MARK BRANDIS, RAUMKADETT: Folge 1 – Aufbruch zu den Sternen [Hörspiel]

MARK BRANDIS, RAUMKADETT: Folge 1 – Aufbruch zu den Sternen [Hörspiel]

Der dreizehnjährige Dreikäsehoch MARK BRANDIS ist noch weit davon entfernt, ein Raumkadett zu sein, da bricht er mit seinem Schwarm Nina in das Ausbildungszentrum für Astronauten der ESA ein. Er wird ertappt und vom Weltraumhelden Alexander Münster, dem ersten Menschen auf der Venus, zur Rede gestellt und auf eine rote Liste gesetzt. Da ihm nun der Zutritt zur Raumfahrtsakademie versperrt ist, begibt er sich als blinder Passagier auf die Barbarossa, das Schiff des bärbeißigen Skipper Gregory Nelsen. Sein erstes, großes Weltraumabenteuer beginnt.

Die vertonbaren Geschichten von MARK BRANDIS nähern sich dem Ende – nächstes Jahr wird die Serie leider abgeschlossen sein. Balthasar von Weymarn und Jochim-C. Redeker werden keine neuen Geschichten schreiben, so dass die Trauer der Fans des Weltraumpartisans groß sein wird. Ein Hintertürchen haben sich die Macher dennoch offen gelassen: MARK BRANDIS, RAUMKADETT. Wie der junge Mark zur VEGA kam und welche Abenteuer er erlebte, wird in vorerst sechs Folgen erzählt. Und gleich zu Beginn wird es haarig für den jungen MARK BRANDIS. Um seiner heimlichen Liebe Nina zu imponieren, begeht er einen dummen Fehler, durch den er die Chance, Raumkadett zu werden, gleich begraben kann. MARK BRANDIS begeht Jugendsünden wie jeder andere auch, er ist Neunmalklug, vorlaut und manchmal kleinlaut und feige. Im richtigen Moment beweist der Prä-Raumkadett allerdings, dass der schon genügend Mumm hat, sein Talent für Astrogation kann er außerdem zum Erstaunen der Barbarossa-Crew anwenden.

Daniel Claus spricht den jungen MARK BRANDIS mit unüberhörbarem schönen Berliner Dialekt und macht seine Sache sehr gut. Michael Lott, der erwachsene Brandis ist als Erzähler und Kommentator ebenfalls dabei, spricht mal nüchtern und mal voller Nostalgie, was dem Auftakt von MARK BRANDIS, RAUMKADETT durchaus in die Nähe eines Jugendhörspiels bringt. Da ist es auch egal, dass auf der Station Thora einige Tote rumliegen. Davon abgesehen ist diese Serie ein guter Start in den Serienkosmos. Es kommen die Reinigende Flamme, die im Bürgerkriegszyklus eine große Rolle spielt vor, ebenso wie Charaktere wie Captain Nelson und Alexander Münster, von denen auch später noch die Rede sein wird. Gesprochen und gespielt werden diese ganz hervorragend. Prominente Sprecher sind der großartige, eigentlich bereits pensionierte Horst Stark als bärbeißiger, grantiger Gregory Nelson, Gabriele Libbach als resolute Navigatorin Galina Suchowa und Gernot Endemann als Vito Marconi, die allesamt schon Sci-Fi-Erfahrung (erinnert sich noch jemand an COMMANDER PERKINS?) aufweisen können. Überhaupt ist Aufbruch zu den Sternen bis in die Nebenrollen makellos besetzt.

Da MARK BRANDIS, RAUMKADETT von derselben Crew wie die Mutterserie realisiert wird, gibt es inszenatorisch absolut nichts zu bemängeln. Das Sounddesign ist fantastisch, der Soundtrack wird basierend auf MARK BRANDIS verwendet und etwas erweitert. Die Story selbst ist erheblich leichter verdaulich und weniger komplex als gewohnt. Aufbruch zu den Sternen ist eine Kurzgeschichte, die in einem Sammelband erhältlich ist und als Comic und E-Book im Datenteil der CD vorliegt. Hier werden auch die Unterschiede zur Hörspielfolge deutlich. Die Story wurde behutsam modernisiert, teils erweitert, teils gekürzt und so stimmig in den Hörspielserienkontext eingearbeitet. Aufbruch zu den Sternen ist wie erwartet ein gelungener Auftakt für diesen Spin-Off, der leichter verdaulich ist als Operation Sonnenfracht oder Ikarus, Ikarus… und trotzdem mitreißt. Vielleicht ist genau deshalb MARK BRANDIS, RAUMKADETTdie richtige Einstiegsdroge für Nachwuchsweltraumpartisanen.

Veröffentlichungstermin: 23. Mai 2014

Spielzeit: 65:42 Min.

Line-Up:
Sarah Alles – Nina Axö
Daniel Claus – Mark Brandis
Michael Lott – Mark Brandis (Erzähler)
Tanya Kahana – Wache
Uve Teschner – Wachhabender
Thomas Nero Wolff – Alexander Münster
Gernot Endemann – Vito Marconi
Horst Stark – Cpt. Gregory Nelson
Andreas Birnbaum – Chief John Turner
Christian Senger – Pilot Janusz Kern
Gabriele Libbach – Navigatorin Galina Suchowa
Katrin Decker – Valéria Alvarez
Dietrich Georg Boden – Thorben Wallis
Reinhard Scheunemann – Direktor Zarin Narayan

Sowie Steve Brembach, Sascha Funke, Jessica Müller und Jochim-C. Redeker

Unter Verwendung von Charakteren erschaffen von Nikolai v. Michalewsky
Balthasar von Weymarn – Manuskript
Jochim-C. Redeker – Sounddesign & Musik
Sven-Michael Bluhm, Stefan Schieffer und Dennis Schmidkunz – Aufnahme
Jochim-C. Redeker und Balthasar von Weymarn – Produktion, Regie und Schnitt
Alexander Preuss – Artwork
Jürgen Straub – Layout/ Satz
dp – Product Management

Label: Interplanar / Folgenreich / Universal Music Group

Homepage: http://www.markbrandis.de/

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/pages/Mark-Brandis/196295680010?fref=ts

Tracklist:
1. Begegnung mit einer Legende
2. Nächtlicher Einbruch
3. Prolog
4. Marconi und Nelson
5. Wir haben einen Blinden!
6. Lager und Krankenstation
7. Zu Gast auf der Thora-Station
8. Zu Fünft in einer Zelle
9. Marks Alleingang
10. Auf Venera Alpha