A STORM OF LIGHT: 23:58:43

“Forgive Us Our Trespasses” mag wie ein verzweifeltes Bittgesuch an Mutter Erde klingen, aber das zweite Album der New Yorker Avant-Doom Metaller A STORM OF LIGHT zeigt eine derartige Intensität und Vielschichtigkeit, dass der Erfolg des abendfüllenden multimedialen Erzeugnisses niemals in Frage gestellt wird. A STORM OF LIGHT pendeln gekonnt zwischen den Dynamik-Polen und regen mit ihrem Konzept zum Nachdenken an. Dass auch noch die Musik allererste Sahne ist und immer noch Möglichkeiten zur Entwicklung bereit hält, sorgt für regen Gesprächsstoff mit Sänger und Gitarrist Josh Graham, dessen Vita an dieser Stelle wirklich nicht mehr weiter vorgestellt werden muss.

Forgive Us Our Trespasses” mag wie ein verzweifeltes Bittgesuch an Mutter Erde klingen, aber das zweite Album der New Yorker Avant-Doom Metaller A STORM OF LIGHT zeigt eine derartige Intensität und Vielschichtigkeit, dass der Erfolg des abendfüllenden multimedialen Erzeugnisses niemals in Frage gestellt wird. A STORM OF LIGHT pendeln gekonnt zwischen den Dynamik-Polen und regen mit ihrem Konzept zum Nachdenken an. Dass auch noch die Musik allererste Sahne ist und immer noch Möglichkeiten zur Entwicklung bereit hält, sorgt für regen Gesprächsstoff mit Sänger und Gitarrist Josh Graham, dessen Vita an dieser Stelle wirklich nicht mehr weiter vorgestellt werden muss.

 

Hallo Josh, Gratulation zu eurem neuen, höchst intensivem Album “Forgive Us Our Trespasses“, das mit jedem Hören weiter wächst.

Vielen Dank. Wir sind sehr zufrieden mit diesem Album und der Entwicklung, die A STORM OF LIGHT damit gemacht hat.

Der Titel “Forgive Us Our Trespasses” klingt so, als würdet ihr mit der Erde sprechen. Als würdet ihr um Vergebung bitten, für all den Frevel, den die menschliche Rasse an unserem Planeten verbrochen hat.

Genau so ist es. Wir bitten die Erde um Vergebung für unsere Schuld, die unsere Spezies der Erdoberfläche und den Ökosystemen angetan hat.

Ich weiß, dass euer Konzept eine verkürzte Version vom Aufstieg und Untergang der Menschheit ist, andererseits passen die Musik und die Atmosphäre perfekt zu dem postapokalyptischen Buch “Die Straße” von Cormac McCarthy. Kannst du diesen Vergleich nachvollziehen?

Ich habe “Die Straße” auch gelesen. Obwohl ich beim Schreiben von “Forgive Us Our Trespasses” nicht an diesen Roman geadacht habe, kann ich den Zusammenhang zwischen dem Buch und unserem Album erkennen. Die Geschichte von “Forgive Us Our Trespasses” beinhaltet die ganze Menschheit als einen zentralen Charakter, während “Die Straße” einen Vater und seinen Sohn als menschliche Rasse repräsentiert. Auf jeden Fall würde die Story dieses Buches perfekt als Ereignis in unsere Geschichte passen.

Ist dies nur ein “kurzes” Konzept, da die Menschheit, verglichen mit der Erde, nur für einen kurzen Augenblick existiert?

Wenn man den momentanen wissenschaftlichen Erkenntnissen glaubt, dann gibt es folgenden Vergleich: Nimmt man an, dass die Erde um Mitternacht erschaffen wurde, dann tauchen die Menschen erst um 23:58:43 auf (*). Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr wir in dieser Zeit unseren Planeten verändert haben. Und wenn du es genau betrachtest, dann wurde der Großteil des Schadens in den letzten 160 Jahren angerichtet, eben seit der zweiten Industriellen Revolution. In dieser kurzen Zeit haben wir fast jeden einzelnen lebenden Organismus befleckt.

Sind die Texte dieses Mal aus der Sicht von Mutter Erde? “Amber Waves Of Grey” scheint dabei melancholisch zu sein, “Trouble Is Near” handelt von der Vergeltung und “Omega” von der Endgültigkeit.

