ORPHANED LAND: The Never Ending Way of OrwarriOR

ORPHANED LAND: The Never Ending Way of OrwarriOR

Sechs Jahre hat sich die israelische Ausnahmeband ORPHANED LAND nach Mabool Zeit gelassen, um mit The Never Ending Way Of ORwarriOR ein weiteres komplexes Konzeptalbum auf die treue Fanschar loszulassen. Der Lichtkrieger, der Kampf zwischen Helligkeit und Dunkelheit, alles verpackt in ein dreiteiliges Gebilde, das die fünfzehn Songs umspannt. Überflüssig zu sagen, dass ORPHANED LAND nicht nur bei den Spezialversionen des Albums nicht mit Reizen geizen, sondern auch bei der Produktion ganze Arbeit haben leisten lassen. Klar und druckvoll ist ihr viertes Album geworden und die exotischen Instrumente werden nahtlos in die metallischen Klanglandschaften eingebunden.

Die Idee, orientalische Instrumente mit Metal zu verbinden, lebt und atmet seit dem Sahara-Debüt in ORPHANED LANDs Musik – nur eben, The Never Ending Way Of ORwarriOR ist sozusagen die erwachsene Variante des Debüts. Warme Gitarren schmiegen sich an verträumte Keyboards (nicht nur im gelungenen From Broken Vessels), melancholische Chöre treffen auf eine zarte Frauenstimme, metallische Härte auf leichtfüßige orientalische Melodiebögen. Hier und da schnuppern ORPHANED LAND intensiv bei OPETHs Watershed (etwa im genannten From Broken Vessels), doch auch neuere SAMAEL scheinen durch, hier und da blitzt die Atmosphäre jüngerer THERION, ANATHEMA und PARADISE LOST-Werke auf. Die Songs sind verschachtelt, ein Sammelsurium an Elementen, Stimmungen, Tönen. Böse oder allzu kratzig sind ORPHANED LAND nie, lieber überrascht man nach einem ruhigeren Part mit einigen flotteren Passagen.

Spielerisch haben es die Israelis ebenfalls drauf, keine Frage. Hier und da vermisst man ein Riff oder den einen Song, das bzw. der einem nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Handkerum punkten ORPHANED LAND jedoch mit einem langlebigen Album. The Never Ending Way Of ORwarriOR langweilt nicht und selbst nach etlichen Durchläufen findet man hier und da noch ein weiteres Klangkleinod. Wer auf der Suche nach anspruchsvoller Musik mit orientalischem Touch ist und auch zu seinen zarteren Saiten (ja, mit a) stehen kann, der kommt am vierten Album von ORPHANED LAND definitiv nicht vorbei.

Veröffentlichungstermin: 25.01.2010

Spielzeit: 78:18 Min.

Line-Up:
Kobi Farhi – Vocals
Yossi Sa„aron (Sassi) – Gitarren, Saz, Bouzouki, Oud
Matti Svatizky – Gitarren
Uri Zelcha – Bass, Fretless Bass

Session members:
Shlomit Levi – weibliche Vocals
Avi Diamond – Drums

Gastmusiker:
Steven Wilson – Keyboards

Produziert von Steven Wilson, ORPHANED LAND
Label: Century Media

Homepage: http://www.orphaned-land.com/

MySpace: http://www.myspace.com/orphanedmyspace

Tracklist:
1. Sapari
2. From Broken Vessels
3. Bereft In The Abyss
4. The Path – Treading Through Darkness
5. The Path, Pt. 2 – The Pilgrimage To Or Shalem
6. Olat Ha`tamid
7. The Warrior
8. His Leaf Shall Not Wither
9. Disciples Of The Sacred Oath, Pt. 2
10. New Jerusalem
11. Vayehi Or
12. M I ?
13. Barakah
14. Codeword: Uprising
15. In Thy Never Ending Way (Epilogue)

Arlette Huguenin Dumittan
Arlette ist seit 2000 bei vampster und unsere Schweizer Fachfrau für schwarze Musik und vegane Backrezepte. Lieblingsbands: DARKTHRONE, MAYHEM, HAIL OF BULLETS. Genres: Black Metal, Death Metal, Dark Metal/Rock.