Andreas ist mit vampster und Metal großgeworden, liebt Wald- und Wiesenmusik und dreckigen Punk und alles, was dazugehört (Whisky, Wanderschuhe und ein kaltes Bier in dunklen Kellern z.B.), und schreibt und singt und kämpft für das Wahre, Gute und Schöne.
W. von WALDGEFLÜSTER ist nicht nur naturverbunden, sondern auch verdammt wütend und empört - und das lässt er raus bei seinem zweiten Projekt UPRISING. Ob's für den großen Aufstand reicht?
ROPE SECT, deine sympathische Selbstmordsekte von nebenan, ist zurück. Ein neuer Stil beim Artwork deutet meist auch eine Stilkorrektur in der Musik an - so auch hier. Zum Glück fällt sie weniger dramatisch aus als befürchtet.
Oh, ihr wackeren Bergleute! Diesmal wird es ganz finster bei euren Helden von DAUTHUZ - diesmal geht's in den Uran-Bergbau, wo nicht nur Staub und Dunkelheit euch das Leben schwer machen, sondern auch noch Radioaktivität. Scheiße.
MORGUL BLADE hatten es nicht leicht bei mir: Ihr Debütalbum "Fell Sorcery Abounds" konnte bei Erscheinen überhaupt nicht zünden, aber in der Vorbereitung auf das Review für den Nachfolger hab ich mich heftig in dieses kauzige Kleinod verknallt. Und nun?
"Daudswiärk" bedeutet soviel wie "Arbeit des Todes" und bezieht sich auf das raue Leben auf dem Lande, damals, als man noch den ganzen Tag auf dem Feld malochen musste, um was zu essen zu haben. Ob das so viel Spaß gemacht hat wie das Hören dieses Albums, weiß ich nicht, aber eins ist klar: Mit "Daudswiärk" ist HORN ein ganz großer Wurf gelungen.
BLAZING ETERNITY bedeuten mir viel: Ihr biergeschwängerter "Nordic Night Metal" ging damals von ihrem Demo-Tape und dann dem Debut-Album direkt in mein jugendliches Herz bzw. in meine jugendliche Leber, und auch das zweite Album, "A World To Drown In", konnte mich trotz der stilistischen Kehrtwende hin zu sanften spätsommerlichen Pop-Klängen immer wieder begeistern - Herzschmerz machte es möglich. Wie schön also, dass zwanzig Jahre später ein neues Album auf den Markt kommt - was kann es?
Käse, Vla und Black Metal: Wer kennt sie nicht, die unheilige Trias aus dem Landstrich westlich des Ruhrgebiets? Mit BEENKERVER stellt das drölfzigste Projekt von dort sein neues Album vor - es geht um eine Hexe namens Antje, pardon, Sophia, und da diese als "Die rote Witwe" bekannt ist, wird optisch nicht am Blut gespart. Und musikalisch?
Die Franzosen GRIFFON haben sich viel vorgenommen und liefern einen Parforceritt durch die Geschichte der französischen Demokratie. Aber liefern sie auch ein gutes Black-Metal-Album?
Andreas hat 2023 in jeder freien Minute in viele Alben reingehört, einige unglückliche Impulskäufe getätigt, einiges Großartiges entdeckt - also alles wie immer. Und am Ende bleiben für seinen Jahrespoll 25 Alben übrig, die hier erwähnt werden wollen.
Skandinavischer Prog trifft auf englische Romantik, knackige Riffs auf elegische Momente: NOEKK ist mit "Byron" erneut ein wunderschönes Stück Nischenmusik gelungen.
Primitiver finnischer Black Metal aus dem Wald - wem da das Wasser im Munde zusammenläuft, sollte sich NOITILA merken. Mich kann ihr Debüt aber leider nicht voll überzeugen.