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	<title>Reviews Archiv seit 1999 | vampster - Metal Magazin</title>
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	<description>Dein Metal Webzine. Seit 1999.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 29 Oct 2026 20:45:50 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>ENSLAVED: Mið</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/enslaved-mid/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 20:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ENSLAVED]]></category>
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					<description><![CDATA[ENSLAVED finden ihre Mitte: „Mið“ präsentiert die Bergener vielseitig. Gemäßigt heavy, gemäßigt verspielt – und gerade deshalb ziemlich souveran.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, <a href="https://vampster.com/cd-reviews/enslaved-heimdal/">„Heimdal“</a> war nicht das Album, mit dem <a href="https://vampster.com/bands/enslaved/">ENSLAVED</a> in die Geschichte eingingen, da konnte man sich noch so sehr bemühen und noch so viele positive Aspekte herausarbeiten. Dreieinhalb Jahre ist das nun her, die Band wird nicht jünger und die Aufmerksamkeitsspanne des Publikums nicht länger. Dann war da noch Anfang des Jahres die SANTIANOSIERUNG der Band in Form der beiden fragwürdigen Songs der Kollaboration mit dem STORM WEATHER SHANTY CHOIR. Und so stand der Verfasser „Mið“, dem siebzehnten Album der Bergener, eher skeptisch gegenüber. Bis es zum ersten Mal lief. Und warum? ENSLAVED präsentieren sich so, wie man sie liebt, und machen das, was sie am besten können. Und noch ein bisschen mehr.</p>
<p>Vielleicht auch, weil „Mið“ nach einem kurzen Intro mit „I Am Ice“ ungestüm und rasant loslegt und einen klassischen ENSLAVED-Track bietet, mit allem, was dazu gehört: mit frostigen Riffs und Grutle Kjellsons kehligem Gekrächze, mit einem großen Chorus und als Würze einem krautigen Orgelsolo. Der Gastgesang des samischen Folkmusikers Johan Sara jr. geht darauf allerdings ziemlich unter. ENSLAVED machen nach diesem gelungenen Einstand mit Verve und Power weiter: „Solar Will“ hat ein tolles Mainriff, das fast schon nach <a href="https://vampster.com/bands/high-on-fire/">HIGH ON FIRE</a> klingt, samt dem passenden Drumming. Ein kraftvoller, eingängiger Track, der Hitpotenzial besitzt, auch wenn er nicht zu ENSLAVEDs ganz großen Songs gehört.</p>
<h2>ENSLAVED haben die Kurve gekriegt: Auf „Mið“ kehren sie zu alter Stärke zurück.</h2>
<p>Die brachiale Seite, wie sie auch in „Tales Of Trees“ zu hören ist, ist aber nur die eine Seite von „Mið“. ENSLAVED haben viele Songs, in denen sie sich auf ihre introvertierte Seite konzentrieren. Besonders schön ist es hier, wie ENSLAVED die Balance halten zwischen eingängigen, mitreißenden Momenten und denen, die weniger glatt sind. Ein gutes Beispiel ist „Mountain“, das psychedelisch und wenig einladend beginnt, an Konturen gewinnt, wenn die schroffen Riffs den titelgebenden Berg vor dem inneren Auge entstehen lassen und dann, am Gipfel angekommen, an Geschwindigkeit zulegt. Dieser Song funktioniert erst aufs zweite oder dritte Hören, fasziniert dann aber umso mehr.</p>
<p>Noch besser ist das achteinhalbminütige „Parting“, das als Albumepos alles ausspielt, was die Band auszeichnet: Sphärische Momente und Atmosphäre, schöne Gesangsharmonien, Momente der Heaviness, viel Dynamik und trotz allem eine klare Linie. Kurz: Der beste ENSLAVED-Track seit „Storm Son“. Dieses Niveau hält das Abschlussepos „I Miðju“ leider nicht, hier verlieren ENSLAVED zwischendurch immer wieder den Faden und wirken müde, wenn sie versuchen, die Pole des Albums zu verbinden. Schade, denn ein Album auf diesem Niveau verdient einen großen Abschluss.</p>
<h2>Durch ihre Gastmusiker schaffen ENSLAVED kulturelle Verständigung: „Mið“ überwindet Grenzen und bleibt zentriert.</h2>
<p>Schön ist aber, dass „Mið“ auch tatsächlich so klingt, wie es betitelt wurde. So, als hätten ENSLAVED ihre Mitte (wieder-)gefunden. Das Album präsentiert die Band, als schlummerte in ihnen ein in sich ruhender Kern, auch wenn auf dessen Orbitalen eine Menge passiert. „Mið“ zeigt auch, dass dieser Kern universell sein kann. In „Spirit Helper“ gibt es nur den Gesang von Kevin Kicking Woman zu hören, ein Ältester der Blackfeet-Nation, den ENSLAVED auf dem FIRE IN THE MOUNTAINS-Festival in Montana kennenlernten. Und siehe da: Das kulturelle Verständnis der Norweger ist gar nicht so verschieden von dem des Stammes der Blackfeet. Viel mehr zeigt es: Wer Kultur ernst nimmt, überwindet Grenzen. Und dass ENSLAVED auf „Mið“ genau das geschafft haben, ist das Wertvollste an diesem Album.</p>
<p>Wertung: 8 von 10 Atomkerne</p>
<p>VÖ: 30. Oktober 2026</p>
<p>Spielzeit: 43:27</p>
<p>Line-Up:<br />
Ivar Bjørnson – Guitars<br />
Grutle Kjellson – Vocals, Bass<br />
Arve „Ice Dale“ Isdal – Guitar<br />
Håkon Vinje – Keyboards, Clean Vocals<br />
Iver Sandøy – Drums, Clean Vocals</p>
<p>Label: Nuclear Blast Records</p>
<h4>ENSLAVED „Mið“ Tracklist:</h4>
<p>1. Non-Being<br />
2. I Am Ice (feat. Johan Sara Jr.)<br />
3. <a href="https://youtu.be/K8yPilIDAH0?si=-cb6hNZ2pv5boWaW">Solar Will (Official Video bei Youtube) </a><br />
4. Mountain<br />
5. <a href="https://youtu.be/DNyoawp_tvE?si=iDSav4EfrNdgEEBC">Spirit Helper (feat. Kevin Kicking Woman) (Official Visualizer bei Youtube) </a><br />
6. Parting<br />
7. <a href="https://youtu.be/ftGt0SvbhI8?si=kGJ40ziXbv9xYy8l">Tales Of Trees (Official Visualizer bei Youtube) </a><br />
8. I Miðju</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="http://www.enslaved.no">http://www.enslaved.no</a><br />
<a href="https://enslaved.bandcamp.com/">https://enslaved.bandcamp.com/</a><br />
<a href="http://www.facebook.com/enslaved">http://www.facebook.com/enslaved</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/enslavedofficial/">https://www.instagram.com/enslavedofficial/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ENSLAVED]]></band>
<genres><![CDATA[progressive metal, black metal, viking metal]]></genres>
<wpid>432461</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>TROLLDOM: Tronen</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/trolldom-tronen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 10:08:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[TROLLDOM]]></category>
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					<description><![CDATA[
Ein Best Of des Black Metal der späten Neunziger: Mit spielerischer Leichtigkeit beherrschen TROLLDOM auf „Tronen“ die Schnittmenge aus norwegischer Atmosphäre und schwedischer Melodiosität.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, was soll’s. Symphonic Black Metal im Sinne der zweiten Welle macht den Verfasser dieser Zeilen häufig machtlos. Vor fünf bis sieben Jahren, als das Genre wieder mehr en vogue kam, freute man sich noch etwas mehr über Neuerscheinungen, jetzt ist das Ohr schon wieder etwas gesättigter. Daher gab es auch zunächst ein paar Vorbehalte gegenüber <a href="https://vampster.com/bands/trolldom/">TROLLDOM</a> (nicht<a href="https://vampster.com/bands/trelldom/"> TRELLDOM</a>!) – so richtig aufregend schienen sie nicht zu sein. Aber dann übertölpeln sie einen doch. Mehr noch: Deren drittes Album „Tronen“ zündet schnell, dank der passgenauen Schnittmenge aus schwedischer Melodik und norwegischem Pomp. Mainman Swartadauþuz, der in zahllosen Underground-Bands spielt (u.a. BEKËTH NEXËHMÜ und <a href="https://vampster.com/bands/gnipahalen/">GNIPAHÅLAN</a>), könnte hiermit vielleicht sogar ein etwas größeres Publikum erreichen.</p>
<h2>TROLLDOM haben von der Essenz des Genres genommen: „Tronen“ ist rasant und episch zugleich.</h2>
<p>Vielleicht ein bisschen zu sehr gehen TROLLDOM mit „Tidens Evighet“ in medias res. Das Album startet schnell, brutal und überbordend, aber bald schälen sich die melodiösen Riffs heraus, die mit epischen Synthesizern harmonisch interagieren und dadurch eine weitere Ebene erhalten. Schon „Dräpt ur Dunkel“ weiß das auszunutzen und zusätzlich ein wenig die Geschwindigkeit zu variieren, während „I Völvans Spår“ zwischendurch auch etwas die Lautstärke reduziert. „Etter Falla&#8230;“ besitzt Hitqualitäten und ein episches Riff zum Niederknien und erst „Ulvarnas Kall“ kann nicht mehr so ganz mit den ersten vier Stücken mithalten, ist aber trotzdem ziemlich gut. Nur die furios-hymnische Qualität fehlt ein wenig, die etwas zurückhaltenden Momente stehen dem Song aber sehr. Am Ende bekommt „Tronen“ mit „Dödens Släktled Stiga“ sogar einen kosmischen Anstrich und schickt die Hörer*innen hinaus in die kalte Winternacht.</p>
<p>Das dritte Album von TROLLDOM ist tatsächlich eine faustdicke Überraschung, so kompakt, so mitreißend, so stark und relevant hätte man die Black Metal-Band nicht erwartet. Auch wenn „Tronen“ so schnell vorbei ist wie ein Blizzard, macht es Spaß und bleibt hängen. Klassikervibes versprüht das Album zwar nicht zwingend, aber dieser Mix aus VINTERLAND, alten <a href="https://vampster.com/bands/dissection/">DISSECTION</a>, <a href="https://vampster.com/bands/gehennah/">GEHENNA</a> und <a href="https://vampster.com/bands/kvist/">KVIST</a> funktioniert tadellos. „Tronen“ klingt dabei auch nicht wie von einem Soloprojekt performt, sondern doch recht vollständig: Gitarrist und Keyboarder Swartadauþuz schart einige starke und gar nicht so unbekannte Mitmusiker um sich, um das Bild zu vervollständigen. Keyboarder Graf Nuzawandils alias Alex Poole (u.a. <a href="https://vampster.com/bands/martroed/">MARTRÖÐ</a>, CHAOS MOON und <a href="https://vampster.com/bands/haexanu/">HÄXANU</a>) sorgt für frostige Atmosphäre und ex-<a href="https://vampster.com/bands/benighted/">BENIGHTED</a>-Drummer und Tausendsassa Kevin Paradis untermauert das Album mit seinem souveränen Blast Beat-Drumming. Das Line-Up wird vervollständigt durch Bassist Sortilege und Sänger Thorn, der ebenso wie Paradis den beiden Vorgängeralben Leben eingehaucht hat.</p>
<h2>TROLLDOMs „Tronen“ modernisiert das Genre durch den wuchtigen Sound, bleibt ansonsten ursprünglich.</h2>
<p>Mit größerer Besetzung kommt jetzt allerdings nicht mehr Epik auf. TROLLDOM werden stattdessen viel kompakter. Verglichen mit den ersten beiden Alben ist „Tronen“ erheblich kürzer, und auch die Songs kommen schnell auf den Punkt – nur „I Völvans Spår“ sprengt die Sechs-Minuten-Grenze, der Rest bleibt darunter. Und überhaupt: Der Sound klingt, verglichen mit den beiden Vorgängern, deutlich wuchtiger und moderner. Mix und Mastering aus den Empty Hall Studios machen die Musik aggressiver, aber auch etwas weniger ursprünglich. Legt man diese Modernisierung des Genres beiseite, sind da einfach sechs starke Songs, voller Furor, voller Erhabenheit. Ein starkes Album, von dem man sich gerne übertölpeln lassen darf, selbst wenn bereits zahlreiche ähnlich gelagerte Platten im Regal stehen.</p>
<p>Wertung: 8 von 10 Felsenthrone</p>
<p>VÖ: 30. Oktober 2026</p>
<p>Spielzeit: 32:30</p>
<p>Line-Up:<br />
Swartadauþuz – Guitars and keyboards</p>
<p>Session Members:<br />
Thorn – Vocals<br />
Graf Nuzawandils – Keyboards<br />
Sortilege – Bass<br />
K. Paradis – Drums</p>
<p>Label: Debemur Morti Productions</p>
<h4>TROLLDOM „Tronen“ Tracklist:</h4>
<p>1. Tidens Evighet<br />
2. Dräpt ur Dunkel<br />
3. I Völvans Spår<br />
4<a href="https://youtu.be/WiE39QRjWBc?si=J5wnsBpzXeZc5qod">. Etter Falla&#8230; (Official Audio bei Youtube)</a><br />
5. Ulvarnas Kall<br />
6. Dödens Släktled Stiga</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://trolldom.bandcamp.com/">https://trolldom.bandcamp.com/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[TROLLDOM]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>432387</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>PORT NOIR: The Dark We Keep</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/port-noir-the-dark-we-keep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2026 14:26:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[PORT NOIR]]></category>
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					<description><![CDATA["The Dark We Keep" beherbergt viele starke Augenblicke, PORT NOIR verlieren darauf jedoch an Profil, weil der moderne Djent-Sound plötzlich über allem zu thronen schein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Musik von <a href="https://vampster.com/bands/port-noir/">PORT NOIR</a> war schon immer eine trügerische Angelegenheit. Soft und verträglich auf der Oberfläche, doch fordernd und vielschichtig, wenn man dann in die Welt der Schweden eintaucht. Das hat freilich nicht nur Vorteile: Hören wir nur mit einem Ohr hin, verschwindet „The Dark We Keep“ schnell im Hintergrund – ein potenzielles Problem, das die dynamikarme Produktion tendenziell verschlimmert.</p>
<p>Gerade die so wichtigen Kontraste gehen unter, wenn – wie in „Noir“ &#8211; Gesang und Instrumente stets auf demselben Lautstärkeniveau agieren. Schenken wir dem Trio hingegen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, offenbart sich zunächst dieselbe Tiefe, die wir schon in der Vergangenheit an der Musik der Band zu schätzen lernten. Dabei sind die Kompositionen anno 2026 wieder ein ganzes Stück härter geworden.</p>
<h2>PORT NOIR wollen sich auf &#8222;The Dark We Keep&#8220; stilistisch nicht so einfach festlegen</h2>
<p>Klar, Drumcomputer und Pop-Anleihen begrüßen uns in „Complicated“, werden aber schnell durch tief gestimmte Gitarren ergänzt, welche wiederum Love Anderssons sanften, doch schwermütigen Gesang betten. Hier und da kann man durchaus Parallelen zu <a href="https://vampster.com/bands/sleep-token/">SLEEP TOKEN</a> ziehen, wobei <a href="https://vampster.com/bands/port-noir/">PORT NOIR</a> in diesen Anfangsminuten weniger affektiert zu Werke gehen und stärker noch im atmosphärischen Alternative Metal zu Hause scheinen – und dieses sogenannte „Genre-Bending“ ohnehin schon zu einer Zeit betrieben hatten, als es die Briten noch nicht einmal auf dem Papier gab.</p>
<p>Das alles ändert sich mit „Redshift“, wo plötzlich Djent-Vibes den Ton angeben: <a href="https://vampster.com/bands/vola/">VOLA</a> lassen grüßen. Teilweise zumindest, denn im Finale warten plötzlich angeschwärzte Gitarren und ein kleiner Blastbeat auf uns. Der Gesang in „My Destroyer“ wiederum ruft manchmal <a href="https://vampster.com/bands/katatonia/">KATATONIA</a> ins Gedächtnis, nachdem zuvor die Arrangements von „Ebb And Flow“ mit klassischen <a href="https://vampster.com/bands/deftones/">DEFTONES</a> geflirtet hatten.</p>
<h2>PORT NOIR entdecken den Djent-Sound für sich</h2>
<p>Die zahlreichen Referenzen belegen auch auf „The Dark We Keep“ die Vielseitigkeit des Gespanns, das jedoch bei allem Wunsch nach mehr <em>Punch</em> die Balance aus den Augen verloren hat. Denn das plötzliche Faible für laute Djent-Gitarren kostet <a href="https://vampster.com/bands/port-noir/">PORT NOIR</a> gleichzeitig Profil: Was beim generischen, unnatürlichen Schlagzeug-Sound beginnt, zieht sich durch jede Facette der Produktion: Nicht erst „Burst“ ersäuft im matschigen Schrammelsound.</p>
<p>Dadurch läuft sich das Album in der zweiten Hälfte schneller tot, als es sein müsste. Obwohl „Bloodlust“ mit seinem Blackened-Alternative-Anstrich zum Ende hin ein dickes Ausrufezeichen setzt und das Ganze mit wabernden Synthesizern garniert, ist der anfängliche Schwung zu diesem Zeitpunkt längst verpufft. Es hätte mehr Raum gebraucht, wie ihn „We Shall Die Together“ als konsternierter Schlussakt für sich zu nutzen weiß.</p>
<h2>&#8222;The Dark We Keep&#8220; beherbergt viele starke Augenblicke, PORT NOIR verlieren darauf jedoch an Profil</h2>
<p>Dass „The Dark We Keep” sein Potenzial nicht gänzlich entfalten kann, liegt somit weder an der wiederentdeckten Heaviness noch allein am Songwriting: <a href="https://vampster.com/bands/port-noir/">PORT NOIR</a> stellen für ein postmodernes Soundgewand schlicht die Trademarks zurück, die ihnen in der Vergangenheit eine eigene Nische geschaffen haben. Verschwunden sind sie nicht, nur brechen sie diesmal viel zu selten durch die unruhige Geräuschkulisse, deren einst so sanft-verträgliche Oberfläche für filigrane Nuancen nun nur noch schwer zu durchdringen scheint.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 15.05.2026</p>
<p>Spielzeit: 49:18</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Love Andersson – Gesang, Bass<br />
Andreas Hollstrand – Gitarre, Keyboard, Backing Vocals<br />
AW Wiberg – Drums</p>
<p>Produziert von PORT NOIR</p>
<p>Label: InsideOut Music</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.portnoir.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.portnoir.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/portnoirofficial/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/portnoirofficial/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/portnoir" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/portnoir</a><br />
Bandcamp: <a href="https://portnoir.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://portnoir.bandcamp.com</a></p>
<h2>PORT NOIR “The Dark We Keep” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Complicated (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=CX0JlGlkujU" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Redshift (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=_JOT_Dm7-gw" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Noir (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=oJV1pEV_X9w" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Ebb and Flow (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=VSqAXDzoIII" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>My Destroyer</li>
<li>Vargtimmen</li>
<li>Burst (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=hQGH7KAuQ28" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Reverie</li>
<li>This View</li>
<li>Bloodlust</li>
<li>We Shall Die Together</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[PORT NOIR]]></band>
<genres><![CDATA[alternative rock, progressive metal]]></genres>
<wpid>432272</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>WOLVES IN THE THRONE ROOM: Estuary</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/wolves-in-the-throne-room-estuary/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebbl]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:43:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[WOLVES IN THE THRONE ROOM]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Wölfe des amerikanischen Cascade Black Metals sind zurück. WOLVES IN THE THRONE ROOM präsentieren im Oktober ihr neues Werk "Estuary".]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kinder, wie die Zeit vergeht! Reisen wir ein wenig zurück &#8211; ins Jahr 2006. Während ich mitten im Martyrium meiner Ausbildung zum Tischlergesellen steckte, erblickte das Debütalbum &#8222;Diadem of 12 Stars&#8220; der Washingtoner Newcomerband <a href="https://vampster.com/bands/wolves-in-the-throne-room/">WOLVES IN THE THRONE ROOM</a> das Licht der Welt. Bereits damals überwiegend gute Kritiken sammelnd beschrieb das Erscheinen dieser Platte den Beginn von etwas Großartigem. Ein Jahr später gelang es der Band um die Gebrüder Weaver mit dem Album &#8222;Two Hunters&#8220; international für Aufsehen zu sorgen. Zwei Dekaden sind seitdem ins Land gegangen und <a href="https://vampster.com/bands/wolves-in-the-throne-room/">WOLVES IN THE THRONE ROOM</a> beglückten die Szene seither mit insgesamt fünf weiteren Alben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit jeder Neuerscheinung gelang es dem Gespann, sich stets neu zu entdecken und trotzdem dem eigenen Stil, der so unverwechselbar wie einmalig ist, immer treu zu bleiben. Jede Platte bringt Überraschungen mit sich, jede Scheibe ist neu, und doch hört man mit jedem Longplayer, dass hier die Könige des Genres am Schaffen waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun warten die &#8218;Wölfe im Thronsaal&#8216; mit neuem Material auf. &#8222;Estuary&#8220; heißt das neue Werk, welches sich in seinen sechs Songs mit einer/unserer Welt in 1000 Jahren auseinandersetzt. Wer SciFi erwartet, wird jedoch enttäuscht, denn allzu optimistisch sind die Prognosen von <a href="https://vampster.com/bands/wolves-in-the-throne-room/">WOLVES IN THE THRONE ROOM</a> die Zukunft der Menschheit betreffend nicht.</p>



<h2 id="h-ein-postapokalyptisches-szenario-ist-der-grundstein-des-albums" class="wp-block-heading">Ein postapokalyptisches Szenario ist der Grundstein des Albums</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Leadsänger Nathan Weaver kommentiert: „Unser neues Album ‚Estuary‘ spielt 1.000 Jahre in der Zukunft, nach dem Untergang der Zivilisation. Die Vorstellung, dass die Menschheit von der Erde verschwindet und die Natur sich alles zurückerobert, hat mich schon immer mit einer großen Ruhe erfüllt. Ich träume davon, in dieser Umgebung ganz allein zu sein und absolute Stille und Frieden zu erleben. Das war schon immer ein wiederkehrendes Thema in der Musik von Wolves, aber bei ‚Estuary‘ steht es im Vordergrund.“ Na, Prost Mahlzeit!</p>



<h2 id="h-musikalisch-fahrt-die-band-schwere-geschutze-auf" class="wp-block-heading">Musikalisch fährt die Band schwere Geschütze auf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gewohnt experimentierfreudig ging man im bandeigenen Owl Lodge Studio in Olympia, Washington, zu Werke. Das Schlagzeug hingegen wurde von Nicholas Wilbur im „The Unknown“ (einer umgebauten ehemaligen Kirche in Anacortes, Washington) eingespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Opener und ersten der sechs Titel muss man sich nicht erst auf ein langes Intro einlassen, sondern wird sofort von der den ganzen Song über immer wiederkehrenden, durch epische Gitarrenwände erzeugten, Melodie gefesselt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erdrückende, sehr basslastige Gitarrensalven rauschen über den Zuhörer dahin &#8211; eines der Markenzeichen von &#8222;Estuary&#8220;.</p>



<h2 id="h-man-erkennt-einen-hauch-von-gothic-einflussen-und-ganz-markant-auch-industrial-klange" class="wp-block-heading">Man erkennt einen Hauch von Gothic-Einflüssen und, ganz markant, auch Industrial-Klänge</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem im Song &#8222;Foretold in Reflections&#8220; treten diese Töne majestätisch, erhaben und beinahe erdrückend in den Vordergrund und lassen den Zuhörer, sich winzig klein vorkommend, mit offen stehenden Mund zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Titel &#8222;Ghosts Among the Obelisks&#8220; hingegen beginnt beinahe epochal, wird rasend schnell, verliert sich in der zweiten Hälfte in umwerfenden Melodien und endet auf der letzen Minute mit verstörend gruseligen Synth-Tönen. Vor allem dieser Track ist typisch für <a href="https://vampster.com/bands/wolves-in-the-throne-room/">WOLVES IN THE THRONE ROOM</a>, welchen ich auch als Anspieltipp dieses Albums nennen würde. Da ist einfach alles drin!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in allem ist <a href="https://vampster.com/bands/wolves-in-the-throne-room/">WOLVES IN THE THRONE ROOM</a> mit &#8222;Estuary&#8220; wieder ein ganz großer Coup gelungen. Nicht, dass man es anders erwartet hätte, denn Qualität liefert die Band seit nunmehr zwei Dekaden überaus zuverlässig &#8211; und doch steht man niemals still und entwickelt sich stets weiter.</p>



<h2 id="h-auch-der-achte-longplayer-der-bandgeschichte-ist-von-anfang-bis-ende-durchdacht" class="wp-block-heading">Auch der achte Longplayer der Bandgeschichte ist von Anfang bis Ende durchdacht </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch kommt das Werk komplex genug daher, um den einzigartigen Stil der Band unverkennbar zu unterstreichen. Die Wölfe befinden sich nicht nur im Thronsaal, sondern besetzen, als Könige des Amerikanischen Black Metals, den Thron selbst. &#8222;Estuary&#8220; beweist einmal mehr, warum sich an dieser Rolle seit 20 Jahren nichts ändert und auch nichts ändern wird. Unbedingt reinhören!</p>



<p class="wp-block-paragraph">VÖ: 23. Oktober 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gesamtspielzeit: 48:27 &nbsp;</p>



<h2 id="h-line-up" class="wp-block-heading">Line-Up</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Nathan Weaver &#8211; lead vocals, guitar <br>Aaron Weaver &#8211; drums, synths, voice<br>Kody Keyworth &#8211; vocals, guitar <br>Galen Baudhuin &#8211; bass guitar, vocals</p>



<p class="wp-block-paragraph">Label: Century Media Records</p>



<p class="wp-block-paragraph">Homepage: <a href="https://wittr.com/">https://wittr.com/</a><br>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/wolvesinthethroneroom">https://www.facebook.com/wolvesinthethroneroom</a><br>Instagram: <a href="https://www.instagram.com/wittrofficial/">https://www.instagram.com/wittrofficial/</a><br></p>



<h2 id="h-wolves-in-the-throne-room-estuary-tracklist" class="wp-block-heading">WOLVES IN THE THRONE ROOM „Estuary“ Tracklist</h2>



<ol class="wp-block-list">
<li>Estuary (07:07)</li>



<li>Knights of Tiamat (08:37)</li>



<li>Foretold in Reflections (09:54)</li>



<li>The Orca Cliffs (07:53)</li>



<li>Ghosts Among the Obelisks (08:41)</li>



<li>Wretched Spirits, Land of the Light (06:14)</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 id="h-wolves-in-the-throne-room-tourdaten-2026" class="wp-block-heading">WOLVES IN THE THRONE ROOM Tourdaten 2026</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li></li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>21.10.26 (GR) Athens &#8211; KYTTARO </li>



<li>23.10.26 (DE) Leipzig &#8211; UT Connewitz</li>



<li>24.10.26 (NL) Maastricht &#8211; Samhain Festival</li>



<li>25.10.26 (BE) Bruges &#8211; Bruges is Doomed</li>



<li>26.10.26 (DE) Hamburg &#8211; Übel &amp; Gefährlich</li>



<li>27.10.26 (DE) Berlin &#8211; Hole 44<br></li>



<li>28.10.26 (DE) Essen &#8211; Turock<br></li>



<li>29.10.26 (DE) Munich &#8211; Backstage &#8211; Halle<br></li>



<li>30.10.26 (DE) Stuttgart &#8211; Im Wizemann<br></li>



<li>31.10.26 (CZ) Prague &#8211; Futurum<br></li>



<li>01.11.26 (AT) Vienna &#8211; Simm City<br></li>



<li>03.11.26 (PL) Krakow &#8211; Hype Park<br></li>



<li>04.11.26 (HR) Zagreb &#8211; Močvara<br></li>



<li>05.11.26 (IT) Milano &#8211; Legend Club<br></li>



<li>06.11.26 (CH) Aarau &#8211; Kiff<br></li>



<li>07.11.26 (FR) Vauréal &#8211; Le Forum<br></li>



<li>08.11.26 (UK) Manchester &#8211; Damnation Festival<br></li>



<li>09.11.26 (UK) London &#8211; O2 Academy Islington<br></li>



<li>11.11.26 (DK) Copenhagen &#8211; Pumpehuset<br></li>



<li>12.11.26 (SE) Stockholm &#8211; Slaktkyrkan<br></li>



<li>13.11.26 (SE) Gothenburg &#8211; Momentum (w/ Rotting Christ)<br></li>



<li>14.11.26 (NO) Oslo &#8211; John Dee<br>&nbsp;<br></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[WOLVES IN THE THRONE ROOM]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>432066</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ANAGNORISIS: Caregriever</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/anagnorisis-caregriever/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2026 12:15:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ANAGNORISIS]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Album als eine Grenzerfahrung über eine Grenzerfahrung. ANAGNORISIS haben mit „Caregriever“ ein schmerzhaftes, sehr intensives Album zwischen US-Black Metal, Industrial und Post Black Metal geschrieben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Peripeteia“ führte in die Vergangenheit, in die Zeit als Zachary Kerr ein Kind war. Das Album, dessen Cover einen so harten Kontrast zum traumatischen Kern des Ganzen darstellt, ist nicht leicht zu vergessen. Und doch sind zehn Jahre vergangen, bis Kerr seine Black Metal-Band <a href="https://vampster.com/bands/anagnorisis/">ANAGNORISIS</a> wieder aktiviert hat, nur um ein anderes Trauma zu behandeln. „Caregriever“ ist mehr als ein Wortspiel, es ist bittere Wahrheit, in der es darum geht sich für andere so aufzuopfern, dass man selbst daran zerbricht. Nein, es geht nicht um die Elternrolle, sondern darum Angehörige über Jahre zu pflegen, bei dem das Ende eine Erlösung für alle Beteiligten darstellt.</p>
<h2>Emotional und sehr direkt: ANAGNORISIS beenden ihre zehn Jahre dauernde Stille mit dem intensiven „Caregriever“.</h2>
<p>Nur weil „Caregriever“ mit acht Songs in 40 Minuten Kompaktheit vortäuscht, ist es nicht zugänglicher als „Peripeteia“. Im Gegenteil: Das Album beginnt brutal und schonungslos mit dem achtminütigen „Choke“, mit Vocals die Gift und Galle speien, mit dissonanten Riffs an der Schmerzgrenze und Industrial-Rhythmen, die bald schon von pfeilschnellen Blast Beats abgelöst werden. Wie soll man so ein Album in seiner Gänze durchstehen? Tatsächlich machen ANAGNORISIS es ihrem Publikum alles andere als leicht, und werfen es ohne Vorwarnung in die Szenerie, so wie es auch in Kerrs Geschichte der Fall war: Man wird nicht gefragt, ob man bereit ist – man muss sofort reagieren, ohne Wahl.</p>
<p>Und so bleibt das Album als Spiegel der Realität weiter gnadenlos: „Nothing Left To Give“ bleibt weiterhin aggressiv und verzweifelt, am Ende zeigt sich im Half Time-Bereich erneut, wie ANAGNOISIS ihre Industrial-Einflüsse verarbeiten. „Nothing Left To Take“ lässt langsam auch Leadgitarren einfließen, die die Komposition tragen und zeigen, dass sich ANAGNORISIS in ihrem Furor auch um Dynamik bemühen, wobei das Album emotional und damit auch energetisch immer am Siedepunkt steht. Je weiter es voranschreitet, umso mehr öffnet es sich. In „Death Of Man“ dominiert die Industrial-Seite, ab „Death Of Men“ kommen mehr und mehr Leadgitarren zum Einsatz, die im besten Fall tatsächlich kathartisch wirken.</p>
<h2>ANAGNORISIS bewegen sich auf „Caregriever“ im emotionalen Raum zwischen Verzweiflung und Erlösung.</h2>
<p>„Caregriever“ verlangt seinem Publikum viel ab, aber steckt voller echter Emotionen. Keine Angenehmen freilich, aber es bietet die Chance auf Erlösung. So wie ANAGNORISIS ihr viertes Album aufbauen, wird mit zunehmender Spieldauer immer offener und offener. „A Living Grave“ bringt dann sogar Two-Step kompatible Hardcore-Grooves, während „Monuments In Ash“ zwischendurch mit melancholischen Post Black Metal-Momenten ein wenig die Atmosphäre von „Peripeteia“ aufleben lässt. Nicht nur Frontmann und Komponist Zachary Kerr liefert eine Performance am Anschlag, auch seine Band zieht mit, vor allem Drummer Cody McCoy, der weder sich noch sein Instrument schont. Die Produktion ist dabei so intensiv und laut, dass es fast zu viel ist, aber es fügt sich nun mal ins Konzept ein. Wirklich Spaß machen ANAGNORISIS anno 2026 nicht, aber das soll ja auch nicht so sein. Es geht um Teilhabe, darum zu fühlen, was Menschen in Ausnahmesituationen leisten, vor allem wenn es keine Aussicht auf Besserung gibt. Somit ist Zachary Kerr nicht zu beneiden, aber „Caregriever“ ist ein Zeugnis seiner Resilienz. Was ihn das alles gekostet hat, sagt der Titel des letzten Songs: „Death Of Me.“ Wahrlich, „Caregriever“ ist eines der intensivsten Alben der letzten Zeit.</p>
<p>Wertung: 6,5 von 8 Pflegenotstände</p>
<p>VÖ: 23. Oktober 2026</p>
<p>Spielzeit: 40:53</p>
<p>Line-Up:<br />
Zachary Kerr – Vocals, Guitar<br />
Zak Denham – Guitar<br />
Josh Mumford – Bass<br />
Cody McCoy – Drums</p>
<p>Label: Vendetta Records</p>
<h4>ANAGNORISIS „Caregriever“ Tracklist:</h4>
<p>1. Choke<br />
2. <a href="https://youtu.be/FMyt1mj-TWo?si=zYA_grNXPsrk3EwG">Nothing Left To Give (Official Audio bei Youtube)</a><br />
3. Nothing Left To Take<br />
4. Death Of Man<br />
5. Death Of Men<br />
6. A Living Grave<br />
7. Monuments in Ash<br />
8. Death Of Me</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://anagnorisis.bandcamp.com/">https://anagnorisis.bandcamp.com/</a><br />
<a href="http://facebook.com/anagnorisismetal">http://facebook.com/anagnorisismetal</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/anagnorisis666">https://www.instagram.com/anagnorisis666</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ANAGNORISIS]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metal, black metal]]></genres>
<wpid>432037</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>INSOMNIUM: Netherworlds</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/insomnium-netherworlds/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2026 11:14:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[INSOMNIUM]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwischen Melancholie und einem Hauch Zuversicht: INSOMNIUM verlassen ihre Komfortzone auf "Netherworlds" nicht immer, bestechen dann aber mit frischen Einfällen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es düster werden könnte, ist nach neun Alben sicherlich keine unerwartete Aussicht. Dennoch zeigt sich der zehnte Streich <a href="https://vampster.com/bands/insomnium/">INSOMNIUM</a>s zunächst von einer besonders dunklen Seite: Ist es nicht das Artwork oder der bedeutungsschwangere Titel „Netherworlds“, dürfte spätestens der Einstieg die Marschrichtung klar aufzeigen. „The Cold Song“ vertont als Interpretation des gleichnamigen Stücks von Barock-Komponist Henry Purcell das Erfrieren.</p>
<p>In der finnischen Variante geschieht das mittels Synthesizer und knurrenden Spoken-Word-Passagen, wodurch der Track in diesem Kontext eher Intro-Charakter erhält. Das ist allein aufgrund des schleichenden Spannungsaufbaus legitim, wenngleich der Übergang zu „Shadowlife“ wenig elegant ausfällt. Für Perfektionisten wie <a href="https://vampster.com/bands/insomnium/">INSOMNIUM</a> kann man das fast schon als tollpatschig bezeichnen; doch immerhin findet das Quintett unmittelbar danach sofort wieder in die Spur zurück.</p>
<h2>INSOMNIUM verlassen ihre Komfortzone auf &#8222;Netherworlds&#8220; nicht immer, dann aber mit frischen Einfällen</h2>
<p>„Shadowlife“ ist ein klassischer Hit der modernen Band-Ära: treibender Groove, melodisches Riffing und ein emotionaler Refrain, den Klargesang und cleane Arrangements ausschmücken. Diese Komfortzone verlässt das Gespann im Verlaufe des Albums nicht immer, dann aber mit tatsächlich frischen Einfällen. Neuzugang Tommy Laisto etwa bringt in „The Banished“ ungezügeltes Melodic-Thrash-Riffing mit ein, was ein hervorragendes Gegenstück zur getragenen Hook bildet.</p>
<p>Das achtminütige „The Hour Grows Late” wiederum wird dank dreier Gastmusiker zu einer spannenden Symbiose aus klassischen <a href="https://vampster.com/bands/insomnium/">INSOMNIUM</a> und den progressiven Anflügen <a href="https://vampster.com/bands/amorphis/">AMORPHIS</a>‘, eben weil neben Sänger Tomi Joutsen auch Keyboarder Santeri Kallio und Gitarrist Tomi Koivusaari hörbar ihre Handschrift hinterlassen durften. Tempowechsel, Laut-Leise-Dynamik, rohe Eruptionen und leicht sperrige Prog-Einschübe entwickeln das Stück stetig fort.</p>
<h2>Ohne diese charakteristische Melancholie können INSOMNIUM einfach nicht</h2>
<p>Ihre melodische Seite kehrt die Band mit „Remembrance“ in den Vordergrund, das mit umschmeichelnden Harmonien und Lead-Gitarren besticht und dabei phasenweise gar an <a href="https://vampster.com/bands/killswitch-engage/">KILLSWITCH ENGAGE</a> denken lässt. „Gleam In The Black“ hingegen scheint sich an der eigenen Diskografie zu bedienen: Im Refrain bewegen sich <a href="https://vampster.com/bands/insomnium/">INSOMNIUM</a> hier nah am Evergreen „Ephemeral“.</p>
<p>Dass sich hier und da Rückschlüsse auf das frühere Schaffen ziehen lassen, ist derweil gewollt: Mit dem zehnten Album blicke man automatisch auch zurück auf den bisherigen Weg, erklärt Gitarrist Ville Friman, der für „Netherworlds“ wieder deutlich mehr Songwriting-Ideen beitrug, als es auf dem Vorgänger „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/insomnium-anno-1696/">Anno 1696</a>“ (2023) der Fall war. Wohl auch deshalb fühlen sich Stücke wie „Arch Of The Sky“ oder „Pathways of The Night“ so vertraut an. Die Arrangements sind versiert und stimmig, stets getragen von dieser charakteristischen Melancholie, ohne die <a href="https://vampster.com/bands/insomnium/">INSOMNIUM</a> einfach nicht können.</p>
<h2>Einen kleinen Lichtstrahl bewahren sich INSOMNIUM selbst in ihren düstersten Kompositionen</h2>
<p>Selbige finden wir freilich auch im schwermütigen „Ethereal Sleep“ vor, das als Komposition natürlich absolut rund ist und im Gesamtkontext trotzdem etwas abfällt, eben weil es die Finnen im Autopiloten zeigt. Zu viel vom eigenen Werk entlehnt hat „Journey’s End“ indes nicht, dominiert hier doch ein schleppender Songaufbau, der bisweilen gar in doomiges Terrain vordringt. Trotz der bedrückenden Thematik – das Ende der Reise ist natürlich als Sinnbild zu verstehen – bewahrt sich die Band hier einen Lichtstrahl. <em>„Vergieß keine Träne“</em>, heißt es zum Schluss begleitet von versöhnlich stimmenden Harmonien.</p>
<p>So düster es bei <a href="https://vampster.com/bands/insomnium/">INSOMNIUM</a> zeitweise wird, die Zuversicht bleibt immer ein prägender Teil ihres Schaffens. Manchmal müssen wir danach graben, sie zwischen den Zeilen hervorbringen; und manchmal nimmt sie uns behutsam in den Arm, um uns Kraft zu geben für das, was vor uns liegt – und sei es selbst das unweigerliche Ende einer bewegten Reise.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 16.10.2026</p>
<p>Spielzeit: 54:04</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Niilo Sevänen &#8211; vocals, bass guitar<br />
Markus Vanhala &#8211; guitar, clean vocals<br />
Ville Friman &#8211; guitar, clean vocals<br />
Tomy Laisto &#8211; guitar, clean vocals<br />
Markus Hirvonen &#8211; drums, percussions</p>
<p>Produziert von Miiro Varjus, Jens Bogren (Mix) und Tony Lindgren (Mastering)</p>
<p>Label: Century Media</p>
<p>Homepage: <a href="https://insomnium.net/" target="_blank" rel="noopener">https://insomnium.net/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/insomniumofficial/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/insomniumofficial/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/insomniumofficial" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/insomniumofficial</a><br />
Bandcamp: <a href="https://centurymedia.bandcamp.com/album/netherworlds-24-bit-hd-audio" target="_blank" rel="noopener">https://centurymedia.bandcamp.com/album/netherworlds-24-bit-hd-audio</a></p>
<h2>INSOMNIUM “Netherworlds” Tracklist</h2>
<ol>
<li>The Cold Song</li>
<li>Shadowlife (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=i5tMCCXKkD0" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Remembrance</li>
<li>Gleam in the Black (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=61RjgbXhsLc" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>The Hour Grows Late (feat. Tomi Joutsen, Tomi Koivusaari, Santeri Kallio) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=3xl8XZzwdL0" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Arch of the Sky</li>
<li>Pathways of the Night</li>
<li>Ethereal Sleep</li>
<li>The Banished</li>
<li>Journey&#8217;s End</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[INSOMNIUM]]></band>
<genres><![CDATA[melodic death metal]]></genres>
<wpid>432030</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>FVNERAL FVKK: Indecent Idols</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/fvneral-fvkk-indecent-idols/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 18:32:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[FVNERAL FVKK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=431743</guid>

