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Jahresrückblick 2025 von Christoph Z.

Wir starten mit einer Floskel: Was war das für ein Jahr? Lasst es mich erklären: 2025 startete mit einem angerissenen Außenband. Kurze Zeit später wurde mein Vater im kritischen Zustand am Herz operiert, und weil das noch nicht genug war, musste meine Tochter in den Osterferien 2 volle Wochen ins Krankenhaus, mit einer Borrelioseinfektion und daraus resultierter Gesichtslähmung. Nachdem das überstanden und meine Tochter dank 14 x 3 Antibiosen wieder gesund war, waren die Akkus aller Familienmitglieder leer. Der Urlaub kurze Zeit später war essenziell und triggerte eine Erkenntnis: Ich hab da ja noch ein Buch, das, so unveröffentlicht wie es ist, den schwersten Stein in meinem imaginären Rucksack darstellt. Entsprechend war im zweiten Halbjahr die Finalisierung von MAMMAL die Priorität. Buchsatz und letzte Überarbeitungen waren noch ein großer Kraftakt, aber seit 15. November ist das Buch zu haben:

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Interesse? Hier könnt ihr es kaufen. Und hier gibt es eine Leseprobe. Und hier noch die Kurzgeschichte DEUS SALUTIS MEÆ.

Zwischen all der Arbeit war Musik natürlich der Anker. Auch wenn ich vergleichsweise wenig schreiben konnte, Musik war immer da. Das beste Mittel, um nicht auszubrennen. Und somit gibt es auch 2025 eine Liste mit schönen Alben.

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20. BLOOD ABSCISSION: II

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Post Black Metal mit gigantischer Sogwirkung. „II“ berauscht die Hörer*innen mit Furor, Verzweiflung und einer Direktheit, die der allgegenwärtigen Abstraktion nicht als Kontrast, sondern als Erweiterung gegenüber steht. Kein Wunder, dass BLOOD ABSCISSION 2025 nicht vom Plattenteller herunter zu bekommen waren. Ach ja, wäre das, was in diesem Genre 2025 veröffentlicht wurde immer so intensiv gewesen …

19. DEAFHEAVEN: Lonely People With Power

Deafheaven - Lonely People With Power Cover

Meine Beziehung zu DEAFHEAVEN war nicht kompliziert, es gab sie seit „Sunbather“ – das ich nach wie vor als komplett überbewertet erachte – nicht. Das Artwork zu „Lonely People With Power“ war aber so reizvoll, dass ich genauer reinhörte, und Tatsache: leidenschaftliche Songs wie „Doberman“ oder auch der Shoegaze-Hit „Heathen“ sind ganz großes Kino. Ein intensives, kluges Album.

18. PELICAN: Flickering Resonance

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Happy End für PELICAN: Die Chicagoer Instrumental Rock-Legende ist wieder in Originalbesetzung und Originalqualität unterwegs. „Flickering Resonance“ schließt nach dem vergleichsweise schwachen „Nighttime Stories“ wieder zu den besten Album der Bandgeschichte auf, wobei „The Fire In Our Throats Will Beckon The Thaw“ unangetastet bleibt. Dennoch: Mit „Indelible“ und „Pining For Ever“ haben PELICAN einige ihrer ganz großen Songs und vor allem – ganz großen Riffs parat. Und was ist das bitteschön für ein exzellenter Gitarrensound?

17. LYCHGATE: Precipice

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Tatsächlich, „Also sprach Futura“, wird im März ganze sechs Jahre alt. Die EP wirkt immer noch frisch und hallt noch nach, klingt dabei musikalisch wie ein Auftakt zu „Precipice“, dem vierten Album von LYCHGATE. Stilistisch geht 2025 noch ein wenig weiter in Richtung Death Metal, der zusammen mit den EMPEROResken Riffs einzigartig und schwer durchdringlich klingt. „Precipice“ gleicht einem lichtlosen Labyrinth, das hinter jeder Ecke Wunder und Schrecken bereit hält. Intensiv und hochintelligent.

