RUNNING WILD: Blood On Blood

„Rock´n´Rolf“s RUNNING WILD geht mit Album Nummer 17 an den Start. „Blood On Blood“ ist damit der Nachfolger der 2016 erschienenen, recht starken und abwechslungsreichen „Rapid Foray“ Scheibe. Zwischen den beiden Alben wurde lediglich die EP „Crossing The Blades“ veröffentlicht.

Der Bandchef über den Lockdown und das aktuelle RUNNING WILD Album: “Diese Zeit habe ich genutzt, um bei meinen neuen Songs an jedem noch so kleinen Detail zu feilen. Am Ende steht jetzt ein Album, das für mich das wahrscheinlich Beste in der gesamten Karriere von Running Wild ist.” Große Worte! Da lohnt es sich auf jeden Fall einmal reinzuhören.

RUNNING WILD klassisch und abwechslungsreich

Der Opener und Titeltrack „Blood On Blood“ begrüßt den Hörer ganz klassisch mit RUNNING WILD typischen Melodien und Riffs. Und nicht nur die Gitarrenfertigkeit des Herrn Kasparek klingt vertraut, auch stimmlich scheint alles beim Alten zu sein. Ebenso typisch für die Band kommt der folgende Track „Wings Of Fire“ im von RUNNING WILD gewohnten Midtempo mit ebenfalls klassischen Riffs daher. Die Kategorie Hardrock wird mit „Say Your Prayer“ gekonnt bedient und auch „Wild Wild Nights“ rockt ordentlich. Der meines Erachtens stärkste Titel „Diamonds & Pearls“ geht ins Ohr und lässt das Herz der Power Metal Fraktion höher schlagen.

Ist “Blood On Blood”  das beste RUNNING WILD Album?

Um mit noch mehr Abwechslung aufzuwarten bedient das gitarrenlastige „Crossing The Blades“ die Fans mit schnellen Riffs, wohingegen „The Shellback“ gemütliche Shantyklänge zum Besten gibt. Leider wurde der Abwechslungsreichtum von „Blood On Blood“ mit „Wild & Free“ auf die Spitze getrieben, wobei in diesen Lückenfüller auch noch nervige Echos integriert wurden. Das kann nicht einmal der sonderbare Balladenversuch „One Night, One Day“ toppen. Aber je nach Laune vielleicht das finale „The Iron Times (1618-1648)“, welches sich gefühlt weit länger als über die nicht sehr abwechslungsreichen zehneinhalb Minuten zieht.

Weniger vielfältig als der Vorgänger kommt „Blood On Blood“ nicht rüber. Allerdings fehlt RUNNING WILD ein wenig die Durchschlagkraft des Vorgängeralbums. Trotz weniger Ausnahmen aber ein gelungenes Werk.

Veröffentlichung: 29.10.2021

Spielzeit: 55:57 min.

Line-Up:
Rolf “Rock´n´Rolf” Kasparek: Vocals, Guitars
Peter Jordan: Guitars
Ole Hempelmann: Bass
Michael Wolpers: Drums

Label: Steamhammer SPV

Band-Homepage: http://www.running-wild.de

Mehr im Netz: https://de-de.facebook.com/runningwildmusic

Tracklist RUNNING WILD „Blood On Blood“:

1. Blood On Blood
2. Wings Of Fire
3. Say Your Prayers
4. Diamonds & Pearls (Lyrics-Video bei YouTube)
5. Wild & Free
6. Crossing The Blades
7. One Night, One Day
8. The Shellback (Video bei YouTube)
9. Wild, Wild Nights
10. The Iron Times (1618 – 1648)