GODTHRYMM: Reflections

GODTHRYMM: Reflections

Was spiegelt sich wohl vor dem inneren Auge wider, wenn man mit „Reflections“ das neue Album von GODTHRYMM hört? Purer 90er-Jahre inspirierter Doom Metal. Ein deathig und britisch angehauchter Doom Metal, den damals ANATHEMA, MY DYING BRIDE, PARADISE LOST und Konsorten zum Besten gegeben haben. Ja genau, diese besondere Peaceville-Zeit.

Diese aufkeimende Erinnerung überrascht jedoch nicht, wenn man die Protagonisten auf „Reflections“ betrachtet. Schließlich sind Sänger und Gitarrist Hamish Glencross (Ex-MY DYING BRIDE, Ex-SOLSTICE, Ex-VALLENFYRE) sowie Drummer Shaun Taylor-Steels (Ex-MY DYING BRIDE, Ex-ANATHEMA, Ex-SOLSTICE) bei GODTHRYMM federführend.

Hamish Glencross überrascht auf „Reflections“ mit variantenreichem Gesang

„Reflections“ startet dann auch mit Ableitungen an die großen Doom-Kapellen der 90er-Jahre. So beinhaltet das eröffnende „Monsters Lurk Herein“ ein gewisses ANATHEMA-Feeling, das durch die gewisse Sanftheit und Ruhe hervorgerufen wird, und das folgende „Among The Exalted“ erinnert insbesondere in puncto Gesang an PARADISE LOST. Generell überrascht Hamish Glencross mit seinem variantenreichen Gesang. Da gibt es deathig tiefe Elemente ebenso wie angeraute Vocals („The Light Of You“) und einen Clean-Gesang, wie er in „We Are The Dead“ zu hören ist. Dieser Song ist dann auch wieder herauszuheben, als dass er nicht nur gesanglich aus dem Rahmen fällt, sondern auch mit seinen höher angesetzten Melodien Akzente setzt. Generell ist der Track dem klassischen Doom Metal zuzuordnen und begeistert mit schönen Leads und Soli.

GODTHRYMM sind Doom Metal, wie er einem in den 90er-Jahren begegnete

Ebenso eine klassische Doom-Ausrichtung hat „The Grand Reclamation“, der einzige Song, der von der gleichnamigen EP übernommen worden ist. Hier herrscht eine abgespeckte Instrumentierung vor und der Gesang steht klar im Vordergrund, was eine gewisse Intimität hervorruft. Tja, und nach rund fünfeinhalb Minuten gibt es dann ein klassisches Break und das Tempo wird angezogen – ein (oft an MY DYING BRIDE erinnernder) Aufbau, der gefällt. Gefällig sind auch die Gitarren-Soli wie gegen Ende von „Cursed Are The Many“, das anfangs ebenso etwas müde wirkt wie „The Sea As My Grave“. Doch das ist dann auch Doom Metal. Und GODTHRYMM sind Doom – Doom Metal, wie er einem in den 90er-Jahren begegnete und begeisterte.

Veröffentlichungstermin: 14.02.2020

Spielzeit: 54:30 Min.

Line-Up:
Hamish Glencross – Gitarre & Gesang
Shaun Taylor-Steels – Schlagzeug
Bob Crolla – Bass

Produziert von Nathan Bailey

Label: Profound Lore

Homepage: http://godthrymm.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/godthrymm
Mehr im Netz: https://twitter.com/godthrymm

GODTHRYMM „Reflections“ Tracklist

1. Monsters Lurk Herein
2. Among The Exalted (Video bei YouTube)
3. The Sea As My Grave (Video bei YouTube)
4. We Are The Dead
5. The Light Of You
6. The Grand Reclamation
7. Cursed Are The Many
8. Chasmic Sorrows

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Doom / Death / Black / Thrash und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Death Metal, Doom-Death Metal, Doom Metal, Symphonic Metal, Gothic Metal, Sludge.