 

16. DEADGUY: Near-Death Travel Services

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Kein Fall von „peinliche Rückkehr von alten Typen“: DEADGUY treten auf ihrem, nun ja, zweiten Album „Near-Death Travel Services“ richtig in den Arsch und klingen dabei wirklich nicht, als wären sie 30 Jahre nicht im Studio gewesen. Besonders beeindruckend: Tim Singers kraftvolle, vollends angepisste Gesangsperformance. Da ist noch Biss und Power – und hoffentlich bald eine standesgemäße Tour.

 

15. SLOW CRUSH: Thirst

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Wie zärtlich Heaviness sein kann beweisen SLOW CRUSH nicht nur live, sondern auch auf ihren Alben. „Thirst“ ist dabei das bisher beste, das sie bisher geschaffen haben. Nach einen brachialen Start wird „Thirst“ in der zweiten Hälfte einfach unfassbar schön mit „While You Dream Vivdly“, „Bloodmoon“ und dem abschließenden Doppel „Ógilt“ und „Hlýtt“.

 

14. BERLIN 2.0: Kaltental

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Death Pop, Guillotine Pop, oder doch einfach Post Punk? BERLIN 2.0 sind jedenfalls eine der heißen Bands 2025, und „Kaltental“ berstet vor Energie und Power, ist dabei aber nicht nur angepisst bis zur Oberkante, sondern im richtigen Moment auch nachdenklich. Vor allem sind BERLIN 2.0 starke Songwriter*innen und Texter*innen und empowern ihr Publikum.

 

13. LISA HARRES: Time As A Frame

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Als Support auf der Frühjahrstour von DIE HEITERKEIT war die schüchtern wirkende LISA HARRES, die gerade ihr Debütalbum „Time As A Frame“ veröffentlicht hatte, eine positive Überraschung. Ihr Chamber Pop ist von wundervoller Zurückhaltung geprägt, atmet aber dennoch eine Größe, die betörende Songs wie „Melted Being“, „Mein Herz“ und das Doppel „Hold Me“ und „Hold You“ entstehen lässt. Ein Album mit einer alten Seele, das sich sehr vertraut anfühlt – wie eine neue Bekanntschaft, die man glaubt, schon immer zu kennen. Zauberhaft schön.

 

12. CATHARSIS: Hope Against Hope

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Reue über verpasste Shows gab es 2025 genau einmal: Bei CATHARSIS. Die US-amerikanische Hardcore-Band kehrt mit dem ersten Album in 26 Jahren zurück und ist, ebenso wie DEADGUY, wütend und relevant wie damals in den Neunzigern. CATHARSIS kommen dabei genau zur richtigen Zeit: „Hope Against Hope“ handelt von der dunkelsten Stunde und darüber, in dieser Zeit nicht aufzugeben, wie schwer es auch sein mag. So düster und pathetisch CATHARSIS auch sein mögen, dieses Album ist pures Empowerment – und nicht zu vergessen musikalisch auch äußerst komplex. Anspruchsvoller Hardcore mit Metal-Kante der hängen bleibt, den man auflegt, sobald dunkle Gefühle drohen, einen zu übermannen.

 

11. QRIXKUOR: The Womb Of The World

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„Extremen“ Metal mit klassischer Musik verbinden? Kann man machen, dann klingt’s halt wie eine Mischung aus Hans Zimmer und BEHEMOTH. Cringe, ich weiß. Richtig machen es QRIXKUOR, deren zweites Album „The Womb Of The World“ eine Symphonie aus der Hölle ist: Bodenlos tiefer, chaotischer Death Metal mit einem Orchester, das den Fieberträumen von ELEND in nichts nachsteht. Atemlos intensiv und extrem spannend!

 

10. TEITANBLOOD: From The Visceral Abyss

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Metal ist 2025 oft so furchtbar gefällig und furchtbar austauschbar. Es fehlen Ecken und Kanten, Zähne und Klauen, und gerade Death Metal ist so oft ideenlos und völlig redundant. Bei TEITANBLOOD geht es so sehr um Schwefel und Blut, sie sind so wild und blind vor Raserei, dass es egal ist, dass dieser Black-Death Metal keine Innovationen bringt: Aber das Gefühl, es ist absolut authentisch. 100% Killer.