					<description><![CDATA[Man kann es FVNERAL FVCK hoch anrechnen, dass sie nach der ganzen Schelte, die sie nach ihrem Meisterwerk „Carnal Confessions“ für ihren Bandnamen bekommen haben, diesen nicht geändert haben. Auch die Tradition der Alliteration im Albumtitel bleibt erhalten. Und was sonst noch?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich alles. „Indecent Idols“ ist, sieben Jahre nach dem Debüt-Album, genau das Zweitwerk, was man von FVNERAL FVKK erwarten durfte: Nach dem besten Sakral-Doom-Intro, das man sich nur wünschen könnte, folgt mit „Crosses To The Gallows“ einer ihrer besten Songs: Allein die Art und Weise, wie der Refrain gearbeitet ist, ist ganz große Melodieführungskunst und definiert den Begriff „Epic“ in „Epic Doom“, aber Riffs, Sound, Gesang und überhaupt alles an diesem Song zeigt schon, warum FVNERAL FVKK zu Recht als Spitzenband gilt.</p>
<p>Aber Epic Doom allein ist es ja nicht, was FVNERAL FVKK machen: Die Band spielt so schön mit sakraler Atmosphäre und Melodie, dass es heuer fast schon ein Alleinstellungsmerkmal ist; lediglich die Griechen <a href="https://vampster.com/bands/the-temple/">THE TEMPLE</a> und das obskure (und offenbar tatsächlich christliche) Duo <a href="https://www.vampster.com/bands/precentor">PRECENTOR</a> machen da noch mit und liefern ähnlich besinnliche Hymnen.</p>
<h2>Skurriles und Bestürzendes aus der Kirchengeschichte</h2>
<p>Doch worauf wird sich hier besonnen? Klar, FVNERAL FVKK sind nach wie vor eine Gimmick-Band, und so bekommen wir nicht nur den kompletten Priester-Mummenschanz, sondern auch die dazu passenden Texte sowohl zu den mehr oder weniger bekannten Verbrechen der Kirche als auch zu skurrilen Episoden der Kirchengeschichte: In „Leichensynode“ behandelt die Band die Geschichte eines Papstes, dessen Leiche exhumiert, angezogen und vor Gericht gestellt worden ist, ehe man sie dann in den Tiber geworfen hat, nur um sie später wieder rauszuholen.</p>
<p>Das ist natürlich großartig, aber leider hat die Band genau da einen Schwachpunkt: Die Songtexte werden ihren Inhalten nicht immer gerecht. Wo „Leichensynode“ für die absurde Geschichte einfach zu wenig Humor im Text hat, ist „A Hidden Threnody“, in dem es um sexuellen Kindesmissbrauch geht, sprachlich leider recht holprig und inhaltlich noch dazu extrem plakativ. Dass die Band es besser kann, wird ja etwa an „Alone With The Cross“ von „Carnal Confessions“ deutlich, in dem das Thema „Einsamkeit bei Mönchen“ anhand eines, nun ja, recht anschaulichen Beispiels perfekt illustriert worden ist.</p>
<h2>Viel Licht, ein wenig Schatten</h2>
<p>Auch musikalisch gibt es – gemessen an dem hohen Niveau der Band – auf „Indecent Idols“ durchaus Licht und Schatten: „The Beasts Of Speyer“ bietet zwar die vielleicht schönste Melodie, die die Band bisher geliefert hat, und „Bishop Of The Iron Guard“ ist ein flotter klassischer Doomer und ein erstklassiger Ohrwurm mit Langzeitgarantie, aber „A Hidden Threnody“ und „Even In Death“ ziehen sich etwas und können mit dem Material auf „Carnal Confessions“ nicht mithalten bzw. sind einfach zuviel „Mehr von dem Gleichen“.</p>
<p>Das sind aber ja auch nur zwei von sechs Songs (plus Intro), und insgesamt ist „Indecent Idols“ in der Tat das erwartete Highlight. Wieso nimmt es mich trotzdem nicht so sehr mit wie der Vorgänger? Ist es das fehlende Überraschungsmoment, ist die Band ein bisschen zu sehr auf Nummer sicher gegangen, ist einfach unglaublich viel passiert in den letzten sieben Jahren? Egal: Doomer allerorten werden FVNERAL FVKK auch für dieses Album lieben und feiern, und das völlig zurecht. Hoffentlich dauert es bis zum nächsten Album nicht wieder so lange!</p>
<p>Spielzeit: 42:18 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 23.10.2026</p>
<p>Label: Dying Victims Productions</p>
<p>Line-Up:<br />
Vicarius Vespillo – Bass<br />
Frater Flagellum – Schlagzeug<br />
Decanus Obscaenus – Gitarre<br />
Cantor Cinaedicus – Gesang<br />
Priorissa Pellex &#8211; Gitarre</p>
<p><a href="https://www.instagram.com/fvneralfvkk/">Fvneral Fvkk (@fvneralfvkk) auf Instagram</a><br />
<a href="https://fvneralfvkk.bandcamp.com/music">Fvneral Fvkk auf Bandcamp</a><br />
<a href="https://dyingvictimsproductions.bandcamp.com/album/indecent-idols">Indecent Idols | Fvneral Fvkk | Dying Victims Productions auf Bandcamp</a></p>
<h2>FVNERAL FVKK „Indecent Idols“ Tracklist</h2>
<p>1. Confiteor<br />
2. Crosses to Gallows<br />
3. A Hidden Threnody<br />
4. The Beasts of Speyer (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=cDbLQa8C1ps" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5. Bishop of the Iron Guard (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=hR_QWyIsW1I" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
6. Leichensynode<br />
7. Even in Death (We Posses You)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FVNERAL FVKK]]></band>
<genres><![CDATA[doom metal]]></genres>
<wpid>431743</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>VELNIAS: Substrate Haruspex</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/velnias-substrate-haruspex/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 18:29:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[VELNIAS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=431736</guid>

					<description><![CDATA[VELNIAS' Herangehensweise an angeschwärzten Folk-Doom Metal ist definitiv originell. Ihr viertes Album „Substrate Haruspex“ mäandert dabei durch Songs, die alles andere als eingängig sind.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Colorado scheinen die Uhren anders zu ticken als anderswo. Vielleicht ist in den höher gelegenen Regionen des US-Bundesstaates die Luft gesättigter, vielleicht ist die Realität dort etwas dünner. Den Bands, die aus Colorado stammen, haftet nicht umsonst häufig etwas Besonderes an. <a href="https://vampster.com/bands/velnias/">VELNIAS</a> hängen dabei nicht im Hotspot Denver rum, sondern in Nederland, das die Bezeichnung „Kaff“ mit Fug und Recht verdient. Aber: Es scheint ein Kaff in atemberaubender Natur zu sein. VELNIAS werkelten dort über einige Jahre an ihrem vierten Album „Substrate Haruspex“, das wie schon der Vorgänger, ein ganz eigenwilliges Gebräu ist.</p>
<h2>Melodiös und sperrig, heavy und irgendwie&#8230; entspannt? VELNIAS lösen auf „Substrate Haruspex“ einige Gegensätze auf.</h2>
<p>Mangels Alternative wird auch „Substrate Haruspex“ als angeschwärzter Folk-Doom Metal angepriesen, und irgendwie stimmt das ja auch, andererseits aber wieder nicht. VELNIAS sind ziemlich eigen, in diesen acht Liedern – vier Longtracks plus vier Interludes – vielleicht noch mehr als zuvor. Was sie aber richtig gut schaffen: die Songs fließen zu lassen. Dass VELNIAS dabei parallel erhaben und in sich selbst ruhend klingen, dass sie grimmig und trotzdem entspannt performen, scheint schwer vorstellbar. Wenn man Songs hört wie „Resonance Of The Concentric“ mit seinem tollen Finale und dem zehnminütigen „Corporeal Anathema“ mit seinen zahlreichen melodischen Themen, löst sich diese theoretische Dissonanz auf. Apropos auflösen, hier scheinen sich im besten Fall auch Raum und Zeit aufzulösen, hin und wieder denkt man allerdings: Was zur Hölle ist das gerade?</p>
<p>VELNIAS sollte man sich daher ganz intuitiv nähern, sich einfach mit auf die Reise begeben. Keine eingängigen Momente erwarten, sich lieber treiben lassen. Irgendwann wird deutlich, dass hier zwischendurch vielleicht mehr <a href="https://vampster.com/bands/intronaut/">INTRONAUT</a> als <a href="https://vampster.com/bands/agalloch/">AGALLOCH</a> in der Musik zu finden ist, mehr frühe <a href="https://vampster.com/bands/mastodon/">MASTODON</a> als aktuelle <a href="https://vampster.com/bands/hexvessel/">HEXVESSEL</a>. Dadurch klingen VELNIAS schon irgendwie einzigartig, aber so richtig hängen bleibt nichts, wenn der letzte Ton verklungen ist. Ein großes, nebliges, komplexes Gebilde mit dominanten Gitarren und Basslinien, einem verspielten Schlagzeug, das zahllose Riffs und Leads in sich trägt, Growls die in den Hintergrund gemischt wurden und zusammen mit einigen Clean Vocals und Synthesizern ein vielschichtiges Gesamtbild ergibt.</p>
<h2>Bewusstseinserweiternd ist „Substrate Haruspex“ vielleicht nicht, das intuitive Songwriting von VELNIAS ist mitunter aber durchaus magisch.</h2>
<p>Wer sein Album „Substrate Haruspex“ („Elixier der Wahrsager“) nennt, hat vermutlich kein Problem mit dem dem ein oder anderen bewusstseinserweiternden Mittel und nimmt eine gewisse, daraus entstehende Sperrigkeit in Kauf. Dieses Album legt verglichen mit <a href="https://vampster.com/cd-reviews/velnias-scion-of-aether/">„Scion Of Aether“</a> in dieser Beziehung noch etwas nach. Immerhin: VELNIAS klingen nicht so verkopft, wie man es befürchten dürfte. Die Band um Leader Petras Vaznelis muss nicht verkrampft ihre Songs in starre Formen pressen. Und so nudeln die Gitarren knapp 50 Minuten melodiös durch die Songs. Zusätzlich wird die Musik von der rauen, organischen Produktion gut in Szene gesetzt. So ist „Substrate Haruspex“ ein Kuriosum, das sich definitiv genießen lässt, auch wenn am Ende das eine oder andere Fragezeichen bleibt und auch wenn VELNIAS damit kein Meisterwerk erschaffen haben, sondern es sich in der Special Interest-Ecke gemütlich machen. So oder so, reinhören schadet definitiv nicht.</p>
<p>Wertung: 6 von 8 Zaubertränke</p>
<p>VÖ: 23. Oktober 2026</p>
<p>Spielzeit: 48:11</p>
<p>Line-Up:<br />
P. Vaznelis – Music, Words, Vocals<br />
A. Scherer – Drums<br />
S. Parker – Additional Vocals</p>
<p>Label: Eisenwald</p>
<h4>VELNIAS „Substrate Haruspex“ Tracklist:</h4>
<p>1. Impetus Arcanum<br />
2. <a href="https://youtu.be/LJ9zijvXbdI?si=HnvB1uDDECHpU4km">Divination Of Simulacra (Official Video bei Youtube)</a><br />
3. Resonance Of The Concentic<br />
4. Mantra For The Seeker<br />
5. <a href="https://youtu.be/ceIa1HoNBbs?si=FB55JTMAkSdxW3xW">Corporeal Anathema (Official Audio bei Youtube)</a><br />
6. Nihil Equilibrium<br />
7. Rending Of Dyadiac Convolution<br />
8. Forsaken Equipoise</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://velnias.band/">https://velnias.band/</a><br />
<a href="https://velnias.bandcamp.com/">https://velnias.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/VelniasCult">https://www.facebook.com/VelniasCult</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/velnias.cult/">https://www.instagram.com/velnias.cult/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[VELNIAS]]></band>
<genres><![CDATA[folk metal, black metal, doom metal]]></genres>
<wpid>431736</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>GLORYHAMMER: Space 1993: Wrath Of Kor-Virliath</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/gloryhammer-space-1993-wrath-of-kor-virliath/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2026 14:04:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[GLORYHAMMER]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=431463</guid>

					<description><![CDATA[GLORYHAMMER stützen sich für "Space 1993: Wrath Of Kor-Virliath" weitgehend auf risikofreie Songstrukturen, wagen sich dafür jedoch in bislang nicht erkundetes Territorium vor. Stilistisch breiter aufgestellt als auf ihrem fünften Studioalbum war die Power Metal-Band noch nie.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zargothrax has left the building.</em> Dass der böse Zauberer am Ende der Geschichte seine Sachen packt, ist ja eigentlich zu erwarten. Der Haken an der Sache: Abseits der bandeigenen Fantasy-Erzählung war der Einfluss des Magiers alles andere als schlecht, schließlich zeichnete der unter der Kapuze steckende ehemalige Keyboarder und Gitarrist Michael Barber (<a href="https://vampster.com/bands/wizardthrone/">WIZARDTHRONE</a>) zuletzt für große Teile des Songwritings verantwortlich. Nach dessen Ausstieg mussten sich <a href="https://vampster.com/bands/gloryhammer/">GLORYHAMMER</a> für den Nachfolger von „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/gloryhammer-return-to-the-kingdom-of-fife/">Return To The Kingdom Of Fife</a>“ (2023) somit neu organisieren.</p>
<p>Denn neben Barber zog sich auch Strippenzieher Christopher Bowes (<a href="https://vampster.com/bands/alestorm/">ALESTORM</a>) weiter in den Hintergrund zurück. Dass der kreative Prozess in der Folge zum kollektiven Unterfangen wurde, ist sofort ersichtlich. „Space 1993: Wrath Of Kor-Virliath“ mag konzeptionell eine Fortsetzung des Zweitwerks „Space 1992: Rise Of The Chaos Wizards“ (2015) sein, stilistisch aber war die Power Metal-Band wohl noch nie so breit aufgestellt wie jetzt.</p>
<h2>GLORYHAMMER-Sänger Sozos Michael demonstriert eine noch größere Bandbreite als zuletzt</h2>
<p>Das macht die 50-minütige Reise zu einer prinzipiell kurzweiligen Angelegenheit, gerade weil wir mit allem rechnen müssen. Simple Drums und 80er Synthesizer etwa verwandeln „Demonic Devotion“ zu einer tanzbaren Disko-Nummer: catchy in jedem Fall, doch für die Briten auch unerwartet seicht. Mit ungleich mehr Power startete zuvor „Ultimate Sacrifice“ in das Album. Auf das cineastische Intro „Ultra Portam Astralem“ folgend, zeichnen <a href="https://vampster.com/bands/gloryhammer/">GLORYHAMMER</a> hier eine düstere Szenerie, die sie mit einer guten Dosis Dramatik zu füttern wissen. Chöre, Fanfaren und bedeutungsschwangerer Gesang sind das Salz in der Suppe.</p>
<p>Ähnliche Stilmittel bilden das Rückgrat von „Die With A Sword In My Hand“, welches allerdings dank Sozos Michael eine heroische Entschlossenheit versprüht. Generell demonstriert der Sänger eine größere Bandbreite als zuletzt, indem er sich verstärkt auch die tieferen Register seiner Stimme zunutze macht. Befreit und losgelöst erklingt Sozos‘ Organ wiederum in „Silver Talon“ sowie „On A Quest For Aberdeen“, wo verspielte Keyboards und Gitarren die altbekannte Spritzigkeit heraufbeschwören.</p>
<h2>GLORYHAMMER stützen sich für &#8222;Space 1993: Wrath of Kor-Virliath&#8220; vorwiegend auf risikofreie Arrangements</h2>
<p>Dass sich <a href="https://vampster.com/bands/gloryhammer/">GLORYHAMMER</a> diesmal jedoch vorwiegend auf risikofreie Arrangements und Song-Strukturen stützen, kann dieser Umstand nicht kaschieren. Besonders das abgedroschene „Warriors Of Auchtermuchty“ ist an Einfallslosigkeit nur schwer zu überbieten – als hätte man in der Kaffeepause noch eine schnelle Nummer zusammengezimmert. Kurzum, dem sonst durchweg kurzweiligen „Space 1993: Wrath Of Kor-Virliath“ fehlt es an großen Hits, wie es „Keeper Of The Celestial Flame Of Abernethy” auf dem Vorgänger oder zuletzt die Standalone-Single „He Has Returned“ waren.</p>
<p>Der traditionell ausladende Abschluss „The Celestial Warhost of the Dundonian Empire Marches to Space Against the Dark Sorcerer: Final Assault on Battlemoon X-22“ wiederum wirkt nicht immer wie aus einem Guss, gefällt aber immerhin mit seinem mehrstimmigen Finale, das ein wenig Musical-Flair einstreut. Kein Glanzstück der <a href="https://vampster.com/bands/gloryhammer/">GLORYHAMMER</a>schen Diskografie, doch robust genug, um knapp 13 Minuten zu füllen und nebenbei das Schicksal des größenwahnsinnigen Zauberers zu besiegeln.</p>
<p>Zumindest für den Augenblick, denn während Michael Barbers Abgang in Richtung <a href="https://vampster.com/bands/wizardthrone/">WIZARDTHRONE</a> ein Geschmack der Endgültigkeit anhaftete, wissen wir es bei Zargothrax natürlich besser, ist doch die Rückkehr des verschlagenen Widersachers für gewöhnlich nur eine Frage der Zeit.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 16.10.2026</p>
<p>Spielzeit: 50:23</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Angus McFife XIII, Crown Prince of Fife &#8211; Vocals<br />
Ser Proletius, Grand Master of the Deathknights of Crail &#8211; Guitars<br />
The Hootsman, Astral Demigod of Unst &#8211; Bass<br />
Zargothrax, Dark Emperor of Dundee &#8211; Keyboards<br />
Ralathor, the Mysterious Submarine Commander of Cowdenbeath – Drums</p>
<p>Produziert von GLORYHAMMER und Jacob Hansen (Mix)</p>
<p>Label: Napalm Records</p>
<p style="text-align: left">Homepage: <a href="https://www.gloryhammer.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.gloryhammer.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/gloryhammer" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/gloryhammer</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/gloryhammerofficial/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/gloryhammerofficial/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://gloryhammer.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://gloryhammer.bandcamp.com/</a></p>
<h2>GLORYHAMMER “Space 1993: Wrath Of Kor-Virliath” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Ultra Portam Astralem</li>
<li>Ultimate Sacrifice (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=7c4gxOjNIEw" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>On a Quest for Aberdeen (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=4xgyxUCOxmc" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Die with a Sword in My Hand (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=l7FdL1LArWo" target="_blank" rel="noopener">(Video bei YouTube)</a></li>
<li>Silver Talon</li>
<li>Starfighters of Leuchars (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=VIXX8kFi3NQ" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Warriors of Auchtermuchty (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=8zLtcnYFXjk" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Pax Galactica</li>
<li>Demonic Devotion</li>
<li>Hammer of Fate</li>
<li>The Celestial Warhost of the Dundonian Empire Marches to Space Against the Dark Sorcerer: Final Assault on Battlemoon X-22</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[GLORYHAMMER]]></band>
<genres><![CDATA[power metal]]></genres>
<wpid>431463</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>A SECRET REVEALED: The Ruin I Summoned Forth</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/a-secret-revealed-the-ruin-i-summoned-forth/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebbl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2026 19:11:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[A SECRET REVEALED]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=430999</guid>

					<description><![CDATA[Die Post-Metaller von A SECRET REVEALED sind mit einem neuen Album zurück. Sauber produziert und härter denn je präsentieren sich die Würzburger mit ihrer komplett eigenstädigen Definition des modernen Metals der etwas härteten Gangart und servieren uns "The Ruin I Summoned Forth".]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ganze fünf Jahre mussten Fans auf neues Studiomaterial von <a href="https://vampster.com/bands/a-secret-revealed/">A SECRET REVEALED</a> warten. Eine halbe Dekade. Bereits im Februar 2024 durften wir, damals gänzlich unvoreingenommen, da bislang komplett an uns vorbeigegeangen, das Fünfergespannt als Support von <a href="https://vampster.com/bands/praise-the-plague/">PRAISE THE PLAGUE</a> live erleben. Seitdem warten auch wir auf neuen Stoff. Und das Dürsten hat sich gelohnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als alter Wegbegleiter (denn schließlich verbindet beide eine langjährige Freundschaft) unterstützt Nikita Kamprad, seines Zeichens Kopf und Vocalist der Band <a href="https://vampster.com/bands/der-weg-einer-freiheit/">DER WEG EINER FREIHEIT</a>, gleich beim ersten Track &#8222;Disheartened&#8220; mit seiner unverkennbaren Stimme. So wird direkt zu Beginn der Platte ein Zeichen gesetzt, auf dass die Erwartungen noch weiter in die Höhe schnellen.</p>



<h2 id="h-stilistisch-mag-man-sich-zwar-wie-in-den-vorgangeralben-im-bereich-des-post-black-metals-bewegen-aber-in-dem-gesamtkonzept-schwingt-etwas-anderes-mit" class="wp-block-heading">Stilistisch mag man sich zwar wie auf den Vorgängeralben im Bereich des Post-Black-Metals bewegen, aber in dem Gesamtkonzept schwingt etwas anderes mit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was von Beginn an auffällt, dass ist das brachial verdroschene Schlagzeug. Im Black Metal zumeist eher im Hintergrud dahinrauschend, messen <a href="https://vampster.com/bands/a-secret-revealed/">A SECRET REVEALED</a> den Drums auf ihrem neuen Longplayer deutlich mehr Bedeutung bei. Das ist so deutlich, dass man sich daran erstmal gewöhnen muss, ohne diesen Handgriff negativ kritisieren zu wollen. So schwimmt die Band zwar im Ozean des Post-Black-Metals, schlägt klanglich aber (mit etwas Fantasie) tatsächlich eine Brücke zum Subgenre des Core – kommt hierbei hingegen aber gänzlich ohne Klargesang aus. Interessant, wie zwei gundlegend unterschiedliche Musikrichtungen, je einem anderen Subgenre entspringend, eine solche Fusion erleben können. Ob gewollt oder ungewollt ist völlig wurscht. Was zählt, ist der Gesamteindruck – und dieser bleibt definitv im Gedächtnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erdrückend schwer liegen die Drums auf der Brust, die tief gespielten Gitarren, ergänzt durch die beinahe blutig gebrüllte Stimme von Michael Heim, erschaffen so ein Gesamtkonstrukt, wie man es aus hunderten anderer Bands immer wieder heraushören würde. Unverkennbar! Und genau dieses Gewicht und diese Unverkennbarkeit durchziehen alle acht Songs des Albums.</p>



<h2 id="h-die-band-aus-wurzburg-schafft-eine-atmosphare-die-von-purer-emotion-und-erdruckender-intensitat-nur-so-strotzt" class="wp-block-heading">Die Band aus Würzburg schafft eine Atmosphäre, die von purer Emotion und erdrückender Intensität nur so strotzt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stets voran prescht das Quintett mit unbändiger Härte durch das Album. Und doch öffnen sich zuweilen kurze, aber sehr zerbrechling klingende Passagen, die den Zuhörer für einen Moment aufatmen lassen, nur um ihn anschließend wieder mit in die Tiefe zu reißen. So auch im Titel &#8222;Torn From The Quiet&#8220;, wo eine zart angespielte Gitarre einen melancholischen, beinahe traurigen Song ankündigt. Abgelöst vom Stimmengewirr einer Menschenmasse ergießt sich erneut eine Salve purer Kraft aus den Lautsprechern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„The Ruin I Summoned Forth“ ist nach „Sacrifices“ (2019) und „When The Day Yearns For Light“ (2021) die dritte Veröffentlichung der Band bei LIFEFORCE RECORDS. Ihr Debütalbum „The Bleakness“ erschien, zusammen mit Nikita Kamprad produziert,  2015 bei Bastardized Records. Die Basis der einzelnen Werke ist immer gleich: <a href="https://vampster.com/bands/a-secret-revealed/">A SECRET REVEALED</a> sind stets bestrebt, einen massiven, kompromisslosen Sound zu liefern, der die Zuhörer von Beginn an fesselt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Erneut präsentiert die Band ein in sich geschlossenes und doch komplexes Album, in dem sich einzelne, szenetypische Elemente zu einem umwerfend gelungenen Gesamtkunstwerk addieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">VÖ: 16. Oktober 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Line-Up:<br />RALF &#8211; Guitar<br />TILMAN &#8211; Drums<br />MICHAEL &#8211; Vocals<br />LUKAS &#8211; Guitar<br />JULIAN &#8211; Bass</p>



<p class="wp-block-paragraph">Label: Lifeforce Records</p>



<p class="wp-block-paragraph">Homepage: <a href="https://www.asecretrevealed.de/">https://www.asecretrevealed.de/</a><br />Facebook: <a href="https://www.facebook.com/asecretrevealed/">https://www.facebook.com/asecretrevealed/</a><br />Instagram: <a href="https://www.instagram.com/asecretrevealed/">https://www.instagram.com/asecretrevealed/</a><br />Bandcamp: <a href="https://asecretrevealed.bandcamp.com/">https://asecretrevealed.bandcamp.com/</a></p>



<h2 id="h-a-secret-revealed-the-ruin-i-summoned-forth-tracklist" class="wp-block-heading">A SECRET REVEALED &#8222;The Ruin I Summoned Forth&#8220; Tracklist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">01. Disheartened (feat. Nikita Kamprad, DER WEG EINER FREIHEIT) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=71grMcoMc1c" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />02. Collapsar (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=4pi9pGvkagw" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />03. Withered Eyes<br />04. The Great Dying<br />05. Torn From The Quiet<br />06. Upheaval<br />07. No Mercy For The Wicked<br />08. The Farewell</p>



<h2 id="h-a-secret-revealed-tourdaten-mit-praise-the-plague-2026" class="wp-block-heading">A SECRET REVEALED &#8211; Tourdaten mit PRAISE THE PLAGUE 2026</h2>



<p class="wp-block-paragraph">30.10.2026 &#8211; Dresden / HD</p>



<p class="wp-block-paragraph">02.11.2026 &#8211; München / Backstage (club)</p>



<p class="wp-block-paragraph">03.11.2026 &#8211; Berlin / Neue Zukunft</p>



<p class="wp-block-paragraph">04.11.2026 &#8211; Hamburg / Bambi Galore</p>



<p class="wp-block-paragraph">05.11.2026 &#8211; Hannover / Chéz Heinz</p>



<p class="wp-block-paragraph">06.11.2026 &#8211; Würzburg / Immerhin</p>



<p class="wp-block-paragraph">07.11.2026 &#8211; Stuttgart / Juha West</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[A SECRET REVEALED]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>430999</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>NOCTULE: Extinguish Thy Flame</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/noctule-extinguish-thy-flame/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2026 09:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[NOCTULE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=431174</guid>

					<description><![CDATA[Mastermind Serena Cherry ließ sich für "Extinguish Thy Flame" vom Videospiel "Elden Ring" inspirieren und übersetzt die individuellen Eigenschaften der Charaktere ins Songwriting. Dadurch trägt NOCTULEs packendes Zweitwerk nicht selten eine gewissen Melancholie in sich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„I am Malenia, Blade of Miquella”</em>. Es sind sechs Wörter, die gleichzeitig Frust und Ehrfurcht in sich tragen und die sich jedem Abenteurer in From Softwares „Elden Ring“ wohl unweigerlich ins Gehirn gebrannt haben. 153-mal in unserem Fall, um genau zu sein. Auch Serena Cherry (ex-<a href="https://vampster.com/bands/svalbard/">SVALBARD</a>) biss sich an einem der schwierigsten Bossgegner der Videospielgeschichte zunächst hundertfach die Zähne aus, bevor am Ende doch der Triumph stand.</p>
<p>Tatsächlich ist das Aufeinandertreffen ein Lehrstück in Sachen Durchhaltevermögen: eine steile Lernkurve, die Geduld, Beharrlichkeit und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entlohnt. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, scheint es plötzlich gar nicht so abwegig, warum zahlreiche Content Creator <a href="https://www.youtube.com/watch?v=keIWG6hSD7Q" target="_blank" rel="noopener">in Video-Essays davon berichten [Link zu YouTube]</a>, dass diese zentralen Mechaniken mit der eigenen Depression halfen – und Cherry selbst sogar davon spricht, „Elden Ring“ habe ihr Leben gerettet.</p>
<h2>NOCTULE-Mastermind Serena Cherry ließ sich für &#8222;Extinguish Thy Flame&#8220; vom Videospiel &#8222;Elden Ring&#8220; inspirieren</h2>
<p>Dementsprechend ist das zugrundeliegende Universum für die Musikerin ein reichhaltiger Quell der Inspiration, „Extinguish Thy Flame“ &#8211; der Titel ihres zweiten Studioalbums – ein Verweis auf die erste große Prüfung des Videospiels. Ein sogenannter <em>Skill Check</em> im Fachjargon, der die Spreu vom Weizen trennt: Wer das Aufeinandertreffen mit dem ersten großen Boss Margit übersteht, hat auch das Zeug, alle kommenden Herausforderungen zu überstehen.</p>
<p>Jenen widmet <a href="https://vampster.com/bands/noctule/">NOCTULE</a> auf diesem Zweitwerk jeweils individuelle Songs, die sich musikalisch grob im melodischen Black Metal verorten lassen, hin und wieder jedoch Melodeath-Anleihen und symphonische Spuren einweben. Hierzu arbeitet Serena Cherry mit zahlreichen Ebenen, schichtet meist mehrere Gitarrenspuren übereinander, um einen atmosphärisch dichten Kosmos zu erschaffen, der in „Devour The Gods“ noch vergleichsweise geradlinig konzipiert ist und das angeschwärzte Fundament mit prägnanten Leads und Overdubs ausschmückt.</p>
<h2>Die individuellen Eigenschaften der besungenen Charaktere übsetzt NOCTULE ins Songwriting</h2>
<p>Die dicht gedrängten Arrangements von „Grafted“ wiederum stapeln sich nicht zufällig schier endlos übereinander bis zu einem Punkt, wo sich im Refrain die Gitarren teils verbünden, teils gegeneinander zu spielen scheinen: Der besungene <em>Godrick the Grafted</em> ist ein zur Monstrosität verkommener Herrscher, dessen Leib dutzende transplantierte Körperteile anderer Lebewesen säumen.</p>
<p>Das Stück stellt nicht das einzige Beispiel dar, das „Elden Ring“-Lore in das Songwriting übersetzt. So spiegelt der furiose Auftakt von „Become My Blade Once More” nach dem Piano-Intro “O’Death” den fast schon erratischen Kampf mit <em>Malekith</em>, der sich – und auch das legen Rhythmus und Leadgitarre abseits der geblasteten Passagen nahe – für erfahrene Spieler zum perfekt choreografierten Tanz wandelt. „Age of The Stars“ hingegen wirkt groß und bombastisch mit einem Grundgerüst, das phasenweise an die epischen Exkursionen <a href="https://vampster.com/bands/amon-amarth/">AMON AMARTH</a>s erinnert und gemeinsam mit „Lord Of Blood“ die Melodic-Death-Metal-Seite <a href="https://vampster.com/bands/noctule/">NOCTULE</a>s am deutlichsten zur Schau stellt.</p>
<h2>&#8222;Extinguish Thy Flame&#8220; trägt nicht selten eine gewisse Melancholie in sich</h2>
<p>Wobei sich „Extinguish Thy Flame“ am liebsten trotzdem zwischen die Stühle setzt. „Hallowhorn Grounds“ trägt etwa viel melancholische Schönheit in sich und erinnert damit noch am ehesten an Serena Cherrys ehemalige Band <a href="https://vampster.com/bands/svalbard/">SVALBARD</a>. Bedrückende Schwermut schließlich vereinnahmt uns in „Goddess Of Rot“, das sich inhaltlich keineswegs auf die unerreichte Fertigkeit <em>Malenias</em> mit der Klinge konzentriert, sondern das tragische Schicksal der Halbgöttin unter die Lupe nimmt.</p>
<blockquote><p>&#8222;If love is a garden that never forgives,<br />
Then bloom in me until nothing lives.&#8220;</p></blockquote>
<p>Man muss den Hintergrund dieser elegant formulierten Schlüsselzeile nicht kennen, um die emotionale Schwere zu erfassen, die Serena Cherry in diese Worte legt. Resignation und Endgültigkeit liegen hier in ihrer Stimme, die uns in regelmäßigen Abständen zurück in <a href="https://vampster.com/bands/noctule/">NOCTULE</a>s auditive Interpretation de<em>r </em>Länderein um <em>Limgrave</em> lockt, wo wir zwar gegenwärtig noch keine 153 Aufeinandertreffen mit der „<em>Klinge Miquellas“</em> zählen können, aber immerhin das erste Dutzend schon längst hinter uns gelassen haben.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 25.09.2026</p>
<p>Spielzeit: 39:05</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Serena Cherry – Vocals, alle Instrumente, Programming</p>
<p>Produziert von Keir Campbell</p>
<p>Label: Eigenproduktion</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/NoctuleBand/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/NoctuleBand/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/noctuleband/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/noctuleband/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://noctule.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://noctule.bandcamp.com</a></p>
<h2>NOCTULE “Extinguish Thy Flame” Tracklist</h2>
<p>1. Welcome to Limgrave<br />
2. Devour The Gods<br />
3. Lord of Blood (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=DO2pTbAu42Q" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4. Grafted<br />
5. Goddess of Rot (V<a href="https://www.youtube.com/watch?v=8vBqzKnyOuI" target="_blank" rel="noopener">ideo bei YouTube</a>)<br />
6. Lament of The Omen king<br />
7. O‘ death<br />
8. Become My Blade Once More<br />
9. Age of the Stars<br />
10. Hallowhorn Grounds</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[NOCTULE]]></band>
<genres><![CDATA[black metal, melodic death metal]]></genres>
<wpid>431174</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>MISS MAY I: No Place For Me</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/miss-may-i-no-place-for-me/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 15:12:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[MISS MAY I]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=431014</guid>

