FALCONER: Chapters From A Vale Forlorn

Vor ein paar Tagen habe ich mal wieder die ersten beiden Teile der "HALLOWEEN"-Horrormovies rausgekramt und angeschaut. Und heute liegt die neue FALCONER vor mir und alles was mir in den Sinn kommt, sind die Parallelen zwischen den Michael Meyers Schlitzerstreifen und der zweiteiligen Discogrpahie von FALCONER. Bin ich mal wieder geistig verwirrt, oder gibt´s wirklich Ähnlichkeiten? Wartet es ab!

Vor ein paar Tagen habe ich mal wieder die ersten beiden Teile der „HALLOWEEN“-Horrormovies rausgekramt und angeschaut. Und heute liegt die neue FALCONER vor mir und alles was mir in den Sinn kommt, sind die Parallelen zwischen den Michael Meyers Schlitzerstreifen und der zweiteiligen Discogrpahie von FALCONER. Bin ich mal wieder geistig verwirrt, oder gibt´s wirklich Ähnlichkeiten? Wartet es ab!

HALLOWEEN 1 war ein phänomenaler Überraschungserfolg. Ohne viel Schnörkel oder eine monströse Produktion wurde von John Carpenter mit unverwechselbaren Stilmitteln (Messer, Blut, ein Wahnsinniger, ein schreiendes Mädchen) ein effektvolles modernes Meisterwerk des totgeglaubten Horrorgenres erschaffen. Mit FALCONER´s Debutwerk kreierte Stefan Weinerhall (Ex-Mithotyn) mit unverwechselbaren Stilmitteln (ein ausgefallener Sänger, harmonische-, folk-beeinflußte Songstrukturen) ein ebenso effektvolles Meisterwerk im Power… oder sagen wir lieber Heavy Metal. Weinerhall schreibt Songs, die durch die Instrumentierung vollkommen unbeeindruckt von der restlichen überfrachteten Szene mit Tiefgang und Reinheit glänzen. Damit landete er zumindest in der Metal Szene einen Überraschungserfolg.

Wie immer bei solchen Erfolgen muss schnell eine Fortsetzung herbei. HALLOWEEN 2 spielt in der gleichen Nacht wie der erste Teil, mit den gleichen Hauptdarstellern (sofern sie im 1.Teil überlebten ;-)) und eigentlich auch der gleichen Story. Der zweite Teil knüpft nahtlos an. Doch der Regisseur musste einige Regeln (die es vorher nicht gab) beachten. Er brauchte nicht mehr die Stilmittel definieren, das raubte ihm die Überraschung. Die Zuschauer waren vorbereitet. Das einzige was er tun konnte, war die Elemente ins Extreme treiben (die Morde wurden brutaler und die Opfer waren noch hilfloser).
Genauso ergeht es FALCONER mit ihrem neuen Album. „Chapters From A Vale Forlorn“ ist die nahtlose Fortsetzung vom selbstbetiteltem Debut. Die bereits weiter oben genannten Stilmittel wurden weiter ausgereizt. Die klare, brillante mittenzentrierte Stimme von Mathias Blad krönt jeden Song. Die melodischen und kraftvollen Songarrangements wurden verfeinert und einen Hauch progressiver. Der Sound ist mit dem Debut identisch. Was fehlt, ist die Überraschung bei den Hörern. Außerdem vermisse ich einige markante Eckpfosten des Debuts. So konnte ich z.B. keinen Ohrwurm der Marke ‚Heresy In Disguise’ entdecken. Die Stücke ähneln sich stärker, dafür sind sie in sich geschlossen komplexer und brauchen länger, um sich einzuprägen. Als Höhepunkt kann ich ‚The Clarion Call’ nennen, denn es gibt wohl kaum schönere Momente zwischen harten Gitarrenriffs als zweistimmige Vocals gänzlich ohne musikalische Untermalung.

Das zweite Werk von FALCONER übertrifft die Erwartungen nicht, wie es sich viele Fans gewünscht haben. Es kann dem Debut nicht das Wasser reichen. Doch FALCONER sind immer noch einzigartig. „Chapters….“ ist das zweite Kapitel der FALCONER Reihe. Und im Gegensatz zu Filmereihen wie HALLOWEEN verläuft die Karriere der Nordländer erfolgreicher. Da bin ich mir sicher!

Jens Koch

VÖ: 11.03.2002

Spielzeit: 40:41 Min.

Line-Up:
Stefan Weinerhall (g./b.)

Mathias Blad (v./keys)

Karsten Larsson (d.)

Produziert von Andy LaRocque
Label: Metal Blade

Homepage: http://www.falconer-metal.com

Tracklist:
Decandence Of Dignity

Enter The Glade

Lament Of A Minstrel

For Life and Liberty

We Sold Our Homesteads

The Clarion Call

Portals Of Light

Stand In Veneration

Busted To The Floor