Andreas Holz

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Andreas ist mit vampster und Metal großgeworden, liebt Wald- und Wiesenmusik und dreckigen Punk und alles, was dazugehört (Whisky, Wanderschuhe und ein kaltes Bier in dunklen Kellern z.B.), und schreibt und singt und kämpft für das Wahre, Gute und Schöne.

BLODTAR: Monark

Dass BLODTAR, als Soloprojekt gestartet und nun ein Duo aus Songwriter und Schlagzeuger, Potential hat, ist nichts Neues: Schon Debüt-EP und -Album haben weiland euphorische Reaktionen geerntet, bei mir jedoch noch nicht. Ein paar Jahre und einen persönlichen Schicksalsschlag später steht mit „Monark“ das zweite Album an. Und macht (fast) alles richtig.

SKUGGOR: The Expanse

Komisch: Wo mir früher der Synthesizer als atmosphärische Untermalung naturmystischer Metal-Musik nicht nur taugte, sondern ich geradezu nicht ohne ihn konnte, erscheint er mir nun eher als unnötiger Ballast, als störend regelrecht. Klar, Ausnahmen bestätigen diese Regel, aber gehören SKUGGOR, die sich in Name und Artwork ja nun wirklich kaum mehr Wald und Wiese verschreiben könnten, auch dazu?

NOEKK: Vergessenes

Das Schaffen von Thomas Helm und Markus Stock wird allgemein mit EMPYRIUM assoziiert, obwohl das gemeinsame, aber unter der Federführung Helms stehende Projekt NOEKK musikalisch deutlich anspruchsvoller daher kommt und auch schon seit über 20 Jahren aktiv ist. Nun liegt das erste Album in deutscher Sprache vor.

HULDER: Verbolgen

Ist es nicht erstaunlich, wie charakteristisch ein von Menschen erschaffenes Gemälde sein kann? Irgendwas ist da dran, was du nicht richtig fassen kannst, ähnlich wie beim "Uncanny Valley" bei von KI erstellten Bildern, aber eben positiv: Das kennst du doch, das erinnert an etwas, und wenn es nur ein Gefühl ist. Ein Blick auf die neue HULDER, und du weißt, wohin die Reise geht: in die 90er.

KHEMMIS: Khemmis

Mit dem in emotionale Abgründe entführenden "Deceiver" haben KHEMMIS mich 2021 so nachhaltig begeistert, dass ich nicht anders konnte als das Werk zu meinem AOTY zu erklären. Nun kommt das Neue, ein selbstbetiteltes Album, mit dem die Band zurück zu den Wurzeln und eine Hommage an den klassischen Heavy Metal erschaffen will. Ach du meine Güte, muss das sein?

LJUSET: Ljuset

Aufmerksame Vampster-Leser wissen, dass ich eine gewisse Schwäche für das Folk-Black-Metal-Duo BHLEG aus Schweden habe. Nun hat ein Mitglied dessen sich mit einem alten Freund wiedervereint und deren gemeinsames Black-Metal-Projekt aus Jugendtagen wiederbelebt. Kann ja nur gut werden, dieses, äh, "spirituell nachdenkliche Rock-Album"...?

HORN: Apokalyps 1618

"Daudswiärk", das 2024er Album von HORN, wäre damals fast mein Album des Jahres geworden, so großartig fand ich die Mischung aus westfälischer Finsternis, eingängigen Melodien und spannenden Sprachspielereien damals. Ja, ich war das ganze Jahr über dann richtig HORNy und habe mir auch die Vorgänger "Turm am Hang", "Mohngang" und schließlich auch "Verzet" reingezogen wie nichts Gutes. Klar, dass die Ankündigung von "Apokalyps 1618" mich ganz wuschig hat werden lassen. Zurecht?