					<description><![CDATA[MISS MAY I bleiben sich treu, experimentieren auf "No Place For Me" aber zwischendurch mit modernem Songwriting.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus zwei mach eins: Als B.J. Stead und Justin Aufdempamke im Frühjahr 2024 ihren Ausstieg verkündeten, war das für <a href="https://vampster.com/bands/miss-may-i/">MISS MAY I</a> sicherlich ein ernstzunehmender Einschnitt. Schließlich handelte es sich dabei nicht einfach nur um den Ausstieg zweier Gründungsmitglieder, sondern der gesamten Gitarrenfraktion noch dazu. Nachfolger Elisha Mullins kommt auf „No Place For Me“ somit direkt beim Einstand eine Schlüsselrolle zu.</p>
<p>Glücklicherweise fehlt es dem Album keineswegs an Riffs, im Gegenteil: Gerade die Gitarrenarbeit ist eine der größten Stärken der Platte, die sich stilistisch am klassischen Melodic Metalcore orientiert. <a href="https://vampster.com/bands/as-i-lay-dying/">AS I LAY DYING</a> und <a href="https://vampster.com/bands/all-that-remains/">ALL THAT REMAINS</a> sind weiterhin die Referenzen, welche für das Grundgerüst Pate stehen. „Sanctuary“ mischt beispielsweise im Refrain geschmeidige Leads bei, während Bassist Ryan Neff den giftigen Screams seines Kollegen Levi Benton wohltönenden Klargesang entgegenstellt.</p>
<h2>MISS MAY I bleiben sich treu, experimentieren auf &#8222;No Place For Me&#8220; aber zwischendurch mit modernem Songwriting</h2>
<p>Dabei scheint uns das Material passgenauer auf dessen Stimmvolumen zugeschnitten zu sein, als es bei seinem Intermezzo mit AS I LAY DYING der Fall war. Catchy, doch nicht zu süßlich fallen die Gesangslinien aus, wodurch die Kompositionen zwischenzeitlich auch mal die Ellenbogen ausfahren und erobert werden wollen. Das bleibt natürlich die Ausnahme und endet im eigentlich furiosen „Ashes Of The Altar“ auch mal in einer eher bemühten Hook, die Neff eher verkrampft durchstolpert als locker navigiert.</p>
<p>Mit modernem Songwriting experimentiert „Fire Falls“, das dank Chugs und US-Rock-Vibes auf Airplay-Präsenz abzielt – nicht umsonst übernimmt der Klargesang hier die Hauptrolle. Eine ähnliche Herangehensweise verfolgen <a href="https://vampster.com/bands/miss-may-i/">MISS MAY I</a> in „Hand Me A Halo“, auch wenn Levis Shouts in der zurückhaltend instrumentierten Strophe mehr Raum bekommen. Besser funktioniert „Pray For Silence“, das zeitgenössische Einflüsse mit klassischen Metalcore-Vibes vermählt und dabei trotzdem wie aus einem Guss klingt.</p>
<h2>Aus der Spur bringen lassen sich MISS MAY I nicht</h2>
<p>Besinnt sich das Quartett hingegen auf seine Stärken, bleiben wenige Wünsche offen: „Die On The Vine“, „Death Threat“ und „Bury Me Down“ reißen auf Anhieb mit und machen fehlende Innovation mit stringentem Zug nach vorne sowie einem routiniert-verlässlichen Gespür für Melodien wett. Die Botschaft jedenfalls kommt trotz des mauen Rausschmeißers „Highbrow Thieves“ an: Selbst ein einschneidender Personalwechsel bringt <a href="https://vampster.com/bands/miss-may-i/">MISS MAY I</a> kaum aus der Spur; nicht einmal dann, wenn sich die Riff-Aufgaben plötzlich nur noch auf ein Schulterpaar verteilen lassen.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 02.10.2026</p>
<p>Spielzeit: 33:12</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Levi Benton – Vocals<br />
Elisha Mullins – Gitarre<br />
Ryan Neff – Bass<br />
Jerod Boyd – Drums</p>
<p>Produziert von Nick Sampson und Ted Jensen (Mastering)</p>
<p>Label: Solid State Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://missmayimusic.com/" target="_blank" rel="noopener">https://missmayimusic.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/missmayi/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/missmayi/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/missmayiband" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/missmayiband</a></p>
<h2>MISS MAY I “No Place For Me” Tracklist</h2>
<p>1. Sanctuary (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=HFR3ix5GTuY" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Portrait Of Pain<br />
3. Hand Me A Halo (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=mTnjx5NmdSQ" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4. Pray For Silence (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZtwvvuxwAIw" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5. Death Threat<br />
6. Die On The Vine (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=0Qg73AjaEM8" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
7. Fire Falls<br />
8. Bury Me Down (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Vr1hrHpRHLI" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
9. Ashes Of The Altar<br />
10. Highbrow Thieves (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=fkczE2UFyFQ" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[MISS MAY I]]></band>
<genres><![CDATA[metalcore]]></genres>
<wpid>431014</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>GREAT FALLS: The Bite That Grows Up</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/great-falls-the-bite-that-grows-up/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 14:17:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[GREAT FALLS]]></category>
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					<description><![CDATA[Das ist anstrengend: Auf „The Bite That Grows Up“ agieren GREAT FALLS impulsiv und sehr bissig zwischen Hardcore, Noiserock und Sludge.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz schön bissig diese <a href="https://vampster.com/bands/great-falls/">GREAT FALLS</a>, sogar noch bissiger als zuletzt. Zur Erinnerung, auf dem vor drei Jahren erschienen Einstand bei NEUROT RECORDINGS namens „Objects Without Pain“ präsentierten sich GREAT FALLS als richtig, richtig hässliche Schnittmenge aus <a href="https://vampster.com/bands/unsane/">UNSANE</a> mit den brachialsten Momenten von <a href="https://vampster.com/bands/cult-of-luna/">CULT OF LUNA</a> und den<a href="https://vampster.com/bands/neurosis/"> NEUROSIS</a> der frühen Neunziger, allerdings ohne psychedelische Momente. Die pure Gewalt und Verzweiflung, die von dem Trio aus Seattle ausgingen, waren fast schon physisch spürbar. „The Bite That Grows Up“ ist das nunmehr sechte Album von GREAT FALLS, und es steht eine kleinere, aber nicht unbedeutende stilistische Anpassung an.</p>
<h2>GREAT FALLS fletschen die Zähne: Die richtig gut eingespielten Musiker klingen auf „The Bite That Grows Up“ durch Scott Evans Sound noch gefährlicher.</h2>
<p>Zunächst mal stimmt eigentlich alles an „The Bite That Grows Up“. Der verzerrte, brachiale Bass von Shane Mehling, das energiegeladene Drumming von Nick Parks, das markerschütternde Geschrei von Demian Johnston und seine chaotischen Riffs wurden exzellent eingefangen von Scott Evans. Stilistisch gesehen sind GREAT FALLS allerdings brutaler, gemeiner und etwas kompakter. Weniger NEUROSIS, mehr <a href="https://vampster.com/bands/converge/">CONVERGE</a>, keine langen Songs mehr, nach siebeneinhalb Minuten ist auf diesem Album spätestens Schluss, auch zwei ganze kurze Tracks sind auf „The Bite That Grows Up“ zu hören. Vermutlich müssen GREAT FALLS jetzt, in der zweiten Amtszeit von Trump, eben mit anderen Mitteln antreten.</p>
<p>„A Small Weakness“ navigiert zwischen den Polen Chaos und Niedergeschlagenheit, und hier wird deutlich, dass GREAT FALLS mehr zu bieten haben als zeitgenössische Genrekollegen wie <a href="https://vampster.com/bands/ken-mode/">KEN MODE</a>. „Pinned Against Time“ ist dann eine ungebremste, metallische Hardcore-Lektion, unterfüttert mit Sludge – zwei Minuten voller Wut, die allerdings etwas unstrukturiert und fragmentiert wirkt. Und genau das ist das Problem an „The Bite That Grows Up“: Dem Songwriting zu folgen fällt mitunter schwer, siehe auch „Worse Than Sleep“ und „Buildings Full Of Rope“.</p>
<h2>Nicht immer haben GREAT FALLS das Songwriting im Griff: „The Bite That Grows Up“ ist zwischendurch mal sperrig und mal etwas konfus.</h2>
<p>Mit den beiden längsten Songs zeigen GREAT FALLS aber, was sie wirklich können: „Hailstone Numbers“ und „What No One Can Give“ schaffen große Dynamiksprünge, fließen von einem Punkt zum jeweils nächsten, ohne Überraschungen missen zu lassen, und behalten die Logik bei. Auch ziemlich gut: „Nicotine In The Spine“ schafft es, in all dem Lärm zugänglich zu bleiben, und „Debt Ethics“ baut durch den brodelnden Beginn massiv Spannung auf, die sich nach zwei Minuten in purer Impulsivität entlädt. Gerade hier wird auch deutlich, wie exzellent die drei Musiker eingespielt sind und wie routiniert sie ihre Instrumente beherrschen. Schade nur, dass die Vocals nicht so abwechslungsreich sind wie auf „Objects Without Pain“.</p>
<p>Insgesamt scheint es so, als müssten sich GREAT FALLS erst warmlaufen, denn das Ende des Albums funktioniert deutlich besser als die erste Hälfte. „The Bite That Grows Up“ ist trotz der hohen Energie, der ungefilterten Wut, der authentischen Verzweiflung und des originellen Stilmixes nicht so gut wie der Vorgänger. Es ist sperrig und ziemlich anstrengend, auch der Kompaktheit wegen. Das zeigt, dass GREAT FALLS gerade dann richtig gut sind, wenn sie zulassen, dass sich die Kompositionen etwas mehr Raum nehmen. Diese Dringlichkeit ist aber vermutlich das, was entsteht, wenn eine Band wie GREAT FALLS in der Ära Trump 2 Songs schreiben: Dann werden nämlich nicht mehr nur die Zähne gefletscht.</p>
<p>Wertung: 5 von 8 Beißschienen</p>
<p>VÖ: 16. August 2026</p>
<p>Spielzeit: 40:16</p>
<p>Line-Up:<br />
Demian Johnston – Vocals, Guitar<br />
Shane Mehling – Bass<br />
Nick Parks – Drums</p>
<p>Label: Neurot Recordings</p>
<h4>GREAT FALLS „The Bite That Grows Up“ Tracklist:</h4>
<p>1. A Small Weakness<br />
2. Pinned Against Time<br />
3. Worse Than Sleep<br />
4. Hailstone Numbers<br />
5. Nicotine in the Spine<br />
6. Debt Ethics<br />
7. Buildings Full of Rope<br />
8. What No One Can Give</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://greatfalls.bandcamp.com/">https://greatfalls.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/greatfallsnoise/">https://www.instagram.com/greatfallsnoise/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/GreatFallsNoise/">https://www.facebook.com/GreatFallsNoise/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[GREAT FALLS]]></band>
<genres><![CDATA[hardcore, sludge, noisecore]]></genres>
<wpid>431008</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ADORNED GRAVES: Dream II (EP)</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/adorned-graves-dream-ii-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mirko Wenig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 03:46:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ADORNED GRAVES]]></category>
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					<description><![CDATA[Deutschlands ungekrönte White-Metal-Könige ADORNED GRAVES reiten auf der EP „Dream II“ erneut ins gelobte Land der 80er Jahre, um mit zahlreichen Gastsängern der Epik und der melodieverliebten Gitarre zu huldigen. Zwischen Twin-Guitar-Harmonien, schneidigen Riffs, progressiven Schlenkern und reichlich Pathos bleibt die eigene Handschrift stets erkennbar, die Umsetzung hochwertig.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://vampster.com/bands/adorned-graves/">ADORNED GRAVES</a> sind wieder da! Und damit eine Band, die ich bekanntlich für eines der bestgehüteten Geheimnisse des deutschen Metal halte. Spätestens mit „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/adorned-graves-the-earth-hath-opened-her-mouth-eigenproduktion/">The Earth Hath Opened Her Mouth</a>“ hat sich die Bruderschaft mit White-Metal-Anmutung in mein Herz gespielt. Tatsächlich sind Cailen Leif an der Gitarre und Deafon am Schlagzeug Brüder. Epik trifft auf eine gewisse Kauzigkeit, während die Gitarren melodisch singen und zugleich mächtige Riffs auffahren. Eine solche Kombination bekommt kaum eine andere Band hierzulande so überzeugend hin.</p>
<p>Über die Veröffentlichungspolitik lässt sich streiten: Mit „Dream II“ erscheint bereits die zweite EP innerhalb von zwei Jahren. Ich werte das einfach mal als Bekenntnis zur Qualität, statt möglichst schnell das nächste Langeisen um die Ecke zu bringen. Immerhin schöpfen <a href="https://vampster.com/bands/adorned-graves/">ADORNED GRAVES</a> die Möglichkeiten des Formats ordentlich aus: Mit 25 Minuten und 52 Sekunden kratzt die EP an der halben Stunde.</p>
<h2>Exkursion ins gelobte Land der 80er Jahre</h2>
<p>Mittlerweile hat es sich bei den Pfälzern etabliert, dass sie ohne festen Sänger agieren und stattdessen Gäste ans Mikro bitten. Das eröffnet ihnen die Möglichkeit, je nach gewünschter Stimmung die passende Stimme auszuwählen. Andererseits identifiziert man Bands oft genug mit ihrem Frontmann – ein gewisses Risiko ist das also auch. Ein ähnliches Konzept verfolgen die US-Proggies <a href="https://vampster.com/bands/earthside/">EARTHSIDE</a>, die ebenfalls episch aufspielen, musikalisch aber andere Fährten einschlagen. Während Letztere gern mit dem Raumschiff in cineastische Weiten aufbrechen, satteln <a href="https://vampster.com/bands/adorned-graves/">ADORNED GRAVES</a> lieber ein Ross – mit Wappen und heraldischen Farben.</p>
<p>Denn ähnlich wie die Vorgänger-EP ist auch „Dream II“ wieder eine Exkursion ins gelobte Land der 80er Jahre – und eine Verbeugung vor den Vorbildern. Damit weisen die fünf Songs recht unterschiedliche Charakteristika und Klangfarben auf – ohne, dass sich die Pfälzer selbst verleugnen würden. Die Klammer ist ein Hang zu Epik, auch ein gewisser elegischer Grundton. Und das feine, bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Gitarrenspiel, das von einer fähigen Rhythmusfraktion gestützt wird. Andreas Wormser ist für die Leadgitarre zuständig, Lupus Veruta spielt wie gewohnt den Bass (Leute, das sind doch Synonyme, oder?).</p>
<p>Der Opener „Disaster“ fällt zwar etwas aus dem Rahmen, kommt dem gewohnten <a href="https://vampster.com/bands/adorned-graves/">ADORNED-GRAVES</a>-Sound aber noch am nächsten. Eine kompakte, flott geriffte Thrash-Nummer, die sich vor der Bay Area ebenso zu verneigen scheint wie vor weniger bekannten White-Metal-Bands à la <a href="https://vampster.com/bands/deliverance-us/">DELIVERANCE</a>. Die veröffentlichten 1990 mit „Weapons of Our Warfare“ eines der besten Thrash-Alben der Dekade – ein echter Geheimtipp. Das schneidende Riff ist superb, die Gitarren stieben im wilden Galopp dahin. Eingestreute Soli und Tempowechsel erinnern uns daran, dass die Band auch gern mal in progressiven Gefilden ihre Festung erbaut. Am Mikro steht hier Craig Cairns, den wir von <a href="https://vampster.com/bands/tailgunner/">TAILGUNNER</a> kennen und der bekanntlich in höheren Lagen zu Hause ist.</p>
<h2>Vom Klagepsalm zum Mutmacher</h2>
<p>Das elegische „The Edge“ eröffnet mit Akustikgitarren und dunkel dräuenden Keyboards, um zunächst ein folkiges Feeling aufzubauen – und dann in einen getragenen Midtempo-Groover einzubiegen, der sowohl an die frühen <a href="https://vampster.com/bands/manowar/">MANOWAR</a> als auch an <a href="https://vampster.com/bands/dio/">DIO</a> zu „Holy Diver“-Zeiten gemahnt. Die Atmosphäre ist mystisch, die Stimmung dunkel. Den Gesang übernimmt hier Dale Thompson von den christlichen US-Metallern BRIDE: eine Band, die bereits seit 1983 unterwegs ist und auf sagenhafte 18 Studienalben zurückblicken kann.</p>
<p>Auch die christliche Motivik wird hier aufgegriffen: Der Text erinnert an einen Klagepsalm, einen Ruf aus der Tiefe eines krisenbelasteten Lebens. „Wir alle leben unser Leben auf des Messers Schneide“, heißt es. Die Menschen erscheinen als Pilger, die sich durch eine dunkle Welt kämpfen und nach Orientierung suchen. Natürlich nicht, ohne dass <a href="https://vampster.com/bands/adorned-graves/">ADORNED GRAVES</a> auch einen Weg aus der Finsternis weisen: Durch die Dunkelheit werden wir straucheln und dennoch triumphieren. Ja, das hat Pathos und wiegt schwer. Aber wer bitte würde sich über Pathos im traditionellen Metal beschweren?</p>
<p>Der Titeltrack feiert das harmonische, mehrstimmige Gitarrenspiel von Bands wie <a href="https://vampster.com/bands/wishbone-ash/">WISHBONE ASH</a> und früher <a href="https://vampster.com/bands/iron-maiden/">IRON MAIDEN</a>, wobei die melodischen Twin-Gitarren mit knackig groovenden Riffs kombiniert werden. Ein melodischer Rocker, der wieder leicht an DIO gemahnt und zugleich in Richtung Lancaster winkt – in der bereits 1086 gegründeten Hafenstadt sind die Brüder im Geiste <a href="https://vampster.com/bands/wytch-hazel/">WYTCH HAZEL</a> beheimatet. Den rauen, leicht kehligen Gesang in höheren Lagen steuert Herbie Langhans bei, den wir als Session-Musiker von Bands wie <a href="https://vampster.com/bands/avantasia/">AVANTASIA</a> und <a href="https://vampster.com/bands/kamelot/">KAMELOT</a> kennen.</p>
<p>Inhaltlich gibt sich „Dream II“ als Mutmacher mit spirituellem Einschlag. Es geht um Neuanfang, Eigenverantwortung und die Suche nach Liebe – verbunden mit der Hoffnung auf Erlösung. Entsprechend heller ist die Grundstimmung, das Feeling fast leicht.</p>
<h2>Die leichte Seite des Grabes</h2>
<p>Im Mittelteil baut sich der epische Achtminüter „Light Side Of The Grave“ auf, der erneut mit melodischen und äußerst wendigen Leads daherkommt. Der Song eröffnet mit klaren, kaum verzerrten Gitarren und einer Sprechstimme, die von einer fast <a href="https://vampster.com/bands/pink-floyd/">PINK-FLOYD</a>esken Leadgitarre begleitet wird. Eine tiefe, melancholische Stimme legt sich über elegante Riffs, die Spannung wird langsam aufgebaut – Goth-Rock-Feeling stellt sich ein, Nebel steigt auf über dem offenen Grab.</p>
<p>Der Text arbeitet mit christlichen Zitaten, zunächst schlagen wir das Buch Hiob auf: Hiob verflucht den Tag seiner Geburt und wünscht sich, er wäre nie geboren worden. Die Dunkelheit soll diesen Tag verschlingen. Das ist keine gewöhnliche Trauer, sondern eine radikale Klage über das eigene Dasein. Doch der Song bleibt nicht in dieser Finsternis gefangen.</p>
<p>Im weiteren Verlauf treten Bilder von Licht, Nächstenliebe und Erlösung an ihre Stelle. Musikalisch nimmt der Song mehrere Wendungen und biegt in einen fast chaotischen Mittelteil ein, der durch melodische Leads immer wieder aufgelockert wird. Statt Gesang sind Rufe zu hören, widerhallende Echos aus verschiedenen Richtungen – irgendwo zwischen Orientierungslosigkeit und Aufbegehren, beinahe wie ein Zwiegespräch. Symbolische Bilder von Rettung und Hoffnung treffen auf menschliche Not, Gewalt und moralische Forderungen.</p>
<p>Die Gitarren reiten derweil in bester <a href="https://vampster.com/bands/iron-maiden/">IRON-MAIDEN</a>-Manier dahin. Gegen Ende greift die Band das melodische Grundmotiv vom Anfang wieder auf und führt die verschiedenen Stimmungen zusammen. Es ist der komplexeste Song der EP, der auch an den epischen Metal skandinavischer Prägung denken lässt – mit <a href="https://vampster.com/bands/candlemass/">CANDLEMASS</a> als möglichem Referenzpunkt.</p>
<h2>Mit einer schmissigen Nummer werden wir aus dem Album entlassen</h2>
<p>Uff, durchatmen! Nachdem uns die Band eine derartige Schwere zugemutet hat – ein Wechselbad aus Zweifel, Aufbegehren und Hoffnung –, werden wir mit dem vergleichsweise schmissigen Hardrocker „Starry Night“ aus der EP entlassen. Hier zeigen <a href="https://vampster.com/bands/adorned-graves/">ADORNED GRAVES</a> noch einmal kompakt ihre Facetten: ein düsteres, folkiges Akustikintro, harmonisierte Twin-Leads, ein Tempo, das verschleppt und wieder angezogen wird. Eine pathetische Sprechstimme mischt sich mit klarem, melodischem Gesang in hoher Lage, für den sich erneut Craig Cairns verantwortlich zeigt.</p>
<p><a href="https://vampster.com/bands/adorned-graves/">ADORNED GRAVES</a> bieten erneut hochwertige Kost, wobei man den Pathos natürlich abkönnen muss, der durch die eingestreuten Sprechpassagen noch verstärkt wird. Aber hey: Bei <a href="https://vampster.com/bands/dio/">DIO</a> oder Epic Doom beschwert sich ja auch keiner darüber. Facettenreich erkunden die Pfälzer, welche Ausdrucksformen innerhalb der gar nicht mal so eng gesteckten Grenzen des klassischen Metal möglich sind – von fast archaischer Rohheit bis hin zu majestätischen Melodien und epischen Spannungsbögen. Auch diese EP sei allen Pilgern mit Metalkutte ans Herz gelegt, die im gelobten Land der 80er Jahre noch längst nicht jede Burg und jedes Fleckchen Erde besucht haben.</p>
<p>Der Beipackzettel enthält übrigens den ausdrücklichen Hinweis, dass sich die Band gegen jede Form von religiösen Extremismus ausspricht. Christliche Motive und ein Bekenntnis zu religiöser Toleranz müssen sich schließlich nicht widersprechen.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 25.09.2026</p>
<p>Spielzeit: 25:52</p>
<p><strong>Line-up</strong>:<br />
Cailen Leif Graever (rhythm guitars, bass, vocals, lyrics)<br />
Deafon Graever (drums, vocals, lyrics)<br />
Lupus Veruta (bass)<br />
Wout Wormser (lead guitars, guitars, bass, production)</p>
<p><strong>Lead Vocalists</strong>:<br />
Craig Cairns (TAILGUNNER) – Disaster and Starry Night<br />
Dale Thompson (BRIDE) – On the Edge<br />
Herbie Langhans (AVANTASIA, FIREWIND, SINBREED) – Dream II<br />
Fede Vogliolio – Light Side of the Graves</p>
<p>Label: <a href="https://soundmass.com/">Soundmass (Australia)</a><br />
Homepage: <a href="http://www.adorned-graves.de/">http://www.adorned-graves.de/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/AdornedGraves/">https://www.facebook.com/AdornedGraves/</a></p>
<h2>ADORNED GRAVES “Dream II” Tracklist:</h2>
<p>1. <a href="https://youtu.be/HzKXlhZyzM4?si=m4tDrII4roN3DmTL">Disaster (offizielles Video auf Youtube)</a><br />
2. On the Edge<br />
3. Dream II<br />
4. Light side of the Grave<br />
5. Starry Night</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ADORNED GRAVES]]></band>
<genres><![CDATA[TRADITIONELL, heavy metal, doom metal, nwobhm, US-Metal]]></genres>
<wpid>430885</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>THE LOVECRAFT SEXTET: Penance</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/the-lovecraft-sextet-penance/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 19:17:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[THE LOVECRAFT SEXTET]]></category>
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					<description><![CDATA[Über Buße und Lynchjustiz in finsteren Zeitaltern: THE LOVECRAFT SEXTET meditieren auf „Penance“ über ein berühmtes Abbild des Meuchelmordes.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie taten Buße, die Gebrüder de Witt, ob sie wollten oder nicht. Buße ist in diesem Fall ein Euphemismus für Lynchjustiz, denn als die Gebrüder am 20. August 1672 von einer aufgebrachten Meute ermordet wurden, waren ihre Körper fürchterlich verstümmelt, sogar einige ihrer Körperteile wurden verkauft. Jan de Baen hielt das grausige Ereignis in dem Gemälde „Die Leichen der Gebrüder Wit“ fest, und es wurde zu einem der berühmtesten Kunstwerke der Niederlande dieser Zeit. Dieses berühmte Gemälde inspirierte, so grimmig es eben ist, <a href="https://vampster.com/bands/the-lovecraft-sextet/">THE LOVECRAFT SEXTET</a> zu ihrem fünften Album „Penance“, die damit eine Brücke zur Gegenwart schlagen.</p>
<p>Verglichen mit dem süffigen<a href="https://vampster.com/cd-reviews/the-lovecraft-sextet-the-horror-cosmic/"> „The Horror Cosmic“</a> ist „Penance“ eine sehr komplizierte Angelegenheit. Wie in <a href="https://vampster.com/cd-reviews/the-lovecraft-sextet-miserere/">„Miserere“</a> stecken Themen aus Klassik bis Black Metal in dem Material, insofern ist „Penance“ der logische Nachfolger zum 2022er Werk von THE LOVECRAFT SEXTET. Jason Köhnen verbindet katholische Lithurgie mit der Düsternis und Brutalität des Black Metal und bringt all das in eine Darkjazz-Ästhetik, angesiedelt in der Epoche des Barock. Das klingt sehr kompliziert und verkopft, und tatsächlich ist „Penance“ weit weniger greifbar als die vorigen Alben des Projekts. Dabei ist der Beginn mit „Si Quaeris“ noch relativ klassisch und nah an dem, was Jason Köhnen unter THE LOVECRAFT SEXTET bisher geschaffen hat, mit einigen Variationen: Eine pechschwarze Atmosphäre, vergleichsweise wenig zugängliches Songwriting, dafür aber viel Atmosphäre, höllentiefe Growls und der Lillian Tongs Soprangesang.</p>
<h2>Vielschichtiger Darkjazz, der auch in Richtung Black Metal und klassische Musik schielt: THE LOVECRAFT SEXTET erschaffen mit „Penance“ den Quasi-Nachfolger zu „Miserere“.</h2>
<p>Der einzige Jumpscare kommt im Anschluss: In „Symbolom Apostolorum“ führen THE LOVECRAFT SEXTET das Chaos der <a href="https://vampster.com/cd-reviews/the-lovecraft-sextet-black%e2%80%a0white-ep/">„Black†White“</a>-EP fort, dieses Mal triggert der gewalttätige Ausbruch allerdings mehr das lichtlose Chaos des Black Metal anstelle von Grindcore. Das Stück wirkt etwas zerfahren, auch wenn das abschließende barocke Klavierthema einen Schauer über den Rücken jagt. Das anschließende „Anima Christi“, das zwölf Minuten lang über einem Zeitlupenthema meditiert, lässt sich ebenfalls nur schwer greifen. Die Musik auf „Penance“ scheint eher improvisiert, dabei aber auch etwas ziellos, vielleicht auch der Drones und den verstörend aufeinander geschichteten Sounds wegen. Daran kann der berührende Gesang von Lilian Tong ebenso wenig ändern, wie das leidenschaftliche Saxophonspiel von Colin Webster. Mit „Requiem Aeternam“ schaffen THE LOVECRAFT SEXTET dann doch noch fast, die Magie aufleben zu lassen, die auf „Miserere“ gegenwärtig war.</p>
<p>Am Ende, wenn in „Confiteor“ erst die Finsternis zum Schneiden dick und die Boshaftigkeit körperlich spürbar wird und die Brücke subtil zu <a href="https://vampster.com/bands/bong-ra/">BONG-RA</a> geschlagen wird, bevor sich „Te Deum“ wie das Erwachen nach einer schrecklichen Tat anfühlt, wenn Trauer und Scham nach der Gewalt übrig bleiben, wenn sich der Staub gelegt hat, dann werden die Parallelen dieser grausigen Geschichte zur heutigen Zeit sichtbar. Die Barbarei ist nicht aus der Welt gewichen, Brutalität ist noch immer da, im Menschen verankert. Sie manifestiert sich inzwischen nur vorwiegend im digitalen Raum. Inwiefern dieser Zusammenhang nun konstruiert erscheint oder auch nicht sei dahingestellt. Zumindest zeigt das, wie sehr „Penance“ dazu einlädt, auch die Gedanken auf die Reise zu schicken.</p>
<h2>THE LOVECRAFT SEXTET lassen ihre Kompositionen auf „Penance“ mehr in Richtung Improvisation driften.</h2>
<p>Es sind drei Jahre vergangen, seit THE LOVECRAFT SEXTET zum letzten Tanz luden – irre eigentlich, denn es scheint, als wäre „The Horror Cosmic“ erst vor kurzem erschienen. Es ist ja auch verwirrend: Jason Köhnen ist dauerpräsent, zum Beispiel mit BONG-RA, <a href="https://vampster.com/bands/the-answer-lies-in-the-black-void/">THE ANSWER LIES IN THE BLACK VOID</a> und dem jüngst wiedervereinigten <a href="https://vampster.com/bands/the-kilimanjaro-darkjazz-ensemble/">THE KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE</a>. Neues Darkjazz-Material gibt es derzeit allerdings nur von THE LOVECRAFT SEXTET. Und so schön es ist, dass die länger werdenden Nächte nun eine passende Untermalung enthalten: Dieses Mal fehlt trotz der dichten Atmosphäre dieses verführerische Element, das einen mit samtigen Fesseln an diese pechschwarze Kompositionen fesselt. Schlecht ist „Penance“ aber deshalb noch lange nicht, im Gegenteil: Wer dem Darkjazz verfallen ist, wird auch an diesem Album seine morbide Freude haben.</p>
<p>Wertung: 7 von 10 Galgenbäume</p>
<p>VÖ: 16. Oktober 2026</p>
<p>Spielzeit: 38:15</p>
<p>Line-Up:<br />
Jason Köhnen : Guitar / Upright / Drums / Organ / Vocals / Electronics</p>
<p>Guest musicians<br />
Colin Webster : Saxophone<br />
Lilian Tong : Soprano</p>
<p>Label: Debemur Morti Productions</p>
<h4>THE LOVECRAFT SEXTET „Penance“ Tracklist:</h4>
<p>1.<a href="https://youtu.be/GFcBlBLKs0I?si=QdIzjuTBZjd71inw"> Si Quaeris (Official Audio bei Youtube) </a><br />
2. Symbolum Apostolorum<br />
3. Anima Christi<br />
4. Requiem Aeternam<br />
5. Confiteor<br />
6. Te Deum</p>
<p><a href="https://youtu.be/TJKs4wxpZJ0?si=6p6yZmXfxnaonnXS">THE LOVECRAFT SEXTET „Penance“ Full Album Stream bei Youtube </a></p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://thelovecraftsextet.bandcamp.com/">https://thelovecraftsextet.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.darkjazz.org/">https://www.darkjazz.org/</a><br />
<a href="https://www.jasonkohnen.nl/">https://www.jasonkohnen.nl/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[THE LOVECRAFT SEXTET]]></band>
<genres><![CDATA[DARK, AVANTGARDE]]></genres>
<wpid>430934</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>BRING ME THE HORIZON: L.I.V.E. in São Paulo (Live Immersive Virtual Experiment) [Live]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/bring-me-the-horizon-l-i-v-e-in-sao-paulo-live-immersive-virtual-experiment-live/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 13:21:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BRING ME THE HORIZON]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=430825</guid>

					<description><![CDATA["L.I.V.E. in São Paulo" ist ein Blockbuster-Album, das diese Bezeichnung verdient, auch weil es die Bühnenqualitäten BRING ME THE HORIZONs treffsicher einzufangen weiß.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den Untertitel können wir uns schenken: Denn vom blumig umschriebenen „Live Immersive Virtual Experiment“ bleibt in der Audiofassung logischerweise nur ein kleiner Teil übrig. Was der Konzertfilm, der es ursprünglich sogar bis auf ausgewählte Kinoleinwände schaffte, an visuellem Spektakel bereithält, ist letztlich aber gar nicht so essentiell. Denn „L.I.V.E. in São Paulo“ zeigt <a href="https://vampster.com/bands/bring-me-the-horizon/">BRING ME THE HORIZON</a> auch ohne Bildspur auf dem Zenit ihres Schaffens.</p>
<p>Aufgenommen wurde für dieses Live-Album das Konzert vom 30. November 2024 aus dem Allianz Parque Stadion in der brasilianischen Millionenstadt, für das den Briten das Beste gerade gut genug war. Dementsprechend groß und perfekt klingt der Audio-Mix, dessen überwältigende Live-Atmosphäre auch durch das typisch lautstarke südamerikanische Publikum gespeist wird. Dass die Band für ihre bislang größte Show also ausgerechnet diese Spielstätte wählten, wird spätestens im Viral-Hit „Can You Feel My Heart“ deutlich.</p>
<h2>&#8222;L.I.V.E. in São Paulo&#8220; ist ein Blockbuster-Album, das diese Bezeichnung verdient</h2>
<p>Die Euphorie seitens der Anhängerschaft weiß Frontmann Oli Sykes zudem mit einem einfachen wie effizienten Mittel zu füttern: Immer wieder wendet er sich auf Portugiesisch an die Menge, die auf die Kommandos in Landessprache geradezu überschwänglich reagiert. Ansonsten führt Sykes routiniert und gut gelaunt durch das Programm. Der technisch beste Sänger mag er nicht sein, doch sind die kleinen Unsauberkeiten für uns weniger Makel denn Zeichen der Authentizität. Die Produktion ist gewaltig, der Sound poliert und voller Backing Tracks – aber steril ist die Darbietung dennoch nicht.</p>
<p>Das alles trägt dazu bei, dass „L.I.V.E. in São Paulo“ ein Blockbuster-Album ist, das diese Bezeichnung tatsächlich verdient. Eine Performance von Stadionformat, deren größter Kritikpunkt wohl in der Songauswahl zu finden ist, liegt der Fokus doch mit überwältigender Mehrheit auf den beiden jüngsten Werken der „POST HUMAN“-Ära. Die Schaffensperiode vor dem 2013er Durchbruch „Sempiternal“ lassen <a href="https://vampster.com/bands/bring-me-the-horizon/">BRING ME THE HORIZON</a> links liegen – schade, da das Quartett in der Zwischenzeit selbst wieder Gefallen an ihren Deathcore-Wurzeln gefunden hat.</p>
<h2>Die Bühnenqualitäten BRING ME THE HORIZONs fängt &#8222;L.I.V.E. in São Paulo&#8220; gut ein</h2>
<p>Nichtsdestotrotz fängt „L.I.V.E. in São Paulo“ die Bühnenqualitäten der Band über üppige anderthalb Stunden ein, ohne dabei während der zahlreichen Interludes nennenswerte Längen zu verzeichnen. Das ist als bloße Hörfassung zwar kaum experimentell, immersiv gestaltet sich der Konzertmitschnitt in seiner Gesamtheit dafür auch ohne Kamera.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 10.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 89:45</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Oli Sykes – Vocals<br />
Lee Malia – Gitarre<br />
Matt Kean – Bass<br />
Matt Nicholls – Drums<br />
John Jones – Gitarre, Backing Vocals, Keyboards</p>
<p>Produziert von Zakk Cervini, Jared Daly (Live-Mix) und Ted Jensen (Mix, Mastering)</p>
<p>Label: Sony</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.bmthofficial.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.bmthofficial.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/bmthofficial/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/bmthofficial/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/bringmethehorizon/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/bringmethehorizon/</a></p>
<h2>BRING ME THE HORIZON “L.I.V.E. in São Paulo” Tracklist</h2>
<p>1. (Interlude) Press Start (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=g1bvP7BZDME" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. DArkSide<br />
3. MANTRA<br />
4. Happy Song<br />
5. Teardrops<br />
6. AmEN!<br />
7. (Interlude) Project Angel Dust<br />
8. Kool-Aid<br />
9. Shadow Moses<br />
10. [ost] (spi)ritual<br />
11. n/A<br />
12. Sleepwalking<br />
13. Itch For The Cure (When Will We Be Free?)<br />
14. Kingslayer<br />
15. Parasite Eve<br />
16. Follow You<br />
17. LosT<br />
18. Can You Feel My Heart<br />
19. (Interlude) You People Are All Doomed<br />
20. Doomed (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=23-8TLCyuEk" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
21. (Interlude) Aura Gauger<br />
22. Drown<br />
23. Throne</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[BRING ME THE HORIZON]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metalcore, electronic, modern metal, alternative metal]]></genres>
<wpid>430825</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>JØTNARR: Feet First On The Corpse Path</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/jotnarr-feet-first-on-the-corpse-path/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 11:34:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[JOTNARR]]></category>
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					<description><![CDATA[Kennt hier noch jemand BATTLE OF WOLF 359? Also nicht die Schlacht, sondern die Band? Deren Sängerin hat bei den englischen Szene-Urgesteinen von JØTNARR angeheuert, zusammen mit Drummer Chris Saunders. Und was dabei rauskommt, ist ungefähr der beste Krach, den ich seit Jahren gehört habe.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dabei klingt Sam Fairclough immer noch so böse, bitter und brutal wie vor 20 Jahren, als sie in eben jener fantastischen Emo-Violence-/Screamo-Band aus England das Mikro angeschrien hat. Die Screamo-Szene war damals klein und gemütlich, ein Hort der Freundlichkeit und des Zusammenhalts. Und wenn man das Glück hatte, in Westfalen zu leben, hatte man es nicht weit, wenn jedes Jahr viele ihrer Mitglieder in einer urigen Landkaschemme zusammen kamen, um auf Einladung des Labels React With Protest DIY-Punk und Emo-Krach zu feiern, auch und gerne zusammen mit BATTLE OF WOLF 359, die dort dann auch ihren Abschied zelebriert haben damals.</p>
<p>Nun, alles geht einmal vorbei, aber schön ist es, wenn auch mal was weitergeht. <a href="https://vampster.com/bands/jotnarr/">JØTNARR</a> gibt es noch, Sam Fairclough gibt es noch, und es ist ein perfect match! Die Band war immer ein bisschen weniger Emo und ein bisschen mehr Black Metal, aber eigentlich alle extremen Metal-Genres zusammen. Wer sich das Cover von „Feet First On The Corpse Path“ genauer anschaut, wird dann auch nicht unbedingt auf die Idee kommen, dass es sich dabei um sonderlich emotionale oder gar atmosphärische Musik handelt.</p>
<h2>Extremer Metal &amp; emotionaler Hardcore in Perfektion</h2>
<p>Und doch finden wir – liegt es am Einstieg Faircloughs? – hier ganz ähnliche Gitarrenharmonien und Arrangements wie bei den Star-Trek-Fans von damals. Wir finden auch viel Krach, Brutalität und Gewalt, keine Frage. Aber die Welt ist in den letzten 20 Jahren gar nicht mal unbedingt sehr viel besser geworden, zumindest wenn man es von der Perspektive eines alternden Sozialisten oder Anarchos betrachtet, und deshalb ist das nur folgerichtig und tut es wohl so gut, wenn eine Band wie JØTNARR einfach mal richtig einen raushaut.</p>
<p>Und das tut sie: Nach dem brachialen (und allerdings irgendwie deplatziert wirkenden) Opener „Every Stone A Grave“ startet das Album einfach noch ein zweites Mal mit einem klassischen Sprach-Sample und „Lady Of The Blade“, das mit seiner herrlich abgehackten Gitarrenmelodie direkt aus dem Screamo der 2000er-Jahre kommen könnte. „Luminous Veil“ groovet dann locker aus der Hüfte, „Hold Tight“ ist die stärkste Durchhalteparole in Emo-Form, die ich je gehört habe, und das Album-Highlight „Yestermorn“ strahlt als eine regelrecht epische und ungemein schöne Hymne voller Nostalgie und Wehmut. So geht es weiter, und es gilt eigentlich für die ganzen noch nicht einmal 28 Minuten. Da wird gefühlvoll (und ziemlich anspruchsvoll!) geballert, dass es ein reiner Wahnsinn ist, und Sam Fairclough knurrt und growlt uns voller Frust und Leidenschaft die Ohren und die Herzen voll.</p>
<p>Interessant dabei: Die Band kommt ganz ohne Bassgitarre aus, aber nicht ohne Bass. Sie nutzt zwei sich perfekt ergänzende Gitarren (kein Wunder: Simon Rollo und Chris Moore sind seit ca. 15 Jahren zusammen JØTNARR), aber eine ist eben oft für den Bass zuständig, was dem Sound sehr viel Dreck, aber auch angemessen viel Druck verleiht und den atmosphärischen Parts die nötige Grundierung gibt. Diese sind dann auch mein persönliches Highlight hier, wenngleich die lauteren Passagen, vor allem gegen Ende, aufgrund ihrer hohen Melodie-Orientierung auch ordentlich Gänsehaut erzeugen. Insgesamt haben wir es mit sehr versierten Musikern zu tun, die im Zusammenspiel häufig schon regelrecht progressiv wirken bei dem, was sie tun. Was für ein Monolith der extremen Musik, was für eine Wonne!</p>
<p>Spielzeit: 27:15 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 04.09.2026</p>
<p>Labels: Bunkland, Prismatik, SquigyPop, SuperFi</p>
<p><a href="https://jotnarr.bandcamp.com/album/feet-first-on-the-corpse-path" target="_blank" rel="noopener">JØTNARR auf Bandcamp</a></p>
<p>Line-Up:<br />
Melv &#8211; Guitar<br />
Simon &#8211; Guitar<br />
Chris &#8211; Drums<br />
Sam &#8211; Vocals</p>
<h2>Tracklist JØTNARR &#8222;Feet First On The Corpse Path&#8220;</h2>
<p>1. Every Stone A Grave<br />
2. Lady Of The Blade<br />
3. Luminous Veil<br />
4. Hold Tight<br />
5. Yestermorn<br />
6. The Tremor Beneath All Things<br />
7. Lychgate<br />
8. Father Of Plagues</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[JOTNARR]]></band>
<genres><![CDATA[death metal, hardcore, emo, grindcore, Crust]]></genres>
<wpid>430773</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>THE KEENING: Devotion</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/the-keening-devotion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 09:47:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[THE KEENING]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Album als Andenken: „Devotion“ ehrt Rebecca Vernons Vater. THE KEENING zeigen mit diesen sieben Songs, was Hingabe bedeutet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hingabe ist so ein großes Wort, eines mit einer so tiefen und reichen Bedeutung, dass ich nicht aufhören kann, darüber nachzudenken. Vielleicht liegt es daran, dass ich in diesem Jahr, wann immer die Angst und Trauer wieder droht übermächtig zu werden, auf Andrej Tarkowskis Weisheit zurückgegriffen habe, auf seine Filme, auf das, was er gesagt hat. Und immer wenn ich hadere, komme ich auf seine Weltsicht zurück. Und dann erdet es mich und ich stelle fest, dass alles was zählt, Opferbereitschaft, oder auch Hingabe ist. Ziemlich offensichtlich, wenn man Kinder hat, die sich selbst – berechtigterweise! – ins Zentrum stellen. <a href="https://vampster.com/bands/the-keening/">THE KEENING</a> erzählen die Geschichte von „Devotion“ aus einer anderen, aber ebenso berührenden Sicht. Rebecca Vernon (ex-<a href="https://vampster.com/bands/subrosa/">SUBROSA</a>) begleitete ihren Vater in den letzten Jahren seines Lebens sehr intensiv, sodass sich der Kreis schließen konnte, Hingabe der Eltern an die Kinder und später vice versa.</p>
<h2>THE KEENING mäandern zwischen Doom, American Gothic und Post Rock. „Devotion“ geht einen sehr eigenen Weg.</h2>
<p>THE KEENING schrecken auf ihrem zweiten Album also nicht davor zurück, die großen Emotionen ins Zentrum zu stellen, auch weil es zwischendurch um die Schattenseite der Hingabe geht: Sucht. Manchmal liegen diese Pole so nah beieinander, dass unklar ist, was wirklich gefühlt wird. „Devotion“ lädt ein, sich in der Musik zu verlieren und zu reflektieren, es fließt ebenso wie Gefühle, die sich nur schwer kontrollieren lassen. Die erste Hälfte des Albums zeigt das sehr deutlich: Zwischen American Gothic, Post Rock und Doom mäandert „Devotion I – IV“, wobei THE KEENING vor allem bei der hypnotisch-schweren Doom Rock-Nummer in Hymnenqualität „Devotion III – The King“ alte SUBROSA-Qualitäten in den neuen Sound überführt und dann mit dem totalen Kontrast „Devotion IV – O Mother“ ein nahezu perfektes, zu Tränen rührendes Folk-Stück bietet, bei dem Klavier, Gesang und Streicher wie aus dem Lehrbuch arrangiert sind.</p>
<p>Nach diesen atemberaubenden Songs kann es auf dem zweiten Album von THE KEENING eigentlich nur bergab gehen, richtig? Rebecca Vernon nutzt dies allerdings zu ihrem Vorteil. Aus dem zunächst fast schon unspektakulären Folk von „A Little Bit Of Blood“ entsteht eine große, berührende Hymne, in der Rebecca Vernon mit großer Würde und viel Herzblut singt. „Time Travel“ bleibt vergleichsweise leise, ist aber umso dichter arrangiert und instrumentiert und erzeugt so eine ähnliche Erhabenheit wie das vorige Stück. Generell ist die zweite Hälfte von „Devotion“ ein klassischer Slow Burner, denn auch das abschließende „The Murder Of Anna Brown“ zelebriert American Gothic, liebäugelt mit einem großen, heavy Chorus und geht dann zurück in Richtung Folk. So nimmt sich die zweite Albumhälfte bewusst zurück und setzt auf einen langen Atem.</p>
<h2>„Devotion“ kommt ohne große Effekte aus: THE KEENING zeigen wie reifes Songwriting klingen kann.</h2>
<p>THE KEENINGs zweites Album endet leise, strahlt aber Faszination aus. Vielleicht eben weil die Dynamik nicht bis ins Äußerste ausgespielt wird und weil „Devotion“ dadurch eine elegante, feierliche Atmosphäre innewohnt. Rebecca Vernon lässt die Songs organisch fließen, statt mit jugendlicher Wut immer wieder in die Heaviness zu gehen. Das sorgt davor, dass vor allem „Devotion IV – O Mother“ im Gedächtnis bleibt und der Rest des Albums erarbeitet werden muss. Aber dank der äußerst vielschichtigen Instrumentierung, von Streichern bis Klarinette, legen sich die Kompositionen wie eine wärmende Decke um die Hörer*innen. Wenn die emotionale Bindung zwischen Musik und Publikum etabliert ist, öffnet sich das Album dann auch recht schnell.</p>
<p>„Devotion“ ist trotz allem kompakter als <a href="https://vampster.com/cd-reviews/the-keening-little-bird/">„Little Bird“</a> und fokussiert sich zusehends auf klassische Folk- und Singer-Songwriter-Strukturen, allerdings durch eine Doom-Brille betrachtet. Insofern gehen THE KEENING noch weiter als auf ihrem Debüt, obwohl, oder gerade weil es sich anfühlt, als wäre das Album reduzierter, vor allem in Bezug auf Songlängen. Die Kompaktheit tut dem Material gut, weil es auch die Emotionalität zu keiner Zeit verwässert. Im Gegenteil: THE KEENING zeigen auch musikalisch, wie Hingabe funktioniert. Die Hingabe an ein Album, an die Songs, im Vertrauen darauf, keine Aufmerksamkeit durch billige Tricks erhaschen zu müssen, ist etwas, das in diesen Tagen sehr wertvoll ist. Was bei all dem am wertvollsten ist: Zu spüren, wie tief die Verbindung zwischen Vater und Tochter gewesen sein muss. Allein deshalb strahlt „Devotion“ bei aller Trauer auch Hoffnung aus. Schönes Album!</p>
<p>Wertung: 8 von 10 Nester</p>
<p>VÖ: 16. Oktober 2026</p>
<p>Spielzeit: 41:28</p>
<p>Line-Up:<br />
Rebecca Vernon – Drums, Guitar, Piano, Organ, Hammered Dulcimer, Vocals</p>
<p>Gastmusiker*innen:<br />
Andrea Morgan – Violin, Viola<br />
Lily Breshears – Harp<br />
Kelly Shilling – Flute<br />
Dan Patridge – French Horn<br />
Jackie Perez Gratz – Cello<br />
Lisa Lipton – Clarinet</p>
<p>Label: Relapse Records</p>
<h4>THE KEENING „Devotion“ Tracklist:</h4>
<p>1. Devotion I – Golden Threat<br />
2. Devotion II – Fitful Sleep<br />
3. <a href="https://youtu.be/HVGBM_XmeFc?si=1dQIGPxFNEnAScvk">Devotion III – The King (Official Audio bei Youtube) </a><br />
4. Devotion IV – O Mother<br />
5. <a href="https://youtu.be/WfLl77S8Hs8?si=tjoX04-xnuK_gIcO">A Little Bit Of Blood (Official Video bei Youtube) </a><br />
6. Time Travel<br />
7. The Murder Of Anna Brown</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://thekeeningmusic.bandcamp.com/">https://thekeeningmusic.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/thekeeningmusic">https://www.instagram.com/thekeeningmusic</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/thekeeningmusic">https://www.facebook.com/thekeeningmusic</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[THE KEENING]]></band>
<genres><![CDATA[doom metal, FOLK]]></genres>
<wpid>430700</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>URARV: Nychta Psychis</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/urarv-nychta-psychis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2026 08:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[URARV]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit „Nychta Psychis“ dreht Aldrahn wieder so richtig frei: Das dritte Album von URARV zeigt in einer guten halben Stunde, wie seltsam punkiger Black Thrash klingen kann.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://vampster.com/bands/dodheimsgard/">DØDHEIMSGARD</a> haben derzeit einen ziemlichen Lauf. Mit <a href="https://vampster.com/cd-reviews/dodheimsgard-black-medium-current/">„Black Medium Current“</a> hoben Vicotnik und seine Band ihr bis dahin fast schon übertriebenes Niveau in schier unerreichbare Höhen, die Band wird viel gebucht und brilliert auf Festivals in ganz Europa, nicht selten als Headliner. Da hat einer das Nachsehen: Aldrahn, der den Wahnsinn in DØDHEIMSGARD mitkultiviert hat, steht jetzt im Schatten seiner ehemaligen Bandkollegen. Mit <a href="https://vampster.com/bands/urarv/">URARV</a> hat er allerdings schon länger ein Eisen im Feuer, das nicht überhört werden sollte. Diese Formation gibt es offiziell bereits seit 2003, seit Aldrahns Ausstieg bei DØDHEIMSGARD nimmt die Band aber Fahrt auf. „Nychta Psychis“, das dritte Album der Formation ist dabei kompakter und wilder als sein Vorgänger.</p>
<h2>„Nychta Psychis“ trägt ganz die Handschrift von Aldrahn: URARV sind ein skurrile, originelle Black Thrash-Seltsamkeit.</h2>
<p>Die fünf Songs sind knapp länger als eine halbe Stunde und zeigen die ungefilterte Weirdness von Aldrahn. „Nychta Psychis“ ist dreckig und punkig, aber zwischendurch etwas atmosphärisch, und so sind URARVs fünf Songs äußerst kurzweilig und machen Spaß. Aber nicht zu viel: Wo das letzte Album „Substratum“ (2023) stellenweise vor lauter Weirdness drohte in den Klamauk abzurutschen, ist „Nychta Psychis“ in diesem Bereich etwas gebremster. Viel mehr gehen URARV dafür etwas mehr ins Psychedelische, wie im Titelsong. Die Unberechenbarkeit bleibt aber selbst in den punkigen, von Thrash geprägten Songs wie dem Opener „Dødheimsgard“ bestehen.</p>
<p>Und doch, URARV klingen eher wie Radaubrüder, nicht wie durch und durch gefährlich Psychopathen. Misanthropie spielen andere besser aus, und auch die Emotionalität. Selbst wenn „When Consciousness Identifies With Matter It Is Lost“ zwischen <a href="https://vampster.com/bands/voivod/">VOIVOD</a>-Momenten im Black Metal-Gewand zwischendurch in einem farbenfrohen, bizarren Universum untertauchen und daraus wieder hervorkommen, als wären sie in Batikfarbe getaucht worden. Auch „Operation Genocide“ ist ein wilder Ritt mit dissonanten Riffs, punkigem Drumming, schrägen Melodien auf dem Bass Aldrahns Vocals zwischen Wahnsinn und Wut – und gesampeltem Hundegebell. Das abschließende „Youniverse“ schafft den Spagat zwischen Raserei und bizarren B-Movie-Scifi-Sounds, die das Ganze auflockern. Das macht alles Spaß, aber so richtig in die Tiefe gehen die Norweger damit nicht.</p>
<h2>URARV haben sich auf ihrem dritten Album die Spontaneität bewahrt: „Nychta Psychis“ ist frisch und unberechenbar.</h2>
<p>URARV kann man somit nicht vorwerfen, verkopft zu agieren, im Gegenteil: Spontaneität und Power sind spürbar, gewürzt mit etwas Genialität. Der Spagat, den URARV schlagen, hätte komplett schief gehen können, aber unerschrockene Musiker wie Aldrahn, Sturt und Sakis es eben sind, verlassen sie sich genügend auf ihr Bauchgefühl und machen aus biederem Black-Thrash mit guten Riffs und schrulligen Leadgitarren eben doch etwas, das Wiedererkennungswert hat, Aldrahns einmalige Vocals und seinem Faible für das Skurrile sei Dank. „Nychta Psychis“ erreicht damit leider nicht das Niveau von DØDHEIMSGARDs „A Umbra Omega“, ist aber zumindest originell und somit gut geeignet für alle, die ihren Black Metal energetisch und mit Wahnsinn gewürzt hören wollen.</p>
<p>Wertung: 7 von 10 Dunkle Nächte der Seele</p>
<p>VÖ: 16. Oktober 2026</p>
<p>Spielzeit: 32:39</p>
<p>Line-up:<br />
Aldrahn<br />
Snakiz<br />
Sturt</p>
<p>Label: Darkness Shall Rise</p>
<h4>URARV „Nychta Psychis“ Tracklist:</h4>
<p>1. <a href="https://youtu.be/ogwy12-gw9w?si=L1rRd9z_F4i9WTgM">Dødheimsgard (Official Video bei Youtube) </a><br />
2. Nychta Psychis<br />
3. When Consciousness Identifies With Matter It Is Lost<br />
4. <a href="https://youtu.be/9oFBDpETtKs?si=WN68xAMwPZIGmJ6N">Operation Genocide (Official Audio bei Youtube)</a><br />
5. Youniverse</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://urarv.bandcamp.com/">https://urarv.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://urarvdarknessshallrise.bandcamp.com/album/nychta-psychis">https://urarvdarknessshallrise.bandcamp.com/album/nychta-psychis</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/urarv/">https://www.facebook.com/urarv/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/urarvofficial/">https://www.instagram.com/urarvofficial/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[URARV]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>430376</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SMOULDER: Witch Wife In An Alien World</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/smoulder-witch-wife-in-an-alien-world/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 17:32:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SMOULDER]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=430457</guid>

