THUNDERSTORM: The New Wave of European Doom Metal

THUNDERSTORM: The New Wave of European Doom Metal

THUNDERSTORM haben mit ihrem Album „Sad Symphony“ überraschenderweise ziemlich abgeräumt und ein Debüt abgeliefert, das in der Doom-Szene eingeschlagen hat wie eine Bombe. Überraschenderweise? Warum überraschenderweise? Nun, wer hätte denn wirklich erwartet, dass ein Doom-Album heutzutage wirklich noch in der gesamten Presse mit besten Reviews bedacht wird (nur unser Andi hat da mit ´nem eher durchschnittlichen Review ´ne Ausnahme gemacht, aber dafür musste er ja auch schon genug Schläge einstecken >g< ) und es zudem noch auf die 10 x Dynamit – Seiten des Rock Hards schafft? Sicherlich lässt sich hinterfragen, ob THUNDERSTORM wirklich die "Erretter des Doom-Metals" sind, wie sie gerne mal dargestellt werden, zumal es in den letzten Jahren wirklich großartige Doom-Veröffentlichungen gab, die aber einfach nicht die Beachtung gefunden haben, wie es nun eben bei THUNDERSTORM der Fall ist. Dennoch, Fakt ist, dass "Sad Symphony“ eine extrem starke Scheibe geworden ist die in keiner Doom-Sammlung fehlen darf und dass die italienische Combo bei vielen Leuten bereits jetzt als Kultact gehandelt wird kommt sicher ebenfalls nicht von ungefähr.

Als etwas überraschend erweist sich jedoch die Bandhistory von THUNDERSTORM, die Anfang der 90er mit der Gründung einer traditionellen Metal Band beginnt.

„Die Wurzeln der Band reichen bis in die frühen 90er zurück, als ich eine klassische Heavy Metal Band mit einem leichten Hang zum Doom gründete und sie THUNDERSTORM nannte“, weiß Sänger, Gitarrist und Bandkopf Fabio „Thunder“ zu berichten. „Die Band hat zwei Demotapes („Thunderstorm“ und „Force of Evil“) veröffentlicht. 1998 hat sich die Band dann nach verschiedenen Line-Up-Wechsel aufgrund musikalischer Differenzen aufgelöst. Und im Herbst desselben Jahres habe ich eine neue Band mit dem Namen SAD SYMPHONY gegründet. Den klassischen Metal beiseite lassend hatte die Band das Ziel, reinen Doom Metal zu spielen, der von nichts beeinflusst sein sollte außer von BLACK SABBATH, und deren aktuelleren „Schülern“ wie CANDLEMASS, TROUBLE und ähnlichen Acts. Im Frühjahr des folgenden Jahres erschien dann das erste Demotape auf dem lediglich zwei Tracks enthalten waren und ein paar Monate später unterschrieben wir bei Northwind Records. Ein paar weitere Monate später änderten wir unseren Namen erneut in THUNDERSTORM, da unser Label kurz zuvor das Album einer anderen Band veröffentlicht hat, deren Name dem unseren sehr ähnlich war (POWER SYMPHONY). Sie haben uns angewiesen den Namen zu ändern, damit es zu keinen Verwirrungen kommt und sie schlugen vor, den Namen THUNDERSTORM wieder zu benutzen.“

Parallelen zwischen den alten THUNDERSTORM und der neuen Band gibt es jedoch nicht. „Die alten THUNDERSTORM waren purer Heavy Metal mit einigen wenigen Doom-Riffs. Der Sound war komplett anders als der jetzige. Die Bands haben nichts gemein.“

