ENTOMBED: Bob Marley, Ballerinas und Brustfetischisten (17.09.01)

ENTOMBED: Bob Marley, Ballerinas und Brustfetischisten (17.09.01)

Willkommen an Bord des Bazillenmutterschiffs ENTOMBED zu 40 Minuten munterem Wort- und Virenwechsels. Lest selbst, wie die gesundheitlich angeschlagenen TOMBs Jörgen Sandström [Bass] und L-G Petrov [Vocals] kamen, sahen und siechten …

Es gibt eine ganze Latte von Side Projects, in denen ENTOMBED-Members am Start sind wie THE PROJECT HATE und MURDER SQUAD. Wie läuft das so ab, wenn man mit mehreren Bands Platten aufnimmt: Werden die Ideen für Songs bewusst auf die einzelnen Bands verteilt? Gibt es Prioritäten nach dem Motto: die guten ins ENTOMBED-Töpfchen, die schlechten ins Side-Project-Gröpfchen?

J: Nö. Das sind schon mal ganz unterschiedliche Bands, die unterschiedliche Mucke machen. Von daher denken wir da gar nicht groß drüber nach. Wenn wir uns hinhocken, um einen ENTOMBED-Song zu schreiben, dann sind das eben die Riffs für ENTOMBED, basta.


Naja. Mal ganz konkret: Du hast dir ein geiles Riff aus dem Ärmel geschüttelt, das du sowohl für ENTOMBED und MURDER SQUAD verwenden könntest. Denkst du nicht einen Moment darüber nach, in welcher Band du es verwurstest?

J: Doch, schon. Hängt aber ganz davon ab, welche Band gerade ein Album aufnimmt.


Mhh, auch eine mögliche Antwort *Lachen*. Also scheinbar stellt sich das Problem so konkret gar nicht. Aber bleiben wir noch einen Moment bei dem Thema „Side Projects“. Das neue Album „Morning Star“ geht ja wieder ‚back to the roots’. Kann man diese Entwicklung auf euer Engagement in den Side Projects zurückführen, so als eine Art Rückkopplung auf die Hauptband?

J: Ja, absolut! Uffe [Cederlund, Bass] und Peter [Stjärnvind, Drums] haben zusammen dieses MURDER SQUAD Album [Titel: „Unsane, Insane and Mentally Deranged“] verbrochen. Und gerade was Uffe angeht, der war eigentlich für `ne ganz schön lange Zeit weg von der Szene – null Bock mehr auf Metal. Aber als er dann mit dem Side Project angefangen hat, kam auch der Spaß an dieser Art von Musik wieder zurück. Er hatte wieder neue Ideen, statt andauernd den alten Krempel nachzuspielen. Und die Arbeit mit MURDER SQUAD hat dann auch ganz klar das Songwriting für „Morning Star“ beeinflusst. Außerdem haben wir letztes Jahr zusammen mit SLAYER und THE HAUNTED gespielt. Die Bands haben unüberhörbar Spuren auf der neuen Scheibe hinterlassen .*lacht*


Wenn das mal kein schwedischer Steilpass war … Damit hat sich nämlich gleich die Frage nach den SLAYER-Einflüssen auf „Morning Star“ erledigt. Welches ihrer Alben habt ihr denn während der Recording-Sessions zu eurem neuen Album am meisten gehört?

J: Eigentlich alle, bis zur „Seasons in the Abyss“ eben. Obwohl: Ihr neues Album haben wir uns gestern angetan. Allerdings erst einmal gehört, so dass ich nicht viel dazu sagen kann. Scheinen aber ein paar coole Songs drauf zu sein.


Ihr habt eine wirklich schöne Homepage [www.entombed.net], ansprechend designt. Zudem ist es wirklich eine Bandpage, die den Namen auch verdient: vorbildlich mit Questions & Answers, Fan Zone und Fan-Artwork-Sektion. Wer ist denn für die Gestaltung verantwortlich?


