deviator

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NEUSCHNEE: Lyrics Of Hate [Demo-CD] [ausgemustert]

Wenn sich hinter dem vor Genialität nur so strotzendem Bandnamen NEUSCHNEE und dem vor Einfallsreichtum platzenden Titel "Lyrics Of Hate" das nächste große Ding versteckt hätte, wäre mein Glauben an eine gerechte Musikwelt endgültig den Bach runtergegangen. Zum Glück ist dem nicht so. NEUSCHNEE sind genauso schlecht, wie man sich das vorstellt. Nachdem man also festgestellt hat, dass von den vier Leuten, deren Foto im Booklet zu sehen ist und die sich in der Dankesliste alle gegenseitig grüßen nur noch zwei dabei sind, kommt das Beste: die Musik. Die klingt trotz akzeptablem Sound allerdings, als üben die Gitarristen gerade neue Riffs, die weit jenseits ihres Könnens liegen. Schulband-Arrangements treffen auf schlecht kopierte Deathmetal-Riffs und ergänzen sich perfekt mit der allgemeinen Unnötigkeit. Dass man die Texte zu Songtiteln wie "Lyrics Of Hate" oder "Slow Song" nicht nachlesen kann ist wahrscheinlich noch das Beste an dieser Scheibe.

INSANE: 20:05 [Eigenproduktion] [ausgemustert]

Ich bin kurz mal im Keller, das Niveau suchen. Oh, was haben wir denn da? Niveau zwar nicht, aber dafür INSANE. Deutschsprachiger Metal mit ganz großem RAMMSTEIN-Einfluss. Grunzvocals, die von schönen Frauen, Tränen und allen möglichen anderen Themen handeln - teils witzig, teils wirklich schlecht. Die Musik reicht von flott und groovig bis hin zu zäh und doomig. Einzelne Lichtblicke können leider nicht über die vielen Totalausfälle hinwegtäuschen, besonders dann, wenn man fast ungeniert nach RAMMSTEIN klingt oder wenn die allseits präsenten Xylophonklänge einfach zu nervig werden. So kann ich mir einfach nicht vorstellen, wer das hören soll.