Wirklich als außergewöhnlich ist die Tatsache zu bewerten, dass sich eine italienische Band, die reinen Metal gespielt hat, dazu entschließt ein reines Doom-Album herauszubringen, da die Zeiten für traditionellen Metal aus Italien ja nicht besser stehen könnten als es derzeit der Fall ist. Ein Punkt der auf jeden Fall für die Band spricht. „Hier in Italien gibt es einige Bands, die einfach den Trends und andere, die ihrem Herzen folgen. Es ist eine Wahl, die du zu Beginn deiner Karriere treffen musst: „to be or not to be a clone“; der erste Pfad ist so breit, dass ihm zu viele Narren gefolgt sind, ihm immer noch folgen und auch weiterhin folgen werden. Der zweite kann sehr riskant sein, aber was ist unser Leben ohne Herausforderungen? Wir lieben diese Musik und es interessiert uns nicht, was andere sagen oder denken, wir gehen unseren Weg! ‚Es tut mir leid, aber wenn ihr keine Covers oder Power-Symphonic Metal spielt…..tut mir leid & bye‘, das ist die typische Antwort die wir erhalten, wenn wir irgendwo spielen wollen und die mich immer ziemlich wütend macht. Solche Dinge muss man immer wieder ertragen und wenn ich dann auf die Bühne gehe explodier ich wie eine Bombe. Ich hasse es wirklich wie die Leute urteilen bevor sie unsere Musik überhaupt angehört haben. Letzte Woche hab ich mich mit ´nem jungen Typen in einer Kneipe unterhalten und er fragte mich, was für eine Art von Musik ich spiele. Ich sagte stolz: ‚DOOM!‘ Er wusste nicht, wovon ich rede. Er kannte Bands wie CANDLEMASS, TROUBLE, MANILLA ROAD nicht (das kann ich ja verstehen, er war erst 20 Jahre alt) aber was für eine erschreckende Überraschung: er kannte nicht einmal BLACK SABBATH!!!!! I erzählte ihm von OZZY OSBOURNE und habe versucht „Paranoid“ zu singen (ein Song den jeder einmal in seinem Leben gehört hat). Er meint „Oh! Yeah…“ Ich lachte, zahlte meine Rechnung und ging. Mir ist schon klar, dass nicht jeder italienische Fan von Power-Symphonic Metal wie er ist. Aber ich denke das ist ´ne nette und treffende Anekdote.

Dass Doom Metal nicht unbedingt ein Stil ist, den man mit dem Land Italien in Verbindung bringt ist sicher auch jedem bewusst. Aber auch mal abgesehen von diesem Genre scheinen THUNDERSTORM zu den sehr wenigen Bands zu gehören, die komplett ihren eigenen Weg gehen. Fabio bewertet die italienische Szene auf seine Weise. Zunächst einmal möchte ich ein paar Worte zu einem großen Problem des italienischen Metal Sounds verlieren. Anfang der 90er sind ein paar Labels das Risiko eingegangen in Metal zu investieren. Du weißt selbst dass sich nichts bewegt wenn kein Geld zurückkommt – egal in welcher Beziehung. Heute sieht es so aus als würde sich etwas bewegen, aber Italien ist später dran als andere Länder. Ich muss also Bands wie RHAPSODY oder LABYRINTH danken, denn sie haben den Weg geöffnet und italienischen Bands mehr Aufmerksamkeit zugute kommen lassen. Was ich jedoch nicht wirklich verstehe ist der „Leichenschmaus“ den sie dadurch initiiert haben. Zu viele Clones die sicherlich alle untergehen werden. Die Innovatoren werden überleben, die anderen sicher sterben….DOOM OR BE DOOMED!“

Wie ich bereits festgestellt habe, haben THUNDERSTORM bereits mit ihrem Debüt-Album bei vielen Fans eine Art Kultstatus inne. Ein Fakt, den Fabio relativ gelassen sieht, was den dadurch entstehenden Druck angeht. „Wir fühlen uns geehrt, wirklich geehrt! Als Kultband angesehen zu werden zwingt uns in gewisser Weise bessere Songs zu komponieren und eigentlich setzt es uns schon auch unter Druck…aber letztendlich betrachten wir das nicht als eine wirklich schwierige Situation.

Welche Bands würden denn THUNDERSTORM selbst als Kultbands betrachten und was macht eine Kultband eigentlich aus? Bassist Omar kann mit diesem Begriff recht wenig anfangen. „Ich habe keine Kultbands, aber ich muss schon einigen Bands wie BLACK SABBATH, CANDLEMASS, TROUBLE, MANILLA ROAD und CATHEDRAL für meine künstlerische und menschliche Entwicklung danken. Ich denke die Antwort über die Geburt einer Kultband hast du schon selbst gegeben: eine Band wird durch ihre Fans größer und größer.“ Fabio hat mit dem Begriff „Kultband“ da schon weniger Probleme. „Ich habe viele Kultbands: BLACK SABBATH (natürlich), CANDLEMASS, SOLITUDE AETURNUS, ST. VITUS, TROUBLE und andere. Eine Kultband ist für mich eine solche, die Musikgeschichte schreibt.“ Womit in diese Definition natürlich auch sehr viele kommerzielle Popbands fallen, die sicherlich auch ihren Platz in der Musikgeschichte eingenommen haben. Eben auch diese ganzen Boygroups und ähnliche Sachen, deren Namen ich persönlich nicht unbedingt mit dem Begriff „Kultact“ in Verbindung bringen würde. Ich bezeichne solche Bands als Kultacts, die – egal ob sie viele CDs verkauft haben oder nicht (Boy-Bands ausgeschlossen!) – eine Menge neuer Bands beeinflusst haben….so dass sie für ALLE EWIGKEITEN in Erinnerung bleiben werden……

