SPLENDIDULA: Post Mortem

Post Doom Metal aus Belgien, der Potenzial hat, wenn er denn besser auf den Punkt käme.

Mit “Post Mortem”, dem zweiten Album von SPLENDIDULA, gibt es frisches Futter für Freunde eines modernen Doom Metals. Und dieses mundet nicht schlecht, als dass es die Belgier verstehen, Doom Metal mit etwas Occult Rock, Sludge und Post Metal anzureichern. Herausgekommen ist dabei einen Mischung aus leiseren und weniger auf den Punkt kommenden MADDER MORTEM, weit zahmeren BATHSHEBA und verspielteren MIST.

SPLENDIDULA pflügen durch Doom-Spielarten

“Post Mortem” startet mit einem düsteren Intro, ehe der siebenminütige Opener “Nami” den klassischen Doom Metal bedient. Zwar wirkt der Song stellenweise etwas langatmig, doch strahlt er eine gewisse Schönheit aus. Etwas spanneder gestaltet sich “Too Close To Me”, wo Gitarren- und Gesangsmelodien versetzt und somit schräg wirken. Weiterhin gibt es auf dem Album auch feine Occult Rock-Nummern wie “.38” oder das etwas langsamere “Aturienoto”.

Der Sound auf “Post Mortem” verträgt mehr Wumms

Generell haben SPLENDIDULA Potenzial. Der Gesang von Kristien Cools vermag Emotionen auszudrücken und die Kompositionen wecken in Ansätzen das Interesse des Hörers. Aber eben nur in Ansätzen, als dass einige Songs zu wenig schnell auf den Punkt kommen (“Stream Of Consciousness”). Auch beim Sound ließe sich noch Hand anlegen, damit mehr Kraft hinter den Liedern steckt. Denn vor allem den Drums fehlt der klangliche und bisweilen auch der spielerische Biss.

Veröffentlichungstermin: 14.12.2018

Spielzeit: 42:23 Min.

Line-Up:
Kristien Cools – Gesang
Pieter Houben – Gitarre & Gesang
David Vandegoor – Gitarre
Peter Chromiak – Bass
Joachim Taminau – Schlagzeug

Gastmusiker:
Janne Schildermans – Violine
Greet Houben – Gesang

Label: Inverse Records

Homepage: https://www.facebook.com/Splendidula

Mehr im Netz: https://splendidula.bandcamp.com

SPLENDIDULA “Post Mortem” Tracklist:

01. Post
02. Nami
03. Too Close To Me (Video bei YouTube)
04. .38 (Audio bei YouTube)
05. Insanity
06. Aturienoto
07. Stream Of Consciousness
08. Mortem