfte, endet dann aber furios. Insgesamt schafft es die Band aber doch besser denn je, ein ganzes Album zu schreiben und die einzelnen Stücke in einen großen Kontext zu setzen. Immerhin sind sie mittlerweile voll und ganz eingespielt, jedes Instrument sitzt am richtigen Platz, und gerade der Drumsound, der noch immer so gelungen nach dem Industrial der frühen Neunziger klingt, begeistert nachhaltig.</p>
<p>„Who Loves The Sun“ zeigt die hässlichen Seiten dieser Welt, handelt vom Spätkapitalismus, von den Failed States der Gegenwart und nahen Zukunft und den Menschen, die darunter leiden. Dass am Ende mit „October All The Time“ dann der ewige Herbst leise und eindringlich heraufbeschworen wird, sagt viel über CHAT PILEs Weltsicht aus. Und wir, die wir vom alltäglichen Wahnsinn zerrieben werden, unsere Kinder bedauern und beweinen, da die Welt, in der wir aufwuchsen sich deutlich weniger nach der dem Apokalypsenbrei aus KI, Krieg, Autokratie und Klimakatastrophe schmeckte, haben dank „Who Loves The Sun“ etwas, zu dem wir brüllen und weinen können, weil es sonst nicht mehr auszuhalten ist. Danke, CHAT PILE.</p>
<p>Wertung: 9 von 10 Müllhalden</p>
<p>Spielzeit: 43:51</p>
<p>VÖ: 4. September 2026</p>
<p>Line-Up:<br />
Ray B. &#8211; Vocals<br />
L. Manhole &#8211; Guitar<br />
Stin &#8211; Bass<br />
Drums &#8211; Cap’n Ron</p>
<p>Label: The Flenser</p>
<h4>CHAT PILE „Who Loves The Sun“ Tracklist:</h4>
<p>1. Creature<br />
2. <a href="https://youtu.be/4jMsE6KcuAg?si=8KwilS1rylggul5Q">Deep Blue (Official Music Video bei Youtube) </a><br />
3. S<a href="https://youtu.be/KbNjkexjl9E?si=CH1YaCrnVx-1xq1g">ame Rules (Official Music Video bei Youtube)</a><br />
4. <a href="https://youtu.be/kIfoN_Q1TIY?si=_C5Ie_OJ7c4o_csq">PEN I S MALL (Official Music Video bei Youtube) </a><br />
5. Intruder<br />
6. Shrine<br />
7. Christabel &#8217;26<br />
8. Influence<br />
9. Family Funeral<br />
10. October All The Time</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://chatpile.bandcamp.com/">https://chatpile.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/chatpileband/">https://www.facebook.com/chatpileband/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/chatpileband">https://www.instagram.com/chatpileband</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[CHAT PILE]]></band>
<genres><![CDATA[sludge]]></genres>
<wpid>424902</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SHORES OF NULL / CONVOCATION: Latitudes Of Sorrow [Split]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/shores-of-null-convocation-latitudes-of-sorrow-split/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 08:32:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SHORES OF NULL]]></category>
		<category><![CDATA[CONVOCATION]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=424992</guid>

					<description><![CDATA[Mit "Latitudes Of Sorrow" gelingt CONVOCATION und SHORES OF NULL ein Lichtblick im sonst so düsteren Doom-Death.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sich kurz zu fassen ist eine Kunst, die man lernen kann – aber nicht immer sollte. Es hat schließlich einen guten Grund, warum „Latitudes Of Sorrow“ als Split-Veröffentlichung trotzdem Albumlänge erreicht. Die Schuldigen finden wir in der hinteren Hälfte des Werks, wo sich <a href="https://vampster.com/bands/convocation/">CONVOCATION</a> für zwei Stücke knapp 20 Minuten Zeit nehmen.</p>
<p>Dass dies jedoch in der Natur der Sache liegt, wird nach den ersten Takten des schwerfällig nach vorne kriechenden „Abaddon’s Shadow“ klar: Funeral Doom-Death steht auf dem Programm und der braucht eben seine Zeit und seinen Raum. Sein tiefes Grollen lockert Sänger MN durch punktuell gesetzte Screams auf, meist jedoch verlässt sich der Shouter auf die donnernden Growls, die sich an die lavaartigen Riffs schmiegen. Düster walzt der Track nach vorne, einzig die bisweilen eingestreuten Clean-Gitarren durchbrechen den massiven Soundwall und erzeugen damit eine unheilschwangere Grundstimmung.</p>
<p>Noch stärker tritt jene in „Empty Room“ zutage, wo <a href="https://vampster.com/bands/convocation/">CONVOCATION</a> vermehrt auf Laut-Leise-Dynamik setzen: Orgelklänge, Chor-Harmonien und die melancholische Leadgitarre, die ein wenig frühe <a href="https://vampster.com/bands/opeth/">OPETH</a> in sich trägt, schenken dem Stück Dramatik.</p>
<h2>SHORES OF NULL präsentieren sich aufwühlend und packend</h2>
<p style="text-align: left">Im direkten Vergleich erscheint der Beitrag <a href="https://vampster.com/bands/shores-of-null/">SHORES OF NULL</a>s greifbarer: Ihren Doom-Death erweitern die Italiener durch Gothic-Einflüsse, was sich in der Melodieführung und Davide Stracciones ausdrucksstarkem Klargesang niederschlägt. Die Kombination aus harschen und emotionalen Vocals ist eines der Markenzeichen der Band und prägt auch die beiden Tracks dieser Split.</p>
<p>Besonders elegant wechselt „The White Wound“ zwischen verbitterter Schwermut und einem hoffnungslosen Aufbäumen gegen die Resignation: aufwühlend und packend mit einem Schuss <a href="https://vampster.com/bands/paradise-lost/">PARADISE LOST</a> im Refrain. Der Opener „An Easy Way“ wiederum knüpft stilistisch an den Vorgänger „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/shores-of-null-the-loss-of-beauty/">The Loss Of Beauty</a>“ (2023) an, indem die Band zwischen melodischen Gitarren und Doublebass im gehobenen Midtempo und behäbig-schweren Doom-Death-Riffs balanciert.</p>
<h2>Mit &#8222;Latitudes Of Sorrow&#8220; gelingt CONVOCATION und SHORES OF NULL ein Lichtblick</h2>
<p>Das Bindeglied zwischen beiden Bands ist das Gastfeature <a href="https://vampster.com/bands/convocation/">CONVOCATION</a>s in „The Year Without Summer“, wo sich <a href="https://vampster.com/bands/shores-of-null/">SHORES OF NULL</a> zunächst in doomigen Gefilden à la <a href="https://vampster.com/bands/paradise-lost/">PARADISE LOST</a> – möglicherweise mit einem Schuss <a href="https://vampster.com/bands/end-of-green/">END OF GREEN</a> – durch die Tristesse tasten, bevor das Stück mit dem einsetzenden Growling MNs im Mittelteil an Drive gewinnt.</p>
<p>Dass die Musiker schlussendlich jedoch wieder an ihren Ausgangspunkt zurückkehren, ist nur konsequent und der Materie angemessen. Atmosphärische Lichtblicke sind schließlich rar auf diesem gemeinschaftlichen Unterfangen. Eigentlich ironisch, wenn man bedenkt, dass „Latitudes Of Sorrow“ im Doom-Death als Genre einen ebensolchen darstellt. Das jedenfalls können wir in aller Kürze so festhalten.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 21.11.2025</p>
<p>Spielzeit: 37:24</p>
<h4>SHORES OF NULL Line-Up</h4>
<p>Davide Straccione &#8211; Vocals<br />
Gabriele Giaccari &#8211; Guitars<br />
Raffaele Colace &#8211; Guitars<br />
Matteo Capozucca &#8211; Bass<br />
Emiliano Cantiano – Drums</p>
<h4>CONVOCATION Line-up</h4>
<p>LL &#8211; alle Instrumente<br />
MN &#8211; Vocals</p>
<p>Produziert von SHORES OF NULL und Marco „Cinghio“ Mastrobuono / The Desolate Dungeon (CONVOCATION) | Split-Mastering: Carlo Altobelli</p>
<p>Label: Everlasting Spew Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.shoresofnull.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.shoresofnull.com/ </a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/shoresofnull" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/shoresofnull</a> | <a href="https://www.facebook.com/ConvocationDoom/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/ConvocationDoom/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/shoresofnull/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/shoresofnull/</a> | <a href="https://www.instagram.com/convocationband/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/convocationband/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://everlastingspew.bandcamp.com/album/latitudes-of-sorrow" target="_blank" rel="noopener">https://everlastingspew.bandcamp.com/album/latitudes-of-sorrow</a></p>
<h2>SHORES OF NULL / CONVOCATION “Latitudes Of Sorrow” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Shores Of Null – An Easy Way (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=uGf-jUJwZDE" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)</li>
<li>Shores Of Null – The White Wound</li>
<li>Shores Of Null – The Year Without Summer</li>
<li>Convocation – Abaddon’s Shadow</li>
<li>Convocation – Empty Room</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SHORES OF NULL, CONVOCATION]]></band>
<genres><![CDATA[gothic metal, death doom metal]]></genres>
<wpid>424992</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ARGUL: Soledad &#038; Orgullo</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/argul-soledad-orgullo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 12:23:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ARGUL]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=424799</guid>

					<description><![CDATA[Doom aus Peru, "Einsamkeit &#038; Stolz", ein Schaffensprozess von mehr als zehn Jahren allein für das Debüt-Album - nein, es hätte des geschmackvollen und simplen Ruinen-Covers mit purpurner Schrift gar nicht mehr bedurft, um mein Interesse zu wecken. Aber ist es auch gerechtfertigt?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mache es kurz: Spätestens beim dritten Stück, das allen Ernstes mit Arnold Schwarzenegger als Conan der Barbar eröffnet, war mir klar, dass ja, verdammich noch eins, and if you don&#8217;t listen&#8230; TO HELL WITH YOU! Denn <a href="https://vampster.com/bands/argul/">ARGUL</a> leben und atmen Doom und ziehen uns daher mit &#8222;Soledad &amp; Orgullo&#8220; hier mal so richtig gepflegt die Keule über den Latz: &#8222;Ritual&#8220; ist ein zehnminütiger Wehmutstanz par excellence, mit hymnischem Gesang und Gitarren und allem, &#8222;Engedro&#8220; groovt wie Hölle weiter, &#8222;Hor Hodin&#8220; hat die dicksten Eier, und der &#8222;Animal Dog&#8220; zieht alle Epik-Register, bis wir weinen wollen vor Freude und Trauer gleichermaßen.</p>
<p>Dann folgt mit &#8222;Kamog&#8220; ein, nun ja, &#8222;Bonus Track&#8220;, der aber tatsächlich als solcher gut benannt ist, denn &#8222;Animal Dog&#8220; ist mit seinem Akustik-Gitarren-Outro eigentlich in der Tat ein perfekter Abschluss; vielleicht wäre &#8222;Epilog&#8220; für &#8222;Kamog&#8220; die noch passendere Bezeichnung gewesen, aber missen möchte ich das längste Stück der Platte auf keinen Fall, denn auch hier zeigen ARGUL, was sie am besten können: hymnische Melodien, wehmütiger, irgendwie entrückter, aber kraftvoller Gesang, Gitarrensoli voller Leidenschaft und Melancholie. Und ein extrem geiles Sample am Anfang.</p>
<h2>&#8222;Soledad &amp; Orgullo&#8220; hat großartige Musik, aber den falschen Sound</h2>
<p>Zu meckern hab ich trotzdem was: Gestartet ist die Band wohl als Vertreter des sog. &#8222;Stoner Doom&#8220;, und das hört man noch im leider furztrockenen Sound. Daraus entsteht ein Kontrast, der es irgendwie nicht bringt, so sehr man ihn sich auch schön hören möchte. Klar, es ist nicht ganz ohne Reiz, epische Melodien in diesem für meine Ohren ungewöhnlichen Gewand zu hören, aber es funktioniert für mich auf Dauer leider nicht: Immer ist ein Leiern zuviel da drin und insgesamt einfach zuviel Staub und zu wenig Saft. Dazu ist der Gesang noch etwas zu dünn und zu leise geraten und insgesamt dann auch eine Spur zu selten eingesetzt, um das Album zu etwas wirkich Großem werden zu lassen.</p>
<p>Trotzdem sei &#8222;Soledad &amp; Orgullo&#8220; allen Doom-Nerds dringend empfohlen, denn allein die ungewohnte Sprache, die in jeder Sekunde spürbare enorme Leidenschaft für das Genre, die kompromisslose Underground-Attitüde und Authentizität und die erstklassigen Kompositionen sind es wert, dass du mal reinhörst. Wer weiß, vielleicht gefällt dir der Sound ja sogar besser als mir, und du hast gar keine Stoner-Allergie?</p>
<p>Spielzeit: 45:34 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 21.08.2026</p>
<p>Label: Personal Records</p>
<p><a href="https://personal-records.bandcamp.com/album/soledad-orgullo">Reinhören bei Bandcamp</a></p>
<h2>ARGUL „Soledad &amp; Orgullo“ Tracklist</h2>
<p>01 Ritual<br />
02 Engendro<br />
03 Hor Hodin<br />
04 Animal Dog<br />
05 Kamog</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ARGUL]]></band>
<genres><![CDATA[doom metal, stoner rock]]></genres>
<wpid>424799</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>RAUNCHY: Prisoner</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/raunchy-prisoner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 10:11:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[RAUNCHY]]></category>
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					<description><![CDATA[Leichtfüßig und mit umsichtigen Arrangements melden sich RAUNCHY nach langer Pause zurück. Mit Erfolg: "Prisoner" transportiert die Dänen erfolgreich ins Hier und Jetzt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann durchaus argumentieren, dass <a href="https://vampster.com/bands/raunchy/">RAUNCHY</a> damals, in den 2000er Jahren, ihrer Zeit voraus waren. Wie die Dänen beispielsweise auf „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/raunchy-wasteland-discotheque/">Wasteland Discotheque</a>“ (2008) Modern Metal mit Groove, Synthesizern und Pop-Einflüssen verbanden, war seinerzeit eine ungewöhnlich einzigartige Mischung, die nicht jeder Metalhead ohne Umwege ins Herz schließen konnte. Letzteres hat wohl heute noch Bestand, doch ansonsten gehören die charakteristischen Stilmittel der Formation nun fast überall zum guten Ton, von Alternative bis Post Metalcore.</p>
<p>Das Comeback mit „Prisoner“ kann also zu keinem besseren Zeitpunkt kommen, möchte man meinen. Wobei <a href="https://vampster.com/bands/raunchy/">RAUNCHY</a> eigentlich trotz zwölfjähriger Funkstille nie komplett weg waren, begannen die Arbeiten am neuen Werk doch schon 2021. Entsprechend viel Zeit konnte man den Arrangements widmen, die sich überraschenderweise nicht wirklich um Radiotauglichkeit scheren: Unter fünf Minuten bleibt nur der balladeske Titeltrack, ansonsten nehmen sich die sechs Musiker so viel Zeit, wie sie für richtig halten.</p>
<h2>RAUNCHY agieren auf &#8222;Prisoner&#8220; leichtfüßig und umsichtig</h2>
<p>Insgesamt navigieren <a href="https://vampster.com/bands/raunchy/">RAUNCHY</a> ihre Stücke mit Umsicht und einem gesunden Maß an Zielstrebigkeit, wodurch selbst überlange Songstrukturen nicht in Langatmigkeit enden. Den Start meistert die Gruppe sowieso mit Bravour: „Frostbite“ als Opener transportiert uns direkt zurück in die Glanzzeit der Band, verbindet melodische Gitarrenarbeit mit schwungwollen Keyboards und einem Wechsel aus harschen Vocals und erhebendem Klargesang im Refrain.</p>
<p>„Frameworker“ wiederum gefällt durch seinen treibenden Groove, bis in der Hook die Keyboardmelodien elegant den Klargesang umschmeicheln. Fast schon in Richtung Discobeat schielt dagegen die tanzbare Hook von „Designed Despair“, was im <a href="https://vampster.com/bands/raunchy/">RAUNCHY</a>-Kosmos jedoch frisch und leichtfüßig erklingt. Allein das süßliche „Darkest Self“ trägt für unseren Geschmack zu dick auf, dürfte dank gefälliger Gesangslinien aber sein Publikum finden.</p>
<h2>&#8222;Prisoner&#8220; transportiert RAUNCHY erfolgreich ins Hier und Jetzt</h2>
<p>Glücklicherweise denkt „Prisoner“ dazwischen an die Dynamik: „Masquerade“ und besonders „Revealing I“ im Anschluss ziehen den Härtegrad spürbar an, weben Blastbeats ein und drücken zwischendurch das Gaspedal durch, so dass die zweite Albumhälfte trotz der ausladenden Spielzeit kurzweilig bleibt. Gänzlich ungehörte Feinheiten kristallisieren sich aus dem Gesamtbild zwar nicht heraus, als Rückkehr ins Hier und Jetzt ist die Scheibe nichtsdestotrotz gelungen, zumal <a href="https://vampster.com/bands/raunchy/">RAUNCHY</a> nun auch selbst in dem Zeitalter angekommen sind, für das sie noch vor anderthalb Dekaden unwissend Pionierarbeitet leisteten.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 14.08.2026</p>
<p>Spielzeit: 58:20</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Mike Semensky – Vocals<br />
Jesper Andreas Tilsted – Guitars &amp; Keyboards<br />
Lars Christensen – Guitars<br />
Jeppe Christensen – Keyboards &amp; Vocals<br />
Jesper Kvist – Bass<br />
Morten Toft Hansen – Drums</p>
<p>Produziert von Jacob Hansen</p>
<p>Label: Mighty Music</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/ronniband/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/ronniband/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/raunchyofficial" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/raunchyofficial</a><br />
Bandcamp: <a href="https://raunchydk.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://raunchydk.bandcamp.com</a></p>
<h2>RAUNCHY “Prisoner” Tracklist</h2>
<p>1. Frostbite (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Lfx0UKEBj5Y" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)<br />
2. Stranded<br />
3. Frameworker (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=lG5DqYrcNJQ" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)<br />
4. Darkest Self (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ebfRslkq7sU" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5. Designed Despair (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Crwo6T3vV14" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
6. Higher Truths<br />
7. Masquerade<br />
8. Revealing I<br />
9. Vanishing Act<br />
10. Prisoner</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[RAUNCHY]]></band>
<genres><![CDATA[modern metal, alternative metal, crossover]]></genres>
<wpid>424818</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>NESTOR: Live At Gothenburg Film Studios</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/nestor-live-at-gothenburg-film-studios/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 08:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[NESTOR]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein authentisches Live-Dokument mit dichter Konzertatmosphäre: NESTORs "Live At Gothenburg Film Studios" könnte gar als kleines "Best of" des bisherigen Schaffens durchgehen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Ob das denn wirklich nötig sei?“</em>, lautet in der Regel unsere erste Reaktion auf die Ankündigung einer Live-Veröffentlichung. Nicht so bei <a href="https://vampster.com/bands/nestor/">NESTOR</a>, die wir zwar im vergangenen Jahr nicht bei ihrer hier dokumentierten Show in den Göteborger Film Studios erlebt haben, aber ein wenig später in der gleichen Stadt unter freiem Himmel.</p>
<p>Warum ein Live-Album im Fall der Schweden also gar ein Muss ist, wurde uns spätestens an jenem Septemberabend in der Liseberger Stora Scenen klar: Nicht unwesentlichen Anteil trägt Sänger Tobias Gustavsson, der nicht nur eine starke Präsenz auf der Bühne ist, sondern über eine fantastische Stimme verfügt, welche auf diesem Mitschnitt besonders gut zur Geltung kommt. Kraftvoll, emotional, mitreißend: Im Studio hätte man einen Großteil dieser Performance wohl als <em>One-Take</em> durchgehen lassen.</p>
<h2>NESTOR kreieren auf &#8222;Live At Gothenburg Film Studios&#8220; eine dichte Konzertatmosphäre</h2>
<p>Gleichzeitig ist „Live At Gothenburg Film Studios“ trotz des transparenten wie satten Audiomix keine sterile Angelegenheit. Das Publikum bekommt ebenso seine Rolle zugewiesen, indem es „Kids In A Ghost Town“ klatschenderweise begleitet oder im Intro von „Perfect 10“ textsicher die Backing Vocals beisteuert.</p>
<p>Aus der dichten Live-Atmosphäre reißen uns eigentlich nur die teils uneleganten Übergänge heraus, wo mit simplem Fadeout bzw. -in gearbeitet wird, was die Authentizität des Konzerterlebnisses natürlich beeinträchtigt: einige Sekunden Stille passen schlicht nicht zur elektrisierenden Stimmung, die <a href="https://vampster.com/bands/nestor/">NESTOR</a> ansonsten vermitteln. Ein Kompromiss für das Streaming-Zeitalter, um die Stücke auch separat für sich stehenlassen zu können? Irgendwie beißt sich das mit der Mission eines umfassenden Live-Dokuments.</p>
<h2>&#8222;Live At Gothenburg Film Studios&#8220; ist ein authentisches Live-Dokument</h2>
<p>Dafür stimmen Darbietung und Produktion dort, worauf es ankommt. So dringen die Keyboards in „Stone Cold Eyes“ noch einen Deut klarer an unsere Ohren als in der Studioversion. „Caroline“ wiederum erweitert die Band um einen ausladenden Mitsingpart, nachdem „Victorious“ dank des erweiterten Intros samt Cheerleader-Chant zuvor erfolgreich Spannung aufgebaut hatte.</p>
<p>Das alles macht „Live At Gothenburg Film Studios” zu einer authentischen Live-Platte, die aufgrund der Aufnahmequalität gerne auch als kleines „Best of“ des bisherigen Schaffens durchgehen könnte – sofern man mit zwei Studioalben auf der Habenseite überhaupt schon davon sprechen darf. Ist ein solcher Live-Release also wirklich nötig? Darüber darf man freilich streiten; wir jedenfalls sind froh, dass es ihn gibt.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 14.08.2026</p>
<p>Spielzeit: 75:48</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Tobias Gustavsson – Vocals<br />
Jonny Wemmenstedt – Gitarre<br />
Martin Frejinger – Keyboard<br />
Marcus Åblad – Bass<br />
Mattias Carlsson – Drums</p>
<p>Produziert von Tobias Gustavsson</p>
<p>Label: Napalm Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.nestortheband.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.nestortheband.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/nestortheband" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/nestortheband</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/nestor_theband/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/nestor_theband/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://nestorsweden.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://nestorsweden.bandcamp.com</a></p>
<h2>NESTOR “Live At Gothenburg Film Studios” Tracklist</h2>
<p>01. Intro<br />
02. We Come Alive<br />
03. Kids In A Ghost Town<br />
04. Stone Cold Eyes<br />
05. Perfect 10<br />
06. The One That Got Away<br />
07. Last To Know<br />
08. Unchain My Heart<br />
09. Signed in blood<br />
10. Victorious<br />
11. Caroline<br />
12. Firesign (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Jg0qQmz-7AU" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
13. On The Run (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=JDVEu1kKqG4" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
14. Teenage Rebel (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=b4Mf--E8iGo" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
15. 1989<br />
16. It Ain’t Me</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[NESTOR]]></band>
<genres><![CDATA[melodic rock, aor]]></genres>
<wpid>424739</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>TOTALITÄR: Totalitär</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/totalitaer-totalitaer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 15:02:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[TOTALITÄR]]></category>
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					<description><![CDATA[Schlicht selbstbetitelt zeigt TOTALITÄRs erstes Album seit 2007, dass es die Crust-Punk-Pioniere sehr wohl noch können: Das kompakte „Totalitär“ lässt keinen Stein auf dem anderen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es eine Fügung des Schicksals, dass nach dem Tod von Tompa Lindberg und somit auch dem Ende von <a href="https://vampster.com/bands/disfear/">DISFEAR</a> die Urväter des schwedischen Crusts wieder aktiv sind? Fast 20 Jahre nach dem letzten <a href="https://vampster.com/bands/totalitaer/">TOTALITÄR</a>-Album „Vi Är Eliten“ wirkt es so, als wäre keine Zeit vergangen. Optisch wie musikalisch sind TOTALITÄR nah an dem punkigen Lärm der Debüt-EP „Multinationale Mördare“ aus dem Jahr 1987. Auch in Sachen Quantität steht nicht besonders viel zwischen diesen Veröffentlichungen: damals fünf Songs in zehn Minuten, heute neun Songs in einer Viertelstunde. Das Line-Up? Fast dasselbe, aber in jedem Fall das gleiche wie auf dem Debütalbum „Sin Egen Motståndare“ aus dem Jahr 1994. Und doch: Der Gesamtsound hat sich leicht verändert.</p>
<h2>20 Jahre nach ihrem letzten Album wollen es TOTALITÄR nochmal wissen: Der Gesamtsound hat sich leicht verändert, die Schweden sind aber noch immer so rabiat wie früher.</h2>
<p>Aber hey, es knallt durchgehend. TOTALITÄR konzentrieren sich auf dreckige Riffs, schnelle D-Beats, Rock and Roll-Soli und heiseres Gebrüll. Das klingt so pur, dass „Totalitär“ zeigt, wo der Ursprung des schwedischen Sounds liegt. <a href="https://vampster.com/bands/wolfbrigade/">WOLFBRIGADE</a>, DISFEAR, KRIGSHOT, <a href="https://vampster.com/bands/massgrav/">MASSGRAV</a> sie alle tranken aus der Quelle TOTALITÄR, haben den Sound aber leicht weiterentwickelt. Nun wirkt es ein wenig so, als zögen TOTALITÄR nach. Die neun Songs klingen schon sehr nach weniger metallischen WOLFBRIGADE, was den Charakter von TOTALITÄR ein wenig verwässert, aber macht nix; es steht ihnen einfach gut. Der Sound ist richtig roh, aber doch fetter als zuletzt 2007, und so fetzen sie unvermittelt mit „Vad är det ni vill ha?“ los, mit crustiger Düsternis, Hardcore-Furor und Punk-Attitüde. Die Songs sind allesamt eingängig, wild und zwingend, besonders „Stolta barbarer“ und „Fängsla dem alla“. Und mit dem stampfenden „Älskade USA“ steht sogar ein kleiner Hit auf dem Album.</p>
<h2>„Totalitär“ fetzt von vorn bis hinten, ein paar Songs mehr hätten dennoch nicht geschadet.</h2>
<p>Somit ist es schade, dass nach neun Songs und 15 Minuten schon Schluss ist. TOTALITÄR klingen hungrig und wütend, eben so, als hätte mindestens doppelt so viel Material in ihnen geschlummert. Gerade Poffens Vocals, die so dreckig – oder verbraucht? – wie nie zuvor klingen und das ungebremste Drumming haben richtig viel Energie. Und besonders schön sind die komplett abgefuckten Gitarren. Es bleibt trotz geiler Songs und der richtigen Attitüde der Eindruck, dass ein bisschen mehr möglich gewesen wäre. Trotzdem: Schön, dass sie wieder da sind und den Jungen und nicht mehr Ganz-So-Jungen zeigen, dass die Alten immer noch mithalten können. Für Skandi-Crust-Hardliner führt an „Totalitär“ kein Weg vorbei, aber auch alle anderen können sehr wohl Spaß mit diesem Album haben.</p>
<p>Wertung: 7 von 10 Vorstandssitzungen</p>
<p>VÖ: 28. August 2026</p>
<p>Spielzeit: 15:39</p>
<p>Line-Up:<br />
Poffen &#8211; Vocals<br />
Lanchy &#8211; Guitar<br />
Andreas &#8211; Bass<br />
Jallo &#8211; Drums</p>
<p>Label: De:Nihil Records</p>
<p>TOTALITÄR „Totalitär“ Tracklist:</p>
<p>1.<a href="https://youtu.be/OsiRlw7iSEc?si=AfRr980M6aCSJgh2"> Vad är det ni vill ha? (Official Audio bei Youtube) </a><br />
2. Stolta barbarer<br />
3. Följ din prognos<br />
4. <a href="https://youtu.be/1tse2JWTNeo?si=O_8DHws7iBjd78wT">Älskade USA (Official Video bei Youtube) </a><br />
5. Detta är vad jag fick<br />
6. Det är krig ni vill ha<br />
7. En dag hos terapeuten<br />
8. Himlen &#8211; en öppen kloak<br />
9. Fängsla dem alla</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://totalitaer.bandcamp.com/">https://totalitaer.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/denihilrecords/">https://www.instagram.com/denihilrecords/</a><br />
<a href="https://denihilrecords.bigcartel.com/">https://denihilrecords.bigcartel.com/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[TOTALITÄR]]></band>
<genres><![CDATA[hardcore, punk rock, Crust]]></genres>
<wpid>424724</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>NOEKK: Vergessenes</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/noekk-vergessenes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 16:45:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[NOEKK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=424457</guid>