Vergleiche mit *der* epischen Doom-Metal Band CANDLEMASS bekommen THUNDERSTORM sehr oft zu hören. Dabei denke ich dass die Ähnlichkeiten gar nicht so groß sind. Natürlich kann man beide Bands in dieselbe Ecke stellen, aber dennoch haben THUNDERSTORM einen sehr eigenständigen Sound, was sicherlich alle großen Doom-Acts auszeichnet. Wie sehr können THUNDERSTORM denn letztendlich die Vergleiche mit CANDLEMASS selbst nachvollziehen und wie sehr fühlen sich die Italiener von den Schweden beeinflusst? Es ist für uns eine Ehre mit dieser großartigen Band verglichen zu werden. Das erste mal, als ich CANDLEMASS hörte wurde ich förmlich hypnotisiert,“ erzählt Omar. „‚Gefangen‘, das ist das Gefühl das ich hatte. Sie haben mich diesen Sound zu lieben gelehrt, aber wir haben so viele Einflüsse, dass du keinen primären erkennen kannst. Kleine Berührungen formen unsere Songs. Etwas alter Heavy Metal, etwas BLACK SABBATH, zwei kraftvolle Gitarren, viel Doom, eine klare tiefe Stimme, ein Hauch von Magie. Schütteln und Hokuspokus! Das ist die Mixtur aus der unser Sound besteht. Vielleicht haben CANDLEMASS ja dieselben Zutaten?! Die Antwort liegt bei dir!!“

Sad Symphony“ wurde noch als Trio eingespielt, inzwischen wurde die Band jedoch um einen weiteren Gitarrist mit dem Namen Sandro verstärkt. „Als wir das Album aufgenommen hatten kam automatisch das Problem mit dem zweiten Gitarristen auf. Auf der Bühne ist es einfach nicht möglich, die Power der Gitarren mit nur einem Gitarristen zu reproduzieren. Fabio kann sich auf der Bühne auch besser ausdrücken, wenn er diese Last nicht auch noch tragen muss, also Rhythmus-, Leadgitarre und Gesang. Also haben wir Sandro, einen guten alten Freund, angerufen um ihn um Hilfe zu bitten. Und das Ergebnis ist großartig. Ich wünschte, du könntest uns live sehen.“ Ein Wunsch, den sicher auch viele deutsche Fans zu gerne erfüllt haben würden… „Es bewegt sich auf jeden Fall etwas….vielleicht eine Überraschung für diesen Sommer, eh?“ Na das hört sich doch schon mal vielversprechend an…

Was man dem Gesang auf „Sad Symphony“ ganz klar anhören kann und was ja inzwischen auch schon bekannt ist, ist die Tatsache dass es um die englischen Sprachkenntnisse von Fabio nicht allzu gut bestellt ist. Ein Problem für die Band? „Tatsächlich kann ich nicht besonders gut Englisch sprechen. Leider gehören wir Italiener zur lateinischen Sprachfamilie, deshalb macht uns diese Sprache auch mehr Schwierigkeiten. Abgesehen davon hab ich auch keine Gelegenheiten, Englisch zu reden. Aber letztendlich kann ich die Sprache doch einwandfrei zu Papier bringen.“ Da fragt man sich doch, warum es die Band nicht einfach mal mit italienischen Texten probiert… „Ugh! Neeeiiin…Italienisch ist nichts für Hard´n´Heavy…die Sprache ist viel zu weich und süß!“

Die Texte von THUNDERSTORM sind sehr in der Tradition des Heavy/Doom Metals gehalten: dunkle Fantasy Geschichten bzw. Texte, die sich mit den dunklen Seiten des menschlichen Lebens beschäftigen. Wie wichtig ist es denn für die Band, den Hörer in eine andere Realität zu führen, die nichts mit dem Alltagsleben gemein hat? „Eigentlich gibt dir der Eröffnungssong die Antwort auf deine Frage. Es ist für uns sehr wichtig die Hand – oder besser die Gedanken des Hörers zu nehmen und durch das Album zu führen. Schließe deine Augen, zieh die Kopfhörer auf, konzentriere dich auf die neue Welt, die du vor dir siehst. Die ganzen „Geschichten“ geschehen vor deinen Augen, du befindest dich in einer neuen Umgebung. Wenn du´s nicht schaffst, versuch es noch mal. Erst wenn du an diesen Punkt kommst wirst du THUNDERSTORM vollkommen verstehen. Was du letztendlich finden wirst sind Fragen oder Lösungen für dein Leben. Alles was ich verlange ist nicht am ersten „Tor“ stehen zu bleiben, sondern weiterzugehen“, so Omar.