					<description><![CDATA[Sarah Ann, Sängerin von SMOULDER, hat eine Mission: Heavy Metal wieder dreckig, gefährlich, nerdig und trve machen. Ich bin dabei! Aber kann man sich das auch anhören?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer meine Rezensionen kennt, weiß: Alles, was irgendwie verschroben, „kauzig“, underground ist, finde ich erstmal prinzipiell gut. Gleichzeitig stehe ich auf komplexe Arrangements, guten Sound, gute Musik und überhaupt alles, was gut ist. SMOULDER haken viele Kästchen ab: Sie kennen die komplette Sword-&amp;-Sorcery-Kultur dieser Welt in- und auswendig, haben ein ambitioniertes Songwriting, interessieren sich mehr für Gefühl als für Konventionen und pushen auch noch in einer Tour Bands, die es ebenso halten.</p>
<p>Das Cover-Artwork (Ian Miller) kann auch mal wieder alles, und zu allem Überfluss positionieren sie sich auch noch politisch links und haben dies auf „Witch Wife In An Alien World“ (fantastischer Titel!) sogar in ihre Texte einfließen lassen: Die Lieder handeln z.B. vom sog. Klimawandel, von den Gefahren Künstlicher Intelligenz, vom Elend der Arbeiterklasse im Kapitalismus und davon, dass die Erde sich irgendwann an den Menschen für all die Scheiße rächen wird. Dabei hat Sarah Ann jedoch nicht einfach politische Lyrics in Punk-Manier verfasst, sondern sich wie gewohnt an Literatur bedient, was die Sache nochmal eine Spur interessanter und sympathischer macht.</p>
<h2>Um jeden Preis alt und verschroben</h2>
<p>Die Musik indes, nun, sie macht es mir schwer. Sarah Ann hat, wie sie in diversen Interviews nicht müde wird zu betonen, einfach die Schnauze voll vom glatt polierten Mainstream-Metal, und deshalb verzichtet sie sowohl bei ihrem Gesang diesmal sowohl auf großartige Effekte als auch auf gerade Töne. Nicht immer, aber so oft, dass es mich stört, und das will was heißen. Die erste Single „Water Wars“ z.B. grenzt leider wirklich an der totalen Unhörbarkeit, weil sie die ganze Zeit einfach haarscharf am richtigen Ton vorbei singt. Das wird später besser, aber es bleibt irgendwie unangenehm, sie wirkt übermotiviert.</p>
<p>Was aber wohl auch an der Produktion liegt: Der bewusste Verzicht auf Gimmicks hat nämlich dazu geführt, dass die Platte etwas dünn und sehr trocken klingt. Und das muss, auch im Underground, eigentlich nicht sein, es ist also eine bewusste Geschmacksentscheidung seitens der Band: Man wollte um jeden Preis alt und verschroben klingen, und das hat man geschafft. Allein, ich weiß im Heavy Metal einen aktuelleren Sound durchaus zu schätzen und höre so gut wie nie die ganz alten Klassiker; ich denke, die Songs hätten von mehr Hall, mehr Druck, mehr Tiefe durchaus profitiert, und vor allem würden sich Instrumente und Gesang besser ergänzen; so wie es ist, sticht Sarah Ann trotz der reduzierten Lautstärke zu sehr raus.</p>
<h2>„Witch Wife In An Alien World“ ist schön und gut</h2>
<p>Denn die Songs selber, diesmal weniger vom Epic Doom als vielmehr vom griechischen Black Metal inspiriert, sind im Grunde echt gut: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Kq-xw6v7hSM">„Shadow Of The Vulture“</a> (dieses Video!) ist ein stabiler Banger, „Crush The Neophytes“ und „Empathy’s Wrath“ herrliche Revolutionshymnen, „Cathedral Of The Trees“ fängt die Wildheit und Schönheit der Natur ein. Die meisten Lieder sind keine Hits im eigentlichen Sinne, aber sie wachsen mit jedem Durchlauf durch die spannende Rhythmik und die ein oder andere starke Melodie. Ja, das ist alles schön und gut, aber wie schön und gut wäre es erst, wenn insgesamt mehr Wumms hinter der Musik wäre und der Gesang irgendwie passender?</p>
<p>SMOULDER werden das sicherlich anders sehen; wir wissen, dass Sarah Ann auf Bands wie <a href="https://www.vampster.com/bands/dionysiaque">DIONYSIAQUE</a> und <a href="https://vampster.com/bands/grendels-syster/">GRENDEL’S SYSTER</a> steht, die ebenfalls sehr markante Gesänge über einem sehr trockenen Klangbild haben, und genau diesen Weg wollte sie wohl gehen. Ihre Mission, Metal wieder „wild und abenteuerlich“ werden zu lassen, teilen wir ja jedenfalls hier, erst recht viele ihrer politischen Überzeugungen. Insofern sei „Witch Wife In An Alien World“ jedem Fan wilden und abenteuerlichen Metals zunächst mal trotz aller abweichenden Geschmacksurteile wärmstens ans Herz gelegt.</p>
<p>Spielzeit: 42:59 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 09.10.2026</p>
<p>Label: Cruz Del Sur</p>
<p>Line-Up:<br />
Sarah Ann – Vocals<br />
Shon Vincent – Guitar<br />
Collin Wolf – Guitar<br />
Adam Blake – Bass<br />
Kevin Hester – Drums</p>
<h2>SMOULDER „Witch Wife In An Alien World“ Tracklist</h2>
<p>1. Water Wars (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZMJmxvxqfWs" target="_blank" rel="noopener">Lyrics-Video bei YouTube</a>)<br />
2. Shadow of the Vulture (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Kq-xw6v7hSM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Noitien Loitsu<br />
4. Crush the Neophytes<br />
5. Empathy’s Wrath<br />
6. Their Name Lives On<br />
7. Cathedral of the Trees<br />
8. Smouldering Remains</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SMOULDER]]></band>
<genres><![CDATA[heavy metal]]></genres>
<wpid>430457</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>THE OCEAN: Solaris</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/the-ocean-solaris/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 16:34:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[THE OCEAN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=430465</guid>

					<description><![CDATA[Mit verändertem Line-up und gleich zwei neuen Stimmen starten THE OCEAN in das nächste Kapitel: "Solaris" überrascht dabei mit unerwarteten Nuancen und viel Raum für die progressive Seite des Kollektivs.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Straßen? Wo wir hinfahren, brauchen wir keine Straßen!“</em> Es ist vor allem freudige Aufregung, die in Dr. Emmett Browns berühmtem Zitat aus der „Zurück in die Zukunft“-Trilogie mitschwingt. Die Entdeckerlust, der Aufbruch ins Neue und Unbekannte wecken Neugier wie Fernweh gleichermaßen, bevor sodann der Abspann rollt. Unverrichteter Dinge lassen uns <a href="https://vampster.com/bands/the-ocean/">THE OCEAN</a> glücklicherweise nicht zurück: „Solaris“ mag das Ziel im Namen tragen, teilhaben dürfen wir an dieser Expedition jedoch über die volle Distanz.</p>
<p>Dabei richtet das Berliner Kollektiv die Aufmerksamkeit zunächst auf den Ausgangspunkt: Den Hauptsitz des eigenen Labels Pelagic Records markiert das Intro „52°30&#8217;11&#8243;N, 13°26&#8217;12&#8243;E“ mit seinen geografischen Koordinaten. Von dort beginnt die Band eine Reise, die sich schnell als transformativ erweist: Der von der Akustikgitarre unterlegte feinfühlige Gesang klingt vertraut und doch anders.</p>
<h2>Mit verändertem Line-up und gleich zwei neuen Stimmen starten THE OCEAN in das nächste Kapitel</h2>
<p>Der offensichtlichste Grund: Bei „Solaris“ handelt es sich um das erste Studioalbum seit der Trennung von Sänger Loïc Rossetti, welcher die Band nach rund anderthalb Dekaden und sechs Studioalben im Jahr 2025 verlassen hatte. Es handelt sich nicht um die einzige Veränderung nach einer ausgedehnten Periode der Konstanz: Auch Schlagzeug und Gitarre mussten in der Zwischenzeit neu besetzt werden, so dass sich Mastermind Robin Staps den ursprünglichen Gedanken eines Musiker:innen-Kollektivs wieder ins Gedächtnis rief.</p>
<p>Die Vakanz am Mikro kompensieren nun beispielsweise gleich zwei Stimmen: Enrico Tiberi fehlt zwar das markante Reibeisen-Timbre Rossettis, füllt den Posten nach kurzer Eingewöhnungszeit aber absolut souverän aus. Mit vertrauter Stimmfarbe und ähnlichen Gesangsbögen fällt die Umstellung allerdings entsprechend leicht. Sein weibliches Pendant Lane Shi (<a href="https://vampster.com/bands/otayonii/">OTAY:ONII</a>) hingegen bringt ein für <a href="https://vampster.com/bands/the-ocean/">THE OCEAN</a> völlig neues Flair mit sich. Mal leise, mal kraftvoll, doch stets mit einer gesunden Dosis Exzentrik füllt die Sängerin eine Lücke, von der wir zuvor noch nichts wussten.</p>
<h2>Der progressiven Seite der Band bietet sich auf &#8222;Solaris&#8220; viel Raum zur Entfaltung</h2>
<p>Dass das Grundgerüst von „Solaris“ derweil schon vor einigen Jahren entstand und ursprünglich „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/the-ocean-phanerozoic-ii-mesozoic-cenozoic/">Phanerozoic II: Mesozoic | Cenozoic</a>“ (2020) nachfolgen sollte, ist dem Songwriting durchaus anzuhören. Die Stücke sind offen angelegt, so dass sich gerade der progressiven Seite der Band viel Raum zur Entfaltung bietet. Härtere Spitzen streuen <a href="https://vampster.com/bands/the-ocean/">THE OCEAN</a> nun eher punktuell, während der rastlos angelegte „Departure Song“ zum Auftakt mittels zahlreicher Details und Spuren besticht. Warme Bassläufe blitzen hervor, Lane Shi füllt den Hintergrund zeitweise mit einer gewissen Theatralik, in der Hook tänzeln die Gitarren verspielt umeinander, während das Drumming nette Patterns einstreut und Richtungswechsel vorgibt.</p>
<p>In „Light Pollution“ wiederum nehmen Synthesizer und Vibraphon eine präsente Rolle ein, während Frontmann Enrico Tiberi seine Stimme ähnlich elegant über die Spuren legt, wie es sein Vorgänger zu tun vermochte: Kurzum, hier klingen die zeitgenössischen <a href="https://vampster.com/bands/the-ocean/">THE OCEAN</a> unverkennbar hindurch, ohne sich selbst zu wiederholen. Denn auch wenn mit der einsetzenden E-Gitarre und Tiberis Screams ein Hauch „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/the-ocean-heliocentric/">Heliocentric</a>“ (2010) die Komposition erfüllt, steuern loungige Intermezzi und Lanes heller Gesang das Stück in unerforschtes Terrain.</p>
<h2>Zeitweise treffen auf &#8222;Solaris&#8220; Alt und Neu aufeinander</h2>
<p>Diese Vermählung aus Alt und Neu erleben wir zudem in „Belligerence“, dessen brodelnde Riffs eine Menge Wut zu unterdrücken scheinen: Als hätte Bandkopf Robin Staps „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/the-ocean-precambrian/">Precambrian</a>“ (2007) im Hinterkopf gehabt, als er die Gitarre in die Hand nahm. Das Resultat ist ein dynamisches und vielseitiges Monstrum, welches die jüngere, progressiv-psychedelische Seite <a href="https://vampster.com/bands/the-ocean/">THE OCEAN</a>s mit der Post-Metal-Urgewalt der früheren Bandhistorie verschmelzen lässt.</p>
<p>Dass die Nummer dem Epos „Simulacra“ nachfolgt, ist ein gut gewählter Schachzug, besticht jenes doch trotz weniger harscher Spitzen mit einem getragenen Grundgerüst, über das sich eine wundervolle Gesangslinie legt. Einfach nur verträumt oder doch blinde Naivität? Gefangen nehmen lassen wir uns über die rund 17 Minuten Laufzeit dennoch ohne groß zu hinterfragen &#8211; und gehen damit der Band auf den Leim. In Anlehnung an Stanislaw Lems Roman „Solaris“ (1961) spiegelt Staps‘ „Simulacra“ die namengebenden fleischgewordenen Erinnerungen der Menschen mit unserem Doppelleben in den sozialen Medien, deren Authentizität wir ebenso kaum reflektieren.</p>
<h2>Auf der Zielgeraden wagen sich THE OCEAN in elektronische Gefilde vor</h2>
<p>Der sludgige Trott von „Ultima Esperanza“ schließlich erinnert auch aufgrund des Riffings stark an <a href="https://vampster.com/bands/cult-of-luna/">CULT OF LUNA</a>, lässt im zweiten Teil jedoch auch eine bluesige Leadgitarre miteinfließen. Der Übergang auf die Zielgeraden erfolgt schließlich fließend: Während sich die Gitarren zurückziehen, übernehmen die Synthesizer Stück für Stück das Ruder, um schließlich in „Milk Of My Dreams“ federführend in Erscheinung zu treten.</p>
<p>Dass <a href="https://vampster.com/bands/the-ocean/">THE OCEAN</a> hier mit Thorsten Quaeschning (<a href="https://vampster.com/bands/tangerine-dream/">TANGERINE DREAM</a>) zusammenarbeiteten, kommt dem Albumfinale in jeder Hinsicht zugute. Denn obwohl die elektronische Inkarnation des Kollektivs einen vollkommen anderen Vibe bedient, scheint uns die Transformation formschlüssig und nicht minder vielschichtig. Ironischerweise ist es ausgerechnet der monotone, mantraartige Gesang, der hier etwas abfällt und nur von Lane Shis beherzter Performance im Hintergrund gerettet wird.</p>
<h2>Das Zerstückeln der Songs bringt &#8222;Solaris&#8220; keinen Mehrwert, auch wenn man das Konzeptalbum am besten als Ganzes erleben sollte</h2>
<p>Ein wenig seltsam mutet derweil die Entscheidung an, das abschließende &#8222;51°28’30″S, 73°6’11″W&#8220; als eigenes Stück per Fade-in hinten anzuschließen, wirkt die Nummer doch dadurch mehr wie ein Reprise oder Remix der vorangegangenen Komposition, die durch einen durchgehenden Übergang wohl dezent eleganter über die Ziellinie gegleitet wäre. Generell fraglich ist darüber hinaus die Zerstückelung vieler Songs in unterschiedliche Teile. Da die ausladenden Tracks jeweils ganz offensichtlich als ein großes Ganzes konzipiert wurden, bleibt der einzige Zugewinn dieses Schritts wohl eine kleine Steigerung der spärlichen Streamingerlöse.</p>
<p>Für moderne Hörgewohnheiten aber ist diese Vorgehensweise natürlich ein Unding, welches Streaming-Rotationen künftig mit halben Songs füttern dürfte. Ein stilles Plädoyer für das Konzeptalbum könnten wir wohlwollend aus diesem Schritt herauslesen und tatsächlich ist der Fokus auf das Gesamtwerk die beste Art und Weise, sich mit „Solaris“ auseinanderzusetzen.</p>
<h2>THE OCEAN werden auf &#8222;Solaris&#8220; selbst zu Entdeckern</h2>
<p>Wie auf einer Expedition in das Unbekannte entfalten sich so die vielfältigen Schauwerte, Landschaften und Ebenen, welche <a href="https://vampster.com/bands/the-ocean/">THE OCEAN</a> in ihrem ersten Unterfangen seit dem großen Umbruch selbst zu Entdeckern werden ließen. Das Ziel dieser waghalsigen Reise benennen die Musiker:innen übrigens ebenfalls per geografischem Fingerzeig: <em>&#8222;51°28’30″S, 73°6’11″W</em> lauten die Koordinaten. Wohin genau sie uns führen, wollen wir an dieser Stelle zwar nicht verraten. Doc Brown jedenfalls würde selbst hier mit seiner Prophezeiung Recht behalten: Wohin <a href="https://vampster.com/bands/the-ocean/">THE OCEAN</a> uns führen, sind Straßen tatsächlich von zweitrangiger Bedeutung.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 25.09.2026</p>
<p>Spielzeit: 69:22</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Enrico Tiberi – Vocals<br />
Lane Shi – Vocals<br />
Robin Staps – Gitarre<br />
Emmanuel Jessua – Gitarre<br />
Marco Gennaro – Gitarre<br />
Mattias Hägerstrand – Bass<br />
Jordi Farré &#8211; Schlagzeug</p>
<p>Produziert von Daniel Lidén, Robin Staps und Jens Bogren (Mix und Mastering)</p>
<p>Label: Pelagic Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.theoceancollective.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.theoceancollective.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/theoceancollective" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/theoceancollective</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/theoceancollective" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/theoceancollective</a><br />
Bandcamp: <a href="https://theocean.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://theocean.bandcamp.com/</a></p>
<h2>THE OCEAN “Solaris” Tracklist</h2>
<ol>
<li>52°30’11″N, 13°26’12″E</li>
<li>Departure Song</li>
<li>Light Pollution (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=iFAc9-6-LSg" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Simulacra, Pt. I</li>
<li>Simulacra, Pt. II</li>
<li>Simulacra, Pt. II</li>
<li>Belligerence, Pt. I (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=bl4X7Qsag2s" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)</li>
<li>Belligerence, Pt. II</li>
<li>Ultima Esperanza, Pt. I (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=FGvFf1dh_Uc" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Ultima Esperanza, Pt. II</li>
<li>Milk Of My Dream</li>
<li>51°28′30″S, 73°6′11″W</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[THE OCEAN]]></band>
<genres><![CDATA[progressive metal, Post Metal]]></genres>
<wpid>430465</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>HILLS LIKE WHITE LIONS: Canary</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/hills-like-white-lions-canary/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2026 10:38:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[HILLS LIKE WHITE LIONS]]></category>
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					<description><![CDATA[Es fällt mir regelmäßig schwer, Bands, deren Namen aus vier Wörtern besteht, ernst zu nehmen. „HILLS LIKE WHITE LIONS“ klingt aber irgendwie schön, denn wer möchte nicht von Hügeln, die wie weiße Löwen wirken, umgeben sein? Und dabei sehr emotionalen, angeschwärzten Prog Metal hören?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Denn HILLS LIKE WHITE LIONS ist nicht etwa eine Metalcore-, sondern eine Progressive-/Post-Metal-Band, und für ihr neues und bisher drittes Werk haben sie Screamo- und Black-Metal-Elemente in ihren Klang eingewoben. Heraus kommt ein hoch ambitioniertes Werk, das man nach relativ kurzer Eingewöhnungszeit so schnell nicht mehr aus den Ohren bekommt.</p>
<p>Das liegt in erster Linie an der erstklassigen Melodieführung und dem fantastischen melodischen Gesang (Florian Wagner), der nicht, wie bei durchschnittlichen Vier-Wörter-Bands aus dem Metalcore-Genre häufig anzutreffen, uninspiriert zwischen die Screams gepackt wurde, sondern ganz klar führend ist. Das Duett mit dem extremen Gesang hat dann manchmal was von jenem Metalcore, kommt aber immer emotional und authentisch rüber.</p>
<p>Dass HILLS LIKE WHITE LIONS Fans von <a href="https://vampster.com/bands/deafheaven/">DEAFHEAVEN</a> sind, darf man wohl annehmen. Dennoch ist die Basis ihres Sounds weiterhin melodischer Prog (man denke z.B. an <a href="https://vampster.com/bands/coheed-and-cambria/">COHEED AND CAMBRIA</a>), so dass insgesamt eine gewisse Eigenständigkeit entsteht. Das allein reichte nicht, um mich für die Band einzunehmen, aber die Österreicher bieten mehr: Erstens einen offenbar gut ausgebildeten Sänger mit einer ungewöhnlich vollen, sonoren Stimme, zweitens ein Songwriting, das konsequent auf Hooks abzielt, die nicht sofort nerven, sondern über mehrere Durchläufe zu ganz schlimmen geilen Ohrwürmern werden, wenn man sie lässt.</p>
<h2>„Canary“ ist emotional, authentisch, ambitioniert – und ein voller Erfolg</h2>
<p>Und das tut man gerne: Der Titelsong eröffnet „Canary“ mit kraftvollem Drumming und einem Riffing, das zunächst auf die falsche Fährte lockt, ehe es in Melancholie gebrochen wird – ganz stark und extrem berührend. Das bombastische „Cosmic Loss“ trumpft mit weiblichem Gastgesang von Pipi Gogerl (NOVENA &amp; ANCIENT FRAGMENTS) auf und bereichert die Palette damit nochmal; auf dem extrem eingängigen „Liminal Summer“ wiederum gibt sich Eklatanz von <a href="https://vampster.com/bands/heretoir/">HERETOIR</a> die Ehre, dessen Gesang allerdings weniger bereichernd wirkt, alldieweil er sich gar nicht so groß vom ansonsten eingesetzten extremen Gesang (Neuzugang Reinhard Farnberger) unterscheidet. Leadsänger Florian Wagner darf im anschließenden „Blown Away“ nochmal alles an Gefühl in seinen wundervollen Gesang legen: Die Vögel auf den Fensterscheiben jedenfalls gehen mir seit Wochen nicht aus dem Kopf. Und am Ende drehen HILLS LIKE WHITE LIONS nochmal die Prog- und Härte-Regler auf 10, so dass „Canary“ so leidenschaftlich wie möglich endet.</p>
<p>Das Album funktioniert dabei hervorragend als Ganzes, weil die großen Momente nicht für sich stehen, sondern sehr abwechslungsreich und sinnvoll miteinander verbunden sind und immer wieder klug variiert werden. Ja, komponieren kann man, es ist ja auch schon das dritte Album, und die Qualität ist insgesamt so hoch, so professionell, dass ich mir die Entscheidung, das Ganze komplett in Eigenregie zu produzieren und zu veröffentlichen, eigentlich nur als bewusste erklären kann.</p>
<p>HILLS LIKE WHITE LIONS haben mit „Canary“ ein Konzeptalbum geschrieben, das im Weltall spielt und das Aufwachsen dort beschreibt. Ich stelle mir vor, dass die Hauptfigur das Leben auf der Erde nur aus Geschichten erfährt – kein schöner Gedanke, und so ist es nur folgerichtig, dass wir die Schrecken, die sie dabei erlebt, als Schreie vernehmen. Solange also Leben auf der Erde noch möglich ist, sollten wir es genießen, und dabei kann uns „Canary“ hervorragend zur Seite stehen.</p>
<p>Spielzeit: 42:44 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 09.10.2026</p>
<p>Label: &#8211;</p>
<p><a href="https://hlwl.bandcamp.com/album/canary">Bandcamp</a></p>
<p>Line-Up:<br />
Florian Wagner – Gesang, Gitarre<br />
Alexander Augustin – Bass<br />
Hannes Lettner – Schlagzeug<br />
Reinhard Farnberger – Synths, Gesang</p>
<h2>HILLS LIKE WHITE LIONS „Canary“ Tracklist &amp; Cover</h2>
<ul>
<li dir="auto">1. Canary (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=phtB1Wc5hGc" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li dir="auto">2. Time Dilation</li>
<li dir="auto">3. Cosmic Loss (feat. <span class="html-span xdj266r x14z9mp xat24cr x1lziwak xexx8yu xyri2b x18d9i69 x1c1uobl x1hl2dhg x16tdsg8 x1vvkbs"><span class="xt0psk2"><span class="xjp7ctv">Pipi Gogerl von ANCIENT FRAGMENTS) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=bHQOjKzJ-vs" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</span></span></span></li>
<li dir="auto">4. Liminal Summer (feat. <a href="https://vampster.com/BANDS/HERETOIR/"><span class="HTML-SPAN XDJ266R X14Z9MP XAT24CR X1LZIWAK XEXX8YU XYRI2B X18D9I69 X1C1UOBL X1HL2DHG X16TDSG8 X1VVKBS"><span class="XT0PSK2"><span class="XJP7CTV">HERETOIR</span></span></span></a>) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=tNMhZMQbHFg" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li dir="auto">5. Blown Away</li>
<li dir="auto">6. And Again</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[HILLS LIKE WHITE LIONS]]></band>
<genres><![CDATA[progressive metal, Post Metal]]></genres>
<wpid>430304</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>GHOSTKID: Follow The White Rabbit</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/ghostkid-follow-the-white-rabbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 15:15:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[GHOSTKID]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf "Follow The White Rabbit" vollziehen GHØSTKID eine kleine Kurskorrektur: Stilistisch ist die Band nach wie vor breit aufgestellt, den Härtegrad allerdings schraubt sie zurück.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es hatte etwas von einem klassischen Reset: erst die Trennung von der kompletten Band, dann die Absage von Festivalterminen im Sommer. Als wollte <a href="https://vampster.com/bands/ghostkid/">GHØSTKID</a>-Mastermind Sebastian „Sushi“ Biesler das Tempo rausnehmen; einmal tief durchatmen, um mit dem Stress, den die Tretmühle Musikbusiness mit sich bringt, umzugehen.</p>
<p>Dass kurz darauf aber schon die Promo-Kampagne des Drittwerks anlief, die neue Band vorgestellt und die nächste Tour angekündigt wurde, ließ uns zunächst stutzig werden. Alles Teil einer Marketingmasche? Wohl kaum, wenn man nun genau hinhört. „Follow The White Rabbit“ beschreibt Sushi als zutiefst persönliches Album, auf welchem er sein Seelenleben offenlegt – aber auch die eine oder andere Spitze austeilt.</p>
<h2>Dass es persönlich werden wird, stellen GHØSTKID schon im Intro klar</h2>
<p>Den Druck von Label und Management prangert er etwa in „Purple Snakes“ recht unverhohlen an – fatal für die eigene psychische Gesundheit das Fazit, welches nicht aus der Luft gegriffen scheint: Die im Anschluss an die Veröffentlichung geplante Album-Release-Tournee wurde letztlich aus eben jenem Grund verschoben.</p>
<p>Dass es persönlich werden wird, stellte derweil das Intro schon klar, wo wir einer Art Therapiesitzung beiwohnen, in der unser Protagonist sein Leid klagt. Wie jedoch meistens der Fall, finden wir zu solch inszenierten Einspielern wenig Zugang, weshalb wir „The End“ letztlich als gut gemeint verbuchen. Der eigentliche Start mit „Ivory“ allerdings gibt sodann einen durchaus repräsentativen Ausblick auf die neue Ära <a href="https://vampster.com/bands/ghostkid/">GHØSTKID</a>.</p>
<h2>Stilistisch sind GHØSTKID auf &#8222;Follow The White Rabbit&#8220; breit aufgestellt, schrauben den Härtegrad allerdings zurück</h2>
<p>Die ruhige Strophe offenbart eine emotionale Seite, die im Refrain an Kraft gewinnt, ohne ihre Zerbrechlichkeit abzulegen. Grob orientiert sich der Ansatz am eigenen Hit „Heavy Rain“, der ebenfalls die Alternative-Seite der Formation in den Fokus rückt. In diesem Spannungsfeld bewegt sich ein großer Teil des Albums, während härtere Ausbrüche nun die Ausnahme bilden: „Mother Death“ erinnert während der ersten Takte dank der hektischen, modulierten Stimme noch an <a href="https://vampster.com/bands/skynd/">SKYND</a>, bevor sich breitwandige Gitarren und hysterische Screams durch unsere Schädeldecke bohren. Ein wenig Nu-Metal-Flair à la <a href="https://vampster.com/bands/korn/">KORN</a> rundet das Stück schließlich ab.</p>
<p>Moderne Synthesizer begleiten die harschen Vocals in „Give Your Kids A Gun To Play“, wo <a href="https://vampster.com/bands/ghostkid/">GHØSTKID</a> zwischen düsteren Club-Vibes und schwungvollem Alternative Metal balancieren. Auffallend ist jedoch, dass selbst in den extremen Passagen von „Follow The White Rabbit“ der Metalcore kaum noch zum Zug kommt. Stilistisch breit aufgestellt zeigt sich die Band dennoch: „Lovely“ ist eine süßliche Pop-Ballade wie aus dem Bilderbuch. Auf den Drumcomputer setzt außerdem „Neon“, wo HipHop- und Rap-Einflüsse das Grundgerüst stellen, entgegen des Titels aber eher blass bleiben.</p>
<h2>GHØSTKID vollziehen auf &#8222;Follow The White Rabbit&#8220; eine musikalische Kurskorrektur</h2>
<p>Dasselbe von „Follow The White Rabbit” als Ganzes zu behaupten, würde dem Album indes nicht gerecht werden. Denn obwohl <a href="https://vampster.com/bands/ghostkid/">GHØSTKID</a> hier eine musikalische Neuausrichtung vollziehen, die nun eben zuvorderst im Alternative-Kosmos zu Hause ist, hat die Platte mit „I Destroyed You“ oder den erwähnten „Purple Snakes“ sowie „Ivory“ durchaus gefällige Melodien und Hooks in der Hinterhand.</p>
<p>Gleichzeitig muss sich die vergleichsweise zahme Inkarnation des Projekts hinter den bisherigen Errungenschaften einreihen. Sowohl das <a href="https://vampster.com/cd-reviews/ghostkid-ghostkid/">selbstbetitelte Debüt</a> (2020) als auch „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/ghostkid-hollywood-suicide/">Hollywood Suicide</a>“ (2024) zeigten <a href="https://vampster.com/bands/ghostkid/">GHØSTKID</a> zwingender im Auftreten und mitreißender in der Umsetzung. Das soll den Wert des immer noch grundsoliden Materials nicht schmälern. Dennoch wären wir keineswegs traurig, sollte sich Bandkopf Sushis Zeigefinger nach dieser dringend benötigten Introspektion ein weiteres Mal in Richtung Reset-Button vortasten, um damit den zwischendurch verloren gegangenen Drang nach vorne wiederzufinden.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 02.10.2026</p>
<p>Spielzeit: 39:43</p>
<h4>Album-Line-Up</h4>
<p>Sebastian ‘Sushi’ Biesler – Vocals<br />
Sky van Hoff – Gitarre, Bass, Synthesizer<br />
Jens Dreesen – Drums</p>
<p>Produziert von GHOSTKID und Sky van Hoff</p>
<p>Label: Century Media</p>
<p>Homepage: <a href="https://ghost-kid.de/" target="_blank" rel="noopener">https://ghost-kid.de/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/ghostkidofficial" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/ghostkidofficial</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/ghostkiddo" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/ghostkiddo</a><br />
Bandcamp: <a href="https://centurymedia.bandcamp.com/album/follow-the-white-rabbit-24-bit-hd-audio" target="_blank" rel="noopener">https://centurymedia.bandcamp.com/album/follow-the-white-rabbit-24-bit-hd-audio</a></p>
<h2>GHOSTKID “Follow The White Rabbit” Tracklist</h2>
<ol>
<li>The End</li>
<li>Ivory (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=DQg45tImdNg" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Mother Death</li>
<li>I Destroyed You (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ga8iHYmcadM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Follow The White Rabbit</li>
<li>Purple Snakes</li>
<li>Give Your Kids A Gun To Play</li>
<li>Neon (Feat. Maz Univerze)</li>
<li>Unconditionally</li>
<li>Lovely</li>
<li>White Rainbow</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[GHOSTKID]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metalcore, nu metal, alternative metal]]></genres>
<wpid>430314</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>DOMINUM: Night Is Calling</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/dominum-night-is-calling/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2026 11:36:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[DOMINUM]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wenn "Night Is Calling" auf Ecken und Kanten verzichtet, ist das wandelbare Album für DOMINUM ein Schritt nach vorne.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vollmond verheißt eigentlich nichts Gutes &#8211; jedenfalls, wenn wir in das Reich der Mythen und Monster abtauchen. Dass nach Einbruch der Nacht die Untoten aus den Gräbern steigen, muss aber nicht gleich ein Grund zum Fürchten sein. Denn was schon das Artwork mit seiner pathetischen Symbolik einfängt, entspricht dem Kern <a href="https://vampster.com/bands/dominum/">DOMINUM</a>s: Es steckt ein gewisser Witz hinter der Fassade, die eben nur auf den ersten Blick furchteinflößend wirkt, bevor die Zombiedisco zum Tanz bittet.</p>
<p>Das grundlegende Konzept hat die Horde um Hobby-Frankenstein Dr. Dead folglich nicht über den Haufen geworfen. „Night Is Calling“ vereint catchy Hooks und Singalongs mit dezentem Gruselfaktor, einer Prise Heaviness und auffällig viel Wohlfühlfaktor. Das Songwriting fällt entsprechend geradlinig und aufrüttelnd aus, was in kompakten Tracks mit Airplay-Tauglichkeit resultiert.</p>
<h2>&#8222;Night Is Calling&#8220; verzichtet auf Ecken und Kanten, während DOMINUM ihre Wandelbarkeit zur Schau stellen</h2>
<p>Tiefgang hat weniger Priorität als der unmittelbare Zugang zum Publikum: Der Einstieg „The Circus Is In Town“ sampelt somit passenderweise das klassische Thema „Einzug der Gladiatoren“ und verpasst ihm einen locker beschwingten Rhythmus. Ähnlich launig knüpft „Doctor Doctor“ an, wo sich <a href="https://vampster.com/bands/dominum/">DOMINUM</a> eine Prise 80er Hard Rock zu eigen machen. Synthesizer spielen fernerhin im beschwingten „Nosferatu“ eine prominente Rolle, nachdem „Children Of The Night“ zuvor mit orchestralen Arrangements gespielt hatte.</p>
<p>Dass die Formation also innerhalb der ersten Viertelstunde gleich vier verschiedene Facetten ihres Sounds aufzeigt, hält die sonst arg glatte Herangehensweise frisch. Ecken und Kanten gibt es auf „Night Is Calling“ ebenso wenig wie in der Vergangenheit, weshalb die Dramaturgie des Werks komplett auf diese Wandelbarkeit ausgelegt ist.</p>
<h2>Das Michael Jackson-Cover &#8222;Thriller&#8220; bleibt blass</h2>
<p>Dementsprechend leicht kommt das Quartett ins Straucheln, sobald die Ideen nicht mehr wie am Schnürchen zünden und es abseits der zugänglichen Melodiebögen keine untergeordnete Ebene gibt, auf die man sich stützen könnte. Das macht sich beispielswiese im Michael Jackson-Cover „Thriller“ bemerkbar, dessen gesangliche Performance dem einstigen ‚King of Pop‘ nicht im Ansatz das Wasser reichen kann.</p>
<p>Dafür hat Frontmann Dr. Dead ansonsten ausreichend Charisma, um die Musical-Anleihen des Titeltracks mit Charakter zu füllen. „Jack The Ripper“ wiederum ist ein lebhafter Rocker, der gerne ein wenig mehr Härte vertragen hätte, aber dafür mit einer orchestralen Instrumentalpassage überrascht. Symphonisch unterlegt ist zudem das schmissige „Devil’s Son“, das <a href="https://vampster.com/bands/dominum/">DOMINUM</a> plötzlich in der Nähe <a href="https://vampster.com/bands/powerwolf/">POWERWOLF</a>s zeigt.</p>
<h2>Für DOMINUM ist &#8222;Night Is Calling&#8220; abermals ein Schritt nach vorne</h2>
<p>Zwar erfindet sich das Gespann auf „Night Is Calling“ keineswegs neu, der Monotonie beugt „Night Is Calling“ allerdings mit Variationsreichtum vor. Wirklich aufregend fällt das Endresultat damit nicht aus – dafür sorgen sich die elf neuen Tracks zu sehr um einen allgemein verträglichen Ansatz -, doch für die eigene Entwicklung markiert das Drittwerk abermals einen Schritt nach vorne.</p>
<p>Selbstsicher und mit klarer Struktur zielt die Band hier auf eine Hörerschaft ab, die mitunter auch in der Peripherie des Heavy Metals beheimatet ist und der man damit womöglich sogar die Tore öffnet: in einer düstere Welt, wo der Vollmond plötzlich ganz andere Assoziationen weckt und den Weg zur Tanzfläche weist, bevor sich die Neugierigsten der Ankömmlinge im Anschluss vielleicht sogar tiefer ins umgebende Dickicht wagen. Denn einmal Blut geleckt, gibt es aus der Welt des Heavy Metal in der Regel kein Entrinnen.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 03.07.2026</p>
<p>Spielzeit: 45:56</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Dr. Dead – Vocals<br />
Patient Zero – Bass<br />
Victor Hilltop – Drums<br />
Tommy Kemp – Guitars</p>
<p>Produziert von Dr. Dead und Jacob Hansen (Mix)</p>
<p>Label: Napalm Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.dominumofficial.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.dominumofficial.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/realdominum" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/realdominum</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/realdominum" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/realdominum</a><br />
Bandcamp: <a href="https://dominum.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://dominum.bandcamp.com</a></p>
<h2>DOMINUM “Night Is Calling” Tracklist</h2>
<ol>
<li>The Circus is in Town (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=EJ9Ns0J9Tvw" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Doctor Doctor (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=SdJdOGuM7nk" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Children Of The Night</li>
<li>Nosferatu</li>
<li>Dark Melodies (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=A80RJOGdWis" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Night is Calling (feat. Battle Beast) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=a4iCgahRIFk" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Jack The Ripper</li>
<li>Thriller (Michael Jackson Cover)</li>
<li>Devil’s Son</li>
<li>I Don’t Drink Wine</li>
<li>Endzeit</li>
<li>Don’t Get Bitten By The Wrong Ones (Acoustic)</li>
<li>Hey Living People (Acoustic)</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[DOMINUM]]></band>
<genres><![CDATA[power metal, hard rock]]></genres>
<wpid>430050</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>LIKE MOTHS TO FLAMES: Does Heaven Ever Mourn For Me [EP]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/like-moths-to-flames-does-heaven-ever-mourn-for-me-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 14:37:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[LIKE MOTHS TO FLAMES]]></category>
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					<description><![CDATA[LIKE MOTHS TO FLAMES erforschen auf "Does Heaven Ever Mourn For Me" die düsteren Gefilde ihres Schaffens und bewegen sich dabei auf konstant hohem Niveau.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das markante Artwork lässt bereits durchblicken, dass <a href="https://vampster.com/bands/like-moths-to-flames/">LIKE MOTHS TO FLAMES</a> zwei Jahre nach „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/like-moths-to-flames-the-cycles-of-trying-to-cope/">The Cycles Of Trying To Cope</a>” (2024) stilistisch und konzeptionell an ihr vorheriges Schaffen anknüpfen. Woran bei den US-Amerikanern ist, verraten überdies die Songtitel: Frontmann Chris Roetters aufwühlende Texte offenbaren ein tiefschwarzes Loch, aus dem es offenbar kein Entrinnen gibt.</p>
<p><em>„I fucking die every day of my life!“</em>, erklärt der Sänger zu Beginn von “I Don’t Want To Be Here Anymore”, bevor das Stück auch uns in diesen Abgrund hinabzieht. Dort heißt uns das Quartett mit seinem charakteristischen Modern-Metalcore-Gebräu willkommen, wo Tempowechsel, regelmäßige Breakdowns und Roetters schneidende Screams noch die gewöhnlichsten Stilmittel sind. Die Intensität ist hoch, auch weil im Soundbild ständig irgendetwas passiert: Die Gitarren quietschen, jaulen, biegen sich unter dem Einfluss des Tremolohebels, während flächige Synthspuren und unverzerrte Gitarren im Hintergrund eine unheimliche Atmosphäre nähren.</p>
<h2>LIKE MOTHS TO FLAMES erforschen die düsteren Gefilde ihres Schaffens und bewegen sich dabei auf konstant hohem Niveau</h2>
<p>Die Verbissenheit des Openers finden wir später nochmals in „Where The Quiet Devours Me Whole“, wo <a href="https://vampster.com/bands/like-moths-to-flames/">LIKE MOTHS TO FLAMES</a> humorloses Chugging mit ungezügelten Blasts verbinden. Ein ideales Pflaster für den energischen Shouter, sich den Weltschmerz von der Seele zu brüllen. Dagegen wirken die melodischeren Tracks à la „Salting The Earth“ fast schon sanftmütig, wäre da nicht die deprimierende Lyrik. Mit dem Track versucht sich die Band an einer Art Powerballade, die sich im Fahrwasser der modernen <a href="https://vampster.com/bands/architects/">ARCHITECTS</a> bewegt, nur eben mit einer gesunden Dosis Dringlichkeit.</p>
<p>„How To Be Lonely“ wiederum fungiert mit seiner clean gesungenen Hook als verkappter Singalong – ein leichter verdauliches Stück, auch weil punkige Farbtupfer stellenweise die Rhythmussektion beleben. Dafür kehrt „Tie The Ivy Through My Ribcage“ zum Ende wieder an die Anfänge zurück: getragen und eindringlich, gefasst und doch ungezügelt erforschen <a href="https://vampster.com/bands/like-moths-to-flames/">LIKE MOTHS TO FLAMES</a> die düsteren Gefilde ihres Schaffens. Neues Terrain entdeckt die Formation dabei nicht, doch selbst wenn man kritisch gar Ansätze von Stagnation ausmachen könnte, bewegt sich „Does Heaven Ever Mourn For Me“ auf einem Niveau, das selbst in der zweiten oder dritten Iteration wenig Abnutzungserscheinungen zeigt.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 18.09.2026</p>
<p>Spielzeit: 16:13</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Chris Roetter – Vocals<br />
Zach Pishney – Gitarre<br />
Cody Cavanaugh – Gitarre<br />
Roman Garcia – Drums, Percussion</p>
<p>Produziert von Landon Tewers</p>
<p>Label: UNFD</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/likemoths/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/likemoths/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/lmtf" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/lmtf</a><br />
Bandcamp: <a href="https://likemothstoflames.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://likemothstoflames.bandcamp.com/</a></p>
<h2>LIKE MOTHS TO FLAMES “Does Heaven Ever Mourn For Me” Tracklist</h2>
<p>1. I Don’t Want To Be Here Anymore (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=VHhwo-NXUVw" target="_blank" rel="noopener">Visualizer bei YouTube</a>)<br />
2. How To Be Lonely (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=TxVXTbE1vRM" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
3. Where The Quiet Devours Me Whole (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=s7K56f5VdTA" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
4. Salting The Earth (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=684dFU3CXR0" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
5. Tie The Ivy Through My Ribcage</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[LIKE MOTHS TO FLAMES]]></band>
<genres><![CDATA[metalcore]]></genres>
<wpid>429946</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>EUROPE: Come this Madness</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/europe-come-this-madness/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mirko Wenig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 13:05:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[EUROPE]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Frage, wer EUROPE anno 2026 noch braucht, beantwortet die Band einfach auf ihre Art: Sie beanspruchen mit "Come to Madness" den Thron des melodischen Hard Rock für sich. Komplett selbstsicher mischen sie Catchyness mit Classic Rock und klingen dabei frischer als mancher Newcomer. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schreit es in alle Friseursalons und Karaokebars: <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a> sind wieder da! Die beste Boyband der 80er-Jahre, die uns diesen einen Hit – wie hieß er doch noch gleich? – beschert hat, den mit den Keyboard-Fanfaren. Seien wir ehrlich: Sie galten schon in ihrer Glanzzeit als ein wenig cringe, auch wenn man das damals noch nicht so genannt hat.</p>
<h2>Meine Güte, was sahen wir bescheuert aus!</h2>
<p>Da war dieser hübsche Sänger mit der wallenden Föhnfrisur-Mähne (der eine der besten Stimmen im Hardrock hatte, just saying), da waren cremefarbene Hemden in Seidenoptik, große weiße Schalkragen, Rüschen und Volants, BRAVO-Starschnitte und manche Songs, die dezent cheesy waren. Ja, auch großartig. Aber eben auch cheesy.</p>
<p>Und schon haben wir das Klischee. Ihrem Ruf half es vielleicht ebenfalls nicht, dass sie auf ihren erfolgreichsten Alben konsequent auf große Hooks und eingängige Melodien setzten, während andere Bands stärker um Erdigkeit bemüht waren. <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a> ließen den Hard Rock ein wenig melodischer und fließender klingen – sehr europäisch eben. Wenn wir bei den Schweden von einem ABBA-Gen sprechen, ist das vielleicht gar nicht grundsätzlich falsch.</p>
<p>Meine Güte, was sahen wir bescheuert aus! Auch ich hatte durchaus eine Phase, in der ich diesen Stil nachzuahmen versuchte – wenn auch in den frühen 90ern, zu einer Zeit, als er auf der Peinlichkeitsskala jedes Fieberthermometer zum Platzen gebracht hätte.</p>
<p>Das Problem, dass ich keine bunten Rüschen- und Seidenhemden besaß, löste ich ganz elegant, indem ich mich einfach an Omas Schrank bediente und die Beute mit meiner teuren Kunstlederhose kombinierte. So bin ich dann durch die ostdeutsche Kleinstadt stolziert. Und die Frage, ob ich damit bei den Mädchen meiner Klassenstufe Eindruck schinden konnte, lässt sich laut lachend auf dem Boden liegend und mit einem Erstickungsanfall beantworten.</p>
<h2>Man kann sich EUROPE auch anders nähern &#8230;</h2>
<p>Aber man kann sich <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a> natürlich auch anders nähern. Als Pioniere des Melodic Metal mit Alben wie „Wings of Tomorrow“. Als Musiker mit beachtlicher Virtuosität in Gesang, Gitarrenspiel und Songwriting. Als Band der großen Melodiebögen, die Sehnsucht und Pathos miteinander verband – wenn auch manchmal mit einer leichten Neigung zum Kitsch. Und als Band, die es ganz selbstverständlich verstand, Keyboards mit eleganten Gitarrenriffs und Soli zu verweben.</p>
<p>Bei <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a> standen die großen, zuweilen poppigen Melodien nie im Gegensatz zum Hard Rock. Sie waren eben – schon wieder dieser Vergleich! – die ABBA des Hard Rock. Und es stimmt ja auch: Zuweilen kippte das ins Cheesige und bescherte einem so manchen klebrigen Skipmoment. Die Ballade „Carrie“ mit ihrem flehend-wimmernden Refrain, immerhin ein Top-3-Hit in den USA, kann ich mir nach wie vor nicht anhören.</p>
<p>Fragt man Gitarrist John Norum nach seinen Vorbildern, fallen Namen wie <a href="https://vampster.com/bands/deep-purple/">DEEP PURPLE</a>, <a href="https://vampster.com/bands/ufo/">UFO</a> oder <a href="https://vampster.com/bands/led-zeppelin/">LED ZEPPELIN</a>. Und so fanden, nach einer Phase der Unsicherheit, in der <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a> mit ihrer eigenen Rolle haderten, spätestens auf Alben wie „Last Look at Eden“ (2009) und „Bag of Bones“ (2012) auch Blues und Classic Rock wieder stärker Eingang in ihren Sound.</p>
<p>Die Band klang erdiger und rauer, zugleich wieder deutlich heavier. Weniger geschniegelt, weniger auf Hochglanz produziert – und vor allem: weniger anschmiegsam.</p>
<p>Mirko! Höre ich nun schon wieder die mahnenden Stimmen aus der Redaktion? Mirko! Du hast hier schon wieder 8.000 Zeichen geschrieben, aber noch kein Wort zur neuen Platte. Wie weit sollen wir denn noch runterscrollen, um endlich zu erfahren, ob das neue Album etwas taugt? Fair Point, gebe ich zu.</p>
<h2>EUROPE musizieren fast in Originalbesetzung</h2>
<p>Kürzen wir die Sache also ab (hahaha!) und kommen zu den harten Fakten. „Come This Madness“ ist das zwölfte Studioalbum der Schweden und das erste <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a>-Werk seit „Walk the Earth“ von 2017. Und trotz der langen Pause musizieren sie in der Besetzung, die auch „The Final Countdown“ von 1986 aufgenommen hat: Joey Tempest, John Norum, John Levén, Mic Michaeli und Ian Haugland.<br />
Produziert hat das Album Tom Dalgety, der eher aus anderen Kontexten bekannt ist. Seine Referenzen lauten <a href="https://vampster.com/bands/ghost/">GHOST</a>, <a href="https://vampster.com/bands/rammstein/">RAMMSTEIN</a>, <a href="https://vampster.com/bands/the-cult/">THE CULT</a> oder auch die Indiehelden PIXIES.</p>
<p>Die Frage „Wer braucht <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a> noch im Jahr 2026?“ würde ich vielleicht ein wenig anders formulieren: Sind sie die vielleicht beste europäische Band des melodischen Hardrock? Denn hier musiziert hörbar eine Band, die um ihre Qualitäten weiß. Eine Band, die selbstsicher genau das macht, worauf sie Bock hat, und einen – pardon! – Fick darauf gibt, ob irgendein Kritiker oder Spötter das vielleicht cringy finden könnte. Und die nicht einfach einen Platz in den hinteren Reihen beansprucht, sondern weiß, dass sie auf dem Thron sitzt.</p>
<p>Und die ein Album vorlegt, das nicht nur frisch klingt, sondern bei dem in jeder Note zu hören ist, wie viel Sorgfalt und Detailliebe darin steckt. Das hier ist kein Album aus der Kategorie: „Na ja, für ein Alterswerk klingt das noch ganz gebräuchlich.“ Das ist eher eines aus der Kategorie: „Hat die Band eigentlich jemals besser geklungen?“</p>
<h2>Wieder mehr 80s-Reminiszenen</h2>
<p>Auf „Come This Madness“ wählen die Schweden einen Mittelweg zwischen ihrer 80s-Catchyness und den erdigeren Momenten von „Bag of Bones“. Die Classic-Rock-Anmutung ist da, getragen von Norums kraftvollem, riffbetontem Spiel und den hardrockigen Grooves. Da streut er im Titelsong auch schon einmal ein bluesiges Gitarrensolo ein. Und ja, der Sound auf dem Album ist poliert. Aber durchaus in den richtigen Momenten kraftvoll und groovy. Hinzu kommen gelegentliche Ausflüge in Prog und Bombast Rock, die hier sehr dezent unter der Oberfläche der eingängigen Nummern versteckt sind.</p>
<p>„One on One“ ist der Opener. Wir werden mit einem bombastischen, aber kurzen Streicherintro in das Album hineingeführt, bis John Levéns Bass mit einem markanten, fast holzig sich windenden Bassmotiv übernimmt. Dann legt sich dezent ein Keyboardteppich darunter, bevor die Gitarre hinzuschaltet und das Bassmotiv aufnimmt.</p>
<p>„I’ve been missing you“, singt Tempest, „And it’s only been a day or two / I guess Amsterdam / Is getting the best of you.“ Ein Song über Sehnsucht und eine Liebe, die trotz der räumlichen Trennung ganz gegenwärtig ist. „I wanna hear your voice again / Your laughter when I tell you stories of how we met“, heißt es später. Und schließlich: „This boy can love you better yet.“ Hier haben wir einen gereiften Blick auf eine Beziehung, die schon eine gemeinsame Geschichte hat &#8211; und trotzdem nichts von ihrer Sehnsucht verloren. Man erinnert sich an das Kennenlernen, vermisst das Lachen des anderen und weiß offenbar ziemlich genau, was man aneinander hat.</p>
<h2>Erstaunlich ernste Untertöne</h2>
<p>Bereits die nächsten beiden Songs zeigen, dass der Grundton durchaus ein ernster ist – und sogar einen dezenten politischen Unterton hat. Nein, wir müssen uns keine Sorgen machen, dass <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a> nun plötzlich zur Punkband mutieren. Man bleibt doch recht allgemein. Aber der Blick auf die weltpolitische Lage ist ein besorgter.</p>
<p>„The Cult of Ignorance“ ist eine lässig groovende Hardrock-Nummer. „Wie haben sie deinen Stolz, wie haben sie dein Herz bekommen? Jetzt warten wir nur noch darauf, dass diese Welt auseinanderbricht“, fragt Tempest. Es geht um eine Welt, in der Realität zur Lüge und Wahrheit zum Ärgernis erklärt wird, während Neugier und Logik keinen Platz mehr haben. „Nicht fragen, nicht denken, einfach fühlen, einfach schreien“, heißt es später.</p>
<p>Und dann kommt der Titelsong. „Come This Madness“ ist musikalisch zunächst ein klassischer, riffbetonter <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a>-Rocker mit ordentlich Keyboardwucht, bevor sich der Song immer weiter öffnet. Inhaltlich wird es noch deutlicher: „Come this madness no more“ – lass diesen Wahnsinn nicht länger zu. Tempest singt von einer Welt, in der die Stimmen der Ränder zu viel Gewicht bekommen und der moralische Kompass völlig verrücktspielt.</p>
<p>Nur präsentieren uns die Schweden in beiden Songs Refrains, die so unverschämt in Richtung 80s-Stadionrock schielen, wie es bei ihnen vielleicht länger nicht der Fall war. Man hält der Bitterkeit der Welt ein Stück Zartbitterschokolade entgegen. Der Refrain von „Come This Madness“ macht das besonders deutlich: Die Stimmen sind übereinandergeschichtet und breit produziert, mit diesem typischen 80s-Chorus-Effekt. Im Unterton klingt das sogar leicht aggressiv, wird aber mit maximal großer Geste vorgetragen und hat Mitsingpotential.</p>
<h2>Das ganz große Panorama</h2>
<p>Natürlich scheuen <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a> auch die Ballade nicht, die – wie sollte es anders sein? – ebenfalls mit großer Geste vorgetragen wird. „This Time of Year“ kommt mit warmen, leicht melancholischen Keyboards daher, durchaus ein wenig nostalgisch klingend. Das Piano trägt zunächst den Song, während der besungene Fall des Schnees von hellen, fast rieselnden Harmonien begleitet wird. Norums Solo ist harmonisch und komplett melodieverliebt.</p>
<p>Und der Refrain? Macht mit großen, hymnischen Melodiebögen das maximal mögliche Panorama auf. Klar, <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a> waren selten Autorenkino mit Gesichtern in Nahaufnahme. Sie sind schon eher auf überwältigende Bilder aus, die auf der ganz großen Leinwand funktionieren. Ist das zuweilen cheesy? Natürlich, sehr sogar. Aber wer beschwert sich bitte, wenn er einen Käsekuchen geschenkt bekommt?</p>
<p>Pathos trägt auch der melancholische Rocker „In a Different World“ in sich, eine besorgte Hymne an die Zukunft – und damit, haha, schon auch ein thematischer Zwilling von „The Final Countdown“, über den sich nun aber ein dunkler Schatten gelegt hat.</p>
<p>„Hier treffen wir uns also wieder, in einer anderen Welt; wir haben uns irgendwie durchgekämpft“, singt Tempest in einem Refrain, der eher sanft umschmeichelt. Dazu klingen die Gitarren erstaunlich lebendig und beweglich, Norum spielt mit elegantem Ton und viel Gefühl. Sein Solo beginnt fast schwebend und mit einem Hauch psychedelischer Atmosphäre – da darf man kurz an <a href="https://vampster.com/bands/pink-floyd/">PINK FLOYD</a> denken –, bevor der Schwede die Gitarre wieder etwas kräftiger sprechen lässt.</p>
<h2>Die einzelnen Momente sind gut ausbalanciert</h2>
<p>Was gerade im Kontrast zu den 80s-Alben auffällt, ist, wie kunstvoll und gekonnt <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a> hier die einzelnen Elemente ihres Sounds ineinander weben. Wo manch süßliche Melodie ins Kitschige abzugleiten droht, wird sie mit erdigem, überraschend lebendigem Classic Rock geerdet. Im epischen „The Angels Must Have Flown“ kann dieser die Melancholie dann auch schon einmal mit breitbeinigen Riffs begleiten, während orchestrale Momente einen Kontrast setzen und sich der Prechorus sanft ins Ohr schmeichelt.</p>
<p>Hinzu kommen die fast durchgehend melodischen Soli, die zeigen, dass Norum zu den besten seines Fachs zählt. Die Keyboards sind präsent, aber reich an Klangfarben und Nuancen – mal tragen sie die Melodie, mal schaffen sie Atmosphäre, mal duellieren sie sich mit der Gitarre.</p>
<p>So klingt die vorab ausgekoppelte Single „Scandinavian Eyes“ in der Strophe fast wie eine Hommage an <a href="https://vampster.com/bands/deep-purple/">DEEP PURPLE</a>, mit verschlungenen Riffs und Hammond-Orgel, während der Refrain dann wiederum die typische <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a>-Catchyness mit großen Melodiebögen beschwört. Das flott galoppierende „Takin’ It Back“ eröffnet mit melodischen Leadgitarren, die den Geist von <a href="https://vampster.com/bands/thin-lizzy/">THIN LIZZY</a> heraufbeschwören, bis sich die Band ins schnellere Tempo schraubt und einen straighten Heavy Rocker aufs Parkett legt. Der Bass pulsiert nervös und mit leicht gegenläufigen Bewegungen unter den Gitarren, während sich Norum und Michaeli im Instrumentalteil ein kleines Duell liefern.</p>
<h2>Mit süßen Harmonien werden wir aus dem Album entlassen</h2>
<p>Dass Joey Tempest, der noch immer erstaunlich jugendlich aussieht, auch mit 63 Jahren noch ein Unterschiedssänger ist, der mit sanftem und hellem Timbre ebenso zu überzeugen weiß wie mit raueren, raspeligen Lagen, ist ein Fakt. Seine Stimme ist gut gealtert und passt in ihrer raueren Anmutung hervorragend zu den erdigeren Seiten von <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a>.</p>
<p>Dabei versteht es die Band durchaus, auch neue Momente zu zeigen. „Nothing Can Follow This“ beginnt zunächst zurückgenommen, bevor sich eine orientalisch anmutende Gitarrenfigur in die zunehmend dramatische Nummer schiebt und sich die Spannung langsam aufbaut.</p>
<p>Ein epischer, fast proggiger Track, der elegant geschwungene Gesangsmelodien mit schwer reitenden und zugleich melodischen Gitarrenriffs verbindet. Dazu kommen immer wieder orchestrale Farbtupfer, bevor sich der Song schließlich in einen großen, beinahe überwältigenden Schluss steigert. Der Song fängt einen hoffnungsvollen, schönen Moment des gemeinsamen Miteinanders ein, in dem sich die ganze Welt offenbart. Natürlich entlassen uns <a href="https://vampster.com/bands/europe/">EUROPE</a> mit pathetischen Harmonien und großer Geste aus dem Album – kitschig! Und doch so schön!</p>
<p>Spielzeit: 41:00</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 25. September 2026</p>
<p>Label: Silver Lining Music / Hell &amp; Back Recordings</p>
<p>Offizielle EUROPE-Webseite: <a href="https://www.europetheband.com/">https://www.europetheband.com/</a></p>
<p><strong>Line-up</strong><br />
Joey Tempest – Gesang, zusätzlich etwas Keyboard<br />
John Norum – Gitarren, Backing Vocals<br />
John Levén – Bass<br />
Mic Michaeli – Keyboards, Piano/Synthesizer, Backing Vocals<br />
Ian Haugland – Schlagzeug, Percussion</p>
<h2>EUROPE „Come This Madness“ Tracklist</h2>
<p>1. One on One (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=0PVLyBYNFj4">Video bei YouTube</a>)<br />
2. The Cult of Ignorance (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=p-IOsjOJpnA">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Come This Madness (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=eqHCiWEDC1o">Video bei YouTube</a>)<br />
4. This Time of Year<br />
5. In a Different World<br />
6. Scandinavian Eyes (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=9ap4QXClL3A">Video bei YouTube</a>)<br />
7. Takin’ It Back<br />
8. In the Absence of Grace<br />
9. The Angels Must Have Flown<br />
10. The Devil’s Back<br />
11. Nothing Can Follow This</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[EUROPE]]></band>
<genres><![CDATA[TRADITIONELL, hard rock, melodic metal, classic rock]]></genres>
<wpid>429868</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>LUSTMORD LOMBARDO: The Pulse Of Atoms</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/lustmord-lombardo-the-pulse-of-atoms/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 11:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[LUSTMORD]]></category>
		<category><![CDATA[DAVE LOMBARDO]]></category>
		<category><![CDATA[LUSTMORD LOMBARDO]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine verstörende Stunde im Mikrokosmos, dort wo die Quarks tanzen: Die Kollaboration LUSTMORD LOMBARDO geht mit „The Pulse Of Atoms“ auf Tauchstation zu den kleinsten Teilchen mit den gewaltigsten Sounds.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In die Kategorie „Diese Kollaboration kommt jetzt überraschend, macht aber total Sinn“ fällt <a href="https://vampster.com/bands/lustmord-lombardo/">LUSTMORD LOMBARDO</a>. Seit 20 Jahren sind Brian Williams und <a href="https://vampster.com/bands/dave-lombardo/">Dave Lombardo</a> schon befreundet, doch jetzt arbeiten sie erstmals zusammen. Dabei klingt es nicht so, als würden die beiden irgendetwas lieblos Zusammengewürfeltes ausspeien, viel mehr strahlt „The Pulse Of Atoms“ dieselbe Energie aus wie eine organisch pulsierende, dunkle Masse, also die kleinsten der kleinen Teilchen in aller Materie: unzähmbar, formbar aber mit fester Struktur. Dabei wagt sich hier vor allem einer aus der Komfortzone: Dave Lombardo hat nur wenige Einsätze, die an sein klassisches Drumming erinnern – und damit meint der Verfasser eher <a href="https://vampster.com/bands/mr-bungle/">MR. BUNGLE </a>denn <a href="https://vampster.com/bands/slayer/">SLAYER</a>. Aber gerade aus diesen Akzenten, die über <a href="https://vampster.com/bands/lustmord/">LUSTMORDs</a> brachiale Dark Ambient-Drones gelegt werden, entsteht etwas Unberechenbares, das atmosphärisch ganz groß ist.</p>
<h2>Bei LUSTMORD LOMBARDO wagt sich vor allem einer aus der Komfortzone: Dave Lombardo darf auf „The Pulse Of Atoms“ kreativ freidrehen.</h2>
<p>Der Unterschied zwischen LUSTMORD und redundantem White Noise-artigem Dark Ambient war schon immer gewaltig. LUSTMORDs körperlich spürbare, meterdicke Soundwände sind wie meisterhafte, abstrakte Gemälde, so auch auf „The Pulse Of Atoms“. Dieses Mal jedoch mit dem Unterschied, dass durch LOMBARDOs Drumming eine weitere physische Ebene hinzukommt. Die Synthesizer werden durch das Schlagzeug ergänzt und erweitert, mal mit Grooves und jazziger Improvisationskunst wie in „Paleomagnetic Resonance“ und „The Desolate Shore Part I: Submergence“, und mal klingt es etwas Tribal-artig, siehe „An Eternal Presence Part I: Unknown“ und „An Eternal Presence Part II: Relentless“. Generell stehen aber LUSTMORDs meterdicke Soundwände im Zentrum, seine Sounds bilden die Basis der Musik und LOMBARDO ist vergleichsweise wenig zu hören.</p>
<p>Aber genau das Timing der Einsätze bringt Dynamik in die Musik, und das fette, wuchtige Sounddesign sorgt nicht selten für ein Gefühl, als säße man im Kinosaal in einem Denis Villeneuve-Film, vorzugsweise mit dem Soundtrack von JÓHANN JÓHANSSON. Der große Unterschied zu „The Pulse Of Atoms“ ist aber, dass diese Musik nicht an Szenen angelehnt ist, sondern eine Stunde lang fließt, hin zu den dunklen Ecken der Unterbewussten. Und so folgt das Album einem eigenen Narrativ: Während sich die Musik in den ersten drei Tracks immer mehr und mehr verdichtet, ist „Beyond The Vast Cold Waste“ zu Beginn trotz der Düsternis etwas luftiger und leichter, dann gibt es einige Push-and-Release-Momente, die das Publikum maximal beunruhigen, nur um in der zweiten Albumhälfte wieder das Volumen zuzuspitzen.</p>
<h2>LUSTMORD LOMBARDO erzeugen auf „The Pulse Of Atoms“ das Gefühl, als säße man im Kino in einem richtig großen, dunklen Scifi-Film.</h2>
<p>Insgesamt liegt „The Pulse Of Atoms” selbstredend fern von klassischen Songstrukturen, und das gestaltet die Kollaboration LUSTMORD LOMBARDO nicht leicht konsumierbar, vor allem wenn man eingängige Musik bevorzugt. Die sieben Tracks sind deutlich mehr als Background-Sounds, mehr noch: „The Pulse Of Atoms“ ist eine Stunde aufwühlende, unter die Haut kriechender Dark Ambient, der durch Dave Lombardos improvisiertes Schlagzeug eine zusätzliche Ebene an Unbehagen erhält. Der wuchtige, brachiale Sound des Albums zeigt, wie verstörend gut LUSTMORD LOMBARDO ihre Musik gestalten. Ein spannendes, geglücktes Experiment, das nicht zu jeder Zeit konsumierbar, aber faszinierend ist.</p>
<p>Wertung: 5 von 7 tanzende Atome</p>
<p>VÖ: 2. Oktober 2026</p>
<p>Spielzeit: 56:04</p>
<p>Line-Up:<br />
Brian Williams<br />
Dave Lombardo</p>
<p>Label: Ipecac Recordings</p>
<h4>LUSTMORD LOMBARDO „The Pulse Of Atoms” Tracklist:</h4>
<p>1. An Eternal Presence Part I: Unknown<br />
2. <a href="https://youtu.be/N5-mnPyrdxw?si=bh9ulyo8EdBArZgO">An Eternal Presence Part II: Relentless (Official Video bei Youtube) </a><br />
3. <a href="https://youtu.be/E0lBb2i-t3Y?si=DX5EnggnUXZBiPnb">Paleomagnetic Resonance (Official Video bei Youtube) </a><br />
4. Beyond The Vast Cold Waste<br />
5. <a href="https://youtu.be/gsFPRO5Om2w?si=KpQvxILZITpVCzPe">The Desolate Shore Part I: Submergence (Official Audio bei Youtube) </a><br />
6. The Desolate Shore Part II: Emergence<br />
7. The Abyssal Deep</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://www.lustmord.com/">https://www.lustmord.com/</a><br />
<a href="https://lustmord.bandcamp.com/">https://lustmord.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/lustmord/">https://www.instagram.com/lustmord/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/Lustmord.Page">https://www.facebook.com/Lustmord.Page</a><br />
<a href="https://www.davelombardo.com/">https://www.davelombardo.com/</a><br />
<a href="https://davelombardo.bandcamp.com/album/the-pulse-of-atoms">https://davelombardo.bandcamp.com/album/the-pulse-of-atoms</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/thedavelombardo">https://www.facebook.com/thedavelombardo</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/davelombardo">https://www.instagram.com/davelombardo</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[LUSTMORD, DAVE LOMBARDO, LUSTMORD LOMBARDO]]></band>
<genres><![CDATA[electronic]]></genres>
<wpid>429902</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>TAUFPATIN: Les Malfaisances de la Taufpatin</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/taufpatin-les-malfaisances-de-la-taufpatin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 08:22:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[TAUFPATIN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=429743</guid>

