DEUTSCHE ALBUMCHARTS: mit ALICE COOPER, ARCHITECTS, EPICA

Was sollen wir sagen? Es ist eine fantastische Woche sowohl für den Rock als auch den Metal. Ganz oben landet ALICE COOPER mit “Detroit Stories“: ein Riesenerfolg für den Musiker, ist es doch tatsächlich sein erstes Nummer-eins-Album in einer über fünf Dekaden andauernden Karriere. Gesellschaft bekommt die Rocklegende von zwei weiteren Veteranen: Sowohl STEVE LUKATHER als auch JOSEPH WILLIAMS (beide TOTO) knacken mit ihren Soloplatten die Top 100. Der Gitarrist landet mit “I Found The Sun Again” auf Platz 16, für Williams’ “Denizen Tenant” springt immerhin Nummer 30 dabei heraus. Gerockt wird auch an anderer Stelle: BONFIRE steigen mit ihrer Compilation “Roots” auf der 68 ein, ERIK COHENs “Northern Soul” schafft es auf die 26 und NOFX erfinden sich mit “Single Album” auf der 31 teilweise neu. Für COHEN ist es der größte Solo-Charterfolg bislang: Der Vorgänger “III” landete 2018 noch auf der 57. Auch ANNEKE VAN GIERSBERGEN sichert sich mit ihrem Soloalbum “The Darkest Skies Are The Brightest” (#63) erstmalig eine Position in den Top 100, während die Post Rock-Formation LONG DISTANCE CALLING mit “Ghost” auf Rang 21 landet – das letzte Studioalbum “How Do We Want To Live?” schaffte es 2020 mit Label im Rücken noch auf Platz sieben.

ARCHITECTS landen zum ersten Mal auf dem Treppchen

Kommen wir zum Metal, wo es diese Woche durchaus abwechslungsreich wird. Allein in den Top 20 drängen sich Bands verschiedenster Couleur dicht aneinander. Erstmalig auf dem Treppchen landen dabei ARCHITECTS, deren “For Those That Wish To Exist” (#3) die Erfolge der Vorgänger “Holy Hell” (2018; #7) und “All Our Gods Have Abandoned Us” (2016, #8) spielend in den Schatten stellt. Nicht musikalisch – für die Briten geht es immer weiter Richtung Modern Metal – aber augenscheinlich kommerziell. Direkt dahinter feiern EPICA ihre zweite Top 10-Platzierung: “Omega” steigt auf der Vier ein und übertrifft damit das letzte Werk “The Holographic Principle” (2016, #9). Für KREATOR ist Rang fünf für die Compilation “Under The Guillotine” dagegen quasi Ehrensache – das letzte Studioalbum “Gods of Violence” (2017) landete schließlich ganz oben.

Rekorde werden auch bei EVERGREY gefeiert: “Escape of the Phoenix” steigt auf Position zwölf ein – eine Steigerung um drei Plätze im Vergleich zu “The Atlantic” (2019, #15). Gesellschaft bekommt die Band aus Portugal: MOONSPELL machen nach “1755” (2017, #72) einen Riesensatz und knacken mit “Hermitage” (#19) die Top 20. Ähnliches kann man von EMPYRIUM behaupten, deren “Über den Sternen” den größten Erfolg der Bandgeschichte sichert: Nummer 14 ist ein mehr als respektables Ergebnis.

Der Ausblick auf kommende Woche

Nach dieser Killerwoche dprfen wir im März etwas durchschnaufen – schließlich brauchen wir auch Zeit, um alle die Neuveröffentlichungen anzuhören. Auf die Ohren gibt es trotzdem: A DAY TO REMEMBER haben mit “You’re Welcome” eine neue Platte am Start. Nicht hart genug? Dann helfen BAEST aus, deren Death Metal auch auf “Necro Sapiens” zu überzeugen weiß. Die christliche Metal-Band DEMON HUNTER hat “Songs of Death and Resurrection” herausgebracht, von IRON MAN gibt es das Live-Album “Hail To The Riff” und NIGHTFALL schicken “At Night We Prey” ins Rennen. Darüber hinaus gibt es neue Platten von WITHERFALL (“Curse Of Autumn”), ACID MAMMOTH (“Caravan”) und WOLFHEART (“Skull Soldiers”).

Die Neueinstiege vom 5. März 2021

Top 20
01. ALICE COOPER: “Detroit Stories
03. ARCHITECTS : “For Those That Wish To Exist
04. EPICA: “Omega
05. KREATOR: “Under The Guillotine”
12. EVERGREY: “Escape of the Phoenix
14. EMPYRIUM: “Über den Sternen
16. STEVE LUKATHER: “I Found The Sun Again
19. MOONSPELL: “Hermitage

Top 40
21. LONG DISTANCE CALLING: “Ghost”
26. ERIK COHEN: “Northern Soul
30. JOSEPH WILLIAMS: “Denizen Tenant
31. NOFX: “Single Album
40. BALTHAZAR: “Sand”

Top 50 und weitere
56. THE BLACK CROWES: “Shake Your Money Maker”
63. ANNEKE VAN GIERSBERGEN: “The Darkes Skies Are The Brightest”
68. BONFIRE: “Roots”
99. DEFTONES “White Pony” (WE)

Quelle: mtv.de