					<description><![CDATA[Das Schaffen von Thomas Helm und Markus Stock wird allgemein mit EMPYRIUM assoziiert, obwohl das gemeinsame, aber unter der Federführung Helms stehende Projekt NOEKK musikalisch deutlich anspruchsvoller daher kommt und auch schon seit über 20 Jahren aktiv ist. Nun liegt das erste Album in deutscher Sprache vor.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aber was heißt hier &#8222;obwohl&#8220;? Häufig sind es ja gerade die anspruchsvollen, schwierigen Kunstwerke, die nicht jedermanns Sache sind und daher ein Nischendasein fristen. Im Falle von <a href="https://vampster.com/bands/noekk/">NOEKK</a>s verschrobenem Progressive Rock führte das sogar dazu, dass die Band sich nach zwei Veröffentlichungen vom Hauslabel Prophecy Productions verabschieden musste, dann ihr Heil im Selbstverlag suchte und nun (für Kassette und &#8222;Vintage Jewelcase Edition&#8220;-CD) beim House Of Inkantation untergekommen ist, einem Label, das sich die Verschrobenheit auf die Fahnen geschrieben hat und erst gar keine Ambitionen hat, dem Untergrund zu entkommen.</p>
<p>Das passt perfekt, will man meinen, revidiert die Meinung nach zwei-drei Durchläufen von NOEKKs neuestem Streich aber bald wieder, denn dann wird klar: &#8222;Vergessenes&#8220; ist das bisher eingängigste, melodischste, atmosphärischste Werk aus dem Hause NOEKK; die Lieder atmen pure Melancholie und Sehnsucht und sind &#8211; das traumhafte, das Album kongenial abrundende Cover von Benjamin König lässt es bereits vermuten &#8211; das wahrscheinlich Schönste und Lieblichste, was Helm und Stock seit <a href="https://vampster.com/bands/empyrium/">EMPYRIUM</a>s &#8222;Waldpoesie&#8220; zusammen geschaffen haben.</p>
<h2>Prog, Kraut Rock und lieblichste Melodien</h2>
<p>Und das, obwohl die musikalische Basis nach wie vor skandinavisch und deutsch geprägter Prog der 70er darstellt und Stock sich am Schlagzeug synkopisch und verspielt austoben darf: Da finden sich 6/8-Takte, klar, aber auch Ungerades hat sich eingeschlichen, und langweilig wird es zu keiner Sekunde. Was eben dann auch daran liegt, dass die für den Prog charakteristische Rhythmik nicht Selbstzweck wird, sondern die Melodien sinnvoll unterstützt und trägt.</p>
<p>Die wiederum werden nicht nur von Flöte und Gitarre, sondern vor allem von Helms kraftvollem Gesang in klassischer Kunstlied-Tradition dargeboten, was sicherlich Geschmackssache ist, aber ich konnte davon noch nie genug bekommen und kriege hier die Vollbedienung: Was für eine Stimme, was für ein Ausdruck, was für eine Seele! Ja, es wird gar mehrstimmig, wie im eindeutigen Höhepunkt des Albums, &#8222;Manch Bild vergessener Zeiten&#8220;, das alles vereint, was NOEKK so einzigartig macht, inklusive analogem Synthesizer, knackigen Gitarrenriffs, 5/4-Takt und einer geradezu bestürzend romantischen Klimax, die es spielend aufnehmen kann mit allem (!), was <a href="https://vampster.com/bands/empyrium/">EMPYRIUM</a> früher geschaffen haben.</p>
<h2>&#8222;Vergessenes&#8220; schafft einen emotionalen Höhepunkt nach dem anderen</h2>
<p>Nein, es sind nicht nur die Gedichte Heinrich Heines (acht der neun Stücke warten damit als Text auf), die für den Extra-Schuss Romantik sorgen, es ist auch die Musik: Wo ich auf den früheren Alben schonmal ein paar Stücke lang warten musste für einen emotionalen Höhepunkt, lassen NOEKK es auf &#8222;Vergessenes&#8220; einfach in jedem Stück krachen, was das Zeug hält, und als sie damit fertig sind, hauen sie mit dem kulturpessimistisch bitteren &#8222;Das Herz ist mir bedrückt&#8220; und vor allem &#8222;Das alte Haus&#8220; noch zwei eher an <a href="https://vampster.com/bands/the-vision-bleak/">THE VISION BLEAK</a> (oder gar <a href="https://vampster.com/bands/bethlehem/">BETHLEHEM</a> zu &#8222;Mein Weg&#8220;-Zeiten?) angelehnte mitreißende Rocker raus und lassen den Hörer und die Hörerin so durchgeschüttelt verzückt am Wegesrand stehen, dass er oder sie gar nicht anders kann als &#8222;Vergessenes&#8220; ganz bestimmt nicht zu vergessen, sondern alsbald wieder aufzulegen.</p>
<p>Werde ich also die imaginäre Höchstnote vergeben? Leider nicht, denn zum perfekten Album fehlt es nach dem wilden alten Haus an ein-zwei abrundenden Stücken, die das Werk dann auch über die 40-Minuten-Marke gehoben hätten. So endet es nämlich nach nur 33 Minuten doch etwas zu abrupt. Wie dem auch sei: Wer sich nach der Melancholie von &#8222;<a href="https://vampster.com/cd-reviews/empyrium-weiland/">Weiland</a>&#8220; sehnt und auf perfekt produzierten Prog Rock mit phänomenalem Gesang steht, für den wird es in diesem Jahr musikalisch nichts Besseres mehr geben. Ein Meisterwerk!</p>
<p>Spielzeit: 33:20 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 28.08.2026</p>
<p>Label: House Of Inkantation</p>
<h2>NOEKK „Vergessenes“ Tracklist</h2>
<ul>
<li dir="auto"><a href="https://noekk.bandcamp.com/track/aus-alten-m-rchen">Aus alten Märchen (Audio bei Bandcamp)</a></li>
<li dir="auto">Durch den Wald</li>
<li dir="auto">Sterne</li>
<li dir="auto">Es fällt ein Stern</li>
<li dir="auto">Herbstwind</li>
<li dir="auto">Manch Bild vergessener Zeiten</li>
<li dir="auto">Am fernen Horizonte</li>
<li dir="auto">Das Herz ist mir bedrückt</li>
<li dir="auto">Das alte Haus</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[NOEKK]]></band>
<genres><![CDATA[progressive rock]]></genres>
<wpid>424457</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>DESTRUCTOR: Tales Of Glory</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/destructor-tales-of-glory/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[agony&#38;ecstasy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 16:37:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[DESTRUCTOR]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=424550</guid>

					<description><![CDATA[DESTRUCTOR ziehen auf Album Nummer sieben stur ihr Ding durch und begeistern mit ihrem Mix aus viel Speed und etwas Power Metal. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Allzu glorreich verlief die Bandgeschichte von <a href="https://vampster.com/bands/destructor/">DESTRUCTOR</a> auf den ersten Blick nicht. Nach dem 1985er Debüt “Maximum Destruction” wollte man eigentlich durchstarten, doch dann wurde an Neujahr 1988 Gitarrist Dave Holocaust ermordet. Danach dümpelte die Band noch eine Weile vor sich hin, um einige Jahre später endgültig in den Sack zu hauen. 1999 tat man sich dann wieder zusammen, unter anderem mit Jamie “Athenar” Boulder als Gitarristen, welcher später <a href="https://vampster.com/bands/midnight/">MIDNIGHT</a> gründen sollte. Für “Tales Of Glory” beteiligte er sich ebenfalls am Songwriting, auch wenn er bereits seit 2012 kein Teil der Band mehr ist. Immerhin, seit dem Comeback haben DESTRUCTOR es bereits auf fünf Alben zwischen 2003 und 2023 gebracht. Ihrem Stil, irgendwo zwischen US Power und Speed Metal, ist die Band seit den Achtzigern 100% treu geblieben. Die vom Label genutzte Bezeichnung Power Thrash finde ich nicht ganz zutreffend, da ich die Band eher im Speed als im Thrash verorten würde, das ist nun aber natürlich wirklich Nerd-Talk.</p>
<h2>DESTRUCTOR ziehen auf “Tales Of Glory” stur ihr Ding durch und das Ergebnis ist großartig!</h2>
<p>Im Vergleich zum Debüt klingt man inzwischen etwas weniger ungestüm, ansonsten schließt “Tales Of Glory”, das nunmehr siebte Album, nahtlos an das Frühwerk an. Vom Original Line Up sind immerhin noch Sänger und Gitarrist Dave Overkill sowie Schlagzeuger Matt Flamable am Start. Nach dem kurzen Intro ballert “Shadow Magic” so richtig schön old schoolig los, kreischende Gitarren, bollernde drums, da kommen wir gleich die Kanadier <a href="https://vampster.com/bands/exciter/">EXCITER</a> in den Sinn. Klassischer Speed Metal der brachialen Sorte eben, allerdings durchaus auch mal mit melodischen Leadgitarren zwischendurch. Und weil es gerade so schön läuft, machen DESTRUCTOR auch erstmal so weiter und rüpeln sich durch die nächsten Songs, bevor “Death Screams” ein wenig Tempo raus nimmt. Das geht dann schon eher in klassischer US Power Metal, alles natürlich weiterhin schön rauh und unpoliert. Hier gefällt mir auch die atmosphärische Einleitung sehr gut. Dave Overkill singt eher im mittelhohen Bereich und macht dabei eine ordentliche Figur. Klar, der Mann ist kein Wundersänger, klingt aber kraftvoll und bissig, kann aber auch hymnische Töne anschlagen, wenn nötig und liefert hier eine wirklich mitreißende Performance ab.</p>
<h2>Wer nach über vierzig Jahren noch so rabiat und energiegeladen klingt wie DESTRUCTOR auf “Tales Of Glory”, der muss sich vor der jungen Garde nicht verstecken</h2>
<p>Nach dem rabiaten Speed Metal-Abriss “Fall to Your Knees” packen DESTRUCTOR in der zweiten Albumhälfte noch ein paar richtige Banger aus. “Never Take Me Alive” vereint im Wechsel miteinander stampfende Passagen und kompletten Speed-Irrsinn, während “Answers In Blood” richtig wüste Riffs mit den vielleicht besten Gesangslinien des ganzen Albums verbindet. Der Song hätte meiner Meinung nach auch auf “The Force” aus dem Hause <a href="https://vampster.com/bands/onslaught/">ONSLAUGHT</a> stehen können. Nach nicht ganz vierzig Minuten ist der Spaß dann auch vorbei, ohne dass Langeweile aufgekommen wäre. Perfekte Albumlänge, würde ich sagen. Der Sound ist sehr natürlich, lässt der Musik ihren rauen Charme. Genau so muss eine old school Metal-Platte klingen. Und“Tales Of Glory” ist genau das, ein richtig starkes old school Heavy Metal-Album mit dem DESTRUCTOR es auch problemlos mit der jungen Garde aufnehmen können. Diese älteren Herren wissen noch wie es geht. Und vielleicht ist das ja dann eben doch so eine kleine tale of glory, dass diese Band über vierzig Jahre nach ihrem immer noch, wenn auch mit Unterbrechung, am Start ist, starke Alben veröffentlicht und einfach ihr Ding durchzieht.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 19.06.2026</p>
<p>Spielzeit: 38:53</p>
<p>Line-Up:<br />
Dave Overkill &#8211; vocals, guitars<br />
Mark Hellhound &#8211; guitars<br />
Tim Hammer &#8211; bass<br />
Matt Flammable &#8211; drums</p>
<p>Label: Shadow Kingdom Records</p>
<p>Bandcamp: <a href="https://destructor1.bandcamp.com">https://destructor1.bandcamp.com</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/DestructorMetal">https://www.facebook.com/DestructorMetal</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>DESTRUCTOR „Tales of Glory“ Tracklist</h2>
<p>01. Tales of Glory<br />
02. Shadow Magic<br />
03. Harbinger of Death (<a href="https://shadowkingdomrecords.bandcamp.com/album/tales-of-glory" target="_blank" rel="noopener">Audio bei Bandcamp</a>)<br />
04. Wolves at Your Door<br />
05. Death Screams<br />
06. Fall to Your Knees<br />
07. Never Take Me Alive<br />
08. Answers in Blood<br />
09. Rise to the Call<br />
10. Victorious Warrior</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[DESTRUCTOR]]></band>
<genres><![CDATA[power metal, thrash metal, speed metal]]></genres>
<wpid>424550</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>LORD OF THE LOST: Opvs Noir Vol. 2</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/lord-of-the-lost-opvs-noir-vol-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 09:49:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[LORD OF THE LOST]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=424526</guid>

					<description><![CDATA["Opvs Noir Vol. 2" ist kein schlechtes Album, bleibt aber unter seinen Möglichkeiten. Neue Facetten entlocken LORD OF THE LOST ihrem Schaffen nicht, während vor allem die Gastbeiträge für das nötige Profil sorgen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Back in black: Nach der farbenfrohen Phase um „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/lord-of-the-lost-blood-glitter/">Blood &amp; Glitter</a>“ (2022) war eine Rückkehr zum düsteren Image nur eine Frage der Zeit. Als Trilogie angelegt entdecken <a href="https://vampster.com/bands/lord-of-the-lost/">LORD OF THE LOST</a> auf „Opvs Noir“ folglich ihre dunkle Seite neu. Während die Musiker also die Schönheit in der Finsternis suchen, fahren sie die 80er-Vibes jedoch nicht gänzlich zurück („The Fall From Grace“, „Walls Of Eden“). Dieses Konzept funktionierte auf „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/lord-of-the-lost-opvs-noir-vol-i/">Vol. 1</a>“ durchaus zielsicher und setzt sich auf dem zweiten Werk der Albumreihe relativ unaufgeregt fort.</p>
<p>Das Niveau bleibt also grundsätzlich solide, bestätigt jedoch gleichzeitig die Befürchtung, dass die Dark Rock-Band zuvorderst im Sinne der Quantität handelt. Ähnlich wie schon beim Doppelalbum „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/lord-of-the-lost-judas/">Judas</a>“ (2021) zeichnet sich auf „Opvs Noir Vol. II“ ab, dass mit Mut zur Vorauswahl letztlich ein nachhaltigeres Gesamtwerk möglich gewesen wäre, als es diese Trilogie nach zwei Dritteln darstellt.</p>
<h2>Vor allem die Gastbeiträge schenken &#8222;Opvs Noir Vol. 2&#8220; Profil</h2>
<p>Klammern wir das dezent süßliche, aber emotional sowie warm vorgetragene „One Of Us Will Be Next“ aus, sind es vor allem die Kollaborationen, welche „Opvs Noir Vol. 2“ Profil schenken. In „Would You Walk With Me Through Hell?” tritt Lena Scissorhands (<a href="https://vampster.com/bands/infected-rain/">INFECTED RAIN</a>) sogar so präsent in Erscheinung, dass wir zwischenzeitlich beinahe vergessen hätten, wessen Band hier eigentlich gerade spielt, wäre da nicht das dramatische Piano-Solo in der zweiten Hälfte.</p>
<p>„Please Break The Silence“ wiederum ist als eher klassisches Duett konzipiert, gefällt jedoch insbesondere durch die Gesangsleistung: <a href="https://vampster.com/bands/league-of-distortion/">LEAGUE OF DISTORTION</a>-Frontfrau Anna Brunners eindringliche wie kraftvolle Stimme harmoniert perfekt mit Harms‘ düsterem Timbre. Jenes trägt zudem das abschließende „Sharp Edges“ nahezu im Alleingang, wobei die reduzierte Instrumentierung aus Piano, Streichern und Spinett-Akzenten das ideale Vehikel für den charismatischen Sänger darstellt.</p>
<h2>LORD OF THE LOST gehen nicht blutarm vor, können ihrem Schaffen aber auch keine neuen Facetten entlocken</h2>
<p>Den krassen Gegenentwurf durften wir ja bereits zuvor erleben: „Raveyard“ entpuppte sich als tanzbare Club-Nummer mit Dark-Rock-Fundament, die mit dem hyperaktiven Sprechgesang KÄÄRIJÄs ein eigenwilliges Gastfeature beinhaltet. Der frische Wind tut dem Album jedoch gut, mangelt es doch sonst an hervorstechenden Momenten.</p>
<p>Wir wollen nicht von „Dienst nach Vorschrift“ sprechen, da <a href="https://vampster.com/bands/lord-of-the-lost/">LORD OF THE LOST</a> im restlichen Verlauf keineswegs blutarm vorgehen. Nur erfindet sich die Gruppe hier weder neu noch fügt sie mit „The Last Star“ oder der Powerballade „Winter’s Dying Heart“ ihrem Backkatalog Facetten hinzu, die sie nicht schon zuvor ergreifender umgesetzt hätte.</p>
<p>Auch deshalb richtet sich der Blick nun schneller als gedacht auf das Trilogie-Finale: Denn trotz gefälliger Songs ist „Opvs Noir Vol. 2“ in seiner Gesamtheit kurzlebiger, als wir es von <a href="https://vampster.com/bands/lord-of-the-lost/">LORD OF THE LOST</a> im Idealfall gewohnt sind. Ob das Beste also zum Schluss kommt? Ausschließen wollen wir ein Ende mit Paukenschlag jedenfalls nicht.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 12.12.2025</p>
<p>Spielzeit: 45:56</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Chris Harms – Vocals, Guitar<br />
Pi Stoffers – Guitar<br />
Benjamin “Benji“ Mundigler – Guitar, Synths<br />
Klaas Helmecke – Bass<br />
Gerrit Heinemann – Piano, Synths, Percussion<br />
Niklas Kahl – Drums</p>
<p>Produziert von Chris Harms</p>
<p>Label: Napalm Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://lordofthelost.de/" target="_blank" rel="noopener">https://lordofthelost.de/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/lordofthelost" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/lordofthelost</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/officiallordofthelost" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/officiallordofthelost</a><br />
Bandcamp: <a href="https://lordofthelost.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://lordofthelost.bandcamp.com</a></p>
<h2>LORD OF THE LOST “Opvs Noir Vol. 2” Tracklist</h2>
<ol>
<li>The Fall From Grace</li>
<li>Would You Walk With Me Through Hell? (&amp; <a href="https://vampster.com/bands/infected-rain/">INFECTED RAIN</a>) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=pGw3G3HCtaQ" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>One Of Us Will Be Next (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=F7zSemkSiM8" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Walls Of Eden</li>
<li>Raveyard (feat. KÄÄRIJÄ) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=QNRTEJYCXGM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>The Last Star</li>
<li>What Have We Become (feat. <a href="https://vampster.com/bands/iamx/">IAMX</a>) (<a href="https://lnk.to/LOTL-OPVSNOIR" target="_blank" rel="noopener">Stream</a>)</li>
<li>Winter’s Dying Heart (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=KN4dKqnKWK8" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Scarlight</li>
<li>Please Break The Silence (feat. ANNA BRUNNER)</li>
<li>Sharp Edges</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[LORD OF THE LOST]]></band>
<genres><![CDATA[gothic, dark metal]]></genres>
<wpid>424526</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>THE NIGHT ETERNAL: Cold Velvet</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/the-night-eternal-cold-velvet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[agony&#38;ecstasy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 17:51:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[THE NIGHT ETERNAL]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=424466</guid>

					<description><![CDATA[THE NIGHT ETERNAL machen einen weiteren Schritt in Richtung Goth Rock und liefern damit ihr bisher reifstes und bestes Album ab. Hoffentlich gehen die Jungs damit so richtig durch die Decke, ich würde es ihnen gönnen! 
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit ihrer EP und vor allen den beiden Alben “Moonlit Cross” (2019) und “Fatale” haben die Essener <a href="https://vampster.com/bands/the-night-eternal/">THE NIGHT ETERNAL</a> sich schon einen ziemlich guten Ruf erarbeitet. Auch die mitreißenden Live Performances der Band haben Ihren Teil dazu beigetragen. Ich bin ebenfalls seit dem Debütalbum großer Fan der Band. Nun steht also das berühmt-berüchtigte dritte Album an, gleichzeitig ist die Band nach zwei Alben auf Van Records zum Branchenriesen Metal Blade Records gewechselt. Alle Zeichen stehen auf Sturm, richtig? Richtig!</p>
<h2>Mehr Goth Rock wagen! THE NIGHT ETERNAL verfeinern ihren Sound auf “Cold Velvet”</h2>
<p>Bereits von “Moonlit Cross” zu “Fatale” gab es eine dezente Entwicklung zu etwas mehr eingängigen Goth Rock, was ganz hervorragend zu Ricardos Stimmlage passt. Und was “Where This World Ends”, die erste Single zum “Cold Velvet” bereits angedeutet hat, zeigt sich auf Albumlänge noch deutlicher: Die Band geht den eingeschlagenen Weg weiter, noch mehr Goth Rock, etwas weniger Metal. Hatte “Moonlit Cross” noch seine Ecken und Kanten, seinen rauen Charme, so hat die Band ihren Sound immer weiter verfeinert, die Ecken und Kanten etwas abgeschliffen, selbstverständlich ohne dabei irgendwie nach cheesy Plastikmüll zu klingen.</p>
<h2>Natürlich haben THE NIGHT ETERNAL den Heavy Metal auf “Cold Velvet” nicht hinter sich gelassen</h2>
<p>“Watcher Of The Burning Veil” und “Shape Of Sorrow” klingen durchaus vertraut und hätten so oder ähnlich auch auf “Fatale”, teilweise auch auf “Moonlit Cross” stehen können. Und auch wenn beides richtig starke Songs sind, so richtig groß sind THE NIGHT ETERNAL auf “Cold Velvet” bei Goth Rock Hits wie “Where This World Ends”, “Eurydice (Don’t Look Back)” oder dem ruhigeren “Caught In A Spell”, welches die Band völlig zurecht als perfekten Soundtrack für lange Autofahrten bei Nacht beschreibt. Etwas flotter aber von der Stimmung recht ähnlich kommt die dritte Single “The Veins Of Time”, die sich nach diversen Durchläufen zu einem meiner Lieblingssong auf “Cold Velvet” entwickelt hat, diese verhalten Gitarren, Ricardos sanfter, melancholischer Gesang… Wahnsinn, ey! Da kriege ich wirklich Gänsehaut!</p>
<h2>THE NIGHT ETERNAL klingen auf “Cold Velvet” etwas glatter und reifer und liefern ihr bisher bestes Album ab</h2>
<p>Wenn man der Entwicklung der Band bisher gefolgt ist, sollte “Cold Velvet” eigentlich niemanden vor den Kopf stoßen, der Band aber hoffentlich ein größeres Publikum erschließen. Immerhin hat am Samstag auf dem NORD OPEN AIR ein Bekannter “Cold Velvet” bereits als das erste gute Album der Band bezeichnet. Für so eine Bemerkung gehört er natürlich mit einer nassen Socke verprügelt, denn auch “Moonlit Cross” und “Fatale” waren bereits ganz hervorragende Alben. Aber ja, THE NIGHT ETERNAL haben hier nochmal einen Schritt gemacht, klingen insgesamt reifer und ja, auch etwas glatter. Alles in allem bin ich ziemlich begeistert von “Cold Velvet”und halte das dritte Album der Band nach diversen Durchläufen für ihr bisher bestes. Hoffentlich geht die Band mit diesem großartigen Album und einem starken Label im Rücken jetzt so richtig durch die Decke! Ihr habt es in der Hand, Leute!</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 21.08.2026</p>
<p>Spielzeit: 41:12</p>
<p>Line-Up:<br />
Ricardo Baum – vocals<br />
Robert Richter – guitar<br />
Henry Käseberg – guitar<br />
Aleister Präkelt – drums<br />
Marco Jusliner &#8211; session bass</p>
<p>Label: Metal Blade Records</p>
<p>Bandhomepage: <a href="https://thenighteternal.com">https://thenighteternal.com</a><br />
Bandcamp: <a href="https://thenighteternal.bandcamp.com">https://thenighteternal.bandcamp.com</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/thenighteternal_official">https://www.instagram.com/thenighteternal_official</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/thenighteternal">https://www.facebook.com/thenighteternal</a></p>
<h2>THE NIGHT ETERNAL „Cold Velvet“ Tracklist</h2>
<p>1. Where This World Ends (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=6zq5964b28A" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Eurydice (Don’t Look Back)<br />
3. Caught In A Spell (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Kih50Oyt7VY" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4. When The Last Candle Dies<br />
5. The Veins Of Time (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=xdhBZclkC5k" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
6. The Watcher Of The Burning Veil<br />
7. Shape Of Sorrow<br />
8. Dance On Crimson Ground</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[THE NIGHT ETERNAL]]></band>
<genres><![CDATA[heavy metal, gothic]]></genres>
<wpid>424466</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ELECTRIC CALLBOY: Tanzneid</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/electric-callboy-tanzneid/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 14:19:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ELECTRIC CALLBOY]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=424328</guid>

