IRON KOBRA: Eternal Dagger

Elf Jahre nach ihrem letzten Album melden sich IRON KOBRA mit “Eternal Dagger” zurück und das stärker denn je. Eine gute halbe Stunde Speed und Heavy Metal, der einfach nur tierisch Bock macht. Für mich bisher die Überraschung des Jahres!

IRON KOBRA waren in der Zeit von 2009 bis 2015 recht produktiv, immerhin ein Demo, eine EP und zwei Alben sind dabei zustande gekommen. Danach gab es lediglich ein paar Singles und Split-Beiträge, auch wenn die Band weiterhin live aktiv war und letztes Jahr sogar in Japan gespielt hat. Nun steht mit “Eternal Dagger” das dritte Album in den Startlöchern. Gleichzeitig werden die beiden Vorgänger “Dungeon Masters” (2012) und “Might & Magic” (2015) ebenfalls von Dying Victims nochmal neu veröffentlicht.

Ich habe mir die beiden alten Alben tatsächlich jetzt erstmals angehört. Auch wenn IRON KOBRA auch damals schon ziemlich cool waren, so hat die Band mit “Eternal Dagger” doch einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. An der Ausrichtung hat die Band nichts geändert, auch wenn der Fokus inzwischen vielleicht noch etwas mehr auf Speed Metal liegt. Vor allem klingen die Songs in allen Belangen reifer und ausgeklügelter, ohne dass die ungestüme Wildheit verloren gegangen ist. Den größten Schritt hat dabei wohl Sänger Ela gemacht, sowohl was den Gesang angeht als auch die Texte.

IRON KOBRA klingen auf “Eternal Dagger” deutlich gereift, bleiben sich aber stilistisch treu

Wie schon geschrieben gibt es auf “Eternal Dagger” vor allem richtig geilen Speed Metal zu hören. Der Opener „Trembling Dungeons” poltert kompromisslos drauf los, während “Forbidden Fruits” bei ähnlichem Tempo deutlich melodischer daher kommt. “Fliehen” hat, auch durch den deutschen Text, eine melancholische Note. Bei “Shibuya Nights” nehmen IRON KOBRA mal das Tempo raus, statt Speed gibt es klassischen Heavy Metal mit NWOBHM-Note und hohem Mitsing-Potential.

Auch der Titelsong, bei dem die Band direkt mal mit dem Chorus einsteigt, ist ein echter Banger. Wieder etwas flotter, aber trotzdem eine echte Metal-Hymne. Lediglich das abrupte Ende irritiert mich jedes Mal. “Silver Strings and Iron Wings”, “Unchained & Untamed” und “Treacherous Tyrant” sind weitere, treffsichere Speed Metal-Granaten und “Mountains Of Madness” ein fast schon episches Stück Heavy Metal zum Abschluss.

Um es kurz zu machen: “Eternal Dagger” ist einfach von hinten bis vorne geil!

IRON KOBRA haben mit “Eternal Dagger” zumindest für mich hier die bisher größte Überraschung des Jahres aus dem Hut gezaubert. Das ganze Album ist einfach von vorne bis hinten geil. Ich kann das Ding einfach immer wieder mehrere Male am Stück hören, ohne dass Langeweile aufkommt. Ich freue mich schon tierisch darauf, die Band, wenn alles gut geht, pünktlich zum Release-Wochenende auf dem DER DETZE ROCKT in der Eifel live zu sehen. So oder so wird “Eternal Dagger” jedenfalls noch eine ganze Weile bei mir auf heavy Rotation laufen und hat einen Platz in meiner Jahresbestenliste schon ziemlich sicher. Ganz viel Liebe für IRON KOBRA!

Veröffentlichungsdatum: 19.06.2026

Spielzeit: 35:20

Line-Up:
Ela – vocals, guitars
Steffen – lead guitars
Matze – bass, backing vocals
Björn – drums

Label: Dying Victims Productions

Bandcamp: https://ironkobra.bandcamp.com
Mastodon: https://metalhead.club/@ironkobra
Facebook: https://www.facebook.com/CultOfTheSnake

IRON KOBRA „Eternal Dagger“ Tracklist

1. Trembling Dungeons (Lyric-Video bei YouTube)
2. Forbidden Fruits
3. Fliehen
4. Shibuya Nights
5. Silver Strings And Iron Wings
6. Eternal Dagger (Audio bei YouTube)
7. Unchained & Untamed (Audio bei YouTube)
8. Treacherous Tyrant
9. Mountains Of Madness