Alle unsere Veröffentlichungen zeigen ein personifiziertes Etwas als Erzähler. Du erinnerst dich sicher, im ersten Album sprach ein Walfänger, “Primitive North” waren dann das Meer und das Eis, und jetzt spricht die Erde. Es interessiert mich sehr, was die Dinge sagen würden, wenn sie sprechen könnten. Da kommt mir diese alte Phrase ins Gedächtnis – “Wenn diese Wände sprechen könnten.” Ich mag diese Vorgehensweise und bin davon überzeugt, dass uns dies näher an die Musik selbst bringt.

Es gibt in “Midnight” eine sehr beeindruckende Textzeile: “And when the famine comes over you, and when the sickness comes over you, and when the end comes over you, you’ll see there’s no place like home.”

Ich vermute einfach, dass die Erde uns etwas derartiges mitteilen würde, wenn sie mit uns reden könnte. Wir sind nicht die Kinder der Erde, wir sind einfach ein neuer Einwohner auf diesem Planeten. Ich bin mir sicher, dass jegliche Kommunikation zwischen Mensch und unserem Planeten gefühllos und heftig wäre.

“Across The Wilderness” liest sich für mich, als würde die Erde mit der Umwelt sprechen und um Geduld bitten, weil alle Probleme bald gelöst werden.

Ganz genau so ist es.

 A STORM OF LIGHT Interview 2009 - Bilder (c) Neurot Recordings
Bilder, die wahr werden könnten? Joshs postapokalyptische Visionen zieren das Artwork zu “Forgive Us Our Trespasses”.

Was tust du eigentlich privat, um die Umwelt zu schützen? Verzichtest du auf ein Auto, vermeidest Energievergeudung, bist du Veganer?

Ich fahre nicht, außer wenn wir auf Tour sind. Außerdem recycle ich und spende an Umweltschutz- und Wildschutzorganisazionen. Die Band alleine bringt einen Berg an Arbeit mit sich, aber wir arbeiten daran, andere über diese Themen zu informieren. Ich bin kein Veganer und ich esse sogar Fleisch. Wir sind keine Band, die auf einer “vegetarischen Mission” ist. Wir fokussieren uns auf eine größere Bandbreite des menschlichen Einflusses auf den Planeten. Die Fleischindustrie und deren unethische Behandlung der Tiere ist uns sicherlich ein Anliegen, aber die Überbevölkerung der Menschheit und die Zerstörung zahlloser Tierarten sind einfach größere Themen. Wir werben für ein Gleichgewicht von Mensch und Natur. Würde zum Beispiel jede Frau nur ein Kind zur Welt bringen, würde die Erdbevölkerung innerhalb von einhundertfünfzig Jahren auf einen Stand vor der Industrialisierung zurückgehen, und das wäre alles, was unser Planet braucht um ein Leben in Balance zu erhalten. Balance ist der Schlüssel.

Kommen wir nun zur Musik auf “Forgive Us Our Trespasses“. Dieses Album ist ziemlich episch und dicht orchestriert, es klingt sogar wie euer erstes richtiges Album, denn “And We Wept The Black Ocean Within” erscheint vergleichsweise wie ein Demo, ein erster Schritt in diese doomige Welt. Konntet ihr mit dem neuen Album eure Vision besser in Szene setzen?

Das erste Album war eine Reaktion gegen das Spielen von endloser, lästiger Instrumentalmusik. Wir wollten es direkter und dreckiger haben. Mit unserer dritten Veröffentlichung wollten wir hingegen eine größere Bandbreite auffahren und auch wieder ein paar schönere Elemente einfügen, um größere Kontraste zwischen den eingesetzten musikalischen Stilen zu erhalten. “Forgive Us Our Trespasses” bereitet den Weg für die Zukunft von A STORM OF LIGHT.

Die Arbeit an “Forgive Us Our Trespasses” muss recht schnell vonstatten gegangen sein, es erschien keine anderthalb Jahre nach dem ersten Album. Habt ihr einen nicht abreißen wollenden Arbeitsfluss?

