CHILDREN OF BODOM: Hexed

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Knappe vier Jahre nach „I worship chaos“ stellen CHILDREN OF BODOM sicher, dass sie auch keine der Farben des Regenbogens vergessen haben.

Nach Gelb kommt die Komplementärfarbe Violett und wenig überraschend ist „Hexed“ von der Produktion gleich wie vorherige Alben der verrückten Finnen: transparent, sauber und massgeschneidert auf ihre Mucke.

Das bedeutet kristallklarer Gitarren-Soli-Sound und Alexis Stimme prominent in der Soundlandschaft – also auch in dieser Beziehung alles wie gehabt.

„Hexed“ klingt wie IN FLAMES mit Eiern

Musikalisch bleiben sich CHILDREN OF BODOM treu. Wie schon zuvor mag es für eine Band ein Segen sein, ihre Stimme und ihren Stil schon perfektioniert zu haben auf dem ersten Album – bei CHILDREN OF BODOM ist „Something Wild“ immerhin über 20 Jahre her. Auf der anderen Seite kann es auch ein Fluch sein, da fehlende Innovation moniert wird. CHILDREN OF BODOM sind die einzigen, die nach CHILDREN OF BODOM klingen und wer „Hexed“ boshaft einen IN FLAMES-Einschlag bescheinigt (oder die Alexi-Verehrerin gar als Göteborg-Fan bezeichnet), dem kann man getrost an den Kopf werfen, dass „Hexed“ klinge, als hätten IN FLAMES eben Eier.

Starkes Songwriting von CHILDREN OF BODOM

Das Songwriting beherrschen CHILDREN OF BODOM auch auf „Hexed“ aus dem Effeff. Richtig cool ist der Moll-Lead in „This road is going down“, bei dem um 3:42 herum dank der Harmonien sogar Castlevania-Nostalgie aufkommt. Auch langsamere Nummern wie „Slow departed“ sind auf „Hexed“ zu finden, doch die Stärke von CHILDREN OF BODOM liegt definitiv in den Songs, in denen Atemlosigkeit aufkommt und die Gitarrensoli schwindelerregende Geschwindigkeiten annehmen. Die „JauJau“-Dichte bewegt sich zudem gegen Null – wer also ein zweites „Children of Bodom“ erwartet hat, geht bei „Hexed“ leer aus.

Fans können ungestört zugreifen. Wer auf schnelle Gitarrenspielereien steht, sowieso – obwohl, diese beiden Zielgruppen fallen ja zusammen im Fall von CHILDREN OF BODOM. Mit „Hexed“ zeigen die Finnen einmal mehr, dass sie völlig zurecht seit über zwei Jahrzehnten zum Melodic Death Metal-Establishment gehören. Jau!

 

Veröffentlichungsdatum: 08.03.2019

Spieldauer: 46:55

Label: Nuclear Blast

Website: http://www.cobhc.com/

 

Line Up

Henkka T. Blacksmith – Bass
Jaska W. Raatikainen – Drums
Janne Warman – Keyboards
Alexi „Wildchild” Laiho – Vocals, Gitarre
Daniel Freyberg – Gitarre

CHILDREN OF BODOM “Hexed” Tracklist

1. This Road (Lyrics-Video bei YouTube)
2. Under Grass and Clover (Video bei YouTube)
3. Glass Houses
4. Hecate’s Nightmare
5. Kick in the Spleen
6. Platitudes and Barren Words (Video bei YouTube)
7. Hexed
8. Relapse (The Nature of My Crime)
9. Say Never Look Back
10. Soon Departed
11. Knuckleduster
Bonus:
12. I Worship Chaos (live)
13. Morrigan (live)
14. Knuckleduster (remix)

Arlette Huguenin Dumittan
Arlette ist seit 2000 bei vampster und unsere Schweizer Fachfrau für schwarze Musik und vegane Backrezepte. Lieblingsbands: DARKTHRONE, MAYHEM, HAIL OF BULLETS. Genres: Black Metal, Death Metal, Dark Metal/Rock.