Andreas ist mit vampster und Metal großgeworden, liebt Wald- und Wiesenmusik und dreckigen Punk und alles, was dazugehört (Whisky, Wanderschuhe und ein kaltes Bier in dunklen Kellern z.B.), und schreibt und singt und kämpft für das Wahre, Gute und Schöne.
OMG, schaut euch diesen Fuchs an! Ist er nicht süß? Er ist unfassbar süß. Er spielt Black-Metal-Punk mit garstigem Gekeife, und wenn du das gerade brauchst, brauchst du dieses Album.
Wenn Austin Lunn (PANOPTICON) seine Finger irgendwo im Spiel hat, horche ich schon ganz automatisch auf. Das ist bei Releases von Bindrune Recordings ja eigentlich immer der Fall, aber im Falle von AHAMKARA sind an den Fingern auch noch Drumsticks dran, und das macht die Sache zu einem Pflichttermin für meine Ohren.
Black Metal mit Post-Punk-Einflüssen, Wehmut, Weltschmerz und Hoffnungslosigkeit sind in beiden Genres zuhause. Die Mischung kann hervorragend funktionieren, wenn alle Elemente ineinander greifen und ein kohärentes Ganzes entsteht. Hier auch?
Meine Güte, ich war noch nie in meinem Leben in Österreich, bin Wiener Schnitzeln und Herbert Kickl gegenüber äußerst skeptisch eingestellt und verstehe diese ganzen Dialekte auch überhaupt nicht - und doch rezensiere ich jetzt schon zum zweiten Mal ein Album von KARG, dem Post-Black-Metal-Projekt von J.J. (HARAKIRI FOR THE SKY)? Da stimmt doch was nicht!
Hoffnungslose Träumer wissen: Wer im Herbst durch die Wälder streift, kann sich nicht sattsehen am goldenen Licht, das auf die nicht minder goldenen Blätter fällt, und wer dazu noch märchenhafte Melodien aus traumverlorenen längst vergangenen Zeiten hört, dem wird's warm ums Herz. Und doch ist "Récits d'automne et de chasse" ("Erzählungen vom Herbst und von der Jagd") von CERCLE DU CHÊNE ein Frühlingsalbum. Warum?
Finnland, Land der tausend Seen, der depressiven Einsiedler, der Black-Metal-Bands. HAVUKRUUNU überleben bereits seit 2005, ihre Musik ist ausgesprochen lebensbejahend, triumphal und kämpferisch. So auch auf "Tavastland", das die bisher stärksten Songs der Bandgeschichte parat hält.
SHAGOR suchen den Spagat zwischen Sperrigkeit und Epik - und finden frisches Futter für alle, die von Benelux-Black-Metal einfach nicht genug kriegen können.
Auf unseren Beitrag "Quo Vadis, Prophecy Productions?" erhielten wir einen Leserbrief, den wir an dieser Stelle dokumentieren. Andreas hat eine Antwort darauf verfasst, die ihr unter dem Leserbrief findet.
Das Gute in einem Meer aus Verzweiflung suchen, die Haltung bewahren in einem Sumpf aus Gleichgültigkeit und Elend: ein Lebensthema, auch für die Screamo-Band INFANT ISLAND, die sich mit "Obsidian Wreath" schlichtweg selbst übertroffen und ein essentielles Meisterwerk geschaffen hat.
"Død" und "Vald" sind zurück und legen mit ihrem Projekt VALDAUDR das zweite Album vor. Erneut geht es ins Black-Metal-Norwegen der 90er Jahre - ohne Keyboards, ohne Schnickschnack, aber auch ohne Axtmörder auf dem Cover. Was ist da los?
Griechischer Black Metal ist eine feste Größe in der Welt, aber bisher ziemlich an mir vorbeigegangen. Trotzdem höre ich in letzter Zeit ständig "Lysistrata", eine unerhört gekonnte Mischung aus groove-orientiertem Black Metal griechischer Schule und zarter Folklore. Warum? Na, wohl genau deshalb.
Ich habe einen Knacks: Wenn sich alle (Metal-)Welt auf ein bestimmtes Album stürzt, dreh ich mich um, hänge auf Bandcamp ab und lade mir erstmal ein völlig unbekanntes Funeral-Doom-Album aus England runter.
Also, nehmen wir mal an, du fühlst dich nicht so gut; nehmen wir weiter an, du hattest eine echt beschissene Woche und die Schnauze so dermaßen voll, dass einfach gar nichts mehr geht. Was machst du dann? Richtig: du lässt dich einweisen. Spaß. Du hörst ANGEL SWORD und wirst zum "Weekend Warrior"!
Gut, ich will gar nicht so tun, als hätte ich Ahnung von der klassischen musikalischen Form eines Requiems bzw. von den Riten der katholischen Totenmesse. Das Einzige, was ich weiß: Irgendwer ruft immer "Dies Irae", und am Ende wird es heilig, denn da ist dann jemand tot, und wir erleben das "Sanctus". Insofern: alles richtig gemacht, LAUDARE!
Es bleibt einiges offen beim Debütalbum von LILJEVARS BRANN, nur eines nicht: das große Gefühl. "Helja Kor" ist so angenehm mysteriös, unheimlich-emotional und märchenhaft wie PARAGON OF BEAUTY es damals waren. Mehr als 25 Jahre ist das nun her, und die beiden Köpfe der Band haben sich entschlossen, die alte Magie wieder aufleben zu lassen. Ist es ihnen gelungen?
Es geht ein Gespenst um in der Welt, ein entsetzliches Gespenst, ein "Abysmal Specter", und es bringt uns Frieden und Liebe und mit seinem Label "Grime Stone Records" zahlreiche obskure Musikprojekte zwischen Black Metal, Folk und Dungeon Synth. Eines davon heißt CURTA'N WALL, hat letztes Jahr mit "Siege Ubsessed!" im Untergrund für Furore gesorgt und legt nun schon den Nachfolger vor: Was kann "YR GWYDDBWYLL"?