Willkommen in der postmodernen Version der Offenbarung des Johannes: BARREN PATHs Debütalbum „Grieving“ speit Gift und Galle mittels kompromisslosem Death-Grind, der ganz am Puls der Zeit liegt.
Wenn die Himmel sich öffnen: BLUT AUS NORDs sechzehntes Album „Ethereal Horizons“ erzählt von der Gewalt der Genese, dem Ausgeliefertsein angesichts der unbeschreiblichen Größe da draußen und warum das alles letztlich egal ist.
Pure Ekstase! LAMP OF MURMUUR wissen genau, wo sie die Grenze zwischen Heldenverehrung und Kitsch einerseits und roher Gewalt andererseits ziehen müssen. Wenig verwunderlich: „The Dreaming Prince In Ecstasy“ ist über weite Strecken sensationell gut.
ELLEREVE agieren auf „Umbra“ als Metalband, das Handwerkszeug von Pop und dunklem Folk verwenden sie aber weiterhin. Ein spannendes, selbstbewusstes Album, das gerade in den leisen Momenten berührt.
IRREPARABLE spannen zweifach einen großen Bogen, musikalisch und konzeptionell: „The Fate Of All Life“ will in 45 Minuten so ziemlich alles, verzettelt sich gerade musikalisch ein wenig. Mut und Originalität machen das Debütalbum der Australier dennoch hörenswert.
Über die Natur als die gnadenloseste aller Maschinen: AUTHOR & PUNISHERs achtes Album „Nocturnal Birding“ setzt den Sound des Projekts in einen neuen, sehr brutalen Kontext.
Black Metal, Meditation und Queerness: AGRICULTURE befinden sich auf „The Spiritual Sound“ auf der Suche nach dem Göttlichen. Finden können sie es allerdings nicht durchgehend.
Im Deutschland des Jahres 2025 bist du nicht allein: BERLIN 2.0 prangern mit ihrem hochaktuellen Zweitwerk „Kaltental“ an, was progressiv denkende Menschen in diesen Zeiten schmerzt – und schreiben wie fast nebenbei verflucht gute Songs.
Angst, Tod und Liebe: RYEs drittes Album „Знание“ bietet zwischen Funeral Doom, Post Black Metal und Dark Ambient viel Raum, über die großen Themen des Lebens zu reflektieren.
Ein Gruß an die verbliebenen BEASTMILK-Fans? Mit SCORPION MILK schickt Mat McNerney eine neue Post Punk-Bands ins Rennen. Nur konsequent, dass „Slime Of The Times“ viel zu bieten hat – unter anderem auch die eine oder andere stilistische Neuerung.
Das dritte Album von SLOW CRUSH, der brachialsten und emotionalsten Shoegaze-Band Europas, ist perfekt für den Spätsommer: „Thirst“ klingt wie ein diesiger Morgen, an dem sich der Tau nicht entscheiden kann, ob er in den Himmel steigen und das gleißende Licht abmildern soll.
Core Atoms und Brann Dailor schalten für ihre zweite intergalaktische Mission auf Warp 10: ARCADEA spielen auf „The Exodus Of Gravity“ Progrock mit Synthesizern statt Gitarren, aber jede Menge Power - bedienen dabei ein breites Spektrum von krautigen Soundscapes bis waschechten Hits.
Müde Knochen? Von wegen. DEADGUYs zweites Album „Near-Death Travel Services“ erscheint 30 Jahre nach dem Debüt „Fiaxation On A Coworker“ und steht dem legendären Debüt in Sachen Songwriting, Intensität und Frische in nichts nach. Fuck Yeah.
Songs, wie kunstvoll geflochtene Haarpracht, aber auch Stücke wie lieblos hingeföhnte Frisuren der Achtziger: An „Braiding The Stories“ haben sich GAAHLS WYRD teilweise übernommen.
CHEPANG brachten nepalesisches Flair in den Grindcore und landeten passenderweise im kosmopolitischen New York. Mit ihrem vierten Album „Jhyappa“ suchen sie allzu sicheren Boden und verlieren leider viel von dem, was sie in den vergangenen fünf Jahren auszeichnete.
Das passt mit den beiden! DOMHAIN und EPHEMERAL zeigen auf ihrer Split-EP „Of Pine And Oak“, wie unterschiedlich die Ausrichtungen von (Neo-)Folk sein können - und wie gut das harmoniert.