SULDUSK: Anthesis

Gefälliger Dark Folk / Blackgaze in MYRKUR-Tradition aus Australien: SULDUSK machen auf „Anthesis“ vieles richtig.

Schon lange lag der Link zum Stream des aktuellen Albums von SULDUSK in meinem Postfach. Anfangs noch wissentlich auf meiner ToDo-Liste, dann im Halb- und schlechter werdenden Ge-wissen langsam verschwindend und nun doch wieder gefunden und aufgegriffen. Mit ein Grund ist sicherlich das provokante und in dieser Hinsicht einprägsame Cover-Artwork, das „Anthesis“ ziert – inszeniert und eingefangen von der isländischen Fotografin Daria Endresen.

Emily Highfield als Gründerin von SULDUSK

Musikalisch ist „Anthesis“ dann nicht ganz so einprägsam und einzigartig, als dass wir in den vergangenen Jahren schon mehrfach Bekanntschaft mit Dark Folk / Blackgaze-Projekten machen durften, die eine musikalisch und stimmlich bestimmende Frontfrau zu bieten haben: Man denke nur an MYRKUR, SYLVAINE oder HELGA. Im Falle von SULDUSK ist es Emily Highfield. Die Australierin gründete die Band noch als Solo-Projekt, ehe sie eine ganze Band um sich scharte. Und das ist auch gut so, als dass die Kompositionen dadurch breiter aufgestellt sind – inklusive männlichem Gesang von Shane Mulholland oder die melodramatischen Violine-Spuren von Hayley Anderson bzw. Cello-Klänge von Raphael Weinroth-Browne in „A Luminous End“.

„Anthesis“ bleibt großteils auf der sentimentalen Seite

Das Songmaterial an sich ist zumeist auf der eher ruhigen und sentimentalen Seite, bricht dann aber immer wieder einmal dramatischer und angeschwärzt aus (wie in „Verdalet“ oder im emotional aufgeladenen, jedoch trotzdem ausgewogenen und daher starken Titeltrack). Aber auch durchgehend ruhige Songs wie „Sphaera“ wissen zu gefallen, wobei mir es hier der sanfte männliche Gesangspart besonders angetan hat. Das gefährliche Tal eines Durchhängers muss das Album dann aber im letzten Drittel durchschreiten („Mythical Creatures“ und „Leven“ im Verbund), ehe das abschließende „A Luminous End“ dann wieder – inklusive Blast Beat-Passagen – zündet. Und dieser Zunder genügte nun eben auch, um „Anthesis“ wieder in Erinnerung zu rufen.

Veröffentlichungstermin: 01.03.2024

Spielzeit: 46:50 Min.

Line-Up:
Vocals, Guitars: Emily Highfield
Vocals Guitars: Shane Mulholland
Bass: Daniel Green
Guitars: Josh Taylor
Violin: Hayley Anderson
Drums: Frankie Demuru

Label: Napalm Records

Mehr im Netz: https://www.suldusk.com/
Mehr im Netz: https://suldusk.bandcamp.com/
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/Suldusk/

SULDUSK „Anthesis“ Tracklist

1. Astraeus
2. Verdalet
3. Crowns Of Esper
4. Crystalline (Video bei YouTube)
5. Sphaera
6. Anthesis (Video bei YouTube)
7. Mythical Creatures (Video bei YouTube)
8. Leven
9. A Luminous End