DIARY OF DREAMS: Menschfeind

DIARY OF DREAMS: Menschfeind

Lästermäuler behaupten, dass kein anderer Musiker so genial bei sich selbst klaut wie Adrian Hates. Und ja, es ist auch auf Menschfeind nicht zu überhören, dass DIARY OF DREAMS seit einem Dutzend Releases einen festgelegten Stil haben, der zwar Raum für Experimente und emotionale Nuancen lässt, ansonsten jedoch stets auf den selben Pfaden wandelt. Pah, was soll´s!? DIARY OF DREAMS vermochten es von Beginn an, ihre Hörer in eine ganz eigene, vielschichtige Klangwelt zu entführen, immer angeführt von der dunklen, kräftigen Stimme von Adrian. Umso schöner ist es, dass die düsteren Elektroniker nach wie vor fesseln können und nichts von ihrer Faszination eingebüßt haben. Zudem besitzt Menschfeind eine ganz eigene Note, da das Mini-Album (bei über 40 Minuten Spielzeit wohl eher ein vollwertiges neues Album, könnte man meinen – und das gerade mal wenige Monate nach dem Release von Nigredo) wohl das bislang finsterste und hoffnungsloseste Werk aus der Klangschmiede von Adrian Hates darstellt. Fast schon so bösartig, wie der Titel es andeutet, klingen die aggressiveren Songs, von denen besonders das epische Haus der Stille erwähnt werden soll, während die ¾-Takt-Hymne Pentaphobia pure Verlassenheit ausstrahlt. DIARY OF DREAMS haben an Direktheit dazugewonnen, ohne Abstriche hinsichtlich Tiefgang zu machen. Nimmt man noch das beklemmende Artwork mit in Betracht, wirkt Menschfeind endgültig wie der kongeniale Soundtrack zu einem der fiesesten Psychothriller, den ihr je gesehen habt. Alleine schon die nervenaufreibenden Streichersounds im Titeltrack rufen Gänsehaut um Gänsehaut hervor. Und so ändert sich doch etwas bei DIARY OF DREAMS…nur eben subtiler und genialer, als es eventuelle Neider und Lästerer wahrhaben möchten.

Veröffentlichungstermin: 07.02.2005

Spielzeit: 41:48 Min.

Produziert von Adrian Hates
Label: Accession Records/Indigo

Homepage: http://www.diaryofdreams.de

Tracklist:
MenschFeind

Haus der Stille

Day-X-Relic

Killers

Treibsand

The Cage

Pentaphobia