Ähnlich wie kürzlich bei FATEFUL FINALITY hatte ich gar nicht auf dem Schirm, dass von IGNITION ein neues Album ansteht. Bis ich gefragt wurde, ob ich es nicht besprechen will, da ich ja schon den Vorgänger “Vengeance” wohlwollend rezensiert hatte. Im Line Up gab es einige Änderungen, so gibt es mit Dominik Erbach und Torsten Feichtinger ein neues Rhythmus-Duo und der vorherige Bassist Andreas Leyer ist an die Gitarre gewechselt. Dass er beides problemlos beherrscht, das weiß man ja von seiner Solo-Spielwiese TYRANT’S CURSE.
Nichts geändert hat sich an der musikalischen Ausrichtung der Truppe. Der Mix aus Power Metal, Thrash und einer Prise Death Metal, mit welchem die Band bereits auf “Vengeance” überzeugen konnte, wird weiterhin konsequent durchgezogen.
IGNITION paaren auf “All Will Die” Power Metal, Thrash und eine Prise Melo Death
Dabei machen uns IGNITION von Beginn an richtig Feuer unterm Arsch. Das geht los mit dem das Album eröffnenden Titelsong, der mit massiven Powerchords reichlich coolen Gangshouts durchgehend ziemlich heavy daher kommt. Und so geht es in den folgenden Songs weiter, wobei Sänger Dennis Marschallik dann auch mal ein paar große, hymnische Refrains ausgepackt hat, so zum Beispiel bei “Amok” oder “End Of The Night”. Letzteres startet mit melodischen Double Leads, wird dann zum lupenreinen Thrasher und am Ende spendieren uns IGNITION auch noch einen Part, der instrumental sehr deutlich nach AMON AMARTH klingt. Diesen Melo Death-Einschlag gibt es auch an anderen Stellen des Albums, auch auf “Vengeance” war dieser Einfluss schon deutlich hörbar.
“Under The Reign Of A Psychopath” wiederum würde ich als melodische Power Thrash-Nummer verorten und “The Decline” geht als lupenreiner Power Metal durch. Generell drehen IGONITION in der zweiten Albumhälfte die Aggro-Schraube runter und hauen auch mal eine melodische Heavy Rock-Nummer wie “In The Name Of God” raus. Aber egal, ob IGNITION es nun richtig heavy krachen lassen oder den Melodien mehr Raum geben, es kommen immer hochklassige, prägnante Songs dabei heraus.
Das bewährte Rezept funktioniert auch auf “All Will Die”. Wer nicht zu den 80er Puristen zählt, sollte sich das neue IGNITION-Album nicht entgehen lassen
Wenn ich eine Kleinigkeit kritisieren würde, dann dass man gerne mehr prägnante Riffs und weniger simple, aber natürlich auch effektive Powerchords nutzen könnte. Ausdrücklich loben muss ich dagegen Frontmann Dennis Marschallik, dessen rauhes Timbre trotz vieler sehr melodischer Gesangslinien immer für eine gesunde Grundhärte sorgt. Das hab ich zwar mit anderen Worten schon in meiner letzten Rezension geschrieben, man muss das aber einfach noch mal festhalten, der Kerl ist echt richtig gut.
Macht also unterm Strich erneut eine dicke Packung mit zeitgemäßem, kitschfreien Power Metal mit Hang zum Thrash. Wer auf mehr oder weniger traditionellen Metal steht und sich nicht zu den Puristen zählt, für die alles so klingen muss wie bei Vattern in den Achtzigern, der sollte sich “All Will Die” nicht entgehen lassen. Was IGNITION machen, machen sie verdammt gut.
Veröffentlichungsdatum: 05.06.2026
Spielzeit: 45:02
Line-Up:
Dennis Marschallik – Vocals
Sebastian Ernst – Guitar
Andreas Leyer – Guitar
Torsten Feichtinger – Bass
Dominik Erbach – Drums
Label: Daredevil Records
Bandhomepage: https://www.ignitionmetalmusic.com
Instagram: https://www.instagram.com/ignitionmetalmusic
Facebook: https://www.facebook.com/Ignitionmetalmusic
Bandcamp: https://ignitionmetalmusic.bandcamp.com
IGNITION – „All Will Die“ Tracklist:
01. All Will Die
02. Amok
03. Under The Reign Of A Psychopath
04. End OfThe Night
05. The Decline
06. In The Name OfGod
07. Into The Abyss
08. This Rotten Core
09. In The Silence
10. The Ending Call