 

9. ANNA VON HAUSSWOLFF: Iconoclast

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Bei „Iconoclast“ ist der Name Programm: ANNA VON HAUSSWOLFF konstruiert und dekonstruiert zwischen Progressive Rock, Indie, Jazz und Drone die populäre Musik der vergangenen Jahrzehnte und schafft ein Album, das gerade in den Momenten der überbordenden Kreativität restlos begeistert.

 

8. SANGRE DE MUERDAGO: O Xardín

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SANGRE DE MUERDAGO balancieren auch 2025 zwischen Hoffnung und Traurigkeit. „O Xardín“ bietet sehr leise Momente und ist dabei üppig arrangiert. Besonders die Klarinette klingt unglaublich gut in diesen zehn Songs. Und mit dem Titelstück, das die Hörer*innen in alle möglichen Gefühlszustände wirft, ist das beste, das SANGRE DE MUERDAGO bisher geschaffen haben. Davon abgesehen lädt „O Xardín“ zur Innenschau ein, mit dem Ziel eine Heilung zuzulassen.

 

7. MÜTTERLEIN: Amidst The Flames, May Our Organs Resound

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MÜTTERLEINs Show auf dem SERVANTS OF CHAOS-Festival 2024 zeigte, dass es wohl doch eine Steigerung zur absolut gnadenlosen Finsternis gibt. Umso erfreulicher, dass Marion Leclerq alias MÜTTERLEIN es geschafft hat, diese Intensität auf ein Album zu bündeln. „Amidst The Flames, May Our Organs Resound“ verbindet Industrial, Doom und Post Metal mit beängstigender Kohärenz. „The Handmaid’s Tale“ zum Hören.

 

6. REBECCA FOON & ALIAYTA FOON-DANCOES: Reverie

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REBECCA FOON ist aus der alternativen Szene Montreals nicht mehr wegzudenken, ihren größten musikalischen Triumph erzielt sie aber nicht mit ESMERINE, SILVER MT. ZION oder SET FIRE TO FLAMES, sondern mit ihrer Schwester ALIAYTA FOON-DANCOES. „Reverie“ ist ein betörend schönes, simples Neoklassikalbum, das Werken von Komponisten wie MAX RICHTER oder ÓLAFUR ARNALDS nicht nichts nachsteht. Klavier, Cello und Violine unterstreichen die Schönheit einer Welt, die bedroht ist wie nie zuvor. Gerade deshalb ist „Reverie“ ein politisches Album, und Stücke wie „Between Us“ und „Midnight Shadow“ gehören zum Schönsten, das man 2025 hören konnte.

 

5. UULLIATA DIGIR: Uulliata Digir

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Ein Paukenschlag zum Jahreswechsel. Die polnische Formation UULLIATA DIGIR überzeugt aus dem Stand heraus mit ihrem selbstbetitelten Debüt und macht dabei alles richtig: Komplex und monströs, sehr energiegeladen und mit unglaublicher Kreativität gesegnet. Gerade das Gesangsduo lässt diese avantgardistische Metal-Band atemberaubend intensiv werden. Ich brenne bereits jetzt auf Album #2 und eine Liveshow!

 

4. STEVE VON TILL: Alone In A World Of Wounds

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STEVE VON TILL bleibt als Solist grob auf dem Weg, den er mit „No Wilderness Deep Enough“ betrat. Die Artpop- und Ambient-Einflüsse werden aber durchzogen von der klasischen Songwritingkunst, die er bis „A Life Unto Itself“ bediente. Trotz aller psychedelischer Momente ist „Alone In A World Of Wounds“ das Werk eines Poeten: Wahrhaftig, tief, direkt und transzendent.

