An Live-Alben aus dem Hause DREAM THEATER herrscht nun wirklich kein Mangel und mit “Quarantième: Live à Paris” erschien letztes Jahr ein Drei CD-Set. Nun also mit “Live In Tokyo, 2010” ein weiteres, diesmal als Teil der “Lost Not Forgotten Archives”-Reihe, in der schon diverse weitere Live-Mitschnitte veröffentlicht wurden. Dieses spezielle Konzert, der Abschluss der “Black Clouds & Silver Linings” Tour, war insofern etwas Besonderes, als dass es der letzte Auftritt der Band mit Drum-Legende und Gründungsmitglied Mike Portnoy war, der die Band danach verließ und erst 2023 wieder zurückkehrte. Für DREAM THEATER-Komplettisten also durchaus interessant, aber wie sieht es für den Otto Normal Fan aus?
Für wen macht “Live In Tokyo, 2010” Sinn? DREAM THEATER-Komplettisten und Fans von “Black Clouds & Silver Linings” zum Beispiel!
Nun, da das Konzert aus der Tour zum 2009er “Black Clouds & Silver Linings”-Album stammt, fokussiert sich die Band hier auch auf eben dieses Album. Vier der sechs enthaltenen Songs stammen von eben jenem Album, inklusive der beiden Longtracks “A Nightmare to Remember” und “The Count Of Tuscany”, die zusammen auf 37 Minuten Spielzeit, sprich die Hälfte der Gesamtspielzeit kommen. Mit “Prophets Of War” gibt es außerdem einen Song vom Vorgänger-Album “Systematic Chaos” aus 2007 und zum krönenden Abschluss noch ein knapp siebzehn Minuten langes Medley aus den Klassikern “Pull Me Under” und “Metropolis”. Für Fans von “Black Clouds & Silver Linings” ist dieses Album also durchaus eine Überlegung wert. Die Performance der Band ist natürlich makellos, inklusive des Gesangs von James LaBrie.
Performance und Produktion sind makellos, die Setlist von “Live In Tokyo, 2010” eher special interest.
Und für mich persönlich kann ich immerhin sagen, dass “Live In Tokyo, 2010” mein Interesse für “Black Clouds & Silver Linings” geweckt hat, da ich die Band zu dieser Zeit schon ziemlich aus den Augen verloren habe. Muss ich wohl mal nachrüsten, denn Songs wie “A Nightmare to Remember”, “ A Rite Of passage”und “The Count Of Tuscany” sorgen hier tatsächlich für diverse große Momente, vom grandiosen Abschluss-Medley natürlich ganz zu schweigen. Davon abgesehen ist dieses Album ganz klar ein Fall von “kann man haben, muss man nicht”. Die Songauswahl ist natürlich nicht repräsentativ, was ja auch nicht das Ziel war, Performance und Produktion sind perfekt – aber wer ganz generell ein Live-Album von DREAM THEATER haben möchte, der sollte eher zu einer anderen Veröffentlichung greifen, genug Auswahl gibt es ja. Fans haben das Teil vermutlich eh schon im Regal stehen.
Veröffentlichungsdatum: 13.03.2026
Spielzeit: 75:59
Line-Up:
James LaBrie – Vocals
John Petrucci – Guitars
John Myung – Bass
Mike Portnoy- Drums
Jordan Rudess – Keyboards
Label: Inside Out Music
Bandhomepage: https://dreamtheater.net
Bandcamp: https://www.instagram.com/dreamtheaterofficial
Facebook: https://www.facebook.com/dreamtheater
Instagram: https://dreamtheaterofficial.bandcamp.com
DREAM THEATER „Live In Tokyo, 2010“ Tracklist
- A Nightmare To Remember (Live in Tokyo 2010) – 15:48
- A Rite Of Passage (Live in Tokyo 2010) – 09:35
- Prophets Of War (Live in Tokyo 2010) – 07:07
- Wither (Live in Tokyo 2010) – 05:14
- The Count Of Tuscany (Live in Tokyo 2010) – 21:17
- Pull Me Under / Metropolis (Live in Tokyo 2010) – 16:57