					<description><![CDATA[Aufrüttelnd und energiegeladen behält "Tanzneid" die Spielregeln ELECTRIC CALLBOYs bei und fängt so die Essenz der Electronic Metalcore-Band perfekt ein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Herz, der Bauch, die Beine, sie allen sagen ja. Der Kopf hingegen will nicht so recht mitziehen: Während die Anderen einfach Spaß haben, kämpfen wir selbst gegen die inneren Hemmungen. Es ist ein seltsames Gefühl, dem <a href="https://vampster.com/bands/electric-callboy/">ELECTRIC CALLBOY</a> nun einen Namen schenken: „Tanzneid“ ist so kurz wie prägnant und ergibt doch erstaunlich viel Sinn. Dabei ist die Lösung auf dem Papier so einfach. Den Kopf ausschalten, loslassen und das Leben genießen.</p>
<p>Diesem Kredo folgt die Band seit vielen Jahren, hat sich jedoch erst seit der „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/eskimo-callboy-mmxx-hypa-hypa-edition-ep/">Hypa Hypa</a>“-EP (2020) während der Pandemie-Jahre bedingungslos dazu bekannt. Das Erfolgsrezept, das „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/electric-callboy-tekkno/">Tekkno</a>“ (2022) unverändert übernahm, wird folglich auch diesmal nicht großartig verändert. <a href="https://vampster.com/bands/electric-callboy/">ELECTRIC CALLBOY</a> setzen also 2026 weiterhin auf eingängige und knackig konzipierte Nummern, die allesamt um die Dreiminuten-Marke angesiedelt sind, um so etwas wie Überdruss gar nicht erst aufkommen zu lassen.</p>
<h2>Aufrüttelnd und energiegeladen: Die Spielregeln behalten ELECTRIC CALLBOY auf &#8222;Tanzneid&#8220; bei</h2>
<p>Dementsprechend kauzig und lebensbejahend präsentiert sich das Songmaterial auf „Tanzneid“, das mit dem Titeltrack aufrüttelnd und energiegeladen beginnt, bevor es ohne Verschnaufpause in die unverschämt eingängige <a href="https://vampster.com/bands/babymetal/">BABYMETAL</a>-Kooperation „RATATATA“ übergeht. Die Spielregeln ihres Electronic Metalcore-Cocktails sind derweil erprobt: Nicht selten führt eine treibende und aggressive Strophe in eine sanfte Bridge, die wiederum den Weg für die aufputschende Hook ebnet. Ein Breakdown dazu und fertig ist der Party-Song.</p>
<p>Wobei wir freilich die Nuancen nicht außer Acht lassen sollten: „The Way You Are“ beginnt als kitschige Boyband-Nummer, bevor <a href="https://vampster.com/bands/electric-callboy/">ELECTRIC CALLBOY</a> die Blastbeat-Keule auspacken. Die Pointe mag die gleiche sein wie bei „Hurrikan“ auf dem Vorgängerwerk, doch hat man diesmal einen kompletten Song darum gestrickt. Das <a href="https://vampster.com/bands/sum-41/">SUM 41</a>-Cover „Still Waiting“ wird dank Synthesizern vom Pop-Punk- zum tanzbaren Electronic-Metal-Hit, nachdem zuvor die Eigenkomposition „Let The Good Times Roll” ihrerseits das Genre mit den eigenen Trademarks vermählt hatte. Der Kinderchor im zuckersüßen Refrain von „Revery“ wiederum fungiert als idealer Kontrast zu den aggressiven Strophen, die Shouter Kevin mit Biss und Elan füllt.</p>
<h2>&#8222;Tanzneid&#8220; fängt die Essenz ELECTRIC CALLBOYs perfekt ein</h2>
<p>Zwar sind die ganz großen Hits, wie es „Elevator Operator“ einer ist, diesmal eher punktuell vertreten. Dafür ist das Gesamtwerk deutlich runder und konstanter: Selbst in der zweiten Reihe gibt es genug zu entdecken wie etwa die stampfenden Industrial-Anleihen von „Heartclub“, die ein schönes Gegengewicht zur erhebenden Hook darstellen.</p>
<p>Blenden wir die angehängten Remix-Versionen als Bonusdreingabe aus, ist „Tanzneid“ somit ein kompaktes Werk, das die Essenz <a href="https://vampster.com/bands/electric-callboy/">ELECTRIC CALLBOY</a>s auf den Punkt einfängt und gleichzeitig überaus geschmeidig arrangiert. Das sorgt zwar nicht für Innovationspreise, aber für verschwitzte Leiber, fliegende Gliedmaßen und breit grinsende Gesichter. Sofern man den inneren Schweinehund überwinden kann, versteht sich, der ja überhaupt erst für die titelgebende Wortneuschöpfung verantwortlich ist. <em>„Just get loud“</em>, rät Sänger Nico Sallach in diesem Fall in „The Savior” – kein Problem, wir müssen dafür nur den ratternden Kopf für ein paar Minuten ausschalten.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 07.08.2026</p>
<p>Spielzeit: 44:24</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Kevin Ratajczak – Vocals, Keys<br />
Nico Sallach &#8211; Vocals<br />
Daniel Haniß &#8211; Gitarre<br />
Pascal Schillo &#8211; Gitarre<br />
Daniel Klossek &#8211; Bass<br />
Frank Zummo &#8211; Drums</p>
<p>Produziert von ELECTRIC CALLBOY</p>
<p>Label: Century Media</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.electriccallboy.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.electriccallboy.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/electriccallboy" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/electriccallboy</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/electriccallboy" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/electriccallboy</a><br />
Bandcamp: <a href="https://centurymedia.bandcamp.com/album/tanzneid-24-bit-hd-audio" target="_blank" rel="noopener">https://centurymedia.bandcamp.com/album/tanzneid-24-bit-hd-audio</a></p>
<h2>ELECTRIC CALLBOY “Tanzneid” Tracklist</h2>
<p>1. TANZNEID (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=3OrHy_TRudo" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. RATATATA (feat. BABYMETAL) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=EDnIEWyVIlE" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Hypercharged (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Io1ZL0rc2Ac" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4. Let The Good Times Roll (feat. Dexter Holland) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=UUGGRIaVfds" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5. Elevator Operator (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=BiP0FpY88E4" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
6. Heartclub<br />
7. The Way You Are (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=9ji4JnBsS-Y" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
8. Still Waiting (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=wPZnearOJbM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
9. The Savior<br />
10. Revery<br />
11. We Got The Moves (Sullivan King Remix)<br />
12. Tanzneid (Paolo Ferrara Remix)<br />
13. Hypercharged (Paul Elstak Remix)<br />
14. Revery (Sullivan King Remix)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ELECTRIC CALLBOY]]></band>
<genres><![CDATA[electronic, metalcore]]></genres>
<wpid>424328</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>LOVEBITES: Outstanding Power</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/lovebites-outstanding-power/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 10:47:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[LOVEBITES]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=424127</guid>

					<description><![CDATA[LOVEBITES schüren mit "Outstanding Power" eine Erwartungshaltung, die sie größtenteils erfüllen können. Mit Biss und Vielfalt unterhält das Album ohne nennenswerte Längen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich weckt der Titel eine Erwartungshaltung. Glücklicherweise zählen <a href="https://vampster.com/bands/lovebites/">LOVEBITES</a> ohnehin nicht zu den Bands im Power Metal, die vorwiegend mithilfe von quietschbunten Kostümen und zuckrigen Keyboards auf sich aufmerksam machen. „Outstanding Power“ verschließt sich zwar nicht vor synth-gestützten Symphonic-Elementen, das Rückgrat bildet dennoch die treibende Gitarrenarbeit, die schon im Opener „The Castaway“ durch flinke Soli aufgelockert wird.</p>
<p>Leider können die Vocals diese Kraft nicht immer entfesseln, was jedoch keineswegs an der Stimmgewalt Asamis liegt, die im Verlaufe des Albums mehrfach beweist, dass sie über ein beeindruckendes Organ verfügt. Vielmehr ist es der Audiomix, der ihr zugunsten der Gitarren bisweilen den Wind aus den Segeln nimmt. Ferner entpuppt sich die oft undeutliche bis unnatürliche Aussprache der Sängerin phasenweise als gewöhnungsbedürftig. Im Gegenzug brilliert Asami in der Ballade „Eternally“, nachdem sie Stücken wie „Phoenix Rise Again“ oder „Forbidden Thirst“ zuvor schon mit eingängigen Melodiebögen ihren Stempel aufgedrückt hatte.</p>
<h2>Ihren Thrash-Einfluss treiben LOVEBITES im furiosen &#8222;Reaper&#8217;s Lullaby&#8220; auf die Spitze</h2>
<p>Stilistisch gehen <a href="https://vampster.com/bands/lovebites/">LOVEBITES</a> größtenteils keine neuen Wege, obschon „Blazing Halo“ nebst Slap-Bass-Solo sowie „Out Of Control“ eine Prise Hard-Rock-Flair beimischen, welche sich vor allem in Midoris und Miyakos Spiel bemerkbar macht. Die Art und Weise, wie sich die beiden Gitarristinnen in Ersterem duellieren und jagen, kommt mit einer Menge Schwung daher. Noch mehr Drive entwickelt das flotte „Silence The Void“, wo die Band mit thrashigen Anleihen liebäugelt, die sie schließlich im furiosen „Reaper’s Lullaby“ auf die Spitze treibt.</p>
<p>Der größte Ausreißer jedoch ist das sechsminütige „Dream Of King“, welches – auch dank der pointierten Doublebass – mit fast schon <a href="https://vampster.com/bands/lovebites/">LAMB OF GOD</a>-artigem Groove beginnt und dadurch im Bandkosmos schnell eine Ausnahmeposition einnimmt. In eine andere Ecke wiederum schielt „Wheels On Fire“, bei dessen fröhlich-rockigem Aufbau wohl <a href="https://vampster.com/bands/thin-lizzy/">THIN LIZZY</a> Pate gestanden haben.</p>
<h2>&#8222;Outstanding Power&#8220; weiß ohne nennenswerte Längen zu unterhalten</h2>
<p>Dieser Variation ist es letztlich zu verdanken, dass „Outstanding Power“ über eine Stunde lang ohne nennenswerte Längen zu unterhalten weiß. Ein gutes Genrewerk also, das hier und da über den Tellerrand blickt und – sieht man von den erwähnten kleineren Unzulänglichkeiten ab – letztlich sogar der geschürten Erwartungshaltung gerecht werden kann.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 18.02.2026 (digital) / 08.05.2026 (physisch)</p>
<p>Spielzeit: 64:10</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Asami – Vocals<br />
Midori – Guitars<br />
Miyako – Guitars &amp; Keyboards<br />
Fami – Bass<br />
Haruna – Drums</p>
<p>Produziert von Steve Jacobs, Mikko Karmila (Mix) und Mika Jussila (Mastering)</p>
<p>Label: Napalm Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://lovebites.jp/" target="_blank" rel="noopener">https://lovebites.jp/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/LovebitesTheBand" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/LovebitesTheBand</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/lovebites_jp" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/lovebites_jp</a><br />
Bandcamp: <a href="https://lovebitesofficial.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://lovebitesofficial.bandcamp.com/</a></p>
<h2>LOVEBITES “Outstanding Power” Tracklist</h2>
<ol>
<li>The Castaway (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=vOwJCPGqlz0" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Silence The Void</li>
<li>Forbidden Thirst</li>
<li>Blazing Halo</li>
<li>Dream Of King</li>
<li>Phoenix Rises Again</li>
<li>Out Of Control</li>
<li>Wheels On Fire</li>
<li>The Eve Of Change</li>
<li>Reaper’s Lullaby (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=YxM63Bcmyr8" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Eternally</li>
<li>One Will Remain</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[LOVEBITES]]></band>
<genres><![CDATA[power metal]]></genres>
<wpid>424127</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>PHANTOM CORPORATION: Commando – CATBREATH: Die By The Claw (Split EP)</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/phantom-corporation-commando-catbreath-die-by-the-claw-split-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[andrea]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 11:47:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[PHANTOM CORPORATION]]></category>
		<category><![CDATA[CATBREATH]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=424065</guid>

					<description><![CDATA[Thunfisch, Tod, Verderben. Manchmal riecht die Katze hier so aus dem Maul, ich mag sie trotzdem sehr, sehr gerne. Bei Cat Content bleibe ich immer hängen, eine Band, die sich CATBREATH nennt, finde ich allein deshalb schonmal gut. Macht sie auch noch gemeinsame Sache mit PHANTOM CORPORATION, bin ich davon ähnlich begeistert wie das Katzenvieh vom frisch gefüllten Futternapf.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um das Fazit vorwegzunehmen: Die Split von <a href="https://vampster.com/bands/catbreath/">CATBREATH</a> und <a href="https://vampster.com/bands/phantom-corporation/">PHANTOM CORPORATION</a> gehört in jede Crossover-Crust-Hardcore-Sammlung. Die beiden norddeutschen Bands ignorieren mit derselben bewundernswerten Sturheit alle Trends, mit der die Katze auf ihre Futterration besteht und prügeln sich eine ganze halbe Stunde lang mit der Erfahrung verwahrloster Straßenkatzen: Jeder Song ein Volltreffer auf die Stelle, wo’s richtig wehtut.</p>
<h2>Auf zur wilden Hatz mit PHANTOM CORPORATION</h2>
<p>PHANTOM CORPORATION setzen mit den vier Songs (plus Intro) da an, wo sie mit ihrem „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/phantom-corporation-fallout/">Fallout</a>“-Album begonnen haben: Die wilde Hatz dauert gerade mal eine Viertelstunde, das Musikerkollektiv aus ex-<a href="https://vampster.com/bands/dew-scented/">DEW-SCENTED-</a>, <a href="https://vampster.com/bands/weak-aside/">WEAK ASIDE-</a>, <a href="https://vampster.com/bands/slaughterday/">SLAUGHTERDAY-</a> und <a href="https://vampster.com/bands/eroded/">ERODED</a>-Musikern jagt nach den besten Death Metal Grooves, Crust-Prügelstrecken und Thrash-Riffs – und macht dabei so manchen guten Fang. „Where All Roads Lead To Hell“ versteckt aberwitzige Gitarrenläufe zwischen massiven Thrash Riffs, „Deep Well“ schleppt einen tonnenschweren Groove an, der D-Beat von „World Of Hate“ stürmt ohne Rücksicht auf alles und jeden zu. „Phantom Kommando“ ist gar wieder einer der kleinen Hits, die diese Band auszeichnet, eine hinreißende Hook trifft auf böse Aggression, der Track ist so gut wie der Titelsong des &#8222;<a href="https://vampster.com/cd-reviews/phantom-corporation-time-and-tide/">Time And Tide</a>&#8222;-Albums oder „Vortex Of Torment“ von „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/phantom-corporation-fallout/">Fallout</a>“.  Sänger Leif klingt noch wütender und kompromissloser als auf den beiden Alben, der Sound von Jörg Unken ist abermals räudige Perfektion.</p>
<h2>CATBREATH zeigen, wie zeitgemäß der 80er Retro-Sound sein kann</h2>
<p>Etwas altmodischer klingen CATBREATH, da ist musikalisch nicht nur viel mehr Speed Metal drin, auch die hellen Gitarren und das schepprige Schlagzeug kommen aus einer ganz anderen Zeit. Der Titel des Openers lautet „Play Dead“, aber dieser Song  rüttelt auch Tote wach.  Die Thrash Metal-Uptempo-Nummer „Inner Peace“ ist alles andere als friedlich, „Feline Fatality“ poltert in feiner Achtziger-Jahre-Speed-Thrash-Metal-Tradition, inklusive Gangshouts. Mit „Cross The Gates“ nimmt die Band stellenweise ein wenig Tempo raus, was besonders live dem Song noch mehr Durchschlagskraft verleiht. Dass „Stand Up And Fight“ eine Coverversion ist, fällt zunächst gar nicht auf, der <a href="https://VAMPSTER.COM/BANDS/EXCITER/">EXCITER</a>-Track aus dem Jahr 1983 (!) kommt hier so frisch und unverbraucht um die Ecke wie das ka(u)tzige Bandmaskottchen Fat Freddy nach dem Mittagsnickerchen.</p>
<p>„Commando / Die By The Claw“ erscheint als schicke 12“ Vinyl-Single, mit Wendecover,einmal mehr beweist das Label Supreme Chaos Records sein Händchen für wertige Releases. Also: Besser vor der Katze verstecken, wäre sehr schade, wenn da Katzenhaare oder Kratzer drankämen. Gebrauchsspuren wird das Teil allerdings irgendwann tragen, denn anhören sollte man es immer wieder.</p>
<p><strong>VÖ:</strong> 7. August 2026</p>
<p><strong>Label:</strong> Supreme Chaos Records</p>
<h2>PHANTOM CORPORATION: Commando – CATBREATH: Die By The Claw (Split EP)</h2>
<p><strong>PHANTOM CORPORATION &#8211; &#8222;Commando&#8220;</strong></p>
<ul>
<li>Cursed Lands</li>
<li>When All Roads Lead To Hell</li>
<li>Deep Well</li>
<li>World Of Hate</li>
<li>Phantom Kommando</li>
</ul>
<p><strong>CATBREATH &#8211; &#8222;Die By The Claw&#8220;</strong></p>
<ul>
<li>Play Dead</li>
<li>Inner Piece</li>
<li>Feline Fatality</li>
<li>Cross The Gate</li>
<li>Stand Up And Fight</li>
</ul>
<p><strong>Line-up PHANTOM CORPORATION</strong></p>
<ul>
<li>Leif Vocals</li>
<li>Philipp Guitar</li>
<li>Arne Lead Guitar</li>
<li>Ulf Bass</li>
<li>Marc Drums</li>
</ul>
<p><strong>Line-up CATBREATH</strong></p>
<ul>
<li>Philipp Vocals</li>
<li>Kniffel Guitar</li>
<li>Tank Bass</li>
<li>Timo Drums</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[PHANTOM CORPORATION, CATBREATH]]></band>
<genres><![CDATA[death metal, hardcore, thrash metal, speed metal, Crust]]></genres>
<wpid>424065</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>WORMWOOD: Å [EP]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/wormwood-a-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 09:53:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[wormwood]]></category>
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					<description><![CDATA[WORMWOOD beweisen auf "Å" Wandelbarkeit, ohne die eigenen Trademarks abzulegen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Garstig und verbittert stoßen und <a href="https://vampster.com/bands/wormwood/">WORMWOOD</a> anfänglich vor den Kopf: Bekannt sind die Schweden eigentlich für ihren melodischen Post Black Metal, doch die ersten Takte von „Yra | Extas“ zeigt die Formation mit Blast Beats und finsterer Miene. Lange dauert es dennoch nicht, bis die Leadgitarren erste Akzente setzen und getragene Harmonien einstreuen.</p>
<p>Entrückt, doch schwermütig entfaltet sich das Stück über knapp neun Minuten: Zwischen Delirium und Ekstase &#8211; um frei den Songtitel zu zitieren &#8211; wandeln <a href="https://vampster.com/bands/wormwood/">WORMWOOD</a>, ziehen sich zeitweise zurück, um dann wieder mit Nachdruck nach vorne zu preschen. Die Handschrift der Band, allen voran Gitarrist Tobias Rydsheim, tritt hier deutlich zutage, insbesondere wenn das Stück im groß angelegten Finale an Dramatik hinzugewinnt und dank des warmen Bassspiels, der passionierten Screams sowie des gefühlvollen Solos für Gänsehaut sorgt.</p>
<h2>WORMWOOD beweisen auf &#8222;Å&#8220; Wandelbarkeit, ohne die eigenen Trademarks abzulegen</h2>
<p>Dagegen wirkt der Kinderchor im anschließenden „Purposeless Geometry“ zunächst etwas kitschig, entwickelt schlussendlich aber doch noch einen eigenen Charme. Hier sind es vor allem die kleinen Details, die den Song nachhaltig wirken lassen: die subtilen Hammond-Sounds in der trottenden ersten Strophe, das bluesige Interlude voller Gefühl.</p>
<p>Diese Wandelbarkeit, ohne die eigenen Trademarks abzulegen, passt gleichzeitig hervorragend zum Konzept von „Å“, das den Fokus auf Stockholms Randgesellschaft lenkt und in diesen Geschichten neben Emotion und Sehnsucht natürlich auch eine rohe und ungesittete Seite des Lebens offenbart.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 07.08.2026</p>
<p>Spielzeit: 15:57</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Nine – Vocals<br />
Tobias Rydsheim – Guitar, Keys, Vocals<br />
Jerry Engström – Guitar<br />
Oskar Tornborg – Bass, Vocals<br />
Simon Samuelsson – Drums</p>
<p>Produziert von Tobias Rydsheim und Sverker Widgren (Mix und Mastering)</p>
<p>Label: Black Lodge Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://wormwood-official.com/" target="_blank" rel="noopener">https://wormwood-official.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/WormwoodSWE/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/WormwoodSWE/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/wormwoodofficial" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/wormwoodofficial</a><br />
Bandcamp: <a href="https://wormwood-official.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://wormwood-official.bandcamp.com/</a></p>
<h2>WORMWOOD “Å” Tracklist</h2>
<p>1. Yra | Extas (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=_5D3h7aDRYE" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Pureposeless Geometry</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[wormwood]]></band>
<genres><![CDATA[black metal, AVANTGARDE]]></genres>
<wpid>423956</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>HOLISSSTIK: Chapter 1: This Endless Solitude</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/holissstik-chapter-1-this-endless-solitude/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 08:46:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[HOLISSSTIK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=423823</guid>

					<description><![CDATA[Tor-Helge Skei debütiert mit HOLISSSTIK. Das spannende, düstere Debütalbum „Chapter 1: This Endless Solitude“ ist dabei eklektischer als MANES. Aber ist es auch besser?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem Roman <a href="https://buchshop.bod.de/mammal-christoph-ziegltrum-9783695160358">MAMMAL</a> habe ich eine Band erfunden und die gesamte Diskografie gleich mit dazu. Ich wollte, dass die darin vorkommende Band all das spielt, was ich mag, und somit bedient die Roman-Band MAMMAL alle Genres von Crust-Grind und Black Metal über Noiserock und Ambient bis hin zu Industrial und Folk. Ganz so krass sind <a href="https://vampster.com/bands/manes/">MANES</a> nicht, aber insgesamt dann doch ein ähnlich eklektisches Kaliber, die es, genau wie die fiktiven MAMMAL, spannend halten wollen. Tor-Helge Skei, MANES‘ Komponist, schränkt sich nicht gerne ein, deshalb hat er viele weitere Projekte, seien sie im Black Metal beheimatet (MANII, <a href="https://vampster.com/bands/diabolus-mecum-semperterne/">DIABOLUS, MECUM SEMPERTERNE!</a>) oder abseits vom Metal, wie <a href="https://vampster.com/bands/lethe/">LETHE</a> und eben sein neues Projekt <a href="https://vampster.com/bands/holissstik/">HOLISSSTIK</a>.</p>
<p>Wobei, weit abseits vom Metal stehen HOLISSSTIK nicht. Aber von vorne. „Chapter 1: This Endless Solitude“ ist kein Alleingang von Tor-Helge Skei, ganz sicher nicht. Zwar ist er als Komponist und Produzent Dreh- und Angelpunkt des Projektes, zwar ist HOLISSSTIK sein Projekt, aber „Chapter 1: This Endless Solitude“ ist gespickt mit vielen Kollaborateuren. Eine holistische Erfahrung ist das Debütalbum dieses Projekts aber dennoch: Die Atmosphäre hält die acht Songs zusammen, egal ob es jetzt Synthwave, Doomgaze, oder was auch immer ist, das man hier hören kann. Und es ist noch viel mehr, denn HOLISSSTIK arbeiten hier bewusst ohne Grenzen. Metal-Drumming ist ebenso Teil des Ganzen wie französischer Rap, den MANES schon auf <a href="https://vampster.com/cd-reviews/manes-how-the-world-came-to-an-end/">„How The World Came To An End“</a> verwendet haben.</p>
<h2>„Chapter 1: This Endless Solitude“ speist seine Energie aus vielen Genres und den zahlreichen Kollaborateuren, die unter HOLISSSTIK versammelt sind.</h2>
<p>Das schwermütige „The Rhythm Of Silence“ macht es dabei nicht unbedingt einfach, in das Album zu finden. Sieben Minuten im getragenen Tempo, karge Gitarren und der schmerzliche Gesang von Martyna Halas lässt HOLISSSTIKs Debüt doomiger als erwartet beginnen und dessen Rap-Part eine Steigerung darstellt, und keinen Kontrast. Ein gelungener Song, der allerdings erst auf das zweite oder dritte Hören richtig zündet. Richtig unter die Haut geht dafür „My Salvation“, das treibendes Drumming mit den Synthesizern zu einer dystopischen Atmosphäre verschmilzt. In diesem Soundlabyrinth passiert viel und dennoch bleibt das Stück catchy. So oszilliert das Album zwischen einsamer Schwermut und nervöser Zukunftsangst, balanciert dabei die Atmosphäre immer etwas anders aus.</p>
<p>Diese Spannung kann auch innerhalb der Songs entstehen, wie bei „Obsession Six“, das einen sehr hypnotischen Flow hat. Sehr berührend ist auch das äußerst atmosphärische „Would You Take This Heart“, das eine ähnliche Magie besitzt wie <a href="https://vampster.com/bands/ulver/">ULVER</a> auf den EPs der 2000er, nur mit mehr Gitarren im Background. Als Unterstützung für Tor-Helge Skei sind auf „Chapter 1: This Endless Solitude“ stets die passenden Gäste verfügbar. Mit Anna Murphy (<a href="https://vampster.com/bands/cellar-darling/">CELLAR DARLING</a>), Martia Hellem, Martyna Hallas und Rune Folgerø sind starke Stimmen zu hören, clevere Synthesizer kommen von Kristoffer Oustad und Stig Waltoft, während die Gitarren von Christophe Denhez, Eivind Fjøseide relativ unspektakulär klingen. Das Drumming von Tor-Arne Helgesen ist hingegen sehr clever und originell eingesetzt.</p>
<h2>HOLISSSTIK lösen Grenzen auf und erschaffen auf „Chapter 1: This Endless Solitude“ ein über weite Strecken sehr kohärentes Gesamtbild.</h2>
<p>„Chapter 1: This Endless Solitude“ zeigt häufig, wie die Grenzen zwischen elektronischer Musik und Rock aufgelöst werden können. Das Besondere dabei ist, dass HOLISSSTIK, ganz dem Namen entsprechend, die Elemente gleichberechtigt nebeneinander stehen lassen und keine Kontraste entstehen lassen, wo eigentlich Kontraste sein müssten. Und so etwas schafft nur ein richtig guter Songwriter. Aber: MANES haben die besseren Songs. Ein Stück wie „Reoccuring Dreams“ klingt etwas träge, „Projections“ fragmentiert. Vermutlich ist das der Preis, den HOLISSSTIK dafür bezahlen, keinen Bandcharakter wie MANES zu besitzen. Ein Quasi-Nachfolger zu „Slow Motion Death Sequence“ ist „Chapter 1: This Endless Solitude“ also nicht, funktioniert aber sehr gut als Überbrückung zum hoffentlich bald kommenden Album von Skeis Hauptband.</p>
<p>Tor-Helge Skei weiß, wo die Grenzen liegen, was zusammenpasst und was zu viel ist. Auf diese Weise entsteht ein berührender, intensiver Song wie das abschließende „This Endless Solitude“, das klingt wie das sanfte Erwachen aus einem düsteren Traum, perfekt verdeutlicht durch das Artwork. So ist HOLISSSTIK letzten Endes doch praktisch veranlagt, während MAMMAL eben gut als Buch-Band funktionieren. Aber ich würde lügen, wenn MANES nicht ein paar Spuren in meinem Roman hinterlassen hätten. Wie dem auch sei: Tor-Helge Skeis Erfahrung mit seinen zahlreichen Projekten und Alben fließt hier sehr gut ein. „Chapter 1: This Endless Solitude“ mag nicht das beste Album sein, an dem er mitgewirkt hat, aber es legt den Samen für weitere, grenzenlose Erfahrungen, die wir mit Spannung erwarten dürfen.</p>
<p>Wertung: 6 von 8 Koalitionen</p>
<p>VÖ: 14. August 2026</p>
<p>Spielzeit: 46:02</p>
<p>Lineup:<br />
Tor-Helge Skei</p>
<p>Guest Musicians:<br />
Anna Murphy &#8211; Vocals on „Obsession Six“<br />
Christophe Denhez &#8211; Guitars on „The Rhythm of Silence“, Guitars, vocals and lyrics on „Behind Me“<br />
Eivind Fjøseide &#8211; Guitars on all songs except „Projections“<br />
Gabriel Trentini &#8211; Vocals and lyrics on „Obsession Six“<br />
Kristoffer Oustad &#8211; Synth on „The Rhythm of Silence“, „Projections“, „Reoccuring Dreams“, „This Endless Solitude“<br />
Tor-Arne Helgesen &#8211; Drums on all songs except „Behind Me“ and „This Endless Solitude“<br />
Marita Hellem &#8211; Vocals on „The Rhythm of Silence“ and „This Endless Solitude“<br />
Martyna Halas &#8211; Vocals and lyrics on „The Rhythm of Silence“, „My Salvation“, „Would You Take This Heart“ and „This Endless Solitude“<br />
Nik Košar &#8211; Vocals and lyrics on „Projections“ and „Reoccuring Dreams“<br />
Pierre Ripka &#8211; Vocals and lyrics on „The Rhythm of Silence“<br />
Paritta Monks &#8211; Chanting on „Would You Take This Heart“<br />
Rune Folgerø &#8211; Vocals on „This Endless Solitude“<br />
Rune Hoemsnes &#8211; Drums on „Behind Me“<br />
Stig Waltoft &#8211; Synth and sounds on „Would You Take This Heart“<br />
Tom Engelsøy &#8211; Vocals on „Obsession Six“<br />
Torstein Parelius &#8211; Bass on „Behind Me“ and „This Endless Solitude“, lyrics on „This Endless Solitude“<br />
Trond Johansen &#8211; Guitars on „Would You Take This Heart“</p>
<p>Label: Season Of Mist</p>
<h4>HOLISSSTIK „Chapter 1: This Endless Solitude“ Tracklist:</h4>
<p>1. <a href="https://youtu.be/rRpxEhA9xjg?si=VBzfz3_d33wOUHOL">The Rhythm of Silence (Official Video bei Youtube)</a><br />
2. My Salvation<br />
3. Projections<br />
4. Obsession Six<br />
5. <a href="https://youtu.be/En4TBWuFaVo?si=JK6VHC6Ct2VQdjJT">Reoccuring Dreams (Official Audio bei Youtube) </a><br />
6. <a href="https://youtu.be/va-L9hgyTCs?si=NtKalIO4tgP4cEYy">Would You Take This Heart (Official Audio bei Youtube) </a><br />
7. Behind Me<br />
8. This Endless Solitude</p>
<p><a href="http://HOLISSSTIK „Chapter 1: This Endless Solitude“">HOLISSSTIK „Chapter 1: This Endless Solitude“ Full Album Stream bei Youtube</a></p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://www.holissstik.com/">https://www.holissstik.com/</a><br />
<a href="https://holissstik.bandcamp.com/">https://holissstik.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/holissstik">https://www.facebook.com/holissstik</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/holissstik/">https://www.instagram.com/holissstik/</a><br />
<a href="https://www.youtube.com/@holissstik">https://www.youtube.com/@holissstik</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[HOLISSSTIK]]></band>
<genres><![CDATA[electronic, DARK]]></genres>
<wpid>423823</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>HULDER: Verbolgen</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/hulder-verbolgen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 13:15:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[HULDER]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=423562</guid>