J: Die Site gestaltet ein Freund der Band aus England. Sein Name ist Max. Er kam bei einem Gig auf uns zu und hat uns einen Zettel zugesteckt mit der Adresse seiner Fanpage über ENTOMBED, METALLICA und ROLLINS BAND, glaub ich. Dann haben wir via E-Mail Kontakt aufgenommen und ich hab ihm zusätzlich das THE PROJECT HATE-Album geschickt. Denn er wollte auch die THE PROJECT HATE-Homepage designen. Naja, und dann hab ich ihn gefragt, ob er nicht noch gleich in einem Aufwasch die ENTOMBED-Homepage mitmachen wolle. Und das ist dabei herausgekommen. Ich finde, er macht einen verdammt guten Job, genauso hatten wir uns das gewünscht. Denn unser Management ist uns ständig in den Ohren gelegen: „Jungs, ihr braucht unbedingt eine Homepage, wo wir alle möglichen Sachen verkaufen und machen können und blablabla“ Hauptsache jede Menge Umsatz *pfeift*. Aber wir wollten so einen Scheiß nicht, sonder lieber eine Fanpage: von Fans für Fans! Das macht einfach mehr Spaß, wenn man als Fan mit einbezogen wird.

LG: Genau! Auf der Seite kann man `ne Menge machen und nicht bloß lesen.

J: Ich persönlich mag die Homepage wirklich sehr. Die Band hat mit Max bei der Gestaltung der Seite eng zusammengearbeitet.


Als wie wichtig bewertet ihr eigentlich das Internet als Medium, um eure Musik zu verbreiten oder Kontakt zu den Fans zu halten?

J: Das Internet wird als Medium immer wichtiger. Allerdings nutzen wir es jetzt auch noch nicht so lange, gerade mal seit Februar letzten Jahres. Seitdem hat die Page an Umfang ganz schön zugelegt und ist jetzt richtig groß mit ungefähr 450 Seiten. Und als wir dort die neuen Songs von „Morning Star“ vorab veröffentlichten, hatten wir über 800 Hits innerhalb einer Woche. Außerdem melden sich dort ständig Fans zu Wort, auf dem Messageboard oder im Gästebuch, geben ihre Kommentare ab.

LG: Außerdem schaut jeden Tag einer von uns fünf Tombs vorbei, schreibt News, beantwortet Fragen oder hinterlässt eine Band Message.


Gerüchten zufolge plant ihr eine Zusammenarbeit mit dem königlich schwedischen Ballett? Was ist da dran?

LG: Die ganze Sache ist noch nicht ganz ausgegoren. Zwei Leute von der königlichen Oper sind auf uns zugekommen …


Die sind auf euch zugekommen? Nicht schlecht …

LG: Ja. Die wollen so eine Mischung aus ENTOMBED und eher klassischem Oper-Ballerinakram machen. Und – ja, warum nicht? Das wäre zumindest mal was ganz anderes.


Aber, so wirklich kann ich mir darunter nichts vorstellen …

LG: Hehe, das können wir uns auch nicht. *lacht*

J: Wir müssen einfach abwarten, worauf das ganze hinauslaufen wird. Wir sollen so 40 bis 45 Minuten Musik live spielen.


Neues Zeug oder alte Sachen?

J: Das wird wohl eher auf eine Mischung aus älterem und neuem Material hinauslaufen.


Heißt das, wir dürfen uns bald auf die Veröffentlichung eines ENTOMBED-„SM“-Album freuen?

LG: Hey, wir sind nicht METALLICA! Wir machen solchen Scheiß nicht. *lacht*

J: Außerdem werden wir kein Orchester o.ä. verwenden. Das machen bloß wir fünf.

LG: Wir spielen auch nicht auf der Bühne, sondern live im Orchestergraben mit unseren eigenen Instrumenten. Mal schau`n, was dabei herauskommt. *grinst*


Ihr seid jetzt schon wirklich lang im Geschäft dabei. Ihr habt den Death-Metal-Boom der frühen Neunziger überlebt und danach auch noch einige mehr oder weniger erfolgreiche Alben veröffentlicht. Wenn ihr jetzt so auf eure bisherige Karriere zurückblickt, wäre es nicht um einiges einfacher gewesen, eine zweite „Left Hand Path“ [Debütalbum 1989] oder „Clandestine“ [1991] zu veröffentlichen?

LG: *rümpft die Nase* Wir würden nie den selben Kram zweimal machen.

J: Das wäre uns zu berechenbar und langweilig.


Aber einfach macht ihr es zumindest damit nicht – aus Überzeugung oder einfach weil ihr zu dumm seid zu kapieren, dass man anders mehr Geld verdienen könnte?

