JACK SLAUGHTER: Folge 18 – Das Scheusal aus dem Meer [Hörspiel]

"Das Scheusal aus dem Meer" macht so viel Spaß, wie es bei JACK SLAUGHTER schon lange nicht mehr der Fall war.

Das war es dann mit Rick Silvers (hoffentlich im echten Leben nicht so doof: Dennis Schmidt-Foß) großer Sportkarriere. Frisch von einem Haifisch filetiert, kurz vor dem endgültigen Biss ins Gras taucht der Teufel persönlich (fies: Lutz Mackensy) auf und schenkt ihm eine zweite Chance. Als grässlich stinkendes Fischmonster natürlich. Und das verleibt sich sogleich Tony Bishops stalkendes Anhängsel Rose Parker (wie üblich sehr elegant: Marie Bierstedt) ein und schmiedet eine Allianz mit Professor Doom (virtuos: K. Dieter Klebsch), der nun ohne seinen Assisteten Basil Creeper recht einsam ist. JACK SLAUGHTER, seine Eltern und seine Freunde versuchen nun dem Monster Einhalt zu gebieten. Und dabei wird mit den unappetitlichsten Waffen gekämpft, die man sich vorstellen kann. Nur so viel: Gut, dass dies kein Riechspiel, sondern nur ein Hörspiel ist.

Die Story von Das Scheusal aus dem Meer ist natürlich wieder nur ein Aufhänger für eine Menge doofer Witze, das Herumkaspern der verschiedensten Figuren und das Ausgraben der billigsten Klischees aus dem Horrorgenre. Nach einigen Monaten mit fast ausschließlich anspruchsvollen Hörspielen – ich arbeite meine OFFENBARUNG 23-Wissenslücken momentan auf – tut JACK SLAUGHTER mal wieder richtig gut. Das Scheusal aus dem Meer macht so viel Spaß, wie es bei JACK SLAUGHTER schon lange nicht mehr der Fall war. Das liegt aber nicht an der Story, sondern viel mehr an dem dieses Mal wirklich gelungenem Zusammenspiel der Charaktere. Egal ob es das Dämonenquartett ist, das Professor Doom mit Rick Silver alias Silver-Fish spielt, ob es Basil Creepers Bewerbung im Videoland ist, oder Rose Parkers Annäherungsversuche zu Tony Bishop, die Situationskomik trifft überraschend oft ins Schwarze.

Natürlich, Tiefgang gibt es nicht, die Spannung hält sich auch in Grenzen, immerhin wird es für die gute Kim ein wenig brenzlig, das Finale ist dann außerdem durchaus explosiv. Die Sprecher sind gut aufgelegt, bekommen viel Platz zum Blödeln und Improvisieren, das trifft auch auf Erzähler Till Hagen zu, der Spaß am Kommentieren hat. Dazu kommen ordentliche Effekte und der wie üblich routinierte, wenn auch nicht übermäßig gute Soundtrack. Das Scheusal aus dem Meer ist also eine der bisher besten Folgen von JACK SLAUGHTER, sollte aber nur gehört werden, wenn es einfach nur eher geringfügig anspruchsvolle Unterhaltung braucht und wenn der Spaß im Vordergrund stehen muss. Vom Niveau deutscher Comedians und Komödien ist diese Serie glücklicherweise immer noch in sicherer Entfernung. Manchmal unterhalb, manchmal oberhalb.

Veröffentlichungstermin: 25. Januar 2013

Spielzeit: 58:17 Min.

Line-Up:
Till Hagen – Erzähler
Dennis Schmidt-Foß – Rick Silver
Lars Peter Lueg – Devon
Lutz Mackensy – Lucy Lucifer
Gisela Fritsch – Grandma Abigail
Katharina Lopinski – Barbara Slaughter
Engelbert von Nordhausen – John Slaughter
K.Dieter Klebsch – Professor Doom
Delphin Mitzi – Flopper
David Nathan – Tony Bishop
Rainer Fritzsche – Basil Creeper
Simon Jäger – Jack Slaughter
Marie Bierstedt – Rose Parker
Andy Matern – Bob
Arianne Borbach – Dr. Kim Nova
Fang Yu – Mr. Ming

Lars Peter Lueg – Idee, Konzeption, Story, Regie, Produktion & Dramaturgie
Devon Richter & Nikola Frey – Dialogbücher
Andy Matern – Musik, Arrangements & Instrumente
Stefan Ellerhorst – Zusätzliche Gitarren
Anno Storbeck – Aufnahmeleitung
Alexander Lux, torius – Artwork, Illustration, Grafik

Label: Folgenreich / LPL Records / Universal Music Family

Homepage: http://www.jack-slaughter.de

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