THE GOOD THE BAD AND THE ZUGLY: Algorithm and Blues

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Die Kreativität mancher Musiker scheint unerschöpflich. Das gilt auch für das Umfeld von KVELERTAK, mit „Splid“ veröffentlichten die musikalischen Chaoten vor kurzem ein bemerkenswertes Album – und scheinbar hat jeder, der mal im Proberaum dieser Band aktiv war, ein Händchen für spannende und gut gemachte Musik.

KVELERTAKs ex-Schlagzeuger Kjetil Gjermundrød kam vor knapp einem Jahr mit TEMPEL und einem grandiosen Stilmix aus ENTOMBED, MUDHONEY, SNUFF, GUNS N ROSES und Classic Rock um die Ecke. Ivar Nikolaisen, Sänger bei KVELERTAK, lärmt schon längere Zeit mit THE GOOD,THE BAD AND THE ZUGLY rum – und die hauen mit “Algorithm and Blues“ das perfekte Album für alle raus, die eigentlich nur einen gemütlichen Samstagabend mit Freunden verbringen wollten, und am Morgen danach feststellen müssen, dass die Dinge ganz schön aus dem Ruder gelaufen sind.

Eine Ass Rocket für TURBONEGRO, ein Salut an AC/DC

Wird bei “Algorithm and Blues“ zunächst nur ehrfürchtig vor AC/DC salutiert („Welcome To The Great Indoors“ und „What Have You Done For Me Lately?“), stoßen die junggebliebenen Punkrocker wenig später auf D-A-D an („Staying With Trouble“) und zollen den HELLACOPTERS Tribut („The Kids Are Alt-Right“). Doch später wird der Wohnzimmertisch beiseite gerückt, die Kiste Bier mittenrein gestellt, was Hochprozentiges geöffnet und eine Arschrakete zu Ehen der alten TURBONEGRO („Man Behind The Oxigen Mask“) abgefeuert, bevor sich alle im POISON IDEA-Gedächtnis-Pit („Fuck Life … But How To Live it?“) durch die Wohnung prügeln.

“Algorithm and Blues“ geht absolut mühelos ins Ohr und die Beine

„Algorithm and Blues“ sind zehn wunderbare, schwere- und zeitlose Punkrock-Klassiker, die absolut mühelos ins Ohr und in die Beine gehen. Und die genau die kleine Portion Melancholie („Sickness Unto Death“) und Melodie mitbringen, dass man sich wünscht, dieser Song und dieser Abend möge nie enden. Was so eingängig und locker-leicht daherkommt, ist wahrscheinlich harte Songwriter-Arbeit. Oder einfach verdammt viel Talent, das gibt es bei manchen Menschen ja auch – womit wir wieder beim Anfang wären, man könnte hier das Lesen ein- und ein Bier kaltstellen. Denn “Algorithm and Blues“  kann man immer und immer wieder hören, obwohl man ja wissen sollte, wie’s endet…

Veröffentlichung: 17. Januar 2020

Label: Fysisk Format

THE GOOD THE BAD AND THE ZUGLY: Algorithm and Blues

Welcome To The Great Indoors
Fake Noose
Staying With The Trouble (Video bei YouTube)
(Follow Your Dreams)
Kings Of Inconvenience
The Man Behind The (Oxygen) Mask
Fuck Life…But How to Live It?
Corporate rock
What have you done for me lately?
The kids are alt-right
Fuck The Police
(Kisteglad)
Requiem

Besetzung:
Ivar Nikolaisen – Gesang
Kim Skaug – Gitarre
Magne Vannebo – Drums
Eirik Melstrøm – Gitarre
Zugly – Bass

Mehr im Netz:
facebook.com/goodbadzugly/

andrea
Kümmere mich seit 1999 um Reviews, Interviews und den größten Teil der *Verwaltung*, Telefon-Dienst, Beschwerdestelle, Versandabteilung, Ansprechpartner für alles, Redaktionskonferenz-Köchin...