DEMONICAL: Servants of the Unlight

Sauberes Debüt des CENTINEX-Nachfolgers.

Ja leckomio, was geht denn hier ab. CENTINEX waren ganz klar eine gute Schweden Death Metal-Band die sich vielleicht vor lauter Beleidigt sein aufgelöst haben, weil keiner will uns hören und so weiter. Jetzt dachten sich aber Gitarrist Jonas Jansson, Bassist Martin Schulman und Schlagzeuger Ronnie Bergerståhl, dass sie ohne ihren geliebten Death Metal doch nicht so recht können. Also mit Sänger Ludde eine neue Band mit einem furchtbar langweiligem Namen gegründet und es den Alten nachgemacht. Und in der Tat, wer von euch auf VOMITORY steht, kann nicht wirklich viel falsch machen und auch Freude von PAGANIZER werden ihr Haupt zu dem spaßigen Geprügel der Schweden bewegen.

Das ist jetzt absolut nichts Neues, was DEMONICAL auf ihrem ersten Album bieten, viel mehr alles Gute der letzten 15 Jahre neu aufgewärmt. Aber das ist wie bei einem guten Chili con Carne, wenn es erstmal eine Nacht steht zieht es besser durch und man hat mehr davon. Früher war zwar alles frischer, aber jetzt ist die Chose ausgereifter. Mehr Aggression und Blast Beats gab es damals bestimmt nicht, weniger Melodien auch nicht, kompaktere, chaotischere Songs sowieso nicht. So wird das fies Servants of the Unlight betitelte Album also zu einem krassen Death Metal-Werk, dass old school-Freunden, die es brutal mögen eins a gefallen wird.

Gut, mehr Abwechslung hätte drin sein müssen, deshalb haut das Midtempolastige United in Torture auch so was von mehr rein als die Knüppelsongs davor. Das langsame Leipzig 1945 ist trotz geschmacklosen Titels ebenso ein Garant für einen gespaltenen Schädel. Der schwächelnde, heisere Brüllgesang hätte etwas mehr Dampf vertragen, dafür ist die Produktion schön trocken und räudig, so wie es bei dieser Musik sein muss. Das ONSLAUGHT-Cover hätte es nicht unbedingt gebraucht, ein eigener Song mehr hätte das Album besser enden lassen können. Unterm Strich ist das Debüt der Schweden gelungen und für Fans des Genres auf jeden Fall testenswert. Fürs nächste Mal erwarten wir jedoch noch etwas mehr, ist das klar? Ansonsten, gut gemacht, Burschen!

Veröffentlichungstermin: 28. April 2007

Spielzeit: 36:16 Min.

Line-Up:
Ludde Engelau – Vocals
Johan Jansson – Guitars
Martin Schulman – Bass
Ronnie Bergerståhl – Drums

Produziert von DEMONICAL
Label: Cyclone Empire

Homepage: http://www.demonical.net

Tracklist:
1. Suicide Throne
2. Revel in Misanthropia
3. Burned Alive
4. Feeding the Armageddon
5. United in Torture
6. Slaughter of all Hope
7. Unholy Desecration
8. Leipzig 1945
9. Death Metal