Like Moths To Flames - Does Heaven Ever Mourn For Me Cover

LIKE MOTHS TO FLAMES: Does Heaven Ever Mourn For Me [EP]

LIKE MOTHS TO FLAMES erforschen auf „Does Heaven Ever Mourn For Me“ die düsteren Gefilde ihres Schaffens und bewegen sich dabei auf konstant hohem Niveau.

Das markante Artwork lässt bereits durchblicken, dass LIKE MOTHS TO FLAMES zwei Jahre nach „The Cycles Of Trying To Cope” (2024) stilistisch und konzeptionell an ihr vorheriges Schaffen anknüpfen. Woran bei den US-Amerikanern ist, verraten überdies die Songtitel: Frontmann Chris Roetters aufwühlende Texte offenbaren ein tiefschwarzes Loch, aus dem es offenbar kein Entrinnen gibt.

„I fucking die every day of my life!“, erklärt der Sänger zu Beginn von “I Don’t Want To Be Here Anymore”, bevor das Stück auch uns in diesen Abgrund hinabzieht. Dort heißt uns das Quartett mit seinem charakteristischen Modern-Metalcore-Gebräu willkommen, wo Tempowechsel, regelmäßige Breakdowns und Roetters schneidende Screams noch die gewöhnlichsten Stilmittel sind. Die Intensität ist hoch, auch weil im Soundbild ständig irgendetwas passiert: Die Gitarren quietschen, jaulen, biegen sich unter dem Einfluss des Tremolohebels, während flächige Synthspuren und unverzerrte Gitarren im Hintergrund eine unheimliche Atmosphäre nähren.

LIKE MOTHS TO FLAMES erforschen die düsteren Gefilde ihres Schaffens und bewegen sich dabei auf konstant hohem Niveau

Die Verbissenheit des Openers finden wir später nochmals in „Where The Quiet Devours Me Whole“, wo LIKE MOTHS TO FLAMES humorloses Chugging mit ungezügelten Blasts verbinden. Ein ideales Pflaster für den energischen Shouter, sich den Weltschmerz von der Seele zu brüllen. Dagegen wirken die melodischeren Tracks à la „Salting The Earth“ fast schon sanftmütig, wäre da nicht die deprimierende Lyrik. Mit dem Track versucht sich die Band an einer Art Powerballade, die sich im Fahrwasser der modernen ARCHITECTS bewegt, nur eben mit einer gesunden Dosis Dringlichkeit.

„How To Be Lonely“ wiederum fungiert mit seiner clean gesungenen Hook als verkappter Singalong – ein leichter verdauliches Stück, auch weil punkige Farbtupfer stellenweise die Rhythmussektion beleben. Dafür kehrt „Tie The Ivy Through My Ribcage“ zum Ende wieder an die Anfänge zurück: getragen und eindringlich, gefasst und doch ungezügelt erforschen LIKE MOTHS TO FLAMES die düsteren Gefilde ihres Schaffens. Neues Terrain entdeckt die Formation dabei nicht, doch selbst wenn man kritisch gar Ansätze von Stagnation ausmachen könnte, bewegt sich „Does Heaven Ever Mourn For Me“ auf einem Niveau, das selbst in der zweiten oder dritten Iteration wenig Abnutzungserscheinungen zeigt.

Veröffentlichungstermin: 18.09.2026

Spielzeit: 16:13

Line-Up

Chris Roetter – Vocals
Zach Pishney – Gitarre
Cody Cavanaugh – Gitarre
Roman Garcia – Drums, Percussion

Produziert von Landon Tewers

Label: UNFD

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Bandcamp: https://likemothstoflames.bandcamp.com/

LIKE MOTHS TO FLAMES “Does Heaven Ever Mourn For Me” Tracklist

1. I Don’t Want To Be Here Anymore (Visualizer bei YouTube)
2. How To Be Lonely (Audio bei YouTube)
3. Where The Quiet Devours Me Whole (Audio bei YouTube)
4. Salting The Earth (Audio bei YouTube)
5. Tie The Ivy Through My Ribcage