Rachendrachen

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NEOSIS: Neosis

"cdreviewMESHUGGAH-Telefonnummer-Riffing, Polyrhythmik, FEAR FACTORY-Anleihen, kalte Härte, dicke Grooves, KING DIAMOND-Gedächtnis-Gesang - na, wer findet den Fehler?

CB MURDOC: The Green

"cdreview"The Green" klingt nicht wie angepriesen nach MESHUGGAH, sondern eher wie ein Projekt von MNEMIC-Musikern mit Shagrath und einem fehlgezündeten Synthesizer ohne zündende Songwriting-Momente.

DEW-SCENTED: Icarus

"cdreviewTrotz komplettem Wechsel der Hintermannschaft ist es Leif Jensen gelungen, die Thrash-DNA von DEW-SCENTED zu konservieren und dem Bandschaffen einige neue Klassiker hinzuzufügen.

WHITECHAPEL: Whitechapel

"cdreviewWHITECHAPEL gelingt das Kunststück, sowohl die Essenz ihres Deathcore-Sounds zu destillieren als auch durch die Einbindung atmosphärischer Parts Erinnerungen an "Blade Runner" zu wecken.

ANATHEMA: Weather Systems

"cdreviewANATHEMA legen weiterhin genügend Experimentierfreude, Wehmut und progrockige Verschrobenheit an den Tag, um auch ohne Whisky in der Stimme und voll aufgedrehte Marshall-Amps Rockfans zu begeistern.

THE ETERNAL FALL: Emptiness Vol. 1 & 2 [Eigenproduktion] [ausgemustert]

Zugegeben, Gothic und Darkwave wurden sicherlich nicht dazu erfunden, um Frohsinn und Heiterkeit ins heimische Wohnzimmer zu transportieren. Frust, Depression, Wehklagen, Tristesse, Weltschmerz und Schauder ruft das Doppelalbum "Emptiness Vol. 1 & 2" des spanischen Projekts THE ETERNAL FALL zuhauf hervor, allerdings nicht mittels atmosphärischer Dichte oder lyrischen Tiefgangs, sondern vielmehr durch eintöniges, langatmiges Songwriting, nicht immer ganz an gängigen Tonleitern und Metren orientiertem Gesang und die schiere Masse an dreißig Tracks ohne jeglichen Höhepunkt. Wavige Gitarren, ein holprig rockender Drumcomputer und halbwegs flottes Tempo sorgen bei "Always It´s The Same" wenigstens noch für die SISTERS OF MERCY-Gedächtnismedaille in Silber, doch schon das Interesse am deutsch betitelten "Ich denk an dich" wird von einem einschläfernden Keyboardmotiv über den Jordan transportiert, von wo aus man noch mit Leidensmiene THE ETERNAL FALL beim FIELDS OF THE NEPHILIM-Grabraub belauschen kann. Über die volle Distanz von zwei CDs reicht das bloße Zitieren von sattsam bekannten Genrestilmitteln schlichtweg nicht aus, um aus Jammern vertontes Leid erwachsen zu lassen und um aus klimperigen Keyboards mit Standardsounds eine tiefgründige Horror-Friedhofsatmosphäre zu zaubern.

JOB FOR A COWBOY: Demonocracy

"cdreviewWer aufgrund einer Allergie gegen das böse C-Wort in der Genrebezeichnung Deathcore JOB FOR A COWBOY gemieden hat, braucht auf "Demonocracy" nicht mehr zu fürchten, beim Headbangen von Breakdowns ausgebremst zu werden.

MESHUGGAH: Koloss

"cdreviewMit seiner wuchtigen Monotonie, seiner mysteriös-erhabenen Ausstrahlung, seiner undurchdringlichen Härte und den ganz und gar außerirdischen musikalischen Fähigkeiten von MESHUGGAH löst sich "Koloss" von allzu weltlicher Banalität und wirkt vielmehr wie der geheimnisvolle Monolith in Stanley Kubricks Meisterwerk "2001 - Odyssee im Weltall", der in seiner Massivität majestätisch weit über allem irdischen Treiben der Normalsterblichen seine Bahnen zieht.