HELLRIPPER: Coronach

Neues Label, neues Album, selbes Line Up. HELLRIPPER sind immer noch ne one man show und James McBain zeigt erneut, dass er ein verdammt gutes Händchen fürs Songwriting hat. “Coronach” wildert in diversen Extrem Metal-Genres und diese Mischung schmeckt vorzüglich!

HELLRIPPER´s 2023er Album “Warlocks Grim & Withered Hags” war ein saustarkes Album, welches ich aus unerfindlichen Gründen dann in meinem Jahrespoll für 2023 irgendwie vergessen hatte. Für die Band scheint es jedenfalls ein Schritt nach vorne gewesen zu sein, ist man doch inzwischen beim Branchenriesen Century Media Records gelandet. Über das Dortmunder Label erschien Ende April das vierte Album des schottischen Ein Mann Projektes. Musikalisch geht James McBain den auf dem letzten Album beschrittenen Weg weiter, weg vom reinen Black Speed Gebretter, hin zu mehr unterschiedlichen Einflüssen aus verschiedenen Ecken der extremeren Metal-Spielarten.

HELLRIPPER erweiteren auf “Coronach” ihre stilistische Breite noch weiter

Mit “Hunderprest” gibt es direkt zum Start mit Anlauf in die Fresse. Wild, ungezügelt mit frickeligen Riffs, wilden Soli und melodischen Harmonien zum Ende hin, als würden IRON MAIDEN plötzlich zweite Welle Black Metal mit Tech Thrash kreuzen. Zwischendurch sogar noch Keyboards, düsterer Sprechgesang und ein hoher Schrei, die im Gesamtpaket kurz mal an CRADLE OF FILTH denken lassen. Alter Falter, wieviel kann man in einen Song von fünfeinhalb Minuten packen, ohne diesen zu überfrachten? James McBain: JA! Deutlich straighter geht es mit “Kinchyle (Goatkraft and Granite)” weiter, einem Up Tempo-Rocker, der HELLRIPPER so sehr nach klassischen Heavy Metal klingen lässt, wie nie zuvor. Der Song würde auch mit klassischem Metal-Gesang bestens funktionieren. Stattdessen gibt es halt James´ Gekeife und Gang shouts im Refrain.

Trotz der vielen unterschiedlichen EInflüsse klingt “Coronach” zu jeder Zeit schlüssig

“The Art Of Resurrection” verströmt mit seinen melancholischen Harmonien und James´ gemäßigtem Keifen einen Hauch von Göteborg Melodeath-Feeling. “Baobhan Sith (Waltz of the Damned)” galoppiert im klassischen Thrash Beat über die Ziellinie Danach bricht der “Blakk Satanik Fvkkstorm” und der Song klingt ganz genau so, wie man es bei dem Titel erwarten darf, nämlich nach schnörkellosem Black Thrash’n’Roll auf die Fresse! Ihr seht schon, uns wird einiges geboten auf “Coronach”. James hat wirklich ein gutes Händchen in Sachen Songwriting, alles klingt schlüssig und irgendwie passt das auch alles gut zusammen. Mit dem Titelsong gibt es am Ende noch ein großes, über acht MInuten langes Abschluss-Epos. Was als mächtiger Stampfer startet, nimmt ab der zweiten Hälfte deutlich an Fahrt auf, inklusive einem langen Gitarrensolo.

Wer das letzte HELLRIPPER-Album mochte, der wird auch an “Coronach” seine helle Freude haben

James McBain hat es wieder geschafft! Auch “Coronach” ist ein von vorne bis hinten starkes Extrem Metal-Album, welches aufgrund der relativen stilistischen Bandbreite gar nicht genauer zu schubladisieren ist, wer aber das letzte Album mochte, der dürfte auch “Coronach” begeistert aufnehmen. Es ist schon beeindruckend, was der Kerl (fast) komplett alleine hier mal wieder raus gehauen hat. Dieses Mal sollte HELLRIPPER der Platz in meinem Jahrespoll jedenfalls sicher sein, denn “Coronach” macht einfach von vorne bis hinten Spaß! All hail the goat!

Veröffentlichungsdatum: 27.03.2026

Spielzeit: 44:04

Line-Up:
James McBain – alles

Label: Century Media Records

Bandhomepage: https://www.hellripper.com
Bandcamp: https://hellripper.bandcamp.com
Facebook: https://www.facebook.com/Hellripper1
Instagram: https://www.instagram.com/hellrippermetal

 

HELLRIPPER – “Coronach” Tracklist

1. Hunderprest (05:49) (Video bei YouTube)
2. Kinchyle (Goatkraft and Granite) (04:33) (Video bei YouTube)
3. The Art of Resurrection (05:44)
4. Baobhan Sith (Waltz of the Damned) (06:24)
5. Blakk Satanik Fvkkstorm (03:53)
6. Sculptor’s Cave (04:35)
7. Mortercheyn (04:18) (Video bei YouTube)
8. Coronach (08:48) (Video bei YouTube)