Wir arbeiten in der Tat stets konstant weiter, aber wir wir arbeiten eher zyklisch. Wir schreiben, nehmen auf, touren und das wiederholt sich dann. Für dieses Mal haben wir uns dafür entschieden ein weiteres Album zu schreiben, statt ausgiebig zu touren.

Die Aufnahmen zu “Forgive Us Our Trespasses” haben schon vor der vergangenen Europatour stattgefunden, das ist mittlerweile ein halbes Jahr her. Warum wurde das Album erst jetzt veröffentlicht?

Unser europäischer Vertrieb verlangt ein fertiges Album mit Artwork sechs Monate vor der Veröffentlichung. Ich vermute, das gibt es ihnen die Zeit um eine CD angemessen zu vertreiben und zu promoten.

Die Songs selbst sind episch, aber deutlich eingängiger als auf “And We Wept The Black Ocean Within“. Aber es gibt sogar heftige Songs wie “Tempest” und das boshafte “Trouble Is Near”, die so heavy sind, wie das Material auf eurem Debüt, nur mit deutlich mehr Farben und Gefühlen ausgestattet.

Ich denke, das stimmt. Für uns ist dieser Tage der Kontrast sehr wichtig. Wir sind eine Heavy Band, aber, aber wir beziehen auch andere Seiten unserer musikalischen Persönlichkeit mit ein, wie zum Beispiel die SWANS.

Den größten Schritt nach vorne zeigen “Midnight” und “Omega”, die sehr hymnenhafte Elemente vereinen. Ein Grand Finale für ein tragisches Stück konzeptueller Musik?

Danke. Diese beiden Songs, wie auch “Across The Wilderness” markieren den Weg, den wir mit unserem dritten Album weiter gehen werden. Das sind auf jeden Fall die Songs, mit denen wir am meisten verbunden sind.

In “Midnight” gibt es einen Part, der in der Mitte ein wenig an RED SPAROWES erinnert. Fehlt es dir doch etwas, auch leichtere und hellere Musik zu spielen?

Hm, nein, nicht wirklich. Dieser Teil ist eher ein unverhohlenes Plagiat von PINK FLOYD, und das ist definitiv mehr eine Referenz als irgendetwas von meiner früheren Band. Wie gesagt, uns sind die Kontraste wichtig und dass wir ein Lied so kräftig wie möglich machen.

 A STORM OF LIGHT Interview 2009 - Bilder (c) Neurot Recordings
“Es interessiert mich sehr, was die Dinge sagen würden, wenn sie sprechen könnten.” Josh Graham (Mitte) ist sich sicher, dass Mutter Erde den Menschen nicht viel freundliches zu sagen hätte.

Es gibt eine Armada an Gastmusikern auf “Forgive Us Our Trespasses“. Vor allem die Jazz-Sängerin Nerissa Campbell leistet wieder großartige Arbeit. Woher kennt ihr sie und werdet ihr wieder mit ihr auftreten?

Nerissa ist eine sehr gute Freundin von uns und lebt auch in New York City. Sie wird auf jeden Fall wieder mit uns auftreten und wird sich hoffentlich inspirieren lassen, auch auf zukünftigen Alben mit uns zu arbeiten.

Auch JARBOE hat “Forgive Us Our Trespasses” mit ihrer einzigartigen Stimme eine tolle Atmosphäre eingehaucht, die sich ähnlich anfühlt wie in “Neurosis & Jarboe“. Ist das einfach ihre typische Art zu singen, oder habt ihr “Across The Wilderness” auf sie zugeschnitten?

Zuerst sollte ich sagen, dass SWANS meine absolute Lieblingsband ist. JARBOEs Arbeit mit dieser Band ist ein großer Einfluss für uns, und erklärt warum wir einige Dinge tun, wie wir sie tun. Natürlich hat das Album “Neurosis & Jarboe” eine ähnliche Stimmung, weil JARBOE zu verzerrten Gitarren singt, aber der wirkliche Einfluss in unserem Falle sind die SWANS. Sollte jemand diese Band nicht kennen, muss das nachgeholt werden.

Ein weiterer starker Gastauftritt kommt von der Schauspielerin Lydia Lunch, die in den Interludes ihre eigenen Texte darbietet. Wie habt ihr Lydia kennen gelernt?