 

3. RYE: Знание

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Kein Jahresrückblick mehr ohne Vladimir Frith! Egal ob RYE oder REVERB ON REPEAT, alles, was der karelische Musiker anfasst, wird zu Gold. „Знание“ führt diese Tradition fort, denn in 40 Minuten mit 3 Songs transzendieren RYE Funeral Doom, Post Metal, Post Black Metal und Dark Ambient derart stimmungsvoll, dass es kaum zu ertragen ist. Dieses Album gräbt so tief, dass es einerseits schier unerträglich ist. Eine Konfrontation mich sich selbst anstößt und daneben meditativ wirkt. Das ist wirklich ganz große Kunst und solle allen zusagen, die das Bodenlose schätzen.

 

2. BLUT AUS NORD: Ethereal Horizons

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Nein, „Ethereal Horizons“ bietet nicht alles, was BLUT AUS NORD so gut macht, aber vieles davon. Die kosmischen BLUT AUS NORD sind eben die besten, aber ihr Spiel mit Disharmonie der vergangenen Jahre fließt ebenso in „Ethereal Horizons“ mit ein, wie eine in sich ruhende Atmosphäre, aller Raserei zum Trotz. Das Ergebnis ist ein absolut transzendenzes Hörerlebnis mit zahllosen Schichten und einer selten gekannten Zugänglichkeit zu Vindsvals Schaffen. Ein atemberaubendes Album, und „The Fall Opens The Sky“ ist das beste, was der Metal 2025 zu bieten hatte. Nur ein Album hat mich mehr berührt:

 

1. DIE HEITERKEIT: Schwarze Magie

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Seit 15 Jahren ist STELLA SOMMER mit DIE HEITERKEIT aktiv – und meine Güte, was habe ich bisher verpasst! Im totalen HEITERKEITS-Tunnel bemerke ich, was für eine unglaublich gute Songwriterin dieses Land zu bieten hat, egal ob mit ihrer Stammband, solo, oder mit DIE MAUSIS. „Schwarze Magie“ ist dabei ein völlig zeitloses Album voller exzellenter Songs, die auch nach neun Monaten nichts von ihrer Faszination verloren haben. Die wundervoll warme Produktion von Moses Schneider, eine einzigartige Stimme, Kompositionen auf den Punkt, gefühlvolles Spiel und dieser Ansatz, das Great American Songbook ins Deutsche zu überführen gelingt – auch wegen Texten, die wie „Die Welt war jung, die Ängste alt“ zu Tränen rühren, und dabei so direkt und vage zugleich sind, dass sich ständig etwas Neues darin entdecken lässt. Bonus: DIE HEITERKEIT haben meine Tochter infiziert und ihr auch den Wert physischer Tonträger näher gebracht.

Kurz: Die ganz klare Nummer 1 2025.

 

 

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Der Bullshit-Detektor hat ebenso gut funktioniert wie die Verdrängungsleistung.

 

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5. KIASMOS und BEN LUKAS BOYSEN am 21. Februar 2025 im Backstage, München

Wie schön, dass KIASMOS wieder aktiv sind und sehr überraschend, dass es sie auf eine große Tour zieht. Das Techno-Projekt von ÓLAFUR ARNALDS und JANUS RASMUSSEN macht die schönste elektronische Musik, die gleichzeitig zum Feiern und Weinen einlädt. Also, nichts wie hin, zu einem rauschhaften Abend, voller wundervoller Songs, herzergreifender Momente inmitten von entspannten, netten Menschen. Ein Hoffnungsschimmer in einer Welt, die immer kälter zu werden droht.

