Mire - Pale Reflection Cover

MIRE: Pale Reflection

MIRE knüpfen mit „Pale Reflection“ an ihr Debüt an: Modern, versiert und unverbraucht kochen die vier Musiker ihr eigenes Süppchen und pfeifen dabei auf Zwänge oder Altlasten.

Moderner Metal neu gedacht: Die Eckpfeiler des Debütalbums „A New Found Rain“ (2021) bilden weiterhin das Rückgrat MIREs, die sich nicht auf nur eine Spielart festlegen wollen. Vom Gefühl her bewegt sich das Quartett sogar manchmal an den äußeren Rändern des zeitgenössischen Metalcore, wenn beispielsweise „Where I Belong“ oder „Significance Plague“ eine ähnlich rollende Urgewalt entwickeln, wie es BLEED FROM WITHIN in ihren Midtempo-Tracks ebenfalls gerne demonstrieren.

Die Gitarrenarbeit im Titeltrack oder „Great Pain“ wiederum bewegt sich in der Nähe des ALLEGAEON-Debüts „Fragments Of Form And Function“ (2010), was durchaus seinen Grund hat, wurde MIRE doch von deren Ex-Gitarrist Ryan Glisan ins Leben gerufen. Eine latente Industrial-Note schwingt derweil im Gesang Benton McKibbens mit, welcher seine Screams durch melodischere Techniken ergänzt, so dass klar gesungene Refrains keinen Seltenheitscharakter besitzen. Den Höhepunkt hierbei bildet „Send Us“, wo McKibbens in der Hook eine Stimmfarbe erreicht, die völlig unerwartet an BORKNAGARs Lars Nedland erinnert.

„Pale Reflection“ steht MIREs Debütalbum in nichts nach

Den größten Teil der Laufzeit verbringt „Pale Reflection“ im Midtempo, was MIRE keinen schwerfälligen, doch einen drückenden Charakter verleiht. In Verbindung mit den präzise getakteten Drums und Riffs könnten phasenweise gar SCARVE als Referenz dienen – obgleich Parallelen wohl nur zu deren gedrosselten Kompositionen gezogen werden können. Im Gesamten gehen MIRE nämlich geordneter ans Werk, wodurch es den vier Musikern überdies gelingt, die einzelnen Versatzstücke schlüssig miteinander zu verbinden.

Weder der präsente Gesang noch die cleveren Gitarrenarrangements überschatten die jeweils anderen Komponenten. Das Resultat ist mit „Pale Reflection“ ein Zweitwerk, das seinem Vorgänger in nichts nachsteht, sondern mit Elementen aus Death, Thrash, Groove, Industrial und Progressive sein eigenes Süppchen kocht – ohne Zwänge oder Altlasten ist das Ergebnis schlicht erfrischend: Moderner Metal neu gedacht.

Veröffentlichungstermin: 10.04.2026

Spielzeit: 42:11

Line-Up

Benton McKibben – Vocals
JP Andrade – Drums
Nick Hipa – Guitar
Ryan Glisan – Guitar & Bass

Produziert von Grant McFarland und Carson Slovak

Label: Eigenproduktion

Homepage: https://thebandmire.net/
Facebook: https://www.facebook.com/thebandMIRE/
Instagram: https://www.instagram.com/thebandmire
Bandcamp: https://thebandmire.bandcamp.com/

MIRE “Pale Reflection” Tracklist

  1. Pale Reflection (Video bei YouTube)
  2. Cultures of Violence (Video bei YouTube)
  3. The Master (Video bei YouTube)
  4. Where I Belong
  5. Great Pain
  6. Human Condition
  7. Significance Plague
  8. Which One Am I
  9. Send Us