					<description><![CDATA[Ist es nicht erstaunlich, wie charakteristisch ein von Menschen erschaffenes Gemälde sein kann? Irgendwas ist da dran, was du nicht richtig fassen kannst, ähnlich wie beim "Uncanny Valley" bei von KI erstellten Bildern, aber eben positiv: Das kennst du doch, das erinnert an etwas, und wenn es nur ein Gefühl ist. Ein Blick auf die neue HULDER, und du weißt, wohin die Reise geht: in die 90er.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Cover-Artwork des dritten <a href="https://vampster.com/bands/hulder/">HULDER</a>-Albums &#8222;Verbolgen&#8220; stammt nämlich von einer Künstlerin, die zuletzt 1996 für eine Metal-Band tätig gewesen ist (HADES): Morrigan von <a href="https://vampster.com/bands/aeternus/">AETERNUS</a> ist es, und von eben jenen ist bei HULDERs drittem Streich auch Drummer Vrolok am Start (auf vier Liedern jedenfalls), handelt es sich bei HULDER doch um eine zweiköpfige Band aus eben Hulder selbst und einem Typen namens Necreon.</p>
<p>Auf die Fahnen geschrieben hat man sich den guten alten 90er-Jahre-Black-Metal. Lieben will ich HULDER dafür schon seit ihrem ersten Album, allein, gelungen ist es mir bislang noch nie. Nun aber ist sie wieder da, will ihren Sound mit akustischen Instrumenten aufgepeppt haben und insgesamt größer und voller klingen, und die Single &#8222;In Blood And In Oath&#8220; mit ihrem interessanten Rhythmus und ihrer epischen Atmosphäre gefällt mir, also immer her damit.</p>
<p>Und nicht nur die kann einiges, auch das Album als solches startet sehr stark: Das Intro &#8222;Drie Raven&#8220; wartet mit wehmütigen Flötentönen auf, die stilvoll überleiten in den ersten großen Hit des Albums: &#8222;The Crowning&#8220; ist der perfekte Opener, trägt die unheilschwangere Atmosphäre weiter und begeistert durch eine wehmütige Melodie. &#8222;Thy Binding Oath&#8220; kann ebenfalls einiges, lässt aber schon erkennen, dass HULDER auch anno 2026 noch nicht am Zenit ihres Schaffens angekommen sind.</p>
<h2>Zuviel Wiederholung, zu wenig Raffinesse &#8211; &#8222;Verbolgen&#8220; bleibt Mittelmaß</h2>
<p>Denn sie setzen, ähnlich wie die Genre-Kollegen von <a href="https://vampster.com/bands/hanternoz/">HANTERNOZ</a> neulich, zu viel auf Wiederholung, und da das Album nicht auf Rhythmus, sondern Atmosphäre produziert ist (die Bassdrum ist viel zu leise für die rhythmusbetonten Parts), kann das über die volle Länge nicht tragen, und man läuft Gefahr den Fokus zu verlieren. Die Blastbeats in &#8222;&#8230;And We Shall Sing&#8220; sind ein prima Gegenmittel gegen die drohende Monotonie, aber dieses Stilmittel wird noch zu selten eingesetzt. Stattdessen langweilt &#8222;Den Nacht Zijn Lied&#8220; zwar nicht in puncto Sprache (es wird ein altes Deutsch verwendet), dafür aber mit Double-Bass-Teppich, der schlimmsten Seuche, die das Black-Metal-Genre jemals hervorgebracht hat.</p>
<p>&#8222;View From Nemeton&#8220; packt mich dann erst wieder: Blast-Beats und flotter Marschrhythmus gehen eine sinnvolle Verbindung ein, nur die Gitarren könnten etwas abwechslungsreicher sein, so dass der Song dann doch wieder zu lang wird. Am Ende will es mit &#8222;The Glow Of Dawn&#8220; dann nochmal episch werden; das rein instrumentale Stück wirkt aber eher wie ein Aneinanderreihen von Songideen und versinkt plötzlich im Nichts.</p>
<p>Zwei Bonus-Tracks halten sie noch parat, einer davon rein akustisch, aber da will auch irgendwie keine Begeisterung mehr aufkommen. Ja, irgendwas ist leider immer mit HULDER, und so bleibt auch &#8222;Verbolgen&#8220; trotz 90er-Atmosphäre und -Cover und zweifelsohne vielen guten Ansätzen im Mittelfeld stecken.</p>
<p>Spielzeit: 48:31 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 07.08.2026</p>
<p>Labels: Season Of Mist &amp; 20 Buck Spin</p>
<h2>HULDER „Verbolgen“ Tracklist</h2>
<p>1. Drie Raven (Intro) (2:18)<br />
2. The Crowning (6:28)<br />
3. Thy Binding Oath (5:38)<br />
4. Verbolgen (4:01)<br />
5. …And We Shall Sing (6:01)<br />
6. In Blood and In Earth (7:09) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=vG5mJaPagic" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
7. Den Nacht Zijn Lied (6:45)<br />
8. View From Nemeton (5:23) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Q2gttZHbJsw" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
9. The Glow of Dawn (4:48)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[HULDER]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>423562</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>KANONENFIEBER: Soldatenschicksale</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/kanonenfieber-soldatenschicksale/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 10:02:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[KANONENFIEBER]]></category>
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					<description><![CDATA[Konzeptionell ist die "Soldatenschicksale"-Compilation ein Erfolg: Die EP-Sammlung ergänzen KANONENFIEBER zudem um zwei neue Songs, die sich den roten Faden mit dem Frühwerk teilen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geringschätzung menschlichen Lebens ist sicherlich eines der größten Gräuel des Krieges: Individuen mit Wünschen, Träumen, eigener Geschichte, abgewertet zu einer anonymen Masse. Einen Namen können <a href="https://vampster.com/bands/kanonenfieber/">KANONENFIEBER</a> diesen vergessenen Seelen zwar nicht schenken, dafür aber eine Stimme: „Soldatenschicksale“ rückt genau diejenigen in den Vordergrund, die im großen Ganzen sonst keine ruhmreiche Rolle spielen.</p>
<p>Gleichzeitig ist das der rote Faden, der diese Compilation zu einem schlüssigen Gesamtwerk verbindet. Denn für die Platte hat Mastermind Noise das Frühwerk seines Blackened Death Metal-Projekts neu eingespielt: Die EPs „Yankee Division“ (2022), „Der Füsilier“ (2022) sowie „U-Bootsmann“ aus dem Jahr 2023 erstrahlen in neuem Glanz mit kleineren Veränderungen wie dem eingesparten Intro von „The Yankee Division March“ und etwas voluminöser Produktion, welche die Tiefen etwas voller erklingen lässt.</p>
<h2>KANONENFIEBER ergänzen die &#8222;Soldatenschicksale&#8220;-Compilation um zwei neue Songs</h2>
<p>Eine soundtechnische Revolution ist das freilich nicht, schließlich war die Diskografie <a href="https://vampster.com/bands/kanonenfieber/">KANONENFIEBER</a>s von Beginn an gut hörbar. Spürbar hinzugewonnen hat jedoch „Kampf und Sturm“, dessen Sonar-Sample im Mix nun präsenter ist und dadurch umso eindringlicher wirkt. Treibend, intensiv und &#8211; bei allem Zug nach vorne &#8211; melodisch fällt die Handschrift auch im Weiteren aus: Das musikalische Erfolgsrezept <a href="https://vampster.com/bands/kanonenfieber/">KANONENFIEBER</a>s erstreckt sich bis hin zu den beiden neuen Stücken „Z-Vor!“ sowie „Heizer Tenner“, die ihrerseits eine eigene EP bilden.</p>
<p>Unter dem „Skagerrak“-Banner erzählt das Projekt von der größten Seeschlacht des ersten Weltkriegs, indem es die Perspektive zweier Soldaten einnimmt: „Z-Vor!“ prescht aus der Sicht eines Signalmeisters nach vorne und besticht durch seine melodische Gitarrenführung im Refrain. „Heizer Tenner“ wiederum verschiebt die Erzählung in den Bauch der SMS Wiesbaden, wo wir im Heizraum den letzten Augenblicken der dortigen Besatzung beiwohnen. Intoniert ist der Song mit adäquater Schwere und Unbarmherzigkeit, was sich ferner in den gequälten Vocals widerspiegelt.</p>
<h2>Konzeptionell ist &#8222;Soldatenschicksale&#8220; ein Erfolg</h2>
<p>Konzeptionell ist „Soldatenschicksale“ somit eine vollwertige und durchdachte Angelegenheit, die als Mediabook mit liebevoller Gestaltung samt historischer Fotografien auch als physische Sammlerausgabe einiges hermacht. Ob dieser Gegenwert einen möglichen Neukauf rechtfertigt, ist natürlich pauschal nicht zu beantworten. Ungeachtet dessen jedoch bleibt der konzeptuelle Erfolg, in dessen schlüssiger Umsetzung man durchaus einen erfolgreichen Bildungsauftrag sehen kann.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 06.02.2026</p>
<p>Spielzeit: 41:10</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Noise – Vocals, alle Instrumente</p>
<p>Produziert von Noise</p>
<p>Label: Century Media / Noisebringer Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://kanonenfieber.noisebringer.de/" target="_blank" rel="noopener">https://kanonenfieber.noisebringer.de/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/Kanonenfieber/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/Kanonenfieber/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/kanonenfieber/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/kanonenfieber/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://noisebringer-records.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://noisebringer-records.bandcamp.com/</a></p>
<h2>KANONENFIEBER “Soldatenschicksale” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Z-Vor! (03:54) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=M355O3YomHM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Heizer Tenner (04:40) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=4cW0qtMFKs0" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Ubootsperre (2025) (00:40)</li>
<li>Kampf und Sturm (2025) (04:03)</li>
<li>Die Havarie (2025) (05:25)</li>
<li>Der Füsilier I (2025) (06:24) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=HSgdeel18qc" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Der Füsilier II (2025) (05:27)</li>
<li>The Yankee Division March (2025) (05:19)</li>
<li>Die Fastnacht der Hölle (2025) (05:12)</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[KANONENFIEBER]]></band>
<genres><![CDATA[black metal, melodic death metal]]></genres>
<wpid>423432</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>FUTURE PALACE: Resurgence</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/future-palace-resurgence/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 12:41:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[FUTURE PALACE]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit "Resurgence" setzen FUTURE PALACE die gesunde Evolution ihres Stils fort.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Gedanke an eine Wiedergeburt sei ihr immer wieder begegnet, erklärte Sängerin Maria Lessing im Vorfeld, gemeinsam mit der Frage, wie man mit all den Lehren aus dem jetzigen Leben sein nächstes gestalten würde. Bezogen auf das textliche Konzept, spiegelt sich dieser Gedankengang jedoch weniger in der Musik: Einem stilistischen Neuanfang kommt „Resurgence“ in der Folge nicht gleich, die Erfahrungen der ersten drei Alben prägen den neuesten Output dafür in jeder Hinsicht.</p>
<p>Es wäre andernfalls auch unvernünftig gewesen, nach dem langen Reifeprozess, welchen <a href="https://vampster.com/bands/future-palace/">FUTURE PALACE</a> mit „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/future-palace-distortion/">Distortion</a>“ (2024) endlich abschließen konnten, die eigene Herangehensweise schon wieder über den Haufen zu werfen. Das Trio bleibt sich also treu und nutzt die gewonnene Expertise, um Feinschliff zu betreiben. Entsprechend geschmeidig öffnen sich die Arrangements des Albums, das sich abermals im modernen Alternative Metal zu Hause sieht, doch phasenweise die Fühler in Richtung härteres Terrain ausstreckt.</p>
<h2>Trotz härterer Ausbrüche tendiert &#8222;Resurgence&#8220; eher in die melodisch-eingängige Richtung</h2>
<p>Diese Balance gelingt der Band ausgesprochen gut, wobei „Resurgence“ als Gesamtwerk eher in die melodisch-eingängige Richtung tendiert. Das liegt auch an den einprägsamen Hooks, die beispielsweise den Alt-Rocker „Deep Blue“ auszeichnen. Doch Frontfrau Maria kann auch anders: Das groovende US-Rock-Riff von „Resurge“ begleitet sie mittels roher Screams, um dem gewohnt emotionalen wie ausdrucksstarken Klargesang ein entsprechendes Gegengewicht zu schenken.</p>
<p>Die regelmäßige Rückkehr zu catchy Gesangslinien gehört zum Konzept und findet sich auch im treibenden „Nixy“, wo die harten Strophen einen ähnlichen Zug entwickeln, wie wir ihn sonst von Daniel Haniß‘ Arbeit bei <a href="https://vampster.com/bands/samurai-pizza-cats/">SAMURAI PIZZA CATS</a> bzw. <a href="https://vampster.com/bands/electric-callboy/">ELECTRIC CALLBOY</a> kennen. Seinen Kollegen will Gitarrist Manuel Kohlert aber keineswegs kopieren: Das rastlose Fundament von „Supernova“ erzeugen Synthesizer und Drumcomputer, bevor eine Akustikgitarre vor dem Finale gezielt einen Gang zurückschaltet.</p>
<h2>FUTURE PALACE wollen auf &#8222;Resurgence&#8220; zugänglich bleiben</h2>
<p>Das erzeugt Dynamik, ohne die recht geradlinig angelegten Songstrukturen opfern zu müssen. Denn ob nun in „Disintegrate“ futuristisch angehauchte Synth-Spuren Akzente setzen oder sich das nachfolgende „The Shades“ mit tief gestimmten Gitarren und eher mäßigem Sprechgesang am Nu Metal orientiert, bleibt das Kredo immer eindeutig: <a href="https://vampster.com/bands/future-palace/">FUTURE PALACE</a> wollen zugänglich bleiben, aber auf keinen Fall langweilen.</p>
<p>Schief geht dieser Ansatz eigentlich nur in der klebrigen Pop-Ballade „Tidal Waves“, wo es zwischen Piano, Drumcomputer und Post-Produktion arg kitschig wird. Deutlich spannender entwickelt sich „Nightfall“, welches das vorherrschende Drei-Minuten-Korsett selbstbewusst sprengt, um eine musikalische Wandlung zu durchleben: Zaghaft und von Selbstzweifeln geplagt folgt ein regelrecht garstiger Wutausbruch, bevor der Breakdown schlussendlich in den letzten Refrain samt zusätzlicher Streicherbegleitung überführt.</p>
<h2>Mit &#8222;Resurgence&#8220; setzen FUTURE PALACE die gesunde Evolution ihres Stils fort</h2>
<p>Dass allein dieser zusätzliche Raum dem Stück spürbar guttut, macht weiter optimistisch: <a href="https://vampster.com/bands/future-palace/">FUTURE PALACE</a> scheinen trotz Fokus auf allgemein zugängliche Arrangements nun auch den Mut zu haben, beizeiten etwas mehr Risiko zu gehen. Eine Wiedergeburt sollte somit eigentlich vom Tisch sein, denn was die drei Musiker:innen seit Beginn ihrer gemeinsamen Karriere konsequent verfolgen, ist die gesunde Evolution ihres Stils – warum sollte man also damit brechen?</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 31.07.2026</p>
<p>Spielzeit: 42:48</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Maria Lessing — Gesang<br />
Manuel Kohlert — Gitarre<br />
Johannes Früchtenicht — Schlagzeug</p>
<p>Produziert von Julian Breucker und Christoph Wieczorek (Mix und Mastering)</p>
<p>Label: Century Media</p>
<p>Homepage: <a href="https://future-palace.com" target="_blank" rel="noopener">https://future-palace.com</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/futurepalace/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/futurepalace/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/futurepalaceofficial/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/futurepalaceofficial/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://future-palace.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://future-palace.bandcamp.com/</a></p>
<h2>FUTURE PALACE “Resurgence” Tracklist</h2>
<p>1. Deep Blue (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=27f9SUE2QKs" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Resurge (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=QR9L57wZexo" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Supernova (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=dKMQKGTF_Yk" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4. Disintegrate<br />
5. The Shades<br />
6. Nixy (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZJjJSizLj88" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
7. Thorns<br />
8. Ebb and Flow<br />
9. Nightfall<br />
10. Symphony of the Clouds<br />
11. Tidal Waves (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=KsKCt8rIkRA" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
12. Cyclone</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FUTURE PALACE]]></band>
<genres><![CDATA[alternative rock, modern metal, alternative metal]]></genres>
<wpid>423372</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>NECROTTED: We Are The Gods That Tear Ourselves Apart</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/necrotted-we-are-the-gods-that-tear-ourselves-apart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 19:20:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[NECROTTED]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=422708</guid>

					<description><![CDATA[NECROTTED öffnen ihren Sound und gewinnen damit an Facetten hinzu. Dass das Songwritinh auf "We Are The Gods That Tear Ourselves Apart" noch dazu schlüssig ausfällt, macht das kompakte Werk zu einem unerwarteten Kleinod.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Paint it black.</em> Es war nur eine Frage der Zeit, bis eine aufgeschlossene Band wie <a href="https://vampster.com/bands/necrotted/">NECROTTED</a> auch ihren Sound weiter öffnen würde. Inspirieren ließen sich die Abtsgmünder aber keineswegs von den <a href="https://vampster.com/bands/rolling-stones/">ROLLING STONES</a>, sondern den benachbarten Regionen im extremen Sektor. Die Black-Metal-Einflüsse durchziehen den Opener „Zeitenschlächter“ ebenso wie das abschließende „Gottgeburt“, das mit melodischer Note und Deathcore-Spitzen ähnliches Terrain betritt wie die Freunde von <a href="https://vampster.com/bands/mental-cruelty/">MENTAL CRUELTY</a>.</p>
<p>Deren Frontmann Lukas Nicolai („Zeitenschlächter“) ist nur einer von vielen Gästen, die <a href="https://vampster.com/bands/necrotted/">NECROTTED</a> versammelt haben, um ihren modernen Death Metal weiterhin frisch zu halten: Besonders „Holy Shit Talker“ sei hier als markantes Beispiel genannt, dem – passend zum Songtitel – niemand Geringeres als <a href="https://vampster.com/bands/gutalax/">GUTALAX</a>-Frontmann Maty seine röchelnden Krötensounds schenkt.</p>
<h2>Das Songwriting auf &#8222;We Are The Gods That Tear Ourselves Apart&#8220; ist schlüssig und zugleich kompakt</h2>
<p>Massiv und drückend walzt „Origin Of Human Sins” los, zieht mittels Blastbeats das Tempo an und bricht das Schema mittels knackiger Breaks auf. Angeschwärzte Dissonanzen setzen die Gitarren hier punktuell, stimmlich wiederum zeigt sich Shouter Fabi Fink nicht minder kompetent. Zwischen donnerndem Growling und schneidenden Screams hat der Frontmann seine Bandbreite nochmals erhöht.</p>
<p>In „Fat God“ wiederum flirten <a href="https://vampster.com/bands/necrotted/">NECROTTED</a> deutlicher noch als in der Vergangenheit mit dem Deathcore, weben Breakdowns und Tempowechsel allgemein aber so geschickt ineinander, dass der Flow des Songs nie zum Erliegen kommt. Überhaupt ist das Songwriting auf „We Are The Gods That Tear Ourselves Apart” schlüssig und dabei zugleich kompakt.</p>
<h2>NECROTTED stehen die Neuerungen im Sound ausgezeichnet</h2>
<p>„Circus Sapiens“ wird deshalb zum kleinen Hit, brilliert allerdings noch dazu mit seiner nahtlosen Integration all jener prominenter Stilmittel, derer sich die Band über das Album verteilt bedient. Der schwarze Anstrich steht <a href="https://vampster.com/bands/necrotted/">NECROTTED</a> also ausgezeichnet, obwohl – oder gerade weil – das explosive Soundgemisch der Death Metal-Band dadurch noch bunter wird.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 24.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 31:06</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Fabian Fink – Vocals<br />
Philipp Fink – Gitarre<br />
Johannes Wolf – Gitarre<br />
Gregor Strunin – Bass<br />
Markus Braun &#8211; Schlagzeug</p>
<p>Produziert von NECROTTED</p>
<p>Label: Reaper Entertainment</p>
<p>Homepage: <a href="https://necrotted.com/" target="_blank" rel="noopener">https://necrotted.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/NECROTTED" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/NECROTTED</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/necrotted/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/necrotted/</a></p>
<h2>NECROTTED “We Are The Gods That Tear Ourselves Apart” Tracklist</h2>
<p>1. Apotheosis<br />
2. Zeitenschlächter (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=khbPqrdxVQY" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Origin Of Human Sins (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=AlD_dzIs2rM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4. Deus Ex (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=MCsBrtnbl3Q" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5. Radiant Ransom<br />
6. Fat God (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=_57ecVjcDOo" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
7. Circus Sapiens (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=h91Le2F5_Ug" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
8. The Best and the Worst of Times<br />
9. Holy Shit Talker<br />
10. Gottgeburt</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[NECROTTED]]></band>
<genres><![CDATA[deathcore, death metal]]></genres>
<wpid>422708</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ASTRAL ALCHEMY: Weaving Chilling Magical Dreamworlds</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/astral-alchemy-weaving-chilling-magical-dreamworlds/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 04:42:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ASTRAL ALCHEMY]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=422345</guid>

