LIK: Ein Song über eine erregte Psychologin

Mit ihrem aktuellen Album “Misanthropic Breed” haben LIK auf eine gewisse Art und Weise das Album rausgebracht, das viele Schweden Death-Fans von DISMEMBER erwartet hatten. LIK verfügen trotz der Parallelen zu DISMEMBER indes über genügend Eigenständigkeit und mit “Misanthropic Breed” zieht ein frischer Stockholm-Modergeist auf, den Genrefans natürlich gierig in sich aufsaugen. Zeit also, sich virtuell bei Bassist Joakim Antmann (OVERTORTURE, THE UGLY) zu melden um mehr über die Hintergründe von “Misanthropic Breed” zu erfahren. 

Misanthropic Breed” versüsst uns die Herbsttage – trotz Covid19. Wie seid ihr mit dem Feedback zum Album zufrieden und wie fühlt es sich an, in diesen Pandemiezeiten ein Album rauszugeben? 

Also ich bin superzufrieden mit dem Feedback, das wir bis jetzt für “Misanthropic Breed” bekommen haben. Und ich bin extrem stolz auf das, was wir erschaffen haben. Bezüglich Promotion im Vorfeld der Veröffentlichung gab es eigentlich nicht viele Veränderungen – das meiste läuft via Social Media und online. Wir organisierten sogar einen Autogramm-aufs-neue-Album-Event bei Sound Pollution in Stockholm am Veröffentlichungsdatum. Das einzige, was wir leider nicht tun können, ist, “Misanthropic Breed” schon jetzt auf einer grossen Tour promoten. Das ist extrem schade, wir wollen schliesslich unsere Songs live spielen!

Mark Riddicks Cover ist so, wie wir es wollten

Ihr habt ja wieder ein ziemlich morbides Cover Artwork gewählt. Bezieht es sich auf einen spezifischen Song oder auf “Misanthropic Breed” im Allgemeinen?

Wir haben wieder Mark Riddick fürs Cover Artwork engagieren können – er ist fantastisch! Wir haben schon früher mit ihm zusammengearbeitet. Wir erzählten ihm etwas von unseren Gedanken und Ideen zur Gesamtheit des Albums – und er setzte sie dann so um. Genau wie wir es wollten!

Was ist eigentlich die Geschichte zu “Female Fatal to the Flash”? 

Dieses Lied handelt von einer Psychologin, die physisch davon erregt wird, wenn ihre Patienten ihr ihre Leiden erzählen. 

Interessant. Und welches Lied auf “Misanthropic Breed” ist für dich als Bassist die grösste Herausforderung? 

Eine coole Frage! Ich denke, dass mich “Morbid Fascination” am meisten fordert. Primär deswegen, weil man wirklich eine gute Kondition in der rechten Hand haben muss dafür. 

Jason Newsted als Inspirationsquelle

Welcher Bassist ist für dich die wichtigste Inspirationsquelle? 

Jason Newsted. Als ich jung war, begann ich damit, METALLICA zu hören. Und ich fand, dass er eine so coole Live-Präsenz hatte, einfach sein ganzes Verhalten auf der Bühne. Auch wie er die Saiten attackiert und wirklich mit Power spielt – das hat mich immer enorm inspiriert. 

LIK werden ja oft mit DISMEMBER verglichen. Hast du eigentlich ein DISMEMBER-Lieblingsalbum? Welches? 

Nein, da wird es schwer, einen Favoriten zu wählen, hehe…

Welches Album prägte dich als Musiker am meisten? Hörst du es noch immer?

METALLICA “…and Justice for all”. Das ist ein Album, das ich immer anhören kann. 

NECROTs „Mortal“ als Album des Jahres 2020

Welche Alben schaffen es dieses Jahr auf deine “Alben des Jahres 2020”-Liste?

Oje, das wird schwer. Ich finde nicht, dass dieses Jahr viele gute Alben erschienen sind. Ich habe mir allerdings NECROTs neues Album angehört und das klang richtig gut. Also ist NECROTs “Mortal” meine Liste für 2020. 

Welche Pläne haben LIK für die Zukunft? Werdet ihr auch einen Online-Gig spielen, wie das einige andere Bands (ENSLAVED, BEHEMOTH, NECROPHOBIC) schon getan haben? 

Momentan fokussieren wir auf 2021. Wir hoffen, dass wir dann wieder auf Tournee gehen können. Bezüglich Online-Konzerten wissen wir noch nichts und haben auch nichts geplant. Aber man weiss ja nie!

Konzertfotos OF FIRE, LIK, DEMONICAL – Mannheim, 08.11.2018

Arlette Huguenin Dumittan
Arlette ist seit 2000 bei vampster und unsere Schweizer Fachfrau für schwarze Musik und vegane Backrezepte. Lieblingsbands: DARKTHRONE, MAYHEM, HAIL OF BULLETS. Genres: Black Metal, Death Metal, Dark Metal/Rock.