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HORN

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HORN: Apokalyps 1618

"Daudswiärk", das 2024er Album von HORN, wäre damals fast mein Album des Jahres geworden, so großartig fand ich die Mischung aus westfälischer Finsternis, eingängigen Melodien und spannenden Sprachspielereien damals. Ja, ich war das ganze Jahr über dann richtig HORNy und habe mir auch die Vorgänger "Turm am Hang", "Mohngang" und schließlich auch "Verzet" reingezogen wie nichts Gutes. Klar, dass die Ankündigung von "Apokalyps 1618" mich ganz wuschig hat werden lassen. Zurecht?

HORN: Naturkraft [ausgemustert]

Obwohl auch im Titel "Naturkraft" die "Kraft" wieder aufgegriffen wird, fehlt es dem neuen HORN-Output wiederum an Überzeungskraft. Wie auf dem Vorgänger "Die Kraft der Szenarien" setzt Alleinkämpfer Nerrath auf simple, schwarzmetallisch angehauchte Pagan Metal-Klänge. Das Resultat sind lange, aber unausgegorene Songs, lauter belanglose Riffs im Hau-ruck-Songwritingmodus. Die Spannung wird weder durch die dreisprachigen Lyrics noch die reisig-dünne Produktion gerettet. So sollten schwarzmetallisch interessierte Waldtrolle sich lieber das um Galaxien bessere SORGSVART-Werk "Vikingtid og Anarki" anschaffen. "Naturkraft" ist dagegen nämlich nur ein saftloses Waldlüftchen, das um die Durchschnittsmarke flattert.