CHELSEA GRIN: Eternal Nightmare

CHELSEA GRIN: Eternal Nightmare

Mit „Eternal Nightmare“ schlagen CHELSEA GRIN ein neues Kapitel in ihrer über zehnjährigen Geschichte auf. Nicht nur, dass das fünfte Album der Band aus Salt Lake City das bislang abwechslungsreichste ist. Auch die Abgänge von Gitarrist Jake Harmond und vor allem von Sänger und Gründungsmitglied Alex Koehler haben deutliche Spuren auf „Eternal Nightmare“ hinterlassen. Wenngleich sich an der grundsätzlichen Ausrichtung von CHELSEA GRIN nichts geändert hat. Die Band ist nach wie vor (klar) im Deathcore zu verorten.

CHELSEA GRIN mit neuem Shouter Tom Barber

An Stelle von Alex Koehler shoutet auf „Eternal Nightmare“ Tom Barber (Ex-LORNA SHORE) die Lyrics ins Mikro – und das recht gut, wie ich vorwegnehmen kann. Der Sänger wechselt mühelos von tieferen Growls zu galligem Kreischen und „gangigem“ Geshoute. Dazu noch ein klein wenig Distortion in der Produktion und fertig sind die Vocals. Hervorhebenswerter ist aber, wie breit sich CHELSEA GRIN stilistisch aufgestellt haben – und das innerhalb eines Albums. Das machen insbesondere die ersten drei Tracks deutlich. Der eingängige Opener „Dead Rose“ ist ein typischer und spielfreudiger Deathcore-Song, der zurecht als Single ausgekoppelt wurde. Das hierauf folgende „The Wolf“ ist dagegen leicht sperrig und experimentell, wobei mit kalten Industrial-Instrumenten à la ANAAL NATHRAKH gespielt wird. Und darauf folgt der krasse Gegensatz von „Across The Earth“, wo mit akustischen Gitarren operiert wird, ehe der abgebremste Song in leicht schwarzmetallische Gefilde abtaucht.

„Eternal Nightmare“ erweist sich als gutes Deathcore-Album

Natürlich gibt es auf „Eternal Nightmare“ auch ganz normalen Deathcore („Limbs“). Doch CHELSEA GRIN haben ihr Repertoire erfreulich erweitert. Dazu kommt dann und wann auch eine gewisse Spielfreude an den Instrumenten zum Tragen. Somit wird zwischen klassischen Breakdowns, monotonen Riff-Momenten und melodischen Abschnitten ein schönes Kontrastprogramm gezeichnet. Alles in allem also ein gutes Deathcore-Album.

Veröffentlichungstermin: 13.07.2018

Spielzeit: 36:00 Min.

Line-Up:
Tom Barber – Gesang
David Flinn – Gitarre
Stephen Rutishauser – Bass
Pablo Viveros – Schlagzeug

Produziert von Frew Fulk

Label: Rise Records

Homepage: http://www.chelseagrinmusic.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/chelseagrinmetal

CHELSEA GRIN „Eternal Nightmare“ Tracklist

1. Dead Rose (Video bei YouTube)
2. The Wolf
3. Across The Earth
4. See You Soon
5. 9:30am
6. Limbs
7. Scent Of Evil
8. Hostage (Video bei YouTube)
9. Nobody Listened
10. Outliers
11. Eternal Nightmare

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.