					<description><![CDATA[Black Metal: Zwei mysteriöse Gestalten in dunklen Roben stehen im finsteren Wald und hantieren mit einem dämonischen Gegenstand, der die Welt, wie wir sie kennen, auslöschen wird. Der Mond steht am Himmel, Raben krächzen, der Teufel... äh, Moment mal?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ja hellichter Tag! Und was haben die da in der Hand, wieso ist das lila? Ich sage es euch: Weil nichts so sehr Black Metal ist wie die Farbe Lila! Bzw. Purpur. Nein, eigentlich ist es pink, oder? Magenta? Hilfe?!</p>
<p>Egal: <a href="https://vampster.com/bands/astral-alchemy/">ASTRAL ALCHEMY</a> sind ein Duo, bestehend aus &#8211; Achtung &#8211; &#8222;He Who Walks Under The Blood Moon&#8220; und seinem Kumpel &#8222;He Who Wields Twin Scepters Of Malice&#8220; und sie sind das beste Pferd im Stall <strong>Naturmacht Productions</strong>. Ihr Black Metal ist eine schamlose Mischung aus <a href="https://vampster.com/bands/cradle-of-filth/">CRADLE OF FILTH</a> und allen Symphonic-Black-Metal-Bands der 90er und hat sich nichts weniger als die Auslöschung des Universums und einen Neustart des Kosmos auf die Fahnen geschrieben. Und wenn ich sowas gut finde, muss es schon sehr, sehr gut sein.</p>
<p>Oder eben ein total beklopptes Artwork haben. Die Rolle der visuellen Gestaltung bei der Rezeption von Musik ist gar nicht hoch genug zu bewerten, habe ich mittlerweile das Gefühl. Hätte ich ASTRAL ALCHEMY überhaupt eine Chance gegeben, wenn das Album ein gewöhnliches Cover aufweisen würde, meinetwegen mit einem Sternenbild oder eben einem Wald bei Nacht? Vermutlich nicht. Und eine Chance hat &#8222;Weaving Chilling Magical Dreamworlds&#8220; (so ein schön kitschiger Titel auch!) durchaus gebraucht, denn die Musik ist zwar ungemein flott und catchy, aber die Hooks offenbaren sich dann doch erst nach drei, vier Durchläufen so richtig.</p>
<h2>&#8222;Weaving Chilling Magical Dreamworlds&#8220; huldigt erfolgreich den Symphonic-Black-Metal-Bands der 90er</h2>
<p>Was ja ein Zeichen von Qualität und vor allem Langzeitwirkung ist und letztlich der Grund, weshalb ich dieses Review schreibe: Die magischen Traumwelten hier begleiten mich nun schon über Wochen und werden immer wieder angeschmissen, wenn ich was Einfaches, Dynamisches, Melodisches brauche, das trotzdem wütend, hart und ausgefeilt komponiert ist und noch dazu mit einer Produktion aufwarten kann, die einfach mal richtig schön fett ist.</p>
<p>Eben wie CRADLE OF FILTH in den 90ern, und ebenso wie diese setzen ASTRAL ALCHEMY auf eine schmissige Mischung aus geradezu maschinell wirkenden Blasts (hasse ich normalerweise, aber hier wirkt&#8217;s) und Uffta-Uffta-Schlagzeug unter dominanten Synths, brutalen Gitarren und einem in Sprechgesang-Stakkato auf den Hörer eindreschenden Schreihals; nur die Tonlage ist nicht die gleiche, &#8222;He Who Walks Under The Blood Moon&#8220; krächzt, er kreischt nicht &#8211; was schade ist, ein bisschen Kreischen wäre noch die Kirsche auf der Sahne, aber na ja.</p>
<p>Am Ende kredenzen uns ASTRAL ALCHEMY sogar noch ein richtig liebliches Akustik-Intermezzo: &#8222;Eyes Of The Speculum&#8220; ist ihr episches Meisterstück und die perfekte Begleitung für einen sommerlichen Waldspaziergang, wo sich das auf dem Cover abgebildete Farbspiel ja auch immer wieder wiederholt durch allerlei Springkraut und Disteln am Wegesrand und im Unterholz. Aber, Moment, sind es wirklich nur Pflanzen? Das sah doch auch wie ein Kristall, war da nicht eine schwarze Robe, und wieso verschwimmt jetzt alles&#8230;?</p>
<p>Spielzeit: 39:03 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 26.06.2026</p>
<p>Label: Naturmacht Productions</p>
<h2>ASTRAL ALCHEMY „Weaving Chilling Magical Dreamworlds“ Tracklist</h2>
<p>1. Bathing in the Sap of the Moonflower (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=uKrjz6P4z0g" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Tria Prima Offering to the Great Serpent (<a href="https://astralalchemybm.bandcamp.com/album/weaving-chilling-magical-dreamworlds-2" target="_blank" rel="noopener">Audio bei Bandcamp</a>)<br />
3. Stars of Ruin<br />
4. Collapse of the Cosmos<br />
5. Eyes through the Speculum</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ASTRAL ALCHEMY]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>422345</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>CEREMONY: Tell Me Your Dream</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/ceremony-tell-me-your-dream/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2026 15:57:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[CEREMONY]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=422569</guid>

					<description><![CDATA[CEREMONY treibt es in die Achtziger: Nach der Synthrock-Phase vor sieben Jahren, landen die Kalifornier auf ihrem gewitzten Album „Tell Me Your Dream“ im Post Punk. Steht ihnen gut!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den Sprung in den Olymp des zeitgenössischen Punkrocks haben <a href="https://vampster.com/bands/ceremony/">CEREMONY</a> bisher nicht geschafft, auch nicht, obwohl sie den Hardcore beiseitegeschoben und ein paar Jahre später flotte Synthesizer eingebaut haben. Eine Populatitätsbremse war wohl auch die lange Zeit seit dem letzten Album „In The Spirit World Now“, das in ein paar Wochen sieben Jahre alt wird. In der Zeit sind Bands wie HOME FRONT entstanden, die sich von CEREMONY inspirieren ließen. Zum weiteren Vergleich: Vor sieben Jahren trug der Verfasser seine Tochter in der Trage auf und ab, vergangene Woche wedelte sie mit ihrem ersten Zeugnis vor seiner Nase herum. CEREMONY wirken aber nicht, als hätten ihnen die sieben Jahre groß zugesetzt. Die EP „Vanity Spawned By Fear“ aus dem Jahr 2022 war dann der Peak in Sachen Synthpop-Evolution der Band, jetzt dreht sich die Windrichtung wieder.</p>
<p>Das zeigt schon, dass sich die Kalifornier sowas von gar nicht einengen lassen. Sie bringen mit „Tell Me Your Dream“ einen wilden Mix hervor, der trotz aller Eigensinnigkeit ziemlich gut funktioniert. CEREMONY limitieren sich stilistisch nicht und verschmelzen den Punkrock, der tief in ihrer DNA steckt, mit den Synthesizern und dem Post Punk, den sie über die letzten Jahre für sich entdeckt haben. CEREMONY klingen dadurch recht originell und frisch, und das ist nicht so selbstverständlich für eine Band, die seit 20 Jahren im Geschäft ist. „Tell Me Your Dream“ fährt eine große Bandbreite auf, hat aber einen guten Fluss, da die Basis der Band stets spürbar bleibt: krachende Gitarren, simple wie treibende Grooves und Ross Farrars Vocals.</p>
<h2>„Tell Me Your Dream“ hat eine simple Basis, die genügend Raum bietet, damit sich CEREMONY entfalten können.</h2>
<p>Auf diesem Fundament entsteht genügend Platz für eine gewisse Extravaganz, die durch Gitarrist Anthony Anzaldo in Form von Synthesizern und Optik zur Geltung kommen, oder auch durch Bassist Justin David dessen Basslinien etwas sehr Funkiges haben, siehe „Madness“. Insgesamt geht es stilistisch deutlich in die Achtziger und Neunziger, schon beim Opener „Prograde“, der sich Zeit lässt und einen Hauch<a href="https://vampster.com/bands/the-jesus-lizard/"> THE JESUS LIZARD</a>-Noiserock in sich trägt. CEREMONY zeigen sich hier und in den restlichen neun Songs als wütende, aber auch freche Band. Schon „Other Hells“ stellt CEREMONY in ein anderes Licht, hier steht wieder Punkrock im Vordergrund, verfeinert mit ein paar Synthesizern.</p>
<p>Man hat den Eindruck, CEREMONY können alles, sogar wenn sie wie in „Madness“ nach TALKING HEADS klingen; David Byrne wäre vermutlich Fan von diesem Song. So richtig geht „Tell Me Your Dream“ aber unter die Haut, wenn Melancholie à la frühe <a href="https://vampster.com/bands/the-cure/">THE CURE</a> hinzukommen und die Band wie in „Dark Summer“ oder „Antenna“ hingebungsvoll spielt. CEREMONY sind unglaublich tanzbar auf diesem Album und wirklich jeder der Songs zündet. Das funktioniert aber nur, weil sich die Band traut, in der Musikgeschichte zu wildern und alles einzubauen, was ihnen gefällt. Dennoch, in der zweiten Hälfte lockert die Band ein wenig den Griff: Ab „Justify“ sind die Songs nach wie vor richtig gut, aber nicht mehr sensationell. Erst beim abschließenden „Paradise“ mit seinem fast kitschigen Indie-Vibe erreichen CEREMONY wieder das Niveau der ersten Hälfte des Albums.</p>
<h2>Bei „Tell Me Your Dream“ wippen sogar Robert Smith und David Byrne mit: CEREMONY sind starke Songwriter und noch bessere Performer.</h2>
<p>So wenig sich CEREMONY stilistisch binden wollen, so stabil sind sie lyrisch, vor allem in Bezug auf ihr Heimatland die USA. „Tell Me Your Dream“ ist voller Zynismus und Sarkasmus, aber irgendwo auch hoffnungsvoll und mit einer gewissen Innensicht versehen. Das Album kracht aufs zweite Hören, der Sound klingt zunächst etwas zu sanft, aber begreift man die Musik, ist dieser Klang genau richtig: Der Raum im Mix schafft Kohärenz bei gleichzeitiger Varianz. Insgesamt ist „Tell Me Your Dream“ ein gewitztes, cleveres und trotzdem bitteres Album, keines das mit seiner Heaviness alles platt walzt, aber eines, das trotzdem zur Eskalation drängt und gleichzeitig sehr emotional ist. Vielleicht ist das nicht Punkalbum des Jahres, aber eine sehr starke Rückkehr die Band aus Rhonert Park.</p>
<p>Wertung: 8 von 10 Traumdeutungen</p>
<p>VÖ: 7. August 2026</p>
<p>Spielzeit: 31:00</p>
<p>Line-Up:<br />
Ross Farrar – Vocals<br />
Anthony Anzaldo &#8211; Guitar, Synthesizer, Keyboards<br />
Andy Nelson – Guitar<br />
Justin Davis – Bass<br />
Jake Casarotti &#8211; Drums</p>
<p>Label: Relapse Records</p>
<h4>CEREMONY „Tell Me Your Dream“ Tracklist:</h4>
<p>1. Prograde<br />
2. <a href="https://youtu.be/OgfKDl3JTV8?si=Yh9LfPFMTaFDx7EM">Other Hells (Official Audio bei Youtube) </a><br />
3. Madness<br />
4. <a href="https://youtu.be/MXvzH9JJB0c?si=XRUGqhXxpxoCI4eu">Dark Summer (Official Video bei Youtube) </a><br />
5. Deep Down Where I Belong<br />
6. Antenna<br />
7. Justify<br />
8. <a href="https://youtu.be/EK37skWuOa8?si=rcmbQgWuMXjY4_LY">Death Destruction Mayhem (Official Visualizer bei Youtube) </a><br />
9. 10 Planets<br />
10. Paradise</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://www.ceremonyhc.com/">https://www.ceremonyhc.com/</a><br />
<a href="https://ceremonyrohnertpark.bandcamp.com">https://ceremonyrohnertpark.bandcamp.com</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/ceremony">https://www.instagram.com/ceremony</a><br />
<a href="https://twitter.com/ceremony">https://twitter.com/ceremony</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/ceremony">https://www.facebook.com/ceremony</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[CEREMONY]]></band>
<genres><![CDATA[punk rock]]></genres>
<wpid>422569</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>PROTEST THE HERO: Within</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/protest-the-hero-within/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2026 10:48:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[PROTEST THE HERO]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=422362</guid>

					<description><![CDATA[Das makellose "Within" zeigt PROTEST THE HERO fokussiert und mit einem nicht zu unterdrückenden Elan.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Qualität statt Quantität? Sechs Jahre nach „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/protest-the-hero-palimpsest/">Palimpsest</a>“ (2020) finden ebenso viele Stücke auf dem Nachfolger Platz. Produktiv erscheint das nicht – trotz zweier zusätzlicher Interludes -, zumal die Gesamtspieltzeit von „Within“ in etwa der eigenen EP „Pacific Myth“ (2016) gleicht. Vorschnell zu urteilen wäre jedoch ein großer Fehler, denn wie schon auf dem Vorgänger haben <a href="https://vampster.com/bands/protest-the-hero/">PROTEST THE HERO</a> großen Wert auf die Details gelegt.</p>
<p>„Within“ als „reichhaltige Musik“ zu beschreiben, wäre fast schon eine Untertreibung, denn inmitten der Arrangements passiert so viel, dass unbedarfte Hörer:innen beim ersten Aufeinandertreffen gar den Überblick verlieren könnten. Reizüberflutung als Stilmittel? Nicht ganz, denn was die Kanadier über die Jahre gelernt und zusehends verfeinert haben, ist ihr Gespür für eingängige Strukturen, welches sich wie ein roter Faden durch die technisch anspruchsvollen und komplex angelegten Stücke zieht.</p>
<h2>Trotz theatralischer Ausbrüche bleibt PROTEST THE HERO-Sänger Rody Walkers Darbietung authentisch und emotional</h2>
<p>Großen Anteil daran hat zudem Sänger Rody Walker, dessen markante Stimme voller Pathos und Theatralik noch nie jedermanns Sache war, doch zugleich so viel Charakter und Gefühl in sich trägt, dass wir spätestens im zweiten Refrain von „Mouthpiece“ wieder völlig gefangen sind. Die ausdrucksstarke Performance des Frontmann bleibt zu jeder Zeit authentisch, auch wenn sie nun wieder häufiger auf harsche Passagen und vereinzeltes Growling zurückgreift.</p>
<p>Das liegt mitunter auch an den teils politischen und gesellschaftskritischen Texten, die Walker jedoch aus einer persönlichen und bodenständigen Perspektive schildert, so dass die Fragestellungen nie überheblich, sondern emotional und nachvollziehbar bleiben. So erzählt der Sänger am Beispiel eigener Nachbarschaftsgespräche nicht ohne Selbstreflexion von der zunehmenden Spaltung innerhalb der Gesellschaft („Fishhook“) oder findet im abschließenden „The Mariner“ rührende Worte, als er vom dunkelsten Moment seiner Musiklaufbahn erzählt, aus welchem er dank der eigenen Fanbasis letztlich sogar neue Kraft schöpfen konnte.</p>
<h2>&#8222;Within&#8220; zeigt PROTEST THE HERO fokussiert und mit einem nicht zu unterdrückenden Elan</h2>
<p>Musikalisch agieren <a href="https://vampster.com/bands/protest-the-hero/">PROTEST THE HERO</a> dabei weiterhin in der Schnittmenge von Feingefühl, Akribie und einem nicht zu unterdrückenden Elan, welcher die Band nach vorne zieht. Das Fundament ähnelt dabei dem Vorgänger „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/protest-the-hero-palimpsest/">Palimpsest</a>“ (2020), was bereits im Opener hervorblitzt und im melodie-fokussierten „The Orchard“ mit seinen zusätzlichen Streichern besonders klar zu erkennen ist. „Fishhook“ hingegen könnte man fast als Versuch einer Prog-Band werten, sich an einem Punk-Song zu versuchen, während „The Mariner“ vor seinem übergroßen Finale seine deutlichen Anleihen an <a href="https://vampster.com/bands/between-the-buried-and-me/">BETWEEN THE BURIED AND ME</a> kaum verbergen will.</p>
<p>Wunderschön arrangiert sind überdies die beiden Instrumentalstücke „i. above“ sowie „ii. below“, die mittels zerbrechlicher und feinfühliger Streicher für kurze Momente der Ruhe sorgen. Diese kurzen Zäsuren lassen uns gerade so lange innehalten, dass uns beispielsweise die furiose Gitarrenarbeit von „Grandfather’s Axe“ in bester „Fortress“-Manier (2008) noch energischer aus den Socken haut.</p>
<h2>&#8222;Within&#8220; ist ein makelloses Album</h2>
<p>In der Tat gibt es in diesen 36 Minuten nicht eine vergeudete Sekunde, nicht einen Hauch von Langeweile, wodurch „Within“ in Windeseile regelrechten Suchtfaktor entwickelt – und vielleicht sogar aufgrund der kompakten Spielzeit zu einem besseren, wenn nicht sogar makellosen Album wird. Ganz ehrlich, wer braucht schon Quantität, wenn man als Alternative mit einem Werk wie diesem belohnt wird?</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 17.07.2026</p>
<p>Spielzeit: 35:56</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Rody Walker – Vocals<br />
Luke Hoskin – Gitarre<br />
Tim MacMillar – Gitarre, Piano</p>
<p>Gastmusiker:<br />
Cameron McLellan – Bass<br />
Nathan Bulla – Schlagzeug</p>
<p>Produziert von PROTEST THE HERO und Adam „Nolly“ Getgood (Mix)</p>
<p>Label: Eigenproduktion</p>
<p>Homepage: <a href="https://protestthehero.ca/" target="_blank" rel="noopener">https://protestthehero.ca/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/protestthehero/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/protestthehero/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/protestthehero" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/protestthehero</a><br />
Bandcamp: <a href="https://protestthehero.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://protestthehero.bandcamp.com/</a></p>
<h2>PROTEST THE HERO “Within” Tracklist</h2>
<p>1. Mouthpiece (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=RQF_xDs6rFA" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Fishhook<br />
3. i. above<br />
4. Grandfather’s Axe<br />
5. The Orchard<br />
6. ii. below<br />
7. Liberty Spike<br />
8. The Mariner</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[PROTEST THE HERO]]></band>
<genres><![CDATA[progressive metal]]></genres>
<wpid>422362</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>DRY WEDDING: The Back Of Beyond</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/dry-wedding-the-back-of-beyond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 19:40:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[DRY WEDDING]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=422283</guid>

					<description><![CDATA[Goth-Americana ist sehr wohl ein Genre: DRY WEDDINGs drittes Album „The Back Of Beyond“ ist ein ordentlicher Beitrag für diesen staubigen, aber nicht eingestaubten Bereich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Staubmantel steht er da, der Revolverheld, den Hut tief ins Gesicht gezogen, die blutrote Dämmerung geht langsam in die Nacht über. Die Frage lautet: Wer würde in einem Duell gewinnen, kämpfte er gegen David Eugene Edwards oder Carl McCoy? Wären<a href="https://vampster.com/bands/dry-wedding/"> DRY WEDDING</a> aus Portland, Oregon, die sich selbst als Heavy Gothic Western Post-Punk einsortieren, dieser geheimnisvolle Outlaw, er würde vermutlich nicht als der schnellste ziehen. So viel vorweg: 16 HORSEPOWER respektive <a href="https://vampster.com/bands/wovenhand/">WOVENHAND</a>, frühen NICK CAVE AND THE BAD SEEDS und <a href="https://vampster.com/bands/fields-of-the-nephilim/">FIELDS OF THE NEPHILIM</a> können DRY WEDDING nicht das Wasser reichen.</p>
<h2>Auf „The Back Of Beyond“ bringen DRY WEDDING Post Punk und Noise Rock in das Genre.</h2>
<p>Doch Vorsicht. „The Back Of Beyond“, das dritte Album von DRY WEDDING, zeigt, dass dieser Goth-Americana-Stil ziemlich heavy sein kann. Bereits „Arrowhead“ beweist das mit viel Dynamik und lässt sich Zeit, die einzelnen Elemente groß auszuspielen. Es wirkt ein wenig, als würden DRY WEDDING mit ihrem Opener die Lage sondieren – nicht zaghaft, aber etwas zu vorsichtig. „The Back Of Beyond“ hat viele Facetten, die Band zeigt sich mal aggressiv und heavy, mal geheimnisvoll und düster, wie es sich für in den Schatten stehenden Revolverhelden gehört. Was der Band aber besonders gut steht, sind die Momente, in denen sie die Fesseln lösen: „The Serpent Box“ ist fast ein Noiserock-Song, mit treibenden Rhythmen, starken Gitarrenleads und ganz viel Power. Auch das an <a href="https://vampster.com/bands/killing-joke/">KILLING JOKE</a> erinnernde Post Punk-Stück „One Last Stand“, das easy zu einer D-Beat-Nummer umgebaut werden könnte, geht ins Ohr und in die Beine, und erzeugt mit dem düsteren Mittelteil Gänsehaut.</p>
<p>Aus den Augen verlieren sie am ehesten die längeren Songs, jene, in denen die Band fast schon narrativ agiert. „Sure As A Gun“ kommt nicht so recht in Schwung und verliert sich in den diversen einzelnen Parts. „Moth“, das eine klarere Richtung fährt und sich auf eine Klimax hinbewegt, macht das viel besser, selbst wenn die siebeneinhalb Minuten etwas straffer sein dürften. Mit „Shifting Wilderness“ gibt es dann noch eine düstere Prophezeiung zum Schluss, die das Album dann final in eine von Cormac McCarthy getränkte Ästhetik lenkt. DRY WEDDINGs Sound, der auch prärieaffinen <a href="https://vampster.com/bands/unto-others/">UNTO OTHERS</a>-Fans gefallen dürfte, ist somit weniger originell, als es die Band uns weismachen will, aber über weite Strecken schlicht und ergreifend gut.</p>
<h2>DRY WEDDING profitieren von der hervorragenden Produktion, die „The Back Of Beyond“ allein schon hörenswert macht.</h2>
<p>Der Sound von „The Back Of Beyond“ ist großartig, die Instrumente haben viel Raum, wohl auch weil DRY WEDDING nicht alles mit Riffs ersticken. Die Musik hat Platz zum Atmen, sodass es nicht stört, dass Sänger Davey Ferchow nicht immer im Vordergrund steht. Etwas mehr Gesangsvariation wäre indes schön gewesen, denn Ferchow ist eben auch kein David Eugene Edwards. All das zusammengenommen verleiht den sieben Songs eine gewisse Liveaura, lässt sie lebendig und sehr kraftvoll wirken. DRY WEDDING sind sattelfeste Cowboys, die nur in bei ihren längeren Stücken aufpassen müssen, dass sie nicht vom sprichwörtlichen Pferd fallen. Kurz: „The Back Of Beyond“ kann man gut hören, vor allem in dieser jetzigen Hitzewelle, in denen sich Gärten in Wüsten verwandeln. So richtig hängen bleiben DRY WEDDING aber noch nicht – wer in diesem Genre nach neuem dürstet, sollte aber reinhören.</p>
<p>Wertung: 4,5 von 7 Staubmäntel</p>
<p>VÖ: 24. Juli 2026</p>
<p>Spielzeit: 38:12</p>
<p>Line-Up:<br />
Davey Ferchow – vocals, guitar<br />
Jarrod Green – guitar, synth<br />
Chadwick Ferguson – bass<br />
Tom Fuller – drums</p>
<p>Label: Vesperian</p>
<h4>DRY WEDDING „The Back Of Beyond“ Tracklist:</h4>
<p>1. Arrowhead<br />
2. The Serpent Box<br />
3. Sure As A Gun<br />
4. Blood-Red Vengeance<br />
5. One Last Strand<br />
6. <a href="https://youtu.be/s1BrEWf2vwg?si=0UHOEyzayFqCmy1u">Moths (Official Video bei Youtube)</a><br />
7. Shifting Wilderness</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://www.instagram.com/drywedding">https://www.instagram.com/drywedding</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/drywedding">https://www.facebook.com/drywedding</a><br />
<a href="https://drywedding.bandcamp.com/">https://drywedding.bandcamp.com/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[DRY WEDDING]]></band>
<genres><![CDATA[gothic metal, punk rock]]></genres>
<wpid>422283</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>HANTERNOZ: A Hed an Noz, a Noz, a Noz</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/hanternoz-a-hed-an-noz-a-noz-a-noz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 03:56:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[HANTERNOZ]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=422101</guid>

					<description><![CDATA[Der Franzose Hyver ist kein Unbekannter im Metal-Untergrund: Mit seinem Label "Antiq" haut er regelmäßig interessante Black-Metal-Alben mit Folk-Einschlag heraus, und selbst ist er in zahllosen Projekten aktiv, nicht zuletzt bei der wohl bekanntesten Antiq-Band, VEHEMENCE. Auch HANTERNOZ gibt es schon seit 20 Jahren, nun erscheint das dritte Album. Was kann es?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst einmal: sehr schön aussehen. Was Malerin und Musikerin Joanna Mayens (Lesern dieser Seiten und Antiq-Kennern durch <a href="https://vampster.com/bands/cercle-du-chene/">CERCLE DU CHENE</a> bekannt) hat sich mit dem Cover-Gemälde locker selbst übertroffen: Zu sehen ist Gevatter Tod himself, in seiner bretonischen Version als &#8222;Ankou&#8220;, womit nicht nur der Tod, sondern auch die Angst vor dem Tod gemeint sein soll, und seinen Karren zieht ein Verfluchter, nicht tot, nicht lebendig, aber immer gut zu tun. Gezogen wird der Karren durch eine romantische Sonnenuntergangslandschaft, ich liebe es und will&#8217;s mir an die Wand hängen.</p>
<p>Aber will ich &#8222;A Hed an Noz, a Noz, a Noz&#8220; dazu auch immer wieder auflegen? Musikalisch hat Hyver, Gitarrist und Sänger der Band, nämlich in all seinen Projekten trotz der großen Erfahrung noch deutlich Luft nach oben, sind sie doch zwar vom Ansatz her interessant, aber musikalisch zu gewöhnlich, um mich dauerhaft zu begeistern; so erschien letztes Jahr ein Solo-Album in der Form einer &#8222;Abenteuer-Spiel-CD&#8220;, bei der man die Reihenfolge der Lieder selbst bestimmen kann. Fand ich toll, aber leider langweilig und wurde dann entsprechend von mir nicht mit einer Rezension bedacht.</p>
<h2>Musikalisch bietet &#8222;A Hed an Noz, a Noz, a Noz&#8220; leider nicht genug</h2>
<p><a href="https://vampster.com/bands/hanternoz/">HANTERNOZ</a> möchte ich dieses grauenhafte Schicksal ersparen, wenngleich ich auch hier sagen muss, dass die Verpackung mehr verspricht als der Inhalt letztlich zu liefern vermag. Denn die Formel der Band ist schnell erzählt: Über einem Fundament aus klassischem Pagan-Black-Metal wird gekeift, was das Zeug hält, das Schlagzeug bewegt sich relativ banal zwischen Blast Beats und Marschtempo, und als Höhepunkte der Lieder präsentieren sich jeweils ein-zwei traditionell bretonisch inspirierte Melodien. Diese immerhin wissen zu gefallen und sorgen vor allem dann, wenn sie mit melodischem Gesang unterstützt werden, für Ansätze von Gänsehaut.</p>
<p>Allein, das reicht nicht, um neben dem Preis für eines der schönsten Cover-Gemälde des Jahres wirklich mehr als eine Trost-Sense zu gewinnen. Ich wäre gnädiger, wenn die Lieder nicht so lang wären. Jedes einzelne von ihnen ist viel, viel zu lang, und die musikalischen Einfälle tragen einfach nicht über diese Distanz. Vor allem &#8222;La peste a Limoges&#8220; ist 10 Minuten pure Monotonie &#8211; okay, der Künstler möchte einen kindlichen Alptraum von an der Pest gestorbenen Kindern damit verarbeiten, vielleicht hat das einen Sinn, aber müssen es wirklich zehn Minuten sein? Eine wahre Wohltat ist es da, wenn danach ein akustisches Folklore-Instrumental folgt, aber da die akustischen Instrumente ansonsten in den Metal-Stücken gar nicht vorkommen, wirkt es doch etwas verloren. Danach kommt zwar mit &#8222;Jean-du-Feu&#8220; immerhin noch das beste Stück des Albums, aber insgesamt krankt das Album am gleichen Problem wie schon der <a href="https://vampster.com/cd-reviews/hanternoz-au-fleuve-de-loire/">Vorgänger.</a></p>
<p>Und bietet für mich daher leider nicht genug. Aber wer des Französischen mächtig ist, sich nicht allzu sehr am sehr traditionellen und einfachen musikalischen Gerüst der Band stört und zudem einfach jedes Album, das Folk und Black Metal mischt, hören muss, dem sei &#8222;A Hed an Noz, a Noz, a Noz&#8220; durchaus ans Herz gelegt, bietet es doch mit seinem wunderschönen Cover und den konzeptionell spannenden Texten (der Künstler verarbeitet sowohl eigene Erfahrungen als auch bretonische Sagen) allemal genug zur kontemplativen Beschäftigung beim Karrenziehen.</p>
<p>Spielzeit: 56:34 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 03.08.2026</p>
<p>Label: Antiq</p>
<h2>HANTERNOZ „A Hed an Noz, a Noz, a Noz“ Tracklist</h2>
<p>01 Sur le Chemin des fées<br />
02 La Lessive des Trépassés (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=nqz5eO7T5Kw" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
03 Le Diable de Quimper-Corentin<br />
04 La Peste à Limoges<br />
05 Pe trouz War an Douar<br />
06 Jean-du-Feu (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=RmBWsHCDpwM" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)<br />
07 Quand j’ai tué le Roi de la Forêt</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[HANTERNOZ]]></band>
<genres><![CDATA[pagan metal, black metal]]></genres>
<wpid>422101</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>IRR: Remains Remain</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/irr-remains-remain/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 11:11:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[IRR]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=422060</guid>

