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SAMURAI PIZZA CATS: Press Start

„Press Start“ zeigt SAMURAI PIZZA CATS facettenreich und kurzweilig, obschon bei aller Experimentierfreude die aggressive Seite der Band kürzer treten muss.

Die Shrinkflation trifft uns nicht nur im Einzelhandel: Abzüglich der Einspieler und des unnötigem Bonustracks kommt „Press Start“ auf gerade mal acht Songs und 25 Minuten Laufzeit. Das Zweitwerk SAMURAI PIZZA CATs ist somit ein Album im EP-Format, das zwar kaum sättigend ist, dafür jedoch qualitativ zum Besseren gehört, was die Szene dieser Tage hervorbringt.

Jedenfalls dann, wenn man mit der Entwicklung des Quartetts konform geht: Musikalisch lässt die Formation die teils harten Spitzen und aggressiven Bretter von „You’re Hellcome“ (2023) nämlich im Schrank, um die launige, melodiebetonte Seite des eigenen Sounds ins Zentrum zu rücken. Damit einher geht ein stärkerer Fokus auf Sebastian Fischers Klargesang, welcher ein glückliches Händchen für einprägsame Hooks beweist.

„Press Start“ zeigt SAMURAI PIZZA CATS facettenreich und kurzweilig

Ohrwürmer haben SAMURAI PIZZA CATS zuhauf in der Hinterhand, während gleichzeitig das Modern (Post-)Metalcore-Fundament Einflüsse aus allen Richtungen aufzusaugen scheint. Scratches, futuristische Synthesizer und poppige Akzente mischen den Opener „Pandastruck“ auf, wohingegen „Ramen-Man“ seine schwachbrüstige Bridge durch kauzige J-Pop-Vibes inklusive Gastbeitrag der Idol-Gruppe BABYBEARD wettmacht.

„T-Rex(plosion)“ prägt wiederum der charmante Gesang Jessie Williams‘ (ANKOR), so dass der präsente Alternative-Rock-Einfluss nur eine von vielen Facetten darstellt, die „Press Start“ so kurzweilig werden lässt. Die Electronic-Rock-Hook in „Fear No Slice“ schließlich ist nicht nur tanzbar, sondern trägt tatsächlich einen Hauch ELECTRIC CALLBOY in sich – eine Referenz, die sich in Daniel Haniß‘ Gitarrenarbeit ohnehin immer wieder herauslesen lässt.

SAMURAI PIZZA CATS experimentieren viel, lassen ihre aggressive Seite aber in der Schublade

Dass bei so viel Wandelbarkeit mit den 80er- und Wave-Ausflügen von „Error 808“ auch ein weniger spannendes Experiment den Weg auf „Press Start“ gefunden hat, lässt sich verschmerzen. Dafür entschädigen SAMURAI PIZZA CATS mit oftmals umso geschmeidigerem Songwriting, das im aufbauenden „Super Zero“ dank seiner catchy Gesangslinie die Grenzen zum Kitsch bewusst auszureizen scheint.

Allein die extremere Seite des Debüts kommt auf dem Folgewerk etwas zu kurz, was der Scheibe letztendlich ein noch schärferes Profil und generell etwas Fleisch auf den Rippen hätte schenken können. Als Album ist „Press Start“ eben laufzeitbedingt auch eine magere Angelegenheit – schließlich versteht man unter der Shrinkflation auf dem Teller für gewöhnlich nicht den unseres Plattenspielers.

Veröffentlichungstermin: 27.03.2026

Spielzeit: 29:57

Album-Line-Up

Sebastian Fischer – Vocals
Daniel Haniß – Gitarre
Stefan Reufer – Bass
Stefan Buchwald – Drums

Band-Line-Up 2026

Sebastian Fischer – Vocals
Daniel Haniß – Gitarre
Stefan Reufer – Bass
Robin Scheer – Drums

Produziert von SAMURAI PIZZA CATS und Christoph Wieczorek

Label: Century Media

Facebook: https://www.facebook.com/samuraipizzacats
Instagram: https://www.instagram.com/samuraipizzacats/
Bandcamp: https://centurymedia.bandcamp.com/album/press-start-24-bit-hd-audio

SAMURAI PIZZA CATS “Press Start” Tracklist

  1. Insert Coin
  2. Pandastruck (Video bei YouTube)
  3. T-Rex(plosion) (feat. Ankor) (Video bei YouTube)
  4. Fear No Slice (Video bei YouTube)
  5. Error 808
  6. Level Up
  7. Ramen-Man (feat. BABYBEARD)
  8. Penguin Supreme
  9. Super Zero  (Video bei YouTube)
  10. City of Gold  (Video bei YouTube)
  11. Thanks for Playing
  12. Pizza Homicide – STVW Version