					<description><![CDATA[Was macht ihr eigentlich, wenn ihr zu einer Party der Guten Feen nicht eingeladen werdet? Noch dazu einer, bei der es einen richtig geilen Topf mit Schokolade gibt? Wenn ihr eine dreihundert Jahre alte Hexe aus dem Elsass seid, schwört ihr Rache! Süße, fiese, wohlklingende Rache.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Denn die <a href="https://vampster.com/bands/taufpatin/">TAUFPATIN</a> ist absolut unausstehlich und voll mit Hass und giftigen Tränken und wurde deshalb im 18. Jahrhundert von der Bevölkerung auf dem Scheiterhaufen verbrannt, na klar. Erstaunlicherweise ist sie nun aber zurück und veröffentlicht pünktlich zur spooky season ihr Debüt-Album „Les Malfaisances de la Taufpatin“ („Die Schandtaten der Taufpatin“), und was soll ich sagen, ich liebe nahezu alles daran.</p>
<p>Sei es die schamlos alberne Promo des für seinen hohen Anspruch an Konzept und Kohärenz bekannten Labels Antiq („Antiq unterstützt das Verletzen Guter Feen oder anderer übernatürlicher Wesen ausdrücklich nicht. De facto wollten wir dieses Album gar nicht veröffentlichen, aber ein Zauber zwang uns dazu. Die Taufpatin bemächtigte sich einiger Kanäle, wirkte ein paar komplizierte Zauber, und da bin ich nun und schreibe euch unter Zwang.“), das herrlich campy Artwork von der wie immer brillianten Joanna Maeyens oder eben die Musik: TAUFPATIN ist das ganze Paket Black-Metal-Halloween-Spaß.</p>
<p>Aber wem wird es besonders gefallen? Na klar: Wenn ihr <a href="https://vampster.com/bands/summoning/">SUMMONING</a> mögt (oder <a href="https://vampster.com/bands/cercle-du-chene/">CERCLE DU CHÊNE</a>), wenn ihr was mit Dungeon Synth und melodischem Black Metal mit einer mittelalterlich anmutenden Atmosphäre anfangen könnt, wenn euch dabei eine gewisse Künstlichkeit nicht unbedingt stört, sondern eher wohlig schauernd an gemütliche alte Videospiele denken lässt, wenn ihr kratzige Vocals mit dezent verrückten Einsprengseln mögt und wenn ihr beim Anblick des Covers richtig Bock auf Halloween bekommt: Das wären gute Voraussetzungen dafür, die Schandtaten der Taufpatin gebührend würdigen zu können.</p>
<h2>Richtig Bock auf Halloween? Hier seid ihr richtig!</h2>
<p>Ja, im Grunde hätte ich mir sogar noch mehr Campiness, noch mehr Quatsch auch in der musikalischen Umsetzung gewünscht: Manch Song tönt mir etwas zu sehr „auf Nummer sicher“ komponiert, und die angesprochenen Einsprengsel im Gesang (z.B. wird gekichert oder mit Kopfstimme gesungen) hätten das ein oder andere Stück mehr schmücken dürfen. Auch ist die Singularität des heroischen Ansatzes im zentralen Song „Opération Vengeance“ sicherlich dem Konzept geschuldet, aber davon darf die TAUFPATIN in Zukunft auch gerne mehr bringen, denn hymnische Melodien kann sie.</p>
<p>Das sind jedoch keine Kritikpunkte, die ein wiederholtes Abfeiern der dargebotenen Hexen-Schandtaten verhindern würden, denn dafür ist „Les Malfaisances de la Taufpatin“ einfach zu spaßig und originell und zu gut gemacht: Die Produktion ist Lo-Fi, aber geil, und jeder Song hat letztlich Hand und Fuß, eine schöne Melodie und bietet die ein oder andere interessante Abseitigkeit zu entdecken. Also, wenn ihr im Herbst etwas Abwechslung von den ganzen fallenden Blättern und Nebelschwaden in euren Kopfhörern braucht und Schokolade und Hexen mögt, wisst ihr, was zu tun ist.</p>
<p>Spielzeit: 41:58 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 07.10.2026</p>
<p>Label: Antiq</p>
<p>Line-Up:<br />
La Taufpatin</p>
<p><a href="https://antiqofficial.bandcamp.com/album/les-malfaisances-de-la-taufpatin">Bandcamp</a></p>
<h2>TAUFPATIN „Les Malfaisances de la Taufpatin“ Tracklist</h2>
<p>L’Attente (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=jzqwexVSCBI" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
L’Affront (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Q5xkl8NWLj4" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
La Colère De La Taufpatin (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=WGYmf7kU_k4" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
Ma Belle Robe Au Placard (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=B6zS3-JYR1Q" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
Ne Serais-je Plus<br />
La Bienvenue<br />
Opération Vengeance<br />
L’Etrange Invitation – Le Grand Bal<br />
Jolis Gateaux Empoisonnés<br />
Arrivèe des Invitèes<br />
Une sacrèe fete de merde<br />
Je reste la plus belle</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[TAUFPATIN]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>429743</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SWANS: Newly Sentient Being</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/swans-newly-sentient-being/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2026 20:21:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SWANS]]></category>
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					<description><![CDATA[Lessons in ecstasy: „Newly Sentient Being“ dokumentiert den Abschluss der SWANS-Big Sound-Ära.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Andrei Arsenjewitsch Tarkowski wird folgendes Zitat zugeschrieben: <em>„Wenn die normale Länge einer Einstellung erhöht wird, langweilt man sich, aber wenn man sie immer verlängert, weckt es das Interesse, und wenn man sie noch weiter verlängert, entsteht eine neue Qualität, eine besondere Intensität der Aufmerksamkeit.“</em> Ob Michael Gira davon weiß, ist nicht bekannt, aber ganz tief in ihm drin scheint sich dieses Axiom gefestigt zu haben. Wer mit <a href="https://vampster.com/bands/swans/">SWANS</a> in den vergangenen 15 Jahren Kontakt hatte, wird mit dieser unglaublichen Epik in Berührung gekommen sein. Diese Hingabe an Musik und Klang hat sogar schon <a href="https://buchshop.bod.de/mammal-christoph-ziegltrum-9783695160358">zu Romanen inspiriert</a>. „Newly Sentient Being“ schließt nun diese gewaltige Ära ab: als authentischer Mitschnitt vom letzten Konzert in Berlin.</p>
<p>Die fünf Songs erstrecken sich über zwei Stunden und 40 Minuten und selbst der SWANS-erfahrene Verfasser hat nicht mit diesen Dimensionen gerechnet. Denn die Konzerte, dieses Klangbad ad infinitum, in das die Formation ihr Publikum wirft, lässt die Zeit vollkommen vergessen. Es hätte auch nur eine Stunde sein können, nicht mal die Beine werden schwer vor der Bühne. Natürlich will man keine Schwäche zeigen vor Michael Gira, der die 70 mittlerweile überschritten hat. Und hier sind wir bei der Ekstase: SWANS ziehen einen hinein in die Tiefe der Kompositionen, die so ausufernd, so übergroß sind, dass die Musiker*innen als Individuen dahinter zurückstehen. Gira selbst führt die Band an, aber alles verschwimmt zwischen Riffs, Sounds, Harmonien, Grooves und Gesängen.</p>
<h2>Ein gewaltiges Klangbild: Die Hingabe der SWANS an die Musik von „Newly Sentiment Being“ ist beinahe religiös.</h2>
<p>Schon das neue, fast 40-minütige Lied „The End Of Forgetting“ ist ein einziger Triumph: erst ein zeremonieller Post Rock-Start, es wird noisy in der Mitte, zerfasert dann. Gira performt wie ein Prediger im Rausch, nach 24 Minuten wird es leise und intim im Singer-Songwriter-Stil und gleitet von da zur Ära „White Light From The Mouth Of Infinity“ hin zu einem großen, epischen und verflucht lauten Finale – das ist schlicht atemberaubend. „The Merge“ ist dann doppelt so lang wie die Albumversion und bringt es ebenso auf fast 40 Minuten. Ein ausgiebiges Intro aus Bass und Drums, treibend und groovy mit Tremologitarren, aus denen Berge an Sounds entstehen. Nach 15 Minuten wird das Stück leise und bedrohlich und entlädt sich zwischendurch immer wieder, bis hin zum langsamen, recht atmosphärischen Ende.</p>
<p>Keine 14 Minuten dauert „Paradise Is Mine“ und wird so zu einem kompakten Song. Wie die Albumversion schichtet das Stück mehr und mehr Instrumente aufeinander. Der Groove ist dabei gerade in der Liveversion unwiderstehlich. Hier zeigt sich sehr deutlich, wie gut eingespielt SWANS sind und wie sie sich gegenseitig ergänzen und die Bälle zuspielen. Ähnlich zwischen minimalistischer Komposition und großer Orchestrierung sitzt auch das abschließende „The End Of Regretting“, ein lang gezogenes Outro einerseits, eine Meditation andererseits, aber dann doch etwas müde. Kein Wunder: Zuvor steht das spektakuläre Titelstück des Livealbums „Newly Sentient Being“, das in über 53 Minuten im Prinzip die Intensität des ersten Songs potenziert. Eine Zeremonie, die ansetzt, wo das brillante „The End Of Forgetting“ aufhörte. Gewaltige Post Rock- und Noise Rock-Berge, repetitiv bis zur Selbstauslöschung, ein selbst für die Verhältnisse von SWANS ausufernder Mittelteil mit einem ekstatischen Prediger-Gira sorgen für Gänsehaut und Euphorie, beim Publikum in Berlin wie zu Hause, und selbstredend auch bei der Band.</p>
<h2>SWANS sind eine exzellent eingespielte Liveband und harmonieren auf „Newly Sentient Being“ besser als auf den letzten Studioalben.</h2>
<p>Dieses Livealbum funktioniert, denn es zieht die Hörenden mit hinein in den Kosmos dieser Band, die in den vergangenen 15 Jahren die unfassbar laute Repetition als Tranceerzeugendes Element perfektioniert hat. „Newly Sentient Being“ ist das vierte Livealbum dieser Ära und vermutlich das ultimative, denn es schließt dieses Kapitel der SWANS deutlich befriedigender ab, als es mit den letzten drei Studioalben „leaving meaning.“, „The Beggar“ und „Birthing“ der Fall war. Egal, was die Zukunft für die SWANS brinegn mag, „Newly Sentient Being“ ist der krönende Abschluss für die Big Sound-Ära einer einmaligen Band, und zeigt, dass der künstlerische Geist Tarkowskis weiterlebt. Eine echte Lektion in Ekstase.</p>
<p>VÖ: 2. Oktober 2026</p>
<p>Spielzeit: 2:40:24</p>
<p>Line-Up:<br />
Michael Gira<br />
Kristof Hahn<br />
Dana Schechter<br />
Larry Mullins<br />
Phil Puleo<br />
Christopher Pravdica<br />
Norman Westberg</p>
<p>Label: Mute</p>
<h4>SWANS „Newly Sentient Being“ Tracklist:</h4>
<p>1. The End Of Forgetting<br />
2. The Merge<br />
3. Paradise Is Mine<br />
4. Newly Sentient Being<br />
5. The End Of Regretting</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://swans.bandcamp.com/">https://swans.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/swans_official/">https://www.instagram.com/swans_official/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/SwansOfficial/">https://www.facebook.com/SwansOfficial/</a><br />
<a href="https://younggodrecords.com/pages/swans">https://younggodrecords.com/pages/swans</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SWANS]]></band>
<genres><![CDATA[TRADITIONELL, DIRT, ALTERNATIVE, AVANTGARDE]]></genres>
<wpid>429726</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>URISK: Call</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/urisk-call/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2026 08:17:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[URISK]]></category>
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					<description><![CDATA[Was für eine Freude: Die blutjungen Black-Metal-Newcomer URISK schieben nach zwei EPs und einem packenden Debüt binnen zwei Jahren direkt das zweite Album nach. "Call" kann dabei sowohl schottisch ("Verlust") als auch englisch ("Ruf") gelesen werden. Und rüttelt entsprechend wach.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um Freude geht es dann aber weniger: Kummer, Wut und Hoffnung seien (wenig überraschend) die bestimmenden Gefühle hier, lässt uns das Promo-Schreiben wissen, und Marleen Bügeners Stimme lässt daran keinen Zweifel: Die junge Frau legt in ihr finsteres, böses Krächzen und Kreischen einfach alles an dunkler Emotion, was sie hat. Das klingt so kraftvoll wie wütend, und man mag gar nicht glauben, dass die zerbrechlich wirkenden Gesangsmelodien (teilweise dem Trad Folk entlehnt) in den Liedern <a href="https://vampster.com/bands/urisk/">URISK</a>s von der gleichen Person stammen.</p>
<p>Aber so ist das: Nicht nur der Albumtitel kann auf verschiedene Arten interpretiert werden, auch die musikalische Darbietung ist eine der kontrastierenden Extreme; besonders prägnant finden wir dies in der Single &#8222;The Hauled and the Waif&#8220; ausgeführt, aber auch &#8222;Night Call: To You Who Lie Buried Face To The Ground&#8220; (großartiger Titel!) berührt mit seinem zärtlich-melancholischen Akkordeon-Einsatz im schimmernden Kontrast zu den ansonsten dissonant und wüst das Klangbild dominierenden Gitarrenwänden.</p>
<h2>Anspruchsvolle Kompositionen, Wall Of Sound – URISK drehen voll auf</h2>
<p>Der differenzierte, bassbetonte Klang von <a href="https://vampster.com/cd-reviews/urisk-shrivelling-lights-eigenproduktion/">&#8222;Shrivelling Lights&#8220;</a> weicht bei URISK inzwischen nämlich einer Wall Of Sound aus flirrenden Gitarren (vier an der Zahl, durch acht Amps gejagt, alles in Eigenregie zuhause aufgenommen). Bass ist zwar immer noch ausreichend zu hören, aber er ist nicht mehr so prägnant wie früher, was dem Genre sicherlich angemessen ist, aber auch ein wenig die Dynamik heraus nimmt. So dauert es, bis man sich in &#8222;Call&#8220; reingehört hat, und wenn man bei URISK von Hits sprechen kann, sind sie noch weniger augenfällig geworden.</p>
<p>Kein Wunder: Benedikt Brixius, Songwriter und Gitarrist der Band, kommt aus dem Prog Metal, das hört man nach wie vor, und da braucht man dann eben Hingabe und Aufmerksamkeit auch beim Hören &#8211; und ganz sicher auch die passende Stimmung, dann springt irgendwann der Schalter um, und ich kann mich in dieser faszinierenden Melange aus totaler Verzweiflung, Melancholie und Aufbruch verlieren. Mit „Jaws Of Dawn“ hat Brixius immerhin noch ein etwas direkter ins Ohr gehendes Stück auf „Call“ platziert, und nach einigen Durchläufen erschließt sich auch der Rest.</p>
<h2>Kohärenz, Haltung und Aussage</h2>
<p>Denn es sind die kleinen Verschiebungen und Variationen in den überlangen Stücken, die den Stich geben; die großen, direkten Hymnen sucht man nach wie vor besser woanders. Das ist, ich gebe es zu, für einen Melodie-Junkie wie mich nicht immer einfach, und ich wünsche mir von einer Band, die ich so liebgewonnen habe, vielleicht doch eine etwas direktere Herangehensweise. Ja, „Shrivelling Lights“ hatte die stärkeren Ausnahme-Momente, aber „Call“ funktioniert besser als Ganzes, als kohärentes Album mit Haltung und Aussage, und wird so vermutlich auf lange Sicht bestehen können.</p>
<p>Zudem ist die unerbittliche Leidenschaft und Authentizität, die aus den Live-Performances Bügeners nur so trieft, auch auf Platte deutlich zu spüren. Faszinierend bleibt ebenfalls die Hingabe zum schottischen Gälisch, die hier sogar am Ende in einem komplett in dieser Sprache geschriebenen Songtext ihren Ausdruck findet; nicht nur deshalb ist „Fògrach // Spirit Flight“ ein Höhepunkt des Albums, auch musikalisch finden wir hier nochmal einen der emotionalsten Momente des Albums.</p>
<h2>Die Entfremdung vom Leben als solches</h2>
<p>Das Schottische ist für URISK dabei mehr als ein Gimmick. Durch die Verwendung dieser Minderheitensprache machen sie aufmerksam auf ihr eigentliches Thema: den Verlust der Verbindung zwischen Mensch und Natur in der Moderne; die Entfremdung vom Leben als solches in einer Welt, die immer weiter zerstört wird durch Hass, Konkurrenz, Künstlichkeit und totale Operationalisierung, mithin durch das, was der Kapitalismus den Menschen wenn nicht aufzwingt, so doch sicherlich wärmstens ans Herz legt.</p>
<p>Nun kann man diese Form der Romantisierung von Ursprünglichkeit sicherlich kritisieren: Nicht alles, was &#8222;natürlich&#8220; ist, ist gut (und was ist überhaupt &#8222;natürlich&#8220;?); nicht alles, was Ursprünglichkeit und Ganzheitlichkeit behauptet, ist menschenfreundlich, ganz im Gegenteil, man denke nur an die Völkischen und die Rassisten. Andererseits: Ist Menschenfreundlichkeit noch ein sinnvolles Kriterium, wenn immer mehr Menschen das Denken und Fühlen verlernen, ihr Leben einer &#8222;Künstlichen Intelligenz&#8220; anvertrauen, ihr kulturelles Heil in möglichst deftiger Reproduktion von Oberflächlichkeit suchen? Und nicht zuletzt: wenn sie immer wieder und immer länger Krieg führen, auch und gerne wieder zum angeblichen Wohle der Menschheit und ihrer hohlen Werte? Und dafür jubeln und begeistert &#8222;Verantwortung übernehmen&#8220;?</p>
<p>Nein, ich kann angesichts der brutalen Aushöhlung einer Welt, der – auch das übrigens Thema von URISK – trotz alledem immer noch ein Zauber innewohnt, jeden antimodernen Reflex mittlerweile gut verstehen; wenn auch nicht immer gutheißen, denn die von den Antimodernen angebotenen Mittel und Wege zur erneuten Verzauberung der Welt sind oft genug solche, die in ein anderes Elend führen würden. Den Ruf von URISK jedoch verstehe ich, auch angesichts von Freundschaften mit dezidiert politischen Metal-Bands wie <a href="https://www.vampster.com/Bands/tyrannus">TYRANNUS</a>, als dezidiert antifaschistischen. Und rufe mit.</p>
<p>Spielzeit: 46:00 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 02.10.2026</p>
<p>Label: Vendetta Records</p>
<p><a href="https://urisk.bandcamp.com/music">Bandcamp</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/urisk.band">Instagram</a></p>
<p>Line-Up:<br />
Benedikt Brixius – Guitars, Bass, Accordion, Synths, Programming<br />
Marleen Bügener &#8211; Vocals<br />
Pepe Roldan Duran &#8211; Drums</p>
<h2>URISK „Call“ Tracklist</h2>
<p>1. Ro-Ràdh: Air Chall ’s Gruama<br />
2. Uprooting<br />
3. Jaws of Dawn<br />
4. The Hauled and the Waif (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=1--RRCxd-2k" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)<br />
5. Night Call: To You Who Lie Buried Face to the Ground<br />
6. A‘ Choille Ghruamach<br />
7. Fògrach // Spirit Flight</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[URISK]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>429665</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>IMMINENCE: Axis Mundi</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/imminence-axis-mundi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 05:15:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[IMMINENCE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=429404</guid>