Ich habe sie einfach angeschrieben und sie hat sehr schnell geantwortet. Wir haben über das Internet zusammen gearbeitet – ich hatte ihre fertigen Aufnahmen in nur zwei Wochen. Wir lieben das, was sie uns aufgetischt hat und fühlen uns sehr geehrt mit einer so produktiven Person zusammen gearbeitet zu haben.

War die Aufgabe, dass Lydia ihre eigenen Texte über dieses Thema schreibt und an deine Texte, Konzepte und Atmosphären anknüpft?

Genau so war es.

Ist das weibliche Element, das von diesen Sängerinnen ausgeht, ein Grund, warum “Forgive Us Our Trespasses” nicht zu verbittert klingt und zumindest einen Funken Hoffnung in der Musik hat?

Ich weiß es nicht. Das ist zwar möglich, aber für mich ist das Album ein Ganzes.

Neben Nerissa, Lydia und JARBOE sind auch deine Vocals sehr wichtig für den gefühlvollen Gesamteindruck. Dein Gesang hebt A STORM OF LIGHT auf ein ganz neues Level. Gab es keinen Grund, heftigen Gesang einzusetzen?

Vielen Dank! Auf “Forgive Us Our Trespasses” war ich einfach nicht daran interessiert, Geschrei einzusetzen. “And We Wept The Black Ocean Within” führte aus, was wir wollten, aber dieses Mal wollte ich vorankommen und etwas anderes ausprobieren. Ich übe fortwährend und versuche immer besser zu singen. Das werde ich auch beibehalten und in unserer Musik ausbauen.

Das Schlagzeug ist wieder mit viel Hall produziert und klingt ziemlich nach den Achtzigern. Ist das einfach eine persönliche Vorliebe, oder ein Werkzeug um die Musik dunkler und schwerer klingen zu lassen?

Wir arbeiten schon immer mit Joel Hamilton zusammen und meiner Meinung nach kriegt kein anderer Tontechniker heutzutage einen besseren Schlagzeugsound hin. Er ist unser viertes Bandmitglied, und wir lieben es mit ihm zu arbeiten. Das Schlagzeug klingt brutal und atmosphärisch und vereint das Beste aus diesen beiden Welten.

Das Thema Schlagzeuger ist bei A STORM OF LIGHT ja sehr heikel. Ihr hattet schon zwei Drummer gleichzeitig, auch wenn sie nie gleichzeitig gespielt haben, jetzt haben sowohl Pete als auch Vinnie die Band verlassen. Ist Andy Rice jetzt ein fester Ersatz?

Wir spielen gerne mit unterschiedlichen Schlagzeugern, und bis wir einen festen Musiker finden, werden wir weiter experimentieren.

Du sagtest bereits, dass Joel Hamilton euer viertes Bandmitglied ist. Seine Aufgabe liegt ja nicht nur beim Produzieren, sondern auch bei Keyboards, richtig?

 A STORM OF LIGHT Interview 2009 - Bilder (c) Neurot Recordings
“Balance ist der Schlüssel.” Und das auf musikalischer Ebene, wie bei der Errettung unseres Planeten.

 

Joel und ich produzieren zusammen. Ich spiele alle digitalen Keyboards und Joel gibt mit seinen ganzen analogen Gerätschaften der Musik viel von seinem Zauber, was gut zur Ästhetik passt. In der Tat, ich sehe ihn als festes Studiomitglied an. Vielleicht wird er eines Tages auch mit uns auf Tour gehen, das wäre großartig.

Ich nehme an, dass die Aufnahmen mit einem guten Freund wie Joel recht familiär waren und auch recht schnell vonstatten gegangen sind.

Ja, die Arbeit mit Joel ist großartig, er ist exakt auf der gleichen Wellenlänge wie Domenic, Andy und ich. Die Arbeit läuft sehr ungezwungen ab.

Im Frühjahr wurde nach langem Warten eure großartige Vinyl-Split “Primitive North” mit NADJA als wunderschöne Gatefold Doppel-LP veröffentlicht. Waren die beiden darauf vorhandenen Songs ein Wegbereiter für “Forgive Us Our Trespasses“?

