MÖRK GRYNING: Maelstrom Chaos

Ein gut produziertes, rasantes Stück Schwarzmetall, das immer wieder zu überraschen vermag…

MÖRK GRYNINGSs neues Werk ist nicht etwa vom Chaos beherrscht, wie der Titel vermuten lassen könnte. Schon die Produktion, die von Pytten in den norwegischen Grieghallen Studios übernommen wurde, garantiert reines Hörvergnügen. Kombiniert mit klug komponierten Schwarzmetall-Songs, in denen auch aufheulende Gitarren nicht zu kurz kommen, erinnert das Werk manchmal auch an ältere Meilensteine wie Emperors In the Nightside Eclipse. Vor allem die giftigen Gitarren sind ein wahrer Genuss und kommen auch mal in der akustischen Version zum Zug – nicht ohne die Soli zu vergessen, selbstverständlich. Wie auch Emperor verstehen sich Mörk Gryning darauf, nur so wenige Synthies reinzumischen, dass sie zwar für eine düstere Atmosphäre sorgen, nicht jedoch die Gitarren von einer Art Keyboardteppich gewaltsam erdrückt würden. So ist Maelstrom Chaos technisch raffiniert und trotzdem nicht überladen oder bis zur Unkenntlichkeit vertrackt – von den Melodien her ist durchaus noch der (inzwischen siebenjährige) Mörk Gryning-Spirit von Tusen år har gått herauszuhören.

Als Anspieltipp sei hier Ont Blod erwähnt, dessen zweistimmig rasende Schwarzmetall-Gitarrenmelodien dem Song einen tollen Drive geben (kombiniert mit den Doublebass-Attacken). Diese wahrlich mitreissende Stimmung nehmen Mörk Gryning herüber in The Menace, wo heiser weitergekreischt wird und sich die Gitarren eine wahre Schlacht liefern, nur um dann wieder weite Melodiebögen zu vollbringen. Danach gleitet dieser wahrhaft meisterhafte Song in eine sakrale Chorlandschaft (vom allerfeinsten!), die sich homogen mit den melodiösen Gitarren vermengt, vereint. Genauso fliessend meldet sich wieder die treibende Schwarzmetall-Klampfe, die erneut zum Schlachtengebrüll anstachelt, bevor der Song mit Chorstimmen sein Ende erreicht.

Alles in allem ein gut produziertes, rasantes Stück Schwarzmetall, das immer wieder zu überraschen vermag. Mörk Gryning verbinden düstere Atmosphäre, wie wir sie von ihrem Debut oder Marduks Those of the Unlight kennen, gekonnt und mit Raserei (im Sinne unvergessener Altwerke Emperors) und Aggression. Damit gehört Maelstrom Chaos definitiv in jede Black Metal-Sammlung!

Spielzeit: 48:22 Min.

Line-Up:
Draakh Kimera

Goth Gorgon

Avatar: Gitarre

Produziert von Pytten (Grieg Studios in Grieghallen)
Label: No Fashion Records

Tracklist:
1. A Perception of the Ancient

2. Templars

3. Ont Blod

4. The Menace

5. Maelstrom Chaos

6. My Friends

7. The Darkness Within

8. Bloodspring Mirage

9. Forever Unhallowed Preponderance

10. Dodens Skald

11. Gast Hos Bergakungen