					<description><![CDATA[IMMINENCE experimentieren mit zeitgenössischen Stilmitteln, verlieren dabei jedoch ihr eigenes Profil aus den Augen. So richtig in die Gänge kommt "Axis Mundi" in seinen 46 Minuten nie.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Asche auf unser Haupt: Als wir 2024 <a href="https://vampster.com/bands/imminence/">IMMINENCE</a> endlich am Ende ihrer Identitätsfindung wähnten, interpretierten wir das dramatische „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/imminence-the-black/">The Black</a>“ fälschlicherweise als „Coming of Age“-Werk: eine Art Reifeprüfung, mit welcher die Schweden ihren zuvor schrittweise erarbeiteten Stil festigten. Dass das Quartett jedoch auch hier noch auf der Durchreise war, offenbart sich erst zwei Jahre später.</p>
<p>Vielleicht also ist gerade das die DNA der Band: Verschiedene Einflüsse und neue Ausdrucksweisen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Diskografie, welche nun jedoch an einem Punkt angelangt ist, wo der Drang nach Veränderung mit augenscheinlichem Profitdenken kollidiert. Denn das Songwriting ist auf „Axis Mundi“ vor allem geradlinig und einfach gehalten, während sich <a href="https://vampster.com/bands/imminence/">IMMINENCE</a> mittels zahlreicher Synth-Spuren und ausufernder Post-Produktion dem gegenwärtigen Zeitgeist anbiedern.</p>
<h2>IMMINENCE kleistern auf &#8222;Axis Mundi&#8220; Eddie Bergs Stimme mit zahlreichen Effekten zu</h2>
<p>Größtes Opfer ist hierbei Eddie Bergs Klargesang, dessen sonst so emotionale Stimme teils derart mit Effekten zugekleistert wird, dass wir uns fragen müssen, warum man sich überhaupt noch die Mühe macht, eine Person aus Fleisch und Blut hinters Mikro zu stellen. Diese Modulation beginnt bereits mit den ersten Tönen des Openers „Twisting In The Wind“, wo sie der Darbietung des Frontmanns die Menschlichkeit raubt.</p>
<p>Der getragen-melancholische Auftakt wird so zum Stotterstart, da <a href="https://vampster.com/bands/imminence/">IMMINENCE</a> neben der Emotionalität auch ihre Identität ein Stück weit aufgeben. Die lauten Eruptionen kontrastiert die Gruppe mit poppigen Anleihen, Drumcomputern und einer dezenten RnB-Note, die sich augenscheinlich lose am Erfolgsrezept <a href="https://vampster.com/bands/sleep-token/">SLEEP TOKEN</a>s orientiert. Besonders deutlich wird dies in „Didn’t Think About You (Lately)“, wo Eddie Berg über flächigen Synthscapes seinen inneren <em>Vessel</em> heraufbeschwört, doch bei allem Popappeal und der süßlichen Gesangslinie zum Trotz das Charisma des vermeintlichen Idols nicht replizieren kann.</p>
<h2>Insbesondere die zweite Albumhälfte von &#8222;Axis Mundi&#8220; will nie so recht in die Gänge kommen</h2>
<p>Als Zäsur, um die gewohnte Kruste aufzubrechen, wäre das Stück ja eigentlich ein cleverer Schachzug, im Gesamtkontext von „Axis Mundi“ allerdings markiert es den Auftakt in eine zweite Albumhälfte, die nie so recht in die Gänge kommen will. Statt klassischem Riffing gibt es simpelste Breitwandgitarren und Schmachtgesang, der in Selbstmitleid zerfließt: Seinem Namen wird „Leviathan“ in keiner Hinsicht gerecht, zumal Berg hier auch lyrisch in seinen alten Trott verfällt, diverse Redewendungen aneinanderzureihen und ad nauseam zu wiederholen.</p>
<p>Das anknüpfende „Shed Your Skin” wiederum ist mit seinem Indie / Post Rock-Anstrich gar nicht so uninteressant, bringt naturgemäß jedoch nicht den Schwung mit, welchen „Axis Mundi“ zu diesem Zeitpunkt bitter nötig hätte. Es fehlt an packenden Arrangements, wenn <a href="https://vampster.com/bands/imminence/">IMMINENCE</a> in „Power Divine“ lieber auf Downtuned-Chugging und behäbige Streicher-Theatralik setzen, als der aufgestauten Energie endlich mal ein Ventil zu schaffen.</p>
<h2>Das Experimentieren mit zeitgenössischen Stilmitteln gelingt IMMINENCE nur im Einzelfall</h2>
<p>Stattdessen stolziert „Exodus“ in der Schnittmenge jüngerer <a href="https://vampster.com/bands/architects/">ARCHITECTS</a> und <a href="https://vampster.com/bands/sleep-token/">SLEEP TOKEN</a>, ohne dem Resultat eine wirklich individuelle Note zu schenken. Doch so lange Gitarrist Harald Barret lieber medienwirksam den Cello-Bogen über sein Instrument fährt, dürfen wir wohl kaum noch mit richtigen Riffs rechnen, sondern müssen mit dem hypermodernen Alternative-Geschrammel Vorliebnehmen, das uns „Devil May Try“ mit bescheidenem Erfolg schmackhaft zu machen versucht.</p>
<p>Bleibt mit „False Light“ immerhin ein Song, in dem das Experimentieren mit zeitgenössischen Stilmitteln dank der Violine einen schönen Kontrast aus Intensität und Schwermut erwirkt – auch weil das Schlagzeug hier zwischendurch endlich von der viel zu eng geführten Leine gelassen wird.</p>
<p>„Axis Mundi“ steht für die sogenannte Weltachse: das Zentrum der Welt, um es vereinfacht auszudrücken. Dass <a href="https://vampster.com/bands/imminence/">IMMINENCE</a> in dieser perfekten Mitte vor allem einen Konsens aller musikalisch angesagten Trends vermuten, ist fast schon ironisch. Wenigstens sollte der Aufenthalt der Skandinavier auch hier nur von kurzer Dauer sein; hat uns die Vergangenheit doch gelehrt, dass es die Gruppe nur selten lange an einem Ort hält.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 02.10.2026</p>
<p>Spielzeit: 46:14</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Eddie Berg – Vocals, Violine<br />
Harald Barrett – Gitarre<br />
Alex Arnoldsson – Gitarre<br />
Christian Höijer – Bass</p>
<p>Produziert von IMMINENCE, Henrik Udd, Drew Fulk und Thomas „Plec“ Johansson (Mastering)</p>
<p>Label: Sumerian Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://imminenceswe.com/" target="_blank" rel="noopener">https://imminenceswe.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/imminenceswe" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/imminenceswe</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/imminenceswe" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/imminenceswe</a><br />
Bandcamp: <a href="https://imminenceswe.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://imminenceswe.bandcamp.com</a></p>
<h2>IMMINENCE “Axis Mundi” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Twisting In The Wind</li>
<li>The Sword That Never Bends (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=7b-VTfpGFUQ" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Devil May Try</li>
<li>Crestfallen (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=DbKtG32pu6I" target="_blank" rel="noopener">Visualizer bei YouTube</a>)</li>
<li>False Light (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=C-I6KkSRLH8" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>If Not Now, When (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=SkZpTYeg99g" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Didn’t Think About You (Lately)</li>
<li>Leviathan</li>
<li>Shed Your Skin</li>
<li>Power Divine</li>
<li>Exodus</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[IMMINENCE]]></band>
<genres><![CDATA[Post Metalcore, alternative metal]]></genres>
<wpid>429404</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>AMON AMARTH: The Allfather Awakens</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/amon-amarth-the-allfather-awakens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 05:10:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[AMON AMARTH]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=428648</guid>

					<description><![CDATA[Neue Klangfarben und viel Vertrautes: AMON AMARTH setzen auf Konstanz und Routine, haben allerdings gleichzeitig das Selbstbewusstsein, auch mal über den Tellerrand zu blicken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Album Nummer 13 ist Chefsache: Lange genug hat es gedauert, bis <a href="https://vampster.com/bands/amon-amarth/">AMON AMARTH</a> den nordischen Göttervater zur Leitfigur ernannt haben. Zwar wussten die Schweden vor 20 Jahren <a href="https://vampster.com/cd-reviews/amon-amarth-with-oden-on-our-side/">den Einäugigen bereits an ihrer Seite</a> (2006), doch als Hauptcharakter rückt das Oberhaupt der Asen erst jetzt in den Fokus. Dass zuvor bereits Loki, Thor oder der Feuerriese Surt ihre eigenen Platten bekamen, soll dabei den Einfluss Odins nicht schmälern. Zwar ist „The Allfather Awakens“ keineswegs als Konzeptalbum erdacht, die Rolle des namengebenden Hauptgotts geht jedoch über die eines simplen roten Fadens hinaus.</p>
<p>Viele Kapitel seiner Sage haben <a href="https://vampster.com/bands/amon-amarth/">AMON AMARTH</a> freilich schon zuvor besungen, doch fördert das Quintett in der wiederholten Auseinandersetzung mit der Mythologie weiterhin neue Facetten und Details ans Licht. Nicht nur in lyrischer Hinsicht, wohlgemerkt, obschon der Auftakt „Gjallarhorn“ bis hin zum kitschigen Wikingerchor eher klassische Tugenden ins Gedächtnis ruft. Was der Track an Innovation missen lässt, macht das abgezockte Arrangement mit Leichtigkeit wett: Jocke Wallgrens Drumming ist verspielt und schwungvoll, während die melodischen Gitarren zielstrebig jenes Terrain umpflügen, das die Skandinavier schon in der Vergangenheit so zuverlässig nach ihrem Belieben geformt haben.</p>
<h2>AMON AMARTH agieren auf &#8222;The Allfather Awakens&#8220; routiniert, wagen sich aber zwischendurch an Neues</h2>
<p>Geebnet wird diesmal der Weg für „Eight Legs Of Thunder“, das im Anschluss selbstbewusst über die weiten Felder galoppiert – die Gitarren geben den Takt vor und wir ziehen mit, auch wenn <a href="https://vampster.com/bands/amon-amarth/">AMON AMARTH</a> hier tendenziell das Risiko scheuen. Dabei ist es grundsätzlich weniger der fehlende Mut, den wir ankreiden möchten, als die Macht der Routine, welche die Band immer wieder in gewohnte Bahnen zurücklenkt. Besonders deutlich wird das in der Single „We Rule The Waves“, wo wir bis hin zum Text fast schon von Malen-nach-Zahlen im Wikinger-Kosmos reden könnten.</p>
<p>Dem gegenüber steht wiederum ein Novum wie „Upphaf“, das für <a href="https://vampster.com/bands/amon-amarth/">AMON AMARTH</a>-Verhältnisse nicht weniger als progressiv-experimentell bezeichnet werden darf. Begegneten wir der Akustik-Single ursprünglich noch mit einer guten Dosis Skepsis, fügt sich das Stück im Albumkontext hervorragend ein. Die Instrumentierung gelingt mit ausreichend Feingefühl, während Johan Heggs raue Erzählstimme in ehrfürchtigem Ton vom Anfang der Welt erzählt. Eine schöne Zäsur, die klugerweise in das mächtige wie groovende „Die With A War Cry“ überleitet.</p>
<h2>Meist setzen AMON AMARTH auf Kontraste, zwischendurch werden die Schweden jedoch erstaunlich konsequent</h2>
<p>Hier orientieren sich <a href="https://vampster.com/bands/amon-amarth/">AMON AMARTH</a> an ihrem letzten Studioalbum „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/amon-amarth-the-great-heathen-army/">The Great Heathen Army</a>“ (2022), indem sie sich auf ihre Death-Metal-Einflüsse besinnen. Dadurch wird der Track zum unerwarteten Highlight, auch weil die Band hier konsequent bleibt. Meist spielen die Musiker nämlich mit den Kontrasten, stellen beispielsweise das kellertiefe Growling Johan Heggs in der donnernden Strophe von „Kvasir’s Blood“ einem ungleich beschwingten Refrain entgegen. Der Titeltrack wiederum verbindet stampfenden Rhythmus mit catchy Riffing zu einem klassischen Melodeath-Hit, der irgendwie die Leitideen von „Fate Of Norns“ (2004) und „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/amon-amarth-deceiver-of-the-gods/">Deceiver Of The Gods</a>“ (2013) schlüssig zusammenführt.</p>
<p>Einen Hauch Epik versprüht derweil „Raven God“, dessen Gitarren-Arrangements im Fahrwasser der ausladenden Stücke à la „Embrace The Endless Ocean“ unterwegs sind, aber dessen Hook leider die nötige Dringlichkeit vermissen lässt. Stringent, doch ohne aufregende Kniffe endet „The Allfather Awakens“ darüber hinaus mit einem etwas größer angelegten Stück: „Ascending Like An Eagle“ erfüllt als stimmiger und gutklassiger Abschluss seinen Zweck und schafft es gleichzeitig, den Wunsch nach mehr zu wecken.</p>
<h2>Neue Klangfarben und viel Vertrautes: AMON AMARTH setzen auf Konstanz und das Selbstbewusstsein, auch mal kurz über den Tellerrand zu blicken</h2>
<p>Das ist ein gutes Zeichen nach 13 Alben in einem Stil, der nun mal eher für Konstanz denn Umbruch steht. <a href="https://vampster.com/bands/amon-amarth/">AMON AMARTH</a> jedoch gelingt diese Balance, spielen mit Vertrautem und punktuell mit neuen Klangfarben. Das alles geschieht auf „The Allfather Awakens“ mit einem Selbstverständnis, das sich nur die Größten im Geschäft erlauben können. Chefsache also? Die entschlossene Miene des Namenspatrons sollte wohl nach einem Blick auf das Artwork Antwort genug sein.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 02.10.2026</p>
<p>Spielzeit: 46:13</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Johan Hegg &#8211; Vocals<br />
Olavi Mikkonen &#8211; Guitar<br />
Johan Söderberg &#8211; Guitar<br />
Ted Lundström &#8211; Bass<br />
Jocke Wallgren – Drums</p>
<p>Produziert von Jacob Hansen</p>
<p>Label: Metal Blade</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.amonamarth.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.amonamarth.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/amonamarth" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/amonamarth</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/amonamarth/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/amonamarth/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://amonamarth.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://amonamarth.bandcamp.com</a></p>
<h2>AMON AMARTH “The Allfather Awakens” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Gjallarhorn (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=-Y0OKTuMICM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Eight Legs of Thunder (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=LrJjl6FlZ3c" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Kvasir’s Blood</li>
<li>We Rule the Waves</li>
<li>Upphaf (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=O0EPPzy6s_k" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Die With a War Cry</li>
<li>Raven God</li>
<li>The Allfather Awakes</li>
<li>Oden’s Hunt</li>
<li>Ascending Like an Eagle</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[AMON AMARTH]]></band>
<genres><![CDATA[viking metal, melodic death metal]]></genres>
<wpid>428648</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>RANÂ: Freamât [EP]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/rana-freamat-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 02:32:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[RANA]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine der vielversprechendsten neueren Bands aus Deutschland meldet sich drei Jahre nach ihrem fantastischen Debüt-Album zurück - mit einem Siebzehneinhalbminuten-Stück aus purer Dunkelheit und Leidenschaft. Schwein gehabt!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schön, wenn Bands eine Identität auch optisch zur Geltung bringen können: Ein fieses Schwein ist nach Demo und LP nun auch bei dieser EP das wie gewohnt von Alex/skullcult gekonnt gezeichnete Cover-Maskottchen, so dass man erneut auf die Idee kommen könnte, es mit Crust Punk der dreckigsten Sorte zu tun zu haben. Allein, die Musik von RANÂ ist so dreckig gar nicht mal &#8211; und auf &#8222;Freamât&#8220; stellenweise regelrecht elegisch.</p>
<p>Das Stück ist, wie gesagt, siebzehneinhalb Minuten lang, besteht aber letzten Endes aus gar nicht so vielen verschiedenen Teilen und macht es Hörer und Hörerin somit nicht allzu schwer, ihm folgen zu können. Intro und Strophen wildern dabei im Doom und sind mit militaristischem Drumming und sonorem Chor regelrecht bombastisch gestaltet, dazu gibt es fantastisches Gebrüll und Geschrei (ich verstehe &#8222;REJOICE&#8220; und frohlocke selbstverständlich gerne), aber Geknüppel mit Blast Beats der feinsten Sorte folgt auf dem Fuße. Dann, nach einem hervorragend gearbeiteten Übergang (die Melodie im Hintergrund!), erleben wir einen extrem leidenschaftlichen Refrain, der mit seinem vor verzweifeltem Pathos triefenden Text (auf Deutsch!) alle Black-Metal-Emo-Crust-Junkies spätestens jetzt ihre neue Lieblingsband finden lässt.</p>
<p>Und als wäre das noch nicht genug, brillieren RANÂ in der Mitte mit einem stimmungsvollen Doom-Part, der gekonnt das Tempo und den Druck rausnimmt und dabei pure Wehmut atmet, ehe es wieder in den Beginn übergeht, der Refrain ein zweites Mal entzückt und dann in perfekter Manier nochmal zum Höhepunkt gesteigert wird. Genau so muss man das arrangieren; genau so trifft man uns direkt ins Herz! Wollen wir hoffen, dass da, wo &#8222;Freamât&#8220; herkommt, noch mehr ist und wir alsbald das vierte Schwein grunzen hören.</p>
<p>Spielzeit: 17:31 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 02.10.2026</p>
<p>Labels: Fucking Kill Records (Vinyl), breathsunblood (Tape &amp; CD)</p>
<p>Line up:<br />
J &#8211; Guitar<br />
B &#8211; Guitar / Vocals / Bass<br />
E &#8211; Drums<br />
A &#8211; Vocals</p>
<p><a href="https://ranacrust.bandcamp.com/music">Bandcamp</a></p>
<h2>RANÂ &#8211; &#8222;Freamât&#8220; &#8211; Tracklist</h2>
<ol>
<li>Freamât</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[RANA]]></band>
<genres><![CDATA[black metal, Crust]]></genres>
<wpid>428875</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ONI: Genesis, Pt. II [EP]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/oni-genesis-pt-ii-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2026 11:01:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ONI]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=429124</guid>

					<description><![CDATA[ONI vermeiden auf "Genesis, Pt II" das Risiko und gereichen so eher zum Gaumenreiniger denn Trendsetter.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dasselbe nochmal in Rot. Wir wiederholen uns nur ungern, doch als Fortsetzung des ersten Teils bleiben die Unterschiede zur „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/oni-genesis-ep/">Genesis</a>“-EP (2025) marginal. Den modernen Alternative Metal setzen <a href="https://vampster.com/bands/oni/">ONI</a> mit exakt denselben Stilmitteln fort, indem sie eingängige Melodien und satte Riffs mit einer ordentlichen Dosis Synthesizer vermengen.</p>
<p>Die angenehme Singstimme wird mittels diverser Effekte moduliert, was dem Endresultat nicht immer zum Vorteil gereicht. Screams sind dabei eher das Salz in der Suppe: Vorsichtig dosiert und nur zaghaft eingestreut, um die Airplay-Chance im Metal-Radio zu maximieren. Immerhin: Launige Melodiebögen gelingen Mastermind Jack Oni im Opener „What I’ve Become“, in „Retribution“ sowie der poppigen Single „Float“.</p>
<h2>ONI vermeiden das Risiko und gereichen so eher zum Gaumenreiniger denn Trendsetter</h2>
<p>Gleichzeitig beeindruckt „Genesis, Pt. II“ aufgrund seiner risikoscheuen Herangehensweise und der vorhersehbaren Strukturen sowie Sparflammenriffs eher mit teflonartigen Qualitäten: Hängen bleibt nichts, wodurch <a href="https://vampster.com/bands/oni/">ONI</a> innerhalb des Genres selbst eher zum Gaumenreiniger denn Trendsetter werden.</p>
<p>Das ist freilich kein Todesurteil und hat durchaus seinen Platz: Die Nu-Metal-Einflüsse des überraschend harten „Reset“ fallen kurzweilig aus, während die EP in seiner Gesamtheit aufgrund seiner Konsensfähigkeit auch gut nebenbei laufen kann. Nur zu den sechs Kompositionen zurückzukehren, ist kein Tagesordnungspunkt, den wir weit oben auf unsere Agenda setzen würden.</p>
<p>Zu glatt, zu angepasst, zu vorsichtig in der Umsetzung ist „Genesis, Pt. II“ somit das in Rot gekleidete Pendant zum Geschwister-Releases: keineswegs schlecht und doch ein wenig schal im Nachgang.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 01.08.2025</p>
<p>Spielzeit: 21:14</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Jake Oni – Vocals<br />
Eric Palmer – Gitarre<br />
Jared Dines – Gitarre<br />
Nick Villareal – Bass<br />
Dylan Roy &#8211; Drums</p>
<p>Produziert von Josh Gilbert</p>
<p>Label: Ironshore Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://onimusic.com/" target="_blank" rel="noopener">https://onimusic.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/TheOniBand" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/TheOniBand</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/theoniband" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/theoniband</a></p>
<h2>ONI “Genesis, Pt. II” Tracklist</h2>
<p>1. What I’ve Become (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=jLlQA_crWjw" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Drug Me To Sleep<br />
3. Reset<br />
4. Illumination<br />
5. Float (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=n0FkT5l4JWA" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)<br />
6. Retribution</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[ONI]]></band>
<genres><![CDATA[modern metal, alternative metal]]></genres>
<wpid>429124</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SCORPION MILK: Flesh Masks For Skulls [EP]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/scorpion-milk-flesh-masks-for-skulls-ep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 15:02:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SCORPION MILK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=428912</guid>

					<description><![CDATA[Mat McNerney schmiedet das Eisen, solange es heiß ist. SCORPION MILK schieben ein Jahr nach ihrem Debütalbum die EP „Flesh Masks For Skulls“ nach.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, Mat McNerney muss sich mittlerweile nicht mehr darum sorgen, dass man ihn vergessen könnte. Und doch, <a href="https://vampster.com/bands/scorpion-milk/">SCORPION MILK</a>, seine neue Post Punk-Band, steht noch im Schatten von <a href="https://vampster.com/bands/grave-pleasures/">GRAVE PLEASURES</a>, von denen auch wirklich mal wieder was Neues kommen dürfte. Also frischen wir die Erinnerung kurz auf: Verglichen mit GRAVE PLEASURES ist SCORPION MILKs Debütalbum <a href="https://vampster.com/cd-reviews/scorpion-milk-slime-of-the-times/">„Slime Of The Times“</a> etwas weniger zugänglich und hat neben dem Post Punk auch etwas Anarcho-Punk und Industrial in der DNA. Bei „Flesh Masks for Skulls“ kommt das allerdings nicht so sehr durch, die drei neuen Songs sind schon eher klassische Post Punk-Kost. Ein paar Überraschungen gibt es dennoch.</p>
<h2>Obwohl „Flesh Masks For Skulls“ nur eine EP ist, haben SCORPION MILK den einen oder anderen Hit darauf stehen.</h2>
<p>Die drei neuen Songs der ersten EP-Hälfte haben alle eine jeweils etwas andere Ausrichtung: „Dreaming Skulls“ ist der schmissige Uptempo-Hit, „Crushed Under The Weight“ ist langsam und heavy mit sehr noisiger Schlagseite und insgesamt recht brutal und düster. „Guilty By Default“ als Hit der EP erinnert sehr an die großen<a href="https://vampster.com/bands/beastmilk/"> BEASTMILK</a>-Zeiten, mit einem treibenden Groove und sehr eingängigen Melodien, inklusive großartigem Chorus. Eine fantastische Nummer! Die zweite Hälfte der EP beginnt mit dem ULVER-Remix von „All Snakes No Ladders“, der fast besser klingt als das Original. Das Drumming wird nicht durch stumpfe Beats ersetzt, stattdessen wird der Song mit Synthesizern in eine Synthwave-Richtung getragen, was der Komposition und der Power der Musik extrem gut steht. Kurz: ein sehr gelungener Remix.</p>
<p>Abgerundet wird „Flesh Masks For Skulls“ von zwei Coverversionen, wobei gerade „What We All Want“ der GANG OF FOUR von SCORPION MILK in einen ganz neuen Kontext gebracht wird. Der Song klingt deutlich düsterer als das funkige Original und dadurch auch heavier und aggressiver, aber es macht deutlich, wie sehr diese Band McNerney inspiriert hat. Weniger gelungen ist der DEVO-Song „Gut Feeling“. Während im Original das knapp zweiminütige Intro durch allerhand Spielereien kurzweilig klingt, zieht sich SCORPION MILKs Version etwas. Auch Mat McNerneys hysterischer Gesang klingt in dieser Version wie ein Fremdkörper, während das Original dadurch eher schrullig wirkt.</p>
<h2>Bei den Coverversionen treffen SCORPION MILK nicht immer ins Schwarze: „Flesh Mask For Skulls“ endet etwas unbefriedigend.</h2>
<p>Zwar knallen nicht alle sechs neuen Tracks von SCORPION MILK gleichermaßen, aber mit „Guilty By Default“ und dem exzellenten „All Snakes, No Ladders“-Remix trifft McNerney voll ins Schwarze. Wer schon das Debütalbum von SCORPION MILK mochte, kann auch bei „Flesh Masks For Skulls“ bedenkenlos zugreifen, allerdings war „Slime Of The Times“ naturgemäß die rundere Sache. Als Add-on geht diese EP aber mehr als in Ordnung, auch wenn nicht jeder Song darauf ein Knaller ist, siehe „Gut Feeling“. Es bleibt aber zu hoffen, dass SCORPION MILK am Ball bleiben und eine höhere Regelmäßigkeit an den Tag legen als GRAVE PLEASURES.</p>
<p>VÖ: 25. September 2026</p>
<p>Spielzeit: 25:40</p>
<p>Line-Up:<br />
Mat McNerney</p>
<p>Gastmusiker:<br />
Tor Sjöden – Drums<br />
Nate Newton – Bass</p>
<p>Label: Peaceville Records</p>
<h4>SCORPION MILK „Flesh Masks For Skulls“ Tracklist:</h4>
<p>1. Dreaming Skulls<br />
2. Crushed Under The Weight<br />
3. Guilty By Default<br />
4. <a href="https://youtu.be/gqZLmNc5sXs?si=G3Ff8iuF-j_ouKqA">All Snakes No Ladders (ULVER Remix) (Video bei YouTube) </a><br />
5. What We All Want (GANG OF FOUR Cover)<br />
6. Gut Feeling (DEVO Cover)</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://scorpionmilk.bandcamp.com">https://scorpionmilk.bandcamp.com</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/scorpionmilkmusic/">https://www.instagram.com/scorpionmilkmusic/</a><br />
<a href="https://secret-trees.com/scorpionmilk/">https://secret-trees.com/scorpionmilk/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SCORPION MILK]]></band>
<genres><![CDATA[Post Punk, industrial, death rock]]></genres>
<wpid>428912</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>GODFLESH: Decay</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/godflesh-decay/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 06:38:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[GODFLESH]]></category>
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					<description><![CDATA[Der selbstgewählte Niedergang von GODFLESH, Akt I: „Decay“ wertschätzt alle Facetten ihres Sounds als Vorstufe des Abgesangs.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Schatten liegt über diesem Album, denn dieses Mal soll es wirklich so weit sein: <a href="https://vampster.com/bands/godflesh/">GODFLESH</a> machen Schluss. Nicht so wie 2002, sondern wirklich und so richtig. „Decay“ soll das vorletzte Album der UK-Industrial Koryphäen werden, und es macht sich bereits jetzt ein Abschiedsschmerz bemerkbar. Justin Broadricks Projekte, vor allem <a href="https://vampster.com/bands/jesu/">JESU</a> und GODFLESH, begleiten nicht nur den Verfasser seit Jahrzehnten – aber immerhin scheint der Musiker nicht ganz die Instrumente aus der Hand legen zu wollen. Trotzdem: GODFLESH inspirieren bis heute Bands auf der ganzen Welt und haben sich mit „Streetcleaner“, „Pure“, „Selfless“, „Messiah“, „Post Self“ und<a href="https://vampster.com/cd-reviews/godflesh-purge/"> „Purge“</a> in die Seele gehämmert. Und „Decay“? Das kann getrost in diese Aufzählung aufgenommen werden.</p>
<h2>GODFLESH haben Startschwierigkeiten, danach schlägt „Decay“ aber voll durch.</h2>
<p>Und das trotz des Starts. „Decay“ startet dubbig-doomig mit dem knapp neunminütigen „Master And Slave“, das zugleich das schwächste Stück des Albums ist. Es fühlt sich wie ein zu lang geratenes Intro an und kommt nicht so recht in Gang – schade. Danach nehmen GODFLESH einen U-Turn in Richtung „Purge“ und stellen das sehr brachiale, treibende „Living / Ending“ an die zweite Stelle im Album. Der Song groovt mit einem noisigen Beat, dissonanten Riffs und wütenden Vocals und zeigt GODFLESH so aggressiv wie lange nicht. Spätestens jetzt zeigt sich, dass die Bandbreite des Albums für die Verhältnisse des Duos sehr hoch ist. „Feral Colony“ klingt fast LoFi und erzeugt Kontraste und nervöse Spannung mit den cleanen Vocals, dem stampfenden Beat und dem punkigen Riffing, das von G.C. Greens gewaltig verzerrtem Bass unterfüttert wird – hier zeigen GODFLESH, dass nach wie vor bisher ungehörte stilistische Variation für sie möglich ist.</p>
<p>So geschlossen der Gesamteindruck beider Vorgängeralben war, so offen ist das Sounddesign von „Decay“, und doch wirkt es so, als bewegte sich das Album recht symmetrisch, eingefasst von zwei monolithischen, epischen Songs als Start- und Endpunkt. In der zweiten Albumhälfte stehen „Fear Of Man“ und „Fodder“ als Pendant zu „Living / Ending“ und „Feral Colony“, der eine Track etwas offener und bedrückter, der andere spröde und brutal, aber mit dubbiger Schlagseite. Generell ist es aber hörbar, wie GODFLESH die Nähe zum Drone auf „Decay“ suchen. Waren die Rhythmen auf „Purge“ noch von Hip Hop-Beats geprägt, ist vieles dubbig und langsam, und selten auch etwas vom Post Punk inspiriert. So schlagen GODFLESH erneut den Bogen zu ihrer eigenen Vergangenheit und bringen vieles von dem in ihren heutigen Sound, was in den späten Neunzigern schon einmal zu hören war, allerdings auf sehr schmutzige und brachiale Art und Weise.</p>
<h2>Zwar ist die Drone- und Dub-Seite von GODFLESH auf „Decay“ sehr präsent, das Album vereint dennoch vieles von dem, was die Band über die Jahre auszeichnete.</h2>
<p>„Decay“ haftet etwas beinah Rituelles an. Wie sich die Musik zwischen den beiden Endpunkten bewegt und wie am Ende mit „Consume Me“ ein düsteres, tranceartiges Momentum entsteht, wenn die Riffs ins Gehirn gedroschen werden, mit einem Kontrast zwischen den kratzigen Gitarren und den programmierten Drums mit seinen Tom-Rolls. Dieses monotone Finale entschädigt für den schwachen Albumstart und hämmert in Zeitlupengeschwindigkeit in Richtung Trance. Das Maschinelle, das GODFLESH auszeichnet, wirkt auf „Decay“ organisch und albtraumhaft, beinahe surreal. Kein Wunder, das Album ist vollgestopft mit verstörenden Sounds, seien es die kalten Rhythmen, die schmerzenden Gitarren, die wummernden Bässe, die zahlreichen Gesänge oder die klaustrophobischen Synthesizer.</p>
<p>Ein neues GODFLESH-Album ist immer ein Grund zur Freude, so auch dieses Mal. Und das, obwohl „Decay“ das zweite, vermutlich definitive Ende der Industrial Metal-Koryphäen einläutet. Zwar ist „Decay“ nicht auf demselben Niveau wie die Vorgänger „Purge“ (2023) und „Post Self“ (2017), dank seiner atmosphärischen Qualitäten und seiner Vielseitigkeit ist das vorletzte Album der Briten ein intensiver, pechschwarzer Trip. GODFLESH zeigen die Zähne und wirken bedrohlich und relevant wie in ihrer Frühphase, aber auch ätherisch und spirituell wie am Übergang zur JESU‑Ära. Das ist wirklich geglückt, auch wenn etwas Geduld und Vertrauen nötig sind, weil „Decay“ erst mit dem zweiten Song wirklich Fahrt aufnimmt. Aber in einer Sache sind wir uns ja eh einig: Einem Justin Broadrick darf man sein Vertrauen schenken, auch und gerade wenn sich das Schaffen seiner größten künstlerischen Leistung dem Ende entgegenbewegt.</p>
<p>Wertung: 7,5 von 10 Industrieruinen</p>
<p>VÖ: 25. September 2026</p>
<p>Spielzeit: 41:54</p>
<p>Line-Up:<br />
Justin K. Broadrick – Vocals, Guitars, Programming<br />
G.C. Green – Bass</p>
<p>Label: Relapse Records</p>
<h4>GODFLESH „Decay“ Tracklist:</h4>
<p>1. <a href="https://youtu.be/yHcaZhCbNUA?si=mkCjjwwWcwWSMwTX">Master and Slave (Official Audio bei Youtube) </a><br />
2. <a href="https://youtu.be/6YmFe0eBSJA?si=DSxPvrC_S7jpZOCG">Living / Ending (Official Audio bei Youtube) </a><br />
3. Feral Colony<br />
4. Fear Of Man<br />
5. Fodder<br />
6. Consume Me</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://godflesh.bandcamp.com/">https://godflesh.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/godfleshofficial/">https://www.instagram.com/godfleshofficial/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/officialgodflesh/">https://www.facebook.com/officialgodflesh/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[GODFLESH]]></band>
<genres><![CDATA[industrial]]></genres>
<wpid>428861</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SAUROS: Offense</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/sauros-offense/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[andrea]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 12:21:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SAUROS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=428653</guid>

					<description><![CDATA[Es wird alles kein gutes Ende nehmen. Die Nürnberger Sludge Doom Metal-Band SAUROS hat den Soundtrack dazu geschrieben. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Fällt ein Ring in den Sand, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass er spurlos darin versinkt – für euch mit dem Ehering auf einem Beachvolleyballfeld getestet. Ganz anders ist das mit <a href="https://vampster.com/bands/sauros/">SAUROS</a>: Die Nürnberger Band schlägt jetzt mit ihrem zweiten Album „Offense“ auf und hinterlässt mit ihrer Mischung aus Sludge und rohem Doom Metal einen gewaltigen, unübersehbaren Krater. Und als ob das nicht schon zerstörerisch genug wäre, heißt es im Song &#8222;In The End&#8220;: „In The End You’re All Alone, In The End No One Is Near“. Diese Zeilen brennt Sänger Doc wie mit einer Lötlampe ins Bewusstsein. Da hilft auch der Nachsatz „And You’ll Free From Pain And Fear“ nicht mehr viel weiter, zumal der Song mit den Alarmsignalen einer Intensivstation und dem Dauerton der Flatline endet. Es wird alles kein gutes Ende nehmen und SAUROS haben mit &#8222;Offense&#8220; den Soundtrack dazu geschrieben. <a href="https://vampster.com/bands/celtic-frost/">CELTIC FROST</a> und <a href="https://vampster.com/bands/crowbar/">CROWBAR</a> nennen SAUROS selbst als Einfluss, man könnte noch <a href="https://vampster.com/bands/type-o-negative/">TYPE O NEGATIVE</a> in ihrer wütenden Anfangs- und depressiven Endphase ergänzen, ein paar klassische <a href="https://vampster.com/bands/black-sabbath/">BLACK SABBATH</a>-Riffs gibt&#8217;s auch zu hören.</p>



<h2 id="h-offense-passt-gut-in-diese-zeit" class="wp-block-heading">„Offense“ passt gut in diese Zeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wo eine schlechte Nachricht auf die nächste folgt, reihen SAUROS ein brachiales Riff an das andere. Ein vermeintlich simples Konzept, das aber in seiner Konsequenz umso wirkungsvoller ist. Sänger Doc knurrt gegen die massiven Riffwände und wütet gegen Klimawandel, Spaltung, Ungerechtigkeit, den Verlust von Empathie und Ethik. Such dir einfach deine persönliche Lieblingskatastrophe aus, fündig wirst du garantiert. Der Opener „C2O“ erlaubt nach zwei Dritteln kurzes Durchschnaufen, drückt dann im Verlauf aber wieder umso heftiger aufs Gemüt. „The Doomsayers Are Right“ schleppt sich über fast sieben Minuten durch eine stabgraue Welt, langweilt aber zu keiner Minute, dafür stecken zu viele Details wie gesprochene Passagen, überraschende Gitarrenparts, Tempowechsel (selbstverständlich aber nur ganz weit unten auf der Skala) in dem Song. Mission erfüllt, hier sind Text und Musik eine Einheit: Der Song ist in seiner Eindringlichkeit und dem anklagenden Gesang schwer zu ertragen. Das wird der Klimawandel auch sein. Weghören hilft nicht. Doomseelige Selbstvergessenheit sucht man bei SAUROS ebenso vergeblich wie liebliche Melodien. &#8222;Unnatural Selection In The Age Of Crisis&#8220;, heimlicher Hit der Platte, ist um ein einprägsames Leadriff clever aufgebaut und bietet das Maximum an Variation, die das Genre erlaubt – und das sind dann doch erstaunlich viele.</p>