Die beiden darauf enthaltenen Songs dienen einfach als Brücke zwischen unseren beiden Alben und haben geholfen, uns für neue Ideen zu öffnen.

Die limitierte Version von “Primitive North” hat auch eine CD dabei, auf der das ganze Album zu finden ist. Ist das eine Art Einstiegsdroge für Leute, die noch nicht Gefallen an dem Medium Vinyl gefunden haben?

Das war eine Idee des Labels ROBOTIC EMPIRE, aber das scheint der beste Weg zu sein, die Leute dazu zu bewegen sich die bestmögliche Präsentation von Artwork und Musik zu kaufen und ihnen mehr für ihr Geld zu geben. Die Vinylversion von “Forgive Us Our Trespasses” wird eine “Digital Download Card” für die MP3-Version beinhalten.

Visuell gesehen ist “Forgive Us Our Trespasses” der direkte Nachfolger zu “Primitive North“.

Auch hier finde ich, dass es einfach nur ein Bindeglied zwischen den beiden Full Length-Alben darstellt.

Aber davon abgesehen zeigt das Artwork zu eurem neuen Album Szenarien von einer zerstörten, menschenleeren Welt, deren Abfall wie Atomreaktoren und Städte verwelken und die Tiere über die Erde herrschen. Meinst du, so ein Portrait könnte in den nächsten Jahren Wirklichkeit werden, vielleicht wenn die USA mit dem Iran oder Nordkorea einen Atomkrieg beginnen?

Ich habe wirklich keine Ahnung, was in der Zukunft passieren wird. Ich glaube aber daran, dass wenn nicht etwas bedeutendes passiert, Bilder wie diese, das einzige Vermächtnis der Menschheit darstellen werden.

Zweifellos wird sich die Natur erholen, wenn die Menschen verschwunden sind. Das bringt zu der Frage, ob der Mensch eine Art Krebsgeschwür an einem lebenden Organismus ist. Ist das Science Fiction, oder einfach konsequent weiter gedacht?

Ich bin der Meinung, dass unser Unvermögen, die Erdbevölkerung zu kontrollieren uns gefährlich nah an den Punkt der Zukunftsfähigkeit bringt. Wir werden sehen, was sich verändert. Vielleicht nichts, vielleicht aber auch alles.

Abschließend noch zu euren Zukunftsaussichten. Auch wenn “Forgive Us Our Trespasses” recht erwachsen klingt, es gibt immer noch genügend Potenzial zur Weiterentwicklung. Ich sehe das Potenzial gerade im Bereich der Synthesizer und von Post Rock-Elementen.

Und ich weiß immer noch nicht, was Post Rock wirklich ist, und wir haben keinerlei Verlangen danach dieser Szene anzugehören. Wir werden uns weiter entwickeln, aber hoffentlich wird es uns von allen Vergleichen wegbringen. Unsere Einflüsse kommen von so weit außerhalb der Post Rock-Szene, so dass ich hoffe, dass wir gar nicht mehr einfach kategorisiert werden können. Wir werden in Zukunft eher mehr Instrumentierungen im Stil von Americana und Grabes- und Klagemusik verwenden.

Wie sieht es eigentlich mit den Visuals für die kommende Tour aus? Ich kann mir gut vorstellen, dass sie sehr verstörend und dunkel werden.

Die Videoprojektionen werden die Geschichte des Albums nacherzählen, also wird es in der Tat sehr düster werden. Das Thema ist natürlich schwerer Stoff, aber die Visuals werden im künstlerischen Bereich angesiedelt sein und daher nicht so drastisch verstörend werden, wie sie sein könnten.

Und hier die letzte Frage: Ihr werdet im November mit MINSK durch Europa touren, und ich hoffe, dass mehr Leute eurem Ruf folgen, als auf der letzten Tour. Was erwartet ihr von diesen vier Wochen? #

Unsere einzigen Erwartungen sind, dass wir die Musik spielen, die wir wirklich gerne mögen. Alles andere ist Luxus.

(*) Siehe hierzu: http://www.geology.wisc.edu/homepages/g100s2/public_html/Geologic_Time/Time_Clock.gif

Bilder: (c) Neurot Recordings