 

4. STEVE VON TILL und GREET am 17. Juli 2025 im Backstage, München

Die Voraussetzungen waren nicht die Besten. Ein paar Stühle stehen in der Backstage Halle herum, einige bleiben sogar leer. Und warum spielt dieser Mann nicht zum Beispiel in der Matthäus-Kirche, sondern in so einem profanen Laden? Das Schlimmste: Im direkt angrenzenden Club spielten ANTICHRIST SIEGE MACHINE, und ja, sie waren zu hören, auch zwischen den Songs von STEVE VON TILL. Doch GREET, das Harmonium-Folk-Projekt von Matthew Broadley (ex-DAWN RAY’D) leitete schon perfekt in den Abend mit einer leidenschaftlichen Performance ein. STEVE VON TILL brachte die schmerzhaft-schönen Songs von „Alone In A World Of Wounds“ mitsamt kleinem Ensemble hervorragend zur Geltung. Da kann im Nachbarclub noch so sehr gelärmt werden, STEVE VON TILL sorgt für Gänsehaut, und die ein oder andere Träne im Augenwinkel. Wunderschön.

 

3. DIE HEITERKEIT und LISA HARRES am 14. Mai 2025 im Strom, München

Zum ersten Mal im Rabbithole DIE HEITERKEIT live. Ein wundervoller Abend mit einer erstklassig eingespielten Band und einer gelösten STELLA SOMMER als souveräne Frontfrau mit subtilem Humor, die ihre Songs leidenschaftlich darbietet. Diese anderthalb Stunden vergingen wie im Flug, mit einer nahezu perfekten Setlist. Und dann war da noch der hervorragende Support durch LISA HARRES, die mit ihrer zurückhaltenden, poetischen Darbietung die Herzen im Sturm eroberte. Ein absolut gelungener Abend.

 

2. ORANSSI PAZUZU am 4. August 2025 im Backstage, München

Generell ein Konzertabend, der manchen Schaltkreis in den Gehirnen durchschmoren ließ. SIGHs bizarrer Brainmelt, dann IMPERIAL TRIUMPHANT, die genüsslich ihrem New Yorker Hedonismus freien Lauf ließen, aber dann ORANSSI PAZUZU. „Muuntautuja“, die Nummer 1 aus 2024 funktionierte live ausnehmend gut. Entfesselte Musiker, entfesseltes Tanzbein bei mir. Ein Auftritt, der sich wie 15 Minuten anfühlt, aber doch 70 Minuten dauert. Ich hätte bis in die Morgenstunden weiter abdriften können. Was für ein Rave.

1. DIE HEITERKEIT (solo) am 19. September 2025 im MUZ-Club, Nürnberg

Ein großes Erlebnis für mich und meine Tochter, die auch im HEITERKEITs-Rabbithole steckt. Unser erstes gemeinsames Konzert, passenderweise ein Akustikkonzert. Allein schon zu erleben, wie mein Kind sich auf die Show vorbereitete (inkl. gebastelter Karte für die Sängerin), der großen Aufregung, dem Hype danach – einfach schön zu sehen, wie meine Tochter zum Musikfan wird. Traurigerweise spielte DIE HEITERKEIT solo vor nur sehr wenigen Zuhörer*innen, aber dafür eine wunderbar intime Atmosphäre, mit einer STELLA SOMMER, deren reduzierte Versionen der aktuellen Songs mindestens genauso berührten, wie die fertig arrangierten Stücke. Ein toller Bonus war dabei eine Weltpremiere und ein selten gehörtes, ganz altes Stück. Ein in jeder Hinsicht sehr besonderer Abend, wie es ihn 2025 kein zweites Mal gab.

 

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5. MBSR-Kurs (= Mindfulness Based Stress Reduction nach Jon Kabat Zinn) und lernen zu meditieren und festzustellen, wie gut das tut

4. Einschulung der Großen und Kindergartenstart des Kleinen

3. Zum ersten Mal mit den Kindern campen (auch wenn’s nur im Garten war)

2. Das erste eigene Buch veröffentlichen

1. Mit der Großen zum ersten Mal auf ein Konzert gehen.

 

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Seit Friedrich Merz Bundeskanzler ist, nimmt die Anzahl an veganen Produkten im örtlichen Edeka ab. Und die AFD kriegt er auch nicht klein, obwohl er groß rumposaunt. Was für ein elender Versager.

Die Leute hängen immer noch bei Spotify ab, amüsieren sich über ihr musikalisches Alter im alljährlichen Wrapped und finanzieren Daniel Eks Rüstungs-Fetisch und dass echte Musik verramscht wird, zugunsten von KI-generierten Tracks. Vermutlich ist es das, was die Welt verdient.