LG: *lacht* Ich glaube nicht, dass wir anders mehr Geld verdienen könnten. Schau her, als wir „Wolverine Blues“ [1993] rausgebracht haben, war das für uns eine ganz normale Scheibe. Und die Leute haben ein Riesentrara darum gemacht: ‚Was zum Teufel ist das?’ Aber die gleichen Leute stehen heute drauf und halten es für ein gutes Album. Ich denke es ist eine gute Sache, den Leuten die Augen zu öffnen und sie etwas über den eigenen Tellerrand hinausblicken zu lassen.

J: Wir sind immer gut für etwas Unerwartetes. Hör dir doch nur die Leute an: ‚Macht bloß nicht dies oder das!’ Wir machen uns da nie groß einen Kopf. Wir schreiben einfach ein neues Album – und dann ist jeder überrascht. Das ist gut so. Also zumindest ich steh da drauf, so macht das Spaß!

Folgerichtig werdet ihr ja von den Musikmedien auch als Trendsetter der Stilrichtung „Death ‚n Roll“ bezeichnet. Wie steht ihr zu dieser Bezeichnung?

LG: Die Bezeichnung ist uns echt egal.

J: Die Medien haben den Begriff erfunden. Wir haben nie von uns behauptet, wir spielen jetzt „Death `n Roll“ oder „Rot `n Roll“ oder was weiß ich für`n Roll. Für ein paar Leute ist es vielleicht ein ganz hilfreicher Anhaltspunkt, was wir so machen. Aber eigentlich halt ich den Begriff für ganz schön bescheuert oder was meinst du? Kannst du dir unter dem Begriff „Death `n Roll“ etwas vorstellen?

LG: Wir bezeichnen unsere Mucke lieber als – *bedeutungsschwangere Pause* – Metal! *grinst*


Ich möchte trotzdem noch mal gern auf die stilistische Veränderung mit „Wolverine Blues“ eingehen, weg vom Aushängeschild des schwedischen Death Metal hin zu einer neuen Spielart – wie immer ihr sie nennen wollt. Wenn ihr eure Fanbasis betrachtet, findet ihr, dass es mehrheitlich die treuen Anhänger aus eurer Dødsmetal-Vergangenheit oder neugewonnen Fans der Richtung seit „Wolverine Blues“ sind?


J: Das ist ganz unterschiedlich. Wir haben ein total gemischtes Publikum.

LG: Ich würde sogar sagen, ENTOMBED hatte von Anfang ein sehr gemischtes Publikum. Schon zu „Left Hand Path“-Zeiten haben auch Anzugträger die Scheibe gekauft. Ich glaube, das Publikum hat sich im Grunde nicht viel verändert. Manche Leute werden eben erwachsen und machen jetzt andere Sachen.

J: Aber st stimmt schon. Auf der Bühne hört man viel mehr von den alten Fans. Die fordern andauernd *gröhlt* ‚DROWNED!’, obwohl es gerade mal fünf Lieder her ist, dass wir es gespielt haben: ‚DROWNED!’ *Lachen*. Irgendjemand hat gestern die ganze Show durch ‚PLAY FASTER!’ gebrüllt. Und wir hatten bereits „Ensemble of the Restless“ gespielt, wir hatten „Drowned“ gespielt – ‚PLAY FASTER!’. Die alten Fans ändern sich eben nie; so die richtigen Hardcore-Death-Metal-Fans, die immer noch nur „Left Hand Path“ und „Clandestine“ hören. Die sind einfach auf dem Stand von dem alten Kram hängengeblieben. Aber versteh mich nicht falsch, mir macht das nichts aus. Ich finde das cool!


Mhhh, anders formuliert: Beruht euer Ruhm eher auf den ersten beiden Death-Metal-Alben oder auf dem Zeug das ihr danach herausgebracht habt?

J: Ich würde sagen, dafür waren irgendwie alle Alben wichtig …


Kann man das wirklich so einfach sagen?

