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vampster-Jahrespoll 2010 von WOSFrank

Veröffentlicht: 09.01.2011 um 21:56 von WOSFrank

Jahrespoll 2010 WOSFrank




Das musikalische Jahr 2010 war für mich geprägt von Tod von RONNIE JAMES DIO. Ok, als Bubi war mein Vorbild Rick Parfitt (STATUS QUO), aber seither sind und bleiben meine einzigen Helden TONI IOMMI und eben DIO. Dementsprechend stehen bei mir ganz vorne die beiden Releases, die man wohl als würdiges Vermächtnis ansehen kann: HEAVEN AND HELLs "Neon Nights - 30 Years of Heaven & Hell Live at Wacken" ist die wohl angemessene Erinnerung an den aktuelleren Metal-Barden, DIO: At Donington UK - Live 1983 & 1987 belegt, was für ein großartiger Sänger dieser kleine große Mann war.

Das Album des Jahres hingegen bescherte mir eine Band, die nicht im ganz großen Rampenlicht steht. Nein nein, nicht weil ich die Knaben mag für ihre Leidenschaft für Metal und ihre liebenswerte Ausstrahlung, sondern schlichtweg, weil mich kein anderes Album so sehr begeistert hat und so hartnäckig meinen CD-Player und das Autoradio belagert hat. And the winner is: NOMADSON mit "The Eternal Return"!


Es soll ja Leute geben, die mich gern einen Hippie-Doomer nennen. Da ist es wohl kein Wunder, dass die EP "Witness" von JEX THOTH ebenfalls in Dauerrotation war. Die Band um die Doom-Hexe Jessica trifft unabwendbar und wenig überraschend genau meinen Geschmack.

Düstere und heavy Sounds gewinnen bei mir ja eh, ganz weit vorne lagen PAINTED BLACK mit "Cold Comfort" sowie BARREN EARTHs "Curse Of The Red River". Den größten Kniefall erreichten natürlich wieder GRIFTEGARD, keine andere Band schafft es, meine doomige Seele derart anzusprechen wie die Schweden. Leider nur ein Song auf der Split-Single mit COUNT RAVEN, aber der gibt mir mehr als die meisten anderen Bands mit einem kompletten Album.


"Speye" von ELECTRO BABY erwies sich anfangs als sperrig, Liebe auf den ersten Beat war das sicher nicht. Dann hat es voll gefunkt und das Album erwies sich ebenfalls als Prachtstück mit Langzeitwirkung.

Das nicht immer alles perfekt sein muss, sondern einfach breitbeinig rockend Spaß machen kann, das belegten BLACK SPACE RIDERS mit ihrem gutlaunigen Doom/Stoner-Rock.

Die kalten Wintertage versüßten mir die keltischen Klänge von LOREENA MCKENNITT mit "The Wind That Shakes The Barley". Auf ähnlichen Wegen unterwegs, aber statt mit Harfe und Elfenflügeln eher mit Holzhammer und Kriegsbemalung unterwegs, hatte ich ebenfalls viel Spaß mit den wilden Iren MAEL MORDHA und "Manannán".

Da es bei mir, entgegen aller Gerüchte, nicht nur zäh und dröhnig zugeht, gab es auch im flotteren Metal klare Dauerbrenner in meinem Player: HEATHEN mit "The Evolution Of Chaos", HELSTAR mit"Glory Of Chaos" sowie FORBIDDEN mit "Omega Wave".

Letztendlich zählt noch mal Made in Germany, ein permanenter Abwaschbegleiter und Gute-Laune-Schenker war "Lupus und Lea" von 7IEBEN.




Ok, ich oute mich mal als Fan: ich steh auf JOE COCKER! Klangfarbe und Ausdruck seiner Stimme, wow, steh ich voll drauf. Aber sein aktuelles Album "Hard Knocks" hat so viele belanglose Songs zu bieten, da hatte ich mir, neugierig geworden durch den Titelsong, mehr erhofft. Nein, nein, kein wirklich schlechtes Album, aber eben total berechenbar und voraussehbar. Hab es trotzdem oft gehört, eben wegen der immer noch tollen Stimme von Herrn COCKER, aber letztendlich bin ich doch etwas enttäuscht.




Hm, sorry, ich hab kein Konzert erlebt, das mich so geflasht oder enttäuscht hat, um hier aufzutauchen. Zu wenig Konzerte dieses Jahr, und keins hat einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen.