Der Song „Sad Symphony“ unterscheidet sich durch seine „leichtere“ Ausstrahlung und seine Eingängigkeit doch sehr vom übrigen Material auf dem Album. „Wenn du meinst, dass wir „Sad Symphony“ lediglich auf dieses Album gepackt haben, da er „catchy“ wirkt, hast du dich getäuscht“, antwortet Omar auf die Frage wie dieser Song in das Album einzuordnen ist. „Wir bekommen da von niemandem Druck, der Song ist einer von unseren „Babys“. Diese CD repräsentiert all die Zustände unserer Seele: Wut, Magie, Kraft, Krankheit, Traurigkeit, Melancholie, Verzweiflung. Wir versuchen unsere Ängste zu analysieren um uns ihnen zu stellen und ihnen nicht auszuweichen. Die Musik und die Worte leben in uns. Sie sind alle gemeinsam gewachsen. Vor langer Zeit hätte ich sagen können, dass „Sad Symphony“ ein „leichter“ Song ist. Wie auch immer, heute realisiere ich dass er dir vielleicht reinläuft, ein anderer erträgt ihn nicht.“

Das Album „Sad Symphony“ ist ein großartiges Debüt geworden, aber ich denke speziell im songwriterischen Bereich ist die Band sicherlich noch steigerungsfähig. Um zu beweisen, dass man mit der Band auch beim zweiten Album rechnen kann, arbeitet sie auch bereits an neuem Material. Auf die Frage, was man auf dem nächsten THUNDERSTORM-Album von der Band erwarten kann reagiert Fabio mit einem Lachen. Du willst einfach zu viel wissen! Hahaha! Ja, wir arbeiten bereits an neuem Material das auch einige Überraschungen bieten wird. Aber wir bewegen uns nach wie vor auf unserer Linie. Wir haben noch mehr Asse, die wir ausspielen können und Doom Metal hat den Leuten einiges zu sagen. Keine Eile also!“

Interessant ist ja auch, dass THUNDERSTORM sich nicht nur dem schleppenden Doom hingeben, sondern durchaus auch flottere Parts in ihre Songs eingebaut haben. Im Grunde genommen haben aber auch Bands wie BLACK SABBATH, CANDLEMASS oder SOLITUDE AETURNUS genügend schnellere Songs und dennoch weisen auch diese Tracks bei allen Bands diese speziellen Doom-Vibes auf. Fabio beschreibt dieses Phänomen folgendermaßen: „Doom-Vibes sind überall. Auf unserer CD und in vielen anderen Metal-Alben, du kannst überall etwas finden, das dich an Doom erinnert. Diese Musik ist nicht statisch, wie man vielleicht annehmen könnte, sie entwickelt sich ständig. Es ist egal ob du schnell oder langsam spielst, wenn du vom Doom gesegnet bist spricht die Seele mit dir. Ich weiß, ich wiederhole Dinge, die ich bereits gesagt habe, aber ich muss einfach an diesem Punkt festhalten: „Du kannst die Texte und die Musik trennen“. Frei geäußerte Gefühle produzieren großartige Songs und damit meine ich ehrliche Musik die direkt dein Herz berührt.“

Die Situation für Doom Metal scheint derzeit ja nicht allzu schlecht auszusehen. Am Tag, an dem „Sad Symphony“ veröffentlicht wurde kamen gleichzeitig zwei weitere großartige Doomscheiben von OVERSOUL und MIRROR OF DECEPTION in die Läden. Omar antwortet auf die Frage, ob nun die Zeit für Doom gekommen ist mit einem Zitat aus „The Rite“: „‚The Rite´s Reborn with a new Century…‘ und das ist erst der Anfang!“ Fabios Wünsche sind nicht weniger hochgegriffen: „Das ist die NWOEDM (New Wave of European Doom metal!!!)“