J: Ja, glaub ich schon. Z.B. bei Livesets, wenn wir Songs von „To Ride [Shoot Straight an Speak the Truth]” spielen, dann gehen die Leute ab: *gröhlt* ‚YEAH, cool!’ Ähnliche Reaktionen hast du bei „Wolverine Blues“-Songs. Und dann spielen wir was von „Clandestine“ oder „Left Hand Path“, und die Reaktionen sind: *deutlich weniger euphorisch* ‚Mhhh, that’s cool!’. Aber sie kennen die Songs nicht wirklich. Vielleicht sind es doch eher die Fans aus der späteren Phase, das heute mehr bei unseren Konzerten auftauchen. Am besten machst du dir heute abend selber ein Bild *Lachen* [Erhebung d. statistischen Bundesamtes: ENTOMBED-Gig, Nbg. Hirsch, 17/09/01: mehr New-School statt Old-School, jawoll!]


Wie seid ihr auf den Songtitel „Young Man Nihilist“ [auf dem Album „Morning Star“] gekommen? Hat es was mit der ENTOMBED-Vorläuferband NIHILIST zu tun?

J: Nö, muss ich dich leider enttäuschen. Das ist einfach eine Zeile aus den Lyrics die wir zum Titel gemacht haben, weil sie ganz cool geklungen hat. Hat definitv nichts mit der Band NIHILIST zu tun.


Auch recht.

1997 verließ Nicke Andersson [bis dahin Hauptsongwriter und Drummer] die Band, noch vor der Veröffentlichung des wenig erfolgreichen und stark kritisierten „Same Difference“-Albums [1998]. Danach kam das punkige „Uprising“ [2000] und jetzt „Morning Star“. Habt ihr euch mit der aktuellen Scheibe endlich von der Ära Nicke emanzipiert?

J: Nicke war ungeheuer wichtig für die Band. Und jetzt im Rückblick hätten wir mit der Veröffentlichung von „Same Difference“ wohl wirklich noch ein Jahr warten und einfach ein bisschen langsamer treten sollen. Denn nach dem Erfolg mit dem „To Ride, Shoot Straight and Speak the Truth“-Albums [1997] waren die Plattenfirma, das Management und auch wir bestrebt, möglichst schnell eine weitere Platte nachzuschieben. In der Öffentlichkeit sollte ja nicht den Eindruck entstehen, ENTOMBED könnten sich nach Nickes Abschied auflösen. Das beweist wiederum, wie wichtig er für die Band war. Ich meine, „Same Difference“ ist an sich kein schlechtes Album, aber wir hätten wohl noch einiges anders gemacht, wenn wir den ganzen Stress aus dem Umfeld nicht gehabt hätten.

LG: Damals haben wir auch zum ersten Mal neue Aufnahme- und Produktionstechniken verwendet.


Was war anders?

LG: Alles war anders – also was das Recording anging.

J: Wir hatten vorher nie mit einem Producer zusammengearbeitet. Das war eine ganz neue Erfahrung. Und wir haben uns einfach darauf verlassen, dass Daniel [Rey, Producer] die Arbeit für uns hinbekommt. Und wir haben uns hingehockt und …

LG: … einfach zurückgelehnt und zu viel entspannt.

J: Fuck! Wenn wir es selbst gemacht hätten, genauso wie früher, dann würde das Album wahrscheinlich anders klingen. Denn wahrscheinlich hätten wir es genauso schnell aufgenommen wie „Uprising“ oder „Morning Star“ – eben in ein paar Wochen und nicht Monaten.


Die Aufnahmen zu „Morning Star“ gingen also auch schnell über die Bühne?

LG: Ja. Die Musik war nach sechs Tagen im Kasten. Nur die Vocals haben etwas länger gedauert, weil wir das Studio wechseln mussten.


Alex Hellid zeichnet für das Cover von „Morning Star“ verantwortlich. Sein Motiv ist ja so im Stil eines Kirchenfensters gehalten. Hat er sich dabei möglicherweise von Vorbildern wie z.B. TNT oder METAL CHURCH beeinflussen lassen, die auch schon ein ähnliches Artwork hatten?

LG: Welche Band? TNT? Nie gehört …

J: Nö, nicht dass ich wüsste. Ich mein, das ist einfach ein nettes Bild. Uns gegenüber hat er nie eine der beiden Band erwähnt. Darum geh ich davon aus, dass er da selber gar nichts davon weiß.


Hat das Cover irgend eine tiefere Bedeutung oder einfach nur ein paar blasphemische Spielereien?

LG: Naja, zuerst einmal ist es einfach ein nettes Cover.

J: Alex hat da eine Bildvorlage bearbeitet. Im Original waren die Dämonen an der Seite Engel und er hat einfach ihre Gesichter vertauscht.