					<description><![CDATA[Irre: IRR kennt kein Schwein. Dabei hat die Band 2025 ein Debüt rausgehauen, das in einer gerechten Welt überall Lobeshymnen und volle Punktzahlen bekommen hätte. Aber was ist schon "eine gerechte Welt"? Eben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Today I have really something special: &#8222;Remains Remain&#8220; ist nämlich schon im Oktober 2025 erschienen und aber erstaunlicherweise weder mir noch vielen anderen, ähnlich irren Black-Metal-Nerds in den Fokus geraten. Erst als die Band für das diesjährige <a href="https://dachstock.ch/events/17-10-2026-iafbmg">&#8222;Antifascist Black Metal Gathering&#8220;</a> in Winterthur (CH) &#8211; die Band kommt daher, was gäbe ich drum, wenn es so eine tolle Szene auch im Ruhrpott gäbe! &#8211; bestätigt wurde, hab ich sie mir angehört &#8211; und war so sehr von den Socken, dass ich hier einfach mal ein Review aus der Reihe dazu schreibe.</p>
<p>Schon die Vorgängerband <a href="https://forletsires.bandcamp.com/">FORLET SIRES</a> (IRR bestehen aus dieser minus dem Sänger) lief wohl eher unter dem Radar trotz einiger begeisterter Reviews auf Bandcamp, aber warum IRR bisher nicht für Begeisterungsstürme gesorgt haben in der Untergrund-Presse (ich habe nur <a href="https://wonderboxmetal.com/2025/10/25/irr-remains-remain-review/">einen</a> gefunden), ist mir wirklich ein Rätsel. Nicht nur machen sie alles richtig, nein, sie haben mit Sebastian Vogt (<a href="https://vampster.com/bands/megaton-sword/">MEGATON SWORD</a> und <a href="https://www.vampster.com/bands/wlvs">WLVS</a>) und Daniele Brumana (<a href="https://vampster.com/bands/megaton-sword/">MEGATON SWORD</a>) auch noch alles andere als unbekannte Leute in ihren Reihen. (Apropos MEGATON SWORD: Die sind ja auch <a href="https://vampster.com/cd-reviews/megaton-sword-might-power/">total geil</a>.)</p>
<h2>Jeder Song ein Hit</h2>
<p>Aber der Reihe nach: <a href="https://vampster.com/bands/irr/">IRR</a> spielen eine unwiderstehliche und ungemein eingängige Mischung aus eingängigem Black Metal und eingängigem Death Metal, wobei der Fokus eher auf dem Schwarzen als auf dem Toten liegt, aber hinzu kommt ja noch eine gewaltige Schüppe Eingängigkeit in Form von Groove, Rotz und Rock&#8217;n&#8217;Roll, so dass man, wenn man völlig bescheuert ist, sogar von &#8222;Black&#8217;n&#8217;Roll&#8220; sprechen könnte, aber ich spreche lieber von Eingängigkeit. Weil die Band sehr eingängig ist!</p>
<p>Allein wie geil das Album startet: mit einem herrlichen Tom-Snare-Geballer, das flugs in Double-Bass-Gewitter unter hymnischen Black-Metal-Riffs übergeht, dann dieser fiese, tiefe Grunzgesang, und plötzlich ist da ein D-Beat und ein gemeines Krächzen schleicht sich rein, ach, herrlich ist das, ein reiner Hit. Und so geht es weiter: Jeder, wirklich jeder Song aus &#8222;Remains Remain&#8220; vermengt unwiderstehliche Rhythmik mit hymnischen, melancholischen Melodien und einer gewaltigen Fuck-Off-Attitüde, ohne dabei auch nur eine Sekunde lang übers Ziel hinauszuschießen.</p>
<p>Ja, sogar die Produktion ist gerade genau so fett wie sein muss, ohne unangenehm zu werden, und wie professionell alle Elemente ineinander greifen, ohne dass es irgendwie zu steril wirkt, ist bemerkenswert und sicherlich auch der herausragenden Kompositionsklasse zu verdanken, der wir hier beiwohnen dürfen: Jedes Riff, jeder Schlag sitzt und muss genau da sein, und jede Gesangsvariation &#8211; Grunzen, Keifen, Brüllen &#8211; ist gerade genau die richtige. Ja, mit &#8222;Crestfallen&#8220; haben IRR sogar eine echte Hymne mit klarem Gesang am Start, bei der man sich fragt, warum Daniele Brumana nicht häufiger singt, ist seine Stimme doch offenbar geradezu prädestiniert für epische Metal-Songs.</p>
<h2>Die Welt ist schlecht</h2>
<p>Leider bleibt das aber der einzige Song mit ihm am Mikro. Dass ich mich für dieses &#8222;leider&#8220; beinahe schäme, liegt daran, dass die Band nach &#8222;Crestfallen&#8220; noch drei weitere Knaller raushaut, die so gut (und so schön melodisch) sind, dass sie eben auch ohne Klargesang perfekt funktionieren: Vor allem &#8222;Mass Of The Earth&#8220; sticht heraus, ist pure Epik, pures Gefühl, ein tiefschwarzer und wahnsinnig unterhaltsamer Abgesang auf die Welt und &#8211; wie das ganze Album &#8211; eine gnadenlose Ode auf das Ende, in dem wir leben.</p>
<p>Wenn &#8222;Remains Remain&#8220; mit dem Titelsong nach nicht einmal 34 Minuten dann plötzlich endet, will ich vor allem eins: mehr. Und die Metal-Welt schütteln und bitten, dass sie die Jahresendlisten von 2025 nochmal überdenkt: IRR müssten da drauf sein. Glaubt es mir!</p>
<p>Spielzeit: 33:49 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 25.10.2025</p>
<p>Labels: Monastyr &amp; Berggeflyster</p>
<p><a href="https://irr666.bandcamp.com/album/remains-remain">Das Album auf Bandcamp</a></p>
<h2>Tracklist &#8211; IRR &#8211; &#8222;Remains Remain&#8220;</h2>
<ol>
<li>The Shallow Graves</li>
<li>Unbound</li>
<li>Eternal Immurement</li>
<li>Crestfallen</li>
<li>I Am The Flame</li>
<li>Mass Of The Earth</li>
<li>Remains Remain</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[IRR]]></band>
<genres><![CDATA[death metal, black metal]]></genres>
<wpid>422060</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ALLT: Ataraxia</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/allt-ataraxia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 14:32:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ALLT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=422000</guid>

					<description><![CDATA[Das Gleichgewicht aus Härte und anschmiegsamen Melodien gelingt ALLT spielend - nur die Eigenständigkeit leidet unter der stilistischen Kurskorrektur.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Inhaltlich richten <a href="https://vampster.com/bands/allt/">ALLT</a> den Blick diesmal nach innen: Persönliche Erfahrungen und das reale Leben dienten als Inspiration für „Ataraxia“, welches das individuelle Ringen um Seelenfrieden zum Thema hat. Eine neue Perspektive also für die Schweden, die sich immerhin in einer Sache treu bleiben: Statt ausufernder Epen schreibt das Quintett knackige und kompakte Stücke, so dass nach einer guten halben Stunde alles gesagt scheint.</p>
<p>Sich nicht in unnötigem Ballast zu verlieren, ist eine oft unterschätzte Qualität, welche <a href="https://vampster.com/bands/allt/">ALLT</a> auch deshalb so gut beherrschen müssen, weil ihre Stücke für gewöhnlich zwar bündig, doch auch dicht sowie ereignisreich arrangiert sind. Das resultierte in der Vergangenheit in atmosphärisch packenden Soundscapes, deren Kulissen vielschichtig und unverkennbar waren. Die Grundzüge dieser Vorgehensweise bleibt „Ataraxia“ zwar erhalten, gleichzeitig entfernen sich die Skandinavier aber vom Kern dieses Konzepts.</p>
<h2>Das Gleichgewicht aus Härte und anschmiegsamen Melodien gelingt ALLT spielend &#8211; allein die Eigenständigkeit leidet unter der Kurskorrektur</h2>
<p>Bereits der Opener „New Day“ zeigt die Band von einer neuen, fein gestriegelten Seite: Sanfter Klargesang und schnörkellose Gitarren dominieren den Refrain, während sich Frontmann Robin Malmgren in den Strophen gar an Sprechgesang übt. Stilmittel wie dieses wiederholen sich im Verlauf der Platte (u.a. „Ultraviolence“, „Omertá“) und nehmen dem ehedem einzigartigen Stil <a href="https://vampster.com/bands/allt/">ALLT</a>s den Wiedererkennungswert.</p>
<p>Die Spitze der Anbiederung erreicht „Nevermind“, wo süßliche Vocals und sphärische Synthesizer im Refrain regelrecht poppige Vibes versprühen. Umgesetzt ist das absolut kompetent: Das Gleichgewicht aus Härte und anschmiegsamen Melodiebögen gelingt im Verlauf des Albums ohne größere Schwierigkeiten. Gleichzeitig opfern <a href="https://vampster.com/bands/allt/">ALLT</a> mit dem Schritt aus der eigenen Nische auch einen beträchtlichen Teil ihrer Eigenständigkeit.</p>
<h2>Obwohl &#8222;Ataraxia&#8220; eigentlich wenig falsch macht, fehlt ALLT der Mut, das eigene Profil zu schärfen</h2>
<p>Oder eben anders formuliert: Statt sich einen eigenen Pfad zu suchen, schlägt der einstige Hoffnungsträger den Weg des geringeren Widerstands ein. Progressive Anleihen finden sich noch auszugsweise, zumeist in Form gewisser Djent-Rhythmik („Enemy“) oder vorsichtigen Thall-Einflüssen („Avalon“). Stets jedoch werden diese mutigen Exkursionen von glatten Hooks eingefangen, wodurch „Ataraxia“ die selbst angelegten Ketten zu keinem Zeitpunkt zu sprengen vermag.</p>
<p>Ärgerlich ist also insbesondere, dass <a href="https://vampster.com/bands/allt/">ALLT</a> eigentlich wenig falsch machen: Das Songwriting ist solide, der Gesang abwechslungsreich, der Flow des Albums bis auf das zu ruhige Ende aus „High Hopes“ sowie „Avalon“ ordentlich. Zeitgleich kommt dem neuen Material jedoch ausgerechnet das abhanden, was die Gruppe einst auszeichnete. Immerhin bietet die neue Perspektive eine wertvolle Erkenntnis: Hin und wieder darf es auch ein Schritt zurück sein, um letzten Endes vorwärts zu kommen.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 31.07.2026</p>
<p>Spielzeit: 30:55</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Robin Malmgren – Vocals<br />
Olle Nordström – Guitar<br />
Adam Björk – Drums<br />
Viktor Florman – Guitar<br />
Samuel Mills – Bass</p>
<p>Produziert von ALLT und James Carey</p>
<p>Label: Century Media</p>
<p>Homepage: <a href="https://alltband.com" target="_blank" rel="noopener">https://alltband.com</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/alltofficial/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/alltofficial/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/alltband" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/alltband</a><br />
Bandcamp: <a href="https://allt.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://allt.bandcamp.com</a></p>
<h2>ALLT “Ataraxia” Tracklist</h2>
<ol>
<li>New Day</li>
<li>Omertà (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=tPddc0R5J_Q">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Nevermind</li>
<li>Enemy</li>
<li>Ataraxia</li>
<li>Ultraviolence</li>
<li>Snowblind (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=czWxJiQGmdA" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>High Hopes</li>
<li>Avalon (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=2rsrpJkf23Y" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ALLT]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metalcore, modern metal, alternative metal]]></genres>
<wpid>422000</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>MOTIONLESS IN WHITE: Decades</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/motionless-in-white-decades/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 17:28:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[MOTIONLESS IN WHITE]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu berechenbar, zu zahnlos: Die zelebrierte Mittelmäßigkeit auf "Decades" wird MOTIONLESS IN WHITE nicht gerecht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind immer noch hier. Und das, obwohl <a href="https://vampster.com/bands/motionless-in-white/">MOTIONLESS IN WHITE</a> zuletzt doch selbst den <a href="https://vampster.com/cd-reviews/motionless-in-white-scoring-the-end-of-the-world/" target="_blank" rel="noopener">Soundtrack zur Apokalypse</a> komponierten. Doch sei’s drum, während uns das Ende der Welt zwischenzeitlich noch warten lässt, darf man auch mal sentimental werden. „Decades“ nennen die US-Amerikaner ihr siebtes Studioalbum voller Stolz und kleiden es gleichzeitig in ein loses Konzept. Denn auf die letzten zwei Jahrzehnte blickt die Band in besonderer Weise zurück: Stilistisch breit aufgestellt, lehnen sich die Kompositionen bewusst an das bisherige Schaffen an.</p>
<p>Das fördert die Zugänglichkeit, bringt gleichzeitig aber eigene Probleme mit sich. Denn wo wir uns leicht zu Hause fühlen, droht in heimeliger Atmosphäre schnell die Ernüchterung: alles schon gesehen, alles schon erlebt. So entpuppt sich die Zusammenarbeit mit Sängerin Skylar Grey in „R.I.P.“ als recht schablonenhaftes Duett, dessen balladeske Züge gezielt an große Radio-Hits wie „Another Life“ oder „Masterpiece“ anknüpfen sollen. Das mit Corey Taylor (<a href="https://vampster.com/bands/slipknot/">SLIPKNOT</a>) veredelte „Playing God“ wiederum ist mit den Referenzen an dessen Hauptband nicht nur der härteste Track des Albums, sondern füllt mit seinem rohen und genüsslich ausgekosteten Breakdown am Ende dieselbe Funktion, die auf dem Vorgänger „Slaughterhouse“ erfüllte.</p>
<h2>MOTIONLESS IN WHITE agieren auf &#8222;Decades&#8220; größtenteils berechenbar und zahnlos</h2>
<p>Aus dem Schatten der eigenen Diskografie kann „Decades“ mit diesem Ansatz nicht hervortreten, obwohl der bissige Titelsong zu Beginn noch ein ganz anderes Gesicht zeigt. Sieht man jedoch vom unerwarteten Dubstep-Breakdown in „All That I’ve Ever Known“ ab, agieren <a href="https://vampster.com/bands/motionless-in-white/">MOTIONLESS IN WHITE</a> größtenteils berechenbar und – anders als es das fragwürde Frontcover suggeriert – zahnlos. Das an die 80er angelehnte „Love At First Bite“ etwa ist textlich bisweilen zum Fremdschämen, während die Trance-/EDM-Einflüsse von „Blood Rave“ so tanzbar wie aalglatt ausfallen.</p>
<p>Modernen Trends eifert die synth-gestützte Alternative-Metal-Nummer „Count Back From Zero“ nach, „Blood Pact“ fehlt inmitten seiner donnernder Breitwandgitarren jegliche Spritzigkeit und mit seinem Sprechgesang in „Fight Like Hell“ tut sich Frontmann Chris Motionless ebenfalls keinen Gefallen. Bleibt mit dem furiosen „Afraid of The Dark“ immerhin ein Treffer, der Melodeath-Riffing mit einem erhebenden Refrain verbindet.</p>
<h2>Die zelebrierte Mittelmäßigkeit auf &#8222;Decades&#8220; wird MOTIONLESS IN WHITE nicht gerecht</h2>
<p>Für ein komplettes Album ist das natürlich viel zu wenig, zumal die angedeutete Rückschau auf den eigenen Backkatalog qualitativ deutlich mehr hätte hergeben müssen, um nicht selbst zur unfreiwilligen Karikatur zu werden. Stattdessen zernudeln <a href="https://vampster.com/bands/motionless-in-white/">MOTIONLESS IN WHITE</a> lieber Corey Harts 80s-Hitsingle “Sunglasses At Night”, die Chris Motionless’ markante Stimme nur dann vor dem Absturz retten kann, wenn man ein besonderes Faible für den Gesang des Frontmanns hat.</p>
<p>Am Ende bleibt überwiegend der Ärger: über das verschenkte Potenzial und über die zelebrierte Mittelmäßigkeit auf einem Album, das eigentlich so viel mehr sein wollte. „Decades“ hat den richtigen Grundgedanken, aber nicht den kreativen Geistesblitz, um bewährte Ideen neu zu denken. Vielleicht läuft die Songwriting-Maschine ja beim nächsten <em>richtigen </em>Jubiläum ein bisschen runder als zuletzt – das Vierteljahrhundert jedenfalls ist in nicht mehr allzu weiter Ferne, sofern uns die Apokalypse bis dahin nicht eingeholt hat.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 17.07.2026</p>
<p>Spielzeit: 53:47</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Chris „Motionless“ Cerulli – Vocals<br />
Ryan Sitkowski – Gitarre<br />
Ricky “Horror“ Olson – Gitarre, Vocals<br />
Justin Morrow – Bass, Backing Vocals<br />
Vinny Mauro – Schlagzeug</p>
<p>Produziert von Drew Fulk und Justin DeBlieck</p>
<p>Label: Roadrunner</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.motionlessinwhite.net/" target="_blank" rel="noopener">https://www.motionlessinwhite.net/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/motionlessinwhite" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/motionlessinwhite</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/motionlessinwhite" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/motionlessinwhite</a></p>
<h2>MOTIONLESS IN WHITE “Decades” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Decades</li>
<li>log_in//crash_out</li>
<li>R.I.P. (feat. Skylar Grey) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=OeRIoWmQA6k" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Fight Like Hell</li>
<li>Playing God (feat. Corey Taylor) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=L2ZBtkEpGdw" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)</li>
<li>All That I’ve Ever Known</li>
<li>Blood Rave (feat. Anthony Martinez)</li>
<li>Love At First Bite</li>
<li>Count Back From Zero</li>
<li>Blood Pact</li>
<li>Afraid Of The Dark (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=jolaO2Z6xCM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Sunglasses At Night</li>
<li>Hollywood (Bonus Track)</li>
<li>Fight Like Hell (feat. Outlier – Alternate Version / Bonus Track)</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[MOTIONLESS IN WHITE]]></band>
<genres><![CDATA[metalcore, modern metal, alternative metal]]></genres>
<wpid>421767</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>BRING ME THE HORIZON: Count Your Blessings &#124; Repented</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/bring-me-the-horizon-count-your-blessings-repented/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 15:59:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BRING ME THE HORIZON]]></category>
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					<description><![CDATA[So furios wie zu Anfangstagen: BRING ME THE HORIZON gehen auf der Neuaufnahme von "Count Your Blessings" rastlos und ungezügelt ans Werk.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der größte Kritikpunkt, da ist man sich in der Fangemeinde wohl einig, ist die verpasste Steilvorlage: „Recount Your Blessings“ läge doch als Titel dieser Neuaufnahme auf der Hand. Dass es beim wenig eleganten Zusatz „Repented“ bleibt, soll den Spaß an dieser Frischzellenkur allerdings nicht schmälern.</p>
<p>Denn die Art und Weise, wie <a href="https://vampster.com/bands/bring-me-the-horizon/">BRING ME THE HORIZON</a> das 20-jährige Jubiläum ihres Debüts feiern, hätte vor nicht allzu langer Zeit wohl niemand mehr für möglich gehalten. Die Modern Metal-Band, die mittlerweile Arenen ausverkauft und die Billings der größten Festivals anführt, nimmt sich tatsächlich nochmals ihrer Deathcore-Wurzeln an.</p>
<h2>BRING ME THE HORIZON gehen auf der Neuaufnahme von &#8222;Count Your Blessings&#8220; rastlos und ungezügelt ans Werk</h2>
<p style="text-align: left">Komplett neu eingespielt bleibt „Count Your Blessings | Repented“ der Urfassung treu, kleidet diese aber in eine zeitgenössische Produktion: Mix und Mastering übernahm Buster Odeholm (<a href="https://vampster.com/bands/thrown/">THROWN</a>, <a href="https://vampster.com/bands/humanitys-last-breath/">HUMANITY’S LAST BREATH</a>, <a href="https://vampster.com/bands/vildhjarta/">VILDHJARTA</a>), der somit für das massive und dennoch rohe Klanggerüst verantwortlich zeichnet. An Boshaftigkeit büßen die zehn Tracks somit rein gar nichts ein: Die Breakdowns sind mächtig, die teils an <a href="https://vampster.com/bands/at-the-gates/">AT THE GATES</a> angelehnten Riffs voller Elan und Energie – tendenziell überproduziert also, doch für das Genre nicht unbedingt unpassend.</p>
<p>Rastlos und ungezügelt gehen <a href="https://vampster.com/bands/bring-me-the-horizon/">BRING ME THE HORIZON</a> ans Werk, was nicht zuletzt für Frontmann Oli Sykes gilt, der das Gift in seinen Stimmbändern wiedergefunden hat und nun den galligen Screams einige erschütternde Growls hinzuaddiert. Zwischen geordnetem Chaos und Zerstörungsorgie zieht die Band eine Schneise der Verwüstung, was mit dem neu interpretierten Klassiker „Pray For Plagues“ seinen Anfang nimmt und sich im ähnlich gelagerten „Tell Slater Not To Wash His Dick“ fortsetzt. AT THE GATES-Huldigung betreiben phasenweise außerdem „Dragon Slaying“, „Black &amp; Blue“ sowie „For Stevie Wonder’s Eyes Only (Braille)”.</p>
<h2>BRING ME THE HORIZON krönen &#8222;Count Your Blessings | Repented&#8220; mit einer brandneuen Single</h2>
<p>Beeindruckender als diese kompromisslose Rückkehr zu den eigenen Anfangstagen ist jedoch die Nonchalance, welche <a href="https://vampster.com/bands/bring-me-the-horizon/">BRING ME THE HORIZON</a> an den Tag legen. Ohne große Worthülsen und bedeutungsschwangere Versprechungen machen die Briten Nägel mit Köpfen und gehen dabei sogar noch einen Schritt weiter. Den abermals eingefangenen Furor des Erstlingswerks krönt das Quartett mit einer brandneuen Komposition: „Dehumanized“ verknüpft modernes Songwriting mit dem klassischen Deathcore-Sound der Formation. Dadurch schlägt das Stück nicht ganz so viele Haken, darf sich in Sachen Härtegrad jedoch durchaus mit dem vorangegangenen Output messen.</p>
<p>Statt großspuriger Vorankündigungen lassen <a href="https://vampster.com/bands/bring-me-the-horizon/">BRING ME THE HORIZON</a> folglich Taten sprechen: „Count Your Blessings | Repented“ ist weder Schnellschuss noch Anflug blinder Nostalgie. Vielmehr versöhnen sich die Briten hier mit ihrer frühesten Schaffensperiode, indem sie den zehn Stücken mit Respekt und Ernsthaftigkeit Tribut zollen. Das wiederum soll auch der neue Zusatz im Titel vermitteln: eine Botschaft, die der Band verständlicherweise wichtiger ist als die ungleich elegantere Alternative.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 10.07.2026</p>
<p>Spielzeit: 42:13</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Oli Sykes – Vocals<br />
Lee Malia – Gitarre<br />
Matt Kean – Bass<br />
Matt Nicholls &#8211; Drums</p>
<p>Produziert von Oli Sykes, Lee Malia und Buster Odeholm (Mix und Mastering)</p>
<p>Label: Sony</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.bmthofficial.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.bmthofficial.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/bmthofficial/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/bmthofficial/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/bringmethehorizon/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/bringmethehorizon/</a></p>
<h2>BRING ME THE HORIZON “Count Your Blessings | Repented” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Pray For Plagues</li>
<li>Tell Slater Not To Wash His D**k</li>
<li>Braille (For Stevie Wonder’s Eyes Only)</li>
<li>A Lot Like Vegas</li>
<li>Black &amp; Blue (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=HOMOl127nFc" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)</li>
<li>Slow Dance</li>
<li>Dragon Slaying</li>
<li>(I Used To Make Out With) Medusa</li>
<li>Fifteen Fathoms, Counting</li>
<li>Off The Heezay</li>
<li>Dehumanized (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ilqeDbu4E8Y" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[BRING ME THE HORIZON]]></band>
<genres><![CDATA[deathcore]]></genres>
<wpid>421493</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SIAMESE: Dissolution</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/siamese-dissolution/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 10:26:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SIAMESE FIGHTING FISH]]></category>
		<category><![CDATA[SIAMESE]]></category>
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					<description><![CDATA[SIAMESE setzen mit "Dissolution" verstärkt auf Elektronik, bemühen sich aber auch um Kontraste - nur das Risiko meiden die Dänen auch Album Nummer acht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei, doch manchmal bleibt einem gar nichts anderes übrig, als auf Gruppenarbeit zu setzen: Erfahren haben das <a href="https://vampster.com/bands/siamese/">SIAMESE</a> am eigenen Leib, als Haupt-Songwriter Andreas Kruger 2025 seinen Hut nahm. Aus der Not machten die vier verbliebenen Musiker kurzerhand eine Tugend, indem sie für „Dissolution“ die Hilfe einer ganzen Reihe von Songwritern in Anspruch nahmen.</p>
<p>Folglich ist das achte Studioalbum auch ein kollektives Unterfangen, indem sich die Dänen unter professioneller Leitung selbst am Schreiben versucht haben. Respektabel ist das Resultat vor diesem Hintergrund in jedem Fall: Was „Dissolution“ an innovativen Impulsen fehlt, macht es durch Professionalität wieder wett. Gestriegelt und frisch herausgeputzt zeigt sich der synth-lastige Modern Metal, der ein bisschen im <a href="https://vampster.com/bands/bad-omens/">BAD OMENS</a>-Terrain wildert und auch sonst ein Faible für süßliche Melodien und Pop-Anleihen hat.</p>
<h2>SIAMESE setzen verstärkt auf Elektronik, bemühen sich aber auch um Kontraste</h2>
<p>Die elektronischen Elemente sind dabei oft tragende Säule des Klanggerüsts, während die Gitarren etwa in „Drown“ nur punktuell für Nachdruck sorgen. Die Melange aus Alternative Metal und RnB bis Pop praktizierten <a href="https://vampster.com/bands/siamese/">SIAMESE</a> bereits auf dem Vorgänger „Elements“ (2024), bemühen sich anno 2026 aber verstärkt um gesunde Kontraste.</p>
<p>Die zahlreichen Effekte auf Mirza Radonjicas Singstimme mögen manchmal zu viel des Guten sein, dafür klingen die kehligen Screams in „Sense“ oder der <a href="https://vampster.com/bands/caskets/">CASKETS</a>-Kollaboration „Reveries“ herrlich gallig. Die cineastischen Soundscapes von „Friends“ lassen ebenfalls aufhorchen, da hier Christian Hjort Lauritzens Violine zeitweise die Führung übernimmt.</p>
<h2>&#8222;Dissolution&#8220; meidet das Risiko</h2>
<p>Catchy Gesangslinien prägen wiederum den Titeltrack, bevor das leicht schwermütige „Patterns“ mittels stampfenden Synth-Beats vorsichtig in Richtung Tanzfläche schielt. Das gemächliche Tempo vieler Tracks macht sich indes in der zweiten Albumhälfte zunehmend bemerkbar, wo sich trotz der relativ kurzen Spielzeit erste Längen einschleichen. Statt mit Elan endet „Dissolution“ auf dieselbe gleichförmige Weise, wie es die vorherige halbe Stunde bestritten hat: catchy, herausgeputzt und glattgebügelt. Nicht automatisch ein Zeichen zu vieler Köche, aber eben auch ein Produkt, das den beschwichtigenden Konsens dem aufregenden Risiko vorzieht.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 26.06.2026</p>
<p>Spielzeit: 35:21</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Mirza Radonjica &#8211; Vocals<br />
Marc Nommesen &#8211; Bass<br />
Christian Hjort Lauritzen – Violin, Gitarre<br />
Joakim Stilling – Drums</p>
<p>Produziert von Mirza Radonjica</p>
<p>Label: Long Branch Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://siamese.dk/" target="_blank" rel="noopener">https://siamese.dk/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/siamesedk" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/siamesedk</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/siamese_band/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/siamese_band/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://siamese.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://siamese.bandcamp.com/</a></p>
<h2>SIAMESE “Dissolution” Tracklist</h2>
<p>1. Dark (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=D8VZck22TL0" target="_blank" rel="noopener">Visualizer bei YouTube</a>)<br />
2. Drown (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=EbPKFf6fyI4" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Sense (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ai1y1m0xD_Q" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4. Friends<br />
5. Sinner<br />
6. Dissolution<br />
7. Patterns<br />
8. Reveries<br />
9. Reaper<br />
10. Twisted</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SIAMESE FIGHTING FISH, SIAMESE]]></band>
<genres><![CDATA[modern metal, alternative metal]]></genres>
<wpid>421390</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>INFERNO: The Anthropic Sophisms (On the Heights of Despair)</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/inferno-the-anthropic-sophisms-on-the-heights-of-despair/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 19:18:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[INFERNO (CZ)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=421286</guid>

