Die griechischen Folk-Psychedelic-Classic- (hab ich was vergessen?) Rocker VILLAGERS OF IOANNINA CITY haben 2014 mit ihrem Debütalbum „Riza“ ein bisschen Staub im metallischen Untergrund aufgewirbelt, der sich 2019 mit der Veröffentlichung von „Age of Aquarius“ zu einem handfesten Sturm aufgebaut hat. Nun hat es satte sieben Jahre gedauert, bis es erneut frisches Epicfutter aus dem Land der Hellenen zur musikalischen Verköstigung gibt. Hat sich die Wartezeit gelohnt? Klares Ja. Mit dem neuen Album „Venceremos“ (frei übersetzt bedeutet das ungefähr „Wir werden siegen“) hat man das eh schon hohe Niveau seiner beiden Vorgänger nochmals auf ein neues Level gehoben.
Die Songintensität steigert sich, simultan steigt der Gänsehautfaktor
Nach einem kurzen Intro, das streng genommen komplett überflüssig ist, geht es gleich mit dem Opener „Home“ 10 Minuten zur Sache. Schon hier zeigt sich die große Stärke der Band, einen Song geduldig wachsen zu lassen. 10 Minuten können verdammt lang sein, nicht jedoch bei den VILLAGERS, die jede dieser 593 Sekunden mit wunderschönen Soundgebirgen voller folkloristischer Melodien ausfüllen. Dem schließt sich das im Vorfeld bereits ausgekoppelte „Ghosts in the Sky“ an, gefolgt vom inzwischen ebenfalls schon vorab veröffentlichten Titelsong.
Kataplyktika! Was für ein Album!
Und spätestens ab hier folgt die Songreihenfolge einer klaren Struktur mit sich stetig erhöhender Songintensität und simultan ansteigendem Gänsehautfaktor, deren Höhepunkt das 12-Minüter „Here and now“ darstellt. Schluss ist damit aber noch lange nicht. Es folgt mit „Epitaph“ der kürzeste Song, der im Grunde ein 3-½-minütiges Intro für den furiosen Abschluss „Requiem“ ist.
Hauptsongwriter Alex Karametis gelingt es erneut, die wunderschönen, beinahe träumerisch-folkigen Melodien mit unglaublich energetischen und kraftvollen Riffs zu unterlegen. Überhaupt fragt man sich, woher dieser Mann die kreative Energie hat, immer wieder solch eine Breitwandmusik zu erschaffen. Zaubertrank? Überdosis Proteinshakes? Altgriechische Kräutermixturen? Ich habe keine Ahnung. Macht aber auch nichts. Solange er weiterhin derartig großes, episches und hühnerpellebildendes Zeug abliefert, soll es mich nicht jucken!
Veröffentlichungsdatum: 18. September 2026
Label: Napalm Records
Line-Up:
Alex Karametis – Vocals, Guitars, Synths
Akis Zois – Bass
Aris Giannopoulos – Drums
Dimitris Brentas – Winds
Mehr im Netz:
facebook.com/villagersofioanninacity
instagram.com/villagersofioanninacity
VILLAGERS OF IOANNINA CITY „Venceremos“ Tracklist
1. Alienation
2. Home
3. Ghosts in the sky (Video bei YouTube)
4. Venceremos (Video bei YouTube)
5. The Ruiner
6. No fear
7. Here and now
8. Epitaph
9. Requiem