<h2 id="h-diy-aus-uberzeugung-sauros-lassen-sich-nicht-reinreden-und-machen-alles-selbst" class="wp-block-heading">DIY aus Überzeugung: SAUROS lassen sich nicht reinreden und machen alles selbst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für den kompromisslosen Sound von „Offense“ ist wie beim Debüt „Retreat“ (2022 erschienen) wieder Gitarrist Nobbe verantwortlich, Co-Producer war Ron Rauscher. Die beiden haben &nbsp;genau den richtigen Ton für SAUROS gefunden: rau und ungeschliffen wie ein Monolith in der inzwischen oft viel zu eintönigen, zu Tode kultivierten Landschaft der aktuellen Metal-Veröffentlichungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sollten es so machen wie SAUROS: Hinschauen, den Finger in die Wunden legen, bisschen Salz reinreiben, dahin zielen, wo‘s wehtut, beharrlich bleiben, Ärger, Wut und Frust kanalisieren. Vielleicht ist doch nicht alles verloren, auch wenn &#8222;Offense&#8220; mit Warnsirenen und einer Explosion endet. Es ist nur ein unbedeutendes Detail, aber der Ring ist beim nächsten Training entgegen jeder Wahrscheinlichkeit wieder aufgetaucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8222;Offense&#8220; bekommt man via <a href="https://sauros.bandcamp.com/album/offense" target="_blank" rel="noopener">Bandcamp</a> als Download, CD oder LP. Nicht verpassen sollte man SAUROS bei einem dieser Konzerte:&nbsp;</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>28.11.2027 Nürnberg Mono-Ton Records&nbsp;</strong></li>



<li><strong>30.01.2027 Essen, Don&#8217;t Panic</strong></li>



<li><strong>13.02.2027 Nürnberg, Kunstverein</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Label: Eigenproduktion</p>



<p class="wp-block-paragraph">VÖ: 4. September 2026</p>



<h2 id="h-sauros-offense-tracklist-amp-cover" class="wp-block-heading">SAUROS „Offense“ Tracklist &amp; Cover</h2>



<p class="wp-block-paragraph">C2O (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=qMbZZ1xgOVg" target="_blank" rel="noopener">Stream bei Bandcamp</a>)<br>
Offense<br>
The Doomsayers Are Right (<a href="https://sauros.bandcamp.com/album/offense">Stream bei Bandcamp</a>)<br>
In The End<br>
Grey Ignorance<br>
A New Ego In Nihilism<br>
Misanthropic Freedom<br>
Unnatural Selection In The Age Of Crisis (<a href="https://sauros.bandcamp.com/album/offense" target="_blank" rel="noopener">Stream bei Bandcamp</a>)<br>
Nostalgic Anxiety</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>SAUROS Line-up:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Doc (Vocals)</li>



<li>Nobbe (Guitar, Backing-Vocals)</li>



<li>Seb (Bass)</li>



<li>Frank (Drums)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mehr im Netz:&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://sauros.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">sauros.bandcamp.com/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.facebook.com/sauros.doom" target="_blank" rel="noopener">&nbsp;facebook.com/sauros.doom</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.instagram.com/sauros.doom" target="_blank" rel="noopener">instagram.com/sauros.doom</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>



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					<a href="https://vampster.com/bilder/sauros-stuttgart-schwarzer-keiler-02-10-2023-bilder/">SAUROS &#8211; Stuttgart, Schwarzer Keiler &#8211; 02.10.2023 &#8211; Bilder</a>
			</h2>
	
			
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	<li><a href="https://vampster.com/artikel/bilder/2023/" rel="category tag">2023</a></li>
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					<a href="https://vampster.com/live-reviews/thronehammer-naevus-sauros-konzertbericht-schwarzer-keiler-stuttgart-02-10-2023/">THRONEHAMMER, NAEVUS, SAUROS: Konzertbericht  &#8211; Schwarzer Keiler, Stuttgart &#8211; 02.10.2023</a>
			</h2>
	
			
			<div class="cs-entry__post-meta" ><div class="cs-meta-category"><ul class="post-categories">
	<li><a href="https://vampster.com/artikel/empfehlung/" rel="category tag">Empfehlung</a></li>
	<li><a href="https://vampster.com/artikel/live-reviews/" rel="category tag">Live-Reviews</a></li></ul></div><div class="cs-meta-author"><a class="cs-meta-author-inner url fn n" href="https://vampster.com/author/andrea/" title="Zeige alle Beiträge von andrea"><span class="cs-by">von</span><span class="cs-author">andrea</span></a></div><div class="cs-meta-date">6. Oktober 2023</div></div>		</div>
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	]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SAUROS]]></band>
<genres><![CDATA[sludge, doom metal]]></genres>
<wpid>428653</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>HANSEN: BORN WITH A HAMMER</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/hansen-born-with-a-hammer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Boyny]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 14:48:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[HANSEN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=428528</guid>

					<description><![CDATA[Kai Hansen hat, gefühlt so ganz nebenbei, sein zweites Soloalbum auf den Markt gebracht. Ein Album, so viel sei vorweggenommen, das auch für „Hansen Ultras“ nicht sofort zu greifen ist. Wer nämlich GAMMA RAY 2.0 oder HELLOWEEN 3.0 erwartet, der wird, je nach persönlicher Präferenz, angenehm oder unangenehm überrascht sein. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Einstieg gelingt mit dem vorab veröffentlichten „Feeding the Beast“, einem soliden Riffer, ganz ordentlich und wenig überraschend. Danach allerdings folgt mit dem ebenfalls vorab veröffentlichten „Welcome to Life“ der erste Song, bei dem man zunächst einmal ratlos den Kopf schüttelt. Das Ganze ist so eine Melange aus altem Speed Metal, End-70er-Punkvibes und … Reggae. Tatsächlich, Hansen holt hier den Jamaica-Joint raus und lässt es, um beim passenden Wortspiel zu bleiben, ordentlich rauchen.</p>
<h2><strong>Alles reichlich durcheinander. Untypisch für einen Musiker wie Kai Hansen?</strong></h2>
<p>Das Abschlussolo wiederum meint, man habe genau so dann wieder auf einer der beiden Keeper-Platten gehört zu haben. Alles reichlich durcheinander. Untypisch für einen Musiker wie Kai Hansen? Wir verschieben die Beantwortung der Frage ans Ende der Besprechung. Vorher gilt es noch, „Don&#8217;t care“ und „Wait and see“ zu überstehen. Erstgenannter könnte so auch bei <a href="https://vampster.com/bands/electric-callboy/">ELECTRIC CALLBOY</a> stehen. Vor allem der Refrain ist schon hart im Bereich Partymucke verortet. „Wait and see“ hingegen ist arg an <a href="https://vampster.com/bands/linkin-park/">LINKIN PARK </a>angelehnt. Und wir sind weiterhin bei der Frage: „Ist das wirklich DER Kai Hansen, der bei den <a href="https://vampster.com/bands/helloween/">HELLOWEEN</a> Weltalben wie „Walls of Jericho“ oder den „Keeper“-Alben metalmusikalische Geschichte geschrieben hat?</p>
<p>Das folgende „I.D.G.A.F.“ (I don&#8217;t give a fuck) lässt uns nochmal teilhaben an den Punkroots des Künstlers. Und spätestens hier stößt Hansen eine Tür auf, die den Hörer so langsam verstehen lässt, was er da veranstaltet: Er lässt einfach den Teil seiner musikalischen Ursprünge raus, den er so bisher nirgendwo bei einem seiner Projekte platzieren konnte.</p>
<h2><strong>Hier baut sich ein Künstler und Fan seinen ganz eigenen Bohemian-Rhapsody-Moment.</strong></h2>
<p>Am allerdeutlichsten wird das beim folgenden Titelsong. Wer hier nicht nach den ersten Tönen erkennt, dass Freddie Mercury gehuldigt wird, der hat entweder Esskastanien in den Hörmuscheln oder ist zu viel auf Mallepartys. Hier baut sich ein Künstler und Fan seinen ganz eigenen Bohemian-Rhapsody-Moment. Und das macht er wirklich gut. 8 Minuten Höchstform-Hansen!</p>
<p>Und ab sofort sind dann auch die Fans im Boot, die sein Schaffen bisher nur auf seine beiden bereits genannten Hauptbands beschränkt haben. „End of the Road“, „Triple Trouble“ und vor allem „Invader“ sind genau die Art Songs, die man drinnen erwartet, wenn draußen der Name Kai Hansen draufsteht.</p>
<p>Der Abschlussknaller „Wonderland“ versöhnt dann zum Schluss all diejenigen, die vom ersten Teil der Platte enttäuscht/überrascht waren. Ein Speedknaller erster Kajüte mit einem dieser so typischen Refrains, auf den sich alle einlassen können. Und der eben auch bei seinen beiden Hauptbands … aber das hatten wir schon.</p>
<h2><strong>Es ist eindeutig Kai Hansen, ein Hansen, aber der sich hier musikalisch verwirklicht hat und andere Wege gegangen ist</strong></h2>
<p>Und um auf unsere Eingangsfrage zurückzukommen: Ja! Und nein! Es ist eindeutig Kai Hansen, ein Hansen, aber der sich hier musikalisch verwirklicht hat, andere Wege gegangen ist, einfach mal das gemacht hat, worauf er Bock hat, und bei dem er nicht auf 6 weitere Bandmitglieder Rücksicht nehmen muss. Ein Hansen, der sich, wohlwissend, dass er sich auf dem Höhepunkt seiner musikalischen Karriere befindet, einfach mal ein Album gönnt, das so komplett anders ist. Aber trotzdem 100 % Hansen.<br />
Und mit dem er ganz sicher viele seiner Anhänger überrascht hat.<br />
Aber seien wir mal ehrlich: Wenn ich <a href="_WP_LINK_PLACEHOLDER">HELLOWEEN</a> oder <a href="HTTPS://VAMPSTER.COM/BANDS/GAMMA-RAY/">GAMMA RAY</a> hören möchte, dann kaufe ich mir deren Alben. Wenn ich aber am musikalischen Werdegang des prägendsten Künstlers beider Bands interessiert bin, seine Wurzeln und musikalische Vielfältigkeit kennenlernen möchte, dann bin ich bei diesem Album bestens aufgehoben!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>VÖ: 18. September 2026</p>
<p>Label: earMusik / Edel</p>
<p>Hansen &#8211; Line Up:<br />
Kai Hansen &#8211; Gesang, Gitarre<br />
Alexander Dietz &#8211; Bass<br />
Daniel Wilding &#8211; Schlagzeug<br />
Eike Freese &#8211; Gitarre<br />
Tim Hansen &#8211; Gitarre</p>
<h2>HANSEN „Born With A Hammer“ Tracklist</h2>
<p>1. Feeding The Beast (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=INNoCtCk3GQ" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Welcome To Life (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=g2sXfPif-6E" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
3. Don’t Care<br />
4. Wait And See (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=wHPnw63qOkw" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5. Born With A Hammer<br />
6. I.D.G.A.F.<br />
7. End Of The Road<br />
8. Triple Trouble<br />
9. Invaders<br />
10. Wonderland</p>
<p>Mehr im Netz:</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/kaihansenofficial/?locale=de_DE" target="_blank" rel="noopener">facebook.com/kaihansenofficial</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/realkaihansen/?hl=de" target="_blank" rel="noopener">instagram.com/realkaihansen/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[HANSEN]]></band>
<genres><![CDATA[heavy metal, power metal, speed metal]]></genres>
<wpid>428528</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>THE DOGS: Trauma Junkie</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/the-dogs-trauma-junkie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[andrea]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 17:48:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[THE DOGS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=428214</guid>

					<description><![CDATA[Der Teufel im Elchpelz: „Trauma Junkie“ versucht, sich als Skandirock zu tarnen. Gelingt nur nicht, denn auch mit ihrem 12. Album erzählen THE DOGS von menschlichen Abgründen – und das so unwiderstehlich, dass man ganz langsam darin versinkt. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„We’re back“ – das sind die ersten Worte im ersten Song im neuen <a href="https://vampster.com/bands/the-dogs/">THE DOGS</a>-Album „Trauma Junkie“. Auch wenn die Norweger nie weg waren, ist das eine gute Nachricht, gehören sie doch zu den eigenständigsten Bands Skandinaviens. Ihre Landsleute wissen das und shoppen die Alben regelmäßig in die Top 10 der Charts. Das ist verwunderlich, denn die Band ist sperrig, schert sich nicht um Genres und kombiniert eingängige Lieder über eine verflossene Liebe (&#8222;Do You Miss At All&#8220;) mit einer wüsten Punknummer (&#8222;Fuck &#8218;em&#8220;). Das ist verstörend und genau deshalb spannend und faszinierend.</p>
<h2>&#8222;Trauma Junkie&#8220; erzählt, wie bitter Scheitern ist</h2>
<p>Der Opener &#8222;Back To Fucking&#8220; führt erst in die Irre, denn der Song ist eine erstaunlich gut gelaunte Rocknummer mit viel „uh uh“ zum Mitsummen, Mitwissen und Mitfreuen. Spaß haben kann mit der Nummer jeder. Für Nerds, die die Texte und das letzte Album „Starvation“ kennen, ist der Track doppelt lustig, nehmen die Lyrics doch auf den Song „I’m Done With Fucking, I Just Wanna Dance“ Bezug.</p>
<p>Die gute Laune schlägt aber schon mit „Close Is Just Another Word For Nothing“ ins Gegenteil um. Ein panischer Schrei und Sänger Kristopher Schau, macht das, was er so gut kann: Er erzählt eine Geschichte. Die ist natürlich wie immer nicht schön. Im Prinzip geht’s um die alte Erkenntnis: Knapp vorbei ist auch daneben. Kein „Ich habe mir aber Mühe gegeben.“ Kein „Der Wille zählt“. Kein „Du hast es versucht“. Sondern eine Abhandlung, wie bitter es ist, zu scheitern, die er mit wachsender Verzweiflung  in der Stimme vorträgt.</p>
<h2>Den Mittelfinger zeigen THE DOGS auch mit Ü50 gerne, häufig und aus gutem Grund</h2>
<p>„Fuck you“ streckt zweieinhalb Minuten lang allen den Mittelfinger entgegen. „We are living on borrowed time / So why do I even mind“:  Richtig, eigentlich ist es eh alles egal in diesen Zeiten. Mit „Fuck You“ und „Come on“ graben sich THE DOGS wieder in den Dreck zu ihren Wurzeln im Punk, nicht nur musikalisch, sondern auch in den Texten. „Come on / Die Young / I‘m Fucking Begging You Not To Go On“ –  das ist schon ziemlich derb und deutlich.</p>
<h2>Psycho Rock mit Hang zur Katastrophe</h2>
<p>Psycho Rock umschreibt noch am ehesten, was die Osloer Band da auf ihrem zwölften Album veranstaltet. Da ist viel  Skandi-Rock, noch mehr klassischer Rock, mehr als auf den älteren Alben wie „<a href="https://vampster.com/cd-reviews/the-dogs-el-verdugo/">El Verdugo</a>“, mehr als je zuvor. Aber da sind auch Punk-Momente und „das Album überrascht und irritiert immer wieder mit Details. Hörte ich nachts auf meinem einsamen Heimweg jemanden so pfeifen wie am Beginn von „Reality Is A Failure“ würde ich zusehen, dass ich so schnell wie möglich wegkomme. Deshalb ist „Trauma Junkie“ ziemlich verstörend: Es liegt nicht nur an Schaus Gesang, der sich ohne Rücksicht auf Stimmapparat durch die Songs brüllt, wenn’s erforderlich ist. Er kann aber auch den Crooner geben und säuseln. Man sollte sich nur nicht in Sicherheit wiegen, denn die erschreckende Wendung kommt garantiert noch. Wie in „Another Child Of The Cross“, was als fast schon zu süßliche Rockballade mit megaeingängiger Melodie beginnt, endet – natürlich  &#8211; in einer Katastrophe. Es dauert aber gute zwei Minuten, bis der Song endlich kippt und dann auch zum Depri-Text passt. Mit einem Paukenschlag zieht Schau das Fazit: „This Is The Worst She Felt In Years“ – und man glaubt ihm jedes Wort.</p>
<p>Im <a href="https://vampster.com/interviews/interview-mit-kristopher-schau-von-the-dogs-analog-ist-besser/">Interview</a> sagt THE DOGS-Sänger Kristopher Schau selbst, dass das 2014er Album „The Tears Are Voodoo“ unerreicht bleibt. Recht hat er, es ist nach wie vor das beste Album von THE DOGS. Auf der anderen Seite sind alle elf anderen Alben empfehlenswert für alle, die statt Stromlinien-Sound eigenständige Musik mit spitzen Ecken und scharfen Kanten schätzen.</p>
<p>VÖ: 18. September 2026</p>
<p>Label: Indie Records</p>
<p><strong>THE DOGS Line-up 2026: </strong></p>
<ul>
<li>Vocals – Kristopher Schau</li>
<li>Guitar – Mads Martinsen</li>
<li>Bass – Tommy Reite</li>
<li>Drums – Henrik Odde Gustavsen</li>
<li>Percussion – Kenneth Simonsen</li>
<li>Keys –  Stefan Höglin</li>
</ul>
<h2>THE DOG „Trauma Junkie“ Tracklist</h2>
<p>Back to Fucking (<a href="https://ffm.to/closeisjust" target="_blank" rel="noopener">Stream</a>)<br />
Close is Just Another Word for Nothing (<a href="https://ffm.to/closeisjust">Stream</a>)<br />
Fuck’em (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=5tBGDNni1WU" target="_blank" rel="noopener">Audio beu YouTube</a>)<br />
Politics Find You (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=kidAVZ3KJis" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
Reality is a Failure (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=voeuWnLQ1Tk&amp;amp;list=OLAK5uy_k_MSV69A14h_M0y4jSiMrXPZdeAsf8d_I" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
Vinyl Bonus Track: Stop<br />
7:25<br />
Another Child of the Cross<br />
Do You Miss Me at All<br />
Come On<br />
Becoming God of Nothing<br />
Vinyl Bonus Track: No Animal Would do That</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[THE DOGS]]></band>
<genres><![CDATA[Retro Rock, punk rock, rock n roll]]></genres>
<wpid>428214</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>KRALLICE: Scour Order</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/krallice-scour-order/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 14:42:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[KRALLICE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=428168</guid>

					<description><![CDATA[Lessons in excess: KRALLICE lassen sich auf „Scour Order“ keine Ketten anlegen. Allerdings: Das führt nicht automatisch zu packenden Songs.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nicht so leicht mit den Avant-Black Metal-Bands, dem Black Metal-Pendant zum Tech-Death. Wenn Technik wichtiger wird als das Gefühl, wenn Performance die Atmosphäre aussticht, verliert diese Musik auf lange Sicht. Entsprechend schwierig ist es auch mit KRALLICE, die sich auf dem Weg befinden, es etwas zu übertreiben. Die Band um Mick Barr hat in den vergangenen 20 Jahren mit sehr hohem Output geglänzt, immer fern vom Easy Listening. Komplex, überbordend, ungezügelt, dem Verfasser immer etwas zu viel. <a href="https://vampster.com/bands/krallice/">KRALLICE</a> sind musikalisch extrem versiert, kein Wunder: Mit Colin Marston, Nicholas McMaster und Lev Weinstein sind hervorragende Musiker in der Band, und die Formation ist seit Beginn so eingespielt, dass hier sehr vieles möglich ist, oder viel mehr: wäre.</p>
<h2>KRALLICEs Avant-Black Metal ist technisch beeindruckend. Leider mangelt es „Scour Order“ an Atmosphäre und Emotion.</h2>
<p>„Scour Order“ ist ein rasantes Album, mit über einer Stunde ungebremstem, technischen Black Metal. Und daraus resultieren zwei Mängel: ein Mangel an Variation und ein Mangel an Atmosphäre. KRALLICEs instrumentales Niveau ist in einer ganz hohen Liga, und doch bleibt trotz spannender Wendungen nicht das Gefühl, etwas wirklich Tiefes gehört zu haben. „Scour Order“ hat dabei immer wieder sehr spannende Momente, morbid-dissonante Leadgitarren und irre Ideen, aber insgesamt rauscht „Scour Order“ auch nach einem halben Dutzend Durchläufe ohne großen Impact vorbei.</p>
<p>KRALLICE blasen in ein anderes Horn als ihre Genrekollegen <a href="https://vampster.com/bands/liturgy/">LITURGY</a>, aber das Ergebnis ist ähnlich: Es wirkt verkopft, obwohl es das eigentlich nicht sollte. Das Drumming mit seinen waghalsigen Tempowechseln knüppelt nicht nur Stumpf, sondern mit einigen spannenden Twists, der Bass pumpt und pulst, und gerade hier integrieren die Rhythmiker immer Fusion-Elemente in ihr Spiel, die nicht zu hören, aber zu spüren sind. Derweil sind die Songs mal ein wenig catchy, mal wollen sie gar nicht ins Ohr. Gerade aus den kürzeren Songs „Grievous Corrector“ und „Living Useless Ritual“ schälen sich erfreulicherweise mehr als nur kurze prägnante Momente heraus. In den meisten Songs gibt es dieses eine Lead oder das eine Riff, die dann doch wieder Spaß machen und faszinieren.</p>
<h2>Rasant, anstrengend, überfordernd – und zwischendurch immer wieder kurz zugänglich: KRALLICE fordern auf „Scour Order“ viel von ihrem Publikum</h2>
<p>Am Ende ist und bleibt „Scour Order“ anstrengend und kann überfordern, gerade in den längeren Songs wie „Her Green Arms“, die praktisch keine Verschnaufpause zulassen. Black Metal kann, wenn der Minimalismus und die Monotonie richtig ausgespielt ist, Trance erzeugen – <a href="https://vampster.com/cd-reviews/fluisteraars-jacht-der-mysterien/">vergangene Woche</a> haben das <a href="https://vampster.com/bands/fluisteraars/">FLUISTERAARS</a> eindrucksvoll bewiesen. KRALLICE gehen den exakt anderen Weg, und statt durch ihre Komplexität zu faszinieren, ermüden sie hier eher noch. Doch ausgerechnet im letzten Song, dem 13-minütigen Titeltrack channeln sie endlich ihre ganze Kraft: Ein hypnotisch-dissonantes Riff, Vocals, ähnlich abgründig wie von<a href="https://vampster.com/bands/portal/"> PORTAL</a> und ein episches Finale retten „Scour Order“ vor der totalen Verkopftheit. Ähnlich wie <a href="https://vampster.com/bands/imperial-triumphant/">IMPERIAL TRIUMPHANTs</a> <a href="https://vampster.com/cd-reviews/imperial-triumphant-spirit-of-ecstasy/">„Spirit Of Ecstasy“</a> erzeugen KRALLICE mit „Scour Order“ vor allem anerkennendes Nicken in Bezug auf die instrumentale Darbietung, weniger auf das Gefühl, das sie hinterlassen. Immerhin sie selbst scheinen in diesem Exzess ganz daheim zu sein.</p>
<p>Wertung: 6 von 10 Riffberge</p>
<p>VÖ: 18. September 2026</p>
<p>Spielzeit: 63:12</p>
<p>Line-Up:<br />
Mick Barr – Guitar, Vocals<br />
Colin Marston – Guitar<br />
Nicholas McMaster – Vocals, Bass<br />
Lev Weinstein – Drums</p>
<p>Label: Profund Lore</p>
<h4>KRALLICE „Scour Order“ Tracklist:</h4>
<p>1. Agonal Shining<br />
2. Grievous Corrector<br />
3. <a href="https://youtu.be/CgNVtcxOTs0?si=EYgKDehY5vhPQMvC">Kill The Guardian (Official Audio bei Youtube) </a><br />
4. Unceasing Path<br />
5. <a href="https://youtu.be/RXJbHs7AIXc?si=DU6Lt9UAQZY5a3qQ">Living Useless Ritual (Official Audio bei Youtube) </a><br />
6. Indecipherable Divinities<br />
7. Her Green Arms<br />
8. Scour Order</p>
<p><a href="https://youtu.be/KNlHt8GlHo8?si=CooXHoNr1h5UileI">KRALLICE „Scour Order“ Full Album Stream bei Youtube </a></p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://krallice.bandcamp.com/">https://krallice.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/ygghuur/">https://www.instagram.com/ygghuur/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/krallice">https://www.facebook.com/krallice</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[KRALLICE]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>428168</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SCHANDMAUL: Sternensegler</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/schandmaul-sternensegler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 14:20:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SCHANDMAUL]]></category>
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					<description><![CDATA[In neuer Konstellation erreichen SCHANDMAUL zwar noch nicht Bestform, gelungen ist das neue Kapitel "Sternensegler" dafür allemal, auch weil sich mit Sänger Till Herence andere Möglichkeiten eröffnen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Darf es wirklich einfach sein?“</em>, fragt Sänger Till Herence im Auftakt „Nimm alles mit“. Und tatsächlich scheint es so, als die ersten Töne des beschwingten Stücks eine Aufbruchstimmung erzeugen und uns die Sicherheit vermitteln, dass <a href="https://vampster.com/bands/schandmaul/">SCHANDMAUL</a> selbst nach vergangenen Rückschlägen nicht vom Kurs abgekommen sind. Derweil ist die Veränderung offensichtlich und gravierend.</p>
<p>Nicht das neue Gesicht in den Reihen verunsicherte das Fanlager vorab, sondern die Implikation: Als Frontmann Thomas Lindner gesundheitsbedingt seinen Posten räumen musste, um fortan in zweiter Reihe das Keyboard und weitere Instrumente zu bedienen, verschwand mit der Stimme auch ein prägender Teil der <a href="https://vampster.com/bands/schandmaul/">SCHANDMAUL</a>schen Identität aus dem Rampenlicht.</p>
<h2>Mit Sänger Till Herence eröffnen sich SCHANDMAUL auf &#8222;Sternensegler&#8220; auch neue Möglichkeiten</h2>
<p>Immerhin tritt mit Nachfolger Till nicht nur ein langjähriger Freund in die Fußstapfen, sondern ein Sänger, der sich bereits in seinen vorherigen Projekten <a href="https://vampster.com/bands/loonataraxis/">LOONATARAXIS</a> und <a href="https://vampster.com/bands/apron/">APRON</a> als überaus wandelbar zeigte und dies nun auf „Sternensegler“ in ähnlicher Weise fortsetzt. Keine Frage: Es sind völlig andere Vibes, die vom neuen Frontmann in gesanglicher Hinsicht ausgehen, doch die Möglichkeiten, die sich nun aufgrund der gesteigerten Bandbreite bieten, nutzen <a href="https://vampster.com/bands/schandmaul/">SCHANDMAUL</a> wie die Profis, die sie sind.</p>
<p>Das schließt die Instrumentierung mit ein, wie wir im rockigen „Beide Füße in der Luft“ feststellen dürfen: Hier lösen bratende E-Gitarren die Akustikpendants ab, welche noch den leichtfüßigen Titeltrack zeitweise prägten. Überhaupt erinnert das Stück auch thematisch an frühere Schaffensperioden der Folk-Rock-Band, welche wiederum diesen Schwung mitnimmt, um in „Flagge“ ein politisches Statement zu setzen. Gemeinsam gegen Hass lautet der Tenor, den die Bayern geschickt mit Deutschrock-Zitaten unterlegen, während in der Hook Geige und Flöte selbstbewusst umeinander tänzeln.</p>
<h2>&#8222;Sternensegler&#8220; schwächelt in den leisen Momenten, bringt ansonsten aber eine Menge Elan mit</h2>
<p>Dagegen schwächelt „Sternensegler“ immer dann, wenn sich die Band auf die leisen Töne besinnt. Nicht etwa aufgrund der Instrumentierung, die selbst in reduzierter Form meist feinfühlig gelingt, aber aufgrund der Texte, wo zumeist einsilbigen Reime auf ein Maß an Kitsch treffen, das unsere persönliche Toleranzgrenze überschreitet. „Wo Sprache aufhört“ und besonders „Trag dich“ fehlt es lyrisch an Finesse, das eben gerade nicht mit einem Plus an Schmalz zu kompensieren ist.</p>
<p>Erfolgreicher ist der gemächliche Aufbau von „Nosferatu“, wo nicht zuletzt der wandelbare Gesang besticht: Knurrend und verbittert führt Till durch die reduzierte Strophe, bevor der kraftvolle Refrain einer Eruption gleicht – packend, wenngleich auch repetitiv intoniert. Mit Drive und Feuer dreht wiederum „An beiden Enden“ auf, wo uns <a href="https://vampster.com/bands/schandmaul/">SCHANDMAUL</a> unmissverständlich zu verstehen geben, dass sie bis zum letzten Tag gar nicht daran denken werden, einen Gang zurückzuschalten.</p>
<h2>SCHANDMAUL erreichen in neuer Konstellation noch nicht Bestform, doch gelungen ist der Start in das nächste Kapitel allemal</h2>
<p>Das galt vor 25 Jahren, das galt vor einer Dekade und das gilt auch weiterhin, solange die Ideen sprudeln und es am Horizont noch ein unerforschtes Fleckchen zu entdecken gilt. Dorthin zieht es den „Sternensegler“ voller Zuversicht, selbst wenn der einstige Kapitän den Kurs nun nicht mehr eigenmächtig ausrufen kann. Auch deshalb wird das zwölfte Album der Folk-Rock-Urgesteine zu einem Symbol für Zusammenhalt; für eine Crew, die sich auch in herausfordernden Zeiten gegenseitig den Rücken stärkt. In neuer Konstellation mögen <a href="https://vampster.com/bands/schandmaul/">SCHANDMAUL</a> zwar noch nicht ihre Bestform erreicht haben, ins Straucheln kommen sie allerdings ebenfalls kaum – schön, wenn es manchmal wirklich so einfach sein darf.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 11.09.2026</p>
<p>Spielzeit: 47:26</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Till Herence – Vocals, Guitar<br />
Thomas Lindner – Piano/Keyboards, Acoustic Guitar, Accordion<br />
Martin Duckstein – Electric/Acoustic Guitars, Cister, Cistele, Lute, Banjo, Backing Vocals<br />
Matthias Richter – Bass, Double Bass<br />
Stefan Brunner – Drums, Percussion</p>
<p>Produziert von Simon Michael Schmitt</p>
<p>Label: Napalm Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.schandmaul.de/" target="_blank" rel="noopener">https://www.schandmaul.de/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/Schandmaul" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/Schandmaul</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/schandmaulband/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/schandmaulband/</a><br />
Bandcamp: <a href="https://schandmaul.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://schandmaul.bandcamp.com</a></p>
<h2>SCHANDMAUL “Sternensegler” Tracklist</h2>
<ol>
<li>Nimm alles mit</li>
<li>Sternensegler (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=5viTyfBhnLI" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Beide Füße in der Luft</li>
<li>Flagge</li>
<li>Nosferatu (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=P2q7cvu--as" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Wo Sprache aufhört</li>
<li>In der Hand</li>
<li>An beiden Enden (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=5xeRUaOjtEs" data-type="link" data-id="https://www.youtube.com/watch?v=5xeRUaOjtEs">Video bei YouTube</a>)</li>
<li>Lass nicht los</li>
<li>Trag Dich</li>
<li>Zwei Raben (feat. Laura Fella) (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=xpEvCDyGK_w" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SCHANDMAUL]]></band>
<genres><![CDATA[mittelalter rock, FOLK]]></genres>
<wpid>428175</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>BLODTAR: Monark</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/blodtar-monark/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 19:13:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BLODTAR]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass BLODTAR, als Soloprojekt gestartet und nun ein Duo aus Songwriter und Schlagzeuger, Potential hat, ist nichts Neues: Schon Debüt-EP und -Album haben weiland euphorische Reaktionen geerntet, bei mir jedoch noch nicht. Ein paar Jahre und einen persönlichen Schicksalsschlag später steht mit „Monark“ das zweite Album an. Und macht (fast) alles richtig.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ob’s am erwähnten Schicksalsschlag liegt, dass „Monark“ so gereift, seriös und authentisch klingt? Vielleicht &#8211; sicher ist nur, dass die intensive Melancholie, die aus den acht hier vorliegenden Kompositionen trieft, darin ihren Ursprung hat. Denn so wehmütig und romantisch klangen die Vorgänger nicht. Zwar steht außer Frage, dass der größte Einfluss nach wie vor beim klassischen schwedischen Pagan Black Metal alter Schule zu suchen ist, es hat sich aber eine emotionale Dringlichkeit und Unmittelbarkeit in die Musik eingeschlichen, an der es ihr &#8211; für meinen Geschmack jedenfalls &#8211; vorher ein wenig gemangelt hat.</p>
<p>Deutlich wird das schon durch den herrlich kehligen, verzweifelten Gesang, der Schmerz förmlich atmet und in seiner Rohheit etwas an die großartigen <a href="https://vampster.com/bands/panphage/">PANPHAGE</a>-Alben erinnert; die Stücke sind aber auch dichter komponiert, in sich geschlossener, hervorragend als Album arrangiert und letztlich insgesamt erwachsener als auf dem Vorgänger. Zwar hören wir hier immer noch überwiegend diese typischen schwedischen Folk-Melodien an jeder Ecke, aber sie sind nur mehr Mittel zum Zweck und nicht mehr der Zweck selber.</p>
<h2>Wehmut, Verlorenheit, große Hymnen</h2>
<p>Und dann ist da dieses Titelstück, das sich in seiner Melodieführung beim Post Black Metal sowie insgesamt eines anderen Gesangsstils bedient und dadurch eine tiefe Trauer evoziert, wie wir sie von BLODTAR bisher nicht kannten. Zusammen mit den vielen klaren Gesangsanteilen und sägenden Riffs in Moll ergibt sich auf „Monark“ schließlich das Bild eines verlorenen Mannes, der sein Leid kennt und in Kunst zu gießen imstande ist, ohne daran zu zerbrechen. Das wird beim Folk-Stück (im Original von einer skandinavischen Folk-Band) „Nu är det synd om de döda“ dann nochmal besonders deutlich; gleichzeitig sorgt es für die dringend benötigte Ruhe vor dem abschließenden Sturm.</p>
<p>Der beginnt mit „Bland kvällens skuggor ännu vandra“ dann brillant und erneut tief melancholisch, wogt hin und her, sucht die große Katharsis… und versinkt dann mit „Den eviga isen“ leider im Nichts. Ja, schade, das Ende des Albums kommt erstaunlich plötzlich, und da alles andere so sinnvoll arrangiert anmutet, muss man ja davon ausgehen, dass das gewollt ist. Soll’s die Unbarmherzigkeit des Todes darstellen, die jede Schönheit – denn Schönheit gibt’s en masse auf „Monark“ – nach kurzem Verwelken unweigerlich zerstört? Vielleicht. Allein, es wirkt als Ende eines ansonsten sehr guten Albums nicht bzw. es wirkt schon, aber eben ästhetisch unbefriedigend.</p>
<p>Was die Großartigkeit von z.B. „Till min sista viloplats“ (was für ein herrlicher Chor!) und dem 3/4-Takt-Nackenbrecher „Paradis“ (was für ein herrliches Riff!), die ich hier mal exemplarisch als geniale Anspieltipps stehen lassen möchte, keineswegs schmälern soll. Songwriter Carl weiß, was er tut und ballert uns einen urschwedisch tobenden Metal-Wirbelsturm nach dem anderen um die Ohren, dass es eine helle Freude ist. Denn Trauer und Melancholie sind bei BLODTAR anno 2026 zwar immer spürbar, letzten Endes handelt es sich bei „Monark“ dann aber doch um richtig geilen Heavy Metal, und das ist auch gut so.</p>
<p>Spielzeit: 36:02 Min.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 18.09.2026</p>
<p>Label: Nordvis</p>
<p>Line-Up:<br />
Carl &#8211; Bass, Gitarre, Gesang<br />
Hebert Alarcon Cerna &#8211; Schlagzeug</p>
<p><a href="https://blodtar.bandcamp.com/music">https://blodtar.bandcamp.com/music</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/blodtarband/">https://www.instagram.com/blodtarband/</a></p>
<h2>BLODTAR „Monark“ Tracklist</h2>
<p>1 – Blodtår (‘Blood Tear’)<br />
2 – Till min sista viloplats (‘To My Final Resting Place’)<br />
3 – Paradis (‘Paradise’)<br />
4 – Det slutar i lågor (‘It Ends in Flames’)<br />
5 – Monark (‘Monarch’)<br />
6 – Nu är det synd om de döda (Kraja cover)<br />
7 – Bland kvällens skuggor ännu vandra (‘Still Wandering Among the Evening Shadows’)<br />
8 – Den eviga isen (‘The Eternal Ice’)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[BLODTAR]]></band>
<genres><![CDATA[pagan metal, black metal]]></genres>
<wpid>428082</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>EMMA RUTH RUNDLE: These Killing Times</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/emma-ruth-rundle-these-killing-times/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:38:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[EMMA RUTH RUNDLE]]></category>
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					<description><![CDATA[Die, die sich selbst nicht aufgeben wollte, will nun ihr Land nicht aufgeben: EMMA RUTH RUNDLE geht auf dem Protestalbum „These Killing Times“ ins Außen und fügt ihrem Œuvre eine weitere Seite hinzu. Starkes Album!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Abend des 6. September 2026 läuft bei mir anders ab, als bei vielen Anderen. Ich kann das Smartphone trotz der Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt relativ früh aus der Hand legen. Während eine Vielzahl an Menschen bestürzt über dieses Ergebnis sind, ist dieser Fiebertraum für mich erstmal zu Ende. Fakten wurden geschaffen, das fast Schlimmstmögliche ist eingetreten. Die Ängste, die mich schon Wochen vorher umgetrieben haben, sind vorbei und durch Tatsachen ersetzt worden. Nicht falsch verstehen, ich würde mir nichts sehnlicher wünschen, als dass der Albtraum der immer stärker werdenden AFD, endlich vorbei wäre. Mein Gehirn geht nach den Ergebnissen sofort in den Bewältigungsmodus. Jetzt müssen wir doch alle, die wir nicht am rechten Rand stehen, zusammenhalten, richtig? Jetzt müssen sie doch alle ihre Ellbogen einfahren und in einen konstruktiven Modus gehen, die Konservativen und die Linken gleichermaßen und sich wirklich bemühen, etwas zu schaffen, das für die große Mehrheit wirklich stimmig ist. <a href="https://vampster.com/bands/emma-ruth-rundle/">EMMA RUTH RUNDLEs</a> Song „Powerless“ von „These Killing Times“ begleitet mich durch diesen Abend, und spendet Hoffnung:</p>
<blockquote><p>Let me walk here with a lantern in my hand<br />
One for finding one for showing something better<br />
Let me die here with a hammer in my hand<br />
One for smashing one for making something better</p></blockquote>
<p>„These Killing Times“ handelt von dieser Disruption der Gesellschaft, und wie dennoch Hoffnung vorherrschen kann, das ist auf Deutschland 2026 ebenso anwendbar wie auf die USA. Das fünfte Soloalbum der Musikerin mit Wahlheimat Portland, Oregon zeigt eine ganz andere Seite von EMMA RUTH RUNDLE. Die Musikerin, die sich sehr offensiv und direkt mit ihren inneren Dämonen auseinandergesetzt hat, kämpft nun an einer anderen Front: Seit die unselige Ära Trump 2 angebrochen ist, bezieht sie deutlich Stellung, immer und immer wieder. Somit klingt auch „These Killing Times“ deutlich extrovertierter als <a href="https://vampster.com/cd-reviews/emma-ruth-rundle-engine-of-hell/">„Engine Of Hell“</a> oder „Marked For Death“. Und nein, es ist kein Hardcore-Punk-Album, aber durch und durch ein Protestalbum, selbst wenn es nicht immer auf den ersten Blick so erscheint. Insofern ist „These Killing Times“ erstmal schwer zu greifen, es besteht aus dem Widerspruch des Öffentlichen und des Persönlichen und ist weniger direkt als für ein politisches Album sonst üblich, aber direkter als von EMMA RUTH RUNDLE gewöhnt. Der Erstkontakt ist also nicht so ganz einfach.</p>
<h2>So direkt war EMMA RUTH RUNDLE bisher nie: „These Killing Times“ zeigt, dass die US-Amerikanerin es auch versteht im Außen zu kämpfen.</h2>
<p>Und doch ist die Musik vertraut. Wer die bisherigen Alben der US-Amerikanerin kennt, spürt vermutlich die Verbindung der neuen Songs zu „On Dark Horses“, aber EMMA RUTH RUNDLE fährt ein viel breiteres musikalisches Spektrum auf als auf ihren früheren Alben. Der von Metal und Sludge inspirierte Sound der Singer-Songwriterin war schön öfter heavy – siehe die verzerrte Westerngitarre, die sie live verwendet, aber „These Killing Times“ ist größer gedacht und ausgeführt. Nicht nur die zahlreichen Gastmusiker*innen, die EMMA RUTH RUNDLEs Songs Farbtupfer verleihen um ein volles, aber nicht übervolles Bild zu gestalten, haben einen Einfluss auf die Songs, auch Drummerin Jess Gowrie und Bassist Troy Zeigler agieren als solides Rückgrat. „These Killing Times“ blickt musikalisch immer wieder in die Neunziger, lässt sich inspirieren von<a href="https://vampster.com/bands/soundgarden/"> SOUNDGARDEN</a> („Anvil“, „Enought“) bis JEFF BUCKLEY („Catherine Wheel“) und ist dank des charakteristischen Songwritings und der einmaligen Stimme eindeutig zu erkennen. Dazu gibt es verschiedenste Lead-Gitarrist*innen, deren Spiel immer etwas Besonderes ist und den Songs guttut.</p>
<p>Sie singt, sie faucht, sie flüstert, sie lebt auch diese Songs. Die Kämpfe, die EMMA RUTH RUNDLE in der Vergangenheit mit sich selbst austrug, kämpft sie nun im Außen. Der Stil, die kreative Handschrift ist dabei natürlich unverkennbar, auch trotz kleinerer Veränderungen. Passend dazu ist ihr eigenes Klavierspiel ist mal verträumt und leicht jazzy, dann wieder schwer und groß, die Riffs mal eher hintergründig, dann zentnerschwer. RUNDLEs Stimme ist präsenter als auf „Engine Of Hell“, aber noch immer fern von klassischen Singer-Songwriterinnen, die sich selbst ins Zentrum stellen. „These Killing Times“ besteht aus acht Songs, die allesamt für sich selbst stehen und trotzdem einen schönen Gesamteindruck ergeben, der sinnvollen Anordnung der Stücke sei Dank. Mit „Powerless“ steht das wichtigste Stück bereits am Anfang der Dreiviertelstunde. Die Heaviness im Refrain schleicht sich fast unbemerkt ein, nachdem der Song mit zarter Melancholie beginnt. Eine Kampfhymne gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung, voll weiblichem Furor. Danach wird es leiser, aber nicht weniger eindringlich: „God‘s Picture“ und „Anvil“ bestehen aus Akustikgitarre und Klavier, sammeln Trauer und bringen sie zu einem groß arrangierten Finale inklusive Saxophon-, beziehungsweise Streicher-Einsatz. Diese Songs zünden nicht sofort, sondern pflanzen ihre Saat im Herzen der Hörer*innen, bis sie schließlich aufgeht.</p>
<h2>„These Killing Times“ ist sehr facettenreich: EMMA RUTH RUNDLE schafft den Spagat zwischen leiser Intimität und brachialer Heaviness.</h2>
<p>Auch die restlichen Lieder brauchen ihre Zeit, bis sie sich entfalten. So ist das unauffällige „Don’t Delay Heaven“ ein sehr subtiles Stück, das zwischen den groß angelegten Songs zunächst etwas unterzugehen droht, dann aber umso eindringlicher wird. Mehr Spannung baut „Enough“ auf, das die Rastlosigkeit und spürbar macht, bis es schließlich einen eruptiven dissonanten und verflucht lauten Schluss bekommt und so den heftigsten Teil des Albums darstellt. Ebenso abenteuerlich ist das doomige „Human Kindness“, bei dem die Vocals meditativ um ein angezerrtes Riff kreisen – kein Wunder, dass diese achteinhalb Minuten wie im Flug vergehen. Das krasse Gegenteil dieser beschwörenden Düsternis ist „Catherine Wheel“, der Song der von EMMA RUTH RUNDLE der am ehesten das Zeug dazu hat, ein Alternative Rock-Hit zu werden, mit groß gedachten Arrangements, simpler und effektiver Grundidee und viel Kraft.</p>
<p>Am eindringlichsten ist die Musik von EMMA RUTH RUNDLE immer dann, wenn der Schmerz unmittelbar spürbar wird. Entsprechend war „Engine Of Hell“, diese ultimative Austreibung aller Dämonen, so intensiv, dass heute, fünf Jahre später, dieses Album nur noch selten in meinen vier Wänden läuft, einfach weil es so unmittelbar schmerzhaft ist. „These Killing Times“ ist selbstredend auch ein Album, das unter die Haut geht, aber der persönliche Schmerz ist hier in anderer Form spürbar, denn die Dissonanz der Welt um uns herum sickert auch in uns ein. Somit ist „These Killing Times“ als politisches Album, als Protestalbum, in dieser Konsequenz auch äußerst persönlich, aber eben auf einer ganz anderen Ebene als das Vorgängerwerk, nur eben nicht ganz so schmerzhaft. Auch wenn „Some Heavy Ocean“ und „Marked For Death“ unerreichbar bleiben, für die Zeiten, in denen wir leben, ist „These Killing Times“ ein wertvoller Begleiter. EMMA RUTH RUNDLE bleibt eine eindringliche Musikerin und Komponistin, deren Songs und Lyrik gerade wegen all des Schmerzes und der Verletzlichkeit so stark und kämpferisch sind, dass man nicht anders kann, als mit hoffnungsvollem Ernst in die Zukunft zu blicken, egal wie die Dinge sich gerade entwickeln.</p>
<p>Wertung: 7 von 8 Tage der Befreiung</p>
<p>VÖ: 18. September 2026</p>
<p>Spielzeit: 43:45</p>
<p>Line-Up:<br />
EMMA RUTH RUNDLE – Vocals, Guitars, Keys, Percussion<br />
Jess Gowrie – Drums<br />
Troy Zeigler – Bass, Handrum<br />
Amelia Baker – Vocal Harmonies<br />
Nick Reinhart – Electric Guitar Leads<br />
Patrick Shiroshi – Saxophone<br />
Camille Getz – Violin<br />
Jason Adams – Cello<br />
Gina Gleason – Electric Guitar Leads<br />
Bryan Tulou – additional Electric Guitar<br />
George Clarke – Additional Vocals<br />
Sonny Diperri – Swarmatron<br />
Bryan Funck – Additional Vocals<br />
Lucas Frank – Additional Vocals<br />
Marissa Nadler – Additional Vocals</p>
<p>Label: Errant Child</p>
<h4>EMMA RUTH RUNDLE „These Killing Times“ Tracklist:</h4>
<p>1. <a href="https://youtu.be/RevPslL4QyQ?si=MVx5iN_XBvaBWRqE">Powerless (Official Video bei Youtube) </a><br />
2. <a href="https://youtu.be/xa5IMcDwqfs?si=pYecn_D__yiWMi-A">God’s Picture (Official Video bei Youtube) </a><br />
3. Anvil<br />
4. Catherine Wheel<br />
5. Don’t Delay Heaven<br />
6. <a href="https://youtu.be/jTfCvMEG8e4?si=NGxTVTHEN1nYwD49">Enough (Official Video bei Youtube) </a><br />
7. Human Kindness<br />
8. Oceans Of Time</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://www.emmaruthrundle.com/">https://www.emmaruthrundle.com/</a><br />
<a href="https://www.patreon.com/cw/EmmaRuthRundle">https://www.patreon.com/cw/EmmaRuthRundle</a><br />
<a href="https://emmaruthrundle.bandcamp.com/">https://emmaruthrundle.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/emmaruthrundle">https://www.instagram.com/emmaruthrundle</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/emmaruthrundle/">https://www.facebook.com/emmaruthrundle/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[EMMA RUTH RUNDLE]]></band>
<genres><![CDATA[singer songwriter]]></genres>
<wpid>428009</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>OLD RUINS: Mount Arreat</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/old-ruins-mount-arreat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[agony&#38;ecstasy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:17:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[OLD RUINS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=428111</guid>

