Dolph Lundgren

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PURID: My Own Worst Enemy [Eigenproduktion] [ausgemustert]

PURID scheren sich nicht um Schubladen und wollen ohne Trendhüpferei einfach nur einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Ansatz gefällt mir, doch leider kann "My Own Worst Enemy" diesen Anspruch nicht erfüllen. Die Produktion ist leider gar grausig und die Arrangements funktionieren so auch einfach nicht miteinander (War das ein Breakdown? Oh, wahrscheinlich darf der Drummer einfach nur nicht ordentlich reinhauen, damit keine Schublade geöffnet wird). Was Melodien und Riffs angeht wissen PURID durchaus was sie tun, doch noch reicht das leider nicht um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

TOMORROW MAY FALL: Ruins Of Hope [Eigenproduktion] [ausgemustert]

Aus der Asche der Undergroundband MAZE hat sich dieser Fünfer entwickelt und setzt nun zum Angriff auf die Metalcore-Welt an. Leider wird das noch eine Zeit dauern, denn sowohl die Arrangements wie auch die Riffs die auf "Ruins Of Hope" zum Einsatz kommen sind seit mindestens drei Jahren so abgedroschen, dass sie wirklich niemand mehr hören will und kann. Das schwedische Riffing hätte so auch eine Schülerband hingekriegt, denn das kriegt man mittlerweile an jeder Straßenecke (sei es die AS I LAY DYING-Lane, die HEAVEN SHALL BURN-Avenue oder auch der gute alte AT THE GATES-Weg) in einer viel hochwertigeren Art um die Ohren gedroschen. "Ruins Of Hope" verfügt ganz einfach nicht über einen einzigen Höhepunkt.

SCEPTIC ELEPTIC: Get Addicted [ausgemustert]

SCEPTIC ELEPTIC haben ein gutes Händchen dafür. ihre Songs mit Zitaten (oder soll man sagen: geklauten Passagen?) zu spicken und dadurch immer wieder interessante Bögen herzustellen. Leider leidet "Get Addicted" an einer viel zu trockenen Produktion, die der Scheibe jeden Drive nimmt - und gerade der ist ja bei rohem Punkrock essntiell. Die Einflüsse gehen von THE CLASH über die BEATSTEAKS bis hin zu Kapellen wie THE HIVES. Ich bin mir nahezu sicher, dass SCEPTIC ELEPTIC live abgehen wie die Pommes in der Friteuse, leider kommt von der Energie der Kompositionen rein gar nichts im heimischen CD-Player an.

TOMORROW TOMORROW: Epilogues [ausgemustert]

Sehr schlimm. Wirklich GANZ schlimm! Die fünf Jungs aus Ibbenbüren (Rockcity und so...) lassen ihre akzeptablen - wenn auch nicht großartigen - Kompositionen von einem Mann am Mikro niederbrüllen, dass einem die Ohren bluten. Im Ernst: das ist GANZ SCHLIMM! Die musikalische Songwritinggrundlage ist überhaupt nicht übel, denn die Songs zwischen SICK OF IT ALL und GREEN DAY hätten durchaus Potential (auch wenn die ein oder andere Leadlinie wohl leider in die falsche Tonart gerutscht ist), doch jede noch so gute Idee wird nichtig, wenn jemand ans Mikro gelassen wird, der einfach nur brüllt - und das mit einer Stimme, die so standhaft ist wie eine nasse Zeitung. Ganz schlimm.