Obwohl sowohl Fabio, als auch Omar tief im Doom verwurzelt sind, sehen die musikalischen Favoriten des Bassisten recht vielfältig aus. Ich mag und mochte so viele Stile: HENDRIX, BLACK SABBATH, SAVATAGE. Ich liebe die Traurigkeit des sehr langsamen Blues (MUDDY „MISSISSIPPI“ WATER, J. LEE HOOKER) und die Fröhlichkeit (das erste mal, dass ich dieses Wort in diesem Interview benutze!) eines Hard Rock Riffs. Ich hänge an Bands wie MOTÖRHEAD und W.A.S.P. – fundamentale Schritte für jeden Metalhead! Ich habe auch schon Death, Grind, Speed, Thrash gehört, aber das ist etwas abgeflacht (manchmal, wenn ich wütend bin lege ich etwas „gutes altes“ Vinyl auf und schrei einfach!). Und all denen, die auf „Nu-Metal“ (damit mein ich die Bands, die Metal und Rap vermischen) stehen gebe ich den Rat, sich mal die alten Alben von FAITH NO MORE reinzuziehen!“

Wie schon anfangs erwähnt waren die letzten Jahre nicht wirklich arm an sehr guten Doom-Veröffentlichungen, allerdings fanden diese eben nicht die Aufmerksamkeit, die sie eigentlich verdient hätten. Fabio sieht in MIRROR OF DECEPTION, ABDULLAH, SOLSTICE und IRON MAN die interessantesten Acts der letzten Jahre. „Wie du ja selbst schon festgestellt hast gab es in den letzten zwei Jahren keinen einzigen großen Doom-Act, aber es gibt sehr „kleine“ Bewegungen aus denen so etwas entstehen könnte. Doom ist eine Art von Musik die im Underground lebt. Lassen wir ihn dort in seiner eigenen Reinheit.

Eine großartige Bereicherung für den Sound von THUNDERSTORM sind sicherlich die Kirchenorgeln und die Glockenklänge. Zwei sehr mächtige Instrumente (soweit man eine Glocke überhaupt als Instrument bezeichnen kann), die ohne Zweifel auch hervorragend zum Metal passen. Auch Fabio weiß diese zu schätzen, einen Song, der jedoch hauptsächlich von diesen Instrumenten getragen wird kann er sich von THUNDERSTORM jedoch nicht vorstellen. Wir mögen diese Instrumente (und ja, ich denke man kann eine Glocke als Instrument bezeichnen!), denn sie geben dem Song einen „magischen“ Touch. Sie stopfen die „Löcher“ und erhalten beim Hörer die Spannung. Ein Song der nur von diesen Instrumenten getragen wird kannst du wohl am ehesten in Horror-Soundtracks finden. Aber auch wenn ich diese Art von Filmen mag, könnte ich mir keinen Metal-Song vorstellen, bei dem die Kirchenorgel und die Glocken die tragende Rolle spielen. Vermutlich würde das zu träge klingen.“!

Auf die Frage, welche Alben die beiden denn zuletzt gekauft haben, zeigen sich Fabio und Omar mit einer kleinen Ausnahme erneut sehr dem Doom verbunden. Omar: Die letzten Outputs von CATHEDRAL (kraftvolles Album!), MIRROR OF DECEPTION (Deutschland hat eine weitere großartige Band!) und SOLITUDE AETURNUS (100% Doom aus den USA). Kein weiterer Kommentar, die Musik spricht für sich.“ „Mirrorsoil“ gehört ebenfalls zu den Alben die Fabio derzeit ständig im CD-Player laufen hat, ebenso „Endtyme“ von CATHEDRAL und als kleine Überraschung: AVANTASIA.

Wirklich herausragende Erlebnisse live auf der Bühne können THUNDERSTORM nicht vorweisen. Amüsante Szenen spielen sich eigentlich eher Backstage und nach den Konzerten ab, wenn die Leute dann teil der Party werden. Worte können das nicht beschreiben“, berichtet Omar, dem Fabio nur ein „meine Sauferei während (???) und nach den Shows“ hinzufügt.

Und zuguterletzt wäre dann noch die Frage nach der Person, die die beiden gerne mal treffen würden. „Bon Scott (R.I.P.)“, steht für Omar fest, „um ihn zu fragen wie viele Drinks er hatte, woher er seine großartige unnachahmliche Stimme herhatte, ob er „Millionär“ geworden ist und ob er mit einem Rolls Royce nach Hause gefahren ist (wenn er je einen hatte). I´ll meet you riff raff „…one of this days…“

Fabio hältst da eher mit den Lebenden: „BLACK SABBATH, speziell meinen großen Lehrer ‚Master of Riffing‘ Tony Iommi.“

Fierce

Fierce
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