Spy Kids 2 [Filmkritik]

Regisseur Robert Rodriguez und die Hälfte der hier aufspielenden Bande kennt man aus "Desperado" und "From Dusk Till Dawn". Oder aus dem überaus erfolgreichen ersten Teil der Mini-Agenten-Serie…

Die Nachwuchsagenten Cameron und Juni sind älter geworden – und haben Konkurrenz in den eigenen Reihen bekommen. Die schleimigen Giggles-Geschwister und ihr korrupter Papa sitzen den Spy Kids im Nacken. Auf der Insel der verlorenen Träume gilt es, den mächtigen „Transmooker“ vor ihnen in Sicherheit zu bringen. Doch auf dem vergessenen Eiland sind einige Genexperimente aus dem Ruder gelaufen…

Nach dem überraschenden Erfolg des ersten Teils war das Wiedersehen mit der Agentenfamilie Cortez nur eine Frage der Zeit (Teil 3 folgt nächstes Jahr). Regisseur Robert Rodriguez („Desperado“, „From Dusk Till Dawn“) trägt dick auf – und überrascht mit einer Monsterportion Quatsch mit Soße! Von futuristischen Baumhäusern hin zu den abgefahrensten Ausrüstungsgegenständen zaubert das 34jährige Multitalent (hier für Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt und vieles mehr verantwortlich) mit viel Fingerspitzengefühl Kinderträume auf die Leinwand und vergisst darüber nicht, auch für das erwachsene Begleitpersonal ein Feuerwerk an köstlichen Seitenhieben und herrlich-ironischen Gags abzubrennen.

Vor der Kamera tummeln sich die üblichen Verdächtigen (Antonio Banderas, Steve Buscemi, Cheech Marin, Rodriguez-Cousin Danny Trejo), die sichtlich Spaß bei dieser völlig überdrehten Klamaukparade hatten. „Wir sind Kinder, keine Monster!“, entrüstet sich Jung-Spionin Carmen an einer Stelle. „Gibt es da einen Unterschied?“, entgegnet der schrullige Genforscher mit einem Stirnrunzeln. Nett!