Ein Fersensporn, der meine Laufkarriere vermutlich beendet hat.

Musikalisch: Das MY DYING BRIDE-Drama.

 

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Rest in Power 2025:

DAVID LYNCH

BRENT HINDS

JÜRGEN BARTSCH

TOMAS LINDBERG

OZZY OSBOURNE

ACE FREHLEY

PERRY BAMONTE

 

Re-Releases 2025:

GRIDLINK: Perfect Amber

LOCRIAN: The Crystal World

SIGUR RÓS: Takk (diese obszön tolle Box-Edition)

 

Das habe ich 2024 verpennt, sollte aber noch erwähnt werden:

BLACK CURSE: Burning In Celestial Poison

DAWN TREADER: Bloom & Decay

DIE MAUSIS: In einem blauen Mond

LAGRIMAS: A Life Of Destruction

THE CURE: Songs Of A Lost World

 

Newcomer + Demos 2025:

AM I IN TROUBLE?: Spectrum

BIRTH AND LOSS: Untitled EP

GREET: I Know How To Die

HEDONIST: Scapulimancy

NON SEQUITUR: Sonder

OVER CENTURIES: In Medias Res

SCHUBKARRE: Sand im Getriebe

 

Top 5 Cover 2025 (Leider gar nicht originell, leider ziemlich einfallslos. Aber hey: Was soll’s?):

5. DIE HEITERKEIT: Schwarze Magie

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NICK CAVE und NICK DRAKE bis ins Detail erfolgreich gechannelt! Wer bei diesem Artwork nicht neugierig wird, hat sein Leben nicht im Griff.

 

4. BLUT AUS NORD: Ethereal Horizons

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Ein großartiges Gemälde von Maciej Kamuda, das mindestens so ikonisch ist, wie das zu „Hallucinogen“ und viele der Mysterien beinhaltet, die BLUT AUS NORD auszeichnen.

 

3. EPHEMERAL / DOMHAIN: Of Pine & Oak [Split EP]

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DOMHAIN-Schlagzeugerin Anaïs Chareyre-Méjan ist nicht nur eine begabte Musikerin, sondern auch eine begnadete Künstlerin. Tolle Farbkomposition und das bittersüße Thema der Split-EP schön in Szene gesetzt.

 

2. RYE: Знание

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Meike Hakkaarts Cover fasziniert sofort, so richtig zur Geltung kommt es erst auf der LP. Und stellt die große Frage, ob der Mensch wirklich Gott spielen sollte, oder ob er sich am Feuer verbrennt.

 

1. DEAFHEAVEN: Lonely People With Power

Deafheaven - Lonely People With Power Cover

Die Kombination aus Titel und Cover steht sinnbildlich für die westliche Welt im Jahr 2025: Geilheit und Ausbeutung im Namen Gottes.

 

Top 3 Podcasts 2025:

(dieses Mal nur Neue, die in den vorherigen Jahren noch nicht erwähnt wurden)

3. DIE PAARTHERAPIE

2. TELEPHOBIA – Dieser eine Anruf

1. DEUTSCHLAND 3000 mit Eva Schulz

Top 6 gelesene Bücher 2025:

„Stella Maris“ und „Der Passagier“ von Cormac McCarthy

„Sag mir, was ich bin“ von UNA MANNION

„Scham“ von Matthias Kreienbrink

„Radikal emotional“ von Maren Urner

„Make Democracy Great Again“ von Sarah Bosetti

Bonus: Die Keflavik-Tetralogie am Stück gelesen: „Das Knistern in den Sternen“, „Fische haben keine Beine“, „Etwas von der Größe des Universums“ und „Mein gelbes U-Boot“ von Jón Kálman Stefansson

Abschließendes Credo für 2026:

Ohne Kunst und Kultur ist die Menschheit nichts wert.

Und jetzt: Get ready für 12 neue Monate!

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