RUNNING WILD: 20 Years in History

RUNNING WILD: 20 Years in History

Genau genommen müsste diese Scheibe “21 Years in History” heißen, denn RUNNING WILD gaben ihren Vinyl-Einstand bereits im März 1982 auf dem von der Firma „Raubbau Produktion“ veröffentlichten „Debüt No 1“-Sampler, auf dem die Band mit den Songs „Hallow The Hell“ und „War Child“ vertreten war. Doch das hier ist keine Mathestunde und päpstlicher als der Papst wollen wir auch nicht sein, oder? „20 Years in History“ heißt diese Doppel-CD, die satte 26 Songs (alle re-mixed und re-mastered) enthält und deutlich macht, wie viele geile Songs der am 01.07.1961 in Hamburg geborene Sänger/Gitarrist Rock’n Rolf Kasparek bisher geschrieben und mit wechselnden Musikern (bisher standen seit der Debüt-Veröffentlichung 17 verschiedene Musiker im Studio/auf der Bühne neben ihm) eingespielt hat. Es gibt zwei Songs von jedem der bisher veröffentlichten zwölf Studioalben und die Auswahl kann man dank Songs wie “Black Soul”, “Firebreather”, “Prisoners of our Time”, “Whirlwind“, ”Conquistadores”, ”Bad to the Bone“, ”Little Big Horn”, ”The Privateer”, „Genghis Khan”, „Raise your Fist“, „Under Jolly Roger“, ”Victory”, ”Welcome to Hell” oder ”The Brotherhood” durchaus als gut bezeichnen. Anders als die Stücke der “The First Years Of Piracy”-Compilation (1991) handelt es sich hier aber um die Original-Versionen der Tracks, was die Scheibe eher für Neueinsteiger als für beinharte RUNNING WILD-Fans interessant macht. Aber, und jetzt kommt das „Aber“, das jeden dieser beinharten Fans aufhorchen lassen sollte: Mit “Prowling Werewolf” aus dem Jahre 1983 und „Apocalyptic Horsemen” (ein Überbleibsel aus den „Under Jolly Roger“-Sessions) gibt es noch zwei bisher unveröffentlichte, sowie mit ”Branded And Exiled ’03” und ”Mordor ´03” zwei alte Songs, die Rolf zusammen mit Peter Pichl und Matthias Liebetruth einspielte. Klar, ich hätte es sehr gerne gesehen bzw. gehört, wenn die Band auch Songs wie „Purgatory“ (gibt es bisher nur in einer Liveversion auf „Ready for Boarding“) und „King Of The Midnight Fire“ (vom ersten Demo und bis heute unveröffentlicht auf Vinyl/CD) für dieses Album re-recorded hätte, aber man kann halt nicht alles haben. Ich könnte jetzt auch meckern, warum “meine” Favoriten wie “Diabolic Force“, „Victim Of States Power”, “Gods Of Iron“, „Uaschitschun“, „Renegade”, “Lonewolf”, “Slavery”, “Lead Or Gold”, “Sinister Eyes”, “Genesis (The Making And The Fall Of Man)”, “Demonized”, “Fire And Thunder”, “When Time Runs Out” oder “Soulstrippers“ – tue aber genau das nicht. Denn erstens ist die Songauswahl wirklich gut und einer Best of-Scheibe würdig. Und zweitens denke ich mal, daß beinahe jeder Fan den einen oder andere seiner ganz persönlichen Favoriten vermisst. Und das spricht eher für, als gegen die Klasse von RUNNING WILD. Eine gelungene Rückschau!! Einen Wunsch möchte ich aber noch an Rock’n’Rolf richten : „Dein Drummer Matthias Liebetruth ist ein richtig Guter. Würde mich freuen, wenn er auch auf dem nächsten Studioalbum zu hören wäre!“

Spielzeit: 141:42 Min.

Line-Up:
Rock´n´Rolf Kasparek (Gitarre, Gesang)

Gitarre : Preacher, Majk Moti, Axel Kohlmorgen, Thilo Hermann

Bass : Stephan Boris, Jens Becker, Bodo Smuszynski, Peter Pichl

Drums : Hasche, Matthias Liebetruth, Stefan Schwarzmann, Iain Finlay, Mr. AC, Jörg Michael, Angelo Sasso

Produziert von Diverse

Label: Sanctuary / Noise

Homepage: http://www.running-wild.de

Tracklist:

CD1:

01. Prowling Werewolf (unreleased)

02. Genghis Khan

03. Prisoners of our Time

04. Branded & Exiled ´03

05. Mordor ´03

06. Under Jolly Roger

07. Apocalyptic Horsemen (unreleased)

08. Raise your Fist

09. Port Royal

10. Conquistadores

11. Riding the Storm

12. Bad to the Bone

13. Blazon Stone

14. Little Big Horn

CD2:

01. Whirlwind

02. Treasure Island

03. Black Hand Inn

04. The Privateer

05. Lions of the Sea

06. Black Soul

07. Firebreather

08. Ballad of William Kidd

09. Victory

10. Tsar

11. Welcome to Hell

12. The Brotherhood