					<description><![CDATA[Drei Jahre nach “Always Heading East” nehmen uns OLD RUINS erneut mit auf eine Reise in die Welt der Diablo-Spielreihe. Und der Mix aus epischem Heavy Metal und melodischem Black Metal funktioniert auch auf dem zweiten Album hervorragend. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://vampster.com/bands/old-ruins/">OLD RUINS</a> nehmen uns erneut mit nach Sankturio, der Welt, in der die Diablo-Reihe spielt. Diesmal geht es also zum Berg Arreat, von dem ich euch jetzt gerne was erzählen würde, aber nicht kann, da ich aber immer noch keinen einzigen Diablo Teil gespielt habe. Aber man kann die Musik von OLD RUINS ja auch gut finden, ohne knietief in der Diablo-Lore zu stecken, hat zumindest bei mir bisher ja auch gut funktioniert &#8211; siehe meine Rezensionen zur <a href="https://vampster.com/cd-reviews/old-ruins-old-ruins/">selbstbetitelten EP</a> und dem Debütalbum &#8222;<a href="https://vampster.com/cd-reviews/old-ruins-always-heading-east/">Always Heading East</a>&#8222;. Wer die Band noch nicht kennt, dem sei gesagt, dass OLD RUINS stilistisch irgendwo zwischen klassischem Heavy Metal und melodischem Black Metal unterwegs sind. Dabei klingen sie aber eher wie eine Heavy Metal-Band, die auch Black Metal-Elemente nutzt und nicht wie eine Black Metal-Truppe, die jetzt Heavy Metal macht, wenn ihr versteht, was ich meine.</p>
<h2>OLD RUINS kombinieren epischen Heavy Metal und Black Metal auf “Mount Arreat” in Perfektion</h2>
<p>Was die Black Metal-Elemente angeht, so würde ich diese zum einen in der melodischen Schweden-Schule als auch bei <a href="https://vampster.com/bands/immortal/">IMMORTAL</a> zu “Sons Of Northern Darkness” oder auch “At The Heart Of Winter”-Zeiten verorten. An letztere erinnert mich zum Beispiel das Hauptriff von “Call To Arms”. Aber fangen wir vorne an, denn da steht mit “Once There Was Light” gleich ein Highlight. Los geht es mit Tremolo-Riffing und beinahe schon entspannten Drumming, bevor die Double Bass gezündet wird. Der heisere Gesang von Christian Krajewski wird im Mittelteil, passend zu den ruhigen, unverzerrten Gitarren, kurz durch melodischen Klargesang ersetzt, dann wird der Song episch und die letzten zwei Minuten gibt es ein starkes Gitarrensolo. Großes Kino Jungs!</p>
<h2>Am besten gefallen mir OLD RUINS, wenn sie die großen, epischen Hymnen auspacken</h2>
<p>Mit “Gates Of Harrogath” gibt&#8217;s danach erstmal mit dem groben Knüppel. Solides Geballer, vergleichsweise simpel gestrickt, allerdings ebenfalls mit einem schönen Solo im Mittelteil garniert. Ich muss allerdings sagen, dass die Songs, in denen OLD RUINS gröber zu Werke gehen, mir deutlich weniger geben als die epischen Hymnen, zu denen diese Band im Stande ist. Das tun sie auf “Mount Arreat” erfreulicherweise aber auch nicht zu oft. “Uileloscadh Mor” (GESUNDHEIT!) ist mit siebeneinhalb Minuten das längste Stück auf “Mount Arreat” und entwickelt sich langsam, vom schleppenden, trostlosen Beginn zu einer massiven Walze. Zwischendurch gibt es auch mal etwas Melo Black Metal-Raserei und episch stampfende Passagen, alles wunderbar ineinander fließend. Das Spiel mit den Tempowechseln haben OLD RUINS schon drauf.</p>
<h2>Mit “Mount Arreat” werden OLD RUINS ihre Fans glücklich machen und hoffentlich viele neue dazu gewinnen</h2>
<p>Das nächste große Highlight kommt mit dem Titelsong, der mit unverzerrten Gitarren, Flöte (?) und einem Adlerschrei beginnt und sich dann zu einem Up Tempo-Banger entwickelt, der auch mit Klargesang funktionieren und als astreine Epic Metal-Nummer durchgehen würde, auch wenn es einen kurzen Black Metal-Part gibt. Epischer Headbanger-Shit, Leute! Der “Lord Of Destruction” schleicht sich erstmal langsam heran, um dann nach zwei Minuten erst trashig und dann nochmal kurz schwarzmetallisch drauf zu hauen, bevor es mal wieder Zeit für Leadgitarren-Action wird, inklusive zweistimmigen Solo zum Ende. Mit “Tyraels Despair” gibt es dann den großen, epischen Abschluss, wieder mit starker Gitarrenarbeit, verzweifeltem Klargesang zum Schluss und musikalisch noch mal einem Ritt von epischem Heavy Metal bis zu ebensolchem Black Metal.</p>
<p>Mit “Mount Arreat” stellen OLD RUINS ihrem starken Debüt “Always Heading East” einen mindestens gleichwertigen Nachfolger zur Seite. Fans der Band können also blind zugreifen und jeder, der mit dem hier beschriebenen Stilmix etwas anfangen kann, sollte die Gelsenkirchener ebenfalls in sein schwarzes Herz schließen.</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 18.09.2026</p>
<p>Spielzeit: 46:40</p>
<p>Line-Up:<br />
Christian Krajewski – lead guitar , Vocals<br />
Ersin Kara- guitar<br />
Oliver Krajewski- bass<br />
Mike Gelnar – drums</p>
<p>Label: Sick Taste Records</p>
<p>Bandcamp: <a href="https://oldruins.bandcamp.com">https://oldruins.bandcamp.com</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/oldruins.official">https://www.instagram.com/oldruins.official</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/OldRuinsGE">https://www.facebook.com/OldRuinsGE</a></p>
<h2>OLD RUINS „Mount Arreat“ Tracklist</h2>
<p>01. Once There Was Light 5:48 (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=vUVroBBd2us" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
02. Gates Of Harrogath 4:52<br />
03. Call To Arms 5:02<br />
04. Uileloscadh Mor 7:27<br />
05. Nihlathak 5:15<br />
06. Mount Arreat 6:25<br />
07. Lord Of Destruction 5:37<br />
08. Tyrael’s Despair 6:16 (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=PNQl-TWC9DM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[OLD RUINS]]></band>
<genres><![CDATA[heavy metal, black metal]]></genres>
<wpid>428111</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SPACE CHASER: Razorblade Bay</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/space-chaser-razorblade-bay/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[agony&#38;ecstasy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:09:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SPACE CHASER]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=428108</guid>

					<description><![CDATA[Fünf Jahre und ein Sängerwechsel, jetzt sind SPACE CHASER mit “Razorblade Bay” wieder da. Und das vierte Album der Berliner ist ein stabiles Thrash Geschoss!
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>2021 sah es rosig aus für <a href="https://vampster.com/bands/space-chaser/">SPACE CHASER</a>. “Give Us Life”, das dritte Album der Band erschien bei Metal Blade Records und die Band war fleißig on the road. 2022 habe ich die Band auf dem RIFFING FOR TOLERANCE Festival selbst live erleben dürfen. Dort waren die Berliner eines der Highlights des Tages, was nicht zuletzt an Frontmann Siegfried Rudzynski lag. Eben jener verließ die Band leider ein Jahr später und auch der Deal mit Metal Blade hat sich offenbar erledigt, da “Razorblade Bay” nun bei Testimony Records erscheint.</p>
<h2>Auf “Razorblade Bay” gehen SPACE CHASER etwas straigther und kompakter zu Werke als auf “Give Us Life”</h2>
<p>SPACE CHASER haben also die Flinte nicht ins Korn geschmissen, sondern machen zu viert weiter. Gitarrist Leo Schacht hat nun zusätzlich den Sängerposten übernommen. Und kommen wir direkt zur Sache: Er macht das sehr gut, gibt einen stabilen, allerdings auch recht gewöhnlichen Thrash Shouter, während sein Vorgänger schon deutlich eigenständiger war. Aber es ist, wie es ist, und Leos Performance auf “Razorbalde Bay” ist absolut top. Aggressiv und ab und zu mit einer gewissen Rotzigkeit.</p>
<h2>Mit SPACE CHASER ist weiterhin zu rechnen, das zeigt die Band mit “Razorblade Bay” deutlich</h2>
<p>Auch musikalisch gibt es eine dezente Kurskorrektur, hin zu insgesamt kürzeren und kompakteren Songs. Herausgekommen ist dabei eine gut halbstündiges Thrash Gewitter ohne große Überraschungen. Mit “We Are The Night” hat die Band einen echten Hit an Bord. “8 Minutes” ist ein rasanter Klopper, der mit gerade mal zwei Minuten perfekt auf den Punkt kommt. Dem gegenüber steht mit “The Coffin” der längste Song des Albums, der einen gewissen Rock&#8217;n&#8217;Roll-Touch hat und mit einem coolen Leadgitarrenpart aufhorchen lässt. Ansonsten überzeugt das Gitarrenduo vor allem mit tighten, messerscharfen Riffs.</p>
<p>Der trockene, differenzierte Sound passt perfekt zum bodenständigen Songmaterial, genau wie das Cover von Mario E. López, der in letzter Zeit so einige coole Cover-Artworks zu verantworten hatte. SPACE CHASER haben mit der Scheibe auf jeden Fall klar gemacht, dass mit der Band weiterhin zu rechnen ist. Thrasher, ihr wisst, was ihr zu tun habt!</p>
<p>Veröffentlichungsdatum: 11.09.2026</p>
<p>Spielzeit: 32:43</p>
<p>Line-Up:<br />
Leo Schacht – guitars, vocals<br />
Martin Hochsattel – guitars, backing vocals<br />
Matthias Scheuerer – drums<br />
Sebastian Kerlikowski – bass</p>
<p>Label: Testimony Records</p>
<p>Bandcamp: <a href="https://spacechaser.bandcamp.com">https://spacechaser.bandcamp.com</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/spacechaser">https://www.instagram.com/spacechaser</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/SpaceChaserBand">https://www.facebook.com/SpaceChaserBand</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>SPACE CHASER „Razorblade Bay“ Tracklist</h2>
<p>01. Razorblade Bay (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=jmHHOe9gEjY" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
02. Mind Melting Machine (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=U6O41yWQ23w" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
03. We Are the Night (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=6OIxSA-wjKM" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
04. No Gods, No Dawn<br />
05. 8 Minutes (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=OA6Eqzg4czc" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
06. We Bow To None<br />
07. Blade Serpents (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=XDAD2mNLXWk" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
08. Even The Score<br />
09. The Coffin<br />
10. Razorblade Bay (Reprise)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SPACE CHASER]]></band>
<genres><![CDATA[thrash metal]]></genres>
<wpid>428108</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>DIMMU BORGIR: Grand Serpent Rising</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/dimmu-borgir-grand-serpent-rising/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2026 15:23:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[DIMMU BORGIR]]></category>
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					<description><![CDATA["Grand Serpent Rising" ist ein Album für den langen Atem: Seine Qualitäten offenbart es nicht auf Anhieb, punktet dann aber mit Vielfalt und guter Balance zwischen den bandtypischen Extremen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer suchet, der findet. Ein bisschen was für alle verspricht <a href="https://vampster.com/bands/dimmu-borgir/">DIMMU BORGIR</a>-Sänger Shagrath mit Blick auf „Grand Serpent Rising“. Alte Fans, neue Fans, Hardliner, jeder solle glücklich werden. Der Grundgedanke ist nach achtjähriger Durststrecke und einer mehrere Dekaden umspannenden Karriere durchaus nachvollziehbar. Das Risiko eines weitgefassten Ansatzes wiederum liegt ebenfalls auf der Hand: Kann ein solches Paket in seiner Gesamtheit denn überhaupt befriedigend sein?</p>
<p>Eine Frage, mit der wir zunächst gerungen haben: Denn das 13. Studiowerk der Symphonic Black Metal-Band geizt zwar nicht an Spielzeit, aber zunächst an Schauwerten. So richtig hängenbleiben will keines der ebenso vielen Stücke, wobei zumindest das ruhige Instrumental „Gjǫll“ am Ende der 69-minütigen Odyssee einen unerwartet versöhnlichen, ja sogar schönen Abschluss bildet.</p>
<h2>&#8222;Grand Serpent Rising&#8220; ist ein Album für den langen Atem</h2>
<p>Klassisches Hitmaterial ist derweil nicht auszumachen, weshalb „Grand Serpent Rising“ ein Album für den langen Atem ist. Mit zunehmenden Durchläufen entfalten sich schließlich auch die Arrangements, ergibt ein vierminütiger Auftakt wie „Tridentium“ plötzlich Sinn. Langsam und unheilschwanger gestaltet sich dessen Aufbau, der einen ominösen Erzähler über Pianoklänge legt. Ein Intro im Songformat sozusagen, das den dort per Samples bereits angedeuteten Sturm sodann in „Ascent“ losbrechen lässt. Frostiges Riffing, garstige Screams, aber auch flächige Keyboards: <a href="https://vampster.com/bands/dimmu-borgir/">DIMMU BORGIR</a> finden neuen Gefallen an traditionellen Black-Metal-Tugenden.</p>
<p>Mehr symphonischen Bombast addiert „As Seen In The Unseen“ hinzu, zunächst im zögerlichen Intro, dann im pompös-unheilvoll aufgezogenen Refrain. Das Gleichgewicht zwischen den beiden Extremen ist eigentlich schön ausbalanciert, obgleich der Mix der metallischen Seite des Albums doch ein paar Steine in den Weg legt: Zwar sind die Gitarren deutlich zu vernehmen, eher im Hintergrund aber rackert sich das Schlagzeug ab, das inmitten der Synthesizer und Riffs bisweilen ums Überleben kämpfen muss.</p>
<h2>DIMMU BORGIR sorgen sich um alle Untergrüppchen der Fangemeinde: Vielfalt ist eine der Stärken von &#8222;Grand Serpent Rising&#8220;</h2>
<p>Ertrinken muss Drummer Daray im Soundmassiv seiner Kollegen zwar nicht, richtig zur Geltung kommen die Blasts in „The Qryptfarer“ jedoch nicht, wo bald die Pianoläufe den Ton angeben. Ins Spotlight darf indes höchstens die Leadgitarre, die erstaunlich melodisch in „Slik Minnes en Alkysmist“ einführt, nachdem „Repository Of Divine Transmutation“ bereits mit einem richtig guten Solo aufwarten durfte.</p>
<p>Okkulte Atmosphäre und Orchester-Pomp offeriert hingegen das sich mächtig auftürmende „Phantom Of The Nemesis“, bevor „The Exonerated“ das Tempo anzieht und dabei fast schon in Richtung Melodic Black Metal abdriftet. Die Vielfalt ist also tatsächlich vorhanden: <a href="https://vampster.com/bands/dimmu-borgir/">DIMMU BORGIR</a> sorgen sich um alle Untergrüppchen der eigenen Fangemeinde. Und: Es ist noch dazu schlüssig arrangiert.</p>
<h2>Seine Qualitäten offenbart &#8222;Grand Serpent Rising&#8220; nicht auf Anhieb</h2>
<p>Klar, die Überlänge verlangt Ausdauer; manchmal wünschen wir uns doch einen griffigeren Ansatz. Dass wir aber bei einem Blockbuster-Album wie „Grand Serpent Rising“ überhaupt in irgendeiner Hinsicht gefordert werden, ist ja eigentlich schon als Gewinn zu werten; zumal das Werk seine durchaus vorhandenen Qualitäten bei genauerer Auseinandersetzung keineswegs unter Verschluss hält. Wer suchet, der findet auch – selbst dort, wo der Grund anfänglich noch totgetrampelt schien.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 22.05.2026</p>
<p>Spielzeit: 69:18</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Shagrath – vocals<br />
Silenoz – guitars<br />
Damage – guitars<br />
Victor – bass<br />
Gerlioz – keyboards<br />
Daray – drums</p>
<p>Produziert von DIMMU BORGIR und Fredrik Nordström</p>
<p>Label: Nuclear Blast</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.dimmu-borgir.com/" target="_blank" rel="noopener">https://www.dimmu-borgir.com/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/dimmuborgir" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/dimmuborgir</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/dimmuborgir" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/dimmuborgir</a><br />
Bandcamp: <a href="https://dimmuborgir.bandcamp.com" target="_blank" rel="noopener">https://dimmuborgir.bandcamp.com</a></p>
<h2>DIMMU BORGIR “Grand Serpent Rising” Tracklist</h2>
<p>1. Tridentium<br />
2. Ascent (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=klJcOWTNedA" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
3. As Seen In The Unseen (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=x1K4gVUQkDU" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
4. The Qryptfarer<br />
5. Ulvgjeld &amp; Blodsodel (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=1oOgpticdu0" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
6. Repository Of Divine Transmutation<br />
7. Slik Minnes en Alkymist<br />
8. Phantom Of The Nemesis<br />
9. The Exonerated<br />
10. Recognizant<br />
11. At The Precipice Of Convergence<br />
12. Shadows Of A Thousand Perceptions<br />
13. Gjǫll</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[DIMMU BORGIR]]></band>
<genres><![CDATA[black metal, dark metal, symphonic metal]]></genres>
<wpid>427995</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>KNIVAD: Lilla vackra människa</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/knivad-lilla-vackra-maenniska/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[andrea]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2026 15:24:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[KNIVAD]]></category>
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					<description><![CDATA[Schlecht drauf? Die schwedischen Crust Punks KNIVAD haben etwas dagegen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für Tage, an denen man aus Frust und Wut am liebsten etwas anzünden würde, gibt es Hilfe aus Schweden: Alben von WOLFPACK/<a href="https://vampster.com/bands/wolfbrigade/">WOLFBRIGADE</a>, <a href="https://vampster.com/bands/skitsystem/">SKITSYSTEM</a>, ANTI CIMEX, <a href="https://vampster.com/bands/disfear/">DISFEAR</a> oder <a href="https://vampster.com/bands/driller-killer/">DRILLER KILLER</a> sind probate Mittel für den Aggressionsabbau ohne Feuerzeug und Benzin. Wer danach noch nicht wieder ausgeglichen ist, kann zu Bands wie <a href="https://vampster.com/bands/m40/">M40</a>, SVAVELDIOXID oder <a href="https://vampster.com/bands/martyrdoed/">MARTYRDÖD</a> greifen. Oder eben zu <a href="https://vampster.com/bands/knivad/">KNIVAD</a>. Die sind auch aus Schweden, genauer gesagt aus Göteborg, und machen auch Crust Punk.</p>
<h2>11 Songs in 33 Minuten: KNIVAD, das ist einen Schnaps wert!</h2>
<p>“Lilla vackra människa” ist das zweite Album des Vierers, KNIVAD-Gitarrist Jonas hat seit 2012 mit wechselnden Besetzungen einige Singles und 2021 das Album „Insidans ärrvävnad“ veröffentlicht.  Mit  “Lilla vackra människa” holterdipoltern sich KNIVAD einmal quer durch die D-Beat-, Hardcore- und Punk-Standards, elf Songs in 33 Minuten. „Et Utväg“ und der Titelsong sind Molotowcocktails wie aus dem Terroristen-Lehrbuch, zünden sofort und verglühen schnell.  Was ein echter Punk ist, gibt aber nichts auf Genre-Grenzen und deshalb klauen KNIVAD hier und da was von anderen Extrem Metal-Bands: „Ett Liv“ schleicht fast schon death-doomig ums Eck, „Det de Vet“ sägt sich mit fiesem HM2-Gitarrensound ein Stückchen vom räudigen Death Metal ab. „Statistiskt sett“ rumpelt sich dumpf zum überraschend melodiösen Refrain.</p>
<h2>“Lilla vackra människa” bedeutet &#8222;Kleine hübsche Person&#8220; – doch sie führt nichts Gutes im Schilde</h2>
<p>Am besten sind KNIVAD aber dann, wenn sie sich was trauen und aus dem Genrekäfig ausbrechen: „Djuret inom mig“ fesselt über viereinhalb Minuten lang, ein Song voller überraschender Wendungen und Melodien. Highlight des Albums ist der letzte Song „Vad är det för fel på mig?“, wo die Band zwischen hasserfüllten Gesang und lieblicher Gitarrenmelodie die Antwort auf die Frage „Was stimmt nicht mit mir?“ sucht. Ein ganz großartiger Song, viel besser kann man innere Zerrissenheit nicht vertonen. Und plötzlich fühlt man sich verstanden, die Wut verraucht wie die letzten Rauchschwaden eines Feuers, dem das Brennmaterial ausgeht. Und wenn man dann genau hinschaut, entdeckt man in der Asche, dem Verkohlten, dem Angesengten so etwas wie Schönheit.</p>
<p>Veröffentlicht am 11. September 2026</p>
<p>Label: Suicide Records</p>
<h2>KNIVAD „Lilla Vackra Människa“ Tracklist</h2>
<p>1. En utväg<br />
2. Lilla vackra människa (<a href="https://suiciderecordsswe.bandcamp.com/album/lilla-vackra-m-nniska" target="_blank" rel="noopener">Stream bei Bandcamp</a>)<br />
3. Det de vet<br />
4. Ett liv<br />
5. Statistiskt sett (<a href="https://knivad.bandcamp.com/track/statistiskt-sett" target="_blank" rel="noopener">Stream bei Bandcamp</a>)<br />
6. Bältad (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=uBRvAYcIk-Y" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
7. Djuret inom mig<br />
8. Slukad<br />
9. Dagen det dödade dig<br />
10. Jag har rätt att förstöra mig själv<br />
11. Vad är det för fel på mig?</p>
<p><strong>KNIVAD Line-up:</strong></p>
<p>Fredrik – bass<br />
Jonas – guitars<br />
Manne – vocals<br />
Agge – drums</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-419943" src="https://vampster.com/wp-content/uploads/knivad-bandfoto-2026.png" alt="" width="800" height="800" srcset="https://vampster.com/wp-content/uploads/knivad-bandfoto-2026.png 800w, https://vampster.com/wp-content/uploads/knivad-bandfoto-2026-150x150.png 150w, https://vampster.com/wp-content/uploads/knivad-bandfoto-2026-380x380.png 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[KNIVAD]]></band>
<genres><![CDATA[Crust]]></genres>
<wpid>427881</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>KÕDU: Kirjad Sõgedate Külast</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/kodu-kirjad-sogedate-kuelast/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 03:21:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[KÕDU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=426965</guid>

					<description><![CDATA[Black Metal aus Estland: KÕDU machen auf "Kirjad Sõgedate Külast" eher thematisch auf sich aufmerksam. Handwerklich gibt es noch Luft nach oben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit viel estnischem Lokalkolorit wurde &#8222;Kirjad Sõgedate Külast&#8220; ausgestattet, das zweite Album von <a href="https://vampster.com/bands/kodu/">KÕDU</a>. So wird das Thema des Albums anhand einer Sammlung von Briefen aus einem vergessenen estnischen Dorf um 1900 in der Landessprache erzählt und auch für das interessante Cover-Artwork entschied sich die Band für ein Werk eines Landsmannes (Nikolai Triik).</p>
<h2>KÕDU geizen mit musikalischen Inhalten</h2>
<p>Auch musikalisch bleibt die Band bei einem Thema&#8230; Was so viel bedeutet, dass die Abwechslung nicht besonders hoch ist und der musikalische Output insgesamt etwas begrenzt ist. Dafür sorgen die instrumentalen und teilweise recht sanften Interludes am Anfang und am Ende des Albums und auch dazwischen. Die Songs per se &#8211; ich habe vier davon gezählt &#8211; sind im Black Metal zu verorten und bieten mitunter überraschende und gar atypische und dissonante Elemente. Gerade &#8222;II&#8220; ist diesbezüglich fordernd und bei &#8222;III&#8220;, das in der ersten Hälfte eher langsam voranschreitet, ehe dann das Tempo sogar mit dem einzigen Gitarren-Solo des Albums angezogen wird, glaubt man auch etwas zu schräge Tonlagen herauszuhören. &#8222;V&#8220; ist meines Erachtens der beste Track des Albums und greift den Charme von 90er Melodic Symphonic Black Metal auf &#8211; auch vom Sound her, der im Allgemein Luft nach oben hat: der Klang ist zumeist dumpf und verschluckt im Mix gar etwas viel Musik. Bei den Drums ist mitunter die peitschende Snare recht dominant, während die Toms (gerade bei &#8222;VI&#8220;) beinahe untergehen.</p>
<p>Recht gefällig und wieder erkennbar sind die Vocals von Samantha Alessi (FERUM, Ex-SATURNINE). Die mittelhohen und galligen Growls der Sängerin geben dem Album &#8211; in Verbindung mit der estnischen Sprache &#8211; dann doch einen zusätzlichen Reiz. Somit ein grundsätzlich interessantes Album, das handwerklich besser aufgelöst hätte werden können, aber anhand der thematischen Essenz Erwähnung finden darf.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 20.04.2026</p>
<p>Spielzeit: 31:46 Min.</p>
<p>Label: Antiq Records</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://www.facebook.com/kodublackmetal/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/kodublackmetal/</a></p>
<h2>KÕDU &#8222;Kirjad Sõgedate Külast&#8220; Tracklist</h2>
<p>1. I<br />
2. II<br />
3. III<br />
4. IV<br />
5. V (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=HxTWneApuN0" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
6. VI (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=G6-dJ6h2-YQ" target="_blank" rel="noopener">Audio bei YouTube</a>)<br />
7. VII</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[KÕDU]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>426965</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>DESTROY MY BRAINS: Wilt [Eigenproduktion]</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/destroy-my-brains-wilt-eigenproduktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Wögerbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 03:09:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[DESTROY MY BRAINS]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch das fünfte Album der Kanadier von DESTROY MY BRAINS, "Wilt", bleibt bloß eine Randnotiz in Sachen Sludge.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mussten sich <a href="https://vampster.com/bands/destroy-my-brains/">DESTROY MY BRAINS</a> vor vier Jahren noch den Vorwurf gefallen lassen, dass sie mit &#8222;<a href="https://vampster.com/cd-reviews/destroy-my-brains-tormented-eigenproduktion/">Tormented</a>&#8220; einen Schnellschuss in Sachen Sludge / Doom abfeuerten und dahingehend zu wenig Zeit in die Entwicklung der neuen Songs reingesteckt haben, so liegt nun ein größerer Abstand zwischen dem letzten und dem jüngsten Album &#8222;Wilt&#8220;. Vor überbordender Detailverliebtheit sprudelt allerdings auch das aktuelle Album der Kanadier nicht &#8211; und das trotz vierjähriger Entwicklungszeit. Das Album kriecht zwar giftig, aber mitunter auch träge dahin und liefert für die Band bekannte Trademarks: die Songs verlieren sich in Wiederholungen und man wünschte sich manchmal, dass die Tracks besser auf den Punkt kommen. Besonders auffallend ist wieder der hohe Schreigesang Gesang von Jarret Beach.</p>
<p>Wie bei den Kompositionen sind auch beim Sound Abstriche zu machen. Das Do-It-Yourself-Credo ist nicht zu überhören, gibt dem Album aber nicht zwingend diesen typischen Charme eines schmutzigen Sounds, obwohl das Genre dafür prädestiniert wäre. Somit bleibt auch das fünfte Album der Kanadier bloß eine Randnotiz.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 14.08.2026</p>
<p>Spielzeit: 56:02 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />
Jarret – Vocals, Guitars<br />
Chase – Guitars<br />
Rob – Bass<br />
Jadan – Drums</p>
<p>Label: Eigenproduktion</p>
<p>Mehr im Netz: <a href="https://www.facebook.com/DMBdestroymybrains/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/DMBdestroymybrains/</a><br />
Mehr im Netz: <a href="https://destroymybrains.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">https://destroymybrains.bandcamp.com/</a></p>
<h2>DESTROY MY BRAINS &#8222;Wilt&#8220; Tracklist</h2>
<p>1. OCI (Obsessive Compulsive Imploder) – 4:32 (<a href="https://destroymybrains.bandcamp.com/album/wilt" target="_blank" rel="noopener">Audio bei Bandcamp</a>)<br />
2. Burn The Virgin – 10:30<br />
3. Decontribute – 7:28 (<a href="https://destroymybrains.bandcamp.com/album/wilt" target="_blank" rel="noopener">Audio bei Bandcamp</a>)<br />
2. Burn The Virgin – 10:30<br />
4. Avulsion – 7:08<br />
5. Downgrade – 5:14 (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=-ul8Zku8Z4Y" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
6. Spill – 9:30<br />
7. Wilt – 11:40</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[DESTROY MY BRAINS]]></band>
<genres><![CDATA[sludge]]></genres>
<wpid>426963</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>POWER PALADIN: Beyond The Reach Of Enchantment</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/power-paladin-beyond-the-reach-of-enchantment/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2026 08:16:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[POWER PALADIN]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielfältig, farbenfroh, kraftvoll: POWER PALADIN gehen ohne verbitterte Ernsthaftigkeit ans Werk und entwickeln gleichzeitig einen unbändigen Zug nach vorne.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle kennen diesen schmalen Grat zwischen kauziger Selbstironie und der Ursache für Fremdscham. Gerade dieser Balanceakt ist wohl eine der größten Stolperfallen im zeitgenössischen Power Metal, wo man sich im Ringen um Klicks für keinen Schwachsinn zu schade scheint. Dinosaurier, Ninjas, Zwerge, Wikinger, Einhörner, ja sogar verdammte Glühwürmchen haben es schon auf das Konzeptpapier so mancher Kapelle geschafft.</p>
<p>Deshalb können wir froh sein, dass <a href="https://vampster.com/bands/power-paladin/">POWER PALADIN</a> ihrem Namen gemäß einfach auf klassische Fantasy setzen, die sie noch dazu mit einem Faible für traditionellen Metal schmieden, um in der Metapher zu bleiben. Denn obwohl sich „Beyond The Reach Of Enchantment“ keineswegs dem Keyboard-Einsatz verschließt, ist das Zweitwerk der Isländer eindeutig mehr <a href="https://vampster.com/bands/helloween/">HELLOWEEN</a> als Eurovision.</p>
<h2>POWER PALADIN entwickeln einen unbändigen Zug nach vorne</h2>
<p>Das Sextett geht spielfreudig und ohne verbitterte Ernsthaftigkeit ans Werk, findet aber innerhalb der Genre-Grenzen das richtige Vokabular, um eben nicht zur geltungssüchtigen Kirmes-Attraktion zu verkommen. Anders formuliert: Es ist die richtige Art von Kitsch, die <a href="https://vampster.com/bands/power-paladin/">POWER PALADIN</a> verinnerlicht haben und mit einem unbändigen Zug nach vorne intonieren.</p>
<p>„Sword Vigor“ ist ein mitreißender Einstieg, voller Riffs, voller Shredding – und einem kurzen 8Bit-Synth-Einschub, der eigentlich komplett aus dem Rahmen fallen müsste und sich doch völlig natürlich in das Songgerüst einfügt. „Glade Lords Of Athel Loren“ behält den drückenden Unterbau, den <a href="https://vampster.com/bands/power-paladin/">POWER PALADIN</a> aber mit prägnanter Melodieführung, einer eingängigen Hook sowie punktuell gesetztem Growling verfeinern. Raum für ausgedehnte Instrumentalpassagen, Soli und Keyboard-Gitarren-Duelle bleibt überdies zur Genüge.</p>
<h2>Keyboards verwenden POWER PALADIN auf &#8222;Beyond The Reach Of Enchantment&#8220; songdienlich und mit Umsicht</h2>
<p>Ihren stilistischen Horizont lotet die Formation fernerhin in „Aegis Of Eternity“ mit seinen kleinen Thrash-Zitaten sowie „The Royal Road“ aus, wo Hard-Rock-Einflüsse den Arrangements einen schmissigen Anstrich verpassen. Die Botschaft scheint hier wie grundsätzlich auf „Beyond The Reach of Enchantment“ klar: Im Fokus steht die klassische Metal-Besetzung mit den Gitarren als federführende Akteure. Synthesizer sind auch für <a href="https://vampster.com/bands/power-paladin/">POWER PALADIN</a> wichtig, jedoch in songdienlicher Hinsicht – das richtige Maß hält Keyboarder Bjarni Egill Ögmundsson.</p>
<p>Umsichtig agiert darüber hinaus Sänger Atli Guðlaugsson, der kräftig ins Mikro knurren kann, aber auch die hohen Töne spielend meistert. Ein Faible für Theatralik beweist beispielsweise „The Arcane Tower“ mit <a href="https://vampster.com/bands/majestica/">MAJESTICA</a>s Tommy Johansson, das eindrucksvoll darlegt, dass selbst gellende <a href="https://vampster.com/bands/twilight-force/">TWILIGHT FORCE</a>-Regionen im Refrain für die beiden Sänger kein Problem darstellen.</p>
<h2>Das Songmaterial auf &#8222;Beyond The Reach Of Enchantment&#8220; ist vielfältig, farbenfroh und doch kraftvoll</h2>
<p>Seine Spritzigkeit erreicht „Beyond The Reach Of Enchantment“ also gerade, weil sich <a href="https://vampster.com/bands/power-paladin/">POWER PALADIN</a> auf die klassischen Werte berufen. Das Songmaterial ist vielfältig wie farbenfroh und hat doch die Kraft, die wir uns von diesem Genre allein per Definition wünschen.</p>
<p>Obwohl die Spannungskurve des Albums in der letzten Viertelstunde ein wenig abflacht, wollen wir ausnahmsweise und in Vertretung für <a href="https://vampster.com/bands/power-paladin/">POWER PALADIN</a> gerne selbst zumindest einmal die Grenze zum überbordenden Kitsch überschreiten: Denn wer braucht schon Ninjas, Dinosaurier und Glühwürmchen, wenn man stattdessen einfach ehrlichen und gut geschmiedeten Stahl haben kann? Eben.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 27.03.2026</p>
<p>Spielzeit: 48:26</p>
<h4>Line-Up</h4>
<p>Atli Guðlaugsson (Vocals)<br />
Bjarni Þór Jóhannsson (Gitarre)<br />
Ingi Þórisson (Gitarre)<br />
Einar Karl Júlíusson (Drums)<br />
Bjarni Egill Ögmundsson (Keyboard)<br />
Kristleifur Þorsteinsson (Bass)</p>
<p>Produziert von Haukur Hannes (auch Mix), Jarni Egill Ögmundsson, Atli Guðlaugsson, POWER PALADIN und Frank De Jong (Mastering)</p>
<p>Label: Rock Of Angels Records</p>
<p>Homepage: <a href="https://www.powerpaladin.is/" target="_blank" rel="noopener">https://www.powerpaladin.is/</a><br />
Facebook: <a href="https://www.facebook.com/powerpaladinice" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/powerpaladinice</a><br />
Instagram: <a href="https://www.instagram.com/powerpaladinice" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/powerpaladinice</a></p>
<h2>POWER PALADIN “Beyond The Reach Of Enchantment” Tracklist</h2>
<p>1. Sword Vigor (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=1D4wXxFyE-8" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
2. Glade Lords Of Athel Loren (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Chp9L5WEAzU" target="_blank" rel="noopener">Lyric-Video bei YouTube</a>)<br />
3. The Royal Road<br />
4. The Arcane Tower (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=pUAw1Tpasq4" target="_blank" rel="noopener">Video bei YouTube</a>)<br />
5. Aegis Of Eternity (<a href="https://powerpaladin.rpm.link/aegisPR" target="_blank" rel="noopener">Stream</a>)<br />
6. Camelot Rock City<br />
7. Keeper Of The Crimson Dungeon<br />
8. Valediction</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[POWER PALADIN]]></band>
<genres><![CDATA[power metal]]></genres>
<wpid>426548</wpid>
	</item>
	</channel>
</rss>
