WEREWOLVES: What A Time To Be Alive

“Flott” war ja schon das Schlagwort beim Debütalbum “The Dead Are Screaming” von WEREWOLVES. Sowohl in Sachen Realisierung eines Albums (wenige Wochen nach Bandgründung) als auch in Bezug auf die musikalische Ausrichtung der Blackened Death Metal-Band. Und man mag ja gewisse Worte nicht überstrapazieren, doch kommt man auch beim neuen Album “What A Time To Be Alive” nicht umhin, an der gleichen Stelle des Schlagwort-Katalogs bei “flott” nachzuschlagen. Und es sind wieder die oben erwähnten Punkte, die mir das bereits zwei Mal genannte Wort in den Mund legen. So liegt kein Jahr zwischen dem Debütalbum und dem nunmehr zweiten Album der Australier. Und auch das Tempo ist wieder im oberen Bereich angesiedelt.

WEREWOLVES lassen mit “What A Time To Be Alive” Dampf ab

Doch nicht nur die Geschwindigkeit macht die Parallelen zwischen “The Dead Are Screaming” und “What A Time To Be Alive” deutlich. Auch manch coole Stilelemente hat das Trio da wie dort in Gebrauch. Etwa die Bienenschwarm-artig surrenden Gitarren wie in “Sublime Wartime Voyeurism” oder “Crushgasm”. Neu hinzugekommen ist etwas mehr Groove, der Songs wie “Mission Statement” besonders gut zu Gesicht steht. Und dennoch mag man unken, dass bei WEREWOLVES kaum eine Weiterentwicklung festzustellen ist. Dem ist aber der (vermeintliche) Sinn des Projekt entgegen zu halten. Schließlich handelt es sich bei der Band um ein Nebenprojekt aller drei Protagonisten, die mit WEREWOLVES einfach nur Dampf ablassen und Spaß haben wollen. Und das hört man “What A Time To Be Alive” auch an.

Somit stört es auch kein wenig, dass die Songs auf “What A Time To Be Alive” jetzt nicht die größte Nachhaltigkeit und elitärste Tiefe haben. Dafür bekommt man flotte Blackened Death Metal-Kost (besonders cool auch das letzte Drittel von “I Don’t Like You”) von einem profilierten Trio, das sich dank WEREWOLVES als (augenzwinkernde) Bad Guys geben. Also einschalten, abgehen und Spaß haben.

Veröffentlichungstermin: 29.01.2021

Spielzeit: 34:51 Min.

Line-Up:
Sam Bean – Gesang & Bass
Matt Wilcock – Gitarre
Dave Haley – Schlagzeug

Produziert von Joe Haley (PSYCROPTIC)

Label: Prosthetic Records

Mehr im Netz: https://werewolvesdeathmetal.bandcamp.com
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/werewolvesinhell/

WEREWOLVES “What A Time To Be Alive” Tracklist

1. I Don’t Like You (Lyric-Video bei YouTube)
2. Sublime Wartime Voyeurism
3. Mission Statement
4. Crushgasm (Audio bei YouTube)
5. Unfathomably Fucked
6. Antisocial (Video bei YouTube)
7. Traitors and Bastards
8. A Plague On All Your Houses
9. They Will Pay With Their Own Blood