SUBWAY TO SALLY: Hey! Live – Alles Was Das Herz Will

SUBWAY TO SALLY: Hey! Live – Alles Was Das Herz Will

Mit ihrem neuen Live-Album versprechen SUBWAY TO SALLY einiges; „Alles was das Herz will“, um genauer zu sein. Dementsprechend üppig gestaltet sich das Paket: zwei CDs, 27 Tracks inklusive Intro bei einer Gesamtspielzeit von nahezu zwei Stunden. Zu meckern gibt es auf den ersten Blick wenig, zumal der Mix – einer der beiden Grundpfeiler großartiger Live-Alben – durchweg gefällt.

Die Produktion ist auf der einen Seite transparent, behält sich aber eine angenehm rohe Kante bei, die zudem untenrum mit ordentlich Bass für Volumen sorgt. Darüber gebettet ist der gewohnt gute Gesang von Frontmann Eric Fish, der die ihm gebotene Bühne zu nutzen weiß. Lediglich in „Knochenschiff“ empfinden wir die Violine als etwas zu penetrant, ansonsten ist „Alles was das Herz will“ in produktionstechnischer Hinsicht eine quasi makellose Angelegenheit.

Dazu trägt selbstverständlich auch das gut hörbare Publikum bei, das für Shows von SUBWAY TO SALLY so essentiell ist wie die sieben Musiker selbst. Dessen Teilnahme beschränkt sich nicht nur auf braven Applaus zwischen den Songs. In Klassikern wie „Kleid aus Rosen“, „Falscher Heiland“ oder „Eisblumen“ übernehmen die Zuschauer ganze Gesangsparts, während sie andernorts lautstark im Takt klatschen.

„Alles Was Das Herz Will“ ist ein Live-Album mit Charakter

Die beste Atmosphäre nutzt jedoch nur bedingt, wenn die Songauswahl für die Tonne ist. Den zweiten Grundpfeiler errichten SUBWAY TO SALLY wenig überraschend um das aktuelle Studiowerk „Hey!“, finden im umfangreichen Set allerdings genug Raum für Klassiker. Da gibt es natürlich obligatorische Vertreter wie „Henkersbraut“, „Sieben“ oder „Kleid aus Rosen“, dessen neu arrangierte Version in unseren Ohren allerdings immer noch falsch klingt. Zusätzlich hat es allerdings mit „Dies Irae“ samt seiner markanten Maultrommel auch eine echte Rarität ins Set geschafft.

Das Haar in der Suppe müssten wir tatsächlich mit der Lupe suchen, denn SUBWAY TO SALLY glänzen in all jenen Aspekten, die einem Konzertalbum seinen Charakter geben. Insofern halten die Potsdamer ihr eingangs gegebenes Versprechen: „Alles was das Herz will“ lässt als umfassendes Live-Dokument wahrlich nichts vermissen – außer vielleicht ein Komma im Titel.

Veröffentlichungstermin: 6.3.2020

Spielzeit: 117:41

Line-Up:

Eric Fish: Gesang
Bodenski: Gitarren, Drehleier
Simon: Gesang, Akustik-Gitarre, Trumscheit
Ingo Hampf: E-Gitarre, Saiteninstrumente
Ally Storch: Violine
Sugar Ray Runge: Bass
Simon Michael: Drums, Percussion

Label: StS Entertainment

Homepage: https://subwaytosally.com/
Facebook: https://www.facebook.com/subwaytosally/

SUBWAY TO SALLY “Hey! Live – Alles was das Herz will” Tracklist

CD 1:

  1. Hey! (Intro)
  2. Messias
  3. Island
  4. Knochenschiff
  5. Kleid aus Rosen (MMXV)
  6. Königin der Käfer
  7. Imperator Rex Graecorum
  8. Tag der Rache (Video bei YouTube)
  9. Unsterblich
  10. Eisblumen (Video bei YouTube)
  11. Die Engel steigen auf (Video bei YouTube)
  12. Minne

CD 2:

1. Shreddelicious (Solo für Violine)
2. Für Immer
3. Henkersbraut
4. Arme Ellen Schmitt
5. Falscher Heiland
6. Alles Was Das Herz Will
7. Aufgewacht
8. Ausgeträumt
9. Hey! (Outro)
10. Wenn Engel Hassen
11. Sieben
12. Tanz auf dem Vulkan
13. Veitstanz (MMXV)
14. Grausame Schwester
15. Julia und die Räuber

Florian Schaffer
Genres: Black Metal, Death Metal, Melodic Death Metal, Metalcore, Post Metal, Progressive, Rock, Thrash Metal.