BURDEN OF LIFE: Ashes Of Existence [Eigenproduktion]

BURDEN OF LIFE: Ashes Of Existence [Eigenproduktion]

Genau genommen bieten einem BURDEN OF LIFE eine ganze Reihe von Gründen, für die man ihr zweites Album „Ashes Of Existence“ in der Luft zerreißen könnte. Sie spielen klassischen Melodic Death Metal, schielen deutlich in Richtung Göteborg, geizen nicht mit Synthie-Einsatz und legen auch noch eine unüberhörbare Affinität zu CHILDREN OF BODOM an den Tag. Warum ich das also nicht tue, liegt an einem banalen wie schlagfertigen Argument: Die Scheibe ist einfach verdammt gut! Wozu sollte man auch mangelnder Innovation nachtrauern, wenn das Bewährte so versiert aufbereitet wird wie im Fall der fünf Regensburger?

Tatsächlich zeichnen sich die Songs auf „Ashes Of Existence“ durch große Melodien, hymnische Refrains und jede Menge Ohrwurmpotential aus. Die Saitenfraktion hat ihre Hausaufgaben jedenfalls gemacht, das steht bereits nach „Veracity“ fest. Dabei ist die Nummer noch nicht einmal der Höhepunkt der Platte, denn schon das nachfolgende „Grey The Fire That Burns In Our Eyes“ kann noch eine Schippe draufsetzen und dürfte ähnlich wie „Beloved Sanctuary“ oder das emotionale „Of Father And Son“ so schnell nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen sein.

Die Synthesizer werden nie zur Last

Die Vocals von Gitarrist Kötti erfüllen mit dem Wechsel zwischen Death-Growls und Screams den Genrestandard und fügen sich perfekt ins Klangbild ein, wenngleich auf gesanglicher Ebene in Zukunft sicherlich noch mehr drin ist. Einen Vorgeschmack hierzu liefert das gelungene „The Endless March“, wo im Refrain hymnischer und ausgesprochen guter Klargesang ertönt, den man so durchaus auch bei ENSIFERUM hätte vermuten können. Dass die eingangs erwähnten Keyboards nie zur Last werden, sondern die Songs stets unterstützen, hat den einfachen Grund, dass sie sich zurücknehmen wo es nötig ist und nur dann vordergründig in Erscheinung treten, wenn es den Kompositionen dienlich ist. Ein künstlich aufgeblasener Synthie-Overkill wie es zuletzt bei KALMAH der Fall war, ist bei BURDEN OF LIFE nicht zu befürchten.

„Ashes Of Existence“ ist für ein Zweitwerk beeindruckend

Die brauchbare Produktion tut da sicherlich ihr Übriges. Auch wenn das Maß der Dinge in Sachen Schlagzeugsound noch nicht erreicht wird, besticht der Silberling mit einem differenzierten Sound, der dem Material die nötige Transparenz gibt, ohne zu steril zu wirken. „Ashes Of Existence“ macht so gut wie alles richtig und ist für ein Zweitwerk absolut beeindruckend. Wer da nicht zugreift, verpasst ein absolutes Melodic Death Metal-Highlight.

Veröffentlichungstermin: 14.11.2008

Spielzeit: 39:54 Min.

Line-Up:
Kötti: Vocals, Guitar
Schafi: Guitar
Fabi: Bass
Haimi: Keyboards
Babl: Drums

Produziert von BURDEN OF LIFE und Frank Doll
Label: Eigenproduktion

Homepage: http://www.burdenoflife.de

BURDEN OF LIFE „Ashes Of Existence“ Tracklist

01. Defaced Deity
02. Veracity
03. Grey The Fire That Still Burns In Our Eyes
04. Dynasty Without A Future
05. I, My Demon, His Wrath
06. Bleeding Forevermore
07. Beloved Sanctuary
08. Of Father And Son
09. The Endless March
10. Ashes Of Existence

Florian Schaffer
Genres: Black Metal, Death Metal, Melodic Death Metal, Metalcore, Post Metal, Progressive, Rock, Thrash Metal.