IRON MAIDEN: Powerslave

Einen Klassiker aus dem Werk von Iron Maiden rauszupicken ist bestimmt keine leichte Aufgabe, schließlich haben die Jungs von der Insel mehr Hits am Start, als manches Metal-Genre. Trotzdem habe ich mich schließlich für „Powerslave“ entschieden und das aus guten Gründen. 1.) Hat diese Scheibe wohl mehr Hits am Start, als jede andere Maiden-LP und 2.) Folgte auf diese Langrille mit „Caught Somewhere in Time“ ein Album das nur „gut“ aber nicht herausragend war, deswegen kann man mit Powerslave wohl vom Höhepunkt und Ende einer Ära reden…

Einen Klassiker aus dem Werk von IRON MAIDEN rauszupicken, ist bestimmt keine leichte Aufgabe, schließlich haben die Jungs von der Insel mehr Hits am Start als manches Metal-Genre. Trotzdem habe ich mich schließlich für „Powerslave“ entschieden und das aus guten Gründen. Erstens hat diese Scheibe wohl mehr Hits am Start als jede andere Maiden-LP und zweitens folgte auf diese Langrille mit „Caught Somewhere in Time“ ein Album, das nur „gut“, aber nicht herausragend war. Deswegen kann man mit “Powerslave” wohl vom Höhepunkt und Ende einer Ära reden.

So, hier geht’s nun richtig los. “Powerslave” sticht durch die Maiden-typischen Gitarrenläufe, die von Dave Murray und Adrian Smith meisterhaft in Szene gesetzt wurden und die den hymnischen Charakter der Songs unterstützen, hervor. So zeigen uns auch heute noch Songs der Marke „Aces High“, wie „wahrer“ Metal auszusehen hat. So wie ihn IRON MAIDEN spielen und nicht wie manche heutigen HELLOWEEN-Klone ihn arbeiten. Aber bleiben wir mal beim Thema, “Powerslave” wurde am 3. September 1984 veröffentlicht und schaffte einen beeindruckenden zweiten Platz in den britischen LP-Charts (fragt mich nicht, wo das Ding in den Billboard- oder Media-Control-Charts stand, keine Ahnung).

Wer mitte der Achtziger “Metal” sagte, musste zwangsläufig auch “Iron Maiden” sagen

Mit “Powerslave” konnten IRON MAIDEN ihren Titel als weltweit führende Metal-Band der damaligen Zeit weiter behaupten und sogar noch ausbauen. Wer Mitte der Achtziger Metal sagte, musste zwangsläufig im nächsten Satz „Iron Maiden“ sagen. Sie hatten mit ihrem fünften Studioalbum (dem dritten in der Ära Bruce Dickinson) eine Dominanz erreicht wie vor ihnen es nur KISS und nach ihnen nur METALLICA erreichen sollten. Aber dies war durch „Powerslave“ auch gerechtfertigt, angefangen vom Cover, wie immer gestaltet von Derek „Eddie“ Riggs, der fetten Produktion von Martin Birch und den vor Energie strotzenden Songs, die aus den Federn von Bruce Dickinson, Steve Harris und Adrian Smith entstammen.

Bruce Dickinson drückt den Songs auf “Powerslave” seinen Stempel auf

Manche meinen allerdings, der kreative Untergang von IRON MAIDEN (der die nächsten Alben der Band kennzeichnen sollte und aus dem sich IRON MAIDEN bis heute noch nicht ganz freigestrampelt haben) hätte auf „Powerslave“ begonnen und die Songs würden sich „zu gleich“ anhören. Ich kann diesen Kritikpunkt nicht verstehen, denn wenn man den „hymnischen“ Grundton der Songs einmal außer Acht lässt (ist eben ein Maiden-Trademark), dann muss man feststellen, dass Songs wie „Back in the Village“ oder „2 Minutes to Midnight“ sehr unterschiedlich aufgebaut sind. Man könnte diesen Kritikpunkt wohl nur damit rechtfertigen, dass Bruce Dickinson auch hier den Songs durch seinen Gesang den Stempel aufdrückt, aber das kann man wohl kaum negativ bewerten wollen.

So bleibt „Powerslave“ in meinen Augen ein Diamant, der ganz klar in die Metal-“Hell of Fame” gehört und der die letzte große Glanztat der NWOBHM darstellen sollte, bevor die zweite Hälfte der Achtziger klar den Thrash-Metallern aus den Staaten und Mitteleuropa gehören sollte!

Up the Irons!

Veröffentlichungstermin: 3. September 1984

IRON MAIDEN “Powerslave” Tracklist

1: Aces High (Harris) [4.31] 2: 2 Minutes To Midnight (Smith/Dickinson) [6.04] 3: Losfer Words (Big ´Orra) (Harris) [4.15] 4: Flash Of The Blade (Dickinson) [4.05] 5: The Duellists (Harris) [6.18] 6: Back In the Village (Smith Dickinson) [5.02] 7: Powerslave (Dickinson) [7.12] 8: Rime Of The Ancient Mariner (Harris) [13.45]

Line-Up

Vocals: Bruce Dickinson
Guitars: Dave Murray
Guitars: Adrian Smith
Bass: Steve Harris
Drums: Nicko McBrain