„Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war“: IMPERIAL TRIUMPHANT verabschieden sich auf „Goldstar“ vom überbordenden postmodernen Retrojazz in ihrem extremen Metal und finden eine neue – relative! – Zugänglichkeit.
Willkommen daheim bei KARLA KVLT, der „Family Of Drone“. EISENVATER-Gitarrist Markus E. Lipka zelebriert zusammen mit Sohn Johann Wientjes und Schwiegertochter Teresa Matilda Curtens den „Thunderhunter“. Schnell wird klar: Die jüngere Generation ist ebenso erfahren wie der Veteran.
NOCTAMBULIST erfinden den Shoegaze-getränkten Post Black Metal mit „Noctambulist II: De Droom“ nicht neu, ihr Spiel mit Kontrasten erschafft starke, energiegeladene Songs – und sogar einen richtig fetten Hit.
Stilistisch mag „Sacred Sound Of Solitude“ keine große Offenbarung sein. BLOODBARKs zweites Album besticht aber mit gelungener Atmosphäre, starkem Songwriting und packenden Arrangements - und mausert sich so zum Dauerbrenner.
Extremer Avant Metal, der diese Attribute zurecht trägt: UULLIATA DIGIR schicken ihr Publikum auf Entdeckungsreise, liebäugeln mit jazzigen Elementen und haben eine Frontfrau, die zu einer außergewöhnlich intensiven Performance fähig ist. „Uulliata Digir“ ist das erste Highlight des Jahres.
Doom aus dem Lehrbuch: WITNESSES verbinden auf ihrem vierten Metal-Album „Joy“ verschiedenste Strömungen des Genres und frischen diese mit einem hohen Energielevel auf, ohne dass die Emotionalität verloren geht.
Zauber der alten Zeit, neu entflammt: „Hrima“ baut die Epik von NAHTRUNAR aus und setzt ihn parallel in ein alternatives Licht. Atmosphärischer Black Metal kann nur schwer größer gedacht und besser geschrieben werden.
„Beneath Moonlight“ steht für wildgewordene Inquisitoren und Pianowahnsinn: Die Debüt-EP von BENEATH MOONLIGHT ist Black Metal für diejenigen, die seit den Neunzigern ihr Vampircape nicht ablegen wollen.
Ein letzter Ausflug in die erbarmungslos-lebensfeindliche Welt abseits der beliebten Schweizer Postkartenmotive? So oder so, PAYSAGE D’HIVER legen mit „Die Berge“ ein breites, episches Panorama an, an dem sich künftig das gesamte Subgenre des Raw Black Metal messen muss.
Stagnieren ULVER auf ihrem dritten Quasi-Pop-Album? Die Grundausrichtung von „Liminal Animals“ mag deutlich erscheinen, doch die neun Songs summieren das Œuvre der vergangenen 25 Jahre und integrieren auf diese Weise zahlreiche weitere Facetten in das Klangbild.