Ich hatte eine gute Zeit auf dem HAMMER OF DOOM-Festival, alte Freunde und Bekannte auf und vor der Bühne wiederzusehen, das war schon klasse. Aber nicht zu toppen war das eigene DOOM SHALL RISE. Nicht weil es so toll war, das kann ich selbst eh nicht beurteilen. Aber im Süden ein Festival durchzuziehen, während die eigene Frau - sonst fleißig am DSR-Merchandise verkaufend - hochschwanger 600km entfernt zuhause im Norden brütet, das war schon very strange. Viel intensiver kann man ein Festival kaum erleben. Highlight: Man steht Sonntagnacht in der ersten Reihe, um JEX THOTH zu genießen, das Handy klingelt, man drückt sich hyperventilierend nach draußen, sich selbst schon einsam im Bandbus die A7 runterdüsen sehend, weil "es" los geht. Letztendlich dann aber festzustellen, dass es nur darum geht, ob die Angetraute das MOTHERS FINEST-Konzert vom Rockpalast aufnehmen soll, brrrpppffffffft...




Aaarg, ich nehm mir viel zu wenig Zeit, um die Artworks anzuschauen.
Eindruck hinterlassen hat aber das Cover von KVELERTAK. Fast hätte ich sie mir gekauft, weil ich die Scheibe durch das schöne Cover in die Hippie/Transubstans-Ecke gepackt hatte. Puh, gut das unser Captain mich aufgeklärt hat!




Gleiches Problem: kein Film hat mich wirklich beeindruckt.




Da steh ich wohl nicht alleine da: PREDATORS!
Das Original war ein wirklich starker Film, aber das, pah...




Siehe beste Alben: HEAVEN AND HELLs "Neon Nights -Live in Wacken" war definitiv am häufigsten auf meinem Bildschirm. RONNIE JAMES DIO noch mal live zu sehen, echt berührend...




Ich dreh das mit dem Newcomer mal um in ...äh... Oldcomer. Was CATHEDRALs Lee Dorian mit seinem Label Rise Above gerade an alten Schätzen rauskramt, das ist fantastisch: STEEL MILLS, BANG oder ganz obskur AX, das ist klasse und weitaus wertvoller als die zwanzigste Best-Of von alteingesessenen Bands, die selbst deren Fans nicht mehr brauchen.




Mit eigenen Interviews war da nicht viel, aber fremdgefallen hat mir die Typologie des Stoner-Rockers von Jochen/BLACK STONE RIDERS im Smalltalk mit unserer Maren:

- Typ A ist 18 Jahre jung, hat gelesen, dass es cool ist, KYUSS cool zu finden, hat bei seinem älteren, ehemals coolen, heute etablierten Onkel "Blues for the Red Sun" im Regal gefunden, ist zu GARCIA PLAYS KYUSS gegangen und erzählt jetzt allen, dass er so cool ist und KYUSS gesehen hat; kifft, wenn andere zusehen und kichert dabei laut, weil´s cool wirkt.

- Typ B war 1992 18 Jahre jung und hat damals gelesen, dass es cool ist, KYUSS cool zu finden, hat sich die "Blues for the Red Sun" gekauft, gekifft und dabei laut gekichert, erzählt heute allen, dass er so cool ist und damals KYUSS gesehen hat und nicht so nen "GARCIA PLAYS KYUSS-Scheiss" (obwohl er in Wahrheit nie KYUSS gesehen hat), hört entweder heute noch die MELVINS, kifft und wäscht sich nicht die Haare oder hört heute NICKELBACK und findet Kiffer doof. Sein kleiner 18-jähriger Neffe hat neulich die "Blues for the Red Sun" in seinem Regal gefunden ...

- Typ C war 1969 14 Jahre alt, fand bis 1992 eigentlich, dass es nach "Paranoid" von BLACK SABBATH, "Meddle" von PINK FLOYD und "Band Of Gipsys" von Herrn HENDRIX keine coolen Platten mehr gab und wunderte sich dann mit 33, als er bei seinem kleinen Bruder "Blues for the Red Sun" hörte, dass das so cool nach Damals klang.
Sein kleine Bruder hat ´nen Neffen, der ...




Ich: WOSFrank hat die Doom-Szene vor dem Aussterben gerettet! Siehe unten…




Die komplette Metal-Szene: so viele lieblose Festivals, so viele überflüssige Releases, so wenig echte Szene...
Ja, sorry, damals war tatsächlich alles besser, als ein Konzert oder gar ein Festival noch etwas besonderes war und es spannend war, wenn wieder eine neue Metal/Hard Rock-Platte heraus kam.




Ich sag nur 12. Mai: TWINS OF DOOM





Die Frage erübrigt sich wohl, siehe oben: dass es meinen TWINS OF DOOM immer gut geht und sie schnell erkennen, dass in ihren kleinen Adern purer Doom fließt!




Ganz unmusikalisch der zweite Teil des Rollenspiels THE WITCHER und endlich und hoffentlich noch im November DIABLO 3, die ersten beiden Teile des Action-Rollenspiels habe ich geliebt!
Dass ich trotzdem keine Zeit hab zum Zocken, nun ja, siehe oben...
Kategorie: Kategorielos
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