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WOLVESPIRIT: Change The World

WOLVESPIRIT haben sich spätestens mit dem letzten Album „Fire And Ice“ einen festen Platz gesichert im Kreis der hart rockenden Bands mit klarer 60er/70er-Linie. Nun bitten sie wieder zum Tanz, Frontfrau Debbie Craft, ihre Eberlein-Jungs und wieder neu Basser Marco und Drummer Martin zeigen direkt, wer hier die Welt retten will. Dazu das passende Endzeit/Mad Max-Outfit, let´s change the world!

WOLVESPIRIT wollen mit „Change The World“ Love & Peace für alle

Musikalisch braucht man auf dem auch schon sechsten Album keine Angst haben vor allzu großen Änderungen. Die Band erkennt man sofort, natürlich auch durch die recht eigene Stimme von Debbie, aber auch die Jungs haben ihren eigenen Sound bereits gefunden. Man rockt gleich energisch nach vorn mit den ersten Songs, catchy und tanzbar. Mitsing-Refrains, positive Vibes, der Fuß wippt sofort mit. „Hells Bells Are Ringing“ kommt gar mit einem coolen früh-80er ZZ TOP-Drive. Der Titelsong greift dann das Endzeit-Thema richtig auf, man kriegt Lust, mal wieder den Mad Max-Klassiker zu schauen. Natürlich träumt und singt Debbie gern von Love and Peace, das kann kitschig wirken. Wer die Frau kennt, der weiß dass sie genau so tickt, passt! Eine wilde DEEP PURPLE/URIAH HEEP-Einlage, Oliver drückt seine Keyboards berechtigt gern mal etwas nach vorn.

Debbie singt mit Leidenschaft, die Jungs rocken energisch

Die Gitarrenarbeit kommt nicht ganz so nach vorn gezogen wie noch auf „Fire And Ice“, hier wirkt sie deutlich songorientierter. Auch die wie gehabt klasse Leads lehnen sich etwas zurück und zitieren nicht mehr so deutlich die Vorbilder, die man aber weiterhin raushört. Umso mehr kommen dann die Duelle der Brüder zur Geltung. Auch mit der Rhythmsection scheint man einen guten Griff gemacht zu haben. „Thunder And Lightning“ kommt mit einem coolen Groove und dezenten Southern-Vibes, „Strong Against The Wind“ lässt mit Keyboardgewimmel die 80er durchklingen. Zu MTV-Zeiten hätten WOLVESPIRIT sicher ihre Freunde gefunden, sicher auch mit „Drown You Down“. Western-Flair mit der Ballade „Fallen“, man könnte ja mal wieder „Wanted Dead And Alive“ hören. Live schunkeln hier die Fans sicher brav mit, auch beim etwas kitschigen 80er Schunkler „Over The Rainbow“. Das Schunkeln geht weiter, zum Ende wird dann mit „Crazy“ nochmal fröhlich schmutzig der 70er Rock ausgepackt.

Wer WOLVESPIRIT bisher mochte, der wird auch mit „Change The World“ glücklich

Mir persönlich gefallen WOLVESPIRIT besser, wenn sie gut gelaunt, groovy und bluesig nach vorn rocken durch die 60er und 70er und eine Wolke Psychedelic mitschweben lassen. Die ruhigen Töne packen mich nicht so sehr, der 80er-Touch und der Schunkel-Rock sind mir too much. Dafür probieren Debbie und ihre Jungs zumindest neue Ecken aus, das spricht für die Würzburger. Debbie´s Vocals bleiben Geschmackssache, sie sind aber ein klares Aushängeschild der Band. Leichte Schwächen werden durch Leidenschaft wieder gut gemacht, die Jungs haben die Songs zudem deutlicher auf ihren Gesang zugeschnitten, ohne dass der wie auf den vorherigen Alben zu sehr nach vorne rückt. Der Sound ist gut, etwas mehr auf fett geschoben als bei den letzte Alben im klassischen 70er-Sound. Aufgenommen wurde “Change The World” in der Musikmetropole Nashville in denselben Räumlichkeiten, die auch schon Größen wie ERIC CLAPTON oder die ALLMAN BROTHERS benutzt haben.Das Digipak ist toll aufgemacht, da stimmt auch alles. Wer WOLVESPIRIT bisher mochte, der wird auch mit „Change The World“ glücklich.

Veröffentlicht am 21.01.2022

Spielzeit: 55:55 Min.

Lineup:
Debbie Craft – Vocals
Richy “Rio” Wolfhart – Guitars
Marco Tullius – Bass
Oliver Wolfhart – Keyboards
Martin Monroe – Drums

Label: Stone Spirit / Cargo Records

Homepage: http://www.wolvespirit.com

Mehr im Web: https://www.facebook.com/WolveSpiritBand

Die Tracklist von “Change The World”:

1. Don’t You Know (Video bei YouTube)
2. Hells Bells Are Ringing
3. Change The World (Video bei YouTube)
4. Thunder And Lightning
5. Strong Against The Wind
6. Drown You Down
7. Fallen
8. Time Is Running
9. Over The Rainbow (Video bei YouTube)
10. I Belong To You
11. Crazy