Morning Star“ ist jetzt das vierte Album, das auf dem Threeman-Label veröffentlicht wird. Ist Threeman Recordings eigentlich euer eigenes Label?

J: Threeman Recordings ist nicht ein Label im eigentlichen Sinne. Das ist nur ein Aufdruck, den wir auf unseren Platten haben. Die Rechte liegen alle bei Music for Nations. Das bedeutet für uns keine zusätzliche Arbeit.

LG: Das ist so was wie eine Unterschrift.

J: Wir haben einen ganz normalen Plattenvertrag mit Music for Nations aber die machen für uns diesen Aufdruck mit auf die Alben. Hat also keinerlei rechtliche Bedeutung.


Auf eurer Homepage kann man nachlesen, dass Threeman ein Saufspiel ist, das euch die Jungs von CONFESSOR [auf der Gods of Grind-Tour 1992] beigebracht haben. Verratet ihr unseren Lesern die Regeln?

J: Puh, wir haben selber schwer versucht, die Regeln zu kapieren.

LG: Also du würfelst und dann gibt es verschiedene Kombinationen an Wurfzahlen bei denen du entweder trinken oder aufspringen musst. Und wenn du auf jemand deutest musst du saufen, oder wenn du dessen Namen nennst musst du auch saufen. Wenn du Pech hast, bist du in 10 Minuten rotzedicht.

J: Ist halt so ein Party-Game.


Klingt eher wie ein Puke Game …

J: *lacht* Genau. Ich hab das einmal auf einer Finnland-Tour mitgespielt und nach 10 Minuten hab ich gekotzt.

LG: *lacht* Verrücktes Spielchen …


Welche drei Alben habt ihr letzte Woche gehört?

J: Wir haben die neue EMPEROR [„Prometheus – The Discipline of Fire and Demise“] gehört.

LG: ANGEL CORPSE [keine näheren Angaben]

J: MORBID ANGEL, natürlich [„Gateways to Annihilation“ – lief die ganze Zeit des Interviews als Hintergrundberieselung].

LG: AUTOPSY …


Klingt aber noch verdammt nach alter Death-Metal-Schule …

LG: Klar!


Mhh, das heißt ihr wärt auch solche Hardcore-Fans, die nur die ersten beiden ENTOMBED-Alben hören würden?

J: Naja, wenn du dir einfach mal die Plattensammlung von jedem hier im Bus anschauen würdest, wärst du vielleicht ganz schön überraschst, was du da so findest. Aber gerade haben wir nur Peters [Stjärnvind] CD-Schachtel hier.

LG: Er hat die Auflegrechte hier unten [Sitzgruppe im Nightliner] *lacht*


Wen möchtet ihr mal treffen – tot oder lebendig, ganz egal?

LG: Mhhh, keine Ahnung. Kommt ganz darauf an, was du mit ‚treffen’ meinst. *grinst schelmisch und macht eindeutige Andeutungen mit Armen und Hüfte*

J: *lacht* Ich glaube ich wüsste auf Anhieb niemand, den ich gerne treffen möchte. Bob Marley, vielleicht. Der scheint mir ein ganz interessanter Bursche zu sein. Setzt sich als Unterdrückter für seine Rechte ein und so.

LG: Nene, ich im Moment niemand …

J: Haha, kommt ganz darauf an, ob sie große Brüste hat *lacht*


Ist euch mal bei einer Live-Show etwas Lustiges passiert? Kann man ja wohl von ausgehen, bei einer solch langen Live-Erfahrung.

J: Mir fällt da auch etwas ein. Das war während einer Show in Italien auf der MACHINE HEAD-Tour. Ich hatte totale Probleme mit meiner Verdauung an dem Tag. Und während wir „Somewhat Peculiar“ spielten, hielt ich’s nicht mehr aus und musste unbedingt von der Bühne runter um zu kacken. *lacht*

LG: *lacht* Schon beim Lied davor konnte er nicht mehr anders, als auf seinen Knien zu sitzen.

J: Ja, weil ich mir schon nach dem ersten Lied fast in die Hosen gemacht hatte. Hehe, fand ich damals gar nicht so witzig – jetzt schon!


Danke für’s Interview und gute Besserung! Am besten ihr geht noch mal aufs Klo vor eurem Auftritt 😉