SEVEN WITCHES: Call Upon The Wicked

SEVEN WITCHES: Call Upon The Wicked

Bei SEVEN WITCHES hat sich mal wieder das Personalkarussel gedreht. Neu an Bord sind Bassist Mike LePond, bekannt durch Funk, Fernsehen sowie vor allem SYMPHONY X, und Drummer Taz Marazz. Damit dürfte James Rivera die größte Konstante neben Jack Frost sein, immerhin ist er nun schon auf der Hälfte aller SEVEN WITCHES-Alben als Sänger zu hören. Call Upon The Wicked ist Album Nummer Acht und bietet dem Hörer erneut gutklassigen US Power Metal, dem James Rivera mit seiner Stimme natürlich genauso seinen Stempel aufdrückt wie Jack Frost mit seinem Gitarrenspiel. Gleich der Opener Fields Of Fire bietet die typischen Rivera-Screams während bei Lilith sogar ein paar Growler eingestreut werden. Aber auch Meister Frost lässt es sich nicht nehmen, seinen Frontmann stimmlich zu unterstützen, fällt aber natürlich vor allem durch seine Arbeit an den sechs Saiten auf, glänz mit vielen sehr coolen Soli. Highlights sind der Titeltrack, ein sehr cooler Up Tempo Song, bei dem sich Rivera und Frost den Refrain teilen, der breitbeinige Rocker Ragnarok und das schnelle, fast schon thrashige Harlot Of Troy. Das überlange End Of Days kann zwar mit einem Duett zwischen Rivera und einer Sängerin in den Strophen sowie einem sehr gefühlvollen Gitarrensolo aufwarten, wirkt aber insgesamt etwas in die Länge gezogen. Dazu gesellt sich mit Mind Games oder Eyes Of Flame noch der eine oder andere solide, aber etwas unspektakuläre Song. Kein SEVEN WITCHES-Album ohne Cover-Song, dieses Mal musste White Room von CREAM dran glauben.

Von der üppigen, unten angegebenen Spielzeit muss man eine gute Viertelstunde abziehen, die für drei Live-Bonustracks drauf gehen, deren Soundqualität allerdings eher im Bootleg-Bereich liegt. Apropos Soundqualität. Die Produktion von Call Upon The Wicked klingt schon ein wenig nach Low Budget. Es gibt sicher Schlimmeres, speziell in Richtung klinisch toter Produktionen, aber beim nächsten Mal darf es ruhig wieder etwas mehr Bumms sein. Davon abgesehen gibt es am achten Album der Hexen aber nichts auszusetzen. An das bandeigene Ausrufezeichen Passage To The Other Side kommt Call Upon The Wicked ganz klar nicht ran, ´ne gute Power Metal-Scheibe ist es aber nichtsdestotrotz. Allerdings muss man auch sagen, dass Call Upon The Wicked mit den Genre-Highlights des Jahres nicht mithalten kann.

Veröffentlichungstermin: 03.06.2011

Spielzeit: 61:15 Min.

Line-Up:

James Rivera – vocals
Jack Frost – guitars
Mike LePond – bass
Taz Marazz – drums

Produziert von Jack Frost, mixed by Joey Vera
Label: Massacre Records
MySpace: http://www.myspace.com/jackfrostsevenwitches

Tracklist:

01. Fields Of Fire
02. Lilith
03. Call Upon The Wicked
04. Ragnarock
05. End Of Days
06. Mind Games
07. Harlot Of Troy
08. Eyes Of Flame
09. White Room
10. Metal Tyrant (Digipak bonus)
11. Metal Asylum (Digipak bonus)
12. Jacob (Digipak bonus)

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.