Vielfältig, farbenfroh, kraftvoll: POWER PALADIN gehen ohne verbitterte Ernsthaftigkeit ans Werk und entwickeln gleichzeitig einen unbändigen Zug nach vorne.
STABBING WESTWARD haben ihren goldveredelten Klassiker „Wither Blister Burn + Peel“ aus dem Jahr 1996 komplett neu aufgenommen. Braucht es das? Wenn Ihr heute noch die Tanzfläche erobern wollt, auf jeden Fall. Aus den klaustrophobischen Industrial-Rock-Elegien werden groovende Synth-Rock-Nummern, die kompakter, wuchtiger und tanzbarer klingen als die Originale.
CAIRISS verbinden leidenschaftliche Aggression und Melancholie sehr stimmig. Die Formation aus UK legt sich stilistisch nicht fest, und gerade das macht „Wilderness“ so gut. Mit ein paar Themen hat ihr Debütalbum dennoch zu kämpfen.
Komisch: Wo mir früher der Synthesizer als atmosphärische Untermalung naturmystischer Metal-Musik nicht nur taugte, sondern ich geradezu nicht ohne ihn konnte, erscheint er mir nun eher als unnötiger Ballast, als störend regelrecht. Klar, Ausnahmen bestätigen diese Regel, aber gehören SKUGGOR, die sich in Name und Artwork ja nun wirklich kaum mehr Wald und Wiese verschreiben könnten, auch dazu?
Ein Comedian, der nun bereits sein zweites Album veröffentlicht, noch dazu bei einem Big Player wie Napalm Records – das klingt ja erstmal nach einer Erfolgsstory. Aber ist das wirklich so? Wir haben uns erlaubt, mal genau hinzuhören!
Griechenlands Best lassen es wieder grooven und riffen. Dabei hängt die Latte verdammt hoch, haben doch VILLAGERS OF IOANNINA CITY bisher noch nicht einen schlechten Song geschrieben!
Wen die Dunkelheit verschlingt: FLUISTERAARS gehen auf ihrem sechsten Album „Jacht der Mysteriën“ nokturnen Geheimnissen und finsteren Geschichten auf den Grund.
Dass wir das noch erleben dürfen: „Onward“, das Debütalbum von LAMMOTH, bringt neue Impulse in den Tolkien-Black Metal. Und Spaß machen die neun Songs außerdem.
Licht aus, Licht an? ARCHGOATs sechstes Album klingt bemüht, die Power fehlt aber. „Nightbringer, Lightbringer“ ist leider kein Highlight in der Diskografie des kultigen finnischen Black/Death Metal-Trios.
Mehr als nur ein Genrebeitrag: ASPEN SANCTUMs Debütalbum „To Withhold The Need To Conquer“ ist ein berührendes Post Black Metal-Album, das sich nicht hinter den Veteranen des Genres verstecken muss.
Für Caleb Shomo ist "Pure Ecstasy" als sein persönlichstes Werk ein Befreiungsschlag. Musikalisch bewegen sich BEARTOOTH hingegen weiter in Richtung Arena-Rock und bleiben damit eher berechenbar und blass.
Ein Gruß an die Neunziger aus dieser kranken Zeit, die wir Gegenwart schimpfen: „Who Loves The Sun“ ist die nächste, zynische und schwermütige Ausbaustufe für CHAT PILE, der lyrisch vielleicht zeitgeistigsten US-Band dieser Tage.
Doom aus Peru, "Einsamkeit & Stolz", ein Schaffensprozess von mehr als zehn Jahren allein für das Debüt-Album - nein, es hätte des geschmackvollen und simplen Ruinen-Covers mit purpurner Schrift gar nicht mehr bedurft, um mein Interesse zu wecken. Aber ist es auch gerechtfertigt?
Leichtfüßig und mit umsichtigen Arrangements melden sich RAUNCHY nach langer Pause zurück. Mit Erfolg: "Prisoner" transportiert die Dänen erfolgreich ins Hier und Jetzt.
Ein authentisches Live-Dokument mit dichter Konzertatmosphäre: NESTORs "Live At Gothenburg Film Studios" könnte gar als kleines "Best of" des bisherigen Schaffens durchgehen.