JAHRESPOLL 2003: doomster
Der Jahrespoll 2003 von doomster
Nach der Veröffentlichung von "Eric The Red" waren die Färinger TYR im Metal-Underground plötzlich in aller Munde, hatte man es doch geschafft, eine überaus
gelungene und eigenständige Mischung aus färöischer Folklore, epischem, teils doomigem Metal und progressiven Elementen zu schaffen, die sämtliche
Viking-Metaller in Verzückung setzte. Gitarrist und Frontmann Heri Joensen verriet im Interview u.a., dass man sich selbst eigentlich gar nicht als Viking Metal-Band
sieht und er von Doom keine Ahnung hat.
Ehemalige MR. BIG-Musiker spielen mit prominenten Kollegen ihre Songs neu ein, wagen es aber nur selten, sich von den Originalversionen zu lösen.
Erstaunlich stark im klassischen Hardrock verwurzeltes Mittelalter-Rock-Album, die Songstrukturen und Melodien sind aber zu simpel und vorhersehbar, um dauerhaft begeistern zu können.
Ein bestenfalls mittelmäßiges, keinesfalls aber zeitgemäßes Gothic/Dark Wave-Album voller Klischees.
Epischer, düsterer Bombast-Metal, der unter der schwachen Produktion leidet, aber dennoch gerade in der zweiten Hälfte zu begeistern weiß.
Eine äußerst gelungene und gleichzeitig eigenwillige Synthese von schwedischer Folklore, vom Kalevala inspiriertem Gesang und Elementen der Moderne.
Mit "Modus Vivendi" haben die Bollnäs-Barden TAD MOROSE jüngst einen echten Knaller im Bereich des klischeefreien Power
Metals hingelegt und gezeigt, wie man es anstellt, Melodie und Aggression in Einklang zu bringen. Gitarrist und Mitbegründer Christer Andersson zeigte
sich im Interview zwar nicht immer besonders gesprächig, dennoch ließ er sich einige interessante Statements entlocken.
Das lange vergriffene Debüt "Into The Depths Of Sorrow" der Texas-Doomer SOLITUDE AETURNUS wird im Januar über John Perez´ Label Brainticket Records wiederveröffentlicht. Enthalten sein werden drei zusätzliche Songs: Demoversionen von "Opaque Divinity" und "Mirror Of Sorrow" sowie ein bisher unveröffentliches Stück namens "City of a Armageddon". Die Songs für das kommende Studioalbum, das den Arbeitstitel "Alone" trägt, sollen im Februar aufgenommen werden.
Es gibt wohl nicht viele Bands, die es schaffen, Härte und Melodie so gekonnt miteinander zu verbinden und dabei so klischeefrei zu agieren wie TAD MOROSE auf "Modus Vivendi".
Ein Album, das, obwohl handwerklich einwandfrei und professionell produziert, niemand wirklich braucht, außer denjenigen, die von STRATOVARIUS und NIGHTWISH einfach nicht genug bekommen können.
Gelungene Düster-Compilation, die dem Einsteiger einen guten und aktuellen Ueberblick zu verschaffen, bietet allerdings fast nur altbekannte Szene-Hits.
Zweieinhalb Jahre ist es nun schon her, dass Kevin Ridley bei SKYCLAD nach dem Ausstieg von Martin Walkyier den Posten des
Frontmanns übernahm. Hatte zunächst kaum jemand geglaubt, dass SKYCLAD ohne Martin Walkyier funktionieren könnte, so zeigte sich bei den Live-Konzerten
und auf den Neuaufnahmen auf dem "No Daylights...No Heeltaps"-Album, dass dem nicht so ist. "A Semblance Of Normality", das erste Album mit neuen Kompositionen seit dem Sängerwechsel
ist nun endlich fertig aufgenommen und abgemischt und soll im Februar veröffentlicht werden. Angesichts der Klasse der neuen Songs, die die sympathischen
Engländer bereits live präsentierten, Grund genug, um Kevin Ridley einige interessante Informationen zum neuen Album und anderen Dingen zu entlocken.
Skandinavische Folklore trifft auf Metal. Etwas konfuses Songwriting, aber sehr stimmungsvoll.