					<description><![CDATA[
INFERNOs Weg, das Selbst hinter sich zu lassen, wirft sie selbst und die Hörer*innen in einen surrealen Strudel: Ihr neuntes Album „The Anthropic Sophisms (On the Heights of Despair)“ ist ein Rausch von einem Album.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Menschen so sehr auf Rauschzustände abfahren, lässt sich vielleicht sogar anthropologisch erklären. Schließlich gibt es Forschende, die glauben, dass sich das menschliche Gehirn erst durch die Einnahme von psylocibinhaltigen Pilzen zu dem entwickelt hat, was es geworden ist &#8211; siehe die „Stoned Ape“-Theorie. Ist das nicht wundervoll? Dass wir uns in Rauschzuständen zu Hause fühlen ist kein Hedonismus, sondern ein ganz universeller Teil des Menschseins, mit dem wir das die profane Existenz hinter uns lassen können. Ist es das, was auch <a href="https://vampster.com/bands/inferno-cz/">INFERNO</a> wollen? Das Ich soll einer universellen Erfahrung weichen, und das haben sie auf <a href="https://vampster.com/cd-reviews/inferno-paradeigma-phosphenes-of-aphotic-eternity/">„Paradeigma (Phosohenes Of Aphotic Eternity)“</a> schon angepeilt.</p>
<p>„The Anthropic Sophisms (On The Heights Of Despair)“ setzt nun an, dieses Konzept vollständig umzusetzen. Die Voraussetzungen sind gut: Das Sounddesign ist basslastig und ungewöhnlich für Black Metal, aber wer den Sound von Stephen Lockhart schätzt, kann hier andocken. Dennoch übernahm nicht dieser den Mix wie zu „Paradeigma“, sondern Tim De Gieter (ex-<a href="https://vampster.com/bands/amenra/">AMENRA</a>), der „The Anthropic Sophisms“ einen dichten, meterdicken Klang verleiht. Unter der verwaschenen Oberfläche liegen die ganzen Details, die Synthesizer von Neumitglied Matron Thorn (<a href="https://vampster.com/bands/aevangelist/">ÆVANGELIST</a>, DEATH FETISHIST), die seltsamen Gesänge die wie aus dem Unterbewusstsein nach vorne drängen. Die zahlreichen Schichten ergeben ein verstörendes Bild, das INFERNO abseits von konventionellem Black Metal platziert.</p>
<h2>INFERNO bleiben abseits von konventionellem Black Metal: „The Anthropic Sophisms (On the Heights of Despair)“ zielt auf das Unterbewusste ab.</h2>
<p>Dabei ist der Beginn ein klein wenig zäh: „Fission Of The Soul“ schraubt sich mit hypnotischen Grooves ins Hirn, bietet einige wenige Variationen, aber ist insgesamt ein zu sperrig, um sofort zu zünden. Ähnlich verhält sich auch „Dekranos Katexochen (Mých smrtí je bezpočet, mých nemocí mnoho)“, dessen langsame Grooves sich ein wenig zu sehr ziehen, um knapp zehn Minuten wirklich zuzupacken. Immerhin: Hiermit setzen sich INFERNO effektiv in Szene. Die erste Hälfte von „The Anthropic Sophisms (On the Heights of Despair)“ lädt vorwiegend dazu ein, sich in dieser bizarren Welt zurechtzufinden: Die tief gestimmten Gitarren, die Drones, der wummernde Bass, das brachiale Drumming und der in den Hintergrund gemischte Gesang wollen erforscht werden. In der zweiten Hälfte zeigen INFERNO jedoch, was wirklich in ihnen steckt.</p>
<p>Die zweiten 20 Minuten lang schafft die tschechische Formation ein Mindestmaß an Dynamik, wie etwas, wenn „With Raving Mouths They Utter Things Mirthless, Unadorned and Unperfumed“ zu Beginn zwischen <a href="https://vampster.com/bands/godflesh/">GODFLESH</a> und <a href="https://vampster.com/bands/blut-aus-nord/">BLUT AUS NORD</a> pulst und die Gitarren und Soundeffekte noch nicht auf Anschlag fahren. Das baut eine Stimmung auf, die, nachdem sie sich entladen hat, in einen Mahlstrom aus Klang übergeht. Dabei müssen INFERNO nicht permanent mit Blast Beats am Ende der Geschwindigkeitsskala liegen – das tun sie auch nicht. Die hypnotischen Grooves wirken psychedelisch genug, mithilfe des Schwirrens der restlichen Instrumente. Kurz: Dieser Song ist raum- und zeitlos wie eine Rave. Mit derselben Power beschließt „Circulus Vitiosus Deus (The Infinity Ravages All)“ INFERNOs neuntes Album und schleudert das Publikum nach in die irdische Welt zurück. Der Effekt sitzt: Wie ein Neugeborenes blendet das Licht und selbst die Luft, wie uns umgibt schmerzt.</p>
<h2>„The Anthropic Sophisms (On the Heights of Despair)“ funktioniert vor allem in der zweiten Albumhälfte: INFERNOs Musik ist so raum- und zeitlos wie eine Rave.</h2>
<p>„The Anthropic Sophisms (On the Heights of Despair)“ lässt sich schwer fassen, aber es geht dennoch gut ins Ohr, sofern man nicht zwingend Hooks und Ohrwurmmelodien braucht. INFERNO agieren als verschworene Einheit, die eine pechschwarze, undurchdringliche Wolke aus Klang erzeugen. Die Kompositionen verändern sich ebenso wie Wolkengebilde, organisch und fließend gehen sie über von einem Teil in den nächsten. Das ist ebenso faszinierend wie mitreißend, gerade wenn sich INFERNO über zehn Minuten und mehr hinweg ins Gehirn schrauben. So fließt das Album vom Beginn bis zum Schluss in Richtung Ende und dürfte mit diesem manischen, Trancezustände erzeugenden Sound gerne länger dauern.</p>
<p>INFERNOs Variante des Black Metal fräst sich ins limbische System und ist ebenso depersonalisiert wie bei BLUT AUS NORD, der als Künstler selbst hinter der Musik zurückbleibt. „The Anthropic Sophisms (On the Heights of Despair)“ ist so tranceartig wie <a href="https://vampster.com/bands/oranssi-pazuzu/">ORANSSI PAZUZU</a>, so vage wie <a href="https://vampster.com/bands/mayhem/">MAYHEM</a> zu „Ordo Ad Chao“, so spirituell wie <a href="https://vampster.com/bands/cult-of-fire/">CULT OF FIRE</a> und so albtraumhaft wie <a href="https://vampster.com/bands/akhlys/">AKHLYS</a>. INFERNO haben sich im Laufe ihrer langen Karriere von einer Standard-Black Metal-Band hin zu Künstlern entwickelt, die den Horror der Existenz mit repetitiven, brutalen Sounds auszutreiben versuchen. Das Ergebnis ist laut, schweißtreibend und trifft das Unterbewusstsein ganz tief, während es die Hörer*innen dazu einlädt, sich im surrealen Klang und dem Puls der Musik zu verlieren. ORANSSI PAZUZU mögen der Goldstandard im Psychedelischen Black Metal sein, INFERNO sind gerade in der zweiten Hälfte von „The Anthropic Sophisms (On the Heights of Despair)“ gar nicht mal so weit abgeschlagen. Irre Platte.</p>
<p>Wertung: 8 von 10 Wolkenbeobachtungen</p>
<p>VÖ: 17. Juli 2026</p>
<p>Spielzeit: 40:48</p>
<p>Line-Up:<br />
Ska-Gul<br />
Sheafraidh<br />
Morion<br />
Adramelech<br />
Matron Thorn<br />
Spící hrdlo Antikrista</p>
<p>Label: Debemur Morti Productions</p>
<h4>INFERNO „The Anthropic Sophisms (On the Heights of Despair)“ Tracklist:</h4>
<p>1. Fission of the Soul<br />
2. Dekranos Katexochen (Mých smrtí je bezpočet, mých nemocí mnoho)<br />
<a href="https://youtu.be/i9cOdy1wl4Y?si=4TJscQFBMsIIwWXg">3. With Raving Mouths They Utter Things Mirthless, Unadorned and Unperfumed (Official Video bei Youtube) </a><br />
<a href="https://youtu.be/inui0wUBcfw?si=aRww19Z7E_EAlXHG">4. Circulus Vitiosus Deus (The Infinity Ravages All) (Official Video bei Youtube) </a></p>
<p><a href="https://youtu.be/HfmHTZifXXk?si=zAxXVGIUcjs8uT-F">INFERNO „The Anthropic Sophisms (On the Heights of Despair)“ </a></p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://pureinferno.bandcamp.com/">https://pureinferno.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/InfernoCZBM/">https://www.facebook.com/InfernoCZBM/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/infernoczbm/">https://www.instagram.com/infernoczbm/</a><br />
<a href="https://www.youtube.com/@InfernoCZBM">https://www.youtube.com/@InfernoCZBM</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[INFERNO (CZ)]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>421286</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>NOVELISTS: Okapi [EP]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/novelists-okapi-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 17:01:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[NOVELISTS FR]]></category>
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					<description><![CDATA["Okapi" ist ein Zwischenschritt der Mut beweist und letztlich die Blaupause für das nachfolgende Bandkapitel liefert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie habe die Band gerettet, waren sich <a href="https://vampster.com/bands/novelists-fr/">NOVELISTS</a> sicher, als sie 2023 mit Camille Contreras ihre neue Sängerin vorstellten. Dass die Franzosen deren Bedeutung gar so sehr in den Vordergrund rückten, lag wohl auch an den Umständen: Denn mit dem erneuten Besetzungswechsel fremdelte zunächst ein lautstarker Teil der Fanbasis, ging damit doch erneut eine stilistische Kurskorrektur einher.</p>
<p>Wobei sich die Modern Metal-Band zu diesem Zeitpunkt wohl eher noch im Wandel befand: Denn nach dem Abgang Matteo Gelsominos im Jahr 2020 begaben sich <a href="https://vampster.com/bands/novelists-fr/">NOVELISTS</a> auf eine langjährige Odyssee: Gemeinsam mit Nachfolger Tobias Rische (ex-<a href="https://vampster.com/bands/alazka/">ALAZKA</a>) am Mikrofon erkundete man elektronische Soundscapes, die sich weniger vom Prog inspiriert sahen als sich zusehends zeitgenössischen Trends und Pop-Anleihen zu öffnen.</p>
<h2>&#8222;Okapi&#8220; ist ein Zwischenschritt, der Mut beweist</h2>
<p>Denkbar schlechte Startvoraussetzungen also für eine weitere neue Stimme, welche dem Profil der Formation abermals andere Konturen verleihen würde. Wohin die Band mit Contreras Debüt wollte, zeigte sich folglich erst auf dem spritzigen Nachfolgealbum „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/novelists-coda/">Coda</a>“ (2025). Dabei ist „Okapi“ rückblickend betrachtet und mit etwas Abstand ein überaus interessanter Zwischenschritt, der eben auch Mut beweist: sich auszuprobieren und dabei möglicherweise sogar die künftige Marschrichtung festzulegen.</p>
<p>Mit gefühlvollem Gitarrenspiel und filigranen Soli startet der Titelsong, der Camilles kraftvollen Gesang direkt ins Zentrum rückt. Kein Prog, kein Metalcore, aber kompetent arrangiert präsentiert sich die Alt-Metal-Nummer, die einen dezent düsteren Unterton mit sich trägt. In eine ähnliche Kerbe schlägt das getragene „Mourning The Dawn“, das vor dem ergreifenden Solo jedoch erstmals die Zähne fletscht und dabei demonstriert, dass auch die neue Dame am Mikrofon durchaus garstig klingen kann.</p>
<h2>NOVELISTS suchen die Blaupause für das nächste Bandkapitel</h2>
<p>Wenig überraschend setzen <a href="https://vampster.com/bands/novelists-fr/">NOVELISTS</a> im groovenden „Prisoner“ verstärkt auf Camilles harsche Vocals, um sich an einer zeitgenössischen Post Metalcore-Hymne zu versuchen. Das Experiment gelingt, auch weil die Band hier nicht zu viel Risiko eingeht. Die Blaupause für das nächste Bandkapitel scheint jedenfalls gefunden, krönt doch das losgelöste „Turn It Up“ ebenfalls ein Downtuned-Break inklusive giftiger Screams.</p>
<p>Klingt so ein letzter Rettungsversuch? Offenbar schon, auch wenn böse Zungen seinerzeit eher den kreativen Untergang prophezeit hatten. Immerhin – das darf man rückblickend getrost feststellen – konnten uns <a href="https://vampster.com/bands/novelists-fr/">NOVELISTS</a> im Anschluss eines besseren belehren: „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/novelists-coda/">Coda</a>“ (2025) mag das Rezept verfeinert und ausdifferenziert haben, die zündende Ideen von „Okapi“ aber sind es, die einer Band am Scheideweg letztlich neues Leben eingehaucht haben.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 10.05.2024</p>
<p>Spielzeit: 17:22</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Camille Contreras – vocals<br />
Florestan Durand – guitar<br />
Nicolas Delestrade – bass<br />
Amael Durand – drums<br />
Pierre Danel – guitar</p>
<p>Produziert von NOVELISTS</p>
<p>Label: Out Of Line</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.novelists.store/" target="_blank" rel="noopener">https://www.novelists.store/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/NovelistsFR" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/NovelistsFR</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/novelists" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/novelists</a><br />
Bandcamp: <a href="https://novelists.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://novelists.bandcamp.com</a></p>
<h2>NOVELISTS “Okapi” Tracklist</h2>
<p>1. Okapi (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=6_E3sbOENWo" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Mourning The Dawn (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=_I8rE907A8w" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Prisoner (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=3YpGNeEB7I8" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4. Turn It Up (Keyboard Warriors Social Club) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Y3U6VmQal00" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[NOVELISTS FR]]></band>
<genres><![CDATA[modern metal, alternative metal]]></genres>
<wpid>421151</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>MUSE: The Wow! Signal</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/muse-the-wow-signal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 13:35:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[MUSE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=420904</guid>

					<description><![CDATA[Extravagant und experimentierfreudig: Auf "The Wow! Signal" schöpfen MUSE ihre stilistische Bandbreite in gewohnter Manier aus, indem sie frische Ideen in einen vertrauten Rahmen packen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Menschen sind schon eine seltsame Spezies: Fasziniert vom Unbekannten sind wir doch verheiratet mit der eigenen Gewohnheit. Wir fühlen uns wohl in unserem vertrauten Rahmen, doch blühen oft erst so richtig auf, wenn das Mysterium lockt. Was da draußen wohl noch warten mag? Sind wir wirklich allein im Universum oder gibt es noch eine weitere, vielleicht sogar höhere Existenz?</p>
<p>Fragen, welche die Radioastronomie seit Ende der 70er Jahre beschäftigt hat und die Matt Bellamy nicht nur im Titel des zehnten Studioalbums aufgreift. Das 72-sekunden lange „Wow!-Signal“ nutzt der <a href="https://vampster.com/bands/muse/">MUSE</a>-Bandkopf als Aufhänger für eine Dreiviertelstunde Megalomanie, welche die Briten von Introspektion über existenzielle Überlegungen bis hin zur Sinnsuche trägt.</p>
<h2>MUSE knüpfen wieder stärker am eigenen Frühwerk an</h2>
<p>Dass die Rock-Giganten infolge dieses Ansatzes wieder stärker am eigenen Frühwerk anknüpfen, ist ein angenehmer Nebeneffekt, wenngleich sich das Trio keineswegs vom mitunter überbordenden Kitsch der letzten Jahre lossagt. Das unterstreichen die sakralen Orgelharmonien von „Be With You“, wo sich ein überraschend optimistischer Bellamy zum Synth-Beat mit süßlich-schmalziger Note nach spiritueller Erleuchtung verzehrt.</p>
<p>Dick aufgetragen wird zudem in der Ballade „Shimmering Scars“, wo Piano und Orchester den <a href="https://vampster.com/bands/muse/">MUSE</a>-typischen Bombast beisteuern. Gesanglich fehlt es freilich nicht an Pathos, obschon Matt Bellamys Falsett auf „The Wow! Signal“ oftmals dezent heiser und dünner wirkt als in der Vergangenheit.</p>
<h2>Auf &#8222;The Wow! Signal&#8220; schöpfen MUSE ihre stilistische Bandbreite in gewohnter Manier aus</h2>
<p>Was die Band aber keineswegs verlernt hat, ist es, ihre stilistische Bandbreite größtmöglich auszuschöpfen: Lehnt sich der düster-orchestrale Space-Rocker „The Dark Forest“ noch vorsichtig an „Knights Of Cydonia“ an, bringt das funky „Nightshift Superstar“ unmittelbar tanzbare Disco-Vibes mit sich, während Chris Wolstenholme mit smoothen Läufen den Bass zum heimlichen Protagonisten erhebt.</p>
<p>Satte Riffs und verspielte Lead-Gitarren zeichnen derweil „Cryogen“ aus, das mit seinem catchy Refrain und dem erdigen Groove ein wenig Oldschool-<a href="https://vampster.com/bands/muse/">MUSE</a>-Flair heraufbeschwört, bevor das Finale gar ein wenig mit dem Hardcore Punk zu flirten scheint. 80er Synths und progressiv-psychedelische Space-Rock-Vibes prägen wiederum das sich gemächlich entfaltende „Hexagons“.</p>
<h2>Extravagant und experimentierfreudig: MUSE treten nicht auf der Stelle</h2>
<p>Hier fordern <a href="https://vampster.com/bands/muse/">MUSE</a> sowohl Aufmerksamkeit als auch Geduld ein, nur um nahtlos in den sexy Groove von „The Sickness In You &amp; I“ überzuleiten, welches wiederum mit einem überraschend kernigen Schlussakt im entfernten Fahrwasser <a href="https://vampster.com/bands/gojira/">GOJIRA</a>s den Weg für die erste Single „Unravelling“ ebnet. Tief gestimmte Gitarren balancieren MUSE mit einem Refrain von Stadion-Format, überraschen aber noch viel mehr im folgenden „Hush“, wo sich die charismatische Gastsängerin Ellie Goulding als perfekter stimmlicher Gegenpart zu Bellamy entpuppt.</p>
<p>Dass sich „The Wow! Signal” noch dazu mit dem ruhigen “Space Debris“ als erstaunlich experimentierfreudiges Album positioniert, zementiert den Status der Band als eine der größten moderne Rock-Bands der Gegenwart: Denn trotz zeitweiser Rückbesinnung und gelebter Megalomanie treten <a href="https://vampster.com/bands/muse/">MUSE</a> keineswegs auf der Stelle. Nicht jede Idee mag sofort zünden und nicht jeder Track mag die Unmittelbarkeit aufweisen, die zuletzt „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/muse-will-of-the-people/">Will Of The People</a>“ (2022) zu einer kurzweiligen Pseudo-Werkschau machte. Dafür bietet das zehnte Studioalbum unter seinem extravaganten Auftreten wesentlich mehr Substanz, also so mancher Skeptiker den drei Musikern noch zugetraut hätte.</p>
<h2>&#8222;The Wow! Signal&#8220; setzt auf vertrauten Rahmen und frische Ideen</h2>
<p>Wie <a href="https://vampster.com/bands/muse/">MUSE</a> das genau anstellen, ist derweil alles andere als Hexenwerk: Den vertrauten Rahmen füllen die drei Musiker mit dem Unerwarteten, dem Unbekannten, sodass unsereins gar nicht anders kann, als der Neugier nachzugeben. An frischen Ideen fehlt es der Band schließlich nicht, auch wenn sich die Einfälle anfangs gerne mal als kleines Mysterium präsentieren – fast so, wie ein gewisses Radiosignal aus den späten 70er Jahren.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 26.06.2026</p>
<p>Spielzeit: 45:27</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Matt Bellamy – Vocals, Gitarre, Piano, Keyboard<br />
Chris Wolstenholme – Bass<br />
Dominic Howard – Drums</p>
<p>Produziert von MUSE, Dan Lancaster und Aleks von Korff</p>
<p>Label: Warner / Helium 3</p>
<p>Homepage: <a href="https://muse.mu/" target="_blank" rel="noopener">https://muse.mu/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/muse" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/muse</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/museband/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/museband/</a></p>
<h2>MUSE “The Wow! Signal” Tracklist</h2>
<ol>
<li>The Dark Forest</li>
<li>Nightshift Superstar</li>
<li>Shimmering Scars</li>
<li>Cryogen (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=t5bsh9NRHMY" target="_blank" rel="noopener">Visualizer bei YouTube</a>)</li>
<li>Be With You (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=P2h1WDGRVhs" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Hexagons</li>
<li>The Sickness In You &amp; I</li>
<li>Unravelling (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=jXmUJvNSSm0" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Hush</li>
<li>Space Debris</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[MUSE]]></band>
<genres><![CDATA[alternative rock, ROCK]]></genres>
<wpid>420904</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SOJOURNER: Gateways</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/sojourner-gateways/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 11:53:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SOJOURNER]]></category>
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					<description><![CDATA[„Gateways“ raus aus der Realität: SOJOURNERs viertes Album ist ein packendes, melodiöses Atmospheric Black Metal-Album, das nicht wegen seiner Härte punktet, des großartigen Songwritings wegen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der grauen, düsteren Realität sind Fantasy und Sci-Fi die besten Mittel, um etwas Ruhe zu haben, vor dem ganzen Makakentum heutzutage, um <a href="https://vampster.com/bands/helge-schneider/">HELGE SCHNEIDER</a> zu zitieren. Wie wertvoll ist da ein Album wie „Gateways“, das tatsächlich wie ein Portal in eine andere Welt führt?<a href="https://vampster.com/bands/sojourner/"> SOJOURNERs</a> Eskapismus war nie wirksamer als heute, die Frage ist nur, ob es an der Entwicklung der Band, oder an der Entwicklung der Welt liegen mag.</p>
<p>In den sechs Jahren seit dem letzten SOJOURNER-Album war Mike Lamb mit seinen anderen Bands sehr aktiv. Als exzellenter Songwriter prägt seine Handschrift „Gateways“ natürlich deutlich. Seien es die Riffs, die Leadgitarren, die Keyboards oder die Klavierpassagen; die Nähe zu <a href="https://vampster.com/bands/remina/">REMINA</a> und<a href="https://vampster.com/bands/light-field-reverie/"> LIGHT FIELD REVERIE</a> ist nicht abzustreiten. Auch wenn SOJOURNER statt kosmischem Doom eine Fantasy-lastige Variante des melodischen Atmospheric Black Metal, zart gewürzt mit melodischem Death Metal spielen, ist die Nähe erkennbar. Und natürlich, mit Heike Langhans als neuer Sängerin fühlen sich SOJOURNER sehr vertraut an.</p>
<h2>Es gibt deutlich aggressivere Alben als „Gateways“, SOJOURNER schreiben aber bessere Songs als die meisten anderen Atmospheric Black Metal-Bands.</h2>
<p>Wie gut das sein kann, was diese auf der ganzen Welt verstreute Band erschaffen kann, zeigt sich gleich zu Beginn. „Dawnrays“ startet das Album langsam und baut das Szenario vom Piano ausgehend Stück für Stück auf: erst sanftes Klavier und Leadgitarren und schließlich ein rasanter Teil mit Tremolo-Riffs, schnellen Drums und Emilio Crespos aggressivem Gesang. Der clean gesungene Chorus von Heike Langhans repliziert im Black Metal-Kontext ein wenig das Beauty-And-The-Beast-Schema des Gothic Metals, die Formel des Songs ist aber so packend, dass dieses Klischee nicht stört. Auf dieser Basis ruhen sich SOJOURNER glücklicherweise nicht aus, „And The Paintings Fall“ variiert den Duettgesang stärker und verwebt das mit leidenschaftlichen Riffs und wird so zu einem der besten Songs von „Gateways“. Getragener ist „Lunar Tear“, das mit seiner Violine zu Beginn leicht folkig klingt, aber zunehmend aggressiver wird und mit schnellen Blast Beats die Zähne zeigt.</p>
<p>SOJOURNER instrumentieren ihre Songs üppig, achten aber darauf, sie nicht im Pomp zu ertränken. „Occultation“ bekommt die Kurve sehr gut, indem es im richtigen Moment die Komplexität zurückfährt. Auch ein Song wie „Epitaphs“, der melodiös und in getragenem Tempo die atmosphärische Seite der Band betont sorgt für etwas Dynamik im gesamten Albumkontext. SOJOURNER berühren hier mehr als nur einmal. Das abschließende „The Road Ahead“ bei dem Heike Langhans fast allein singt, fährt das Album runter, schlägt eine Brücke zu REMINA mit seinem getragenen Tempo und geht ganz tief unter die Haut – hier dürfen, auch trotz grimmigem Finale, die Tränen fließen. „Vvardenfell“ ist der einzige Song, den SOJOURNER nicht vollständig im Griff haben. Hier nehmen die folkigen Elemente fast überhand und Emilio Crespo, der hier den allergrößten Gesangsanteil hat, erzeugt einen zu scharfen Kontrast zum Rest der Musik. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau.</p>
<h2>„Gateways“ sorgt nachhaltig für Gänsehaut: SOJOURNERs viertes Album nutzt sich auch nach vielen Durchgängen nicht ab.</h2>
<p>Um ehrlich zu sein: Heike Langhans wertet jedes Album auch, so auch „Gateways“. Nicht nur ihre Stimme und ihre Gesangslinien, auch ihre Präsenz hebt das Album ab vom Großteil des melodischen Atmospheric Black Metals dieser Tage. Ohne Heike Langhans würden SOJOURNER ein Stück weit gewöhnlicher klingen. Aber: Die Songs sind so vielseitig und detailverliebt geschrieben, dass „Gateways“ eine schöne Realitätsflucht bietet, selbst wenn es nicht das originellste Album ist. <a href="https://vampster.com/bands/domhain/">DOMHAIN</a> sind da etwas eigenständiger, aber SOJOURNER müssen sich nicht hinter all den melodischen Black Metal-Bands der letzten Jahre verstecken, im Gegenteil: <a href="https://vampster.com/bands/saor/">SAOR</a> und <a href="https://vampster.com/bands/falls-of-rauros/">FALLS OF RAUROS</a> sind grimmiger, <a href="https://vampster.com/bands/panopticon/">PANOPTICON</a> näher am Folk, <a href="https://vampster.com/bands/fen/">FEN</a> schauen mehr in Richtung Post Rock. Dazwischen finden SOJOURNER am Ende doch ihre eigene, kleine Nische und haben mit „Gateways“ ein Album geschrieben, das auch nach zehn Durchgängen nachhaltig begeistern kann.</p>
<p>Wertung: 6 von 7 Portale</p>
<p>VÖ: 10. Juli 2026</p>
<p>Spielzeit: 47:12</p>
<p>Line-Up:<br />
Emilio Crespo &#8211; Vocals<br />
Heike Langhans &#8211; Vocals<br />
Mike Lamb &#8211; Guitars &amp; Music<br />
Mike Wilson &#8211; Bass<br />
Riccardo Floridia &#8211; Drums</p>
<p>Label: Avantgarde Music</p>
<h4>SOJOURNER „Gateways“ Tracklist:</h4>
<p>1.<a href="https://youtu.be/uX32OXRO0FI?si=Se6WqHsgm36M7G81"> Dawnrays (Official Audio bei Youtube) </a><br />
2. <a href="https://youtu.be/iXG18cx4Ee8?si=S9Fuvu0ZpKvGhrsP">And The Paintings Fall (Official Audio bei Youtube) </a><br />
3. <a href="https://youtu.be/OyZ-xE5FQrQ?si=uQiQMhhBmAUSTzaq">Lunar Tear (Official Audio bei Youtube) </a><br />
4. <a href="https://youtu.be/eNIk1yUKGog?si=xtW9T2AoW_fiDypy">Occultation (Official Audio bei Youtube) </a><br />
5. <a href="https://youtu.be/RrGOPAebaFc?si=8tYmNPZOtxevUCXp">Epitaphs (Official Audio bei Youtube) </a><br />
6. <a href="https://youtu.be/zd_Oog4a4Q4?si=47AC7S2Z0QYgqgDS">Vvardenfell (Official Audio bei Youtube) </a><br />
7. <a href="https://youtu.be/-YjOZG3P7X0?si=xtR7Q9S9MyY2VROW">The Road Ahead (Official Audio bei Youtube) </a></p>
<p><a href="https://youtu.be/sd5V46gd3UE?si=-8yP8xO2S0supnUl">SOJOURNER „Gateways“ Full Stream bei Youtube </a></p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://sojournermetal.bandcamp.com/">https://sojournermetal.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/sojournermetal">https://www.instagram.com/sojournermetal</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/metalsojourner">https://www.facebook.com/metalsojourner</a><br />
<a href="https://www.youtube.com/@SojournerOfficial">https://www.youtube.com/@SojournerOfficial</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SOJOURNER]]></band>
<genres><![CDATA[pagan metal, black metal]]></genres>
<wpid>420576</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>LUNAR SHADOW: The Pall Of A Past World</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/lunar-shadow-the-pall-of-a-past-world/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Boyny]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 16:15:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[LUNAR SHADOW]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=420476</guid>

