DEUTSCHE ALBUMCHARTS: mit DRITTE WAHL, NAPALM DEATH, FINNTROLL

DEUTSCHE ALBUMCHARTS: mit DRITTE WAHL, NAPALM DEATH, FINNTROLL

Viel Rock gibt es diese Woche: In den Top 10 landet das Live-Album „Live At The Roundhouse“ von NICK MASON’S SAUCERFUL OF SECRETS, der mit seinem Projekt frühe PINK FLOYD-Songs zum Besten gibt. Direkt dahinter platziert sich die Punk Rock-Formation DRITTE WAHL, deren „3D“ zugleich das erste Mal die besten Zehn knackt. Der Vorgänger „10“ war 2017 noch auf Nummer Zwölf eingestiegen. Eben dort finden wir diese Woche die Deutschrock-Band SERUM 114. Der Vorgänger „Die Nacht mein Freund“ (2016, #3) war zwar etwas erfolgreicher, beschweren dürfte sich die Band angesichts der kommerziell zugstarken Woche aber nicht. Klassisch gerockt wird darüber hinaus auf Position 30: Die Live-Platte „Third Stage: Live In London“ markiert den zweithöchsten Charterfolg für FLYING COLORS. Nur das Studioalbum „Third Degree“ (2019) schnitt etwas besser ab (#16). Nicht ganz das Schlusslicht runden FLEETWOOD MAC mit der Wiederveröffentlichung zum Jubiläum von „Then Play On“ (#90) den Rock-Reigen ab.

NAPALM DEATH knacken die Top 20

Wer es härter mag, wird ab Platz 16 fündig, wo VARG sich mit „Zeichen“ festgesetzt haben. Der „Back to the roots“-Ansatz scheint also bei den Fans Anklang gefunden zu haben, schließlich war „Wolfszeit II“ im vergangenen Jahr nicht über Rang 94 hinausgekommen. Dass ein zugstarkes Label wie Napalm Records für das beste Chartergebnis der Bandgeschichte auch eine Rolle gespielt haben dürfte, wollen wir aber auch nicht unterschlagen. Sind NAPALM DEATH plötzlich Mainstream? Im Vergleich zum 2015er-Werk „Apex Predator – Easy Meat“ (#36) legen die Briten nämlich nochmals einige Plätze zu und knacken die Top 20: „Throes Of Joy In The Jaws Of Defeatism“ sichert sich Platz 18. Thrash-Jünger dürften sich derweil über den Chartrekord für HEATHEN freuen: „Empire Of The Blind“ ist nicht nur eine starke Scheibe, sondern stellt mit Nummer 23 den eigenen Vorgänger „The Evolution Of Chaos“ (2010, #75) geradezu spielend in den Schatten. Da kann selbst das Comeback-Album von FINNTROLL nicht mithalten: „Vredesvävd“ steigert sich zwar im Vergleich zu „Blodsvept“ (2013, #73), kann den Erfolg von „Nifelvind“ (2010, #31) aber ganz knapp nicht wiederholen. Das erste Mal die Top 100 knacken dafür FIT FOR A KING. „The Path“ gibt sich wenig innovativ, aber äußerst abwechslungsreich – für Metalcore-Fans sicherlich nicht die schlechteste Platte.

Der Ausblick auf kommende Woche

Wir wissen ehrlich gesagt gar nicht, wie wir all die Neuerscheinungen unterkriegen sollen. So viel Zeit haben wir gar nicht, um all die neu veröffentlichten Alben anzuhören: Da wären natürlich KATAKLYSM, die mit „Unconquered“ die Macht der Routine demonstrieren. LIK schicken mit „Misanthropic Breed“ ein klassisches Death Metal-Feuerwerk ins Rennen und von THE OCEAN gibt es den lang ersehnten zweiten Teil ihres Konzeptwerks. „Phanerozoic II: Mesozoic / Cenozoic“ schließt an den Vorgänger an, ist aber in Teilen experimenteller ausgefallen. UADA dürften mit „Djinn“ viele Black Metal-Fans glücklich machen, während im Nu Metal die großen DEFTONES mit einer neuen Scheibe aufwarten („Ohms“). Außerdem im Handel: „Transitus“ von AYREON, „Meat Machine“ von OBSIDIAN KINGDOM, „When I Die, Will I Get Better?“ von SVALBARD, „A Quiet Place To Die“ von ALPHA WOLF und die Live-Platte „10 Year Anniversary – Live in Reykjavík“ von SKÁLMÖLD.

Die Neueinstiege vom 25. September 2020

Top 20
05. NICK MASON’S SAUCERFUL OF SECRETS: „Live At The Roundhouse“
06. DRITTE WAHL: „3D“
12. SERUM 114: „Im Zeichen der Zeit“
16. VARG: „Zeichen“
18. NAPALM DEATH: „Throes Of Joy In The Jaws Of Defeatism“

Top 40
23. HEATHEN: „Empire Of The Blind
30. FLYING COLORS: „Third Stage: Live In London
32. FINNTROLL : „Vredesvävd

Top 50 und weitere
70. FIT FOR A KING: „The Path
78. BEHEMOTH: „And The Forests Dream Eternally“ (Re-Release)
90. FLEETWOOD MAC: „Then Play On“ (Re-Release)
93. HELL BOULEVARD: „Not Sorry“

Quelle: mtv.de

Florian Schaffer
Genres: Black Metal, Death Metal, Melodic Death Metal, Metalcore, Post Metal, Progressive, Rock, Thrash Metal.