					<description><![CDATA[LUNAR SHADOW sind wieder da. Genauer gesagt Gitarrist und Mastermind Max Birbaum. Der hat nämlich das gesamte Album allein geschrieben und auch fast allein eingespielt. Lediglich bei den Drums hat Jonas Zeidler (FIRMAMENT) tatkräftige Unterstützung geleistet. Nun ist es kein großes Geheimnis dass Max Birbaum ein großartiger Songschreiber ist, egal ob für Lunar Shadow oder seinem Alter Ego Drennan Whyte. Aber was er hier abliefert, und das sei als kleines Fazit vorweggenommen, übertrifft nicht nur alle meine Erwartungen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" id="h-gleich-mit-dem-sanften-auf-einer-japanischen-koto-gibt-es-irgendein-saiteninstrument-das-er-nicht-spielen-kann-gespielten-intro-zu-the-cormorant-holt-er-den-horer-ab-umschmeichelt-ihn-mit-einer-wunderschonen-zartheit-die-ihn-umgehend-einwickelt-in-den-gewebten-soundteppich-wenn-es-dann-nach-einer-guten-minute-richtig-losgeht-dann-bleibst-du-trotzdem-fasziniert-dabei-weil-vom-ersten-riff-an-so-viel-passiert-dass-du-angst-hast-etwas-zu-verpassen-spatestens-beim-refrain-hat-sich-dann-die-gesamte-schonheit-der-birbaum-schen-musik-voll-entfaltet-und-wenn-all-das-nach-7-minuten-vorbei-ist-dann-bist-du-dir-eigentlich-sicher-dass-es-jetzt-nicht-mehr-besser-werden-kann-weil-in-diesem-einen-einzigen-stuck-musik-derartig-viel-drinsteckt-doch-auch-das-folgende-the-ventures-of-bombadil-wer-sich-im-tolkien-universum-nicht-so-auskennt-tom-bomabadil-ist-ein-waldgeist-aus-dem-herrn-der-ringe-ist-so-unglaublich-vollgepackt-mit-wunderschonen-melodien-mit-einschmeichelnden-riffs-mit-einem-gesang-dass-es-dir-gansehaut-uber-den-ganzen-korper-jagt-uberhaupt-der-gesang-kannte-man-max-birbaum-bisher-nur-als-eher-softeren-sanger-seines-o-g-projektes-so-beweist-er-hier-eindrucksvoll-dass-er-auch-rau-und-kratzig-kann">Gleich mit dem sanften, auf einer japanischen Koto (gibt es irgendein Saiteninstrument, das er nicht spielen kann?) gespielten Intro zu „The Cormorant“ holt er den Hörer ab, umschmeichelt ihn mit einer wunderschönen Zartheit, die ihn umgehend einwickelt in den gewebten Soundteppich. Wenn es dann nach einer guten Minute richtig losgeht, dann bleibst du trotzdem fasziniert dabei, weil vom ersten Riff an so viel passiert, dass du Angst hast, etwas zu verpassen. Spätestens beim Refrain hat sich dann die gesamte Schönheit der Birbaum&#8217;schen Musik voll entfaltet. Und wenn all das nach 7 Minuten vorbei ist, dann bist du dir eigentlich sicher, dass es jetzt nicht mehr besser werden kann. Weil in diesem einen einzigen Stück Musik derartig viel drinsteckt.<br><br>Doch auch das folgende „The Ventures Of Bombadil“ (wer sich im Tolkien Universum nicht so auskennt: Tom Bomabadil ist ein Waldgeist aus dem Herrn der Ringe) ist so unglaublich vollgepackt mit wunderschönen Melodien, mit einschmeichelnden Riffs, mit einem Gesang dass es dir Gänsehaut über den ganzen Körper jagt. Überhaupt der Gesang. Kannte man Max Birbaum bisher nur als eher softeren Sänger seines o. g. Projektes, so beweist er hier eindrucksvoll, dass er auch rau und kratzig kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir zurück zu „The Ventures Of Bombadil“. Der Song baut sich von Sekunde zu Sekunde immer weiter auf, bis er zum Schluss in einem großartigen Epicgewitter endet, das es so wohl noch auf keiner vergleichbaren Genreveröffentlichung gegeben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens ab hier entwickelst du als Hörer die Sucht, mehr hören zu wollen von dieser großartigen Musik. Und du bekommst mehr. Es geht Schlag auf Schlag weiter, Gänsehaut reiht sich an Gänsehaut. Im folgenden „The long Sleep“ geht es zunächst ein wenig härter riffend zur Sache, bevor auch hier ein Strauß großartiger Melodien ausgepackt wird. Bei „The red Lion“ werden Sound und Geschwindigkeit zwischendurch deutlich härter und es schimmert kurz auch dieser eine, klassische Bathory Moment durch.</p>



<h2 id="h-the-sun-crusher-macht-the-pall-of-a-past-world-zum-meisterwerk" class="wp-block-heading">„The Sun Crusher“ macht „The Pall Of A Past World“ zum Meisterwerk</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="h-the-sun-crusher-macht-the-pall-of-a-past-world-zum-meisterwerk-den-abschluss-bildet-the-sun-crusher-ein-beinahe-12-minutiges-opus-das-noch-einmal-einen-musikalischen-sprung-macht-zu-all-dem-was-man-da-vorher-komplett-uberwaltigt-gehort-hat-hier-pendelt-max-so-geschickt-zwischen-wunderbar-stillen-beruhrenden-momenten-uber-epochales-breitbandkino-hin-zu-ganz-schwerer-epic-dass-man-am-ende-der-platte-emotional-komplett-erschopft-ist-ob-des-gerade-uber-45-minuten-gehorten-ich-habe-das-album-vor-diesem-review-gute-10-mal-vollstandig-vom-ersten-bis-zum-letzten-ton-gehort-und-habe-immer-noch-nicht-alles-entdeckt-was-sich-an-grossartiger-musik-auf-diesem-meisterwerk-befindet-und-bleibe-immer-noch-ratlos-zuruck-bei-der-frage-wie-viel-kreativitat-in-einem-einzelnen-menschen-stecken-kann-das-ist-wirklich-ganz-ganz-grosses-kino-musik-die-von-der-ersten-bis-zur-letzten-sekunde-beruhrt-und-niemals-loslasst-musik-die-du-tagelang-nicht-aus-dem-kopf-bekommst-die-dich-standig-begleitet-kurzum-ein-meisterwerk-und-ich-wusste-ehrlich-gesagt-nicht-was-jetzt-noch-kommen-soll-damit-the-pall-of-a-past-world-nicht-mein-lieblingsalbum-dganz-ahres-wird">Den Abschluss bildet „The Sun Crusher“, ein beinahe 12-minütiges Opus, das noch einmal einen musikalischen Sprung macht zu all dem, was man da vorher, komplett überwältigt, gehört hat. Hier pendelt Max so geschickt zwischen wunderbar stillen, berührenden Momenten über epochales Breitbandkino hin zu ganz schwerer Epic dass man am Ende der Platte emotional komplett erschöpft ist, ob des gerade über 45 Minuten gehörten.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="h-lunar-shadow-liefern-ein-selbst-finanziertes-album-voller-kreativitat-und-emotionaler-wucht-ich-habe-das-album-vor-diesem-review-gute-10-mal-vollstandig-vom-ersten-bis-zum-letzten-ton-gehort-und-habe-immer-noch-nicht-alles-entdeckt-was-sich-an-grossartiger-musik-auf-diesem-meisterwerk-befindet-und-bleibe-immer-noch-ratlos-zuruck-bei-der-frage-wie-viel-kreativitat-in-einem-einzelnen-menschen-stecken-kann-das-ist-wirklich-ganz-ganz-grosses-kino-musik-die-von-der-ersten-bis-zur-letzten-sekunde-beruhrt-und-niemals-loslasst-musik-die-du-tagelang-nicht-aus-dem-kopf-bekommst-die-dich-standig-begleitet-kurzum-ein-meisterwerk-und-ich-wusste-ehrlich-gesagt-nicht-was-jetzt-noch-kommen-soll-damit-the-pall-of-a-past-world-nicht-mein-lieblingsalbum-dganz-ahres-wird">Ich habe das Album vor diesem Review gute 10 Mal vollständig vom ersten bis zum letzten Ton gehört und habe immer noch nicht alles entdeckt, was sich an großartiger Musik auf diesem Meisterwerk befindet. Und bleibe immer noch ratlos zurück bei der Frage, wie viel Kreativität in einem einzelnen Menschen stecken kann? Das ist wirklich ganz ganz großes Kino, Musik die von der ersten bis zur letzten Sekunde berührt und niemals loslässt. Musik die du tagelang nicht aus dem Kopf bekommst, die dich ständig begleitet. Kurzum: Ein Meisterwerk! Und ich wüsste ehrlich gesagt nicht was jetzt noch kommen soll, damit „The Pall Of A Past World“ nicht mein Lieblingsalbum dganz,ahres wird!</p>



<h2 id="h-lunar-shadow-liefern-ein-selbst-finanziertes-album-voller-kreativitat-und-emotionaler-wucht" class="wp-block-heading">LUNAR SHADOW liefern ein selbst finanziertes Album voller Kreativität und emotionaler Wucht</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="h-">Zum Schluss gerne noch der Hinweis, dass Max Birbaum diese Platte komplett allein eingespielt und finanziert hat, ohne die Power eines Labels oder Vertriebs hinter sich zu wissen. Wenn ihr also dieses wunderschöne Stück Musik erwerben wollt, dann tut das bitte direkt über seine Bandcamp-Seite. Damit unterstützt ihr nicht nur den Underground, sondern erhaltet auch die Hoffnung aufrecht, dass es vielleicht noch ein Nachfolgealbum gibt.<br><br>Denn das hier kann und darf auf gar keinen Fall das letzte Lebenszeichen dieser fantastischen Band gewesen sein. Die es übrigens trotz des Alleinganges in seiner ursprünglichen Zusammensetzung immer noch gibt. Also theoretisch auch Konzerte spielen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="h-vo-8-april-2026">VÖ: 8. April 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="h-spielzeit-48-27-line-up-max-birbaum-vocals-guitars-bass-koto-jonas-zeidler-drums-label-eigenvertrieb">Spielzeit: 48:27<br><br>Line-Up:<br>Max Birbaum – Vocals, Guitars, Bass, Koto<br>Jonas Zeidler – Drums<br><br>Label: Eigenvertrieb</p>



<h2 id="h-playlist-the-pall-of-a-past-world" class="wp-block-heading">Playlist &#8222;The Pall Of A Past World&#8220;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">01. The Cormorant<br>02. The Ventures Of Bombadil<br>03. The Long Sleep<br>04. The Reveries Of God<br>05. The Red Lion<br>06. The Sun Crusher<br><br>Mehr im Netz:<br><br><a href="https://lunarshadow.bandcamp.com/album/the-pall-of-a-past-world">https://lunarshadow.bandcamp.com/album/the-pall-of-a-past-world</a><br><a href="https://www.instagram.com/popular/lunar-shadow-band/">https://www.instagram.com/popular/lunar-shadow-band/</a></p>
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		<band><![CDATA[LUNAR SHADOW]]></band>
<genres><![CDATA[progressive metal, heavy metal, Retro Rock]]></genres>
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	</item>
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		<title>BLUENECK: Moonlighting</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/blueneck-moonlighting/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 13:30:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BLUENECK]]></category>
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					<description><![CDATA[BLUENECK auf einer Reise durch die Nacht: Ihr sechstes Album „Moonlighting“ führt die Entwicklung der Band konsequent fort und liefert einen Gänsehautmoment nach dem anderen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie aus dem Nichts lag eine E-Mail im Herbst 2024 im Postfach. Duncan Attwood, altes Haus, lange nichts gehört! Wir warten seit acht Jahren auf ein Album von Dir! Und dann, der Schock: Duncan erholte sich zu dieser Zeit von einem Schlaganfall. Die Sorge, ob <a href="https://vampster.com/bands/blueneck/">BLUENECK</a> jemals wieder Musik veröffentlichen könnten, war selbstredend zweitrangig. „Moonlighting“ war damals in Teilen fertiggestellt, inklusive der Vocals. Die Fertigstellung des Albums ihm bei der Genesung, die leider noch immer nicht ganz abgeschlossen ist. Das sechste Album von BLUENECK ist also ein ganz besonderes, nicht nur der Musik wegen.</p>
<p>Als im Herbst 2009 BLUENECK ins Leben des Verfassers traten, war die Verbindung sofort da: Die britische Melancholie, die großen Songs, die unheimliche Atmosphäre, das ist es, was immer noch an <a href="https://vampster.com/cd-reviews/blueneck-the-fallen-host/">„The Fallen Host“</a> fasziniert. BLUENECK sind aber nicht stehen geblieben, wie viele andere Post Rock-Bands, die auch heute noch mit den gleichen Dynamiken spielen wie vor 20 Jahren. <a href="https://vampster.com/cd-reviews/blueneck-king-nine/">„King Nine“</a>, das große tragische Werk und sein Nachfolger „The Outpost“ zeigten 2014, respektive 2016 das Duo Duncan Attwood und Rich Sadler in einem neuen Licht: Elektronischer, kühler, näher am Ambient und Synthpop, aber nicht zuletzt die Stimme und die Harmonien waren absolut vertraut. „Moonlightning“ vollendet nun die Trilogie dieser Alben, nicht ohne stilistisch wieder in andere Richtungen zu blicken.</p>
<h2>Zehn Jahre nach „The Outpost“ setzen BLUENECK mit „Moonlighting“ wieder an dieser Stelle an – nicht ohne die Vergangenheit in den Sound zu integrieren.</h2>
<p>„Moonlighting“ zeigt BLUENECK enorm vielschichtig, schon „Mouth Of The Snake“, das mit pulsierenden Synthesizern und Beats beginnt und langsam größer und epischer wird, entwickelt sich zu einem lauten Art Rock-Finale hin und klingt dabei stets zu einhundert Prozent britisch. Spannend, heavy, treibend und sehr atmosphärisch ist dieser kraftvolle Opener, der BLUENECK von ihrer besten Seite zeigt und gerade dem Publikum von „The Outpost“ sehr gefallen wird. Das Duo hat mehr Songs von diesem Kaliber zu bieten. „Return To Cadiz“ besticht mit ausgezeichneten programmierten Drums, lässt Erinnerungen an JOHN CARPENTER wach werden und vermischt das mit britischer Rock-Epik, schneidenden Gitarren inklusive.</p>
<p>„Goliath“ groovt mit minimalistischen Beats und subtilem Synthesizer als Basis für Duncan Attwoods großartige Gesangsperformance und bricht in der zweiten Hälfte unvermittelt aus, mit den gewaltigen, sehr effektiven Riffs von Rich Sadler: der vielleicht beste Song des Albums. Aber auch das Titelstück raubt den Atem. Ein nervöser Synthesizer mit pulsierender Basslinie und E-Bow-Gitarren bauen eine zum Greifen dichte Atmosphäre auf, während der Gesang in seiner Verletzlichkeit einen starken Kontrast bildet. Die Klimax beeindruckt mit schön akzentuiertem Klavier und einem gespenstischen Chor und wiederholt dann den Beginn mit beunruhigenden Drones. Dass dieser Song mit einem Outro auf Klavier- und Klarinette recht subtil und leise ausfaded, bringt Abwechslung auf das Album.</p>
<h2>BLUENECK setzen sich keine Grenzen mehr; „Moonlighting“ hat zusätzlich einen sehr kohärenten Gesamteindruck.</h2>
<p>Dazwischen wagen BLUENECK immer wieder einen Blick zurück: „Fragments“ startet leise und harmonisch, steigert sich nicht in Richtung Heaviness, sondern in Richtung urbritischem Alternative Rock oder Post Rock, wie <a href="https://vampster.com/bands/oceansize/">OCEANSIZE</a> in ihren epischen Momenten, üppig eingesetzte Streichersamples inklusive. „Inside Out“ fokussiert sich auf Klavier und klingt wie die nächste Ausbaustufe von<a href="https://vampster.com/cd-reviews/blueneck-repetitions/"> „Repetitions“</a>. Die beiden Songs sind sehr stark, kommen aber nicht ganz an die anderen heran. Mit „Did You See The Sunrise?“ liefern BLUENECK nach all der Düsternis ein überraschend positives Lied, das sich nahtlos in das Album einreiht und mit leichter Melancholie etwas Befreiendes hat. Schöner und positiver klangen BLUENECK nie. Und doch täuscht dieser Song ein Happy End vor. Wenn „Moonlighting“ eine Reise durch die Nacht ist, simuliert „Did You See The Sunrise?“ das Erwachen am Morgen nach einem unruhigen Schlaf, bevor das Bewusstsein einsetzt und es den Protagonist*innen dämmert, dass der Tag eines Abschieds angebrochen ist.</p>
<p>Denn der kurze Abschlusstrack „Send No Flowers“ klingt nach einer Beerdigung an einem regnerischen, tristen Tag, mit leisem, reduzierten Klavier, todtraurigen Leadgitarren und einer Stimme, die mehr spricht, als singt. „Moonlighting“ fährt zum Ende hin das leise Drama auf, und es wird deutlich, was für gute Songwriter BLUENECK sind; sowohl in den lauten, als auch den leisen Momenten. Ihre Erfahrung als Instrumentalisten ist zusätzlich spürbar und sie schaffen es die Songs nicht zu überfrachten. Dafür agieren sie umso effektiver, durch den richtigen Einsatz im richtigen Moment. Das ist auch getrieben durch die großartige, nicht zu fette, aber sehr dynamische Produktion von Matt Sampson.</p>
<h2>„Moonlighting“ sticht selbst in einem großartigen Musikjahr wie 2026 heraus: BLUENECK haben eines der stärksten Alben ihrer Karriere vorgelegt.</h2>
<p>Es ist ein kleines Wunder, dass dieses Album erscheint. BLUENECK, die im Post Rock der 2000er mit „The Fallen Host“ ein noch viel zu verkanntes Meisterwerk veröffentlicht haben, haben sich mit „Moonlighting“ endgültig freigekämpft und schließen den Kreis zur ersten Trilogie. Die acht Songs setzen klar die Linie von „King Nine“ und „The Outpost“ fort, negieren die Vergangenheit der Band aber nicht. Das macht „Moonlighting“ zu einem vollmundigen Album, das Freunden vom Alternative Rock der Neunziger ebenso gefallen wird, wie Anhängern von TALK TALK oder <a href="https://vampster.com/bands/mogwai/">MOGWAI</a>. „Moonlighting“ geht unter die Haut, es berührt und es zeigt BLUENECK so selbstbewusst und groß wie vielleicht nie zuvor. Und das ohne Label im Rücken. Es sagt einiges aus, dass selbst in diesem verrücktem Jahr für Musik „Moonlighting“ noch heraussticht. Ganz, ganz groß.</p>
<p>Wertung: 7,5 von 8 Straßenlaternen</p>
<p>VÖ: 10. Juli 2026</p>
<p>Spielzeit: 44:37</p>
<p>Line-Up:<br />
Duncan Atwood<br />
Rich Sadler</p>
<p>Produziert von Matt Sampson</p>
<p>Label: Eigenproduktion</p>
<h4>BLUENECK „Moonlighting“ Tracklist:</h4>
<p>1. <a href="https://youtu.be/v9l9i8vcVGE?si=wvyppZVqk5cOWPn0">Mouth Of The Snake (Official Audio bei Youtube)</a><br />
2. Fragments<br />
3. Return To Cadiz<br />
4. <a href="https://youtu.be/w6PAHs1XrGg?si=eSSKOXMeQhz3UwTF">Goliath (Official Audio bei Youtube) </a><br />
5. Moonlighting<br />
6. Inside Out<br />
7. Do You See The Sunrise?<br />
8. Send No Flowers</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://blueneckuk.bandcamp.com/">https://blueneckuk.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/blueneckmusic/">https://www.instagram.com/blueneckmusic/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/BlueneckUK">https://www.facebook.com/BlueneckUK</a><br />
<a href="https://www.youtube.com/user/blueneckuk">https://www.youtube.com/user/blueneckuk</a></p>
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		<band><![CDATA[BLUENECK]]></band>
<genres><![CDATA[alternative rock, post rock, indie]]></genres>
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